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Linden

Hausmagazin Lindenfeld – Spezialisierte Pflege Suhr

Genuss mit allen Sinnen

Für leibliches und seelisches Wohl

Portraits

Wir stellen Menschen vor

Interview

Genuss aus der Lindenfeld Küche

Einblick

Wellness für Hände, Herz und Seele

Bunte News

Es ist viel los im Lindenfeld

Präzision durch Erfahrung

Spezialisierte Pflege im Lindenfeld

Uf Bsuech

TAGESBETREUUNG

vereinzelt freie Tage verfügbar

Entspannen Sie, derweil wir uns um Ihren Lieblingsmenschen kümmern. Wir bieten Tagesbetreuung von Montag bis Freitag von 8– 17 Uhr.

Kommen Sie «uf Bsuech» ins Haus am Teich, unserem etablierten Demenzhaus. Unsere Gäste geniessen abwechslungsreiche, liebevolle Betreuung, soziale Kontakte und Aktivierung in kleinen Gruppen oder individuell. Das körperliche und seelische Wohl steht im Mittelpunkt. Schnuppern Sie unverbindlich und lernen Sie uns kennen.

Therapiepraxis

Lindenfeld

Im Lindenfeld bieten wir Ihnen ambulante Physio- und Ergotherapie.

Auf unserer Webseite finden Sie Details zu unserem ganzheitlichen Therapieangebot

Gönnen Sie sich einen Entspannungsmoment Als Selbstzahler haben Sie die Möglichkeit, unser medizinisches Massageangebot auch ohne Verordnung zu nutzen. 25 Min. CHF 60.– / 50 Min. CHF 120.–

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

062 838 01 54, therapien@lindenfeld.ch Zollweg 12, 5034 Suhr

Aufnahme- und Sozialberatung 062 838 01 25 (8–11.30/13.15–15.30 Uhr) Aufnahme-undSozialberatung@lindenfeld.ch

erreichenGemeinsam wir Ihre personlichen Ziele.

Die Welt der wunderbaren

Genussvielfalt

Es gibt sie, diese besonderen Momente. Genussmomente, die uns plötzlich ein Lächeln ins Gesicht zaubern, die uns mit Vorfreude erfüllen oder auch ein wenig melancholisch stimmen. Genuss ist weit mehr als ein gutes Essen mit Weinbegleitung – Genuss ist das bewusste Erleben eines Augenblicks. Es ist das wohlige Gefühl von Sonne auf der Haut; das Blätterrascheln unter den Füssen während eines Herbstspaziergangs; das vertraute Geräusch der Kaffeemaschine am Morgen, das uns auf unsere erste Tasse Kaffee einstimmt; der genüssliche Biss in ein noch ofenwarmes Brot...

Genuss bedeutet innehalten, wahrnehmen und mit allen Sinnen fühlen – für sich alleine oder in Gesellschaft. Genuss ist individuell, vielschichtig und vor allem persönlich. Genuss ist mehr als eine flüchtige Wahrnehmung – er ist ein Türöffner zu unseren Erinnerungen. Jeder Mensch verbindet seine Genussmomente mit ganz individuellen Erlebnissen, Emotionen und Geschichten.

Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Tasten – unsere Sinne sind das Fundament unserer Wahrnehmung. Doch allzu oft vergessen wir, wie fein sie aufeinander abgestimmt sein müssen, damit unsere Welt vollständig erfahrbar wird. Besonders der Geruchssinn spielt dabei eine zentrale Rolle: Kein anderer Sinn steht so eng mit unseren Emotionen in Verbindung. Wussten Sie, dass wir bis zu 10’000 verschiedene Gerüche unterscheiden können? Das ist eine beeindruckende Leistung, die unser Gehirn meist unbewusst vollbringt. Vorausgesetzt natürlich, dass unsere Sinnesorgane funktionieren.

Genussmomente begleiten uns ein Leben lang. Sie sind stille (Zeit-) Zeugen unserer Erinnerungen – unsichtbar, aber unvergesslich. Vielleicht sollten wir uns öfter Zeit nehmen, tief durchzuatmen, bewusst zu riechen, zu schmecken, zu hören und auch zu fühlen.

Machen wir doch mit diesem Lindenblatt einen Anfang. Ich lade Sie ein, sich von uns auf eine Reise voller Genussmomente mitnehmen zulassen – Momente, die persönlich für Sie von uns zusammengestellt wurden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüsse

Berufsbildnerin im Lindenfeld

5 MEINE GESCHICHTE

Margrit Lustenberger

Bewohnerin Lindenfeld

6-7 PORTRAITS

Genussvoll im Austausch

8-9 EINBLICK

Wellnessnachmittag

10-11 INTERVIEW

Genuss aus der Lindenfeld Küche

12 MEIN LINDENFELD MOMENT

13 GASTKOMMENTAR

Gourmetkoch

Thomas Messerli

13 TIPP aus unserer Küche

14 NEWS aus dem Lindenfeld

15 RÜCKBLICK

15 RÄTSELSPASS

16 AGENDA

16 F EEDBACKS zum neuen Lindenblatt

16 SPENDEN und ein Lächeln schenken

Rätselspass aus dem Lindenfeld

Finde das passende Paar!

Welcher Leitsatz gehört zu welchem Strichmännchen?

Viel Spass beim Knobeln!

Auflösung Seite 15

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wird bei uns GROSS geschrieben

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im Lindenfeld, dafür engagieren wir uns Leben Wir arbeiten ziel- und ergebnisorientiert

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Meine Geschichte

Margrit Lustenberger Bewohnerin Lindenfeld

Margrit Lustenberger ist gelernte Damenschneiderin, und das erkenne ich an ihrem gepflegten Stil, als ich sie für unser Gespräch besuche. Seit November 2024 ist sie im Lindenfeld und hat sich mit einer Dame auf ihrem Wohnbereich angefreundet. «Wir unternehmen viel zusammen,» sagt Frau Lustenberger mit einem Lächeln. «Ich bin sehr dankbar, dass ich Frau Frey hier getroffen habe.»

Auf das Thema Genuss angesprochen, erinnert sich Frau Lustenberger sehr gerne an ihre glücklichen Kindheitstage in den 1940iger Jahren.

«Die Vorweihnachtszeit war für mich die schönste Zeit,» erzählt mir die heute 91-jährige zierliche Dame. «Wenn ich die Augen schliesse und an das Wort Genuss denke, verbinde ich viele feine Gerüche nach frisch gebackenen Weihnachtsguetzlis, feinem Festtagsessen und ebenso das Gefühl des Geborgenseins im Kreise meiner Familie.» Ich lasse diesen Erinnerungsmoment etwas wirken und sehe das glückliche Lächeln auf Frau Lustenbergers Gesicht. «Meine Mutter hat auch die beste Rösti gemacht. Ich liebe dieses Gericht auch heute noch – am liebsten mit zwei Spiegeleiern dazu. Aber so gut wie meine Mutter macht niemand die Rösti,» erfahre ich.

Ich tauche ein in das emanzipierte Leben meiner spannenden Gesprächspartnerin: Ihre Mutter bewegte sie dazu eine Lehre als Damenschneiderin zu machen. «Das Herzblut fehlte mir; ich ging nach der Lehre in die Westschweiz, um Französisch zu lernen – eine sehr erinnerungswürdige Zeit und am liebsten wäre ich geblieben.» Der Vater holte sie jedoch zurück und als nächstes besuchte Frau Lustenberger die Handelsschule. Anschliessend arbeitete sie einige Jahre für den Schweizerischen Blindenbund; eine Aufgabe, die sie auch heute noch als sinnstiftend einstuft.

Bis zur Pensionierung wirkte sie als Sekretärin an einem Zürcher Gericht, wo sie von der mechanischen über elektronischen Schreibmache bis zum modernen Computer alle technischen Entwicklungsschritte mitmachte. «Das war richtig spannend und ich kann auch heute noch ein wenig mitreden, wenn es um Computer geht. Ich habe mich dann ein Jahr früher als geplant pensionieren lassen, um zu meinem erkrankten Partner, der auch hier im Lindenfeld war, zu schauen. Jetzt bin ich hier,» schliesst meine liebenswürdige Gesprächspartnerin ihre Ausführungen.

Ich gebe zu – ein wenig sind wir vom Thema abgekommen; doch Frau Lustenbergers Schilderungen über ihr emanzipiertes Leben haben für mich einen wahren Genussmoment dargestellt. Wir haben uns auf einen Kaffee verabredet, denn Frau Lustenberger möchte mir mehr über ihren Lebensweg erzählen.

Im austausch Genussvoll

THERES PERRONE

Fusspflegerin

TEXT RUTH SUTER, CASE MANAGEMENT

Wie lange arbeitest du schon im Lindenfeld?

Ich habe von 2010 bis 2013 in der Pflege gearbeitet und nebenbei die Ausbildung zur Fusspflegerin absolviert. Zu Beginn hatte ich noch ein kleines Studio zuhause. Als immer mehr Anfragen von Bewohnenden kamen, ob ich dies nicht im Lindenfeld anbieten könne, habe ich die Pflege verlassen und mich auf die Fusspflege konzentriert.

Was schätzen deiner Meinung nach die Bewohnenden am meisten?

Es ist nicht nur die wohltuende Fusspflege, sondern meiner Meinung nach das gesamte «Rundumpaket» mit Zuhören, Präsent sein, Erzählen – einfach das, was es im Moment braucht.

Genuss ist für dich…

Genuss ist alles was Freude macht und gut tut.

AZRA TORUNOGLU

In Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ

TEXT MELANIE SCHELBERT, BERUFSBILDNERIN

SILVIA NUSSBAUMER

Fachführung Tagesbetreuung

TEXT MELANIE SCHELBERT, BERUFSBILDNERIN

Wie wichtig ist es für dich Genussmomente in den Alltag eurer Gäste zu integrieren?

Das ist für uns sehr wichtig und wir möchten den Tag bei uns so facettenreich wie möglich gestalten. Genussmomente kommen im Alltag häufig zu kurz; daher schaffen wir für unsere Gäste Ruheinseln.

Was ist für dich Genuss und was verbindest du mit damit?

Damit verbinde ich ganz unterschiedliches, z.B. was ich gerne mache oder was ich gerne esse. Ich verbinde mit diesem Wort ebenfalls in die Ferien zu fahren, Schokolade zum Essen zu geniessen, ein erfrischendes Getränk an einem heissen Tag zu trinken…

Wieso gehst du mit Bewohnenden deines Wohnbereichs in das Restaurant Teichblick zum gemeinsamen Kuchenessen?

Weil mir aufgefallen ist, dass die Bewohnenden von alleine nicht mehr den Wohnbereich verlassen. Ich wollte spontan für Abwechslung sorgen und ihnen eine Freude bereiten.

Hast du das Gefühl sie geniessen die Zeit mit dir?

Ja. Ich erkenne es an ihrem Gesichtsausdruck. Sie wirken zufrieden und scheinen es zu geniessen. Es braucht meines Erachtens nicht immer Worte.

Schaffst du mit dem gemeinsamen Kuchenessen eine persönlichere Beziehung?

Ja, sie erzählen mir viel von ihrem Leben und scheinen die Zeit mit mir zu schätzen.

Wie kann ich mir einen Genussmoment bei euch vorstellen?

Das ist sehr individuell und kommt auf die Gruppenkonstellation an. Wir organisieren z.B. Wellnessmomente für weibliche Gäste oder einen Stammtisch, wenn wir mehrheitlich Herren bei uns begrüssen. Kürzlich haben wir eine Nagelpflege mit wohltuender Handmassage angeboten. Ich denke aber auch an Filme, die wir gemeinsam schauen, wenn es draussen «Hudelwetter» ist. Oder unsere Vorlesezeiten –Kurzgeschichten werden mindestens zweimal täglich erzählt.

Wie reagieren eure Gäste auf die Handpflege?

Sehr unterschiedlich. Die meisten Gäste geniessen diese wohltuende Pflege, und das ist schön zu sehen. Dort, wo wir spüren, dass es nicht so beliebt ist, bieten wir etwas Alternatives an.

Was sind für dich Genussmomente?

Das kann ein feines Abendessen mit guten Gesprächen und einem Glas Wein sein. Ebenso bin ich gerne mit meinem Hund Nando im Wald am Laufen. Sportlich unterwegs zu sein, ist genussvoll. Und natürlich gönne auch ich mir gerne eine erholsame Massage.

Weil wir es uns wert sind!

Wellness

im Lindenfeld

Die Vorbereitungen laufen bereits, als ich das Stübli der Therapien betrete. Dort wird alles für einen entspannenden, wohltuenden Wellnessnachmittag parat gemacht. Vreni Rickenbacher weiss, dass sich das Wellnessangebot insbesondere bei unseren weiblichen Bewohnerinnen grosser Beliebtheit erfreut. «Natürlich sind auch unsere Bewohner herzlich willkommen,» schmunzelt sie; doch beim heutigen Wellnessangebot, das sich den Händen widmet, kommen ausschliesslich Bewohnerinnen.

Ein herzliches Hallo erwartet die Eintreffenden, die sich sichtlich auf den Aktivierungsnachmittag freuen. «Unsere Hände leisten viel; wir benötigen sie zum Arbeiten und allgemein in unserem Alltag. Schenken wir ihnen auch genug Aufmerksamkeit?» Die Aktivierungsfachfrau blickt in die Runde. Gemeinsam werden Gedanken ausgetauscht und Geschichten vergangener Zeiten hervorgekramt.

Gymnastik vom Kopf bis zur Zehenspitze

Auf geht’s zunächst mit Auflockerungsgymnastik. Er werden Übungen von Kopf bis Fuss vorgestellt, an welche die meisten wohl kaum gedacht hätten: da werden die Ohrläppchen fein gerieben, mit den Zähnen geklappert. Erste fröhliche Lachgeräusche dringen an mein Ohr – die Atmosphäre ist locker, heiter und zunehmend entspannt. Die aktivierten Muskeln lösen sich, der Genussmoment kann nun bewusst beginnen.

Duftende Produkte regen die Sinne an

Wohltuend warmes Wasser umspült die Hände der Bewohnerinnen, das angereichert ist mit selbstgepflückten Kräutern. Die natürlichen Beigaben mit ihrem herrlichen Duft aktivieren die Durchblutung und sorgen ebenso dafür, dass der Seh-, Riech- und Spürsinn angeregt wird. Es folgt ein ausgiebiges Handpeeling mit abschliessender Handmassage. «Beide

Produkte, also das Peeling und die Handcreme, sind selbst hergestellt,» erläutert Vreni Rickenbach und lässt mich an beiden Erzeugnissen riechen. Herrlich – am liebsten würde auch ich mich verwöhnen lassen!

Schönheitstipps von anno dazumal

Entspannt sitzen die Bewohnerinnen am Tisch und tauschen rege persönliche Schönheitstipps von damals aus. Von selbsthergestellten Tinkturen aus Bier und Eigelb zur Haarpflege, einem Mix aus Honig und Salz für glänzende Fingernägel oder Milch und Kamillentee für samtweiche Haut.

Freude war zu spüren, als ein frischgemachter Fruchtsalat mit einem erfrischenden Wellnesstee auf den Tisch gestellt werden! Ein wahrer Genussmoment, der den Nachmittag stimmig untermalt. Zum Abschluss lädt Vreni Rickenbacher die Anwesenden zu einer gedanklichen Fantasiereise ein, die ganz im Zeichen der aktuellen Jahreszeit steht.

Beim Verabschieden merke ich, wie wichtig es ist, dass man geschenkte Zeit geniesst, im Moment verweilt und bewusst die fünf Sinne mit in die Erholungszeit nimmt. Meine Gastgeberin meint abschliessend:

«Die glücklichen, entspannten Gesichter und die vielen positiven Rückmeldungen sind für mich besonders berührend und stellen meinen Genussmoment dar»

Mitarbeitenden-Kochkurs:

Giampiero Filippone

Fachführung Küche

Einsatz mobiler Herd

Piero, im Lindenfeld wird seit einiger Zeit ein mobiler Herd eingesetzt. Wie genau kam die Idee zustande einen solchen Herd einzusetzen?

Der Hauptgrund für die Anschaffung bestand darin, dass wir die Flexibilität haben wollten bei Bedarf direkt auf den Wohnbereichen oder in den Zimmern der Bewohnenden zu kochen. Zudem möchten wir an Anlässen vor Ort sein, um mit den Gästen gemeinsam frisch kochen zu können. Als gebürtiger Italiener stelle ich manchmal mit den Bewohnenden Pasta her. Wir können dank dem mobilen Herd kreativ sein, so haben wir die Möglichkeit, z.B. selber gemachte Ravioli vor Ort mit einem feinen Ragout zu füllen und fertigzustellen.

Gemeinsam kochen, geniessen und den Teamgeist stärken – eine Auszeit vom Alltag, bei der der Genuss im Mittelpunkt steht.

Was war dein bisher eindrücklichstes Erlebnis mit dem mobilen Herd?

Das war, als ich einmal mit einigen Bewohnerinnen «Grosis gebrannte Crème» herstellte. Da wollte jede Bewohnerin unbedingt mithelfen, und wir tauschten unsere geheimen Zutaten und Zubereitungstipps miteinander aus. Gemeinsames Kochen ist meiner Meinung nach Genuss, Geselligkeit und ein Erlebnis für die Sinne.

Mitarbeitenden-Kochkurse

Du bietest auch Kochkurse für Mitarbeitende an. Was genau erwartet uns Mitarbeitende an deinen Kochkursen?

Bei meinen Kochkursen geht es nicht darum bestimmte Rezepte auswendig zu lernen. Die Kurse sollen ein gemeinsames Erlebnis für Mitarbeitende aus den unterschiedlichen Bereichen sein. Man soll sich bereichsübergreifend besser kennenlernen und gemeinsam einfache Rezepte kochen. Dadurch wird das Wir-Gefühl gestärkt. Ausserdem steht der Genuss im Zentrum, der im Alltag oft zu kurz kommt.

DanielGoetschi

Leiter Küche

Smooth Food & Finger Food

Dany, was genau versteht man unter dem im Lindenfeld angebotenen «Smooth Food» und «Finger Food» und für wen eignen sich diese Kostformen?

Smooth Food wird extra für unsere Bewohnenden mit Schluckbeschwerden hergestellt. Bei dieser Zubereitungsart wird das Gericht zuerst normal gekocht. Danach wird es püriert, mit Proteinpulver angereichert, mit Rahm geschmeidig gemacht und dann wieder möglichst in Form des Originalproduktes gebracht. So sehen zum Beispiel Nudeln wieder aus wie Nudeln und nicht wie eine Suppe.

Beim Finger Food wird die Grösse und Konsistenz der einzelnen Menükomponenten so angepasst, dass man sie gut von Hand essen kann. Kartoffeln servieren wir beispielsweise als Kroketten statt Kartoffelstock oder Karotten als Gemüsesticks statt in kleine Stückli geschnittene Würfeli. Finger Food eignet sich für Bewohnende, die aufgrund kognitiver Einschränkungen nicht mehr mit Besteck essen können.

Speziell erwähnen möchte ich, dass es uns ein grosses Anliegen ist für alle Bewohnenden bei allen Kostformen das möglichst identische Menü anzubieten.

Smooth Food

Das Auge isst mit

Wie wird «Smooth Food» und «Finger Food» hergestellt? Welche Hilfsmittel kommen bei der Herstellung zum Einsatz?

Beim Finger Food braucht es keine spezielle Zubereitungsart. Meist wird eine Menükomponente einfach etwas weniger lange gekocht oder anders geschnitten. Beim Smooth Food hingegen läuft die Zubereitung wie vorhin beschrieben ab. Das Proteinpulver braucht es, damit die Bewohnenden mit Schluckbeschwerden genug Eiweiss zu sich nehmen und keine Mangelerscheinungen haben. Damit die Produkte wieder in ihre Originalform gebracht werden können, haben wir bestimmte Hilfsmittel. So füllen wir etwa das pürierte Ragout in Eiswürfelbehälter oder lassen die pürierten Nudeln durch eine schwäbische Spätzle Presse. Danach wird das Gericht eingefroren. Im gefrorenen Zustand wird es auf dem Teller angerichtet und vor dem Servieren im Steamer heiss gemacht.

Selbständigkeit fördern

Was sind die Vorteile von «Smooth Food» und «Finger Food» gegenüber herkömmlicher (pürierter) Kost?

Beim Smooth Food ist der Vorteil, dass die Mahlzeiten viel attraktiver und leckerer aussehen, als herkömmlich püriertes Essen. Zudem lässt sich Smooth Food durch die Herstellungsart leichter essen und die Bewohnenden verschlucken sich weniger.

Mit Finger Food wird vor allem die Selbständigkeit der Bewohnenden gefördert. Auch wenn diese nicht mehr mit Besteck essen können, können sie das Essen doch selbständig zu sich nehmen und sind nicht auf Unterstützung beim Essen angewiesen.

Finger Food

Welche Erfahrungen hast du im Lindenfeld mit «Smooth Food» und «Finger Food» gemacht? Wie reagieren die Bewohnenden und Angehörigen darauf?

Die Angehörigen sind oft begeistert, wenn sie vom Smooth Food hören und finden es toll, dass wir so viele verschiedene Kostformen anbieten und auf die Bedürfnisse der Bewohnenden eingehen. Bei den Bewohnenden haben wir vor allem bei der Einführung der neuen Herstellungsarten gemerkt, dass sie wieder mehr essen und auch mehr Freude und Genuss beim Essen verspüren. Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse war, als ein Bewohner vor Freude weinte, weil er dank Smooth Food wieder Salat essen konnte, obwohl er dachte, dass er wegen seiner Schluckbeschwerden nie wieder Salat zu sich nehmen kann.

MeinMomentLindenfeld

«Ich schätze die Momente sehr, bei welchen ich mich kurz mit unseren Bewohnern austauschen kann und sei es «nur» durch ein Anlächeln.»

Melanie Colombo –Sachbearbeiterin Personal/ Administration

Rdaktionsteam

«Seit mehreren Jahren darf ich im Redaktionsteam des Lindenblatts mitwirken. Es macht Spass von der Idee bis zur gedruckten Ausgabe alles mit zu begleiten. Die Freude aller ist gross, wenn das neue Exemplar durchgeblättert werden kann.»

Ruth Suter – Case Management, Mitglied Redaktionsteam Lindenblatt

«Der Sommer war heiss… da halfen mir ein kühles Tüechli und ein grosser Eiswürfel. Mehrfach täglich. Auf dass der Herbst Abkühlung bringt.»

Bettina Studerus – HR-Fachverantwortliche

Lind e n blatt

«Im Lindenfeld geniesse ich die spürbare Grundhaltung von Mitgefühl und Fürsorge –dies zieht sich durch die ganze Institution.»

Urs Höltschi –FachspezialistFundraising

«Mein Herz schlägt stark für die Berufsbildung. Toll, wenn wir eine Zusage für einen Lehrstellenplatz machen können und Anfang August so viele neue Lernende im Lindenfeld mit ihrer Ausbildung beginnen können.»

Sven Egger – Leiter Dienste & Projekte, Vorsitzender der GL

l n r. : Martina Götte, Ruth Suter, Simone Mayer J Goetschi ,

TEXT THOMAS MESSERLI, 42 GOURMETKOCH, EIDG. DIPL. KÜCHENCHEF, 16 GAULTMILLAU-PUNKTE, KÜCHENCHEF RESTAURANT BRÜCK IN NIEDERGÖSGEN. Tipp

Genuss mit allen Sinnen

Ein grosser

Begriff

Für mich beginnt er beim Essen: Seit über 25 Jahren bin ich Koch aus Leidenschaft, seit 16 Jahren in der Brücke in Niedergösgen. Genuss entsteht für mich dort, wo Geschmack, Textur, Temperatur und Duft zusammenspielen –und wo Saisonalität stets im Zentrum steht.

In der Schweiz sind wir privilegiert: Wir haben vier Jahreszeiten und somit eine riesige Vielfalt an Produkten. Wer saisonal kocht, hat automatisch die besten, aromatischsten Zutaten zur Hand. Das inspiriert mich. Wenn ich ein neues Gericht entwickle, starte ich immer bei der Saison. Dann spiele ich mit kulinarischen Ideen wie Kinder mit Legosteinen: Ich kombiniere Aromen, stimme Zutaten aufeinander ab und schaffe Harmonie.

Sobald ich die Hauptkomponenten habe, geht es ans Feintuning: Ich arbeite mit Kontrasten – süss, salzig, bitter und scharf. Ich denke in Texturen – cremig, knusprig oder frisch. Und ich liebe es, mit Temperaturen zu spielen. Warm und kalt kombiniert auf einem Teller, macht ein Gericht lebendig und überrascht den Kunden.

Am Ende soll mein Gast nicht einfach nur satt werden. Er oder sie soll etwas erleben und zwar mit allen Sinnen. Wenn Geschmack, Geruch, Optik und Mundgefühl zusammenspielen, entsteht ein Moment echter Freude. Und genau das bedeutet für mich kulinarischer Genuss.

Hirschpfeffer - Rezept -

Zutaten

8 dl Rotwein

0,5 dl Rotweinessig

1 Karotte & 1 grosse Zwiebel in Stückchen geschnitten

2 Lorbeerblätter

1 Esslöffel schwarze Pfefferkörner zerdrückt

2 Gewürznelken

800 g Hirschfleisch (Schulter) in Würfel (3 x 3cm) geschnitten

1/2 Teelöffel Salz

Etwas gemahlener Pfeffer

2 Esslöffel Butter

2 Esslöffel Maizena

50g Preiselbeeren

zubereitung

1. Alle Zutaten (bis und mit Gewürznelken) in einer Pfanne aufkochen. Auskühlen lassen.

2. Die Fleischwürfel in eine Glas- oder Porzellanschüssel geben und die ausgekühlte Beize darüber leeren.

3. Das Ganze mit einem Deckel zudecken und 3-4 Tage kühl stellen. Je länger das Fleisch in der Beize liegt, desto saurer wird der Hirschpfeffer.

4. Nach dem Beizen das Fleisch aus der Beize nehmen. Die Beize durch ein Sieb abseihen.

5. In eine Bratpfanne wenig Öl geben und das Fleisch unter grosser Hitze portionsweise kurz anbraten bis die Poren geschlossen sind.

6. Das Fleisch in ein feuerfestes Geschirr geben. Die Beize erhitzen, mit ½ Teelöffel Salz und etwas gemahlenem Pfeffer würzen und das Fleisch zugeben.

7. Das Ganze für ca. 3 Stunden bei 85° C im Backofen ziehen lassen. Sobald das Fleisch weich ist, aus dem Geschirr nehmen.

8. 2 Esslöffel Butter schmelzen. 2 Esslöffel Maizena beigeben und gut verrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Die Sauce aus dem Geschirr in eine Pfanne giessen und aufkochen sowie die Butter-Mehlmasse langsam zugeben. 50 g Preiselbeeren zugeben. Wenn die Sauce schön geschmeidig ist, das Fleisch zugeben und noch ca. 10 Minuten offen köcheln lassen.

VON DANIEL GOETSCHI, LEITER KÜCHE

News aus dem Lindenfeld

Vergiss mein nicht

Neue Ausbildungsberufe im Lindenfeld

Schon seit vielen Jahren bildet das Lindenfeld Nachwuchskräfte im Pflegebereich aus. Seit letztem Jahr haben wir ausserdem eine Lernende in der Hauswirtschaft. Es freut uns ausserordentlich, ab August 2025 neu auch Lernende in den Bereichen Küche, Technischer Dienst und Verwaltung ausbilden zu dürfen. Wir wünschen allen neuen Lernenden eine spannende Ausbildungszeit!

Lachen-Staunen-Freude

Dank Ihrer Spende

Spendeneinzahlungen sind neu mit TWINT möglich. Wir danken allen, die mit ihrer Spende zur Lebensqualität und Freude aller im Lindenfeld beitragen.

Jubiläen

Verstärkung im Bereich Marketing/Kommunikation

Seit dem 4. August ist Livia Voellmy im Bereich Marketing/Kommunikation mit on Board. Sie übernimmt in einem 40% Pensum die interne Kommunikation und das Social Media. Zudem wird sie das Redaktionsteam des Lindenblatts verstärken. Herzlich willkommen!

Seit mehreren Jahrzehnten mit viel Herzblut und Fachwissen fürs Lindenfeld engagiert.

Wir

gratulieren

und danken ganz herzlich für die langjährige Zusammenarbeit:

Sven Egger – 1. August 2025, 20 Jahre (Foto Mitte)

Hamide Beqiraj – 27. September 2025, 20 Jahre (Foto Rechts)

Brigitte Müller – 1. Oktober 2025, 20 Jahre (Foto Links)

schaffen wir Möglichkeiten

Eigenverantwortung

im Lindenfeld, dafür engagieren wir uns Leben Wir arbeiten ziel- und ergebnisorientiert

Freitags

Freitag

OKTOBER

Anlässe öffentlich

Anlässe auf Anmeldung*

MI 01. 10.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung* Wissen und Übungen zur Sturzprävention mit Kinaesthetics-Trainer, anschliessend gemeinsames Mittagessen

DO 02. 15.00 Uhr Filmvortrag Naturschutzgebiet Herzogenmatt von Alexander Hofmann, mit anschliessendem Apéro

DO 16. ganzer Tag Pflegetag.ch – Fachtagung für die Pflege* in der Bärenmatte Suhr

DI 21. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

DO 23. 16.15 Uhr Konzert argovia philharmonic Eine Delegation der argovia philharmonic verzaubert Sie mit klassischer Musik

DI 28. 16.30 Uhr Herbsthöck für unsere FML* Heute stehen unsere Freiwilligen Mitarbeitenden im Mittelpunkt und dürfen sich verwöhnen lassen

DO 30. 18.00 Uhr Tag der betreuenden Angehörigen* Angehörigen-Treffen mit Apéro NOVEMBER

SO 02. 15.00 Uhr Musikcafé Fabio Vezzio spielt bekannte Lieder auf dem Flügel im Saal, dazu servieren wir Kaffee und Kuchen.

DO 13. ganzer Tag Nationaler Zukunftstag* Wir gewähren unserem Nachwuchs einen Einblick in unsere Berufe

FR 14. 14.30 Uhr Tanzcafé mit dem Duo Etienne Ein Wunschkonzert für unsere Bewohnenden und Angehörigen.

DI 18. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

FR 21. 14.30 Uhr Bildervortrag – 13 Jahre mit dem Velo um die Welt, Teil 2 Ein faszinierender Vortrag im Saal, den Sie nicht verpassen dürfen

SO 30. 14.30 Uhr Adventskonzert mit Liliane Gubler und Fabienne Hirt Zuhören, mitsingen, Kaffee & Kuchen geniessen

DEZEMBER

DO 04. 15.00 Uhr Eröffnung Adventsfensters (von unseren Bewohnenden mitgestaltet) Punsch, Lebkuchen & weihnachtliche Klaviermusik von Fabio Vezzio

FR 05. ganzer Tag Samichlaus und Schmutzli sind auf den Wohnbereichen anzutreffen

DI 09. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

DI 09. 18.00 Uhr Angehörigen-Treffen* Austausch & Schwerpunktthema mit der GL

SO 14. 11.30 Uhr Weihnachtsessen* Wohnbereich und Tagesbetreuung Haus am Teich

MO 15. 17.00 Uhr Weihnachtsessen* Wohnbereiche Aare und Stadtbach

DI 16. 17.00 Uhr Weihnachtsessen* Wohnbereiche Aabach und Wyna

MI 17. 17.00 Uhr Weihnachtsessen* Wohnbereich Suhre und Übergangspflege Bünz

Mo 22. 14.30 Uhr Weihnachtsfeier Wb Suhre, Wyna, Aabach, Haus am Teich, ÜP Bünz

DI 23. 14.30 Uhr Weihnachtsfeier Wb Aare, Stadtbach, Haus am Teich und ÜP Bünz

Feedback zum neuen Lindenblatt

Gratulation zur neuen Gestaltung des Lindenblatts! Nicht nur das neue Lindenblatt ist sehr gelungen, auch die redaktionellen Beiträge sind immer sehr spannend. Sie zeigen die gute Unternehmenskutlur und die Bestrebungen für eine gute Zukunft im und für das Lindenfeld. Schön, dass die Verbindung auch über die Pension erhalten bleibt und wir am Leben im Lindenfeld teilhaben dürfen. Danke! Christa Siegrist, ehem. Mitarbeiterin Lindenfeld

Im Lindenfeld leben und lieben wir Abwechslung

Auf unserer Webseite finden Sie laufend weitere Veranstaltungen

lindenfeld.ch

Lachen StaunenFreude

Dank Ihrer Spende

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser

Dank Ihrer Spende können wir im Lindenfeld zusätzlich die Lebensqualität erhöhen, Herzenswünsche erfüllen, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern; aber auch Projekte realisieren, die mit den zur Verfügung stehenden Geldern nicht möglich wären.

Spendeneinzahlungen sind mit TWINT oder per Banküberweisung möglich.

Dank für Ihre Unterstützung!

Spendenkonto:

Spezialisierte Pflege I Suhr

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