Ausgabe 05/2023
SEKTION ACS ZÜRICH DIE MEISTEN EINSPRACHEN ABGELEHNT
«BRITE MIT LE-MANS-GENEN» Als langjähriger MG-Enthusiast hatte er irgendwann das Bedürfnis, einen Sportwagen mit mehr Power zu besitzen. Wie Fernand Schlumpf zu seinem Jaguar kam, lesen Sie in der Rubrik «Altes Eisen rostet nicht».
68 Rekurse gingen gegen die Verkehrsabordnungen für die Rad-StrassenWeltmeisterschaften 2024 in Zürich ein. Lesen Sie auf Seite 5. PISTENVERLÄNGERUNG FLUGHAFEN ZÜRICH
Die Pistenverlängerung am Flughafen Zürich sorgte für so lange Diskussionen im Kantonsrat, dass das Geschäft auf August nach den grossen Ferien vertagt werden musste. Mehr dazu auf Seite 7. ELEKTRONISCHE AUTOBAHNVIGNETTE ERHÄLTLICH
Seit dem 1. August kann die Schweizer Autobahnvignette online bestellt werden. Sie kann über das Via Portal unter www.e-vignette.ch bezogen werden. Informieren Sie sich auf Seite 8.
Geniessen mit der ACS Reisen AG
Stilvolle Reisen Belgien Der Charme von Brüssel, Antwerpen, Brügge und Gent Mailand Oper „Le nozze di Figaro“ und Konzert mit Yuja Wang * Laos/Kambodscha Charmantes Südostasien und Weltkulturerbe * Madeira Zauberhafter, schwimmender Garten im Atlantik * Bhutan Kultur und Natur im Königreich am Himalaya * Wien Adventszauber mit Jonas Kaufmann und Juan D. Florez Mallorca Stilvoller Jahreswechsel mit viel Genuss * Brüssel Der Glanz von Brüssel und der Charme von Brügge Porto Silvesterreise in die malerische Stadt am Douro-Fluss Costa Rica Natur und Kultur zwischen Karibik und Pazifik * Saudi Arabien Spektakuläre Natur und magische Kulturgeheimnisse Lappland Finnisches Wintermärchen am Polarkreis Saudi Arabien Spektakuläre Natur und magische Kulturgeheimnisse Lappland Finnisches Wintermärchen am Polarkreis Kolumbien Kolonialer Charme, herrliche Natur und karibisches Flair Marrakesch Gärten, Paläste und ein Hauch aus 1001 Nacht Marrakesch Gärten, Paläste und ein Hauch aus 1001 Nacht Japan Der Zauber der Kirschblüte mit Kultur, Natur und Genuss Azoren Unbekanntes Paradies mit atemberaubender Natur
26.09. – 01.10.2023 13.10. – 15.10.2023 03.11. – 16.11.2023 11.11. – 18.11.2023 21.11. – 03.12.2023 11.12. – 14.12.2023 28.12.23 – 02.01.24 29.12.23 – 02.01.24 29.12.23 – 03.01.24 17.01. – 27.01.2024 17.01. – 28.01.2024 20.02. – 24.02.2024 21.02. – 03.03.2024 28.02. – 03.03.2024 28.02. – 04.03.2024 04.03. – 08.03.2024 11.03. – 15.03.2024 22.03. – 04.04.2024 15.04. – 22.04.2024
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EDITORIAL Sektion Zürich
INHALT 5 Politik & Verkehr Die meisten Einsprachen abgelehnt 6 Politik & Verkehr Rekurs eingereicht 6 Politik & Verkehr Endlich 7 Politik & Verkehr Pistenverlängerung Flughafen Zürich 8 Politik & Verkehr Elektronische Autobahnvignette erhältlich 9 Clubinfos Unsere Mitglieder fragen 10 Dies & Das Hätten Sie es gewusst? 13 Classics Cadillac Eldorado 1968 15 Altes Eisen rostet nicht Brite mit Le Mans Genen 16 Helenes Gedanken Die Lust am Stau
IMPRESSUM Herausgeber ACS Sektion Zürich Forchstrasse 95 CH-8032 Zürich Tel. +41 44 387 75 00 Fax +41 44 387 75 09 www.acszh.ch info@acszh.ch Inserate Kromer Media Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 48 media@kromerprint.ch Die Sektionsbeilage ACS Zürich ist eine Beilage zur Publikation AUTO
Chefredaktorin und Geschäftsführerin Daniela Wallner Kern Redaktion Claudia A. Spitz Beat Walti Druck und Versand Kromer Print AG Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Verlag und Redaktion der Mantelpublikation AUTO = Automobilclub der Schweiz (ACS) Wasserwerkgasse 39 3000 Bern 13
GEMEINSAM UNTERWEGS – IHR MITGLIEDERSERVICE BEIM ACS, SEKTION ZÜRICH Liebe Leserin, lieber Leser Es ist mir eine grosse Freude, Sie in diesem Editorial wieder herzlich willkommen zu heissen. Wie Sie wissen, stehen Sie im Mittelpunkt. Wir sind bestrebt, Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten und Sie in all Ihren automobilen Belangen zu unterstützen. Unser Mitgliederservice-Team empfängt Sie nicht nur persönlich an der Forchstrasse 95 in Zürich, sondern beantwortet Ihre Anliegen und Fragen auch telefonisch oder per E-Mail. Meistens können wir helfen und freuen uns sehr über die netten Gespräche. Und wenn wir einmal nicht weiterwissen, stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung: die ACS Assistance, der technische Dienst, die Rechtsauskunft und auch die ACS Medical Hotline. Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche spannenden Fragen und Anliegen täglich bei uns landen? Von Infos für Ihre Reise (Wie teuer ist die Autobahnmaut von Mailand nach Rom?) bis zu Fragen zur Versicherungsdeckung (Zug-Verspätung. Flug verpasst. Wer zahlt?). Die Frage zur Maut kann ich Ihnen gleich hier beantworten. Da bekanntlich viele Weg nach Rom führen, gibt es je nach Route auch verschiedene Mautgebühren – von EUR 32.40 bis EUR 43.10. Auf der Website de.viamichelin.ch können Sie nicht nur die Route berechnen, es wird Ihnen je nach Route auch gleich die Maut-Gebühr angezeigt. Die Fülle der Fragestellungen widerspiegelt die Vielfalt und die Interessen unserer Mitglieder. Dabei haben wir festgestellt, dass Fragen oft von allgemeinem Interesse sind und Sie genauso gut interessieren könnten. Wir haben deshalb beschlossen, die neue Rubrik «Unsere Mitglieder fragen» einzuführen. Wir werden für Sie interessante Fragen sammeln und
Ihnen die Antworten dazu liefern. So freuen wir uns, unser Wissen mit Ihnen zu teilen und Ihnen nützliche Informationen zu bieten. Übrigens: Die Antwort zu «Zug-Verspätung. Flug verpasst. Wer zahlt?» können Sie in der neuen Rubrik auf Seite 9 nachlesen. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, wie Ihnen wohl unsere Sektionsbeilage ACS Zürich, gefällt. Ihre Meinung interessiert mich – egal, ob Sie alle Beiträge im Details lesen oder das Magazin nur durchblättern. Dank Ihrer Rückmeldung können wir die Inhalte noch besser auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Die Clubzeitschrift ist nicht nur unser Kommunikationsmittel, sondern auch eine Plattform, um Ihre Anregungen und Ihr Feedback mit uns zu teilen. Welche Themen sprechen Sie an? Was möchten Sie mehr in der Zeitschrift sehen? Was weniger? Ihre Meinung wird dazu beitragen, unsere Sektionsbeilage der Sektion Zürich zu einem noch wertvolleren Begleiter für Sie zu machen. Auf eine gemeinsame Reise voller spannender Entdeckungen und wertvoller Informationen! Ihre Daniela Wallner Kern, Geschäftsführerin wallner@acszh.ch
Haben Sie eine Lieblingsrubrik? Ich lese jeweils mit viel Freude die Porträts unter «Altes Eisen rostet nicht». Und Sie? Ich bin schon sehr auf Ihr Feedback gespannt. Schreiben Sie mir. Herzlichen Dank!
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8302 KLOTEN, Industriestrasse 10, Telefon 044 804 68 68 8002 ZÜRICH, Brunaustrasse 89, Telefon 044 456 34 00 8134 ADLISWIL, Soodstrasse 37, Telefon 044 763 55 00 8910 AFFOLTERN a. A., Zürichstrasse 29, Telefon 044 762 17 17 8404 WINTERTHUR, Harzachstrasse 4, Telefon 052 235 03 50 8800 THALWIL, Gewerbestrasse 24, Telefon 044 723 16 50
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POLITIK & VERKEHR Sektion Zürich
DIE MEISTEN EINSPRACHEN ABGELEHNT 68 Rekurse gingen gegen die Verkehrsabordnungen für die Rad-StrassenWeltmeisterschaften 2024 in Zürich ein. Die meisten davon wurden abgelehnt. In einigen Bereichen wurde angepasst. Das Resultat befriedigt nicht unbedingt.
Wie zu erwarten war, hat der Stadtrat das Gros der Rekurse gegen die Verkehrsanordnungen für die Rad-WM 2024 abgelehnt. In einigen Bereichen wurden kleine Anpassungen vorgenommen. So wird im Bereich im Hau in Witikon ein Poolparkplatz für Anwohnende und Gewerbetreibende erstellt. Auf der Trichterhauserstrasse wird durch den Verkehrsdienst vor Ort eine gewisse Anzahl dringlicher Fahrten ermöglicht. Dies auch bei der Engstelle Wiesliacher und in der Waserstrasse. Nähere Details zum Parkplatz wie Grösse und eventuelle Kosten kennt man nicht und genauso wenig die Bedingungen für die sogenannten dringlichen Durchfahrten. Alle anderen Einsprachen wurden abgelehnt. Dies mit der Begründung, dass die verfügten, zeitlich begrenzten Verkehrsanordnungen der geordneten und sicheren Durchführung der Rennen dienen. Zudem sind die Verkehrsanordnungen für den Stadtrat verhältnismässig, da sie den Verkehr nur so lange und so weit einschränken wie nötig.
Anfang Jahr haben wir aufgezeigt, dass die Einschränkungen massiv sind. Einige Gebiete vor allem am Seebecken sind die ganzen neun Tage tagsüber für den Verkehr gesperrt. Das betrifft unter anderem die Bellerivestrasse und das Utoquai, also zwei wichtige Eifallachsen. Die Quartiere in Zürich Ost, insbesondere auch Witikon, sind an fünf Tagen für 14 Stunden kaum zu erreichen, die Zufahrt ist nur über die Forch möglich, Witikon ist ganz abgeschlossen. Im Bereich des Zielgeländes am Sechseläutenplatz werden zudem viele Parkplätze aufgehoben. Diese werden von der Organisation und für Fahrzeuge der teilnehmenden Nationen benötigt.
Weiteres Vorgehen Der ACS wird gemeinsam mit anderen Verbänden (KGV, HEV, GVZ und ZBV) den Beschluss durch den Statthalter, als unabhängige Instanz, überprüfen zu lassen. Erreichen möchte man damit eine Verkürzung der Sperren auf drei statt fünf bis neun Tage. Auch sollten die Rennen der Paracyclisten auf anderen Routen ausserhalb der Stadt ausgetragen werden. Zudem soll der Auf- und Abbau schneller erfolgen und die entsprechenden Pläne sollen aufgezeigt werden. Ob eine solche Einsprache Erfolg hat, kann nicht vorausgesagt werden, denn natürlich müssen die verschiedenen Interessen gegeneinander abgewogen werden.
Situation im Kanton Natürlich sind auch Strassen und Gebiete im Kanton in insgesamt 17 Gemeinden betroffen. So unter anderem Gossau, Uster, Fällanden sowie die Stadt Winterthur. Im Kanton gingen fünf Einsprachen ein, eine wurde zurückgezogen, vier weitere von der Sicherheitsdirektion abgelehnt. Ein Rekurs wurde an das Verwaltungsgericht weitergezogen und ist noch hängig.
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REKURS EINGEREICHT Wie in der letzten Ausgabe berichtet, hat die Kantonspolizei die Zustimmung zum Versuch mit zwei Spuren in der Bellerivestrasse verweigert. Die Stadt wollte mit dem Versuch nachweisen, dass die Verkehrsmenge auch mit zwei Spuren bewältigt werden kann. Dies auch im Hinblick auf die Sanierung der Strasse, die in den nächsten Jahren ansteht. Die Stadt hatte an Orientierungsveranstaltungen mit allen Betroffenen über den Versuch informiert und sagt auch, dass die Kantonspolizei immer miteinbezogen wurde. Bei der Begründung der Ablehnung Ende Mai wurde unter anderem das Vorgehen beanstandet. Sie war der Meinung, dass der Verkehrsversuch in einem koordinierten Verfahren sowohl nach Signalisationsrecht als auch gemäss Strassengesetz publiziert und aufgelegt, sowie – unter Einbezug des Kantons – festgesetzt hätte werden müssen.
Auf eine Auflage mit Einspracheverfahren könnte gemäss Strassengesetz nur verzichtet werden, wenn es sich um ein Projekt von untergeordneter Bedeutung handelt.
Die Stadt Zürich hat den Entscheid nicht akzeptiert und bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Rekurs eingelegt. Fortsetzung folgt.
ENDLICH Darauf haben wir lange gewartet. Wenigstens Richtung Bern ist der Gubristtunnel seit dem 3. Juli dreispurig befahrbar. Endlich freie Fahrt, solange der Verkehr rollt, läuft es jetzt auf dem Nordring Richtung Bern besser. Am 3. Juli wurde im Beisein von Bundesrat Albert Rösti der neue Gubristtunnel mit allen drei Spuren dem Verkehr übergeben. Allerdings ist es nicht so, dass nun eitel Freude herrscht, immer noch wird nach dem Tunnelportal gebaut und im Limmattal staut sich der Verkehr auch immer öfters. Ausserdem ist die Geschwindigkeit im Tunnel auf der ganzen Länge mit 80 signalisiert, was viele Autofahrende nicht verstehen. Ob das mit der Baustelle am Ende des Tunnels zu tun hat, wird die Zukunft zeigen. Auch ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Situation in Richtung Ostschweiz innert nützlicher Frist verbessert, denn die Sanierung der beiden alten Röhren dauert bis 2027. Einmal mehr ist die Frage erlaubt, ob diese Arbeiten nicht beschleunigt werden könnten. Claudia A. Spitz
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POLITIK & VERKEHR Sektion Zürich
PISTENVERLÄNGERUNG FLUGHAFEN ZÜRICH Die Pistenverlängerung am Flughafen Zürich sorgte für so lange Diskussionen im Kantonsrat, dass das Geschäft auf August nach den grossen Ferien vertagt werden musste.
Quelle: Flughafen Zürich
Eigentlich ist es ganz einfach. Zwei Pisten am Flughafen sollen verlängert werden, die Piste 14/32 um 280 Meter im Norden und die Piste 10/28 um 400 Meter nach Westen. Dabei geht es vor allem um die Sicherheit und die Stabilität des Flugbetriebes. Der Flughafen Zürich ist historisch gewachsen und die Pisten in ihrer heutigen Art gibt es seit rund 50 Jahren. In dieser Zeit haben sich Bedingungen und Anforderungen aber deutlich gewandelt.
Warum die Pistenverlängerung? So ist es bei der Piste 10/28 so, dass diese für schwere Maschinen eher kurz ist und Piloten mit schweren Maschinen am Abend bei nasser Bahn dort nicht landen können, da sie zu kurz sein könne für das Bremsmanöver. Diesem Ansinnen muss die Flugsicherung stattgeben und diese Flugzeuge
landen dann von Süden, was den Betrieb schwerfälliger macht, weil so andere Flugzeuge warten müssen und später landen können. Mit der Verlängerung können die Abläufe effizienter gestaltet und Verspätungen verhindert werden. Bei der Piste 14/32 geht es um den Start nach Norden während den deutschen Sperrzeiten. Die Piste ist für manche Flugzeuge etwas kurz, was bedeutet, dass sie auf die längere parallele Piste 34 ausweichen, die sich aber mit der Piste 28 kreuzt, was zu Kreuzungen führt. Auch das senkt die Kapazität und führt zu Verspätungen. Diese Pistenverlängerungen dienen vor allem der effizienten Abwicklung bei Starts und Landungen im sogenannten Ostkonzept, das am Abend ab 20 beziehungsweise 21 Uhr zum Einsatz kommt, da dann der Norden für Anflüge über Deutschland gesperrt ist und es kommt auch kurzzeitig bei starkem Westwind zum Zug. Die Flugbewegungen werden mit dem Ausbau nicht gesteigert, es werden lediglich die aktuell möglichen und bewilligte Kapazitäten besser ausgeschöpft. Dies dient dazu Verspätungen zu vermeiden und die Nachtruhe ab 23 Uhr zu sichern. Die Kosten von rund 280 Millionen trägt der Flughafen selber aus den Einnahmen der Flughafengebühr.
Beratung im Kantonsrat Vor den Sommerferien wurden die Beratungen im Kantonsrat aufgenommen. Nach drei Stunden Diskussion wurde das Geschäft auf nach den Sommerferien vertagt. Einmal mehr wurde eine eigentlich technische Vorlage zur Basis für eine Umweltdiskussion. Gewisse Kreise sehen in der Verlängerung einen Ausbau des Flughafens, obwohl die Vorlage klar zeigt, dass dies nicht möglich ist, da am Grundaufbau des Flughafens nichts geändert wird. Es geht in erster Linie um Sicherheit und Pünktlichkeit, dies kommt der Flughafenregion zugut, weil dann nämlich weniger Verspätungen entstehen und so die Nachtruhe besser eingehalten werden kann. Ausserdem sinkt mit längeren Pisten das Unfallrisiko! Einmal mehr hat eine technische Vorlage zu ideologischen Diskussionen geführt. Es ist aber so, dass, egal wie der Kantonsrat entscheidet, die Vorlage mittels Referendum vors Volk kommen kann. Ende August werden wir wahrscheinlich wissen, wie der Kantonsrat entscheidet, falls er es schafft die Vorlage in einer zweiten Sitzung zu Ende zu beraten.
Claudia A. Spitz 360˚
280 m
W
O
90˚
270˚
N
S 180˚
Dock E
32 400 m
28 Dock A Dock B
34
Quelle: Flughafen Zürich
Erklärfilm auf Youtube «Pistenverlängerungen Flughafen Zürich»
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ELEKTRONISCHE AUTOBAHNVIGNETTE ERHÄLTLICH Seit dem 1. August kann die Schweizer Autobahnvignette online bestellt werden. Sie kann über das Via Portal unter www.e-vignette.ch bezogen werden. Seite www.e-vignette.ch nutzt, sonst besteht die Gefahr, Betrügern aufzusitzen. Ganz wichtig ist: Ein Tausch/Wechsel von der aktuellen Klebevignette zur E-Vignette ist weder möglich noch notwendig. Die Vignette 2024 wird (als Klebevignette oder E-Vignette) ab dem 1. Dezember 2023 verfügbar sein. Eine Rückerstattung ist nicht vorgesehen.
E-Vignette ist freiwillig
Es hat lange gedauert, aber nun ist es so weit, die Schweizer Autobahnvignette ist elektronisch erhältlich. Sie kann über die Autonummer registriert werden und ist nicht wie die Klebevignette an ein Fahrzeug gebunden, was heisst, dass man bei einer Wechselnummer in Zukunft nur noch eine Vignette benötigt. Auch bei einem Fahrzeugwechsel muss keine Neue gekauft werden, wenn das Kontrollschild gleichbleibt und auch bei einem Ersatz der Frontscheibe muss man sich nicht um die Neubeschaffung kümmern. Zudem fällt das lästige Abkratzen weg. Wenn man die Vignette elektronisch be-
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ziehen will, müssen Fahrzeugkategorie, Zulassungsland und Kontrollschild erfasst werden. Nicht nötig ist es, ein Benutzerkonto zu erstellen oder Angaben zur Person zu machen.
Einfacher Bezug Die Seite funktioniert wirklich einfach, man klickt E-Vignette kaufen an, gibt die erforderlichen Daten ein und bezahlt online mit Kreditkarte, Postfinance oder per Twint. Man kann sich optional eine Quittung für den Kauf der E-Vignette per Mail zustellen lassen. Wichtig ist, dass man nur die offizielle
Es brauchte lange Jahre, um die E-Vignette, die in anderen Ländern schon lange Standard ist, einzuführen. Die Vorlage ging 2017 in die Vernehmlassung und 2018 wurde aufgrund der Rückmeldungen entschieden, dass eine freiwillige E-Vignette parallel zur Klebevignette eingeführt wird. Die Klebevignette kann abgeschafft werden, wenn der Anteil am Gesamtumsatz unter zehn Prozent, also unter etwa eine Million, fällt. Umstritten war die Art der Kontrollen der E-Vignette. Es wird automatisierte Kontrollen mit fixen Anlagen und mobilen Geräten geben, sie sind nicht flächendeckend und permanent, sondern strichprobenartig und risikobasiert. Claudia A. Spitz
CLUBINFOS Sektion Zürich
UNSERE MITGLIEDER FRAGEN KANN ICH DEN ACS PANNENDIENST NUTZEN, WENN ICH EIN FREMDES AUTO FAHRE?
«Ich besuche im Oktober eine Kollegin in Nizza und darf während meines Aufenthalts ihr Auto benutzen. Kann ich die Pannenhilfe im Notfall anfordern, wenn ich ihr Auto fahre?»
Nein. Als Mitglied beim ACS Pannendienst sind Sie als Lenker versichert. Es spielt also keine Rolle, ob man das eigene Auto oder das Auto einer Kollegin/ eines Kollegen fährt. Allerdings muss das Auto in der Schweiz oder in Liechtenstein eingelöst sein (CH oder FL) und es darf kein Mietauto sein. Das Fahrzeug Ihrer Kollegin hat ein französisches Kennzeichen, daher gilt der Versicherungsschutz nicht.
IM NOTFALL Im Notfall erreichen Sie die ACS Assistance rund um die Uhr an 365 Tagen. Schweiz: 044 283 33 77 Ausland: +41 44 283 33 77 Wichtig: Bei einem Notfall oder einer Panne informieren Sie unverzüglich die Assistance-Notrufzentrale. Schaden melden:
IHRE CLUBLEISTUNGEN Technischer Dienst
FLUG VERPASST WEGEN ZUG-VERSPÄTUNG. ZAHLT DIE VERSICHERUNG?
Beratung beim Kauf und Verkauf von Automobilen, Prüfung von Kostenvoranschlägen und vieles mehr.
«Unser Zug hatte auf dem Weg zum Flughafen Zürich eine massive Verspätung. Wir haben dadurch unser Flugzeug verpasst und es entstanden Mehrkosten wegen der Umbuchung. Bekomme ich das Geld von der Versicherung zurück?»
Rechtsauskunft Ja. Wenn das benützte öffentliche Transportmittel zum Flughafen oder Abgangsbahnhof auf Schweizer Gebiet Verspätung hat oder ausfällt sind die Kosten durch die ACS Reiseversicherung (ACS Travel, ACS Premium) gedeckt.
Einmal jährlich kostenlose Beratung bei rechtlichen Fragen rund um Auto und Verkehr.
IST UNSERE TOCHTER WÄHREND DES SPRACHAUFENTHALTS VERSICHERT? ACS Medial Hotline «Unsere Tochter ist 17 Jahre alt und macht in den Herbstferien einen Sprachaufenthalt in Italien. Ist sie mit der Reiseversicherung abgedeckt?»
Kostenlose telefonische Beratung beim Schweizer Telemedizinanbieter Medi24.
Ja. Ihre Tochter kann unbesorgt nach Italien. Sprachaufenthalte sind in der Reiseschutz- und Annullationskostenversicherung gem. den Bestimmungen gedeckt (ACS Classic & Travel und ACS Premium). NR. 05/2023
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DIES & DAS Sektion Zürich
HÄTTEN SIE ES GEWUSST? Alltägliche Verkehrssituationen Wie verhält man sich korrekt? Auch wenn man als Autofahrer die Fahrprüfung bestanden hat und seine Kenntnisse regelmässig aufgefrischt und erweitert hat, gibt es immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen, wie man sich korrekt verhält oder was aktuell Gültigkeit hat:
Wie berechnet sich das Leergewicht des Fahrzeugs? «Leergewicht» ist das Gewicht des einsatzbereiten, unbeladenen Fahrzeugs mit Kühl- und Schmiermittel und Treibstoff (mind. 90 Prozent der vom Hersteller oder von der Herstellerin angegebenen Treibstofffüllmenge), einschliesslich: a. der eventuell vorhandenen Zusatzausrüstung wie Ersatzrad, Anhängerkupplung und Werkzeug; b. des eventuell vorhandenen Sonderzubehörs; c. des Führers oder der Führerin, dessen oder deren Gewicht mit 75 kg angenommen wird. (Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS)
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„Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“
APOLLO 11 Herren-Chronograph
Apollo 11 startete am 16. Juli 1969 vom Kennedy Space Center aus und transportierte drei erfahrene Astronauten über eine Distanz von 384.000 Kilometern zum Mond. Schätzungsweise 650 Millionen Menschen verfolgten dieses historische Ereignis und hörten am 20. Juli 1969 die Worte: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“
Die Rückseite zeigt das offizielle NASAEmblem der ApolloWeltraummissionen Mit vergoldeter Darstellung der Mondlandefähre auf dem Zifferblatt Mit leuchtenden Zeigern und Markierungen für ein einfaches Ablesen der Uhrzeit auch bei Nacht
Es gibt wohl nur wenige Daten in der Geschichte, bei denen wir uns genau daran erinnern können, wo wir in jenem Moment waren und was wir gemacht haben. Der 20. Juli 1969, der Tag der ersten bemannten Mondlandung gehört sicherlich dazu. Millionen Menschen rund um den Globus verfolgten live an ihren Fernsehgeräten, wie Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond wandelte. Feiern Sie das 50-jährige Jubiläum dieses historischen Ereignisses jetzt.
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Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.
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OLDTIMERAGENDA AUGUST 2023
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ch hatte kürzlich wieder mal die Gelegenheit, eines meiner geliebten Amerikaner Autos ausführlich fahren zu dürfen. Ich habe zu diesen Landjachten ein spezielles Verhältnis. Die allermeisten der bollernden, gepimpten und sonstwie zu Tode modifizierten «Muscle Cars» interessieren mich so gut wie gar nicht. Miserabel verarbeitet bereits ab Werk, billigster Plastik und Vinyl wohin man schaut und ein archaisches Fahrwerk zum Vergessen. Ausser vehement geradeaus beschleunigen können diese Hubraum-Monster ja auch nicht wirklich viel. Ein ganz anderes Kaliber sind die Imperial, Cadillac und Lincoln aus den Swinging Sixties. Die beiden letztgenannten Marken standen bereits vor hundert Jahren in heftiger Konkurrenz zueinander und sie sind die einzigen Luxusautomobilhersteller, welche bis dato überlebt haben. Duesenberg, Marmon, Cord, Packard etc. sind alle irgendwann verschwunden, aber Cadillac und Lincoln haben es verstanden, ihr Stammpublikum über all die Jahre bei Stange zu halten. Geniale Designer wie Elwood Engel, Bill Mitchel und viele andere spielten natürlich eine zentrale Rolle in der Geschichte beider Marken. Welcher der Marken man den Vorzug geben will, bleibt Geschmacksache. Lincoln Continental waren für mich qualitativ immer einen Tick besser als Cadillac. Das zeigt sich zum Beispiel bei den Intérieurs, welche beim Continental noch eine Spur wertiger und liebevoller, mit noch besseren Materialien gefertigt scheinen. Dieses Qualitätsgefühl ist heute leider nicht mehr im selben Masse vorhanden. Beide Marken sind «europäisiert» worden und werden nach rigiden Budgetvorgaben gefertigt. Die herrlichen amerikanischen «Sedans» aus den Sechzigern scheinen heutzutage wie von einem anderen Stern, dabei waren sie damals in der Schweiz gar nicht so selten. Wer es zu etwas gebracht hatte, fuhr nicht Mercedes, sondern Cadillac Brougham und Lincoln Continental. Die Strassen waren noch halbwegs leer und Benzin bezahlbar. Das 1967 erschienene «Luxury Coupe» Eldo-
24. bis 27. August 2023 RAID SUISSE - PARIS (CH) Der 33. RAID führt nach Paris! CH-7250 Klosters
rado von Cadillac war mit seinem Frontantrieb ziemlich revolutionär. Das automatische Getriebe ist mit dem mächtigen 7,7-Liter V8-Motor durch eine «Silent chain» verbunden, und über dicke Gelenkwellen werden gut 300 PS und sehr viel Drehmoment an die Vorderachse weitergegeben. Das Erstaunliche dabei ist, dass man beim Fahren nichts, aber auch gar nichts von diesem Frontantrieb bemerkt. Keine Torque-Reaktion am Lenkrad, nur souveräne, lineare und beeindruckende Beschleunigung gleich ab Leerlauf. Vom Motor und dem Rest der Mechanik ist praktisch nichts zu hören, es ist einfach nur ein müheloses Gleiten. Entspannung pur! Natürlich ist der Wagen sehr, wirklich SEHR gross und lang, aber wenn man sich Amerikaner aus dieser Zeit gewöhnt ist, ist das kein Problem. Kreuzen auf schmalen Landstrassen bedarf halt vorausschauender Fahrweise und gegenseitiger Rücksichtnahme. Das von mir gefahrene Exemplar ist erst ca. 34'000 Kilometer gelaufen, aber immerhin doch schon 55 Jahre alt. Da quietscht aber nichts, da rumpelt nichts, es sind einfach gut zwei Tonnen schönste Automobilskulptur wie aus einem Stück gefräst. Ja, früher konnten sie’s noch, unsere Freunde auf der anderen Seite des Teichs! Wenn der Eldorado mit seiner einzigartigen und hinreissenden Form nun noch das Intérieur vom Lincoln Continental Mk III hätte… was soll’s, man kann nicht alles haben. Vielen Dank René! Ihr Beat Walti
www.raid.ch
27. August 2023 34. Super Corvette Sunday (CH) Europas grösstes Corvette Treffen in CH-Langenthal CH-4900 Langenthal www.corvettes.ch 31. August bis 3. September 2023 Arosa ClassicCar (CH) Das internationale Bergrennen zwischen Langwies und Arosa bietet den Zuschauer:innen Rennsport und Action pur. CH-7050 Arosa www.arosaclassiccar.ch
SEPTEMBER 2023 3. September 2023 OiB Oldtimer in Büren an der Aare (CH) Oldtimer-Treffen bis Baujahr 1980 / Special Guest Equipe Bernoise mit historischen Rennwagen CH-3294 Büren an der Aare www.lakeside-cars.ch 8. bis 9. September 2023 ACS Concours d'Excellence (CH) Schönheitskonkurrenz für Automobile, Rennwagen und Reisecars an der Lidostrasse beim Verkehrshaus LU CH-6000 Luzern www.verkehrshaus.ch 8. bis 10. September 2023 Goodwood Revival - Swiss Edition (CH) Die beiden Locations Motorworld und autobau präsentieren als Premiere gemeinsam das Goodwood Revival – Swiss Edition CH-8310 Kemptthal motorworld.de 10. September 2023 Older Classics (CH) Das grosse Klassikertreffen in der Region Zürich / Winterthur CH-8310 Kemptthal www.olderclassics.ch 10. September 2023 OSMT Zug (CH) 5. OSMT in den Stierenstallungen von Zug CH-6300 Zug www.osmt.ch 17. September 2023 8. Oldtimer Party Zürich (CH) CH-8302 Kloten
www.tcs.ch
23. September 2023 ACS Classic 4. Gempen Memorial (CH) CH-4143 Oberdornach gempen-memorial.ch 23. bis 24. September 2023 Ascona Classic Car Award (CH) Der traditionelle Concours d'Elégance am ganzen Quai von Ascona und im Park des Hotels Castello del Sole, Ascona CH-6612 Ascona www.a-cca.ch
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H E R ZL I C H W I L L KO M M E N A M H A L LW I L E R S E E !
Im Seehotel Beinwil am See und im Rügel Seengen empfangen wir Sie an bester Lage mit Aussicht und Seeluft. Auch dank den vielen Parkplätzen ein idealer Ort für Ihre geplante Gruppenreise! Weitere Informationen unter www.hallwilersee.ag
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Jaguar XK140 Fixed Head Coupé, 1956 6-Zylinder, 3‘400 ccm, 190 PS
Als langjähriger MG-Enthusiast hatte ich irgendwann das Bedürfnis, einen Sportwagen mit etwas mehr Power zu besitzen. Jaguar war nicht nur «very British», sondern auch bekannt für seine herrlichen Doppelnockenwellenmotoren mit viel Drehmoment. Dass sich diese Motoren über mehrere Jahre äusserst erfolgreich in Le Mans bewährt hatten, machte die Marke Jaguar für mich noch attraktiver. Bei Kestenholz in Basel fand ich vor ca. sieben Jahren mein Traumauto, aber zuerst musste noch geklärt werden, ob ich mit meinen über 190 cm in diesem Auto überhaupt Platz habe. Im XK120 hatte ich es bereits versucht, aber das war ein hoffnungsloses Unterfangen. Der XK140 hingegen, in Coupé-Form, passt perfekt. Der Wagen war ursprünglich in Österreich zugelassen und schon bald war ich glücklicher Jaguar-Besitzer geworden. Wir mussten im Sinne einer «rolling restoration» noch einiges am Auto machen. So wurden zum Beispiel der ganze Kabelbaum ersetzt und eine
Teillackierung ausgeführt. Mein Spezialist für englische Autos in Nassenwil baute mir Sicherheitsgurten ein und kümmert sich seit meinem Kauf zuverlässig und sehr professionell um den Wagen. Die erste Fahrt war schon beeindruckend! Die Kraft des Sechzylinders mit seinem herrlich sonoren Sound ist natürlich Welten von meinen MG entfernt und bedurfte etwas Gewöhnung. Der Jaguar hat noch Trommelbremsen und die Lenkung ist natürlich auch nicht servounterstützt. Dazu kommt noch ein unsynchronisierter erster Gang, aber der Motor ist so elastisch, dass man den ersten sowieso selten braucht. Die längste Fahrt mit dem XK140 ging bis dato nach Paris. Auf dem Heimweg hatten wir ein kleines Benzinleck, aber das Problem liess sich realtiv einfach beheben. Anders bei einer Silvretta Rallye, wo der Schlauch zum Öldruckmanometer einen Riss bekam und wir kurzzeitig ausser Gefecht gesetzt wurden. Der bald darauf eingetroffene Pannenhelfer entsann sich seines Nachbarn mit
einer Werkstatt für Hydraulikkomponenten und siehe da: Am selben Tag noch war unser Engel vom Silvretta-Pass an den Bodensee gefahren, hatte dort einen passenden Schlauch gefunden und nach seiner Rückkehr spätabends noch in unserem Auto eingebaut. Am nächsten Tag waren wir wieder fahrbereit. Soll noch einer sagen, in der Oldieszene treffe man keine wunderbaren Menschen! Wir sind Mitglied im SMVC und als nächster Event ist die Teilnahme am Luzerner Concours d’Excéllence geplant. Als ACS Mitglied freut es mich sehr, dass der Club sich wieder vermehrt um Themen rund um Oldtimer kümmert. Es sind einfach coole Leute, welche sich mit klassischen Autos beschäftigen. Ich werde mich altershalber in nicht allzu weiter Zukunft von meinem XK trennen müssen, werde aber bis dahin jede Fahrt noch bewusster wahrnehmen und mit allen Sinnen geniessen.
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HELENES GEDANKEN Sektion Zürich
DIE LUST AM STAU Es war wieder so weit, die Ferien kamen und damit die üblichen Staus am Gotthard. So genau habe ich es nicht verfolgt, aber es waren am Wochenende sicher 15 Kilometer. Dazu kommt noch der Stau vor dem San Bernardino, der einmal von Reichenau bis nach Landquart zurück ging. Man weiss, der Stau ist nicht zu vermeiden, denn die Kapazitäten der Alpentunnels reichen nicht aus für die Menge der Ferienhungrigen, die in den Süden drängen. Schwer zu verstehen ist aber immer noch, dass die meisten Arrangements wie seit eh und je von Samstag bis Samstag dauern. Mehr Flexibilität in diesem Bereich würde dafür sorgen, dass sich der Verkehr besser verteilt. Eine andere Lösung, statt im Stau zu stehen, wäre die Reise so zu gestalten, dass sie einen Teil der Ferien ist, zum Beispiel mit einer Pässefahrt über Grimsel, Nufenen oder via Simplon und durch das Centovalli, da kann man durchaus eine zweitägige Erlebnisreise machen. Ehrlich gesagt, manchmal habe ich das Gefühl, die Menschen brauchen den Stau und suchen ihn. Vielleicht damit sie nach den Ferien am Strand auch noch etwas zum Erzählen haben. Es tönt doch eindrücklich, wenn man sagen kann, die Reise war richtig stressig, wir sind vor dem Gotthard mehr als zwei Stunden gestanden, die Kinder waren quengelig, obwohl sie die neusten Filme hatten und es war richtig heiss. Wahrscheinlich ist es Teil des Ferienerlebnisses. Nicht glücklich mit der Situation sind allerdings die Anwohner der Ferienrouten, denn es ist ja so, dass nicht alle Reisenden das Stauerlebnis suchen und dann von der Autobahn abfahren, um über andere Strassen schneller zu sein. Darum sind ja jeweils die Einfahrten vor dem Gotthardtunnel gesperrt. Nur sind die Anwohner dieser Umgehungsstrecken, vor allem im Urnerland, im Tessin und auch Rheintal bei Bonaduz, natürlich alles andere als glücklich bei solchen Verkehrslawinen. Es werden immer wieder verschiedene Massnahmen getroffen, um solche Umwegsfahrten zu unterbinden was aber meist nicht funktioniert. Nun sind wir wieder bei der jahrelangen Diskussion, ob man den Verkehr mit Kapazitätsbeschränkungen und Mehrkosten reduzieren kann. Am Gotthard wird nun eine zweite Röhre gebaut, damit die bestehende saniert werden kann. Wenn das je geschehen
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ist, sollen, der Verkehr in beiden Röhren einspurig geführt werden, um nicht mehr Kapazität zu schaffen. Nun, was ist besser, ewige Staus oder angepasste Kapazitäten? In der Schweiz ist die Frage genauso wenig zu beantworten wie die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Es ist ja sowieso so, dass die Verkehrspolitik in der Schweiz schwer zu verstehen ist. Das zeigen auch Abstimmungsvorlagen. Wenn sie theoretisch sind, unter dem Mantel Klima-/Umweltschutz, finden sie eine Mehrheit, vor allem dann, wenn man nicht auf den ersten Blick sieht, wie sie sich in der Praxis auswirken. Wenn sie dann in der Praxis umgesetzt werden, wie der Alpenschutzartikel und man es am eigenen Leib erlebt, sieht es ganz anders aus. Die Folgen des Alpenschutzartikels geniessen in der Sommerzeit die Anwohner der Staustrecken. Wenn aber eine Vorlage wie das CO 2 -Gesetz letztes Jahr klar sichtbare finanzielle Folgen hat für den Einzelnen, hat es bereits einen schweren Stand beim Volk. Das hat sich auch bei den Velovorzugsrouten in Zürich gezeigt, viele waren sich nicht bewusst, dass diese auf Kosten der Parkplätze gebaut werden, die Vorlage wurde deutlich angenommen und nun hagelt es bei den Ausschreibungen Einsprachen. Etwas Spannendes fand ich letzthin in einer Schweizer Zeitung. Der Artikel trug den Titel: Links, urban, gebildet und – intolerant. Einer europäischen Studie zufolge akzeptieren Menschen, die sich für besonders offen halten, andere politische Meinungen am wenigsten. Das Resultat von «Polarisierung in Deutschland und Europa – Eine Studie zu gesellschaftlichen Spaltungstendenzen in zehn europäischen Ländern» fällt eindeutig aus: Je gebildeter, reicher, städtischer und linker jemand ist, desto weniger werden Menschen akzeptiert, die ein anderes Weltbild haben. Das bedeutet, dass jene, die sich als offen und tolerant sehen, es eben gerade nicht sind. Diejenigen mit einer konservativen Grundhaltung, die auf dem Land wohnen und über weniger Geld verfügen, sind gegenüber Andersdenkenden, grosszügiger. Die Aussagen zeigen für mich das Bild der Stadt-Land-Situation im Kanton Zürich und in der Schweiz, genau das Bild haben wir immer mehr in der Politik. Sie ist ideologisch geprägt und nicht mehr lösungsorientiert
und kompromissbereit. Gerade in der aktuellen schwierigen Situation wären breit getragene Vorlagen der entscheidende Schritt in die richtige Richtung. Dies sollte man bedenken, auch im Hinblick auf den Herbst und die eidgenössischen Wahlen. Mit staufreien Grüssen Helene
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