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acrevis invest, Ausgabe 02/21

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2021

Ihre Anlageperspektiven

Der digitale Wandel erreicht die Gesundheitsbranche

Wie Anlegerinnen und Anleger von der Digitalisierung im Gesundheitswesen profitieren acrevis spektrum®

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In den nächsten Jahren ist davon auszugehen, dass die KI eine zusätzliche Sicherheit in der Befundung bringt im Sinne eines 4-Augen-Prinzips. Auf die eigentliche Arbeit der Radiologin oder des Radiologen wird dabei aber weiterhin nicht verzichtet werden können.

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Aussage aus dem Interview mit Herrn PD Dr. med. Stefan Duewell, Chefarzt Radiologie, Kantonsspital Frauenfeld, zum Thema künstliche Intelligenz (KI) Interview auf Seite 8


Geschätzte Leserin, geschätzter Leser Es waren und sind vielfach vermeintlich banale Umstände, welche uns in der aktuellen Pandemie das Leben zusätzlich erschwert haben. Nein, ich kann Sie beruhigen: Die (ansonsten leider allgegenwärtige) Pandemie soll nicht im Fokus dieser Ausgabe unseres invest-Magazins stehen – dennoch lässt sich anhand dieser Pandemie die eine Eine spannende Lektüre und weiterhin gute Gesundheit wünscht Ihnen Sandro Schibli Bereichsleiter Private Banking

oder andere Entwicklung skizzieren. So dürften insbesondere analoge Elemente des Gesundheitswesens den aufziehenden Sturm durch Innovationen kaum überleben. Zu offensichtlich sind die Effizienzgewinne, die durch den Austausch und die Verwertung von Daten in digitaler Form statt auf Papier möglich sind. Dabei verbirgt sich in der an Tempo aufnehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr als der vermeintlich simple Austausch von beispielsweise Patientinnenund Patientendaten. Vielmehr ist es der beschleunigte, vielschichtige Zugang zu Wissen, Know-how und Technik. Wohin das führen könnte und was auf dem «Beipackzettel» dieses Innovationsschubes steht, das möchten wir Ihnen mit dem vorliegenden «invest» gerne näherbringen. Unser Research & Advisory-Team ist für Sie eingetaucht in eine künftige Welt, in der unsere Gesundheit von nutzbringenden Entwicklungen profitieren dürfte. Eine Konklusion mit attraktiven Anlagemöglichkeiten für Sie als Anlegerin und Anleger rundet das Thema ab. invest  02 · 2021

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Die Heilung des (digitalen) Dekubitus ¹ Die Welt ist im Wandel, denn der technologische Fortschritt macht keinen Halt. Im Gegenteil, die Covid-19-Pandemie erweist sich als Akzelerator in vielen Bereichen, unter anderem im Gesundheitswesen. Die globale Pandemie hat weitreichende Konsequenzen für das Gesundheitswesen und rückt die Prävention und neue Technologien in den Vordergrund. Dabei zählte die Gesundheitsbranche bis dato zu den am wenigsten digitalisierten Sektoren. Der Aufholbedarf wurde erkannt und die Digitalisierungswelle hat nun definitiv die Gesundheitsbranche erfasst. Priorität hat die Entwicklung von digitalen Methoden, die nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern auch zu tieferen Kosten führen. Entwicklungen in den Bereichen Daten, künstliche Intelligenz und Telemedizin spielen hier eine wichtige Rolle.

von Alessandro Poletti Wir alle kennen ihn, den typischen Ablauf eines Hausarztbesuchs: Telefonisch den Termin vereinbaren, persönlich erscheinen, im Vorzimmer warten, Sprechstunde abhalten, Rezept in die Hand bekommen, Medikament in der Apotheke abholen, den Weg nach Hause einschlagen, Medikamenteneinnahme, Nachkontrolle. So oder ähnlich zeigt sich der Prozess aus Sicht des Patienten im Jahr 2021. Das Einkaufen von Kleidern im selben Jahr zum Vergleich: Vom Sofa aus via Applikation auf dem Smartphone die neusten Trends betrachten, digitalen Warenkorb befüllen, Bestellung absenden, Lieferung nach Hause in zwei bis drei Tagen, Erhalt einer digitalen Rechnung und Quittung. Und das, ohne nur einen Fuss vor die Tür zu setzen, ohne Wartezeiten, geschweige denn Papierkrieg – schnell und effizient. Das Beispiel zeigt auf, wie gross die Unterschiede hinsichtlich Digitalisierungsgrad verschiedener Branchen sind. Hält man sich Prozesse wie einen Hausarztbesuch vor Augen, erstaunt die Tatsache kaum, dass die Gesundheitsbranche unter anderen zu den am wenigsten digitalisierten Sek-

toren gehört. Im Umkehrschluss kommt aber auch das enorme Potenzial der Digitalisierung und neuer Technologien im Gesundheitsbereich ans Tageslicht. Welche Rolle die gigantischen Berge an Daten spielen, was es mit dem Faktor 267,5 auf sich hat und wo sich das Schweizer Gesundheitswesen auf der digitalen Reise befindet: eine Analyse, kombiniert mit ausgearbeiteten Umsetzungsideen für Anlegerinnen und Anleger. Digital Health als Oberbegriff Durch den Aufstieg und die Etablierung des Internets in den 90er-Jahren eröffneten sich neue Kommunikationswege, auch in der medizinischen Informatik. Durch den Einsatz technologischer Hilfsmittel büsste die räumliche Nähe vermehrt an Bedeutung ein und der Begriff «eHealth» entstand. Mit der Einführung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets und deren Einbindung ins Gesundheitswesen etablierte sich um das Jahr 2010 der Begriff «Mobile Health», auch «mHealth» genannt. Im Zuge der Industrie 4.0,

¹  E in Dekubitus, besser als Druckwunde bekannt, entsteht, wenn durch das ständige und lange Liegen oder Sitzen hoher Druck auf Körperstellen ausgeübt wird.

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welche im Jahr 2011 ihren Ursprung fand und die Vernetzung von Mensch, Maschine und Produkten in der Industrie mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien in den Vordergrund stellte, kam der Begriff «Digital Health» oder zu Deutsch «Gesundheitstechnologie» als Oberbegriff auf. Themen wie künstliche Intelligenz, Roboterchirurgie oder Telemedizin werden ebenfalls unter dem Begriff subsumiert.

Der Wandel findet statt Ohne Zweifel: Die Digitalisierung ist ein Megatrend, der alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche erfasst und transformiert. Branchen wie die Informationstechnologie oder die Medien stehen an der Spitze des Fortschritts. Das Gesundheitssystem als wichtiger Teil der Gesellschaft hingegen hinkt deutlich hinterher und steckt in vielen Regionen noch in den Kinderschuhen (vgl. Grafik 1).

Gesundheitstechnologie wird im Allgemeinen definiert als die Anwendung von modernen Informations- und Kom­munikationstechnologien im Gesundheitswesen, die auf eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Bevölkerungsgesundheit abzielen. Oberstes Ziel ist es, Qualität und Effizienz zu erhöhen sowie sich vermehrt auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten auszurichten. Eine zentrale Grundlage dieser Entwicklung sind die grossen Mengen an Gesundheitsdaten, die täglich erhoben werden und verfügbar sind. Für die Zielerreichung ist es zentral, diese Daten speichern, abrufen, analysieren und weiterverwenden zu können: Die Verfügbarkeit von Daten gilt seit Jahrzehnten als ein entscheidendes Kriterium zur Effizi­enzsteigerung in der Gesundheitsversorgung.

Als Vorreiter in den Hightech-Branchen nehmen die USA und China auch im Bereich Digital Health eine führende Rolle ein. Es mehren sich allerdings die Zeichen dafür, dass der Wandel auch in Europa in vollem Gange ist. Risikokapitalfinanzierungen nehmen deutlich zu, das Volumen verfügbarer Daten wächst und die Bereitschaft, aber auch die Erwartungen der Kundinnen und Kunden steigen. Wo eine grosse Menge an Daten vorhanden ist und unausgeschöpftes Potenzial brachliegt, sind die Tech-Konzerne nicht weit entfernt. Wenig überraschend also, dass sich Google, Apple, Amazon oder Facebook bereits entsprechend positioniert haben. Apple beispielsweise gab den Start von drei klinischen Studien mit renommierten Partnern wie der Harvard T.H. Chan School of Public Health oder der Universität von Michigan bekannt. Dabei sollen über die Apple Watch Zyklusdaten nachverfolgt, auditive Umgebungsinformationen ausgewertet sowie Bewegungs- und Herz-Kreislauf-Daten analysiert werden. Amazon will den Medikamentenhandel mit ihrer Sparte Prime Health grundlegend verändern. In der Schweiz entwickelt der Pharmakonzern Novartis Tools zur automatischen Datenanalyse und stellt ein Digital Health Innovation Lab für Startups zur Verfügung. Die Liste könnte beliebig weitergeführt werden.

Oberstes Ziel ist die Erhöhung der Qualität, der Effizienz und der vermehrten Ausrichtung auf die Patientinnenund Patientenbedürfnisse.

Grafik 1: Das Gesundheitswesen hinkt der Digitalisierungsspitze hinterher

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Quellen : In Anlehnung an «ABB Strategy Update and Implementation Roadmap», Februar 2019, geringfügige Anpassungen durch acrevis Investment Center

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Wachsender Datenbestand Auch wenn der Digitalisierungsgrad im Gesundheitswesen noch nicht sehr hoch ist: Die Branche wird bereits jetzt regelrecht mit Daten überflutet. Nach Schätzungen der UBS entfallen rund 5 Prozent der weltweit jährlich erhobenen Daten auf den Gesundheitsbereich. Das international tätige Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC rechnet damit, dass sich das globale Datenvolumen im Gesundheitssektor bis 2025 verfünffachen wird (vgl. Grafik 2), getrieben durch neue Technologien, steigende Nachfrage nach digitalen Gesundheitsleistungen und die wachsenden Erfolge in der personalisierten Medizin. Diese Daten durch Menschen zu erfassen, zu verarbeiten und dann auch effektiv zu nutzen ist nur mit sehr viel Zeit- und Ressourcenaufwand möglich und schlicht nicht effizient – es braucht innovative Technologien. Das Erfassen der gewaltigen Datenmengen wird denn auch durch die rasante Entwicklung im Hardwarebereich ermöglicht: Zunahme der Leistungsfähigkeit, fortschreitende Miniaturisierung von Mikro-

prozessoren, innovative Sensortechnologien sowie weite Verbreitung mobiler Endgeräte. Neben diesen technologischen Innovationen findet auch ein Wandel bei uns Menschen statt: Patientinnen und Patienten nutzen zunehmend digitale Wege und Technologien, um ausserhalb einer Gesundheitsorganisation persönliche Gesundheitsdaten zu erheben. Das ist auch gewollt, denn der e-Patient soll aktiv Verantwortung für seine Gesundheitsdaten übernehmen.

Grafik 2: Die Datenspritze wird grösser und grösser

12 10 8 Zettabytes

Historische Widerstände der relevanten Anspruchsgruppen – Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte, aber auch Spitalverwalter und Krankenversicherer – wurden im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie in kürzester Zeit beseitigt. Ja, der Widerstand wandelte sich gar in vielen Bereichen in positive Unterstützung und aktive Investitionsbereitschaft um. So haben beispielsweise Telemedizinspezialisten und viele weitere Unternehmen im Jahr 2020 Fortschritte erzielt, die normalerweise drei bis vier Jahre gebraucht hätten.

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Quellen : Seagate White Paper, Data Readiness Condition Index, Healthcare, November 2018

Daten verfügbar machen – aber gut geschützt Die Verfügbarkeit von Daten ist das eine, deren Schutz das andere: Natürlich birgt der Datenberg auch Risiken, die insbesondere die Privatsphäre betreffen. Auch Hackerangriffe auf die Datenpools sind für Unternehmen und Organisationen ein reales Risiko. Es braucht Konzepte zur Sicherung der Datenintegrität und zum Einbezug rechtlicher und ethischer Grundsätze, um potenziellen Risiken der Digitalisierung adäquat zu begegnen. Eine Befragung des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens gfs.bern zeigt, dass das Vertrauen in den Datenschutz in den Augen der Schweizer Bevölkerung eine Voraussetzung ist, damit Digital Health flächendeckend angewendet werden kann. Das Datenschutzgesetz der Schweiz definiert Gesundheitsdaten im Sinne von personenbezogenen Daten als «besonders schützenswert». Zum Vergleich: Bankdaten schaffen es nicht in diese Kategorie. Diese Fakten zeigen auf, wie wichtig die Datensicherheit im Bereich der Gesundheitstechnologie ist. Da der Markt noch relativ jung ist, wird sich die aktuelle Gesetzeslage mit der unaufhaltsamen Entwicklung noch erweitern oder verschärfen müssen.

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Eine zentrale Regelung wurde im April 2017 mit dem Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) verabschiedet. Gegenstand dieses Gesetzes ist die Festlegung der Rahmenbedingungen für die Bearbeitung von Daten und Dokumenten im Rahmen des elektronischen Patientinnen- und Patientendossiers. Unter anderem werden die Spitäler zur flächendeckenden Eröffnung eines EPD verpflichtet. Dieses Gesetz gehört in der Schweiz bisher zu den bedeutendsten Ereignissen im Digital-Health-Bereich. Der Schritt war überfällig, denn die Fax-Kultur, die noch breit gelebt wird, ist veraltet, fehleranfällig und vor allem teuer. Mit dem funktionierenden EPD soll die medizinische Behandlungsqualität gestärkt, die Patientensicherheit erhöht und die Effizienz gesteigert werden. Behandlungsrelevante Informationen können jederzeit zugänglich gemacht werden, wodurch im Notfall schnell gehandelt werden kann und unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden. Die schrittweise Einführung des elektronischen Patientendossiers findet noch in diesem Jahr statt.


Effiziente Nutzung der Daten durch künstliche Intelligenz Der Begriff «künstliche Intelligenz» oder kurz «KI» tauchte bereits 1960 auf, als das US-Verteidigungsministerium begann, Computer darauf zu trainieren, grundlegende menschliche Denkleistungen nachzuahmen. Ab den 1980erJahren gewann das maschinelle Lernen dann zunehmend an Bedeutung. künstliche Intelligenz kann als ein Prozess beschrieben werden, welcher die Datenanalyse durch Mathematik, Computerprogrammierung, Logik und Statistik unterstützt und damit zur Entscheidungsfindung beiträgt. KI versetzt Computer in die Lage, aus Erfahrungen zu lernen, sich auf neu eingehende Informationen einzustellen und Aufgaben zu bewältigen, die menschenähnliches Denkvermögen erfordern. Bekannte Beispiele für solche Entwicklungen sind Schach spielende Computer oder selbstfahrende Autos. Möglich gemacht wird das durch Technologien wie Deep Learning ¹ oder Natural Language Processing (NLP) ². Diese können Computer für ganz bestimmte Aufgaben trainieren, indem sie grosse Datenmengen verarbeiten und Muster erkennen. In der Medizin, konkret in der Krankheitsdiagnostik, nimmt KI bereits heute einen wichtigen Platz ein. Maschinen durchforsten Unmengen an Daten, um Symptome, Risikofaktoren und weitere wichtige Aspekte zu ermitteln. Eine sehr wesentliche Errungenschaft von KI gab es im vergangenen Jahr zu vermelden: die Erkennung des Zusammenhangs zwischen Covid-19 und der temporären Anosmie, also des Verlusts des Geruchs- und Geschmackssinns. Diese Beziehung wurde nicht von Epidemiologinnen und Epidemiologen oder Ärztinnen und Ärzten erkannt, sondern von Computern. KI-Modelle analysierten dafür Daten von rund 2,5 Millionen Menschen, die täglich über eine Applikation ihren Gesundheitszustand erfassten, um herauszufinden, welche Symptome am häufigsten mit einem positiven Testergebnis für Covid-19 in Verbindung standen. Die Auswertungen zeigten, dass die Anosmie ein präziserer Indikator für die Krankheit ist als Fieber. Werden Gesundheits-Apps mit KI-Funktionen von vielen Personen genutzt, können die Symptome neuer Krankheiten schneller identifiziert und frühere Diagnosen gestellt werden. In Kombination mit einem automatisierten Rückverfolgungssystem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass künftige Pandemien schneller unter Kontrolle gebracht werden können. Das Potenzial von KI geht aber weit über Pandemien hinaus: KI ermöglicht uns, versteckte Informationen aufzudecken. In den vergangenen Jahren konnten vor allem bedeutende Erfolge in der Sprachverarbeitung, der Objekt- /  Mustererkennung und in der Bioinformatik erzielt werden. So erkannte beispielsweise eine maschinelle Auswertung von mehreren tausend Scans Brustkrebs mit einer Genauigkeit, welche mit derjenigen eines erfahrenen Radiologen vergleichbar ist.

Vielseitige Anwendung Die Fähigkeiten von KI können besonders hilfreich bei Krankheiten sein, die eine Analyse mehrerer Faktoren erfordern, beispielsweise bei Demenz. Es braucht Gehirnscans, Bluttests, Wissen über die genetische Vorgeschichte und noch vieles mehr. Laut Gesundheitsförderung Schweiz beläuft sich die Zahl an neu registrierten Demenz-Fällen jährlich auf rund 8 Millionen weltweit. Eine entsprechend gewaltige Menge an Daten wird generiert. KI-Systeme können diese zusammenführen, speichern, analysieren und für Prognosen einsetzen. Ein spannendes Praxisbeispiel aus einem anderen Bereich liefert die renommierte Londoner Moorfields-Augenklinik. Sie ist eine Partnerschaft mit Google DeepMind Health eingegangen, um ein System zu entwickeln, das 50 unterschiedliche Augenkrankheiten diagnostizieren kann. Die Technologie besitzt ohne Zweifel das Potenzial, Ärzte zu entlasten, diagnostische Fehler zu minimieren, den gesamten Diagnoseprozess deutlich zu beschleunigen und so die Patientinnen und Patienten noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Gemäss einer Studie ist KI in der Lage, bis zu 20 Prozent der ärztlichen Leistungen zu übernehmen.³ Die Fortschritte sind bemerkenswert; künstliche Intelligenz schreitet in grossen Schritten voran, eröffnet neue Chancen in der Gesundheitsversorgung und ist auf bestem Weg, in der Diagnostik, Überwachung und Prävention ein entscheidender Akteur zu werden.

Im Bereich der Medizin besitzt künstliche Intelligenz ein sehr grosses Potenzial.

Zunehmende Verbreitung von Telemedizin Die gegenwärtige Corona-Pandemie drängt Teile des Gesundheitswesens zur Weiterentwicklung und zu schnellen Veränderungen, von denen man vor Kurzem noch glaubte, sie würden mehrere Jahre dauern. Ärztinnen und Ärzte, Versicherungen, Patientinnen und Patienten, aber auch Regierungen erkennen allmählich den Nutzen von Daten und Technologie in diesem Bereich. Einen regelrechten Schub wird derzeit beim Einsatz von Videosprechstunden (Telemedizin) beobachtet. Die Grundtechnologie gibt es bereits seit über zehn Jahren, doch bisher hemmte eine gewisse Furcht vor dem Verlust des direkten Patientinnen- und Patientenkontakts die breite Anwendung. Das hat sich nun geändert: Die Vorteile der Technologie liegen auf der Hand und überwiegen die Nachteile eindeutig. Nebst den tieferen Kosten, der Zeit- und Wegersparnis sowie der geringeren Infektionsgefahr ist vor allem der bessere Zugang zur medizinischen Versorgung

¹  D eep Learning ist eine Disziplin des maschinellen Lernens unter Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen. Zur Herstellung künstlicher Intelligenz werden Trainingsmethoden genutzt, die grosse Datenmengen heranziehen und analysieren. Die Funktionsweise ist in vielen Bereichen vom Lernen im menschlichen Gehirn inspiriert. ²  N LP beschreibt Techniken und Methoden zur maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache. Ziel ist eine direkte Kommunikation zwischen Mensch und Computer auf Basis der natürlichen Sprache. ³  Roland Berger: Focus, Future of Health, Oktober 2019.

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Künstliche Intelligenz in der Praxis Sieben Fragen an PD Dr. med. Stefan Duewell PD Dr. med. Stefan Duewell Ärztlicher Direktor, Chefarzt Radiologie, Kantonsspital Frauenfeld

Seit Ende 2020 setzen Sie auf künstliche Intelligenz. In welchen Bereichen kommt sie zur Anwendung und was haben Sie für erste Erfahrungen gemacht? In der Radiologie wird die KI einerseits zur Rekonstruktion von Schnittbilduntersuchungen und andererseits zur Bildanalyse eingesetzt. Während der eigentliche Prozess meist ein gutes Resultat liefert, ist die Einbindung in den gesamten Workflow sehr aufwendig. Was ist der grösste Nutzen, den Patientinnen und Patienten von KI erwarten dürfen? In den nächsten Jahren ist davon auszugehen, dass die KI eine zusätzliche Sicherheit in der Befundung bringt im Sinne eines 4-Augen-Prinzips. Auf die eigentliche Arbeit der Radiologin oder des Radiologen wird dabei aber weiterhin nicht verzichtet werden können. Nebst diesen Vorteilen: Wo sehen Sie Risiken beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Medizin? Das grösste Risiko liegt in meinen Augen darin, dass man sich zu sehr auf sie verlässt oder dass Randbedingungen zu wenig beachtet werden. Neue Technologien sorgen auch für Skepsis bei den Patientinnen und Patienten. Wie schaffen Sie Vertrauen in die KI? Vertrauen kann dadurch geschaffen werden, dass immer ein menschliches Interface, sprich ein Arzt oder eine Fachperson für medizinisch-technische Radiologie MTRA, zwischen der KI und der Patientin respektive dem Patienten steht. Was schätzen Sie, wie viel Prozent Ihrer täglichen Arbeit kann künftig durch KI erledigt werden? Wie einleitend gesagt, sehe ich KI primär als Instrument zur Qualitätsverbesserung. Ich gehe davon aus, dass künstliche Intelligenz nur wenig Arbeit einer Ärztin oder eines Arztes effektiv übernehmen oder ersetzen kann. Was braucht es in Ihren Augen, damit Gesundheitstechnologien wie KI den endgültigen Durchbruch erreichen? Wichtig sind für mich in dieser Hinsicht insbesondere drei Dinge: Erstens muss der Einbau in den Workflow optimiert werden. KI-Produkte kommen häufig von kleinen Start-up-Unternehmen, deren individuellen Programme jeweils separat gestaltet werden müssen, was sehr aufwendig ist. Zweitens muss die Frage der Haftung für allfällige Fehler bei der KI geklärt werden. Und drittens benötigt es eine Sensibilisierung der Anwenderinnen und Anwender für die Randbedingungen der konkreten Anwendung. Wie stark verändert sich die Rolle des Medizinpersonals? Oder anders gefragt: Wie schätzen Sie das Gewicht des Faktors Mensch ein? Auch wenn Technologien als Ergänzung hilfreich sein können, ist für mich klar: Im Gesundheitswesen ist der Faktor Mensch schlicht nicht zu ersetzen.

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«Da Vinci» im Einsatz Ein Operationsroboter in der Urologie: Wie die Technologie eingesetzt wird, welche Erfahrungen damit gemacht werden und was der grösste Nutzen ist, dies und mehr erfahren Sie in unserem Interview mit Dr. med. Thomas Leippold von der Klinik Stephanshorn, St. Gallen, sowie im Videobeitrag des Kantonsspitals Winterthur.

10 Mio. Telekonsultationen seit Lancierung im Jahr 2000 1 Mio. Telekonsultationen im Jahr 2020

rund 50 % aller Konsultationen können abschliessend behandelt werden 130 Ärzte bei Medgate

in Gebieten mit weniger gut ausgebauter Gesundheitsinfrastruktur besonders wichtig. Durch neueste Kameras, immer höhere Rechenleistungen der Computer und künstliche Intelligenz wird auch in der Telemedizin immer mehr möglich. So ist heute die Erstdiagnostik von Hauterkrankungen allein auf Grundlage von Fotos bereits Tatsache. Die globale Nachfrage nach telemedizinischer Beratung und Behandlung steigt deutlich an. Laut Prognosen könnte der weltweite Markt von 45 Milliarden USD im Jahr 2019 auf 175 Milliarden USD im Jahr 2026 ansteigen: In den USA meldete das in Boston ansässige Krankenhaus- und Ärztenetzwerk Partners HealthCare einen Anstieg virtueller Termine von 1’600 im Jahr 2019 auf 90’000 alleine im März 2020. Auch in der Schweiz wird eine erhöhte Nachfrage registriert: Der Telemedizinanbieter Medgate führte im vergangenen Jahr rund 1 Million Telekonsultationen durch, wovon rund die Hälfte abschliessend behandelt werden konnten. Dank der Telemedizin erhielten die Patientinnen und Patienten eine ärztliche Beratung und Behandlung zu Hause und konnten so das Ansteckungsrisiko unterwegs oder in einer Praxis reduzieren. Eine Trendwende ist auch nach dem Ende der Pandemie nicht zu erwarten. Dafür bietet die Telemedizin zu viele Vorteile. Prävention immer wichtiger Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig es ist, ein starkes Immunsystem zu haben und es aufrechtzuerhalten. Nicht zuletzt deshalb gewinnt das Thema Prävention derzeit in der Politik an Bedeutung und Priorität. Auch ein zunehmender Teil der Schweizer Bevölkerung setzt sich vermehrt mit der eigenen Gesundheit auseinander, unter anderem mit sogenannten Wearables, beispielsweise Smartwatches oder anderen tragbaren Computersystemen. Diese zeichnen Vitaldaten auf und analysieren sie.

Gemäss dem Online-Statistik-Portal Statista nutzten in der Schweiz im Jahr 2019 bereits über eine Million Menschen eine Fitness-App. Durch diese Selbstvermessung der Bevölkerung werden grosse Datenmengen bezüglich Bewegung, Schlafqualität, Ernährung etc. generiert, die sinnvoll für die Forschung verwendet werden können. So ergeben sich ganz neue Möglichkeiten in der Krankheitsprävention. Etwa bei Menschen mit Migräne: Durch die vom Wearable erhobenen Daten können Umwelteinflüsse und verschiedenste Auswirkungen des Lebenswandels analysiert und ausgewertet werden. So wird es möglich, detaillierte Rückschlüsse auf die Ursache des Migräneanfalls zu ziehen. Des Weiteren können etwa Risikopatientinnen und -patienten mit Herzproblemen durch die EKG-Funktion (Elektrokardiogramm) ihrer Smartwatch rechtzeitig vor einer Herzattacke gewarnt werden. Wünschenswert für die Zukunft wäre, wenn solche selbst erhobenen Daten mit jenen der Ärztin oder des Arztes zusammengeführt werden könnten. Das Fachpersonal hätte folglich eine viel aussagekräftigere Aufzeichnung von den Körperfunktionen der Patientin oder des Patienten, auf die man während eines kurzen Praxisbesuches zurückgreifen kann und auf deren Grundlage genauere Diagnosen möglich sind. Durch die Auseinandersetzung mit der persönlichen Gesundheit und die Aufzeichnung von Vitaldaten können die Gesundheitskompetenz und die Sensibilisierung der Bevölkerung gesteigert werden. Die Patientin oder der Patient selbst kann so einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen leisten. Die Schweiz und Digital Health Abgesehen von der Einführung des elektronischen Patientinnen- und Patientendossiers trumpft die Schweiz im internationalen Vergleich im Bereich des digitalen Gesundheitswesens nicht gerade auf. Digital.Swiss, die Dachorganisation der digitalen Wirtschaft in der Schweiz, schätzt den Digitalisierungsgrad des Schweizer Gesundheitssystems auf unterdurchschnittliche 24 Prozent. Auch in dem von der Bertelsmann-Stiftung erhobenen Digital Health Index schneidet die Schweiz mit Platz 14 von 17 analysierten Ländern schwach ab. Bemängelt wird unter anderem die tatsächliche Nutzung der zur Verfügung stehenden Daten. Positiv bewertet wird hingegen die Policy-Aktivität, also das

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politische, strategische und rechtliche Vorgehen der Schweiz. Das Hintertreffen im internationalen Vergleich muss nicht so bleiben, denn das Rennen hat gerade erst so richtig begonnen und die Aussichten für die Schweiz sehen verheissungsvoll aus. Ein Beispiel dafür ist die riesige Start-up-Szene im Bereich Digital Health, welche immer wieder innovative Technologien in die Welt hinausträgt. Per Januar 2021 sind in der Schweiz 171 Start-up-Unternehmen in diversen Unterbereichen der Gesundheitstechnologie gemeldet. Untermauert wird die Wichtigkeit dieser Start-ups mit dem Fakt, dass im vergangenen Jahr neue Rekorde erreicht wurden, was das investierte Kapital und die Finanzierungsrunden anbelangt. Und wie sehen die massgeblichen Unterschiede zur IndexSpitze aus? Weit oben befindet sich beispielsweise das skandinavische Land Dänemark. Es zeigt, wohin die Reise auch bei uns gehen dürfte. Unter anderem verhelfen die folgenden Punkte Dänemark zum ausgezeichneten Indexwert: • Digitalisierung des Gesundheitssektors im Einklang mit Strategien zur Digitalisierung der Wirtschaft und öffentlicher Dienste • Digital Health als Teil des Aufgabenspektrums verschiedener, koordinierter Behörden • Zentrales Log-in zu allen digitalen öffentlichen Diensten für Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte • Das digitale Gesundheitsportal sundhed.dk kombiniert qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen mit Zugang zu persönlichen Gesundheitsdaten • Elektronische Medikationsakte, elektronische Patientinnenund Patientenakte sowie E-Rezepte in der Routineversorgung

Digital Health Index Grundlage für den Index sind 17 Länder und 34 Indikatoren. Erhoben werden die Daten von einem internationalen Expertennetzwerk: Ein jeweils vor Ort ansässiger Korrespondent beantwortet einen eigens dafür konzipierten Katalog von mehr als 150 Fragen zu den 34 Einzelindikatoren und recherchiert zusätzlich qualitative sowie quantitative Daten.

Faktor 267,5 oder +26’650 %: So viel nahmen in der Schweiz seit 2012 die Risikokapitalinvestitionen im Bereich Gesundheits-IT zu.

• Patientinnen und Patienten können in ihren Regionen Termine bei Ärztinnen und Ärzten sowie in Krankenhäusern online buchen • Zwischen Hausärztin und -arzt sowie Stationsärztin und -arzt kann der Shared Medication Record (eine Art Patientinnen- und Patientenkurzakte) ausgetauscht werden • 64 Prozent der Krankenhäuser tauschen über elektronische Akten Daten von Patientinnen und Patienten aus

Grafik 3: Höhere Gesundheitskosten bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung

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Index

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BIP

Quellen : Bundesamt für Statistik (BIP, Gesundheitskosten, Lebenserwartung, LIK), acrevis Investment Center, indexiert und inflationsbereinigt

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Die Schweiz steckt bezüglich Digital Health noch in der Entwicklungsphase, ist für das Rennen aber grundsätzlich gut positioniert. Die Digitalisierung muss auch bei uns vonstattengehen, denn eine Abschwächung der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen ist aufgrund der alternden Bevölkerung nicht in Sicht. Auch die Ausgaben im Gesundheitsbereich steigen: Hier rangiert die Schweiz in Europa mit einem Anteil von rund 12 Prozent des jährlichen BIP auf Platz eins – allerdings hat die Schweiz auch die höchste Lebenserwartung (vgl. Grafik 3). Die Spitäler als Teil des Gesundheitswesens müssen ihren Teil und ihre Verpflichtung zur Weiterentwicklung wahrnehmen. Anhand einer aktuellen und repräsentativen Umfrage des Digital Health Labs der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften lässt sich erkennen, dass nahezu jeder der Befragten eine Digitalstrategie für die eigene Klinik als einen notwendigen nächsten Schritt empfindet, eine solche Strategie jedoch nur in gut jeder vierten Klinik der befragten Personen existiert. ¹ Die Divergenz von Wunsch und Realität ist also gross. Weiter zeigt die Umfrage, dass die Hälfte der befragten Kliniken bereits Operationsroboter einsetzen. Hingegen ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Schweizer Spitälern kaum zu finden. Gut schneiden die Kliniken in der Dimension IT-Professionalität ab – die grundsätzliche, notwendige Infrastruktur ist vorhanden. Andererseits wird aus den Befragungsergebnissen klar: Es reicht nicht, lediglich eine moderne IT-Infrastruktur zu besitzen. Die vage Absicht, digitaler zu werden, muss vielmehr in eine Vision mit klarer Strategie umgewandelt werden. Die Digitalisierung wichtiger Prozesse darf kein Nebenprojekt sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen explizit beauftragt und mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden, damit sie die Transformation aktiv gestalten und vorwärtstreiben können. Das Gesundheitswesen ist reif für den Digitalisierungsschub Die Gesundheit ist zum Synonym für Lebensqualität geworden und nicht zuletzt im Zuge der Pandemie definitiv zurück auf der Agenda. Folgerichtig gewinnt auch die Digitalisierung in diesem Bereich an Relevanz. Das Potenzial ist gross und die globalen Wachstumsaussichten sind hoch. Hoch sind allerdings auch die Kosten. Wie gelingt es, hier eine gesunde Balance zu finden? Das Gesundheitswesen verfügt über sehr viele Daten, eine grosse Anzahl innovativer Technologien und eine florierende Start-up-Szene, dazu kommt die zunehmende Popularität

eines gesunden Lebensstils – das Fundament und die Treiber für den notwendigen Wandel stehen, auch in der Schweiz. Festzuhalten ist aber an dieser Stelle, dass die Technologien im Kampf gegen steigende Gesundheitskosten nur ein Hebel unter vielen sind. Sie für ihren Teil versprechen mehr Effizienz und verbesserte Ergebnisse bei tieferen Kosten. Es ist zu erwarten, dass die Digitalisierung zu massgeblichen Veränderungen in den Bereichen Prävention, Patientinnen- und Patienteninteraktion sowie Diagnose führen wird. Das erhöhte Gesundheitsbewusstsein kombiniert mit dem Willen, die eigenen Vitaldaten aufzuzeichnen, dürfte zu einer Abnahme verschiedener Erkrankungen führen. Neue Interaktionsmöglichkeiten wie zum Beispiel in der Telemedizin sind imstande, althergebrachte, ineffiziente Prozesse wie eingangs beschrieben zu optimieren oder gar zu ersetzen. Unnötige Eintritte ins Gesundheitswesen werden so reduziert. Durch den Einsatz digitaler Technologien wie künstlicher Intelligenz können grosse Mengen an Daten effizient verarbeitet und das Fachpersonal nicht nur entlastet, sondern auch mit qualitativ hochwertigen Analysen begleitet werden. Eines kann dabei mit Sicherheit gesagt werden: Neue Technologien sind für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und zur langfristigen Kostenkontrolle mitentscheidend, sie funktionieren aber nur Hand in Hand mit geschultem Medizinpersonal, welches Ergebnisse plausibilisiert, übersetzt und die persönliche Kommunikation in den Mittelpunkt stellt. Wie Sie als Anlegerinnen und Anleger an dieser Entwicklung partizipieren können Die durchschnittliche Wachstumsrate des globalen digitalen Gesundheitsmarkts wird bis ins Jahr 2026 mit jährlich rund 28 Prozent beziffert.² Diese Zahl widerspiegelt das grosse Potenzial und die hohen Markterwartungen. Als Anlegerin und Anleger profitieren Sie von einem jungen und stark wachsenden Markt, der durch die aktuelle Pandemie einen zusätzlichen Wachstumsschub erfahren hat. Der zugrunde liegende demografische Trend der steigenden Gesundheitsnachfrage durch die alternde Bevölkerung ist langfristig und sorgt für Unterstützung. Die Menge an vorhandenen Daten als Grundbaustein wird weiter zunehmen und die Technologien zu ihrer Verarbeitung werden weiterentwickelt. Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich findet statt und schafft attraktive Anlagechancen mit angemessenem Risikoprofil. Welche Unternehmen den digitalen Transformationsprozess mitprägen und mit welchem ausgewählten Fondsgefäss Sie an der zukunftsträchtigen Sektorentwicklung partizipieren können, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

¹  A ngerer, A., Lienhard, S., Meierhof, L. (2020): Der digitale Reifegrad der Schweizer Spitäler. Online-Befragung von 210 Spitälern in der Deutschschweiz. Rücklauf: n = 208 Personen, davon 62 Prozent mit den Funktionen Geschäftsleitung / Direktion oder Bereichsleitung. ²  Global Market Insights, Report «Digital Health Market Size by Technology», Juni 2020

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Umsetzungsideen Selektiert nach den Kriterien der bewährten acrevis spektrum-Methodik stellen wir Ihnen nachfolgend verschiedene Umsetzungsideen zum Thema vor. Es handelt sich um auserwählte Unternehmen, die den Fokus ihrer Geschäftstätigkeiten auf das digitale Gesundheitswesen legen und somit die Entwicklung der Branche entscheidend mitprägen. Ergänzt wird die Auswahl durch eine Kollektivanlage, mit der das Thema global diver­ sifiziert in CHF umgesetzt werden kann.

Ascom

Tecan

Valor 1‘133‘920 Währung CHF Branche Informationstechnologie Kurs 14,20 KGV 15,30 Dividendenrendite

0,92 %

Altman Z-Score ¹

4,80

ROIC / K K

0,91

Einschätzung acrevis 2 Fundamental

Rating

3 ➚

Verhaltensbezogen

1 ➙

Technisch

1 ➙

Gesamteinschätzung

5 ➚

Ascom ist eine internationale Lösungsanbieterin mit umfassender technologischer Expertise in der Wireless-Kommunikation. Das Unternehmen fokussiert sich auf Informations- und Kommunikationstechnik im Gesundheitswesen. Mit Hauptsitz in Baar und Niederlassungen in 18 Ländern beschäftigt Ascom rund 1’300 Mitarbeitende. Ziel des Unternehmens ist, die Kommunikationssysteme für Spitäler und Alterseinrichtungen für die Digitalisierung fit zu machen und effizienter zu gestalten. Mithilfe von Produkten wie dem Ascom Unite Collaborate, einem klinischen Messenger, oder dem Myco 3 Smartphone werden Informationslücken digital geschlossen und die Kommunikation und Koordination dem Behandlungspersonal erleichtert. Ascom dürfte von zusätzlichen Investitionen in das Gesundheitswesen aufgrund der Pandemie mitprofitieren.

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Valor 1‘210‘019 Währung CHF Branche Gesundheitswesen Kurs 422,20 KGV 32,08 Dividendenrendite Altman Z-Score ¹ ROIC / K K

0,69 % 11,45 1,71

Einschätzung acrevis 2

Rating

Fundamental

3 ➚

Verhaltensbezogen

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Technisch

2 ➚

Gesamteinschätzung

5 ➚

Qualitativ hochstehende Laborinstrumente und Automatisierungslösungen sind das Kerngeschäft von Tecan, welche über 2’000 Mitarbeitende weltweit beschäftigt. Tecans Produkte tragen zu schnelleren, präziseren und reproduzierbaren Ergebnissen bei. Als einer der wenigen global präsenten Ausrüster von Laboren profitiert das Unternehmen von der wachsenden Diagnostiknachfrage und der Automatisierung von Laborprozessen insbesondere bei repetitiven Arbeitsschritten. Megatrends wie die alternde Bevölkerung, die steigenden Investitionen in das Gesundheitswesen und die personalisierte Medizin beflügeln das Geschäft von Tecan. Ihre Produkte dienen unter anderem zur Früherkennung von Krankheiten und tragen somit zur Prävention und Eindämmung der Gesundheitskosten bei.


¹  Das Altman Z-Score ist eine Kennzahl zur Bewertung der Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Unternehmens. Unter 1,81 gilt als hochgradig insolvenzgefährdet. ²  B eim acrevis spektrum ® -Rating werden bis zu 8 Punkte vergeben – jeweils max. 3 Punkte für die Dimensionen «Fundamental» und «Technisch» sowie max. 2 Punkte für die Dimension «Verhaltensbezogen». ³  Die Total Expense Ratio TER (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Allfällige Retrozessionen werden der Kundin oder dem Kunden zurückvergütet.

Bellevue Funds (Lux) BB Adamant Digital Health Valor 41’450’404 Währung CHF Kurs 264,83 TER ³ 1,53 % Fondsdomizil Luxemburg Lancierung 2018 Performance p.  a. 34,3 % Volatilität p.  a. 32,0 % Fondsvolumen 1,26 Mrd.

Der Fonds investiert weltweit in ein konzentriertes Portfolio bestehend aus 30 bis 50 Unternehmen, deren Geschäftsaktivitäten den Hauptfokus auf die Digitalisierung des Gesundheitssektors legen. Im Zentrum stehen schnell wachsende Digital Health Unternehmen mit hohen Renditeerwartungen. Ein global verankertes Expertennetzwerk, bestehend aus Beratern der Wissenschaft und Industrie, unterstützt das Managementteam in seiner Meinungsbildung. Seit Lancierung vermochte die Strategie den Gesundheits- und den Technologiesektor zu übertreffen. Die Anlage eignet sich als Beimischung für langfristig orientierte Investoren.

Philips

Siemens Healthineers

Valor 1‘106‘818 Währung EUR Branche Gesundheitswesen Kurs 48,07 KGV 19,97 Dividendenrendite

1,88 %

Altman Z-Score ¹

3,89

ROIC / K K

0,63

Einschätzung acrevis 2 Fundamental

Rating

3 ➚

Verhaltensbezogen

0 ➘

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

6 ➚

Philips, mit Sitz in Amsterdam und rund 80’000 Mitarbeitenden, hat sich auf die Bereiche Personal Health und Health Systems konzentriert. Mit dem Verkauf der Haushaltsgerätesparte fokussiert das Unternehmen seine Tätigkeiten auf das Medizintechnikgeschäft. Patientenüberwachung, Healthcare IT, Radiologie, Beratungen und kardiovaskuläre Versorgung gehören zu den Kernaktivitäten. Philips ist auf dem besten Weg, Marktführer in ihren Bereichen zu werden. Dies soll durch eine geschickte Kombination von Systemen, Geräten, Informatik, Daten und Dienstleistungen erfolgen. Mit der Akquisition von Capsule Technologies (Informationsplattform für Medizingeräte) und BioTelemetry (Herz-Monitoring für zu Hause) steigt Philips zum Marktführer bei der Patientenüberwachung im Spital und zu Hause auf.

Valor 40‘652‘181 Währung EUR Branche Gesundheitswesen Kurs 48,67 KGV 21,13 Dividendenrendite

2,03 %

Altman Z-Score ¹

2,85

ROIC / K K

0,84

Einschätzung acrevis 2

Rating

Fundamental

3 ➚

Verhaltensbezogen

0 ➘

Technisch

3 ➚

Gesamteinschätzung

6 ➚

Die deutsche Siemens Healthineers ist das weltweit grösste Medizinaltechnikunternehmen mit mehr als 60’000 Mitarbeitenden, 18’500 Patenten und 51 Produktions- und Entwicklungsstandorten. Das Portfolio des Unternehmens umfasst die medizinische Bildgebung, die Labor- und Point-of-Care-Diagnostik, Healthcare IT, Services und die Advanced Therapies, welche medizinische Geräte für Labore, Krankenhäuser, Kliniken und Points of Care herstellen und vertreiben. Über 40 Prozent des Umsatzes werden durch das margenstarke und wiederkehrende Servicegeschäft generiert. Siemens Healthineers unterstützt Gesundheitsversorger weltweit: beim Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Die Zahlen entsprechen dem Stand vom 10. Mai 2021.

invest  02 · 2021

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Makro und Märkte Der Puls steigt Die Herzschlagfrequenz des Patienten Weltwirtschaft wird immer noch eng überwacht. Die Zentralbanken halten sich via Infusionsschlauch weiterhin nah an der Patientenversorgung auf. Zudem kehrten die Regierungen in der Rolle des operierenden Arztes zurück an den Operationstisch. Allen voran der amerikanische Staat sprach bisher gigantische Infrastrukturpakete und Sozialprogramme, sodass auch hinsichtlich Operationsmaterials kein Mangel für den Patienten herrscht. Auf die Beine kommen muss er allerdings von sich aus. Die Voraussetzungen dazu sind vorhanden.

von Luca Studer Mit mehrheitlich soliden Gewinnzahlen sind die Unternehmen in Europa und den USA in das neue Geschäftsjahr gestartet. Eindrücklich war insbesondere das durchschnittliche Gewinnwachstum von +53 % in Europa gegenüber dem Vorjahr. Kein Wunder, gilt doch der alte Kontinent hinsichtlich seiner Branchenstruktur als zyklisch exponiert, indem der europäische Aktienmarkt deutlich mehr Industrie-, Grundstoff- oder Finanztitel beherbergt. Währenddessen musste die beliebteste Anlageregion der letzten Jahre, Nordamerika, zwischenzeitlich etwas Federn lassen. Das Gewinnwachstum der US-Unternehmen lässt sich aber mit +30 % immer noch sehen. Der Blick nach Osten wiederum zeigt ein differenziertes Bild. Der bisher vor Stärke strotzende chinesische Aktienmarkt CSI 300 erlitt aufgrund der Straffung bei Finanz- und Geldpolitik einen herben Dämpfer. Dafür bleibt genügend geldpolitischer Spielraum zur Stimulierung, während die meisten anderen Zentralbanken ihr Zinspulver bereits verschossen haben. Der potenzielle Inflationsdruck verbleibt nebst dem eng überwachten Impffortschritt auf dem Radar der weltweiten Anlegerinnen und Anleger. Das Revival der langfristigen Zinsen wurde im Verlaufe des Jahres wieder etwas gebremst. Insbesondere die US-Notenbank Fed wird nicht müde zu betonen, dass die Inflationszahlen im Auge behalten werden. Gemäss den US-Währungshütern ist es aber noch verfrüht, mit der Anhebung der Leitzinsen Gegensteuer zu geben sowie über eine Rückführung der Stützungskäufe nachzudenken (Tapering). Für Investorinnen und Investoren von festverzinslichen Produkten gilt es weiterhin, die Laufzeiten eng zu überwachen und sich so gut wie möglich vor weiteren Zinsanstiegen zu schützen. Dabei soll aber der Gesamtportfoliokontext nicht aus den Augen verloren gehen, halten doch viele Anlegerinnen und Anleger weiterhin Anleihen zur Risikosteuerung des Gesamtportfolios. Gute Schuldnerqualität, eine breite Diversifikation und die Vermeidung von langen Laufzeiten sind in solch einem Umfeld das A und O, trotz unattraktiven Renditen. Das schwächelnde Gold dürfte als weiterer Stabilitätsanker wieder an Bedeutung gewinnen, sollten die Realzinsen (Nominalzinsen abzüglich Inflation) weiter in den negativen Bereich sinken. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir zwischenzeitliche Korrekturphasen mit erhöhter Volatilität, in denen aber wachsame Anlegerinnen und Anleger sich ergebende Opportunitäten nutzen können.

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invest  02 · 2021


Autoren

Sandro Schibli Bereichsleiter Private Banking

Alessandro Poletti Leiter Research & Advisory

Luca Studer Research & Advisory

Sandro Schibli bringt über dreissig Jahre Erfahrung in der Anlageberatung mit. Als ausgewiesener Fachmann im Asset Management ist er Mitglied des Anlagekomitees. Sandro Schibli ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter.

Alessandro Poletti leitet bei acrevis die Abteilung Research & Advisory. Er verfügt über einen Bachelor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Betriebsökonomie und ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter (CIIA). Alessandro Poletti ist Mitglied des Anlagekomitees.

Luca Studer verfügt über zehn Jahre Erfahrung im Portfolio Management und Asset Management und ist diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter (CIIA) sowie zertifizierter ESG Analyst (CESGA).

Die Inhalte dieser Publikation entsprechen dem Stand vom 10. Mai 2021. Rechtliche Hinweise : Bei diesem Dokument handelt es sich um Werbung. Die Informationen in diesem Dokument wurden durch die acrevis Bank AG zusammengetragen und stammen aus Quellen, welche wir für zuverlässig erachten. Trotzdem können wir weder für ihre Vollständigkeit noch Richtigkeit garantieren. Die unverbindlichen Richtkurse können je nach Marktlage rasch ändern. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments zu. Für tagesaktuelle handelbare Volumen und Preise kontaktieren Sie bitte Ihre persönliche Anlageberaterin oder Ihren persönlichen Anlageberater. Diese Information ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung. Dieses Dokument kann nicht die persönlichen Anlageziele und finanziellen Verhältnisse des Anlegers berücksichtigen. Sollten Ihnen bei Entscheidungen, die auf Basis dieses Dokuments gefällt werden, irgendwelche Zweifel aufkommen, wenden Sie sich bitte an Ihre persönliche Anlageberaterin oder Ihren persönlichen Anlageberater. Eine Haftung für allfällige Schäden, die direkt oder indirekt mit den vorliegenden Informationen zusammenhängen, ist ausgeschlossen. Wir weisen Sie darauf hin, dass es sich vorliegend um risikobehaftete Finanzinstrumente handelt, aus denen im schlimmsten Fall ein Totalverlust resultieren kann. Weitere Unterlagen (wie Risikobroschüre, Prospekte und / oder Basisinformationsblätter, sofern vorhanden) können Sie gerne bei uns beziehen.

invest  02 · 2021

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Wir sind acrevis: Ihr verlässlicher Partner, wenn’s ums Anlegen geht. Eine moderne Bank mit einer langen Geschichte: Seit rund einem Jahrzehnt ist die acrevis Bank für ihre Kundinnen und Kunden da – sie ist 2011 aus der Fusion der Bank CA St. Gallen und der swissregiobank entstanden. Die Wurzeln unserer Bank reichen aber über 150 Jahre zurück. Auf unsere Geschichte sind wir stolz und fühlen uns unserer Tradition auch heute noch in unserer täglichen Arbeit verpflichtet: Wir freuen uns, Ihre Bank fürs Leben zu sein.

Mit acht Standorten sind wir stark regional verankert und in St. Gallen (Hauptsitz), Gossau, Wil, Bütschwil, Wiesendangen, Rapperswil-Jona, Pfäffikon und Lachen stets nahe bei Ihnen. Unsere 170 Mitarbeitenden machen uns zur führenden Regionalbank in unserem Marktgebiet zwischen Bodensee und Zürichsee. Dabei werden wir von mehr als 10’000 regionalen Aktionärinnen und Aktionären getragen. Verantwortungsvolles Banking im Interesse aller Anspruchsgruppen, das ist unser Ziel. Die Regelung der finanziellen Belange ist Vertrauenssache, davon sind wir überzeugt. Der Name acrevis ist an drei lateinische Wörter angelehnt, die unseren Leitsatz «Durch Vertrauen gestärkt» verkörpern: a|cre|vis (a – durch; cre – Vertrauen; vis – Stärke, Kraft). Sie haben Fragen oder ein individuelles Anliegen? Für weitere Informationen wenden Sie sich an unsere Beraterinnen und Berater. Wir sind gerne für Sie da!

acrevis Bank AG Marktplatz 1 9004 St. Gallen Tel. 058 122 75 55 • info@acrevis.ch • acrevis.ch St. Gallen • Gossau SG • Wil SG • Bütschwil • Wiesendangen • Rapperswil-Jona • Pfäffikon SZ • Lachen SZ

«acrevis invest», das Anlegermagazin der acrevis Bank AG, wird klimaneutral produziert und hat dafür das entsprechende Gütesiegel von «swiss climate» erhalten. Diese Stiftung entwickelt und unterstützt weltweit hochwertige Klimaschutzprojekte.


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acrevis invest, Ausgabe 02/21 by acrevis Bank - Issuu