05/2026
Begeisternde Veranstaltungen
Das Leuchtturmprojekt der Verkehrssicherheit
Neuer StaustundenNegativ-Rekord im 2025
Viele schöne Anlässe für Freunde des Automobils| Seiten 2, 5 und 6
Das ACS-Jugendfahrlager für Jugendliche ab 16 Jahren | Seiten 8 und 9
Immer längere Staus auf den Schweizer Nationalstrassen | Seite 13
Events
ADRENALIN PUR: DAS MOTO-GPFINALE 2026 IN VALENCIA Mit ACS Reisen vom 27. bis zum 29. November 2026 das grosse Moto-GP-Finale auf dem Circuito Ricardo Tormo miterleben: Ein aussergewöhnlicher Anlass, den sich Motorsportbegeisterte nicht entgehen lassen sollten. Spüren Sie das Dröhnen der Motoren hautnah! Wenn auf dem legendären Circuito Ricardo Tormo die Startflagge fällt, steht ganz Valencia im Zeichen purer Motorsport-Magie. Sind Sie bereit für die Startflagge? Seien Sie live dabei, wenn die weltbesten Piloten im grossen Saisonfinale Rad an Rad um den Weltmeistertitel kämpfen! Sichern Sie sich jetzt die besten Plätze für dieses unvergessliche Rennwochenende und erleben Sie die einzigartige Rennatmosphäre aus nächster Nähe! Packende Überholmanöver, mitreissende Spannung bis zur Zielflagge und die Begeisterung tausender Fans machen dieses Event zu einem Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt. Freuen Sie sich auf Gänsehautmomente, pure Emotionen und Motorsport auf höchstem Niveau – ein Wochenende voller Adrenalin, Leidenschaft und unvergesslicher Erinnerungen wartet auf Sie! Attraktive Angebote Der ACS beider Basel unterbreitet Ihnen folgende Angebote:
Die 4 Kilomter lange Rennstrecke in Valencia übt eine grosse Faszination aus. Foto: G. Dubey Tribünenplätze Weekend Tribüne North Yellow High, CHF 200.-Tribüne East Orange High, CHF 210.-Exklusive VIP Plätze VIP Village, Samstag & Sonntag, CHF 2’870.-VIP Village APEX Samstag & Sonntag CHF 3’865.-VIP Circuit Lounge 3 Tage, CHF 2’870.--
BYD ATTO 2 DM-i
VIP Circuit Lounge Sonntag, CHF 630.-VIP Terrasse 3 Tage, CHF 1’255.-VIP Terrasse Sonntag, CHF 850.-Auskunft & Buchung Frau Gisele Dubey Leiterin Reisen & Clubanlässe Telefon: +41 61 465 40 30 E-Mail: sportreisen@acsbs.ch
St. Alban-Anlage 72, Basel, T. 061 565 12 11 Hohenrainstrasse 5, Pratteln, T. 061 565 12 28 Probefahrt vereinbaren
Besuchen Sie uns in der St. Jakobshalle. 2 Clubmagazin ACS 05/2026
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Editorial
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Auto/Mobil Basel Die ultimative Auto-Messe in der Region mit rund 250 Neuwagenmodellen
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Gempen Memorial Zum 5. Mal seit dem Revival findet am 12. September 2026 das legendäre Bergrennen am Gempen statt
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Motorrad-Gruppe Eindrücke von der traditionellen Spargelfahrt - dieses Mal nach Neuwiller im Elsass
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Classic-Gruppe Die Sommerausfahrt der ACS Classic-Gruppe fand unter dem stimmungsvollen Motto «l’heure bleue» statt
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Polizei Basel-Landschaft Wenn das Auto mitdenkt: Wer trägt dann die Verantwortung?
Titelfoto: zVg
Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72, CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch, www.acsbs.ch Redaktion Christian Greif, ACS beider Basel Hofackerstrasse 72, CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel, Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch Druck Kromer Print AG Karl Roth-Strasse 3, CH-5600 Lenzburg
ACS: DAS IST GELEBTE AUTOMOBILE LEIDENSCHAFT
Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Sommer. Vielleicht waren Sie auf einer Reise oder blieben in unserer schönen Region. Mitte Juni war ich am Formel-1-Rennen in Barcelona. Ein Motorsportspektakel der Superlative. Lewis Hamilton feierte seinen ersten Sieg für Ferrari. Der Rahmen um den Event war erstklassig inszeniert durch Formel-1 Promotoren. Perfekt organisiert wurde die Reise durch die Reiseabteilung des ACS beider Basel. Ein unvergessliches Motorsport-Erlebnis. Während meines Besuches in Barcelona hatte ich auch die Gelegenheit, die Superblocks von Barcelona anzuschauen. Diese heissen auf Katalanisch «Superilles» und werden in Basel durch die Superblock-Aktivisten immer gerne als Referenz zu den Superblock-Tests in Basel herangezogen. Vergleichbar sind die Superblocks in Barcelona aber nicht wirklich mit Basel. Barcelona ist wesentlich grösser als Basel, die Strassen sind vielfach in rechtwinkligen Rastern angeordnet, rund um die sechs realisierten Superblocks (geplant waren vor 10 Jahren 500 Stück) hat es zahlreiche Parkhäuser. Auch hat Barcelona eine 6-spurige Ringautobahn um die Stadt und Dutzende Tangentialachsen. Die Superblocks, die ich besucht habe, wurden in bereits belebten Quartieren mit vielen Restaurants und Läden angeordnet. Im Perimeter fahren zwar weniger Autos, aber in der ganzen Stadt hat der Autoverkehr dadurch sicher nicht abgenommen. Vor Ort beklagt man sich über Littering und Randständige, die den Superblock in Beschlag genommen haben. Gelebte Leidenschaft für das Automobil gibt es dieses Jahr wieder am Gempen Memorial vom 12. September 2026. Kommen Sie in den Start- oder Zielbereich, beobachten Sie wunderschöne Oldtimer auf der Fahrt von Dornach nach Gempen oder besuchen Sie das Festzelt beim Schulhaus Gempen, wo die Fahrzeuge zwischen den Wertungsläufen präsentiert werden. Mehr dazu auf der Seite 6. Eine Woche vorher, vom 4. bis 6. September, treffen sich die Autointeressierten an der 21. Auto/Mobil Basel. Die Auto-Expo von Garagisten für die Automobilisten wird neu durch den ACS organisiert. An der Expo werden rund 250 Neuwagen von über 40 Marken präsentiert. Für Verpflegung und Unterhaltung ist gesorgt. Neu gibt es auch einen Tuning Corner mit sehr aussergewöhnlichen Fahrzeugen. Mehr dazu auf der Seite 5. Sie sehen, der Monat September steht in der Region Basel ganz im Zeichen des Automobils und stellt einen erfreulichen Kontrast zu den negativen Tönen der Superblock-Aktivisten dar, die letztendlich einfach nur das Auto aus der Stadt verdrängen möchten. Wir lassen uns das Auto aber nicht madig machen.
Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34
Herzlich, Ihr
«ACS mobil!», das Verbandsorgan des ACS beider Basel, ist eine Beilage zur Publikation «AUTO». Verlag und Redaktion von «AUTO» = Automobil Club der Schweiz (ACS), Wasserwerkgasse 39,
Daniel Seiler Geschäftsführer ACS beider Basel
3000 Bern 13
Clubmagazin ACS 05/2026 3
EXKLUSIV-ANGEBOT FÜR ACS-MITGLIEDER
Besuchen Sie am 12. September 2026 das Gempen Memorial. Geniessen Sie die Rennatmosphäre und profitieren Sie gegen Vorweisen dieses Bons am ACS-Stand an der Automobil Basel von einem kostenlosen Programmheft (Wert 5 Franken).
NEUE TERMINE FÜR ACS-SENIOREN-FAHRKURSE Für den beliebten Fahrkurs des ACS beider Basel, der es Seniorinnen und Senioren auf einfache Weise ermöglicht, ihr theoretisches und praktisches Wissen aufzufrischen, sind am 8. September, 27. Oktober, 10. November und 8. Dezember 2026 noch Plätze frei. Der Kurs findet beim ACS beider Basel im Pantheon in Muttenz von 13:30 bis 17:30 Uhr statt. Anmeldung per Telefon 061 465 40 40 oder Mail an info@acsbs.ch. Weitere Infos erhalten Sie durch das Scannen des nebenstehenden QR-Codes.
4 Clubmagazin ACS 05/2026
Auto Mobil Basel
«AUTO/MOBIL BASEL»: DISKUSSION UND SPANNENDER WETTBEWERB! Vom 4. bis 6. September wird die St. Jakobshalle Basel zum Treffpunkt für Automobilfans. Neben über 250 Fahrzeugen und mehr als 40 Marken stehen eine hochkarätige Diskussion zur E-Mobilität sowie Attraktionen für die ganze Familie auf dem Programm. Vom 4. bis 6. September öffnet die Auto/ Mobil Basel ihre Tore in der St. Jakobshalle. Die traditionsreiche Automobilausstellung wird in diesem Jahr erstmals vom ACS beider Basel organisiert und präsentiert über 250 Fahrzeuge von mehr als 40 Marken. Neben bewährten Herstellern erwarten die Besucherinnen und Besucher neue Marken sowie ein Tuning Corner. Spannende Diskussionsrunde Bereits vor der offiziellen Eröffnung am Freitag, 4. September, steht ein aktuelles Thema im Mittelpunkt. Um 10 Uhr diskutieren Fachleute und Entscheidungsträger unter dem Titel «E-Mobilität vor dem finalen Durchbruch?» über die Zukunft des elektrischen Antriebs. Im Zentrum stehen Fragen zur Marktentwicklung, zu den noch bestehenden Herausforderungen sowie zu den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Auto/Mobil Basel ist ein Freudenfest für Automobilinteressierte. Foto: zVg An der Gesprächsrunde nehmen Nationalrätin Daniela Schneeberger, der Präsident von auto-schweiz, Peter Grünenfelder, der Geschäftsführer des Hauseigentümerverbands Basel-Stadt, Andreas Zappalà, sowie ein Vertreter der Energiebranche teil. Moderiert wird die Diskussion von Christian Keller, Verleger und Journalist von Prime News.
Attraktiver Wettbewerb Auch der ACS beider Basel ist mit einem eigenen Stand präsent. Dort wartet auf Besucherinnen und Besucher ein Überraschungswettbewerb mit attraktiven Preisen. Zudem sind Informationen zum 5. Gempen Memorial erhältlich, das am 12. September stattfindet. Gegen Vorlage des entsprechenden Gutscheins (siehe gegenüberliegende Seite, oben) kann am Stand kostenlos ein Programmheft bezogen werden; der reguläre Verkaufspreis beträgt fünf Franken. Neben den zahlreichen Fahrzeugen bietet die Auto/Mobil Basel auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Verschiedene Verpflegungsstände sorgen für das kulinarische Angebot, während sich die jüngsten Gäste auf einer Hüpfburg austoben können. Damit richtet sich die Ausstellung nicht nur an Autofans, sondern an die ganze Familie.
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Gempen Memorial
GEMPEN MEMORIAL VOM 12.9.2026: AUTOMOBILE LEIDENSCHAFT PUR Am Samstag, 12. September, ist es wieder so weit: Das 5. Gempen Memorial, organisiert durch die ClassicGruppe des ACS beider Basel, lädt zwischen 8 und 18 Uhr Oldtimerfans und Motorsportbegeisterte zu einem aussergewöhnlichen Anlass ein. Ein Erlebnis für die ganze Familie! Die Veranstaltung knüpft an die Tradition des legendären Bergrennens von 1911 an, das von der Classic-Gruppe des ACS beider Basel im Jahr 2011 anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums erfolgreich wiederbelebt wurde. Das Organisationskomitee freut sich, auch im 2026 zahlreiche Teilnehmende sowie Besucherinnen und Besucher begrüssen zu dürfen. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und bereits sind viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz, damit der Anlass reibungslos durchgeführt werden kann. Vielfältiges Angebot Am 5. Gempen Memorial treffen sich Liebhaber historischer Fahrzeuge aus der ganzen Schweiz. Vor- und NachkriegsRennwagen, elegante Sportwagen und liebevoll gepflegte Oldtimer stellen sich der Herausforderung der traditionsreichen Strecke von Dornach auf den Gempen. Erstmals gibt es eine dritte Alterskategorie: Neu sind auch Fahrzeuge der Baujahre 1969 bis 1986 startberechtigt. Die Startlisten werden Ende August auf der Website aufgeschaltet.
Auf dem Festgelände gibt es wunderschöne Oldtimerfahrzeuge zu besichtigen und aus nächster Nähe zu bestaunen – aber auch Verpflegungsmöglichkeiten für die ganze Famile. Fotos: zVg Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf ein eindrückliches Schauspiel freuen. Chromblitzende Karosserien, der unverwechselbare Klang historischer Motoren und stilgerecht gekleidete Fahrerteams lassen vergangene Epochen des Motorsports lebendig werden. In mehreren Wertungsläufen geht es nicht um
Mit dabei sein am 5. Revival des legendären «Gempen-Rennens» ist ein begeisterndes Erlebnis. Anders als bei klassischen Rennen zählt hier aber Präzision statt Geschwindigkeit. Fotos: zVg 6 Clubmagazin ACS 05/2026
Höchstgeschwindigkeit, sondern darum, die selbst vorgegebene Fahrzeit möglichst exakt – bis auf die Hundertstelsekunde – zu wiederholen. Gerade diese Präzision macht den besonderen Reiz des Gempen Memorials aus. Ein Bentley für ein Weekend Im Start- und Zielbereich stehen Verpflegungsmöglichkeiten bereit, und auf dem Festgelände beim Schulhaus Gempen kön nen die Fahrzeuge zwischen den Läufen aus nächster Nähe bewundert werden. Zudem haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, beim Online-Voting das schönste Fahrzeug zu küren. Als Hauptpreis winkt ein Bentley für ein Wochenende. Auch dieses Jahr verzichtet das Organisationskomitee bewusst auf Eintrittskassen entlang der Strecke. Stattdessen sind die Besucher eingeladen, mit dem Kauf des reich illustrierten Programmhefts für nur Fr. 5.– einen freiwilligen Beitrag an die Durchführung dieses einzigartigen Oldtimerfestes zu leisten. Weitere Infos und die Startlisten erhalten Sie durch Scannen des nebenstehenden QR-Codes.
News
ANDREAS DÜRR IST JETZT FÜR EIN JAHR AUCH LANDRATSPRÄSIDENT
Das Fest in Biel-Benken zu Ehren des neuen Landratspräsidenten Andreas Dürr (o.l.) wird noch lange in Erinnerung bleiben. Seit Mai 2018 präsidiert der gebürtige Bottminger, Andreas Dürr, der in Biel-Benken wohnt, den ACS beider Basel. Nun wurde er am 25. Juni 2026 zum Präsidenten des Landrates des Kantons Basel-Landschaft – und somit zum obersten Basel-
FÜR EINE NACHHALTIGE VERKEHRSENTLASTUNG: FÜR DEN RHEINTUNNEL Die Verkehrsüberlastung auf den Strassen der Region Basel hat ein Ausmass erreicht, das für Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zunehmend untragbar ist. Eine breite Allianz fordert deshalb die Regierungen beider Basel mit einem offenen Brief auf, sich in Bundesbern aktiv und mit Nachdruck für die Realisierung des Rheintunnels sowie flankierende Mass nahmen, unter anderem eine grosszügige Überdachung der Osttangente (siehe Visualisierung) einzusetzen. Details mit QR-Code rechts.
bieter – gewählt. Dürr ist Partner einer renommierten Kanzlei in Basel, wo er als Anwalt, Notar und Mediator tätig ist. Die ACS Classic-Gruppe hat am Landrats präsidentenfest in Biel-Benken aktiv mit gewirkt (siehe Foto oben rechts) und für
Fotos: zVg
viele freudige Gesichter gesorgt. Der ACS beider Basel gratuliert Andreas Dürr ganz herzlich zur ehrenvollen Wahl . Er wünscht ihm ein erfolgreiches Präsidialjahr, das von vielen erfreulichen Ereignissen begleitet werde.
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so flächeneffizient wie die Bahnen sind die Autobahnen. Dies zeigt die Erhebung «Flächennutzung Verkehrsinfrastruktur» im jüngst erschienenen Bericht «Verkehrsentwicklung und Verkehrsfluss 2025» auf.
sind seit 2020 die Verurteilungen nach dem Personenbeförderungsgesetz gestiegen. Darunter fallen Delikte wie Schwarzfahren, missbräuchliche Nutzung von Fahrausweisen oder Verstösse im öffentlichen Verkehr.
ACS KRITISIERT NEUE BUS- UND VELOSPUR IN DER BIRSSTRASSE Der ACS kritisiert die geplante Einführung einer Bus- und Velospur in der Birsstrasse zwischen Stadion- und Redingstrasse. Gemäss Kantonsblatt sollen dafür 36 Parkplätze aufgehoben werden. Der ACS bemängelt das Vorgehen bei der Planung und befürchtet, dass die Massnahme lediglich eine erste Etappe eines späteren Ausbaus über die gesamte Birsstrasse ist, wodurch weitere rund 70 Parkplätze wegfallen könnten. Zwar sollen Ersatzparkplätze geschaffen werden, doch könnten diese neue Verkehrsprobleme verursachen. Der ACS unterstützt grundsätzlich die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs, lehnt jedoch einseitige Massnahmen zulasten des motorisierten Individualverkehrs ab. Die Verkehrsprobleme sind vor allem auf die überlastete Autobahn zurückzuführen. Eine nachhaltige Entlastung der Quartiere ist nur mit einer Kapazitätserweiterung auf der Autobahn, insbesondere durch den Rheintunnel, möglich. Details mit QR-Code rechts. Clubmagazin ACS 05/2026 7
DAS ACS-JUGENDFAHRLAGER 2026: BESSER ALS 100% GEHT NICHT… Das Jufala 2026 überzeugte mit einer motivierten und disziplinierten Gruppe, bestem Sommerwetter und einer erfreulichen Erfolgsquote: Sämtliche Teilnehmenden bestanden die Basistheorieprüfung. Eine Woche voller Ausbildung, Fahrpraxis und Gemeinschaft ging damit erfolgreich zu Ende. Mit einer auf das Nötigste reduzierten Crew ging es am Freitag wie gewohnt Richtung Stöckalp. Bei der Ankunft war alles vorbereitet, auf den Fahrplätzen lag allerdings noch einiges an Baumaterial. Was zunächst für Stirnrunzeln sorgte, liess sich unkompliziert lösen, sodass der Fahrunterricht nicht beeinträchtigt wurde. Nach dem Aufbau liess sich die Leitungs-, Instruktoren- und Küchentruppe im Berggasthof Waldhaus Stöckalp verwöhnen. Mit der Ankunft der Teilnehmenden am Samstag nahm das Jufala 2026 richtig Fahrt auf. Bereits beim ersten Mittagessen zeigte sich, dass eine motivierte Gruppe angereist war. Erstmals wurde das Frühstück als fakultativ erklärt – ein Entscheid, der bei vielen Jugendlichen auf Zustimmung stiess. Pünktlich, wenn auch teilweise noch etwas verschlafen, erschienen alle zur ersten Lektion. In den ersten vier Tagen stand ein anspruchsvolles Programm auf dem Stundenplan: praktische Fahrübungen mit Auto und Motorrad, Theorieunterricht, Nothilfekurs sowie Fahrzeugtechnik. Für die nötige Energie sorgte Thomas Kissling mit seinen beiden charmanten Assistentinnen Marianne und Denise. Sie führten die Teilnehmenden und die Crew kulinarisch rund um den Globus. Das Angebot kam bestens an.
Beim umfassenden Ausbildungsprogramm steht das Autofahren im Zentrum. Am Mittwochnachmittag vermittelte die Polizei Basel-Landschaft unter der Leitung von Rolf Sommer wichtige Inhalte rund um die Verkehrssicherheit. Der Ausbildungsblock stiess wie jedes Jahr auf grosses Interesse. Viele Jugendliche wollten wissen, welche Konsequenzen Fehlverhalten im Strassenverkehr haben kann. Umfassende Ausbildung Der Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen des praktischen Fahrens. Ein besonderes Highlight war wiederum das beliebte Nachtfahren. Bei einbrechender Dunkelheit konnten die Teilnehmenden erstmals eine längere Strecke
Jufala heisst auch Freunde fürs Leben zu gewinnen. 8 Clubmagazin ACS 05/2026
Foto: Silvio Fiore
Foto: S. Fiore
am Stück zurücklegen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig wurde intensiv auf die Basistheorieprüfung vorbereitet. Am Donnerstag besuchten zudem Gäste aus der Classic-Gruppe, von den Fahrzeugsponsoren und aus den Reihen der ACS-Funktionäre das Jufala. Sie konnten sich vor Ort von der engagierten und qualitativ hochstehenden Arbeit unserer Ausbilder überzeugen. Unverzichtbare Hilfe Zum erfolgreichen Jufala gehören viele engagierte Helferinnen und Helfer. Ein herzliches Dankeschön geht an Carlo Fiore und sein Fahrlehrer- und Instruktorenteam für die hervorragende Ausbildung, an Theres Fiore für die kompetente Vermittlung des Nothilfewissens sowie an Thomas Kissling und sein Küchenteam für die ausgezeichnete Verpflegung. Last but not least gilt unser grosser Dank den Auto- und Motorradsponsoren. Ohne ihre Unterstützung wäre das Jufala nicht realisierbar. Wir würden uns freuen, wenn unsere Leserinnen und Leser beim nächsten Fahrzeugkauf einen Blick auf unsere Sponsorentafel werfen und jene Unternehmen berücksichtigen, die das Jufala unterstützen. Michael Schäufele Lagerleiter
Verkehrssicherheit
«WIR MACHEN UNS GEDANKEN ÜBER DIE ZUKUNFT DES ACS JUFALA» Das Jufala vermittelt seit Jahrzehnten Verkehrswissen, Fahrpraxis und Nothilfe. Doch die Anforderungen ändern sich. Das Jufala passt sein bewährtes Konzept deshalb an, ohne seine Erfolgsfaktoren aufzugeben. «ACS mobil!» hat dazu den langjährigen Lagerleiter, ACS-Vorstandsmitglied Michael Schäufele, befragt. «ACS mobil!»: Herr Schäufele: Das ACS Jufala ist schon seit Jahrzehnten ein Erfolgsmodell. Bleibt auch in Zukunft alles beim Alten? Grundsätzlich halten wir am Konzept des Jufala fest. Im Vordergrund werden auch in Zukunft die Vermittlung von fundierten Kenntnissen der Verkehrsregeln und die richtige Interpretation der Verkehrszeichen stehen. Zudem liegen uns die Verkehrssicherheit sowie eine intensive Schulung im Bereich Nothilfe ganz besonders am Herzen, denn beide Themen können Leben retten. Selbstverständlich wird aber auch grosser Wert auf die praktische Ausbildung im und am Auto sowie auf dem Motorrad gelegt, sowohl mit handgeschalteten als auch mit Fahrzeugen mit Schaltautomatik. Dass am Ende der Ausbildungswoche die Basistheorieprüfung abgelegt werden kann, wird ebenso weiterhin Bestand haben.
Welche Anpassungen werden Sie für ein künftiges Jufala prüfen, welche Veränderungen ins Auge fassen? Anpassungen werden wir tiefgreifend vornehmen müssen. Einerseits zeigt die Erfahrung unseres langjährigen fachtechnischen Leiters, Herrn Carlo Fiore von der gleichnamigen Fahrschule in Therwil, dass vor allem das Autofahren grossenteils erst nach dem 20. Altersjahr erlernt wird. Dieser Umstand erfordert von uns, dass wir nicht nur die ganz junge Klientel berücksichtigen müssen, sondern auch junge Leute im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Das wird natürlich auch gewisse Herausforderungen, zum Beispiel bei der Unterkunft, mit sich bringen. Im Weiteren ist ab dem 1. Januar 2027 gesetzlich vorgegeben, dass der Verkehrskundeunterricht (VKU-Kurs) bereits vor dem Ablegen der Basistheorieprüfung absolviert sein muss. Diese zusätzlichen acht Lektionen müssen wir in unser Wochenprogramm so integrieren können, dass keine praktischen Fahrstunden wegfallen. Denn eines unserer zugkräftigsten Argumente für die Gewinnung von Teilnehmenden ist die Rückfinanzierung der Lagerkosten: Nach der Teilnahme am Jufala kann davon ausgegangen werden, dass danach etwa acht Fahrstunden weniger beim Fahrlehrer benötigt werden. Was hat sich in den letzten Jahren im Jufala Grundlegendes geändert? Mit der Einführung der Möglichkeit, dass am Ende des Lagers die Basistheorieprüfung absolviert werden kann, wurde 2017 die signifikanteste Änderung vorgeMichael Schäufele ist langjähriger Leiter des Jufala.
nommen. Ebenso haben wir mit der Polizei Basellandschaft die Kursinhalte den heutigen Anforderungen und Fragen der Jugend angepasst. Dass wir den praktischen Fahrunterricht sowohl auf Verbrennern als auch auf Elektrofahrzeugen durchführen, versteht sich von selbst. Hier kam vor allem das Fahren mit elektronischen Hilfen neu dazu, welches ein Prüfling bei der praktischen Fahrprüfung beherrschen muss. Besten Dank, Herr Schäufele, für diese interessanten Informationen.
HERZLICHEN DANK UNSEREN SPONSOREN Der ACS beider Basel dankt den nachfolgend genannten Firmen für die kostenlose Zurverfügungstellung von Au tos, Motorrädern und Material oder für finanzielle oder anderweitige Unterstützung des ACS-Jugendfahrlagers. Allianz Versicherung, GA Patrick Razaq, Füllinsdorf Amag AG, Basel BMW Schweiz AG, Dielsdorf Emil Frey AG, Müchenstein Fahrschule Carlo, Therwil Fahrschule Anina, Reinach Garage Keigel AG, Basel Hertz Autovermietung, Basel Hostettler AG, Sursee Kestenholz Automobil AG, Pratteln Moto Mader AG, Oberentfelden Renault Suisse SA, Urdorf Sportcamp Melchtal, Kerns Sportbahnen Melchsee-Frutt, Kerns Verkehrstheorie.ch Wiesenplatz Garage AG, Basel Wir danken auch für die Geldspenden von zahlreichen Mitgliedern.
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Motorrad-Gruppe
FRÜHLINGSAUSFAHRT: SPARGEL, SONNE UND SCHÖNE STRECKEN Am Samstag, 20. Juni 2026, trafen sich die Mitglieder der ACS Motorrad-Gruppe zur traditionellen Spargelfahrt. Ziel des Ausflugs war Neuwiller im nahegelegenen Elsass, respektive die «Auberge de Neuwiller». Bei hochsommerlichen Temperaturen – höflich ausgedrückt: bei sehr engagierter Sonneneinstrahlung – machten sich 31 Teilnehmende zur Spargelfahrt der ACS Motorrad-Gruppe nach Neuwiller auf den Weg. Schon beim Start war klar: Dieser Tag würde nicht nur wegen der schönen Landschaft in Erinnerung bleiben, sondern auch, weil Mensch und Maschine thermisch gefordert wurden. Flexible Routenwahl Die ursprünglich geplanten Routen wurden deshalb kurzfristig den Gegebenheiten angepasst, ganz im Sinne einer bewährten Clubregel: flexibel bleiben, freundlich lächeln und dem Spargel entgegenfahren. Während die einen ab dem Pantheon die Strecke über den Schwarzwald unter die Räder nahmen, wählten die anderen die reizvolle Route durch den Jura. Beide Varianten boten schöne Kurven, herrliche Ausblicke und genügend Gelegenheit, den Fahrtwind als willkommene Klimaanlage zu geniessen. Trotz der Wärme blieb die Stimmung bestens. Mit einer guten Portion Gelassenheit, etwas Durchhaltevermögen und der Aussicht auf ein feines Essen wurden die Kilometer souverän gemeistert. In Neuwiller angekommen, wartete dann der
Für einmal war Schatten mehr gefragt als scharfe Kurven. verdiente genussvolle Teil des Tages: Spargelessen in geselliger Runde, begleitet von anregenden Gesprächen über Routenwahl, Kurven, Temperaturen und die kleinen Abenteuer unterwegs. Auch das sehr gute Dessert fand grossen Anklang und sorgte dafür, dass niemand mit leerem Magen oder leerem Gesprächsstoff die Heimreise antreten musste. Erlebnistag vom Feinsten So wurde aus einem heissen Sommertag ein rundum gelungener Clubausflug mit schönen Eindrücken, viel Kameradschaft und einem feinen kulinarischen Ab-
Foto: Yvo Eberle
schluss. Ein herzliches Dankeschön geht an Suzanne Châtelain für die perfekte Organisation. Ivo Eberle, Obmaa ACS Motorrad -Gruppe
DIE NÄCHSTEN AUSFAHRTEN IM 2026 Pässefahrt vom 18. - 21. September Sardinien vom 21. – 29. September Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite des ACS beider Basel.
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Clubmagazin ACS 05/2026 11
Classic-Gruppe
ACS CLASSIC SOMMERAUSFAHRT «L′HEURE BLEUE» Am Freitag, 26. Juni 2026, traf sich die ACS Classic-Gruppe zur Sommerabendausfahrt unter dem stimmungsvollen Motto «l’heure bleue».
Eine wunderschöne Abendfahrt durch eine begeisternde Landschaft. 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung nach Aesch, wo sich bei hochsommerlichen Temperaturen eine schöne Auswahl klassischer Fahrzeuge versammelte. Es war heiss. Sehr heiss sogar. Doch wer mit einem Oldtimer unterwegs ist, weiss: Ein warmer Sommerabend, offene Fenster, sonore Motoren und eine gute Route sind oft die beste Klimaanlage. Durchs wunderschöne Baselbiet Pünktlich führte uns die Ausfahrt von Aesch über Grellingen, Nunningen, Beinwil und Mümliswil hinauf zum Oberen Hauenstein nach Langenbruck. Weiter ging es über den Belchen nach Eptingen, Diegten, Zeglingen, Oltingen, Gelterkinden, Sissach und Liestal bis zum Bistro Zum Schauenegg bei Bad Schauenburg. Die
Foto: Barbara Bissig
Strecke zeigte einmal mehr, wie viel fahrerischer Reiz direkt vor unserer Haustüre liegt. Selbst für Teilnehmende, die im Baselbiet schon oft mit dem Klassiker unterwegs waren, gab es neue, ruhige und wunderschöne Abschnitte zu entdecken. Kleine Schwierigkeiten gehören bei alten Fahrzeugen fast zum guten Ton. Ein Wagen gönnte sich unterwegs eine kurze Denkpause, konnte aber dank Unterstützung und Gelassenheit die Fahrt fortsetzen. So erreichten alle das Ziel, was bei einer Oldtimerausfahrt immer zu den erfreulich sten Nachrichten des Tages gehört.
Geselligkeit à la ACS Classic-Gruppe Auf der etwas erhöht gelegenen Anlage der Bad Schauenburg wurde es in den Abendstunden angenehm mild. Unter den kühlenden Bäumen genossen wir einen Apéro, der nach diesem warmen Fahrtag besonders willkommen war. Anschliessend servierte das Bistro ein leichtes, sommerliches Drei-Gang-Menü, passend zum Wetter und zur Stimmung des Abends. Die Gesellschaft zeigte sich, wie man es bei der ACS Classic-Gruppe kennt: interessiert, gesprächig und kameradschaftlich. Es wurde über Fahrzeuge, Strecken, Technik, Reisen und natürlich über die nächsten Pläne gesprochen. Genau diese Mischung aus Fahrfreude, Geselligkeit und unkompliziertem Austausch macht unsere Anlässe aus. Als die «l’heure bleue» längst der Dunkelheit gewichen war, machten sich die Teilnehmenden individuell auf den Heimweg. Zurück blieb die Erinnerung an einen heissen, schönen und rundum gelungenen Sommerabend. Wer noch nie dabei war, sollte sich die nächste Gelegenheit vormerken. Es lohnt sich. Dominik Lingg Obmann der Classic-Gruppe
SAMSTAG-STAMMTISCH DER CLASSIC-GRUPPE Jeweils am ersten Samstag des Monats (ergo: 5. September, 3. Oktober, 7. November 2026 ) findet der Stammtisch der Classic-Gruppe im Restaurant Pantheon von 10 Uhr bis 12 Uhr statt. Gäste und Interessierte an Oldtimern sind herzlich willkommen. Wahrscheinlich genossen auch die Classic-Cars die Pause im Schatten. Foto: Jacqueline Gähler 12 Clubmagazin ACS 05/2026
News
DANK DEM ASTRA SICHERE UND VERFÜGBARE STRASSEN
Im Jahr 2025 hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) insgesamt 2′976 Beschaffungen mit einem Gesamtwert von über 2,1 Milliarden Franken getätigt. Rund 82 Prozent des Beschaffungsvolumens wurden dabei im Wettbewerb vergeben. Dies zeigt der aktuelle Bericht zum Beschaffungswesen des ASTRA. Die übrigen Beschaffungen betrafen insbesondere kleinere Aufträge oder freihändige Vergaben, die sich nach den gesetzlichen Vorgaben richten. Foto: ASTRA
8,5 MIA. Franken an Steuern und Abgaben nahm die öffentliche Hand 2022 aus dem motorisierten Strassenverkehr (Personen- und Güterverkehr) ein. Die Hälfte davon stammte aus den Mineralölsteuern, etwas mehr als ein Viertel aus den kantonalen Motorfahrzeugsteuern.
JETZT GANZ SIMPEL DIE STAUKOSTEN BERECHNEN Staus auf Schweizer Strassen verursachen alljährlich Kosten von mehr als 3 Milliarden Franken. Wer herausfinden will, wie viel Zeit und Geld ein Betrieb jährlich durch Verkehrs überlastung verliert, kann jetzt neu den im Auftrag der Verkehrsliga beider Basel erstellten Staurechner verwenden. Durch Scannen des untenstehenden QR-Codes gelangen Sie auf eine Webseite, welche die Berechnung der verlorenen Arbeitszeit und der jährlichen Staukosten ermöglicht.
STAUSTUNDEN: EIN REKORD JAGT DEN NÄCHSTEN
30 % der Kosten müssten Bus- und Bahnangebote, die über einen Halbstundentakt hinausgehen, künftig neu gemäss Bundesamt für Verkehr mindestens selbst erwirtschaften, um eine Mitfinanzierung durch den Bund zu erhalten. Bisher lag dieses Limit bei 20 Prozent. Mit diesem neuen Schwellenwert soll den finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre begegnet werden.
Die Schweizer Autobahnen sind mehr als am Limit: Allein im 2025 wurden auf dem Nationalstrassennetz 68’040 Staustunden erfasst. Gegenüber dem Vorjahr (55’569 Staustunden) entspricht dies einer Zunahme um +22.4 %. Aus verkehrs- und wirtschaftspolitischer Sicht (lesen Sie dazu obenstehenden Bericht) besteht demnach grosser Handlungsbedarf. Leider ist diese Entwicklung nichts Neues: Mit Ausnahme des pandemiebedingten Rückgangs im Jahr 2020 nehmen die Staustunden von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu. Das Nationalstrassennetz stösst zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Gestützt wird diese These durch den Umstand, dass die Anzahl der Staustunden in den letzten Jahren deutlich stärker anstieg als die Fahrleistung und dass die Fahrleistung auf dem übrigen Strassennetz seit 2015 stärker zugenommen hat als auf den Nationalstrassen. Grafik: ASTRA; Quellen: ASTRA, VMON, Viasuisse Clubmagazin ACS 05/2026 13
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WENN DAS AUTO MITDENKT: WER TRÄGT DANN DIE VERANTWORTUNG? Moderne Fahrassistenzsysteme können Gefahren erkennen und Unfälle verhindern. Doch trotz immer leistungsfähigerer Technik bleibt die Verantwortung heute weiterhin beim Menschen - noch. Fahrassistenzsysteme gehören längst zum automobilen Alltag. Sie unterstützen beim Bremsen und Lenken, halten die Geschwindigkeit ein oder warnen vor Gefahren. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Gerade in kritischen Situationen können sie wertvolle Sekunden gewinnen und helfen, Unfälle zu verhindern oder deren Folgen zu mindern. Mehr Technik für mehr Sicherheit Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Verschiedene Assistenzsysteme sind für neue Fahrzeugtypen bereits vorgeschrieben oder werden schrittweise verpflichtend. Dazu gehören unter anderem der Notbremsassistent, der Spurhalteassistent, der intelligente Geschwindigkeitsassistent sowie die Müdigkeitserkennung. Rückfahrassistenzsysteme und der Unfalldatenschreiber (Event Data Recorder, EDR) ergänzen die Sicherheitsausstattung. Der EDR speichert relevante Fahrzeugdaten und kann nach einem Unfall dazu beitragen, den Hergang objektiver zu rekonstruieren. Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Technik entstehen jedoch auch neue Herausforderungen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den unter dem Begriff «Level 2+» zusammengefassten Systemen. «Level 2+» ist keine offiziell anerkannte Automatisierungsstufe, sondern eine Bezeichnung der Automobilindustrie
Christian Egeler ist Leiter der Verkehrspolizei Basel-Landschaft.
für besonders leistungsfähige Assistenzfunktionen. Technisch können diese Fahrzeuge in bestimmten Situationen weitgehend selbstständig fahren. Die fahrzeugführende Person muss jedoch jederzeit in der Lage sein, die vollständige Kontrolle zu übernehmen.
zeug die Fahraufgabe vollständig übernehmen. Die fahrzeugführende Person darf dann die Hände vom Lenkrad nehmen und sich vorübergehend anderen Tätigkeiten widmen, muss jedoch auf Aufforderung des Systems die Fahraufgabe innerhalb kurzer Zeit wieder übernehmen
Autos, die überall und unter allen Bedingungen selbständig autonom fahren, wird es erst in einigen Jahren geben. Bis dahin sind die Lenkenden fürs Fahren verantwortlich. Foto: 123RF Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Assistenzsysteme der Kategorie «Level 2+» sind noch keine automatisierten Fahrsysteme. Wer heute mit einem Fahrzeug unterwegs ist, trägt weiterhin jederzeit die Verantwortung für dessen sichere Führung. Auch leistungsfähige Assistenzsysteme dürfen nicht dazu verleiten, die Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen abzuwenden. Gerichte haben mehrfach festgehalten, dass kein Vertrauensschutz gegenüber Fahrassistenzsystemen besteht. Der Unfalldatenschreiber kann bei der Klärung eines Unfallhergangs eine wichtige Rolle spielen, da er unter anderem dokumentiert, welche Systeme aktiviert waren und welche Eingriffe durch Fahrzeug und fahrzeugführende Person erfolgt sind. Der nächste Entwicklungsschritt ist das automatisierte Fahren der Stufe 3, für das in der Schweiz bereits eine rechtliche Grundlage geschaffen wurde. Unter klar definierten Bedingungen kann das Fahr-
können. Bis heute wurde in der Schweiz allerdings noch kein Automatisierungssystem offiziell für den Strassenverkehr zugelassen. Die Zukunft steht vor der Tür Fahrassistenzsysteme sind mehr als ein Komfortgewinn: Sie sind ein wichtiger Baustein für mehr Verkehrssicherheit, effizientere Verkehrsabläufe und zugleich Wegbereiter für das automatisierte Fahren. Das ASTRA und die Verkehrspolizeien begleiten diese Entwicklung eng. Ich leite die nationale Arbeitsgruppe der Polizeien zum automatisierten Fahren. Unser Ziel ist es, die neuen technischen Möglichkeiten mit den Anforderungen der Verkehrssicherheit und der polizeilichen Praxis in Einklang zu bringen. Eines bleibt bis auf Weiteres klar: Die Technik kann bereits viel – die Verantwortung sitzt heute jedoch weiterhin hinter dem Lenkrad. Christian Egeler, Leiter Verkehrspolizei BL Clubmagazin ACS 05/2026 15