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Vektorenüberlagerungfolgt für diesen Kapitelstart
„Wir waren ein Unternehmen auf Zeit“
“Wir waren ein Unternehmen … english
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Drei Erfolgsfaktoren waren dafür maßgebend: Das komplexe Raum- und Funktionsprogramm für rund 800 Mitarbeiterinnen und Angestellte war präzise durchdacht und vom Bauherrn gemeinsam mit seinen erfahrenen Strategieberatern klar und architektonisch umsetzbar formuliert worden. Dann bestand die umsichtige Baubehörde der Stadt auf einem qualitätssichernden Wettbewerb in Abstimmung mit der Architektenkammer sowie unter Vorsitz eines erfahrenen Baukünstlers, um auf Basis eines erwartbar guten Ergebnisses den maßgeschneiderten Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließen zu können. Und drittens vertreten die ambitionierten Architekten Pichler & Traupmann, die bei der vorgeschalteten Bewerbung auf einem „Jugendticket“ in den finalen Teilnehmerkreis gelangten, mit ihrer mittlerweile 25-jährigen Erfahrung in Cutting-Edge-Entwurfs-
strategien eine architektonisch weit avancierte Position, die der Größe und Vielfalt dieses Bauprogramms angemessen war.
Wettbewerb
Zehn österreichische und international renommierte Architekturbüros wurden zum Wettbewerb zugelassen. Ihre Projekte wurden von einem Preisgericht mit Vertretern des Bauherrn, der Architektenkammer und der Stadt Wien juriert. Die Ausschreibung legte neben den Funktionserfüllungen in drei Bauabschnitten großen Wert auf die Schaffung einer sichtbaren Identität des Hauses, die klar die Zukunftsvision des Mobilitätsclubs darstellen sollte. Das wurde von den Planern auf durchaus unterschiedliche
Baubehörde der Stadt auf einem qualitätssichernden Wettbewerb in Abstimmung mit der Architektenkammer sowie unter Vorsitz eines erfahrenen Baukünstlers, um auf Basis eines erwartbar guten Ergebnisses den maßgeschneiderten Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließen zu können. Und drittens vertreten die ambitionierten Architekten Pichler & Traupmann, die bei der vorgeschalteten Bewerbung auf einem „Jugendticket“ in den finalen Teilnehmerkreis gelangten, mit ihrer mittlerweile 25-jährigen Erfahrung in Cutting-Edge-Ent-
wurfsstrategien eine architektonisch weit avancierte Position, die der Größe und Vielfalt dieses Bauprogramms angemessen war.
Wettbewerb
Zehn österreichische und international renommierte Architekturbüros wurden zum Wettbewerb zugelassen. Ihre Projekte wurden von einem Preisgericht mit Vertretern des Bauherrn, der Architektenkammer und der Stadt Wien juriert. Die Ausschreibung legte neben den Funktion-
serfüllungen in drei Bauabschnitten großen Wert auf die Schaffung einer sichtbaren Identität des Hauses, die klar die Zukunftsvision des Mobilitätsclubs darstellen sollte. Das wurde von den Planern auf durchaus unterschiedliche Weise interpretiert. Ihre Projekte unterschieden sich vor allem beim Bürohaus-Typ, bei der Verteilung der vielen unterschiedlichen Funktionen, bei der öffentlichen Durchwegung und Aufenthaltsqualität für Kunden sowie bei der Formulierung des geforderten signalhaften Schallschutzes gegen
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Weise interpretiert. Ihre Projekte unterschieden sich vor allem beim Bürohaus-Typ, bei der Verteilung der vielen unterschiedlichen Funktionen, bei der öffentlichen Durchwegung und Aufenthaltsqualität für Kunden sowie bei der Formulierung des geforderten signalhaften Schallschutzes gegen die benachbarte Stadtautobahn. Es gab lineare Lösungen, die das Raum- und Funktionsprogramm eher additiv oder entlang einer Magistrale anordneten (Nieto Sobejano/ eep, caramel/Werner Hackermüller, Treusch architecture/Michael Pribus, Heinz Neumann), kompakte Blockrand- und Sockelvarianten (Thomas Pucher/kadawittfeld, LP architektur, LAAC, Geiswinkler & Geiswinkler/Atelier Hayde) sowie relativ frei geformte Projekte (the next ENTERprise, Pichler & Traupmann).
Die Jury unter Architekt Peter Riepl entschied sich für das Projekt von Pichler & Traupmann und zeigte sich etwa von den Raumfolgen beeindruckt: „Die Orientierung ist allerorts problemlos gegeben, Zugänge und Zufahrten erfolgen auf selbstverständliche Weise. Die damit verbunden räumlichen Abfolgen sind außen wie innen abwechslungsreich, immer wieder überraschend und dennoch wohlkalkuliert den jeweiligen Inhalten angemessen.“
Kreative Tragwerksplanungen für schwebende Formen
Ein Haus der Mobilität soll Dynamik ausstrahlen. Das gelingt am besten mit weit auskragenden Bauelementen und futuristischen Stahlkonstruktionen. Eine Herausforderung für die Bauingenieure: Sie planen und berechnen dafür avancierte und höchst belastbare Tragwerke. Und nutzen die Chance, die Leistungsfähigkeit neuester digitaler Planungs- und Berechnungstechnologien in der Praxis auf die Probe zu stellen.
Von der Idee zum baubaren Projekt
Es war ein Parforceritt. Architekten und Tragwerksplaner wagten einiges, um in kürzester Planungs- und Bauzeit ein perfekt schwebendes Haus der Mobilität und Dynamik zu errichten. Höchstleistungen waren von Beginn an gefragt: „Es war wie ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett, bevor noch Wasser ins Schwimmbecken eingelassen ist“, beschreibt Architekt Christoph Pichler in einem drastischen Bild die Ausgangssituation. Der Sprung – ein spektakulärer Architekturentwurf, der fast spielerisch die komplexen Bau-Anforderungen in ein schwerelos wirkendes Haus mit Ringfassade, innerem Strahlenkranz und vielen Auskragungen verwandelte. Das Schwimmbecken – der Nachweis der Baubarkeit dieses Entwurfs durch die Berechnungen der Bauingenieure.
„Wir haben schon viele herausfordernde und faszinierende Projekte mit Pichler & Traupmann realisiert“, berichtet Christian Eckerstorfer, Managing-Partner bei den renommierten Ingenieuren von Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (FCP). „Schon im Wettbewerb haben mich die Architekten in einigen Gesprächen kontaktiert, um ihrem spektakulären Entwurf eine grundsätzliche Ausführbarkeit zu sichern.“ Berechnungen gab es noch keine, nur erste Skizzen zum Tragwerkssystem. Dann fiel die
mutige Jury-Entscheidung für genau dieses Projekt – nun musste sofort ein Rechenmodell nachgeschoben werden, um die Ausführbarkeit auch nachzuweisen. „In nur drei Monaten war der Vorentwurf inklusive 3-D-Berechnung zu erarbeiten“, beschreibt Eckerstorfer diese herausfordernde Projektphase von Oktober 2013 bis Jänner 2014.
Das Karussell-System Welche Lösungen fanden die kreativen Ingenieure von FCP für die mitreißenden Ideen der Architekten? Was waren die Herausforderungen, sie baubar zu machen? „Für mich begann die Geschichte mit einem Schaubild aus dem Wettbewerb, das wir umsetzen sollten“, berichtet Wolf-Dietrich Denk, der bei FCP das Projekt betreute. „Man musste sehr weite Auskragungen der fünf sternförmig angeordneten Bürotrakte ermöglichen, dabei aber das Gebäude – obwohl es ein Massivbau sein sollte – so leicht wie möglich erscheinen lassen und im Inneren
Text einer Bildlegende / Text of a picture
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Kreative Tragwerksplanungen für schwebende Formen
Ein Haus der Mobilität soll Dynamik ausstrahlen. Das gelingt am besten mit weit auskragenden Bauelementen und futuristischen Stahlkonstruktionen. Eine Herausforderung für die Bauingenieure: Sie planen und berechnen dafür avancierte und höchst belastbare Tragwerke. Und nutzen die Chance, die Leistungsfähigkeit neuester digitaler Planungs- und Berechnungstechnologien in der Praxis auf die Probe zu stellen.
Von der Idee zum baubaren Projekt Es war ein Parforceritt. Architekten und Tragwerksplaner wagten einiges, um in kürzester Planungs- und Bauzeit ein perfekt schwebendes Haus der Mobilität und Dynamik zu errichten.
Höchstleistungen waren von Beginn an gefragt: „Es war wie ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett, bevor noch Wasser ins Schwimmbecken eingelassen ist“, beschreibt Architekt Christoph Pichler in einem drastischen Bild die Aus-
gangssituation. Der Sprung – ein spektakulärer Architekturentwurf, der fast spielerisch die komplexen Bau-Anforderungen in ein schwerelos wirkendes Haus mit Ringfassade, innerem Strahlenkranz und vielen Auskragungen verwandelte. Das Schwimmbecken – der Nachweis der Baubarkeit dieses Entwurfs durch die Berechnungen der Bauingenieure.
„Wir haben schon viele herausfordernde und faszinierende Projekte mit Pichler & Traupmann realisiert“, berichtet Christian Eckerstorfer, Managing-Partner bei den renommierten Ingenieuren von Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (FCP). „Schon im Wettbewerb haben mich die Architekten in einigen Gesprächen kontaktiert, um ihrem spektakulären Entwurf eine grundsätzliche Ausführbarkeit zu sichern.“
Berechnungen gab es noch keine, nur erste Skizzen zum Tragwerkssystem. Dann fiel die mutige Jury-Entscheidung für genau dieses Projekt – nun musste sofort ein Rechenmodell nachgeschoben werden, um die Ausführbarkeit
größtmögliche, weitgehend stützenfreie Nutzungsflexibilität liefern.“ Zusätzlich gab es auch hohe ästhetische Ansprüche: „Wir wollten die auskragenden Trakte keinesfalls auf eine unansehnlich dicke Fundamentplatte hoch über den Sockelgeschossen stellen.“
Die Lösung war eine atemberaubende Hängekonstruktion, bei der auch Brückenbautechnik zur Anwendung kam. Eine zweite, im Fachjargon sogenannte Fundamentplatte in Form eines Trägerrosts wurde ganz nach oben geschoben – und die auskragenden Bürotrakte mit ihrer umlaufenden Ringfassade davon nach unten hin abgehängt.
Aber kann man vier volle Geschosse mit hunderten Arbeitsplätzen und ein enormes außen montiertes Stahlfachwerk tatsächlich so einfach an ein paar Träger hängen – statt sie sicher auf eine feste Platte zu stellen?
Man kann. „Das System funktioniert ähnlich wie beim Kettenkarussell im Vergnügungspark“, erklärt Bauingenieur Denk. „Von hohen Vertikalstützen in der Mitte aus ragen oben Träger weit nach außen. An ihre Endpunkte werden die Ketten mit Lasten gehängt, den Passagiersitzen.“ Einziger Unterschied: Das Karussell dreht sich – das ÖAMTC-Haus steht still.
Wie man ein Haus schweben lässt Schwerelose Eleganz stellt sich ein, wenn ein Haus möglichst schlank konstruiert ist und seine Lasten mühelos zu tragen scheint. Also mussten bei den auskragenden Bürotrakten der ÖAMTC-Zentrale nicht nur dicke Geschossplatten vermieden werden, sondern auch ein Übermaß an behäbigen Stützen für das mutige Hängesystem im Inneren. Denn dicke Pfeiler wirken nicht nur äußerst undynamisch, sie verstellen auch den Raum auf der Sockelebene, den man hier für verschiedenartige und höchst unterschiedlich geformte, frei eingehängte Raumelemente nutzen wollte. So wählte man schon in der Wettbewerbsphase ein System aus unterschiedlich schräg gestellten Stützen, die im Sockel paarweise oder gar zu dritt in wenigen Knotenpunkten zusammenlaufen und damit unten viel Raum zwischen sich frei lassen. Die Schrägstellung liefert außerdem eine gewisse Aussteifung des so gebildeten Raumkörpers. Die Anzahl der schlanken, bis zu 18 Meter hohen Rundsäulen wurde mit sechs Stück pro auskragendem Bürotrakt sehr niedrig gehalten, ihr Verlauf durch die Bürogeschosse so gewählt, dass sie dort möglichst wenige Beschränkungen der inneren Raumaufteilung verursachen.
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Ein paar Minuten. Eine ganze Viertelstunde. Doch plötzlich poppt am Bildschirm ein dreidimensionales Etwas auf – und der digitale Zwilling nimmt Gestalt an. Ab jetzt ist, um sich durch den virtuellen Bausatz durchzumanövrieren, sowohl Kenntnis des Hauses als auch Kenntnis der BIM-Tools vonnöten.
„Noch verwendet man BIM in Österreich vor allem dazu, ein Gebäude zu planen und die Schnittstellen zwischen den Disziplinen reibungsloser zu gestalten“, sagt Kotroczo. Mit Erfolg: Studien zufolge minimiert sich die Planungs- und Bauzeit mit BIM um bis zu 25 Prozent. „Doch die Potenziale dieser Planungsmethodik sind noch viel weitreichender. Wenn man das BIM-Modell von Anfang an intelligent aufbaut und entsprechend strukturiert, kann man damit auch die gesamte Ausschreibungs- und Angebotsphase abwickeln.“ In einigen nordischen Ländern wie etwa Dänemark, Finnland und Island ist BIM bei öffentlichen Bauprojekten bereits Standard – und zwar nicht nur auf Architektenseite, sondern im gesamten Kommunikationsprozess mit Fachpla-
nern, Ausführenden und der Industrie. Langfristig könnte BIM dazu beitragen, in der Bau- und Immobilienbranche jene Qualität zu implementieren, die in der Theorie schon weit gediegen ist, in der Praxis jedoch noch zu wünschen übrig lässt – Bauen als einen gesamtheitlichen, interdisziplinären Entwicklungsprozess zu verstehen, in dem Statik, Haustechnik, Bauphysik, Landschaftsplanung, Baustellenlogistik und Facility-Management genauso wichtig genommen werden wie die Architektur selbst. Das eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten für eine nachhaltige Lebenszyklusplanung – vom ersten Rundgang mittels Virtual Reality über die vorausschauende Berechnung der Betriebskosten bis hin zu konkreten Überlegungen zu Abbruch und Entsorgung. Der digitale Zwilling kann das Unausweichliche vorwegnehmen.
erzählt Christoph Pichler. Vor allem die Aufhängungsdetails für das ringförmige Fassadenschild und die massive Ausgleichsplatte in der letzten Etage – auch bekannt als sogenannte Trümmerdecke, die selbst einem herabstürzenden Sechs-Tonnen-Hubschrauber standhalten muss – hatten sehr komplexe Auswirkungen auf den Stützenraster im Gebäude. „Eines Tages war der Raster fixiert, und ab dann konnten wir im BIM-Modell keine einzige Betonsäule mehr verschieben. So geht’s einem als Architekt im eigenen Projekt.“
Schneller planen, schneller bauen Erich Kotroczo öffnet die BIM-Datei, in der die Planungs- und Detailweisheit des gesamten ÖAMTC-Projekts abgespeichert ist. In der Vorentwurfsphase hatte die Datei noch 400 Megabyte, am Ende jedoch ist das Datenvolumen auf über 1,6 Gigabyte angeschwollen. Mit jedem Eingriff und mit jedem Synchronisieren werden im Schnitt zehn Prozent der Daten ausgetauscht und überschrieben. Und das dauert. Eine Weile. Ein paar Minuten. Eine ganze Viertelstunde. Doch plötzlich poppt am Bildschirm ein dreidimensionales Etwas auf – und der digitale Zwilling nimmt Gestalt an. Ab jetzt ist, um sich
Text einer Bildlegende. Beschreibung deutsch / Text of a picture caption. Description English
durch den virtuellen Bausatz durchzumanövrieren, sowohl Kenntnis des Hauses als auch Kenntnis der BIM-Tools vonnöten.
„Noch verwendet man BIM in Österreich vor allem dazu, ein Gebäude zu planen und die Schnittstellen zwischen den Disziplinen reibungsloser zu gestalten“, sagt Kotroczo. Mit Erfolg: Studien zufolge minimiert sich die Planungsund Bauzeit mit BIM um bis zu 25 Prozent.
„Doch die Potenziale dieser Planungsmethodik sind noch viel weitreichender. Wenn man das BIM-Modell von Anfang an intelligent aufbaut und entsprechend strukturiert, kann man damit auch die gesamte Ausschreibungs- und Angebotsphase abwickeln.“ In einigen nordischen Ländern wie etwa Dänemark, Finnland und Island ist BIM bei öffentlichen Bauprojekten bereits Standard – und zwar nicht nur auf Architektenseite, sondern im gesamten Kommunikationsprozess mit Fachplanern, Ausführenden und der Industrie.
Langfristig könnte BIM dazu beitragen, in der Bau- und Immobilienbranche jene Qualität zu implementieren, die in der Theorie schon weit gediegen ist, in der Praxis jedoch noch zu wünschen übrig lässt – Bauen als einen gesamtheitlichen, interdisziplinären Entwicklungsprozess zu verstehen, in dem Statik, Haustechnik, Bauphysik, Landschaftsplanung, Baustellenlogistik und Facility-Management genauso wichtig genommen werden wie die Architektur selbst. Das eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten für eine nachhaltige Lebenszyklusplanung – vom ersten Rundgang mittels Virtual Reality über die vorausschauende Berechnung der Betriebskosten bis hin zu konkreten Überlegungen zu Abbruch und Entsorgung. Der digitale Zwilling kann das Unausweichliche vorwegnehmen.
BIM World
Die wichtigsten Software-Anbieter am Markt sind Autodesk, Graphisoft und Nemetschek. Zu den beliebtesten BIM-tauglichen Programmen zählen etwa AutoCAD Architecture, ArchiCAD, Allplan, Nevaris, Revit und Vectorworks. Strakon, Rib und TIM werden gerne im Bereich Ingenieurbau eingesetzt. Allfa und Solibri eignen sich vor allem für Modellprüfung, Baumanagement und Qualitätskontrolle im laufenden Projekt. Im Gegensatz zum Closed BIM, bei dem alle Beteiligten in derselben Software arbeiten müssen, bietet Open BIM für Auftraggeber, Planer und Konsulentinnen eine attraktive, weil Software-unabhängige Alternative. Das heißt: Unterschiedliche Programme verschiedener Anbieter sind untereinander kompatibel und können über entsprechende IFC-Schnittstellen (Industry Foundation Classes) miteinander kommunizieren. In den meisten größeren Planungsbüros gibt es sogenannte BIM-Manager. Für KMU-Betriebe empfiehlt es sich, bei Bedarf auf einen externen BIM-Konsulenten zurückzugreifen.
Die wichtigsten Software-Anbieter am Markt sind Autodesk, Graphisoft und Nemetschek. Zu den beliebtesten BIM-tauglichen Programmen zählen etwa AutoCAD Architecture, ArchiCAD, Allplan, Nevaris, Revit und Vectorworks. Strakon, Rib und TIM werden gerne im Bereich Ingenieurbau eingesetzt. Allfa und Solibri eignen sich vor allem für Modellprüfung, Baumanagement und Qualitätskontrolle im laufenden Projekt. Im Gegensatz zum Closed BIM, bei dem alle Beteiligten in derselben Software arbeiten müssen, bietet Open BIM für Auftraggeber, Planer und Konsulentinnen eine attraktive, weil Software-unabhängige Alternative. Das heißt: Unterschiedliche Programme verschiedener Anbieter sind untereinander kompatibel und können über entsprechende IFC-Schnittstellen (Industry Foundation Classes) miteinander kommunizieren. In den meisten größeren Planungsbüros gibt es sogenannte BIM-Manager. Für KMU-Betriebe empfiehlt es sich, bei Bedarf auf einen externen BIM-Konsulenten zurückzugreifen.
english Vektorenüberlagerungfolgt für diesen Kapitelstart
Bewegung
Häuser der Bewegung Häuser der
Madeleine Belko
Schaltermitarbeiterin Infopoint / … english
„Ich habe früher am Stützpunkt in Schwechat gearbeitet. Da hat es mir auch gut gefallen. Der größte Unterschied ist, dass ich heute in der Zentrale tätig bin und dadurch deutlich mehr Menschen zu Gesicht bekomme. Ich lerne viele Laufkunden und viele Leute aus anderen Abteilungen kennen. Eines der großen Highlights ist der Christophorus 9, auf den sich meine Kinder immer sehr freuen, wenn sie mich in der Arbeit besuchen.“
„Ich habe früher am Stützpunkt in Schwechat gearbeitet. Da hat es mir auch gut gefallen. Der größte Unterschied ist, dass ich heute in der Zentrale tätig bin und dadurch deutlich mehr Menschen zu Gesicht bekomme. Ich lerne viele Laufkunden und viele Leute aus anderen Abteilungen kennen. Eines der großen Highlights ist der Christophorus 9, auf den sich meine Kinder immer sehr freuen, wenn sie mich in der Arbeit besuchen.“
Robert Menzl Landesdirektor / … …
english
„Ich bin jetzt seit 37 Jahren für den ÖAMTC tätig. Demnächst gehe ich in Pension. Alles in allem werde ich die neue Zentrale also viel zu kurz genossen haben. Das ist bedauerlich. Doch bis es soweit ist, erfreue ich mich an der Stimmung im Haus, an der Freundlichkeit, die hier herrscht, und an dem Stückchen Natur vor dem Restaurant und vor den Besprechungsräumen, wo die Natur und der Lärm der Südost-Tangente aufeinanderprallen. Es ist ein Ort der Extreme.“
„Ich bin jetzt seit 37 Jahren für den ÖAMTC tätig. Demnächst gehe ich in Pension. Alles in allem werde ich die neue Zentrale also viel zu kurz genossen haben. Das ist bedauerlich. Doch bis es soweit ist, erfreue ich mich an der Stimmung im Haus, an der Freundlichkeit, die hier herrscht, und an dem Stückchen Natur vor dem Restaurant und vor den Besprechungsräumen, wo die Natur und der Lärm der Südost-Tangente aufeinanderprallen. Es ist ein Ort der Extreme.“
Mario Wastl
Mitarbeiter Werkstatt / … … english
„Die riesige Glasfront in der Werkstatt macht das Arbeiten unter vielen Sonnenstrahlen einzigartig. Am besten gefällt mir der intensive Kontakt zu unseren Mitgliedern. Aufgrund der guten Sicht zu den Hebebühnen hat der Kunde die Möglichkeit, uns beim Arbeiten zuzuschauen. Alles in allem muss ich sagen, ist das die coolste Werkstatt, in der ich je gearbeitet habe.“
„Die riesige Glasfront in der Werkstatt macht das Arbeiten unter vielen Sonnenstrahlen einzigartig. Am besten gefällt mir der intensive Kontakt zu unseren Mitgliedern. Aufgrund der guten Sicht zu den Hebebühnen hat der Kunde die Möglichkeit, uns beim Arbeiten zuzuschauen. Alles in allem muss ich sagen, ist das die coolste Werkstatt, in der ich je gearbeitet habe.“
Stattdessen sollten die Screens die zahlreichen Aktivitäten abstrakt in Form von Datenströmen visualisieren, die auch die Komplexität und Intensität der vielen Services des Clubs widerspiegeln. Die einströmenden Daten sollten zu abstrakten, bewegten Formen transformiert und in Echtzeit gezeigt werden. Aktivitätsgruppen, die sich für das Generieren solcher Datenströme eignen, waren unter anderem die Anruffrequenz im Callcenter, die geografischen Positionen der Pannenhilfseinsätze, deren Häufigkeit, die Helikopterflüge sowie die Art der ÖAMTC-Einsätze. „Die Echtzeitdaten werden nicht nur aus dem gesamten Haus zusammengezogen, sondern auch von außen, aus dem gesamten Einflussgebiet des ÖAMTC. Die Spine ist somit ein virtueller Mittelpunkt, nicht nur der Arbeit im Haus, sondern strahlt viel weiter – auch nach außen“, erklärt Szadeczky.
Stimmung schaffen
Diese Daten ordnete Alexander Egger bestimmten Formen, Bewegungen und Stimmungen zu. Und deren Animation als bewegte Darstellung auf den Screens wurde nach seinen verbal formulierten Moods in einem einjährigen Programmierungsprozess von den Softwaretechnikern des jungen Wiener Unternehmens Thisplay in Farben und Formen übersetzt, die sich laufend mit den Datenströmen in sanften Fließbewegungen verändern. Beispielsweise wird die Anzahl der ÖAMTC-Einsätze mit der Dichte der erscheinenden Farbpunkte dargestellt, die Anrufe im Callcenter als Menge der Linien und die Art der Einsätze in Form jeweils zugeordneter Farben. Und mit einem Helikopterabflug vom Dach werden diese abstrakten Formen in Rotation versetzt.
Zusätzlich dazu werden im Alltagsbetrieb auch reale Zahlen eingeblendet, die über die Anzahl der Einsätze, Abschleppungen und Hubschrauberflüge Auskunft geben. Zu speziellen Anlässen können die Screens aber auch für Übertragungen aus dem Veranstaltungssaal oder von Sportereignissen verwendet werden. Einige jederzeit verwendbare Content-Typen hat Nofrontiere auf Lager produziert, in Schulungen werden verschiedene Betriebsmodi der Zukunft trainiert.
ÖAMTC-Gelb als Leitfarbe
Die drei wichtigsten übrigen Gestaltungsbereiche des Markenerlebnis- und Transformationsdesigns von Nofrontiere bedienen sich neben digitalen auch vieler höchst sinnlicher Einrichtungsobjekte und nutzen Betriebsressourcen wie Essen und Trinken, um eine entspannte Stimmung im Haus zu generieren. „Unsere Spezialität ist es, von virtuell-abstrakt auch zu einem haptisch-praktischen Erlebnis für die Nutzer zu kommen“, erklärt Alexander Egger. Der Besucher ist dabei zuerst mit dem Leitsystem konfrontiert, das ihn vom Parkplatz aus durch das ganze Haus führt.
„Parkplätze und Parkhaus sind mit einem mehrfarbigen Farbsystem versehen, das umso stärker im klaren Gelb des Unternehmens erstrahlt, je weiter man sich dem Haupteingang nähert“, so Egger. „Im Innenbereich ordnet sich das Orientierungssystem der Architektur unter, bleibt nahezu unsichtbar und gibt schrittweise die nötigen Detailinformationen preis. Die verwendete Schriftart ist angelehnt an die klassische Beschriftung von Autobahnen, die Piktogramme stammen ursprünglich von Otl Aicher und wurden eigens für das Leitsystem weiterentwickelt.“ Die Bürotrakte wurden alphabetisch mit großen Metallbuchstaben bezeichnet, jede Abteilung hat ihre eigene Beschriftung.
Identifikation auf allen Ebenen Den Besucherinnen und Angestellten stehen verteilt über die unteren Ebenen des Hauses auch Display- und Begegnungszonen zur Verfügung, in denen die Geschichte des Clubs und die Gegenwart des neuen Hauses erklärt wird. In Vitrinen werden – museal inszeniert – historische und zeitgenössische Sammlungsgegenstände gezeigt, auf Screens werden interaktiv zusätzliche Infos geliefert. „Neben einer Fotostation für Besucher sind etwa eine Radiostation im Retro-Look oder ein über ein restauriertes Puch500-Lenkrad steuerbares digitales Archiv einige Beispiele für die intuitive Erlebbarkeit der Marke ÖAMTC. Die Zonen selbst heben sich durch ihre kristalline Anmutung von der Architektur ab.“ Im Herz des Gebäudes, beim Callcenter im ersten Obergeschoss, gibt eine Konsole samt Screen Auskunft über die bundesweit rund um die Uhr von hier aus gesteuerten Assistenzeinsätze. Ein wesentlicher Teil des positiven Besuchserlebnisses ist das Café Chassis mit seinen sinnlichen Texturen und Möbeln. Nach der Übergabe des Autos an die Werkstätten im Untergeschoss kann ihr Besitzer durch Shop und Servicecenter im Zwischengeschoss schlendern und über eine Treppe die Empfangszone im Erdgeschoss erreichen. Dort wird am Fuße des großen Atriums bester Kaffee für die Wartezeit im Café Chassis geboten – und mit den Screens auf der Big-Data-Wand auch ein futuristisches Erlebnis der Clubaktivitäten.
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Stimulierender Arbeitsalltag Für die Beschäftigten des ÖAMTC bietet das Leit- und Designsystem zahlreiche weitere Identifikations- und Orientierungsmöglichkeiten. Wandbilder mit abstrahierten Mobilitätsmotiven – vom Fahrrad bis zum Satelliten – im Punktrasterdesign, Sitzungssäle mit kreativen Na-
men, die in einem Partizipationsprozess gemeinsam entschieden wurden, und elektronischem Reservierungssystem sowie ein Mitarbeiterrestaurant, das nicht nur schöne Möbel und einen großen, sinnlichen Vollholztisch in der Mitte bietet, sondern auch höchstwertige Speisen eines speziell ausgewählten Caterers, sind wichtige Elemente dieser multimedial erweiterten Designstrategie.