Skip to main content

acrevis invest, Ausgabe 03/21

Page 1

invest

03

2021

Ihre Anlageperspektiven

Kreislaufwirtschaft – vom Verbrauch zum Wiedergebrauch

Neue Technologien im Kampf gegen die Verschwendung natürlicher Ressourcen acrevis spektrum®

invest  03 · 2020

1


«

Materialwahl, Weiterverarbeitung, Lebenszyklus – über 80 bis 90 Prozent des Umwelteinflusses eines Produktes werden heute bereits im Designprozess entschieden. Produktlösungen, die Materialien möglichst lange in Stoffkreisläufen zirkulieren lassen, gewinnen an Bedeutung. Ressourceneffizienz wird zur Leitdevise im 21. Jahrhundert. Zitat aus dem Artikel «Slow Design» des Zukunftsinstituts

»


Geschätzte Leserin, geschätzter Leser Der Mensch prägt seine Umwelt, die Spuren des menschlichen Daseins gewinnen weiter an Relevanz. Sichtbar wird dies unter anderem an der zunehmenden Verknappung natürlicher Ressourcen. Über die Gründe scheiden sich die Geister: Liegt es an der wachsenden Erdbevölkerung, an der Ressourcenverschwendung, am Konsum, am technoEine spannende und informative Lektüre wünscht Ihnen Sandro Schibli Bereichsleiter Private Banking

logischen Know-how? Es dürfte wohl eine Kombination vieler Punkte sein. In einer vernetzten Welt, in der lokales Handeln letztendlich auch eine globale Auswirkung haben kann, hilft eine unvoreingenommene Beurteilung der Lage. So verletzlich unser heutiges Wirtschaftssystem angesichts fragiler Lieferketten auch erscheinen mag, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist im Interesse unserer Gesellschaft und auch ein Element zur Sicherung des sozialen Friedens, davon bin ich überzeugt. Die Spannweite einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft reicht vom Umgang mit «Güsel» bis zur effizienten Nutzung seltener Erden – bestehende Rohstoffe, Materialien und Produkte sollen so lange als möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Unsere Abteilung Research & Advisory hat die diesbezüglichen Spuren des menschlichen Daseins fundiert für Sie analysiert. Ich lade Sie gerne zur Spuren- und Lösungssuche ein. invest  03 · 2021

3


Die Welt ent-sorgen Seit der Mensch existiert, dreht sich seine Tätigkeit um die Beschaffung von Ressourcen. Am Anfang standen Grundbedürfnisse wie Nahrung und Bekleidung. Später kamen Güter dazu, die die täglichen Bedürfnisse überstiegen. Mit dem zunehmenden Rohstoffheisshunger bereitet uns die Kehrseite der Medaille jedoch zusehends Sorgen: Was passiert mit einem Produkt am Ende seines Lebenszyklus? Darf es künftig gar kein Ende mehr geben? Und wie stellen wir die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen auch in Zukunft sicher? Dank, aber auch wegen des technologischen Fortschritts rückt zunehmend ein Paradigmenwechsel ins Rampenlicht – weg von der linearen Wirtschaft, hin zur Kreislaufwirtschaft. Lesen Sie unsere Analyse über deren Stellenwert, die Erörterung der Frage, wohin die Reise noch gehen wird, sowie deren Bedeutung für Anlegerinnen und Anleger.

von Luca Studer Die guten alten Zeiten? Grossvaters Rapid-Einachser mit vollbeladenem Triebachsanhänger knatterte auf dem Feldweg entlang des Sitter-Flusses. Sein Ziel stets vor Augen bog er bei der Verzweigung in der Au links Richtung Waldstück der Gemeinde ab. Das schwere Gefährt hielt an der breiten Stelle des geraden Waldweges. Grossvater stieg von seinem Sitz und schleppte die ausgediente Ware Stück für Stück zum frisch ausgehobenen Waldloch. Ein Objekt nach dem anderen prallte scheppernd auf den stattlichen Abfallhaufen, bis die Mulde randvoll war. Dann nahm Grossvater seine Schaufel und deckte den Rest mit der Aushuberde zu, bis nur noch die frisch-modrige Walderde erahnen liess, dass darunter soeben Überbleibsel aus der Gesellschaft ihre letzte Bestimmung gefunden hatten. Nun, da die Aufgabe erledigt war, tuckerte Grossvater – ein altes Wanderlied pfeifend – wieder Richtung Hof zurück. Das war’s! So ging «Ent-Sorgung» teilweise noch bis zum Anfang dieses Jahrhunderts.

«invest»-Ausgabe. Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Abfallwirtschaft und die Wiederverwendung von Rohstoffen, kombiniert mit ausgearbeiteten Umsetzungsideen für Anlegerinnen und Anleger.

Wie gehen wir heute mit ausgedienten Ressourcen um? Wie handhaben wir die wachsende Abfallmenge und wie könnten Unternehmen und andere Protagonisten den Paradigmenwechsel hin zu vermehrter Kreislaufwirtschaft gestalten? Gibt es bereits Beispiele von umgestalteten Geschäftsmodellen? Wieso der Kreislaufgedanke bereits bei der Entstehung eines Produkts beginnt und welche neuen Technologien uns heute zur Verfügung stehen, erfahren Sie in dieser

Im 16. Jahrhundert entwickelte sich dann ein Gewerbe, das die Strassenreinigung und Abfallentsorgung gegen Bezahlung übernahm. Dies war in etlichen Städten des 16. Jahrhunderts die Geburtsstunde der ersten geordneten Müllabfuhr. Die eingesammelten Abfälle wurden zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Bauern, die zum Verkauf ihrer Erzeugnisse in die Stadt kamen, waren verpflichtet, von dort ein Fuder Unrat mitzunehmen und aus der Stadt zu führen.

¹  Plunder: [alte] als wertlos, unnütz betrachtete Gegenstände, Sachen (Duden)

4

invest  03 · 2021

Ein Blick in die Vergangenheit Im Mittelalter gab es keine Kehrichtabfuhr. Der Abfall wurde einfach aus dem Fenster gekippt. Aus hygienischer Sicht natürlich problematisch, aus umwelttechnischer Sicht hingegen weniger: Der meiste Plunder ¹, der aus dem Fenster flog, war organisch – Gemüsereste, Fäkalien oder abgenagte Knochen. Im Mittelalter war es eine allgemein verbreitete Art der Abfallbeseitigung, Bäche oder Flüsse in offenen Gräben durch die Städte zu leiten. Bekannt sind etwa die seit dem 12. Jahrhundert ständig durch die Strassen flutenden Wasserrinnen der Stadt Freiburg im Breisgau, die ja auch heute noch – wenn auch nur als «Bächle» – in Betrieb sind.


Was steckt in unseren Abfallsäcken? Zurück in die Gegenwart: Heute sieht die Zusammensetzung unseres Abfalls aufgrund des technologischen Fortschritts natürlich etwas anders aus. Werfen wir einen Blick auf den Schweizer Ressourcenverbrauch und auch einen diskreten Blick in die Recyclingtonne eines durchschnittlichen Schweizer Haushalts. 2017 lag die entsorgte Menge an Siedlungsabfall bei 703 kg pro Kopf und Jahr, Tendenz zunehmend. 1995 waren es noch rund 600 Kilogramm. Der untersuchte Siedlungsabfall besteht zu einem grossen Teil aus Abfall, der von Haushalten erzeugt wird. Ebenfalls umfasst er Abfälle aus kleineren Unternehmen, Büros, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen mit weniger als 250 Vollzeitstellen. Die Zusammensetzung

ihrer Abfälle betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse ist mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar. Weltmeisterlich In der letzten Abfallstudie des Bundesamts für Umwelt wird die Schweizer Bevölkerung grundsätzlich gelobt, denn «80 Prozent des Kehrichts in der Schweiz sind stofflich nicht verwertbar und gehören tatsächlich in den Abfall». Von den insgesamt 703 kg Abfall pro Kopf und Jahr werden 369 kg (52 %) separat gesammelt und recycelt, die restlichen 334 kg wandern in den erwähnten Abfallsack. Sind wir also weltmeisterlich? Ja und ja! In der weltweiten Abfallstatistik von 2019 verursachten wir am sechstmeisten Abfall pro Kopf nach den USA, Dänemark, Neuseeland, Kanada und Norwegen.

Grafik 2: Immer mehr Abfall bei steigender Recyclingquote

800 700 in Kilogramm pro Person /Jahr

Erst im 19. Jahrhundert gelang es, das Abfallproblem in geordnete Bahnen zu lenken – initiiert durch die über Europa hereinbrechende Cholera und die Erkenntnis, dass Bakterien Krankheiten übertragen. Häusliche, nicht verwertbare Abfälle landeten bis Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend direkt in Gruben. Allerdings stiessen die grösseren Städte ab 1890 auf erhebliche Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Müllabladeplätzen. Einzelne Städte gingen deshalb dazu über, Kehrichthügel oder Kehrichtmulden anzulegen. Die Wende hin zur Abfallverbrennung setzte um 1892 ein, als am Beispiel der Stadt Hamburg erneut die Cholera-Epidemie einen Paradigmenwechsel brachte: Die Bauern der Umgebung verweigerten aus Angst vor Ansteckungen die weitere Annahme des Hamburger Unrats. Dem Senat blieb kein anderer Ausweg, als den Müll zu verbrennen. Den Bau einer entsprechenden Anlage übertrug man einem englischen Unternehmen, das bereits erste Erfahrungen mit dieser Technologie gesammelt hatte. Dies war die Geburtsstunde der modernen Kehrichtverbrennungsanlage (KVA).

600 500 400 300 200 100 0 1970

1976

1982

1988

1994

2000

2006

2012

2018

Separat gesammelte Siedlungsabfälle pro Person Verbrannte Siedlungsabfälle pro Person Quellen : KVA, Recyclingverbände

Grafik 1: Kehricht- und Recyclinganteil in der Schweiz pro Kopf und Jahr

Diverse Rohstoffe • Batterien 0.3 kg • Aluminium 1.3 kg • Weissblech 1.5 kg • PET 4.4 kg Textilien 6.3 kg Elektrik 14.4 kg Altglas 40.4 kg Altpapier 148 kg Biogene Abfälle 152.5 kg

Quellen : Eurostat, Bundesamt für Umwelt

invest  03 · 2021

5


Verschiedene Statistiken zeigen deutlich: Je höher das Wohlstandsniveau eines Landes, desto höher die Abfallmenge pro Kopf. Und wie sieht unsere Bilanz beim Recycling aus? Auch hier sind wir weltmeisterlich: Obwohl Vergleiche zwischen einzelnen Ländern aufgrund unterschiedlicher Messmethoden schwierig sind, kann die Schweiz als füh­rende Recyclingnation bezeichnet werden. Unter den 28 Ländern Europas schneiden wir bei der Recyclingquote fast überall überdurchschnittlich ab. Unser Recyclingsystem kennt zudem beispielsweise bei Getränkeverpackungen keine generelle und aufwendige Pfandabwicklung wie in Deutschland. Eine über den Produktpreis mitbezahlte Recyclinggebühr finanziert die Sammelsysteme in der Schweiz. Nur unterhalb einer Verwertungsquote von 75 % droht eine Pfandpflicht.

Europäische Parlament hat die neue Regelung nach zähen Verhandlungsrunden Ende 2017 ratifiziert.

Die Europäische Kommission hat Ende 2015 ein überarbeitetes Paket zur Förderung der Kreislaufwirtschaft vorgelegt, darunter das sogenannte Abfallpaket, bestehend aus vier Gesetzgebungsvorschlägen. Darin geht es um Umweltprobleme mit grenzüberschreitenden Auswirkungen. Dazu gehören die Auswirkungen einer inadäquaten Abfallbewirtschaftung auf Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung und Vermüllung, nicht zuletzt der Meeresumwelt. Die Vorschriften stellen sicher, dass in Abfällen enthaltene Wertstoffe sinnvoll wiederverwendet und recycelt werden und in die europäische Wirtschaft zurückfliessen, und helfen damit beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig sollen sie die Abhängigkeit der EU von Rohstoffimporten verringern, indem die natürlichen Ressourcen umsichtig, effizient und vernünftig genutzt werden. Das

Bis dato basierte unser Wirtschaftsmodell auf der linearen Welt und den vier Stufen: fördern von Rohstoffen, produzieren, konsumieren, entsorgen. Nach dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft soll künftig ein möglichst vollwertiger Kreislauf entstehen, welcher bereits ganz am Anfang bei der Produktgestaltung zu Ende gedacht werden soll: Nach der Produktion folgt der Konsum. Über den Einbezug des Einzelhandels werden die Sammlung und das Recycling ausgedienter Produkte angestrebt, wo der Kreislauf dann wieder seinen Anfang nimmt. Dabei wird eine möglichst vollwertige Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe angestrebt.

Ein TEDx-Talk ¹ für die Kreislaufwirtschaft Cillian Lohan, CEO der irischen Nichtregierungsorganisation The Green Economy Foundation ², brachte 2018 ³ die grösste Herausforderung bezüglich Kreislaufwirtschaft auf den Punkt: Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft sei ein Paradigmenwechsel, der grundlegende Änderungen erfordere. Und zwar sowohl in Bezug auf die Art und Weise, wie wir Materialien, Design und Verwendung von Produkten angehen, als auch im Hinblick auf die Gestaltung von Geschäftsmodellen zur Generierung von Einnahmen. Seine Kernaussage: «Wir müssen umdenken. Weg von einer linearen Welt, hin zu einer kreislaufgeprägten Welt.»

Als Alternative zum linearen Wirtschaftsmodell zeichnet sich die Kreislaufwirtschaft durch die drei folgenden Hauptprinzipien aus:

Grafik 3: Vom linearen Modell zum Kreislaufmodell

Konsum Entsorgung

1713

1990er

2012

Kreislaufwirtschaft

2021

Frühstadium

1976 Ein Forschungsbericht für die EU-Kommission stellt die Idee einer Wirtschaft als Schlaufe vor.

ign Des

Rohmaterial

1989

2008

2015

David Pearce und Richmond Turner sprechen zum ersten Mal über das Thema der «Kreislaufwirtschaft».

China reguliert die Strategie einer Kreislaufwirtschaft mittels eines Gesetzes.

Die EU-Kommission legt den Handlungsplan für die Kreislaufwirtschaft vor.

Sa

um

Produktion

Die Ellen-MacArthurStiftung veröffentlicht den ersten Bericht zum Thema Kreislaufwirtschaft.

l nde Ha

Förderung

Das Cradle-to-CradleDesignkonzept wird von Michael Braungart, William McDonough und weiteren Wissenschaftlern der EPEA in Hamburg entwickelt.

mm

ns

Rohmaterial

Hauptmann Hans Carl von Carlowitz führt Begriff «Nachhaltigkeit» ein, um verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung zu beschreiben, sodass eine nachhaltige Produktion gewährleistet werden kann.

Recycling

Lineare Wirtschaft

lung

Ko

Quellen : End of Waste Foundation / P wC-Whitepaper «The Road to Circularity»

¹ TED: ursprünglich eine alljährliche Innovationskonferenz in Monterey, Kalifornien – ist vor allem bekannt durch die TED-Talks-Website, auf der die besten Vorträge als Videos kostenlos ins Netz gestellt werden. TEDx wurde im Geiste der TED-Mission, «Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden», ins Leben gerufen. Ein TEDx-Talk ist ein Schaufenster für Redner, die in weniger als 18 Minuten, grossartige Ideen präsentieren. ² Die Green Economy Foundation ist eine Umwelt-Nichtregierungsorganisation (ENGO), die 2002 aus einer Gruppe, die sich mit Forstwirtschaft beschäftigte, gegründet wurde. Heute fördert die Stiftung den Wechsel zu nachhaltigen und ressourceneffizienten Geschäftsmodellen im Sinne einer grünen Wirtschaft. ³ TEDx-Talk der Sekundarstufe der Europäischen Schule Brüssel 3, 7. Februar 2018.

6

invest  03 · 2021


1. Intelligente Produktherstellung («Reduce») Energie, Materialien und Ressourcen effizient einsetzen, Abfall und Verschmutzung vermeiden, den Einsatz von neuen und nicht erneuerbaren Ressourcen minimieren 2. Verlängerte Lebensdauer («Re-Use») Produkte und ihre Teile über einen längeren Zeitraum mit höchstem Wert erhalten, ihnen so viele «Leben» wie möglich zu geben und ihre Nutzung nicht nur während ihres ersten Lebenszyklus, sondern auch während der nachfolgenden Le­benszyklen optimieren 3. Nützliche Verwendung von Abfällen («Recycle» und «Recover») Materialien, die als Abfall angesehen werden, durch Regenerierung natürlicher Ressourcen und Wiederherstellung endlicher Materialien erneut oder mehrfach verwenden Zauberformel «4R» Zahlreiche Studien fassen die Hauptidee der Kreislaufwirtschaft in sogenannte «R»-Rahmenwerke zusammen. Dabei ist das «4R»-Rahmenwerk am verbreitetsten. Was bedeutet die Kaskadenanordnung in dieser umgekehrten Pyramide? Die bedeutendste der vier Stufen ist die erste Stufe «Reduce», also «reduzieren». Sie zeigt die breiteste Stelle des Trichters, da sie die mengenmässig effektivste und zugleich prioritär zu behandelnde Stufe ist. Alle anderen ­S tufen sind nachgelagert: Kann der Ressourcenverbrauch

favorisierte Option

Grafik 4: umgekehrte «4R»-Pyramide

«Reduce» Vermeidung von Abfall «Re-Use» mehrfache Verwendung von Materialien oder Gegenständen «Recycle» Herstellung neuer Produkte aus altem Material «Recover» Ressourcen (Strom, Wärme, Kompost)

am wenigsten bevorzugte Option

Entsorgung

noch vor dem eigentlichen Konsum oder durch weniger Konsum reduziert werden, stellen sich auf den nachfolgenden Ebenen gar keine Fragen mehr. Die zweite Stufe «Re-Use» steht für «wiederverwenden», was mehrere Subkategorien beschreibt wie beispielsweise «wiederbefüllen», «wiederver­ wenden» in Form eines anderen Verwendungszwecks oder «reparieren». Auf Stufe «Recycle» ist das erklärte Ziel, Mate­ rialien zu verarbeiten, um entweder gleichwertige (also hoch­wertige) oder niedrigere (minderwertige) Materialqualität zu erhalten. Beim «Recover» schliesslich können die Abfälle in Ressourcen wie Strom, Wärme, Kompost oder Kraftstoffe umgewandelt werden. In der Schweiz passiert dies beispielsweise bei der Kehrichtverbrennung zur Fernwärmeerzeugung. Treiber der Veränderung Keine Veränderung ohne Antrieb. Der laufende Umbau zur Kreislaufwirtschaft fusst auf verschiedenen Treibern – kurz- und mittelfristige, aber auch solche langfristiger Natur. Betrachten wir die wichtigsten Kräfte: I. Ressourcenknappheit Verantwortungsvolle Unternehmen sind sich der Endlichkeit vieler natürlicher Ressourcen zunehmend bewusst. Die Kreislaufwirtschaft kann den Einsatz knapper Ressourcen effektiver gestalten und die Wertschöpfungskette von Unternehmen dadurch widerstandsfähiger machen. Zudem können seltene und wertvolle Materialien wie zum Beispiel kritische Rohstoffe ⁴ in der eigenen Umgebung zurückgewonnen werden. Häufig wird in diesem Zusammenhang von «Urban Mining»⁵ gesprochen.   II. Wünsche der Verbraucherinnen / Verbraucher Konsumentinnen und Konsumenten belohnen immer häufiger Unternehmen, die in ihren Geschäftsmodellen auf Nachhaltigkeit setzen – und sie bestrafen diejenigen, die das nicht tun. Sie bevorzugen nachhaltige Marken und beziehen «grüne» Erwägungen verstärkt in ihre Kaufentscheidungen ein. RepairCafés, der Aufschwung von Secondhand-Modeläden, Sharing-Economy-Modelle, die wachsende Beliebtheit veganer Ernährung und so weiter zeugen von dieser strukturellen Veränderung. III. Stärkeres Bewusstsein für nachhaltigere Lieferketten Die Globalisierung hat es Unternehmen ermöglicht, ihre Produktionsprozesse an externe Lieferanten auszulagern und ihre Produktionsstätten zu verlegen. Dies hat dazu geführt, dass Lieferketten heutzutage anfälliger für Unsicherheiten geworden sind, was mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie letztes Jahr augenscheinlich wurde. Zudem stossen Unternehmen immer häufiger auf soziale oder ökologische Herausforderungen in ihren global verstrickten Lieferketten. Ein neuer Trend zur «Glokalisierung» ⁶ hat eingesetzt. In Deutschland wurde Mitte Jahr sogar ein neues Lieferketten-

⁴ Definition gemäss der Europäischen Kommission: Rohstoffe werden als kritisch bezeichnet, wenn das mit ihnen verbundene hohe Versorgungsrisiko in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass sich die weltweite Produktion zum grossen Teil in wenigen Ländern konzentriert. In vielen Fällen kommt noch hinzu, dass sich der Rohstoff nur schwer ersetzen lässt und seine Recyclingquote gering ist. ⁵ Beim Urban Mining geht es grundsätzlich darum, Rohstoffe, die sich bereits in unserer Umwelt, in den Städten oder alltäglichen Produkten befinden, im Wertstoffkreislauf zu halten. Bereits einmal gewonnene Rohstoffe erhalten also eine grössere Wertschätzung. ⁶  Die Glokalisierung ist ein sogenanntes Kofferwort und bildet sich aus den zwei Begriffen Lokalisierung und Globalisierung. Erschaffen wurde es vom Soziologen Roland Robertson. Beide Begriffe stehen dabei nicht im Gegensatz zueinander, sondern laut Theorie im Gleichgewicht.

invest  03 · 2021

7


gesetz in Kraft gesetzt, das die Sorgfaltspflicht grösserer Unternehmen bezüglich Einhaltung der Menschenrechte in ihrer Lieferkette regelt. IV. Politische Programme Europa: Einer der Hauptbausteine des «EU Green Deal» ¹ ist der neue Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft. Er kündigt Initiativen entlang des gesamten Lebenszyklus von Produkten an. Ziel ist es, bereits beim Produktedesign anzusetzen, Kreislaufwirtschaftsprozesse zu fördern und Abfall möglichst zu vermeiden sowie verwendete Ressourcen so lange wie möglich im Wirtschaftssystem zu erhalten. USA: Bidens Wahlversprechen war unter anderem eine verstärkte Klimapolitik. Nebst dem Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen beinhaltet sein Programm einen «Green New Deal», also ein Massnahmenpaket mit dem Ziel, einen ökologischen Wandel herbeizuführen. Dabei sollen unter anderem mehrere Billionen Dollar in die marode US-Infrastruktur und in Projekte zur Erforschung und Innovation erneuerbarer Energien gesteckt werden. V. Staatliche Regulierungen Chinas politische Operation «Nationales Schwert», die im Januar 2018 in Kraft trat, verbot die Einfuhr der meisten Kunststoffe und anderer Materialien, die für die Recyclingbetriebe des Landes bestimmt waren. Zuvor wurde in China während mehr als zwei Jahrzehnten rund die Hälfte der recycelbaren Abfälle der Welt verarbeitet. In dieselbe Kategorie fällt das Einwegplastikverbot, das am 3. Juli 2021 im EURaum in Kraft getreten ist: Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik, Trinkhalme, Rührstäbchen und weitere Plastik-Einwegprodukte dürfen EU-weit nicht mehr produziert werden. VI. Digitalisierung / Technologie Die Digitalisierung ist ein wichtiger Katalysator für die Kreislaufwirtschaft, denn neue Technologien eröffnen neue Wege, um zentrale Strategien umzusetzen. Dabei helfen Effizienzgewinne, Kostensenkungen durch Automatisierung, optimierte Produktion durch Simulationen und zahlreiche weitere Technologien.   Die Zeit ist reif Aufgrund der Vielfältigkeit der Treiber wird schnell klar, dass die Zeit reif ist für den Wandel. Die von Adam Smith propagierte «unsichtbare Hand» übt dabei ebenso sanft Druck aus wie Väterchen Staat. Zusätzlich weht auch der Zeitgeist klar in Richtung Veränderung. Ein Patentrezept existiert jedoch nicht – der Wandel wird vielmehr von verschiedensten Seiten angegangen werden. Aus Konsumentensicht stellt sich die Frage des ungebremsten Konsums. Aus politischer Sicht kommen vermehrt Anreize und Förderungen ins Spiel, einhergehend mit der Tendenz zu mehr Staatseingriffen spätestens seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Aus Produzentensicht steht die Optimierung der Abläufe und Prozesse bis hin zum kompletten Umbau des Geschäftsmodells im Fokus.

Technologische Lösungen

Künstliche Intelligenz (KI)

Internet der Dinge (IoT)

Software-Algorithmen auto­ matisieren komplexe Entschei­ dungsfindungsaufgaben, um menschliche Denkprozesse und Sinne zu imitieren

Ökosystem aus Sensoren, eingebetteten Computern und intelligenten Geräten, die miteinander kommunizieren

Additive Fertigung/ 3D-Druck

Robotik

Herstellung von 3D-Objekten auf Grundlage digitaler Modelle durch «Drucken» aufeinanderfolgender Materialschichten

Maschinen mit verbesserter Sensorik, Steuerung und Intelligenz zur Automatisierung, Ergänzung oder Unterstützung menschlicher Tätigkeiten

Blockchain

Drohnen

Dezentrale Datenbank mit Software-Algorithmen zur zuverlässigen und anonymen Aufzeichnung/Bestätigung von Transaktionen

Unbemannte Luftfahrzeuge

Virtual Reality (VR)

Augmented Reality (AR)

Vollständiges Eintauchen in eine computergenerierte Welt

Computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung

Technologische Lösungen stehen bereit Betrachten wir anhand des letztgenannten Treibers (VI.) die Opportunitäten, die sich mit dem technologischen Fortschritt eröffnen (blaue Box).

Technologische Lösungen stellen einen wichtigen Pfeiler im Umbau zur Kreislaufwirtschaft dar. Wichtig ist aber, dass die Entwicklung digitaler Technologien nicht auf Kosten anderer Nachhaltigkeitsziele wie der Reduktion von Treibhausgasemissionen oder der Qualität der Arbeitsplätze erfolgt. Genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger ist die oft zitierte Umgestaltung des Geschäftsmodells. Doch was heisst das konkret?

¹  D er «Europäische Green Deal» als Konzept wurde am 11. Dezember 2019 durch die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen vorgestellt, mit dem Ziel, bis 2050 in der EU die Nettoemissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren und somit als erster Kontinent klimaneutral zu werden.

8

invest  03· 2021


Grafik 5: Acht wichtige Technologien als Stütze zur Umsetzung von Kreislaufstrategien

«Reduce»

Zirkuläre Materialien

Vorrang für erneuerbare Materialien

Nachhaltiges Produktedesign

«Re-Use»

Produkt als Dienstleistung (PaaS)

Maximierung der Material- & Produktnutzung

*

Ressourceneffizienz

«Sharing Economy» Nutzungsoptimierung / Wartung Wiederverwendung / W iedervertrieb

«Recycle» & «Recover»

Verwertung von Nebenprodukten und Abfällen

Aufarbeitung / W iederaufbereitung

**

Industrielle Ökosysteme & Produktionsrecycling Endprodukt-Recycling

Quellen : PwC-Whitepaper «The Road to Circularity»

Additive Fertigung / 3D-Druck*

Internet der Dinge (IoT)**

Additive Fertigung / 3D-Druck kann dazu beitragen, sowohl nachhaltiges Produktedesign als auch die Langlebigkeit eines Produkts zu verbessern und gleichzeitig die Menge der benötigten Ressourcen zu minimieren.

In der Industrie ermöglicht das Internet der Dinge (IoT) den Herstellern, die Leistung von Bauteilen zu kontrollieren und zu analysieren sowie Daten zu sammeln, um die Produktivität zu steigern. Es unterstützt die Wiederaufbereitung und ermöglicht die Rückgewinnung von Rohstoffen.

Anwendungsbeispiel: Feetz zum Beispiel ist ein Unternehmen, das massgeschneiderte 3D-gedruckte Schuhe anbietet, die ohne Wasser ­hergestellt werden und aus rezyklierten Materialien bestehen, die wiederum rezyklierbar sind. Wenn ein Kunde die Schuhe nicht mehr tragen möchte, schickt er sie an Feetz zurück. Das Material wird dann rezykliert, um ein neues Paar 3D-gedruckte Schuhe herzustellen.

Anwendungsbeispiel: IoT kann auch als Grundlage für Sharing-Economy-Platt­ formen oder für Product-as-a-Service-Modelle (PaaS) dienen. Renault zum Beispiel verkaufte seine Elektroautos bisher bei gewissen Modellen ohne Batterien. Stattdessen leasen die Käufer die Batterie und zahlen eine monatliche Gebühr auf Grundlage ihres Verbrauchs. Sensoren senden Informationen über den Zustand der Batterie an den Her­ steller. Kann die Batterie nicht mehr im Auto verwendet werden, wird sie als stationärer Speicher für erneuerbare Energien genutzt, statt sie als Abfall zu entsorgen.

invest  03 · 2021

9


Die Wirtschaft von morgen In der kürzlich publizierten Broschüre der Initiative Circular Economy Transition ¹ (CET) werden die vier elementaren Pfeiler der Kreislaufwirtschaft vorgestellt: Prinzipien, Aktivitäten, Geschäftsmodelle und eine neue Denkweise sollen Unternehmen bei der Erstellung von Roadmaps helfen. Unter Prinzipien werden neun wichtige Punkte erwähnt, die erfüllt werden müssen, damit Kreislaufwirtschaft realisierbar wird: • Verwendung von Substanzen, die für Mensch und Umwelt nicht toxisch sind – Entwicklung sicherer Materialien und Produkte • Auswahl von zirkulären Materialien • Mehrfachnutzung von Materialien • Logistische Rücknahmesysteme, die Materialien und Produkte sammeln und wiedergewinnen («End-of-Life-Management») • Modularer Aufbau und einfache Zerlegung • Langlebigkeit, Wartungs- und Reparaturfähigkeit • Energieeffizienz und erneuerbare Energien (Betrieb, Produktion) • Management von Umweltauswirkungen (Minimierung) • Soziale Gerechtigkeit (auch auf gesellschaftliche Bedürfnisse eingehen) Die Initiative beschreibt unter Aktivitäten alle Massnahmen, die darauf abzielen, den Wert und die Nützlichkeit von Infrastruktur, Gebäuden, Ausrüstung, Fahrzeugen, Gütern und anderen hergestellten Gegenständen und deren Komponenten durch Wiederverwendung, Reparatur und Wieder­ aufarbeitung auf höchstem Niveau zu erhalten: («Reduce» und «Re-Use»). Unter «Recycle» fallen alle Technologienund Massnahmen zur Rückgewinnung von Atomen und ­Molekülen auf höchstmöglichem Qualitätsniveau (Reinheit und Wert). Und «Recover» bezieht sich auf die Restnutzung von Abfällen zur Erzeugung neuer Ressourcen wie Strom etc. Die Umsetzung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft erfordert neue Geschäftsmodelle und setzt tiefgreifende ­ Veränderungen voraus, wie Güter oder Dienstleistungen entworfen, produziert und vermarktet werden. Sie sind Teil des Übergangs weg von einer linearwirtschaftlichen Logik, die auf die Maximierung der Produktion und des Konsums von Produkten abzielt, hin zu einer kreislaufwirtschaftlichen Logik, die darauf abzielt, so lange wie möglich die höchstmöglichen Nutzungswerte zu schaffen – bei gleichzeitiger Minimierung des Ressourcen- und Ener­gie­verbrauchs. Anstatt das Eigentum am Produkt auf die Verbraucher zu übertragen, bleibt der Produzent der Eigentümer. Dies ermöglicht es dem Hersteller, den ver­blei­benden Wert des Produkts nach dessen erster Nutzung zu erhalten und dieses für eine erneute Nutzung aufzubereiten.

Brauerei Locher, Appenzell «Ressourcen – rondom gnotzt»

Am Fusse des Alpsteins im Appenzellerland braut die Familie Locher mit frischem Quellwasser seit 1886 das Appenzeller Bier. Das Familienunternehmen hat sich zu einer innovativen, emissionsarmen und energieeffizienten Produktion verpflichtet. Die Brauereiabfälle werden in Kreislaufwirtschaft für neue Produkte verwendet. Die hauseigenen «tschipps» oder die Kabier-Produkte vom Bauernhof der Familie Dähler und ganz aktuell die delikaten Brauerei-Pizzas mit dem kräftigen Treberteig zeigen auf eindrückliche Weise, dass Nebenprodukte aus dem Brauprozess zu hochwertigen Nahrungsmitteln weiterverarbeitet werden können. Der Einsatz der neuen betriebseigenen Biogasanlage deckt etwa 15 % des Energiebedarfs. Aktuell in Entwicklung ist die Weiterverwendung von Treber für die Herstellung von Apéro-Kringeln, vitaminreiche Hefe und flüssige mit Nährstoffen angereicherte Nebenprodukte aus dem Sudhaus zur Aufzucht von Fischen ohne Antibiotika. Weiter ist angedacht, den Biertreber als Nährboden für die Aufzucht von Pilzen zu verwenden.

Themen der nachhaltigen Entwicklung wie Gesundheit, Ernährung, Natur und soziale Bindungen werden für viele Menschen immer wichtiger. Es setzt gewissermassen eine neue Denkweise ein. Dieser Lernprozess kann die Kreislaufwirtschaft fördern, sofern gesünderen Verhaltensweisen und Lebensstilen, die auf dem Gedanken der Suffizienz (Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch) basieren, eine wirtschaftliche Perspektive geboten wird. Die Kreislaufwirtschaft zeigt, dass der Qualitätsgedanke demjenigen der Quantität vorgeht. Von der Ökonomie des Wachstums zur Ökonomie der Reife Laut der Trendstudie «Geld-Gehirn» des Zukunftsinstituts muss bis 2050 mit Wachstumsraten der Weltwirtschaft

¹  Die Circular Economy Transition (CET) ist eine Pionierinitiative zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz. Die Initiative ist ein Kollaborationsprojekt von Impact Hub Switzerland und sanu durabilitas – mit der Unterstützung der MAVA-Stiftung. Damit der Übergang von der Linear- zur Kreislaufwirtschaft gelingen kann, engagiert sich Circular Economy Transition in verschiedenen Tätigkeitsfeldern.

10

invest  03 · 2021


unter einem Prozent gerechnet werden. Das entspricht zwar noch nicht einem Nullwachstum, doch sind wir auf dem Weg in eine «Post-Wachstumsgesellschaft». Europa wird in den kommenden 20 Jahren mit weiter zurückgehenden

InnoRecycling AG, Eschlikon «Weniger als 20 % Kunststoff-Recycling in der Schweiz – das können wir doch besser!»

Die beiden Schwesterunternehmen InnoRecycling AG und InnoPlastics AG sind in der Schweiz führend im Bereich Kunststoffentsorgung und -recycling. Der Re­cyclingspezialist aus dem Thurgau machte sich bereits früh einen Namen als Pionier im Kunststoff-Recycling. Ökologische und ökonomische Aspekte werden heute immer bedeutender und machen Kunststoff­ recycling letztlich unumgänglich. Dieser Gedanke liegt der Initiative «Bring Plastic back» mit dem schweiz­weiten Sammelsack der InnoRecyling AG zugrunde. Das Sammelsystem ist mit über 400 teil­nehmenden Gemeinden in 17 Kantonen das grösste einheitliche Sammelsystem der Schweiz. Weitere Partnersysteme sind der in der Ostschweiz verbreitete KUH-BAG und der Pilotversuch mit der Genossenschaft Migros Luzern zur Plastiksammlung in der Zentralschweiz. Bei erfolgreicher Testphase prüft die Migros eine Ausweitung der Plastiksammlung auf weitere Regionen in der Schweiz. Das gesammelte Plastik wird durch die InnoRecycling AG über­ nommen. Anschliessend rezykliert InnoPlastics das sortierte Material und produziert Regranulate. Aus dem recycelten Plastik sollen künftig neue Ver­pa­ckungen für Produkte der Migros entstehen.

Wachstumsraten konfrontiert sein, die Wirtschaft wird stagnieren. Die aktuelle Form des Wirtschaftens beruht auf dem Verständnis von Knappheiten: Weil Waren, Geld oder Zeit nur in einem endlichen Rahmen verfügbar sind, wird die Kreativität und Anpassungsleistung des Menschen gefordert. Wer also künftig erfolgreich sein will, muss unabhängiger werden vom Wachstum. Ein Umdenken des Wirtschaftens bedeutet jedoch nicht, dass kein Wachstum stattfindet, sondern ein langsames Wachstum respektive ein Rückgang der Bedeutung von Wachstum. In der Ökonomie der Reife kommt es auf Langlebigkeit und ökologisches Bewusstsein an. Demnach seien Trends für eine Wirtschaft ohne Wachstum unter anderem «Sharing Economy» (Wirtschaft des Teilens), «Mindfulness» (erhöhtes Konsumentenbewusstsein), das Prinzip «Cradle-to-Cradle» (von der Wiege zur Wiege, also Denken und Wirtschaften in Kreisläufen) sowie die bereits erwähnten Prämissen «Re-Use», «Reduce», «Recycle», welche für die verlängerte Nutzung von Produkten stehen. Das Ende der Geschichte im Heute Grossvaters Rapid-Einachser mit vollbeladenem Triebachsanhänger knattert auf dem Feldweg entlang des Sitter-Flusses. Sein Ziel stets vor Augen biegt er bei der Verzweigung in der Au rechts Richtung Entsorgungshof der Gemeinde ab – das wertvolle Gut soll schliesslich eine möglichst sinnvolle Wiederverwendung finden. Der Mitarbeiter des Entsorgungshofs weist ihm die richtige Abladestelle zu. Nachdem der Anhänger geleert wurde, tuckert Grossvater – ein altes Wanderlied pfeifend – wieder Richtung Hof zurück. Das war’s! So geht «Ent-Sorgung» heute. Die Zeiten haben sich geändert, was bleibt, ist der steigende Ressourcenbedarf. Wird es uns gelingen, die endlichen Ressourcen möglichst optimal im Kreislauf zu halten? Wie Anlegerinnen und Anleger an dieser Entwicklung partizipieren können Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft, den die Wirtschaft und Gesellschaft jetzt vollziehen müssen, wird von Innovationen getrieben sein und enorme Investitionen auslösen. Wir sind überzeugt, dass sich für Anlegerinnen und Anleger dadurch interessante Perspektiven eröffnen. Welche Unternehmen den Transformationsprozess mitprägen und mit welchem ausgewählten Fondsgefäss Sie am zukunftsträchtigen Transformationsprozess partizipieren können, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Wer ist Nik? «Um auch unseren Kindern und Kindeskindern ein würdevolles Leben zu ermöglichen, ist eine grundlegende Veränderung in unserem Wirtschaften unausweichlich.» Mit diesen unmissverständlichen Worten werden Besucherinnen und Besucher auf der Website des «Do-Thanks» und Projektlabors «Who is Nik.» begrüsst. Welche Projekte bereits in Angriff genommen wurden und wie das Projektlabor-Team gemeinsam mit seinen Kundinnen und Kunden Strategien zur Umsetzung von Kreislaufwirtschaft angeht, erfahren Sie online.

invest  03 · 2021

11


Umsetzungsideen Selektiert nach den Kriterien der bewährten acrevis spektrum-Methodik stellen wir Ihnen nachfolgend verschiedene Umsetzungsideen zum Thema vor. Es handelt sich um auserwählte Unternehmen, die mit ihrer Tätigkeit entweder direkt zu vermehrter Kreislaufwirtschaft beitragen oder ihr Geschäftsmodell nachhaltig auf Kreislaufwirtschaft umgebaut haben. Ergänzt wird die Auswahl durch eine Kollektivanlage, mit der das Thema global diversifiziert umgesetzt werden kann.

Geberit

SIG Combibloc

Valor 3’017’040 Währung CHF Branche Industrie Kurs 763,00 KGV 32,28 Dividendenrendite

1,85 %

Altman Z-Score ¹

12,63

ROIC / K K

3,10

Einschätzung acrevis 2 Fundamental

Rating

3 ➚

Verhaltensbezogen

1➙

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

7 ➚

Geberit ist europäischer Marktführer für Sanitärprodukte. Das Unternehmen stellt Wasserversorgungsrohre und -armaturen sowie Installations-, Entwässerungs- und Spülsysteme her. Ziel des Unternehmens ist es, ein Gleichgewicht in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales herzustellen. Dabei legt das Unternehmen Wert auf umweltfreundliche, ressourcenschonende und langlebige Produkte und Lösungen vom Produktionsprozess bis zum nach­ haltigen Bauen. Geberit lebt das Ecodesign-Prinzip, dessen Ziel es ist, jedes neue Fabrikat ökologischer als das Vorgängerfabrikat zu gestalten. So setzt der Konzern beispielsweise auf computer­ gestützte Wasserstromsimulationen, um den Wasserverbrauch zu senken und auf 3D-Druck beim seriennahen Prototypenbau. Auch künftig stehen die Verminderung des Wasser- und Energieverbrauchs sowie die soziale Verantwortung im Fokus von Geberit.

Valor 43’537’795 Währung CHF Branche Grundstoffe Kurs 27,84 KGV 27,23 Dividendenrendite

1,87 %

Altman Z-Score ¹

2,69

ROIC / K K

0,56

Einschätzung acrevis 2 Fundamental

2 ➚

Verhaltensbezogen

1➙

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

6 ➚

Der weltweit zweitgrösste Verpackungsspezialist aus Neuhausen am Rheinfall verfügt über Kernkompetenzen im Bereich der sterilen Kartonpackungssysteme und -lösungen für die Lebensmittelund Getränkeindustrie. Der Karton für die Verpackungen stammt vollständig aus FSC-zertifizierter Produktion, die Energie für die Produktion aus erneuerbaren Quellen. Bereits 2010 stellte man mit Combibloc Ecoplus die weltweit erste aluminiumfreie, aseptische Kartonverpackung vor, was ihren CO₂-Fussabdruck um 27 % senkte. Die neuen Verpackungen des Labels SIGnature 100 sind weltweit die ersten Kartonverpackungen, die vollständig aus erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Zudem trägt SIG dank längerer Haltbarkeit zu weniger Food Waste bei. Das Unternehmen ist aktives Mitglied des Verbands PRISMA, dessen erklärtes Ziel es ist, die Kreislaufwirtschaft für Verpackungen zu realisieren.

¹  Das Altman Z-Score ist eine Kennzahl zur Bewertung der Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Unternehmens. ²  B eim acrevis spektrum ® -Rating werden bis zu 8 Punkte vergeben – jeweils max. 3 Punkte für die Dimensionen «Fundamental» und «Technisch» sowie max. 2 Punkte für die Dimension «Verhaltensbezogen».

12

invest  03 · 2021

Rating


BGF (Lux) Circular Economy Fund Valor 49’780’132 Währung USD Kurs 15,96 TER ³ 0,98 % Fondsdomizil Luxemburg Lancierung 2019 Performance p.  a. 27,6 % Volatilität p.  a. 17,7 % Fondsvolumen 2,18 Mrd.

Der Fonds investiert weltweit in ein konzentriertes Portfolio bestehend aus 30 bis 50 Unternehmen, die vom Fortschritt der Kreislaufwirtschaft profitieren oder zu diesem beitragen. In Partnerschaft mit der Ellen-MacArthur-Stiftung erfolgt die Selektion der Unternehmen auf der Grundlage ihrer Fähigkeit, die mit der Kreislaufwirtschaft verbundenen Risiken und Chancen zu bewältigen, sowie anhand ihres nachweislichen Umgangs mit Risiken und Chancen im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (ESG). Seit Lancierung vermochte die Strategie den Weltaktienindex zu übertreffen. Die Anlage eignet sich als Beimischung für langfristig orientierte Investoren.

³  Die Total Expense Ratio TER (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Allfällige Retrozessionen werden der Kundin oder dem Kunden zurückvergütet.

Veolia Environnement

Umicore

Valor 1’098’758 Währung EUR Branche Versorger Kurs 29,59 KGV 16,48 Dividendenrendite

3,62 %

Altman Z-Score ¹

0,82

ROIC / K K

0,52

Einschätzung acrevis 2 Fundamental

Rating

3 ➚

Verhaltensbezogen

1➙

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

7 ➚

Veolia Environnement ist ein französisches Unternehmen, das sich der Optimierung des Ressourcenmanagements verschrieben hat. Das Unternehmen fokussiert sich auf den ökologischen Wandel und sucht Lösungsansätze, um dem Klimawandel, der Umweltverschmutzung sowie dem übermässigen Ressourcenverbrauch entgegenzuwirken. So publiziert Veolia auf ihrer Projektplattform #LivingCircular zahlreiche Lösungen, die mit Partnern entwickelt wurden, um den ökologischen Fussabdruck möglichst gering zu halten oder zur Ressourcenregeneration beizutragen. Vor Kurzem hat Veolia Environnement den Industriebetrieb Suez übernommen, der sich auf Umwelttechnologien spezialisiert. Mit dieser Übernahme und den zahlreichen Lösungsansätzen für den ökologischen Wandel ist das erklärte Ziel des Unternehmens der Aufstieg zum Weltmarktführer im Bereich der ökologischen Transformation.

Valor 37’839’888 Währung EUR Branche Industrie Kurs 54,60 KGV 19,62 Dividendenrendite

1,60 %

Altman Z-Score ¹

4,67

ROIC / K K

1,33

Einschätzung acrevis 2

Rating

Fundamental

2 ➚

Verhaltensbezogen

1➙

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

6 ➚

Die Aktivitäten des weltweit tätigen Werkstofftechnologie- und Recyclingkonzerns Umicore sind in drei Geschäftsbereiche gegliedert: Katalyse, Energie- und Oberflächentechnik sowie Recycling. Mit ihren Werkstoffen und Dienstleistungen bieten die Belgier nachhaltige Lösungen von morgen für saubere Mobilität und umweltgerechtes Recycling. Umicores Materialtechnologielösungen für alle Fahrzeugtypen und seine effiziente sowie umweltverträgliche Kreislauflösung sind einzigartig. Die wachsende Anzahl an Elektrofahrzeugen und immer strengere Umweltregulierungen spielen dem Konzern unmittelbar in die Hände. Bereits 2018 starteten die Belgier mit Audi eine Zusammenarbeit beim Batterierecycling für den neuen Audi e-tron. Umicores Firmenmotto lautet nicht weniger als: «Werkstoffe für ein besseres Leben».

Die Zahlen entsprechen dem Stand vom 6. September 2021.

invest  03 · 2021

13


Makro und Märkte Zugreifen statt wegwerfen – Aktien bleiben gefragt Eigentlich sind es eher stimmungsdämpfende Themen, die zurzeit die Finanzmärkte beschäftigen: eine globale Konjunkturverlangsamung, die bevorstehende Wende der US-Geldpolitik, steigende Corona-Fallzahlen sowie die Regulierungsoffensive der chinesischen Regierung. Dennoch verteidigen die Aktienmärkte ihren positiven Trend: Die Stimmung ist gut auf dem Börsenparkett.

von Alessandro Poletti Die Berichtssaison zum ersten Halbjahr 2021 war in vielen Regionen und Sektoren sehr erfreulich. Das prognostizierte Gewinnwachstum über zwölf Monate für den MSCI World beträgt per Ende August starke 16,7 % . Aktuelle Konjunktur- und Stimmungsindikatoren weisen indes darauf hin, dass der Höhepunkt der wirtschaftlichen Erholung erreicht oder überschritten ist. So haben sich zum Beispiel die 2021 markant gestiegenen Einkaufsmanagerindizes (PMI) von ihren Höchstständen wieder etwas gelöst, handeln aber immer noch klar auf Wachstumsterrain. Nach dem starken Anstieg interpretieren wir diese Entwicklung als Normalisierung. Insgesamt sind die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft weiterhin intakt. Wir rechnen mit einer Zunahme von rund 5,5 % für das laufende Jahr. Obwohl in den USA das «Tapering», also die Reduktion der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank FED, vor der Tür steht, ist mit einem ersten Zinsschritt wohl frühestens 2023 zu rechnen, auch in der Eurozone und der Schweiz. Das sorgt bei den Unternehmen und an den Aktienmärkten weiter für ein positives Umfeld. So notiert der MSCI World Index in CHF per Ende August bei stolzen + 2 2 % und der Technologieindex Nasdaq 100 erklimmt laufend neue Rekorde. Die hiesige Wirtschaft sendet positive Signale: Die konjunkturelle Dynamik hält an, die Beschäftigung liegt nur knapp unter Vorkrisenniveau und die meisten Unternehmensberichte für das erste Semester waren erfreulich. Zudem kann der Schweizer Aktienmarkt mit seiner relativ hohen Gewichtung defensiver Sektoren und den verlässlichen Ausschüttungen seine Stärke ausspielen – wenn denn die Unsicherheit der Investoren wieder steigen sollte. Auch die europäische Wirtschaft erholt sich weiter. Die Zahlen zum zweiten Quartal untermauerten dies. Gleichzeitig verschärfte sich der Inflationsdruck beidseits des Atlantiks, er notiert über dem langfristigen Schnitt. Für den Moment sieht es zumindest in den USA so aus, als ob sich die Inflation nicht weiter beschleunigen würde. Die Marktzinsen veränderten sich trotz gestiegener Inflationszahlen kaum. Die Renditen festverzinslicher Anlagen verharren in der Schweiz und der Eurozone auf tiefen Niveaus. Der Schweizer Obligationenindex (AAA-BBB) notiert per Ende August mit 0,5 % im Minus. Solange sich die Zentralbanken nicht hin zu einer restriktiveren Geldpolitik bewegen, bleibt diese Anlageklasse unattraktiv, dient aber weiter als Diversifikationsbaustein. Derzeit befindet sich die Weltwirtschaft in der Reifephase des konjunkturellen Aufschwungs. Es gilt trotz stattlicher Kursgewinne an den Aktienengagements festzuhalten – wohl wissend, dass die aktuell tiefe Volatilität jederzeit wieder zunehmen kann.

14

invest  03 · 2021


Autoren

Sandro Schibli Bereichsleiter Private Banking

Alessandro Poletti Leiter Research & Advisory

Luca Studer Research & Advisory

Sandro Schibli bringt über dreissig Jahre Erfahrung in der Anlageberatung mit. Als ausgewiesener Fachmann im Asset Management ist er Mitglied des Anlagekomitees. Sandro Schibli ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter.

Alessandro Poletti leitet bei acrevis die Abteilung Research & Advisory. Er verfügt über einen Bachelor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Betriebsökonomie und ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter (CIIA). Alessandro Poletti ist Mitglied des Anlagekomitees.

Luca Studer verfügt über zehn Jahre Erfahrung im Portfolio Management und Asset Management und ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter (CIIA) sowie zertifizierter ESG Analyst (CESGA).

Die Inhalte dieser Publikation entsprechen dem Stand vom 6. September 2021. Rechtliche Hinweise : Bei diesem Dokument handelt es sich um Werbung. Die Informationen in diesem Dokument wurden durch die acrevis Bank AG zusammengetragen und stammen aus Quellen, welche wir für zuverlässig erachten. Trotzdem können wir weder für ihre Vollständigkeit noch Richtigkeit garantieren. Die unverbindlichen Richtkurse können je nach Marktlage rasch ändern. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments zu. Für tagesaktuelle handelbare Volumen und Preise kontaktieren Sie bitte Ihre persönliche Anlageberaterin oder Ihren persönlichen Anlageberater. Diese Information ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung. Dieses Dokument kann nicht die persönlichen Anlageziele und finanziellen Verhältnisse des Anlegers berücksichtigen. Sollten Ihnen bei Entscheidungen, die auf Basis dieses Dokuments gefällt werden, irgendwelche Zweifel aufkommen, wenden Sie sich bitte an Ihre persönliche Anlageberaterin oder Ihren persönlichen Anlageberater. Eine Haftung für allfällige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen, ist ausgeschlossen. Wir weisen Sie darauf hin, dass es sich vorliegend um risikobehaftete Finanzinstrumente handelt, aus denen im schlimmsten Fall ein Totalverlust resultieren kann. Weitere Unterlagen (wie Risikobroschüre, Prospekte und / oder Basisinformationsblätter, sofern vorhanden) können Sie gerne bei uns beziehen.

invest  03 · 2021

15


Wir sind acrevis: Ihr verlässlicher Partner, wenn’s ums Anlegen geht. Eine moderne Bank mit einer langen Geschichte: Seit rund einem Jahrzehnt ist die acrevis Bank für ihre Kundinnen und Kunden da – sie ist 2011 aus der Fusion der Bank CA St. Gallen und der swissregiobank entstanden. Die Wurzeln unserer Bank reichen aber über 150 Jahre zurück. Auf unsere Geschichte sind wir stolz und fühlen uns unserer Tradition auch heute noch in unserer täglichen Arbeit verpflichtet: Wir freuen uns, Ihre Bank fürs Leben zu sein.

Mit acht Standorten sind wir stark regional verankert und in St. Gallen (Hauptsitz), Gossau, Wil, Bütschwil, Wiesendangen, Rapperswil-Jona, Pfäffikon und Lachen stets nahe bei Ihnen. Unsere 170 Mitarbeitenden machen uns zur führenden Regionalbank in unserem Marktgebiet zwischen Bodensee und Zürichsee. Dabei werden wir von mehr als 10’000 regionalen Aktionärinnen und Aktionären getragen. Verantwortungsvolles Banking im Interesse aller Anspruchsgruppen, das ist unser Ziel. Die Regelung der finanziellen Belange ist Vertrauenssache, davon sind wir überzeugt. Der Name acrevis ist an drei lateinische Wörter angelehnt, die unseren Leitsatz «Durch Vertrauen gestärkt» verkörpern: a|cre|vis (a – durch; cre – Vertrauen; vis – Stärke, Kraft). Sie haben Fragen oder ein individuelles Anliegen? Für weitere Informationen wenden Sie sich an unsere Beraterinnen und Berater. Wir sind gerne für Sie da! «acrevis invest», das Anlegermagazin der acrevis Bank AG, wird klimaneutral produziert und hat dafür das entsprechende Gütesiegel von «swiss climate» erhalten. Diese Stiftung entwickelt und unterstützt weltweit hochwertige Klimaschutzprojekte.

acrevis Bank AG Marktplatz 1 9004 St. Gallen Tel. 058 122 75 55 • info@acrevis.ch • acrevis.ch St. Gallen • Gossau SG • Wil SG • Bütschwil • Wiesendangen • Rapperswil-Jona • Pfäffikon SZ • Lachen SZ

Gedruckt auf Refutura-Papier FSC Recycling Papier / zu 100 % aus Altpapier

Hergestellt in einem schadstofffreien, wasserlosen Druck mit konsequenter Verwendung biologischer, lebensmittelechter PURe-Druckfarben. Diese Farben enthalten anstelle von Mineralölen nur pflanzliche Öle, welche sich im Recyclingprozess rückstandsfrei herauslösen lassen.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
acrevis invest, Ausgabe 03/21 by acrevis Bank - Issuu