BLATT
HAUSZEITUNG DES LINDENFELDS – SPEZIALISIERTE PFLEGE UND GERIATRIE AUSGABE 3 | 2021

Geschätzte Leserschaft
Wir öffnen in dieser Ausgabe des Lindenblatts eine Schatztruhe und begeben uns auf Entdeckungsreise zu den im Lindenfeld wohnenden und arbeitenden Generationen. Unter einer Generation verstehen wir eine Altersgruppe, die aufgrund ihrer historischen oder kulturellen Konstellation eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Typische Generationenbilder sind zum Beispiel «Generation Silver Worker», «Baby Boomer» oder «Generation Y & Z». Von Generation zu Generation tragen wir Wissen, Traditionen und Bräuche weiter und ordnen diese in unserem aktuellen Zeitgeist ein.
Sokrates hätte es nicht treffender für uns Lindenfelder und Lindenfelderinnen formulieren können: «Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.»
In unserem täglichen Umgang mit jüngeren und älteren Mitmenschen begegnen wir immer wieder Situationen, welche uns innehalten lassen und zum Reflektieren animieren: Unbekanntes, Ungewohntes und Neues muss zuerst eingeordnet, verstanden und verinnerlicht werden. Konkret: Lasst uns

Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.»
Sokrates
aufmerksam zuhören, was uns zum Beispiel unsere Bewohnenden aus ihren jungen Jahren zu berichten haben. Wir können anhand ihrer Schilderungen lernen, wie sie gelebt, gearbeitet und mit welchen Herausforderungen sie umzugehen hatten.
Umgekehrt werden ältere Menschen von uns jüngeren Generationen motiviert, sich mit der neuzeitlichen Technik auseinanderzusetzen. Es öffnen sich beidseitig Perspektiven, die ein Miteinander ermöglichen und sich eine Kultur des Lernens, Verstehens, Respektierens und Wertschätzens formt. Wunderbar, oder?
Ich bin überzeugt, dass wir Sie mit unseren generationenübergreifenden Beiträgen berühren, zum Schmunzeln animieren und Sie sich vielleicht dabei ertappen zu sagen… «ah, ja, stimmt… daran erinnere ich mich auch».
Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude beim Lesen und Stöbern in unserem Schatzkistli.
Simone Mayer-Jacober, Leiterin Kommunikation & Marketing

Vom Mix der Generationen im Lindenfeld und was das fĂĽr uns bedeutet
Das Bild vom Alter verändert sich langsam. Während man früher von einem Defizitmodell des Alters ausging, das die mangelnden Kompetenzen betonte, geht man heute von einem Kompetenzmodell aus.

Das Defizitmodell beschreibt das, was ältere Menschen nicht mehr können, während das Kompetenzmodell die Fähigkeiten älterer Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Biologisch gesehen bedeutet das Alter eines Menschen die Lebenszeit, die seit der Geburt (oder der Zeugung) vergangen ist. Das Altern beginnt also mit der Geburt und endet mit dem Tod und bedeutet, dass der Mensch sich durch den Verlauf der Zeit in seiner physischen und psychischen Beschaffenheit ändert.
Positive Altersbilder halten gesund
Dabei kann das Alter eine Phase der Selbstverwirklichung sein: Man kommt zu sich selbst, ist ausgeglichener, fühlt sich besser, stellt Kompetenzen und Ressourcen in den Vordergrund. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, mit denen Gesundheit und Lebensqualität im Alter lange aufrechterhalten werden können.
Bei der Vermittlung eines positiven Altersbilds wird auch die Weisheit und Gelassenheit, aber auch die Erfüllung des Lebens unterstrichen. Zudem verweisen Studien auf den Effekt, dass positive Altersbilder gesund halten, während deren negative eher krank machen.
Auch im Alter eine Perspektive haben
Was zu einem gelingenden Leben beitragen kann, ist die Selbstbestimmung, das Vorhandensein von Zielen und Perspektiven, das Pflegen von zwischenmenschlichen Kontakten und eine andauernde persönliche Entwicklung. Dabei ist es hilfreich, dass man seine Stärken und Schwächen kennt, diese akzeptiert und das Beste aus seinen Fähigkeiten macht.
Generationenwechsel im Lindenfeld
Unsere jetzigen Bewohnenden gehören der Generation Silver Worker an. Schon bald wird jedoch eine neue, ganz anders «tickende» Generation ins Lindenfeld einziehen: die Baby Boomer.
Wie unterscheiden sich diese beiden Altersbilder? Während die Generation Silver Worker zur Nachkriegsgeneration gehört, sich mit den klassischen Rollenbildern identifiziert und sich durch Disziplin und Loyalität auszeichnet sowie den Arzt als «Gott in Weiss» sieht, lässt die Generation Baby Boomer nicht mehr alles mit sich machen: Sie kennen ihre Krankheiten, sind vernetzt, digital unterwegs und setzen sich mit der modernen Technologie auseinander. Diese Generation ist geprägt durch Leistung und Wettbewerb, Geld und Status. Sie wollen etwas für ihr Geld habensprich Leistung sehen und beziehen.
Diesem Generationenübertritt stehen wir im Lindenfeld offen und neugierig gegenüber: Informationen werden ausführlicher vorbereitet und vermittelt. Die Kinder der Baby Boomer, die zur Generation X gehören, wollen stets das Beste für ihre Eltern (oder Angehörigen) und kümmern sich detaillierter und teilweise kritischer. Für uns heisst das eine achtsame, wache und transparente Kommunikation und wir lernen somit auch wieder Neues.
neuer Blick aufs Alter...
1. AUGUSTFEIER 2021
Bekanntlich sagen Bilder mehr als 1000 Worte
Es war seit langem wieder ein gemeinsames Fest für Jung und Alt, lustig, fröhlich, ausgelassen, gesellig. Traditionell mit Bratwurst und Cervelats, und auch die Nationalhymne durfte nicht fehlen. Begleitet von fetziger Musik des Alleinunterhalters «Struppi», der viele zum Tanzen aktiviert hat. Rundum einfach schön und tierisch gut begleitet.

Nachgefragt
Nachgefragt bei Paul Allemann, Jg. 1934, Bewohner Abteilung 3
Am Montag, 16. August 2021 besuche ich Paul Allemann in seinem Zimmer im 3. Stock, um mit ihm über den Unterschied der «guten alten Zeit» und dem «heutigen Leben» zu diskutieren. Ich werde herzlich empfangen und bestaune die unzähligen Fotografien, die Zeitzeugen sind und vor allem Bilder seiner Familie zeigen, die sein ganzer Stolz ist.
Sabine Goetschi: Paul, was fehlt dir aus der «guten alten Zeit»? Was wäre schön, wenn es heute noch immer so wäre?
War es frĂĽher besser als heute?
Paul Allemann: Es war eine andere Zeit. Aber besser will ich nicht sagen – wohl ruhiger und weniger stressig.
Paul erzählt mir, dass er nach vier Schlaganfällen linksseitig gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen ist. Seit einigen Jahren lebt er hier im Lindenfeld. Er vermisst vor allem seine Frau, die vor fünf Jahren verstorben ist und erinnert sich wehmütig an die vielen gesellschaftlichen und sportlichen Aktivitäten in seinen jungen Jahren. Immer wieder betont er den Zusammenhalt in der Familie – «das war früher so und ist auch heute noch so.» Er fühlt sich von seiner Familie getragen und ist stolz darauf, dass seine Werte, die er seinen Kindern vorgelebt hat auch von den Enkelkindern weitergetragen werden.
Und was gefällt dir an der «heutigen Zeit»? Kannst du von den sozialen Medien profitieren?
Sabine Goetschi



Ja, ich habe ein iPad, mit dem ich immer die aktuellsten Fotos von meiner Familie und deren AusflĂĽge und Reisen anschauen kann. So bin ich immer auf dem neuesten Stand und ich kann an ihrem Leben teilnehmen. Das ist wunderbar.
Welche Werte möchtest du den nachfolgenden Generationen, vor allem den ganz jungen Menschen mitgeben?
Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Werte bereits den Kindern vorleben. Ich wünsche den jungen Leuten, dass sie sich gut in die Gemeinschaft integrieren und dass sie Verständnis für die ältere Generation haben. Wir haben viele tolle junge Leute hier, die einen super Job machen.
Möchtest du unseren Leser*innen sonst noch etwas sagen? Ich werde im Lindenfeld von einem hochprofessionellen und gut ausgebildeten Pflegeteam betreut, von einem ausgezeichneten Küchenteam verpflegt und von der hausinternen Physiotherapie kann ich gut profitieren. Deshalb fühle ich mich sehr wohl hier! (Paul hat darauf bestanden, dass dieser Satz fett gedruckt wird)
Sabine Goetschi im Gespräch mit Paul Allemann

1. AUGUSTFEIER 2021
Bekanntlich sagen Bilder mehr als 1000 Worte
Es war seit langem wieder ein gemeinsames Fest für Jung und Alt, lustig, fröhlich, ausgelassen, gesellig. Traditionell mit Bratwurst und Cervelats, und auch die Nationalhymne durfte nicht fehlen. Begleitet von fetziger Musik des Alleinunterhalters «Struppi», der viele zum Tanzen aktiviert hat. Rundum einfach schön und tierisch gut begleitet.

Nachgefragt
Nachgefragt bei Paul Allemann, Jg. 1934, Bewohner Abteilung 3
Am Montag, 16. August 2021 besuche ich Paul Allemann in seinem Zimmer im 3. Stock, um mit ihm über den Unterschied der «guten alten Zeit» und dem «heutigen Leben» zu diskutieren. Ich werde herzlich empfangen und bestaune die unzähligen Fotografien, die Zeitzeugen sind und vor allem Bilder seiner Familie zeigen, die sein ganzer Stolz ist.
Sabine Goetschi: Paul, was fehlt dir aus der «guten alten Zeit»? Was wäre schön, wenn es heute noch immer so wäre?
War es frĂĽher besser als heute?
Paul Allemann: Es war eine andere Zeit. Aber besser will ich nicht sagen – wohl ruhiger und weniger stressig.
Paul erzählt mir, dass er nach vier Schlaganfällen linksseitig gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen ist. Seit einigen Jahren lebt er hier im Lindenfeld. Er vermisst vor allem seine Frau, die vor fünf Jahren verstorben ist und erinnert sich wehmütig an die vielen gesellschaftlichen und sportlichen Aktivitäten in seinen jungen Jahren. Immer wieder betont er den Zusammenhalt in der Familie – «das war früher so und ist auch heute noch so.» Er fühlt sich von seiner Familie getragen und ist stolz darauf, dass seine Werte, die er seinen Kindern vorgelebt hat auch von den Enkelkindern weitergetragen werden.
Und was gefällt dir an der «heutigen Zeit»? Kannst du von den sozialen Medien profitieren?
Sabine Goetschi



Ja, ich habe ein iPad, mit dem ich immer die aktuellsten Fotos von meiner Familie und deren AusflĂĽge und Reisen anschauen kann. So bin ich immer auf dem neuesten Stand und ich kann an ihrem Leben teilnehmen. Das ist wunderbar.
Welche Werte möchtest du den nachfolgenden Generationen, vor allem den ganz jungen Menschen mitgeben?
Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Werte bereits den Kindern vorleben. Ich wünsche den jungen Leuten, dass sie sich gut in die Gemeinschaft integrieren und dass sie Verständnis für die ältere Generation haben. Wir haben viele tolle junge Leute hier, die einen super Job machen.
Möchtest du unseren Leser*innen sonst noch etwas sagen? Ich werde im Lindenfeld von einem hochprofessionellen und gut ausgebildeten Pflegeteam betreut, von einem ausgezeichneten Küchenteam verpflegt und von der hausinternen Physiotherapie kann ich gut profitieren. Deshalb fühle ich mich sehr wohl hier! (Paul hat darauf bestanden, dass dieser Satz fett gedruckt wird)
Sabine Goetschi im Gespräch mit Paul Allemann

Neuigkeiten
Eine neue Generation
Lernende startet im Lindenfeld
Ein Beruf ist das Ruckgrat des Lebens.
Friedrich Nietzsche


Auch wenn dieses Zitat schon ĂĽber 100 Jahre alt ist, so hat es trotzdem noch Relevanz. Wer nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre absolviert, legt sich einen wichtigen Grundstein fĂĽr sein Leben.
So dient eine Lehre zum Beispiel als Startrampe zur höheren Berufsbildung und auch ein späteres Studium an einer Fachhochschule ist möglich.
Das Pflegezentrum Lindenfeld bildet im Lehrbetriebsverbund mit dem Alters- und Pflegeheim Steinfeld Nachwuchskräfte als Assistent*innen Gesundheit und Soziales EBA und Fachfrauen*männern Gesundheit EFZ aus. Diesen Sommer sind wiederum 21 Lernende in ihre Ausbildung gestartet.
Doch was hat diese jungen Menschen dazu bewogen, ihre Ausbildung in einem Umfeld mit einer viel älteren Generation zu absolvieren?
Im Gespräch mit ihnen wird schnell klar, dass sie sich ganz bewusst dazu entschlossen haben, in der Langzeitpflege zu arbeiten. «Ich will die pflegebedürftigen Menschen unterstützen und ihnen helfen. Wenn ich selber einmal alt bin, wünsche ich mir, dass sich ebenfalls jemand um mich kümmert», erzählt eine Lernende. Es gehe ihr darum, den älteren Menschen möglichst viel Lebensqualität zu schenken.
Eine andere Berufseinsteigerin berichtet, dass man von der älteren Generation sehr viel lernen kann: «Als ich im Lindenfeld einen Tag schnuppern kommen durfte, hat mir eine Dame so viel aus ihrem Leben erzählt, und ich habe so viel von ihr gelernt, dass ich nur noch staunen konnte».
Gleich mehrere der neuen Lernenden erwähnen, dass sie bewusst den Kontakt zu älteren Menschen suchen. Sei es privat, beispielsweise der Besuch bei den Grosseltern oder im Beruf. Sie schätzen es, dass sich der Umgang mit der älteren Generation vom Umgang mit Gleichaltrigen unterscheidet. «Man muss mit älteren Menschen eine andere Sprache sprechen, andere Umgangsformen anwenden und man ist automatisch viel respektvoller. Das finde ich gut», erläutert eine der Lernenden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wohl vor allem die Sinnhaftigkeit in der Pflege und Betreuung von älteren Menschen sowie die Diversität zwischen Jung und Alt sind, welche die Lernenden dazu motiviert hat, ihre Ausbildung im Lindenfeld zu absolvieren. Genau die Werte also, die dieser neuen Generation sowieso stark am Herzen liegen.
Wir wĂĽnschen allen neuen Lernenden eine spannende Ausbildungszeit mit vielen bereichernden Begegnungen zwischen den Generationen.
Bleibt neugierig und offen fur Neues...
Simone Mayer-Jacober & Ruth Suter
Wenn
Generationen erzählen – Familie Curty zu Besuch im Lindenfeld
Es ist ein schöner Spätsommernachmitttag, als Edwin Curty Besuch von seinem Sohn Manuel, seiner Schwiegertochter Nicole und seinen drei Enkelkindern bekommt. Herr Curty ist nach einem Schlaganfall zur Erholung im Lindenfeld und wohnt derzeit auf der Abteilung 6.
Freudig schauen Nino (10 Jahre) und Nevio (7 Jahre) in den Teich und suchen die jungen Schildkröten. Gemeinsam mit ihrem Bupa – so nennen die beiden Jungen ihren Grossvater – erspähen sie aber nur die grossen Schildkröten, die sich behäbig in der Sonne wärmen.
Gemeinsam mit Ruth Suter, Aufnahme- und Sozialberatung und Simone Mayer, Kommunikation und Marketing, schlendern alle in den Garten des Lindenfelds – Baby Lio, 1 Monat alt, wird im Kinderwagen geschoben. Drei Generationen machen es sich in der von Glyzinien umrankten Laube gemütlich.
«Was war ein tolles Erlebnis mit deinem Bupa?» will Simone Mayer vom älteren der beiden Enkel wissen. Nino denkt kurz nach, dann kommt es aber mit einem breiten Grinsen aus ihm heraus: «Schnaagiwettrennen». Der Blick der Interviewerin wandert fragend zu den Eltern. «Das ist Krabbeln», antwortet Manuel Curty. «Also du bist mit deinem Bupa um die Wette gekrabbelt?» «Genau. Und das war richtig lustig! Zudem waren wir auch mehrmals zusammen in Arosa, das hat mir auch sehr gut gefallen.» Nun meldet sich auch der jüngere der beiden Jungen und ergänzt: «Also ich finde es immer toll, wenn ich mit Bupa Fussballspielen kann.»
Wir erfahren, dass es beide Enkelkinder toll finden, dass sich ihr Grossvater immer Zeit nimmt, um draussen mit ihnen zu spielen, aber auch Bäume zu schneiden oder gemeinsam den Garten zu jäten. Und das, obwohl er immer gearbeitet hat.
«Wie ist es denn jetzt für euch, dass euer Bupa hier im Lindenfeld zu Gast ist? Findet ihr es cool hier?» will Simone Mayer weiter wissen. «Ich komme gerne hier her», meint Nevio. «Ich bin froh, dass er beim Unfall nicht noch schwerer verletzt wurde», ergänzt Nino und schaut seinen Grossvater an. «Ich glaube, er wird hier gut behandelt. Wir gehen immer gemeinsam die Schildkröten anschauen.»
«Ich wurde mitten aus dem Leben gerissen.»
«Wie gefällt es Ihnen hier, Herr Curty?» Dieser schaut in die Runde und antwortet: «Ich wäre ehrlich gesagt lieber zu Hause. Ich wurde mitten aus dem Leben gerissen – und das so kurz vor der Pension. Wissen Sie, ich möchte noch reisen. Aber ich bin dankbar, dass mich meine Familie so regelmässig besucht. Das bedeutet mir viel.»
«Wie fühlen Sie sich so quasi zwischen den Generationen –also hier zu Gast im Lindenfeld und noch fit genug, um zu Hause leben zu können?» Der Angesprochene denkt nach und antwortet dann eher zurückhaltend, dass es sich nicht so gut

anfühlen würde, da er wie gesagt lieber zu Hause wäre.
Das Lachen der nun spielenden Kinder lenkt die Aufmerksamkeit kurz in den Garten, wo Nino und Nevio ausgelassen hin und her rennen.
«Herr Curty, nehmen Sie Ihren Vater anders wahr, seit Sie selber Familie haben? Er ist ja nun beides, Vater und Grossvater.»
Manuel Curty antwortet ohne zu zögern: «Nein. Ich nehme meinen Vater nicht anders wahr – wir hatten immer ein sehr gutes Einvernehmen und einen guten Kontakt. Mein Vater meistert die Rolle als Grossvater wirklich toll. Er war immer ein viel beschäftigter Mann. Wenn ich es als Vorteil sehe, dass er hier im Lindenfeld ist, dann dass er mehr Zeit hat. Wir holen ihn ab und zu zum Grillen nach Hause – wir haben es ja nicht weit und können ihn im Rollstuhl schieben», schliesst er.
Die gute alte Zeit oder doch nicht?
Simone Mayer holt zu einem typischen Generationenthema aus und fragt Edwin Curty, was er gerne aus der heutigen Zeit bereits in seiner Jugendzeit gehabt hätte. Dieser lächelt verschmitzt und meint, dass er früher die besseren finanziellen Mittel hätte brauchen können. Jetzt habe er sie, um mehr unternehmen zu können.
Und umgekehrt, fragt Simone Mayer die Schwiegertochter? «Was vermissen Sie in der heutigen Zeit, was Sie in Ihrer Jugend gehabt haben?» «Das Unkomplizierte», erwidert Nicole Curty. «Als Kind konnte ich einfach draussen spielen, niemand musste sich Sorgen machen. Irgendwie fehlt heute diese Unbeschwertheit.»
Die Zeit verfliegt und eigentlich hätten die beiden Lindenfelderinnen noch lange mit der sehr sympathischen Familie Curty plaudern können. Zum Abschluss möchte Simone Mayer von den beiden Enkeln wissen, was denn ihren Grossvater einzigartig machen würde. Aufgekratzt vom Spielen und mit dem Schalk im Nacken antwortet Nino «er ist einfach mein Bupa». Und Nevio fügt hinzu «er kann gut tschutten (Fussballspielen)».
Wir verabschieden uns von den sechs und offerieren ein feines Glacé, damit sie den Garten und den Sonnenschein gemeinsam mit Bupa Curty noch etwas geniessen können.
Vielen herzlichen Dank für die Zeit, liebe Familie Curty. Sie sind ein schönes Beispiel, wie spannend Generationen sein können.

OKTOBER 2021 BIS JANUAR 2022
Programmänderungen vorbehalten
Jeden Freitag, 10.00 Uhr Gottesdienst im Lindenfeld (aktuell nur fĂĽr Bewohnende des Lindenfelds)
OKTOBER
Sa. 09.10. | 14.00 Uhr Handharmonikaclub Aarau I FĂĽr Bewohnende im Saal
Fr. 15.10. | 14.00 –16.30 Uhr Pasta herstellen mit Piero I Für Bewohnende auf Voranmeldung im Saal
Di. 19.10. | ganzer Tag Fachtag Pflege mit bewegt.ch und Alzheimer Aargau Bärenmatte Suhr, für angemeldete Pflegende
NOVEMBER
Sa. 13.11. | 14.30 –16.30 Uhr Tanzcafé mit DJ Alexander I Für Bewohnende im Saal
Fr. 19.11. | 14.00 –16.30 Uhr Pasta herstellen mit Piero I Für Bewohnende auf Voranmeldung im Saal
DEZEMBER
So. 05.12. | 14.30 –16.30 Uhr Tag der Freiwilligen «Generation f» inklusive Zvieri FML, Bewohnende, Besucher*innen in der Cafeteria Lindenfeld
Mo.06.12. | ganzer Tag Samichlaus I Der Samichlaus besucht unsere Bewohnenden
Mi. 08.12. | 18.00 Uhr Adventsfenster I Bewohnende und Besucher*innen
Do. 09.12. | 18.00 Uhr Bewohner- und Angehörigeninformation Informationsveranstaltung im Saal mit anschliessendem Apéro
Mo.20.12. | 16.00 Uhr Weihnachtsfeier I Feier mit Essen fĂĽr Bewohnende des Lindenfelds
Di 21.12. | 16.00 Uhr Weihnachtsfeier I Feier mit Essen fĂĽr Bewohnende des Lindenfelds
Mi. 22.12. | 16.00 Uhr Weihnachtsfeier I Feier mit Essen fĂĽr Bewohnende des Lindenfelds
JANUAR
Do. 06.01. | 14.30 Uhr Dreikönigsapéro I Bewohnende und Mitarbeitende im Saal
AUSNAHMEZEIT: Aufgrund der momentanen Lage (Covid-19) bitten wir Sie, unsere laufend aktualisierte Agenda unter www.lindenfeld.ch zu besuchen.

L

Geniessen Sie feine MittagsmenĂĽs aus unserer eigenen KĂĽche und lassen Sie sich von unseren hausgemachten Desserts ĂĽberraschen.
Unsere Öffnungszeiten 8.30 – 17.00 Uhr Sonn- & Feiertags 11.00 –17.00 Uhr
Wir freuen uns auf Sie! Bis bald in der Cafeteria Lindenfeld.


Blumengeschäft
Gärtnerei
Friedhofgärtnerei
Schnittblumen, Topfpflanzen
Blumensträusse & Gestecke
Blumenschalen • Brautschmuck
Dekorationen • Trauerbinderei
Hydropflanzen, Zubehör & Service
Tramstrasse 71 • 5034 Suhr • Tel. 062 842 44 65 • Fax 062 842 44 89
IMPRESSUM:
Herausgeber: LINDENFELD, Spezialisierte Pflege und Geriatrie
Verantwortlich: Simone Mayer-Jacober
Lektorat: Simone Mayer-Jacober
Redaktionsteam Lindenfeld: Simone Mayer-Jacober, Tanja Elmer, Sabine Goetschi, Martina Götte, Ruth Suter
Gestaltung: grafikformat werbegmbh, 5620 Bremgarten
Druck: Druckerei AG Suhr, 5034 Suhr

LINDENFELD, Spezialisierte Pflege und Geriatrie
Zollweg 12, 5034 Suhr, Tel. 062 838 01 01, Fax 062 824 75 35 info@lindenfeld.ch, www.lindenfeld.ch
Spendenkonto: CH93 0900 0000 5000 0301 4, PC-Nr. 50-301-4