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Der OÖ Jäger, N°192, September 2026

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Info-Magazin des OÖ Landesjagdverbandes Hohenbrunn 1 · 4490 St.Florian

Das Jägerrecht Worin besteht es?

53. JAHRGANG · NR. 192

SEPTEMBER 2026


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WIR JÄGER FÜR UNSER WILD Mit der Oö. Gamswildzonierung wird eine notwendige Ergänzung der Abschussplanverordnung umgesetzt. In dieser Ausgabe des Oö Jäger gehen wir nochmals auf konkrete Ziele und Auswirkungen ein. Bei den Informationsveranstaltungen in den vier Gamsbezirken Gmunden, Steyr, Kirchdorf und Vöcklabruck wurden gute Gespräche geführt und die praktische Umsetzung sowie Auswirkungen für die Jagdausübungsberechtigten erläutert. Die Gamswildzonierung ist ein richtungsweisendes Projekt für die Zukunft. Es zeigt, wie wir die vielfältigen menschlichen Erwartungen, rechtliche Vorgaben sowie den jagdlichen Umgang mit dieser speziellen Wildart harmonisch aufeinander abstimmen, überwachen und weiterentwickeln können. Dies kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten und Betroffenen bereit sind, über den Tellerrand zu blicken, ihre subjektiven Positionen und Sichtweisen zu reflektieren und aufeinander abzustimmen. Das Wesentlichste ist für mich aber das klare Bekenntnis, eine so einzigartige und kostbare Wildart mit ihren Ansprüchen zu akzeptieren, zu respektieren und diese in unsere Jagdvorstellungen zu integrieren. Ich bedanke mich bei den zahlreichen Mitwirkenden und Verantwortlichen für ihr starkes Engagement, auch diese jagdliche Herausforderung unserer Zeit zu meistern. Besonders schwer aber trifft die meisten unserer Wildtiere die extreme, langanhaltende Hitze und Trockenheit dieses Sommers, die in den Revieren zu einer echten Ausnahmesituation geführt hat. Fast alle Regionen, vom Flachland bis ins Hochgebirge, waren bzw. sind betroffen. Den Wildtieren ging es dabei nicht gut und für manche Arten wird es richtig eng. Unsere jagdlichen Möglichkeiten und Maßnahmen sind vielfältig und werden massiv gefordert sein. Ich ersuche die gesamte Oö. Jägerschaft, das Wild in dieser Situation bestmöglich weiter zu unterstützen, und unsere Rolle als Freunde des Wildes unter Beweis zu stellen.

Die Natur sagt Weidmannsdank! Euer,

Herbert Sieghartsleitner Landesjägermeister von Oberösterreich

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INHALT 8 Serie: Der Frechdachs

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Sonderregelungen bei geschützten Tierarten im Fokus der Oö. Jägerschaft

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Zukünftige Verantwortungsträger in der Jagd

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Oö. Gamswildzonierung Von der Planung bis zur Umsetzung

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Aus und für die Praxis: Fit für die Bergjagd

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Natürliche Ressource „Pelz“ nützen und aufwerten

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Draußen im Revier: Ein Plädoyer für mehr Langsamkeit

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Jagd- und Waffenrecht: Rechtliche Herausforderungen bei der Nutzung digitaler Werkzeuge beim Wildtiermonitoring

4

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AUS DER GESCHÄFTSSTELLE. Thema Jungjäger: Souverän durch die erste Herbstjagd JBIZ – Kurse und Seminare Jagdkurse

I M VISIER. DIE JAGD IN DER ÖFFENTLICHKEIT

40 43 46 50

wild auf Wild: Rezepte

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LEBENSRAUM.

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Dadlbauer: Unterschätzte Schätze

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MIT DEN JÄGERN UNTERWEGS.

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HUNDEWESEN.

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BRAUCHTUM & JAGDKULTUR.

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Überlieferter Brauch in neuer Zeit: Das Jägerrecht

SCHIESSWESEN.

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EDITORIAL

„In Wildheit liegt die Erhaltung der Welt.“

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Henry David Thoreau, Walking (1862)

FALKNEREI.

Neuer Vorstand beim Falknerverein Austria

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AUS DEN BEZIRKEN.

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PRODUKTE AUF DEM JAGDKSEKTOR.

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NEUE BÜCHER.

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SERVICE.

98 98 99

Kleinanzeigen Impressum, Sonne und Mond

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Mit September beginnt für viele Jäger jene besondere Zeit des Jahres, in der sich der Rhythmus der Natur spürbar verändert. Die Tage werden zusehends kürzer, die kühlen Nächte kündigen den Herbst an – und das jagdliche Geschehen nimmt zu. Der Herbst ist aber nicht nur eine intensive jagdliche Jahreszeit. Er ist auch Zeit des Übergangs und der Verantwortung. Viele der Erlebnisse sind Teil der Jagd. Zum Beispiel die nachhaltige Bewirtschaftung des Wildes, damit einhergehend der Schutz der Lebensräume und nicht zuletzt die Implementierung der Jagd und des Wildbrets in die Gesellschaft. Die Jagd steht vor Veränderungen, und sie wird sich auch in Zukunft mit neuen Rahmenbedingungen auseinandersetzen müssen. Umso wichtiger sind Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und die Jagd mit Fachwissen, Augenmaß und Leidenschaft weiterzuentwickeln. Einen ersten Blick auf diese zukünftigen Verantwortungsträger werfen wir in dieser Ausgabe. Auch rechtliche und fachliche Fragen begleiten uns. Wo geschützte Tierarten betroffen sind, braucht es klare Regeln und einen verantwortungsvollen Umgang mit den bestehenden Möglichkeiten. Bei der Gamswildzonierung wiederum geht es um sensible Ausgleiche zwischen jagdlicher Nutzung, Wildökologie und den Anforderungen unserer Lebensräume. Und wer im alpinen Gelände unterwegs ist, weiß, dass gute Vorbereitung kein Luxus ist, sondern Grundvoraussetzung. „Fit für die Bergjagd“ ist daher nicht nur ein Thema für besonders ambitionierte Bergjäger, sondern eine Frage von Sicherheit. Viel Spaß beim Lesen! Ihr

Jagdzeit ist Genußzeit – auch mit einfachen Zutaten. Foto: P. Mayr

Mag. Christopher Böck Geschäftsführer, Wildbiologe, Redaktionsleiter SEPTEMBER 2026


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SERIE

… ist in allen heimischen Gefilden unterwegs, ungesehen durchstreift er Wald und Flur, er sieht alles, hört alles und äußert sich höchstselten dazu. Der Frechdachs hat wohl seine eigene Meinung zu den Dingen, die er sieht. Allerdings belässt er es meist bei einem Schütteln seines mächtigen Kopfes, einem Schnauben, einem vergnügten Schmunzeln. Und doch gibt es Themen, die ihn so ganz und gar nicht unberührt lassen und über die er dann gerne sinniert.

LANDEIER UND BETONKINDER Kaum ein Graben scheint tiefer als jener zwischen Stadt und Land, findet der Frechdachs. Denn in der Stadt weiß man sehr genau, was auf dem Land schiefläuft. Auf dem Land wiederum weiß man ebenso genau, wie Stadtmenschen ticken. Man spricht erstaunlich oft übereinander statt miteinander und pflegt dabei mit Hingabe einfache Bilder: hier die ahnungslosen Städter, dort die traditionsverhafteten Landmenschen. Doch in einer Welt, die sich immer schneller dreht (und dies oje, oje auch noch, ohne dabei gebührende Rücksicht auf den jagdlichen Terminkalender zu nehmen) geraten alte Gewissheiten ins Wanken. Auch dem Frechdachs fällt auf, dass sich etwas ändert. Menschen arbeiten heutzutage vom Dorf aus für Firmen in aller Welt, bauen mitten in der Stadt auf Dächern Gemüse an und die jeweiligen Kinder wachsen ohnehin längst in derselben digitalen Wirklichkeit

auf. Das Bild vom ahnungslosen Städter und vom naturweisen Landmenschen wird auf Dauer so nicht halten, da ist sich der Frechdachs sicher. Dabei ist dieses gegenseitige Zurschaustellen von Feindbildern nicht nur unendlich ermüdend, sondern auch nicht besonders klug. Denn gerade die Jagd sitzt heutzutage an einer unbezahlbaren Schnittstelle. Sie verhandelt genau die Themen, für die man in der Stadt bereit ist, ein halbes Monatsgehalt im Bioladen zu lassen. Nämlich echte Nachhaltigkeit, maximale Regionalität, absolute Ehrlichkeit beim Fleischkonsum und der Wunsch nach Artenvielfalt und gesunden Lebensräumen.

und beides bringt uns keinen Schritt weiter. Die Welt ist selten schwarz oder weiß. Zwischen Vorurteilen und festgefahrenen Überzeugungen braucht es Offenheit und Gespräche. Denn die Stadt braucht das Land und das Land braucht das Gehör der Stadt. Wer immer nur Gegensätze betont, schadet sich am Ende selbst. Man hockt sozusagen so lange im eigenen, lauwarmen Badewasser, bis es kippt.

In diesem Sinne Weidmannsheil, euer Frechdachs

Wer also unermüdlich das Klischee vom ahnungslosen Städter pflegt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Stadt irgendwann eine ebenso pauschale Geringschätzung zurückschallt. Das eine nährt das andere –

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ZWISCHEN ARTENSCHUTZ UND SCHADENSBEGRENZUNG

SONDERREGELUNGEN BEI GESCHÜTZTEN TIERARTEN IM FOKUS DER OÖ. JÄGERSCHAFT

TEXT UND FOTOS: MAG. CHRISTOPHER BÖCK

Die Zeiten, in denen das Jagdgesetz allein über Jagdzeiten und Hege entschied, sind bereits länger vorbei. Heute agieren wir Jägerinnen und Jäger in einem hochkomplexen rechtlichen Spannungsfeld, das maßgeblich vom Natur- und Artenschutzrecht mitbestimmt wird. Einige sogenannte Konfliktarten fallen nicht unter das Jagdrecht, sondern sind über das Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001 geschützt. Dennoch ist es oft die Jägerschaft, die gerufen wird, wenn es um das Management oder die Regulierung dieser Arten geht.

Um im Revier rechtskonform und weidgerecht zu handeln, ist der genaue Blick auf die aktuellen Verordnungen unerlässlich. Ein kompakter Überblick über die wichtigsten Sonderregelungen zeigt, worauf es ankommt.

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RABENKRÄHE UND ELSTER – DIE OÖ. ARTENSCHUTZVERORDNUNG § 8A Grundsätzlich sind Rabenvögel nach dem Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz geschützt. Da flächendeckende Schutzmaßnahmen jedoch weder ökologisch notwendig noch

wirtschaftlich vertretbar sind, regelt § 8a der Oö. Artenschutzverordnung klare Ausnahmen für Rabenkrähen und Elstern. Diese dürfen außerhalb von Naturschutzgebieten, dem Nationalpark und Vogelschutzgebieten bejagt werden.


muss innerhalb dieser Frist direkt über das JADA-System eingetragen werden. Nur durch diese tagesaktuelle Erfassung kann die Einhaltung der gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben nachgewiesen und die Bejagung dieser Arten für die Zukunft rechtlich abgesichert werden. Zugegeben, dieses Prozedere ist bürokratisch und für viele ein zusätzlicher Aufwand, zum aktuellen Zeitpunkt jedoch zum Fortbestand dieser wichtigen Regelungen notwendig.

höhe 1,95 m. Die Maschenweite muss zwischen 4 cm und maximal 4,5 cm liegen bei einer Drahtstärke von ca. 3 mm. Einflugschlitze dürfen maximal 32 cm x 32 cm groß sein, müssen jedoch durch glatte, abgerundete Rundstäbe einheitlich auf 16 cm verengt werden. n Kleiner Elsternfang: Mindestgröße von 40 cm x 40 cm x 40 cm, Mindestmaschenweite 3 cm x 3 cm.

Zulässige Methoden und strenge Maße Die Entnahme ist nur den jagdlich legitimierten Jägerinnen und Jägern des jeweiligen Jagdgebietes gestattet. Erlaubt sind die Bejagung mit geeigneten Jagdwaffen, die Beizjagd sowie zwei selektive Fangmethoden, deren Maße gesetzlich strikt definiert sind:

Um unsere gefährdeten Wildfischbestände zu schützen, greift für den Kormoran § 8 der Oö. Artenschutzverordnung. Außerhalb geschützter Gebiete (wie bspw. Naturschutzgebiete, Vogelschutzgebiete oder Schlafplätze) ist die Vergrämung und Bejagung reglementiert:

n Nordische Krähenfalle: Mindest-

grundfläche 3 m x 2 m, Mindest-

DER KORMORAN – ABWEHR AN UNSEREN GEWÄSSERN

n Zeitraum: Vom 16. August bis 31.

März (bei Verwendung von Schalldämpfern bis 30. April, Sonderbe-

n Rabenkrähen: Erlaubt ist das Fan-

gen und/oder Erlegen in der Zeit vom 1. Juli bis 28./29. Februar. n Elstern: Erlaubt ist das Fangen und/oder Erlegen in der Zeit vom 1. August bis 28./29. Februar. Strenge Meldepflicht binnen 24 Stunden Um den strengen Vorgaben der EUVogelrichtlinie zu entsprechen, fordert Brüssel eine lückenlose und zeitnahe Überwachung der entnommenen Kontingente. Daher ist in der neuen aktuellen Fassung des § 8a eine Meldung der entnommenen Rabenkrähen und Elstern innerhalb von 24 Stunden verpflichtend geworden. Jede Erlegung und jeder Fang

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in max. 58 nördlich der Donau/ Mühlviertel und max. 100 südlich der Donau). l Vor Bejagung ist eine tagesaktuelle Information auf der Homepage des Landes Oberösterreich einzuholen, ob noch Kontingente vorhanden sind (https://www. land-oberoesterreich.gv.at/biberkontingent). l Meldepflicht: Erlegte oder gefangene Biber müssen binnen 24 Stunden in der Jagddatenbank (JADA) eingetragen und der Naturschutzbehörde für 48 Stunden zur Beweissicherung bereitgehalten werden.

VERANTWORTUNG UND EXAKTE DOKUMENTATION

stimmungen für das ESG Untere Traun). n Bereich: Im Umkreis von 100 Metern um Fischwässer (§ 4 Oö. Fischereigesetz 2020) sowie um anerkannte Fischzuchtbetriebe. n Landesweites Kontingent: höchstens 10 % des landesweiten Gesamtbestands. Die Tötung von Kormoranen ist nur zulässig, wenn davor eine aktuelle Information darüber eingeholt wurde, dass die höchstmöglichen Entnahmemengen nicht ausgeschöpft sind (https://www.land-oberoesterreich.gv.at/kormorankontingent). n Jede Tötung von Kormoranen ist innerhalb von 24 Stunden in die JADA einzumelden.

DIE OÖ. BIBER-VERORDNUNG Mit dem rasanten Anwachsen des Biberbestands in Oberösterreich wurde eine praxistaugliche Regelung für Land- und Forstwirte, aber auch bei Problemen bei Siedlungen dringend notwendig. Die Oö. Biber-Verordnung ermöglicht (außerhalb von Schutzgebieten) ein systematisches

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Management bei erheblichen Schäden (Graben, Nagen, Einstauungen). Hier gilt ein strenges Stufenmodell, bei dem die Entnahme das letzte Mittel darstellt: 1. Prävention vor Eingriff: Zuerst müssen mögliche, zielführende und zumutbare Präventionsmaßnahmen (Einzelschutz von Bäumen, Elektrozäune, Damm-Drainagierungen) geprüft oder erfolglos geblieben sein. 2. Eingriff in den Lebensraum: Hauptdämme an aktiven Burgen dürfen vom 1. September bis 31. März entfernt werden, sofern das Vorliegen der Voraussetzungen im Dokumentationsformular festgestellt wird. 3. Eingriff in die Population (Entnahme): Eine Entnahme (mittels Falle oder Schuss) durch Jäger ist nur mit einem behördlich unterfertigten Dokumentationsformular der Bezirkshauptmannschaft zulässig. l Zeitraum: 1. September bis 31. März. l Kontingent: Maximal 158 Biber pro Periode landesweit (aufgeteilt

Als Jäger übernehmen wir beim Management geschützter Arten eine wichtige Rolle als Mittler zwischen Artenschutz, Fischerei und Landwirtschaft. Die rechtlichen Hürden sind hoch – und das aus gutem Grund. Bitte achten Sie in Ihren Revieren penibel auf die Einhaltung der Schonzeiten, die genauen Maße der Fanggeräte und vor allem auf die fristgerechte Meldung in den entsprechenden Datenbanken (wie der JADA). Nur durch eine saubere, lückenlose und transparente Durchführung sichern wir uns als Jägerschaft das Vertrauen der Behörden und der Öffentlichkeit für diese unverzichtbaren Managementmaßnahmen.


ERFOLGREICHER ABSCHLUSS

ZUKÜNFTIGE VERANTWORTUNGSTRÄGER IN DER JAGD 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben heuer die „Ausbildung für zukünftige Verantwortungsträger in der Jagd“ erfolgreich abgeschlossen. Der sechsmonatige Lehrgang im Jagdlichen Bildungs- und Informationszentrum (JBIZ) Schloss Hohenbrunn verfolgte das Ziel, engagierte Jägerinnen und Jäger umfassend auf mögliche künftige Aufgaben in der Jagd, in Abstimmung mit den jeweiligen Jagdleitern, vorzubereiten. Ergänzend zu den theoretischen Einheiten in Hohenbrunn fanden praxisnahe Module statt und sorgten für eine enge Verbindung zwischen

Ausbildung und gelebter Jagdpraxis vor Ort. Inhaltlich deckte die Ausbildung ein breites Spektrum ab – von Jagdbetrieb und Jagdrecht über Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Teamführung und moderner Zusammenarbeit innerhalb der jagdlichen Organisation. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Kompetenzen, um in der Öffentlichkeit wirksam

aufzutreten, Verantwortung zu übernehmen und weitere Jägerinnen und Jäger aktiv in Projekte einzubinden und zu motivieren. Die zukünftigen Funktionsträger sollen damit nicht nur innerhalb der Jägerschaft wirken, sondern auch als kompetente Ansprechpartner in der Gesellschaft auftreten. Den Abschluss des Lehrgangs bildete die Präsentation der erarbeiteten Projektarbeiten vor einer fach-

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kundigen Jury, bestehend aus Ausbildungsleiter Johann Hackl, Dr. Roman Auer sowie Landesjägermeister ÖkR Herbert Sieghartsleitner. Die Projekte überzeugten durch hohe Praxisnähe und zeigten eindrucksvoll den Anspruch, jagdliche Themen zeitgemäß, offen und gesellschaftsorientiert zu gestalten. Im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsverleihung im JBIZ Schloss

Hohenbrunn überreichte Landesjägermeister ÖkR Herbert Sieghartsleitner die Urkunden an die Absolventinnen und Absolventen und würdigte deren Engagement sowie die Bedeutung dieser Ausbildung für die zukünftige Entwicklung der Jagd in Oberösterreich. Mit dem erfolgreichen Abschluss steht nun eine neue Generation von Verantwortungsträgern bereit, die

die jagdliche Arbeit in den Bezirken aktiv mitgestalten und weiterentwickeln wird. Für 2027 ist wieder ein Lehrgang geplant, der über die OÖ JagdApp per Push-Nachricht sowie über die Website ooeljv.at ausgeschrieben wird.

DIE ERSTEN NEUN PROJEKTARBEITEN: MATTHIAS AIGNER EINER ALTEN HECKE NEUES LEBEN GEBEN Eine Hecke ist weit mehr als nur eine Ansammlung von Sträuchern und Bäumen. Sie ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Gerade in intensiv genutzten Agrarlandschaften bietet sie Wildtieren Schutz, Nahrung sowie wichtige Rückzugs- und Vernetzungsräume. Damit eine Hecke ihre vielfältigen Funktionen dauerhaft erfüllen kann, ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich. Durch abschnittsweise Verjüngungsmaßnahmen und gezielten Rückschnitt wird ein dichter, vitaler Wuchs gefördert und dem Vergreisen der Gehölze entgegengewirkt. Dabei gilt: Nie die gesamte Hecke auf einmal zurückschneiden, sondern immer nur einzelne Abschnitte bearbeiten. So bleiben ausreichend

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Rückzugs- und Lebensräume für Tiere erhalten. Pflegearbeiten sollten grundsätzlich außerhalb der Brut- und Setzzeit erfolgen. Mit der fachgerechten Pflege und Erhaltung von Hecken leistet die Jägerschaft einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Artenschutz. Sie schafft und erhält wertvolle Lebensräume, von denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren. Damit wird deutlich, dass moderne

Jagd weit über die nachhaltige Nutzung des Wildes hinausgeht und einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Entwicklung unserer Kulturlandschaft leistet.


FELIX ASCHERMAYER ÖFFENTLICHKEITSARBEIT ALS SCHLÜSSEL FÜR DIE ZUKUNFT DER JAGD Die Zukunft der Jagd entscheidet sich nicht nur im Revier, sondern auch

in der öffentlichen Wahrnehmung. Eine offene, transparente und professionelle Öffentlichkeitsarbeit ist daher unverzichtbar, um Verständnis für die vielfältigen Aufgaben der Jägerschaft zu schaffen und die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd langfristig zu sichern. Unter dem Titel „Wie sieht die Jagd in zehn Jahren aus?“ wurden beim

Foto mit KI verändert.

GEORG HASLHOFER NISTHILFEN FÜR HEIMISCHE WILDVÖGEL Mit viel Begeisterung und großem Engagement beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Wilhering an einem besonderen Naturschutzprojekt. Gemeinsam mit der Jägerschaft fertigten sie Nisthilfen für heimische Vogelarten an, die anschließend auf Stiftsgrund entlang des Donau-Treppelwegs montiert wurden. Die Bauanleitung für die Nistkästen stammte von BirdLife Österreich. So entsprachen die Nisthilfen den Bedürfnissen der Vögel optimal. Mit großem handwerklichem Geschick und viel Freude entstanden zahlreiche individuelle Nistkästen. Jede Nisthilfe hatte einen ganz besonderen Charakter und kann von den jungen Erbauerinnen und Er-

bauern jederzeit wieder besucht und beobachtet werden. Das Projekt verbindet praktischen Naturschutz, Jagd und Umweltbildung. Zudem wird den Kindern auf anschauliche Weise die Bedeutung heimischer Lebensräume und Artenvielfalt vermittelt. Die neuen Nisthilfen leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Vogelwelt in der

Bezirksjägertag Wels Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus Jagd, Politik und Landwirtschaft geführt. Die unterschiedlichen Perspektiven zeigten die Herausforderungen und Chancen der Jagd sowie ihre Rolle im Natur- und Artenschutz auf. Die Interviews wurden zu einem Videobeitrag aufbereitet und gemeinsam mit einem redaktionellen Bericht über die digitalen Kanäle eines regionalen Mediums veröffentlicht. So konnten auch Menschen außerhalb der Jägerschaft erreicht und für die Leistungen der Jagd sensibilisiert werden. Das Projekt zeigt, wie wichtig zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit für eine moderne Jagdorganisation ist. Nur wer transparent kommuniziert und den Dialog mit der Gesellschaft sucht, kann Vertrauen schaffen und die Zukunft der Jagd aktiv mitgestalten.

Region. Mit diesem gelungenen Gemeinschaftsprojekt wurde nicht nur ein nachhaltiger Beitrag zum Naturschutz geleistet, sondern auch das Bewusstsein der Kinder für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur nachhaltig gestärkt.

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CHRISTOPH ECKERSTORFER JAGDLICHER ARBEITSKREIS – GEMEINSAM STÄRKER ÜBER REVIERGRENZEN HINWEG

Wildtiere kennen keine Reviergrenzen – deshalb braucht erfolgreiche Jagd eine enge Zusammenarbeit benachbarter Reviere. Der jagdliche Arbeitskreis rund um Pennewang verfolgt das Ziel, jagdliche Herausforderungen koordiniert und revierübergreifend zu lösen.

Zu den gemeinsamen Maßnahmen zählen unter anderem Vereinbarungen zur Wildfolge, eine abgestimmte Schwarzwildbejagung, die Organisation revierübergreifender Treibjagden, eine „Schnelle Eingreiftruppe“ bei entlaufenem Gatterwild sowie eine Digitalisierung der Grenzen. Die Basis des Projekts bildet eine moderne und zeitgemäße Kommunikation über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe. Sie ermöglicht einen raschen Informationsaustausch und eine effiziente Abstimmung zwischen den Revieren. Der Arbeitskreis zeigt eindrucksvoll, wie gelebte Zusammenarbeit und moderne Kommunikation zu einer erfolgreichen, revierübergreifenden Jagd beitragen.

LISA HAMMER EIN DANK AN DIE NATUR – MAIANDACHT DER JAGD UNTERWEITERSDORF Mit einer feierlichen Maiandacht setzte die Jagd Unterweitersdorf ein Zeichen der Dankbarkeit für die Gaben der Natur sowie der Verbundenheit mit Heimat, Brauchtum und Glauben. Im Mittelpunkt standen die Bitte um Schutz und eine gute Hand im jagdlichen Tun sowie das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung. Die Veranstaltung versteht sich aber auch als Begegnungsort für Jägerschaft, Grundeigentümer und Bevölkerung. Sie schlägt eine Brücke zwischen Jagd, Kultur und Gesellschaft und fördert den Dialog sowie das gegenseitige Verständnis.

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Die Maiandacht soll künftig im Zweijahresrhythmus stattfinden und sich als fester Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens in der Region etablieren.


EVA PACHER LEADER – EINE CHANCE FÜR JAGDLICHE LEBENSRAUM- UND REGIONALPROJEKTE Wie können Jägerinnen und Jäger von den LEADER-Förderprogrammen profitieren? Dieser Frage widmet sich Eva Pacher, Vorständin der LEADER-Region Mostlandl Hausruck, in einem kompakten Überblick über die Möglichkeiten der EU-Förderinitiative für jagdliche Projekte. LEADER unterstützt Vorhaben, die den ländlichen Raum nachhaltig stärken. Für die Jagd eröffnen sich dabei vielfältige Chancen – von der Anlage von Blühflächen, Hecken, Wildäsungsflächen und strukturreichen Waldrändern bis hin zur Schaffung wertvoller Lebensräume für Wildtiere. Ebenso können Projekte

MANUEL PARTINGER DROHNENPROJEKT IN ORT IM INNKREIS: EINE STARKE VERBINDUNG ZWISCHEN JAGD UND LANDWIRTSCHAFT

zur regionalen Vermarktung von Wildbret, etwa in Kooperation mit FoodCoops, Gastronomiebetrieben oder Direktvermarktern, gefördert werden. Anhand erfolgreicher Praxisbeispiele aus Oberösterreich werden bereits umgesetzte Pionierprojekte vorgestellt und deren Nutzen für Reviere und Regionen aufgezeigt. Ziel ist es, Jägerinnen und Jägern einen

praxisnahen Überblick über die Fördermöglichkeiten zu geben und aufzuzeigen, wie jagdliche Ideen erfolgreich in regionale Entwicklungsstrategien eingebunden werden können. So kann die Jagd einen wichtigen Beitrag zu Biodiversität, regionaler Wertschöpfung und einer nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums leisten.

Mit großem Engagement und modernster Technik setzt die Jagdgesellschaft Ort im Innkreis ein starkes Zeichen für gelebten Natur- und Tierschutz. Im Rahmen eines gemeinsamen Drohnenprojekts mit der Landwirtschaft konnten bereits in den ersten Monaten 53 Rehkitze sowie zahlreiche Bodenbrüter vor

dem Mähtod gerettet werden. Der Erfolg des Projekts beruht auf einer breiten Zusammenarbeit in der Region. Neben den 31 Mitgliedern der Jagdgesellschaft beteiligten sich auch der Gemeinderat, der Gemeindejagdvorstand, die Raiffeisenbank, zwei Feuerwehren sowie zahlreiche Landwirte und Grundeigentümer. Elf Jagdmitglieder absolvierten den Drohnenführerschein und wurden in mehreren Praxiseinsätzen umfassend für den Einsatz der Wärmebilddrohne geschult. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die enge Kooperation von Jagd, Landwirtschaft (am Foto mit dem Ortsbauernobmann) und Gemeinde moderne Technologie zum Schutz heimischer Wildtiere eingesetzt werden kann. Es gilt damit als vorbildliches Beispiel für eine erfolgreiche regionale Zusammenarbeit im Sinne des Natur- und Artenschutzes.

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FRANZ HATTINGER DROHNENPROJEKT TOLLET Jährlich fallen in Oberösterreich nach Schätzungen des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes zwischen 3.000 und 5.000 Rehe den Mäharbeiten zum Opfer. Um diese Zahl nachhaltig zu reduzieren, setzen Jägerinnen und Jäger zunehmend auf moderne Drohnentechnologie. Auch die Jagdgesellschaft Tollet verfügt seit Beginn dieser Saison über eine Wärmebilddrohne des Typs DJI Matrice 4T, die bereits erfolgreich zur Kitzrettung eingesetzt wird.

Das Absuchen von Wiesen vor der Mahd geht dabei weit über jagdliche Interessen hinaus – es ist eine

ethische, moralische und gesetzliche Verpflichtung! Jägerinnen und Jäger sowie Landwirtinnen und Landwirte tragen gemeinsam Verantwortung für den Schutz des Jungwildes. Der Einsatz moderner Technik zeigt eindrucksvoll, wie durch eine enge Zusammenarbeit Tierleid verhindert und ein wichtiger Beitrag zum aktiven Wild- und Tierschutz geleistet werden kann.

Jagdgesellschaft Micheldorf I (2026– 2032) sowie am kirchlichen Jahreskreis. Veranstaltungen wie das Erntedankfest oder die Hubertusmesse bilden dabei zentrale pädagogische Anknüpfungspunkte. Unter der Leitung von Nikola Skoro wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Pfarrprovisor Pater Jakobus, Bezirksjägermeister Franz

Humpl, Jagdleiter Georg Huemerlehner (JG Micheldorf I), dem ehemaligen Jagdleiter Gerald Greimel sowie den Lehrern Martin Wieser, David Feßl und Markus Feicht umgesetzt. Die Initiative zeigt beispielhaft, wie Jagd, Bildung und gelebte Tradition gemeinsam einen wertvollen Beitrag zur Bewusstseinsbildung junger Menschen leisten können.

der Mahd rasch und zuverlässig aufgespürt und in Sicherheit gebracht werden.

Die Drohne ist heute ein unverzichtbares technisches Hilfsmittel für eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Jagdausübung. Mit ihrer Wärmebildkamera können Rehkitze und anderes Jungwild vor Beginn

NIKOLA SKORO VERANTWORTUNG FÜR DIE SCHÖPFUNG Das Projekt verbindet das Weidwerk mit kirchlichen Traditionen und macht damit ein wichtiges Stück regionaler Kulturgeschichte für junge Menschen erlebbar. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der LWBFS Schlierbach sowie der Volksschule Micheldorf und vermittelt die Jagd als verantwortungsvolle Aufgabe im Einklang mit Natur, Brauchtum und christlichen Werten. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche für natürliche Lebensräume zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung der Jagd als nachhaltige Form der Hege und Pflege heimischer Wildlebensräume näherzubringen. Die Projektlaufzeit orientiert sich an der Jagdperiode der

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OÖ. GAMSWILDZONIERUNG

VON DER PLANUNG BIS ZUR UMSETZUNG TEXT: LJM ÖKR HERBERT SIEGHARTSLEITNER, DDI GOTTFRIED DIWOLD, DI JOCHEN BONIGUT FOTOS: CH. BÖCK, FOTOLIA

Im Dezember 2025 wurde im DER OÖ JÄGER bereits über den Start vom Projekt der Gamswildzonierung berichtet. Seit Anfang des Jahres 2026 wurden die Grundlagen und Karten in einer Steuerungsgruppe, welcher die zwei renommierten Gamswildexperten Dr. Hubert Zeiler und Dr. Rudi Reiner angehören, erarbeitet.

Nach der Präsentation der Ergebnisse in der Projektgruppe, mit Mitgliedern des OÖ LJV, der betroffenen Behörden sowie Grundbesitzervertretern, fanden in der 2. Julihälfte in den vier Gebirgsbezirken, wo das Gamswild in OÖ ausschließlich bejagt wird, Informationsveranstaltungen für die betroffenen Jagdausübungsberechtigten statt. Somit befindet sich das Projekt auf der vorläufigen Zielgerade. Eines der Hauptziele des Gamsprojektes ist, sicherzustellen, dass die Bejagung des Gamswildes in Oberösterreich auch in Zukunft möglich ist. Auf Grund der rechtlichen Rahmenbedingungen, die für das Gamswild gelten, ist für den Nachweis des günstigen Erhaltungszustandes und

der damit möglichen Bejagung eine genauere Betrachtung der Wildart selbst, seines Lebensraumes und die Auswirkungen der Jagd erforderlich. „Mit der Gamswildzonierung schaffen wir eine fachlich fundierte Grundlage, um das Gamswild in Oberösterreich langfristig als gesunde und bejagbare Wildart zu erhalten. Die Einteilung in Kern- und Randzonen und darin möglichen Maßnahmengebieten ermöglicht eine differenzierte Bewirtschaftung, die den günstigen Erhaltungszustand der Population ebenso berücksichtigt wie die notwendige Verjüngung unserer Schutz- und Wirtschaftswälder. Damit verbinden wir Artenschutz, nachhaltige Jagd und landeskulturelle Interessen mit Haus-

verstand und auf Basis objektiver Daten“, betont Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

FFH-RICHTLINIE Die rechtliche Basis für das großräumige Management liefert die FaunaFlora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der EU, in deren Anhang V die Gams (Rupicapra rupicapra) gelistet ist. Jagdwirtschaftlich bedeutet dies: Die Entnahme durch die Jagd darf den „günstigen Erhaltungszustand“ der Populationen nicht gefährden. Dieser Nachweis des günstigen Erhaltungszustandes soll für das Gamswild durch die bereits seit längerer Zeit durchgeführten Gamswildzählungen, eine Kohortenanalyse (retrospektive Analyse vergangener

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Oö. Gamswildzonierung Von der Planung bis zur Umsetzung

Abb. 1: Gamswildlebensräume OÖ (Dr. Rudi Reiner)

Abschussdaten zur Bestandsabschätzung) sowie die Analyse der Verteilung der Abschusszahlen als Grundlage erbracht werden. Für die Jagdbehörden und Jagdgebiete in Oberösterreich gilt nun, dass jede Abschussplanung beim Gamswild neben der gültigen OÖ Abschussplanverordnung auch auf einem soliden, großräumigen Populationsmonitoring fußen muss. Daher gilt es in Zukunft die Abschussplanung und Bejagung des Gamswildes auf Basis objektiver Bestandsdaten, Verbissaufnahmen und nachhaltiger Abschüsse durchzuführen.

EINTEILUNG IN ELF GAMSWILDLEBENSRÄUME Im Rahmen der Gamswildzonierung wurden die Gebirgsstöcke in Oberösterreich in unterschiedliche Gamswildlebensräume eingeteilt (siehe Karte der Gamswildlebensräume). Es ergaben sich hierdurch elf unterschiedliche Gamswildlebensräume,

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die meist sehr gut voneinander abgrenzbar sind. Diese Gamswildlebensräume sind im wesentlichen Fortpflanzungsgemeinschaften die nach Außen weitgehend abgeschlossen sind oder auch einen gewissen untergeordneten Austausch mit Gämsen eines anderen Gamswildlebensraumes innerhalb von Oberösterreich oder auch zu den Nachbarbundesländern Salzburg, Steiermark oder Niederösterreich pflegen. In diesen Gamswildlebensräumen wurde in weiterer Folge je nach Lebensraumeignung eine Zonierung in Kern- und Randzone, sogenannte Behandlungszonen, vorgenommen. Die Abgrenzung wurde anhand eines Habitatmodellierungsmodells mit folgenden Eingangsparametern vorgenommen: n Seehöhe n Hangneigung n Exposition n Felsnähe

KERN- UND RANDZONEN (BEHANDLUNGSZONEN) DER OÖ GAMSWILDZONIERUNG Die Grenzen der ausgewiesenen Kern- und Randzonen orientieren sich nicht an den Jagdgebietsgrenzen oder Bezirksgrenzen, sondern geben mit ihrer Ausweisung Auskunft über den für das Gamswild verfügbaren Lebensraum. Diese Informationen sollen nach Möglichkeit bei der gemeinsamen Abschussplanbegehung und Abschussplanfestlegung berücksichtigt werden. Die Basis für die Abschussplanerstellung ist in beiden Zonen weiterhin die OÖ Abschussplanverordnung. In Jagdgebieten, in denen Gamswild vorkommt, werden zusätzlich die Ergebnisse der Referenzstreckenzählung und der landesweiten Bestandsschätzungen bei der Abschussplanerstellung miteinbezogen.

KERNZONE (DUNKELGRÜN) Die Kernzonen umfassen die optimalen ursprünglichen Lebensräume


Abb. 2: Kern (dunkelgrün)- und Randzonen (hellgrün) in den Gamswildlebensräume (Dr. Rudi Reiner)

des Gamswildes im alpinen Raum und in den felsigen Lagen der Kalkalpen. n Primäres Ziel: Der langfristige Erhalt einer gesunden, sozial stabilen und bejagbaren Gamspopulation im Sinne der EU-FFH-Richtlinie unter Berücksichtigung der Interessen der Landeskultur. n Jagdliche Praxis: Hier steht eine nachhaltige Bejagung im Vordergrund. Der Abschuss orientiert sich an den Altersklassenrichtlinien des OÖ Landesjagdverbandes. Ziel ist eine naturnahe Sozialstruktur mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis und einem ausgewogenen Anteil von Böcken und Geißen in der Altersklasse I. Die Bejagung soll hier vor allem auf die Populationsstruktur ausgerichtet sein.

RANDZONE (HELLGRÜN) Die Randzonen schließen direkt an die Kernzonen an und umfassen meist tiefergelegene, waldreichere

Übergangslagen sowie Schutz- und Bannwälder, die für Gamsverbiss anfälliger sind. n Primäres Ziel: Die Regulierung und die gezielte Lenkung der Bestände sowie eine Verringerung des Wildeinflusses auf die Waldverjüngung. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung des günstigen Erhaltungszustandes in der Gamswildregion. In weiterer Folge sollen negative Auswirkungen auf sensible Wirtschaftswälder und Schutzwälder jedoch verhindert werden. n Jagdliche Praxis: Die Bejagung ist intensiver und wird etwas flexibler gestaltet. Um den forstlichen Vorgaben und dem Zustand der Waldverjüngung (Weiserflächen) gerecht zu werden, sollen die Abschussvorgaben der Abschussplanung in der Randzone konsequent ausgeschöpft werden.

MASSNAHMENGEBIETE Unter Maßnahmengebiete sind hier jene Bereiche zu verstehen, in denen es auf Grundlage der landeskulturellen Interessen einer intensiveren Bejagung bedarf.

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Oö. Gamswildzonierung Von der Planung bis zur Umsetzung

Dies gilt hier vor allem bei flächenwirtschaftlichen Projekten, Bannwäldern und auch Bereichen, in denen die Waldverjüngung nicht aufkommen kann. Diese Maßnahmengebiete werden in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörde festgelegt. Durch dieses abgestufte Zonenmodell sichert Oberösterreich dem Gamswild seine angestammten Refugien, während gleichzeitig die forstlichen Ziele in den sensiblen Übergangslagen sowie auch in den Wirtschaftswäldern durch etwaige Maßnahmengebiete (Bejagungsbereiche mit behördlich verordneter Schwerpunktbejagung) aufrechterhalten werden sollen. Gamsabschüsse außerhalb der Zonierungsgebiete („Gamsmigranten“) dürfen nur mehr mit begründetem

Zwangsabschuss nach § 44 Oö. JG 2024 erfolgen. Diese einzelnen Gämsen können eventuell wichtige Beiträge zum Genaustausch leisten. Allgemeine Grundsätze in beiden Gamswildbehandlungszonen n Bejagung gemäß Abschussplanung n Abschussplanverordnung gilt weiterhin n Wenn es die Situation erfordert, können zeitlich und örtlich begrenzte Maßnahmengebiete festgestellt werden. n Bei Jährlingen und Kitzen gibt es keine nach oben offenen Abschusspläne mehr.

FAZIT FÜR DIE PRAXIS Die oberösterreichische Gamswildzonierung zeigt deutlich: Die Bejagung und Bewirtschaftung des Gamswildes in Oberösterreich werden sich in Zukunft etwas verändern.

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Beeinflusst durch den Klimawandel, veränderten Habitatnutzungen durch die Wildart und europarechtlichen Vorgaben steht die klassische Gamsjagd vor nötigen Anpassungen. Die Gamswildzonierung versucht hierbei, den Spagat zwischen internationalem Artenschutz, Interessen der Landeskultur und landesrechtlichen Vorgaben für die Abschussplanung und die Ansprüche im Sinne des Gamswildes zu meistern. Dies alles mit dem Ziel, das Gamswild in unseren oberösterreichischen Bergen als (bejagbare) Wildart zu erhalten, dessen Ansprüche zu berücksichtigen und einer nachhaltigen Waldverjüngung das Aufkommen zu ermöglichen.

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Die Oberösterreichische versichert. Wichtige Sicherheitsregeln bei Treib-, Riegel- und Drückjagd. Als verlässlicher Partner des OÖ Landesjagdverbandes, weisen wir alle OÖ. Jäger:innen auf einige wichtige Regeln und Verhaltensmaßnahmen bei der Treib-, Riegel- oder Drückjagd (Auszug) hin: D Voraussetzung für die Teilnahme als Jäger:in ist der Besitz einer gültigen Jagdkarte D Das Tragen von Signalbändern auf Hüten bzw. Kappen für die Jäger:innen und Signalwesten für die Treiber:innen wird dringend empfohlen D Es besteht ein absolutes Alkoholverbot für alle Jagdteilnehmer:innen D Den Anordnungen der Jagdleitung ist unbedingt Folge zu leisten D Die Waffe ist außerhalb des Triebes stets entladen und mit der Mündung nach oben zu tragen

Weitere Regeln und Verhaltensmaßnahmen finden Sie auf versich.at/ jagd und auf www.ooeljv.at

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Deine Sicherheit bei der Jagd geht vor.


AUS UND FÜR DIE PRAXIS

FIT FÜR DIE BERGJAGD TEXT: HERIBERT SENDLHOFER FOTO: A. MÄCHLER

Aus jahrzehntelanger Erfahrung als Bergjäger und Pirschführer ist für mich faszinierend, wie nahe oft Erfolg und Misserfolg beisammen liegen, und von welchen scheinbaren Kleinigkeiten Erfolg oder Misserfolg abhängen können. Häufig werden dafür die Weichen bereits in der Vorbereitung auf die Jagd gestellt. Für viele Jäger, die Ihrer Leidenschaft in eher niedrig gelegen und hügeligen Revieren frönen, hat die Jagd im Hochgebirge einen ganz besonderen Reiz und stellt sie vor neue, ungewohnte Herausforderungen. Auch ist es für viele ein lang gehegter Wunsch, einmal ein Mankei, einen Hahn oder die Krönung der Bergjagd, einen Gams oder Steinbock, zur Strecke zu bringen. Wenn es dann gelungen ist, auf einen Abschuss eingeladen zu werden, ist die Vorfreude groß und es beginnt, rechtzeitig vor dem Jagdtermin, die Vorbereitung auf die Jagd. Für eine erfolgreiche Jagd im Gebirge sind für den unerfahrenen Bergjäger eine ganze Reihe von Vorbereitungen erforderlich. Die erste Frage, die sich stellt, ist die Frage nach der eigenen Gesundheit und Fitness, da

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die Jagd am Berg oft mit stundenlangen Aufstiegen und Pirschen im ungewohnten und schwierigen Gelände verbunden ist. Die Wetterlage, kann sich in den Gebirgslagen kurzfristig verändern und

der Aufstieg bei strahlendem Sonnenschein schlägt in ein Gewitter, einfallenden dichten Nebel oder in Schneefall um. Die Gesundheit und Fitness ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine schöne und erfolgrei-


che Jagd. Körperliche Leiden, Übergewicht, Probleme mit den Gelenken beim Gehen, können die Bergjagd zur Qual machen. Sie können gefährlich sein und die Freude und Erfolgschancen erheblich verringern. Wer die Höhenlagen nicht gewöhnt ist, reagiert oft auch mit Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit. Eine zwei- bis dreitägige Eingewöhnungsphase kann da hilfreich sein. Bezüglich der richtigen Ausrüstung reden Sie am besten im Vorfeld rechtzeitig mit Ihrem Gastgeber und klären die geplante Jagdart und voraussichtlichen Herausforderungen ab. Die mögliche Übernachtung auf einer Hütte erweitert das Vorbereitungsprogramm entsprechend. Wenn Sie eine geeignete Büchse, das richtige Kaliber und die passenden Patronen haben, gehen Sie auf den Schießstand und schießen Ihre Waffe entsprechend ein. Die Büchse sollte handlich und nicht zu schwer sein und sich vielleicht am oder im Rucksack transportieren lassen. Ein leichtes Pirschglas mit Entfernungsmessung und ein entsprechendes Zielfernrohr, wichtiger als die Lichtstärke ist dabei eine entsprechende Vergrößerung. Ein Spektiv ist meistens eine wichtige Unterstützung für den Pirschführer und wird daher nicht benötigt. Jedes Dekagramm an Gewichtsersparnis ist wichtig. Die Höhenlagen und unterschiedlichen Temperaturen wirken sich auch auf die Ballistik aus und führen zur Veränderung der Trefferlage. Der Schuss steil nach oben oder unten ist keine Seltenheit. Weite Schüsse bei starkem Wind, Kälte oder Hitze sind zusätzliche Herausforderungen. Wenn möglich, machen Sie auch einen Probeschuss, speziell wenn Sie mit der Büchse Ihres Pirschführers das Stück erlegen sollen. Die Jagd auf den Gams kann sehr unterschiedlich verlaufen. Die Palette der Möglichkeiten reicht von sehr einfach

und problemlos bis hin zur mentalen und physischen Erschöpfung. Nicht unwesentlich ist auch die richtige Bekleidung. Beginnen wir bei den Schuhen. Diese sollten mit einer entsprechenden Profilsohle versehen sein und deutlich über die Knöchel gehen, um dem Fuß auch den richtigen Halt, besonders beim Bergabgehen, zu geben. Neue Schuhe sollten zuerst rund 50 Kilometer

DIE HÖHENLAGEN UND UNTERSCHIEDLICHEN TEMPERATUREN WIRKEN SICH AUCH AUF DIE BALLISTIK AUS UND FÜHREN ZUR VERÄNDERUNG DER TREFFERLAGE.

eingegangen werden. Halbschuhe und Gummistiefel sind tabu. Wenn diese Vorbereitung bereits in Höhenlagen über 1000 m geschieht, lernen Sie auch die Reaktionen Ihres Körpers besser kennen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit auch Ihre Pulsfrequenzen, manchmal sind Schüsse abzugeben, auch wenn das Herz, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zum Hals schlägt. Üben Sie diese Situation auch am Schießstand. Neben den Schuhen ist es wichtig, auch die weitere Bekleidung den Anforderungen anzupassen. Diese sollte den möglichen Wetteränderungen gerecht werden. Socken und atmungsaktive Unterwäsche werden nach einem langen Aufstieg gewechselt. Da es bei einem folgenden Ansitz sehr kalt werden kann, schützt ein Wetterfleck aus Loden vor

Die Gamsbrunft – ein Naturschauspiel und Privileg eines jeden Gebirgsjägers.

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Aus und für die Praxis: Fit für die Bergjagd

trainieren Sie dafür mit fachlicher Unterstützung. n Wählen Sie die richtige Waffe mit passendem Zielfernrohr und entsprechenden Patronen. Üben Sie den Schuss auch unter schwierigen Situationen wie zum Beispiel mit hohem Puls oder angestrichen vom Stock. n Wählen Sie die bergtaugliche Bekleidung mit ihren besonderen Anforderungen. n Stimmen Sie sich im Vorfeld mit Ihrem Gastgeber über die speziellen Anforderungen und die Pirschführung ab. Klären Sie auch ab, ob Ihr „vierbeiniger Partner“ willkommen ist oder lieber zuhause bleiben soll. n Schießen Sie nur, wenn Sie sich sicher fühlen, schießen Sie nicht unter Druck. n Versuchen Sie, ruhig und gelassen zu bleiben, setzen Sie sich nicht unter Stress. Es klappt nicht immer auf Anhieb, manchmal benötigt es auch mehrerer Anläufe zum Weidmannsheil. Der Autor bei der Pirsch im Gebirge.

Wetterunbilden und hält warm. Zum traditionellen Jagdhut sollte noch Platz für eine warme Sturmhaube im Rucksack sein. Gamaschen gehören zur Pflichtausrüstung, denn sie schützen vor Nässe, Schnee und halten die Füße sowie Hosenbeine trocken und warm. Gamaschen sind sowohl im Sommer als auch im Winter unverzichtbar. In den höheren Lagen gibt es übrigens eine verstärkte UV Strahlung. Schützen Sie Ihre Augen entsprechend. Der Bergstock sollte immer dabei sein! Er dient zur Unterstützung bei der sicheren Fortbewegung im Gelände und ist sozusagen das dritte Bein im schwierigen Gelände. Der Abstieg ist bei Müdigkeit und schwierigen Wetterbedingungen, Eis, Schnee oder Nässe extrem gefährlich, da kann der Bergstock zum Le-

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bensretter werden. Manchmal dient er auch zum Anstreichen, wenn ein Schuss schnell ohne Auflage abgegeben werden muss. Ab- und Aufstiege müssen oft bei Dämmerung oder Finsternis erfolgen, eine lichtstarke Kopflampe trägt dabei wesentlich zur Sicherheit bei. Eine Thermoskanne mit heißem Tee und eine kleine Jause bringen die verlorengegangene Energie wenigstens teilweise wieder zurück. Seien Sie mit der Munition nicht zu sparsam. Wenn es nicht so läuft wie geplant und mehrere Schüsse notwendig werden, sollten Ihnen die Patronen nicht ausgehen. Fassen wir die einzelnen Erfolgskriterien für die Bergjagd nochmals kurz zusammen: n Machen Sie Ihren Körper und Geist fit für die Herausforderungen für die Bergjagd. Wenn erforderlich,

Der StreamingKanal des OÖ LJV: ooeljv.at/tv


Foto: Getty Images

NATÜRLICHE RESSOURCE „PELZ“ NÜTZEN UND AUFWERTEN Ein Lokalaugenschein in der Traditionsgerberei Artner in Eferding – und ein Leitfaden für die perfekte Versorgung von Bälgen und Decken TEXT: MAG. CHRISTOPHER BÖCK FOTOS: CH. BÖCK, M. ARTNER

Vier Gerbereien gibt es laut Firmen ABC noch in Oberösterreich, doch im letzten Jahrzehnt findet Pelz wieder mehr Verwendung in der Mode und das hochwertige Naturprodukt wird wieder mehr geschätzt. In manchen Teilen der Bevölkerung ist der Pelz jedoch immer noch negativ besetzt. Die emotionalen Kampagnen der 1980er und 1990er Jahre gegen den „Tiermord“ haben pauschalisiert und bewusst nicht zwischen qualvoller Zucht im Käfig und nachhaltigem Naturpelz aus der freien Wildbahn unterschieden. War oder ist dies bei Extremisten unter den Tierschützern möglicherweise so beabsichtigt, liegt

es heute nicht zuletzt an der Jägerschaft, die nichtjagende Bevölkerung aufzuklären. Es gilt aufzuzeigen, wo der Unterschied liegt und dass die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen eine gelebte Form des Naturschutzes darstellt. Ein Beispiel, das diese Entwicklung widerspiegelt: Wurden in den 1980er Jahren noch durchschnittlich 10.000 Bisamfelle pro Jahr in der Gerberei Artner verarbeitet, so waren es wenige Jahre später nur noch etwa 150 bis 200 Stück. Prinzipiell geht es heute darum, handwerkliche Spitzenqualität zu

produzieren und heimische Naturpelze optimal zu nutzen. Deshalb ist die richtige Vorbereitung des Felles durch den Jäger das „Um und Auf“. Der Gerber kann nämlich bei vernachlässigten Fellen selbst bei bestem Können keine Wunder wirken – eine gute und korrekte Vorbehandlung bzw. Konservierung ist bereits die halbe Gerbung!

DER BIOLOGISCHE WETTLAUF GEGEN DIE ZEIT. HYGIENE ENTSCHEIDET Grundvoraussetzung für eine einwandfreie Konservierung ist ein korrektes Abbalgen und eine exakte,

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Natürliche Ressource „Pelz“ nützen und aufwerten

Das Abbalgen und Konservieren sollte so rasch wie möglich erfolgen – am leichtesten geht es im noch warmen Zustand, spätestens jedoch am nächsten Tag. Das tage- oder wochenweise Horten von ungebalgtem Raubwild (beispielsweise für die gemeinsame Streckenlegung bei der „Nacht des Fuchses“) garantiert mit Sicherheit minderwertige Bälge. Für die Gerberei bedeutet ein fehlerhafter Balg denselben Arbeitsaufwand, weshalb übrigens auch der volle Preis berechnet werden muss. Beim Abbalgen müssen alle anhaftenden Fleisch- und Fettteile so gut wie möglich entfernt werden. Die Rübe muss vollständig aus der Lunte bzw. Rute ausgezogen und die Lunte oder Rute komplett aufgeschärft (geschlitzt) werden. Bleiben die Pfoten am Balg, sind diese bis zum letzten Glied zu den Krallen hin zu öffnen und alle Knochen sowie Sehnen zu entfernen. Auch die Gehörknorpel müssen zwingend gezogen werden.

DIE DREI METHODEN DER KONSERVIERUNG IM VERGLEICH

Rudolf und Ulrike Artner führen den Gerberei-Familienbetrieb, der im Jahr 1740 gegründet wurde, seit 1992. Ihr Sohn Martin wird die Firma übernehmen.

saubere Vorbehandlung. Wird hier geschlampt, ist ein schlechtes Ergebnis nach dem Gerben fast garantiert. Zu beachten gilt, dass jeder Balg ein natürliches „Eiweißprodukt“ ist. Bakterien, die sich überall in der Umwelt befinden, suchen gezielt das feuchtwarme Klima sowie jede eiweiß- und insbesondere fettartige Stelle eines Kadavers. Bakterien brauchen für ihre Vermehrung drei Voraussetzungen, nämlich Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung (Nährboden). Alle diese Faktoren sind bei einem frisch erlegten Rohfell ideal gegeben. Die bakterielle Zersetzung beginnt sofort nach dem Erlegen. Jede Konservierung beruht daher auf dem Prinzip, den Bakterien so schnell

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wie möglich den Nährboden und die Feuchtigkeit zu entziehen.

HYGIENE UND EIGENSCHUTZ BEIM ABBALGEN Aufgrund des Risikos durch den Fuchsbandwurm ist das Tragen von Mundschutz (Staubmaske) und Einweghandschuhen beim Abbalgen von Raubwild absolute Pflicht. Eine eigene Schürze oder ein Arbeitsmantel sind dringend zu empfehlen. Ein praktischer Tipp: Man kann den Balg vor der Arbeit anfeuchten, um eventuell anhaftende Bandwurmeier im Fell zu binden und ein Aufwirbeln zu verhindern. Nach der Arbeit sind die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren.

Bei einem Rundgang durch die ehrwürdigen Hallen der Gerberei Artner in der Passauerstraße 10 in Eferding – einer der ältesten Gerbereibetriebe Oberösterreichs, der seit 1740 besteht – erklären Rudolf Artner, der den Betrieb 1992 von seinem Vater übernahm, und seine Frau Ulrike, worauf es bei den drei gängigen Konservierungsmethoden ankommt: 1. Konservieren durch Trocknen (Lufttrocknung). Durch das Trocknen entzieht man dem Balg die Feuchtigkeit, sodass die Bakterienvermehrung gestoppt wird. Dazu wird der Balg mit der Lederseite nach außen auf ein konisch zugeschnittenes Brett (Spannbrett, am besten verstellbar) gezogen. Beim Bespannen dürfen keinerlei Falten auftreten, da diese schlecht trocknen und dort Fäulnis droht. Die Vorder- und Hinterläufe sowie die geöffnete Lunte sind mit Zeitungspapier zu hinterlegen, um Feuchtigkeit


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den Zweck perfekt (Abbildung 2). Wichtig ist, nicht am Salz zu sparen: Die Fleischseite, die Läufe und die geöffnete Lunte oder Rute müssen vollständig bedeckt sein. Danach wird der Balg an einem luftigen, kühlen Ort aufgehängt. Das Salz entzieht dem Balg die Feuchtigkeit, und das Wasser kann ungehindert abtropfen. Ein wertvoller Nebeneffekt: Eventuell noch anhaftendes Fett lässt sich nach wenigen Tagen Salzeinwirkung mühelos vom Leder abschaben. 3. Konservieren durch Einfrieren (Problemfeld der Gerber). Das Einfrieren ist zwar weit verbreitet, stellt Gerbereien jedoch regelmäßig vor große Probleme. Gefrorene Felle lassen sich in der Gerberei schlecht bis gar nicht dauerhaft kennzeichnen. Zudem kommen sie auf dem Transportweg oft angetaut an und müssen nach der Kennzeichnung mühsam erneut eingefroren werden, da ein Kleinbetrieb nicht alle Felle sofort zeitgleich verarbeiten kann.

Abb. 1: Ein Fehler bei der Lufttrocknung zeigt sich erst nach dem Gerben. Hier war der Fuchsbalg an den Flanken und dem Kopfbereich (am Foto nicht zu sehen) nicht einwandfrei vorbereitet worden – Haarverlust und somit ein unbrauchbarer Balg sind die Folge.

aufzusaugen und Luftzirkulation zu gewährleisten. Den Balg lässt man an einem luftigen, kühlen Ort (Keller, Garage) ordentlich durchtrocknen. Fehler, die hier passieren, zeigen sich erst beim Gerben und sind irreparabel (Abbildung 1). 2. Konservieren durch Salzen (Die handwerkliche Methode der Wahl). Sofort nach dem Abbalgen wird der Balg in einer Kiste lückenlos und dick mit Salz eingerieben. Es muss nicht das teure Speisesalz sein; einfaches, günstiges Auftausalz erfüllt

Vorsicht bei wiederholtem Frosten: Bälge, die bei Streckenlegungen bereits gefroren waren, dann aufgetaut und abgebalgt wurden, sollten keinesfalls ein zweites Mal eingefroren werden. Würde man ein Stück Fleisch für den menschlichen Verzehr mehrmals einfrieren und auftauen? Sicherlich nicht – und dem empfindlichen Naturprodukt Fell ergeht es nicht anders. Wer dennoch friert, muss darauf achten, dass das Stück rasch abkühlt, sauber und trocken mit der Haarseite nach innen luftdicht verpackt wird und die Kühlkette bis zur Übergabe nie unterbrochen wird.

SELTENES HANDWERK MIT SEELE In diesem mittlerweile rar gewordenen Handwerk hat die klassische Handarbeit einen maßgebenden Einfluss auf das Endergebnis. Selbst wenn moderne Maschinen zum Einsatz kommen, können diese nur einen Bruchteil der Arbeitsschritte

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Natürliche Ressource „Pelz“ nützen und aufwerten

Abb. 4: Auch Exoten werden in der Gerberei Artner bearbeitet. Hier ein Bongo, eine afrikanische Antilopenart, der zum Trocknen am Spannrahmen angebracht wurde.

Abb.2: Mit dem Salz darf nicht gespart werden, soll das Fell – hier eine Sauschwarte – optimal auf die Gerbung vorbereitet werden.

Sämtliche Knochen und Knorpel müssen bei den Fellen entfernt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Auch die Ohrknorpel, hier von einem Fuchs, sollten entnommen werden.

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übernehmen – so lässt sich beispielsweise das „Rundgerben“ von Bälgen maschinell überhaupt nicht abbilden. Nach der Anlieferung in der Gerberei (die am besten im aufgespannten/getrockneten oder sehr gut gesalzenen Zustand erfolgen sollte) werden die Felle zunächst gründlich gewaschen und in einer speziellen Laugenlösung schonend entfettet. Danach wird jedes Stück mit dem traditionellen Kreismesser von Hand von restlichen Fleisch- und Fettresten gesäubert (das sogenannte „Scheren“ oder „Feilen“) und in der Folge gegerbt. Nach dem Aufspannen (Abbildung 4) und der anschließenden Trocknung wird das Leder mechanisch bearbeitet und weich gemacht. Was in der Kürze der Beschreibung so leicht und schnell erledigt klingt, benötigt in der Realität viel Zeit, jahrzehntelanges Wissen, handwerkliches Können sowie die echte Liebe zum Beruf. Diese Voraussetzungen erfüllt das Ehepaar Artner par excellence.

VOM BALG ZUR LEDERHOSE Ist primär die Fellgerbung (die unkompliziert auch über den Postver-

sand abgewickelt werden kann) das Hauptgeschäft dieses Kleinbetriebes, so wird in Eferding auch Hirschleder in bester Qualität gegerbt. Daraus entstehen langlebige Lederhosen oder Jagdjacken. Und was gibt es Schöneres, wenn von bzw. mit seinem Lebenshirsch nicht nur das Geweih an das Jagderlebnis erinnert, sondern eine maßgefertigte Lederhose über Jahrzehnte hinweg Zeugnis davon ablegt? Für spezifische Auskünfte und Absprachen vor der Jagd setzt man sich am besten direkt mit der Gerberei seines Vertrauens in Verbindung.

INFORMATION Informationen,Kontakt und Öffnungszeiten: Gerberei Artner, Passauerstr. 10, 4070 Eferding Tel: 07272 / 6816 www.gerberei-artner.at E-Mail: office@gerberei-artner.at


VON DER EUROPÄISCHEN FÖDERATION FÜR JAGD UND NATURSCHUTZ (FACE) – DIE JAGDVERTRETUNG IN BRÜSSEL

MITGLIEDSTAATEN GENEHMIGEN ÜBERARBEITETE BESCHRÄNKUNG FÜR BLEI Brüssel, Juni 2026. Der EU-REACHAusschuss hat den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Beschränkung der Verwendung von Blei bei Schusswaffen gebilligt. In den vergangenen 18 Monaten haben die Mitgliedstaaten intensiv an der Verbesserung des ursprünglichen Kommissionsvorschlags gearbeitet. Der endgültige Text weicht deutlich vom ersten Entwurf ab. Insbesondere wurde die Übergangsfrist für bleihaltige Munition von drei auf sieben Jahre verlängert. Darüber hinaus wurde die geplante Beschränkung von Bleigeschossen (Kugelschuss) aus dem Vorschlag gestrichen, was den umfassenderen

politischen Prioritäten der EU, insbesondere im Bereich Verteidigung und Sicherheit, Rechnung trägt. Die meisten der von FACE vorgelegten wichtigen politischen Empfehlungen wurden im endgültigen Vorschlag berücksichtigt, was zu einem verhältnismäßigeren und praxisnäheren Ansatz für die europäische Jagdgemeinschaft führt. Der Vorschlag wird nun im Europäischen Parlament und im Rat drei Monate lang geprüft. Angesichts der von den Mitgliedstaaten vorgenommenen wesentlichen Änderungen erscheint es unwahrscheinlich, dass das Europäische Parlament Einspruch gegen den Vorschlag erheben wird.

Nun muss die Umsetzung im Fokus stehen. Es bedarf erheblicher Anstrengungen, um Jäger beim Übergang zu bleifreier Munition (v.a. beim Schrot) zu unterstützen. Dabei sollten bewährte Verfahren aus Ländern herangezogen werden, die diesen Übergang bereits erfolgreich vollzogen und gleichzeitig eine hohe Jagdbeteiligung aufrechterhalten haben.

ONLINE UNTER www.face.eu

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DRAUSSEN IM REVIER

EIN PLÄDOYER FÜR MEHR LANGSAMKEIT TEXT: BJM-STV. ING. ELFI MAYR, BEATE MOSER FOTO: B. ENZENHOFER

Wer kennt es nicht, das berühmte Zitat: „Wer viel pirscht, sieht viel, wer viel sitzt, schießt viel.“ Aber was genau macht den Reiz des Pirschens aus? Wir haben uns mit Bernhard Enzenhofer, Jäger und Pächter aus Zwettl an der Rodl im schönen Mühlviertel getroffen. Er pirscht gerne und für ihn ist Pirschen nicht nur jagdliches Handwerk, sondern auch ein ganz besonderer Zugang zur Jagd.

Eines vorweg, nicht jedes Revier eignet sich zum Pirschen. In manchen Gegenden Oberösterreichs fehlt aufgrund der Geländestruktur häufig ein sicherer Kugelfang. Dort verbietet sich die Erlegung beim Pirschen aus Sicherheitsgründen. In den Bergrevieren hingegen liegt sie vielen Jägerinnen und Jägern gewissermaßen in der DNA. Das Gelände, die Weite und die jagdliche Tradition haben diese Art zu jagen über Generationen geprägt. Dazwischen liegen jene Gebiete, wo Pirschen möglich wäre, in denen das Sitzen am Hochstand allerdings so selbstverständlich geworden ist, dass das Pirschen fast ein wenig zu sehr in Vergessenheit geraten ist. Damit droht ein Stück praktisches Wissen verloren zu gehen. Denn Pirschen ist keine bloße Alternative zum Ansitz. Pirschen ist jagdliches Handwerk.

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KAFFEE, GESCHICHTEN UND GELEBTE JAGD Wir treffen Bernhard in einer kleinen Jagdhütte in Zwettl an der Rodl. Während des Gesprächs kommt auch sein Vater dazu. Selbst Jäger, bringt er uns Kaffee und bereichert die Runde mit der einen oder anderen jagdlichen Anekdote. Schnell wird spürbar: Hier wird Jagd gelebt, weitererzählt und von einer Generation an die nächste weitergegeben. Bernhard spricht dabei nicht missionarisch. Ihm ist wichtig, zu betonen, dass jeder seinen Weg in der Jagd finden muss. Er erhebt das Pirschen nicht zum Maßstab für andere und weiß um die Anforderungen moderner Revierbewirtschaftung. Bernhard erzählt auch, dass Herbstrehe selbstverständlich in seinem Revier vom Hochstand aus bejagt werden, denn mitunter ist es notwendig,

gleich zwei bzw. drei Stück (Geiß mit Kitzen) zu erlegen. Jagd bedeutet für Bernhard nicht, dass der Wald als Wellnessoase zu verstehen ist. Erholung findet man genauso bei einem normalen Spaziergang. Dennoch ist ein wichtiger Aspekt der Jagd, der Natur mit Achtsamkeit zu begegnen, und ein gelungener Pirschgang löst besondere Zufriedenheit aus, nämlich die Freude darüber, Wind, Wild und die eigenen Bewegungen richtig eingeschätzt und sein jagdliches Handwerk beherrscht zu haben.

DER WIND VERZEIHT NICHTS Wer pirscht, muss zuerst den Wind beachten. Ein ungünstiger Luftzug genügt, und das Wild ist gewarnt, oft lange bevor der Mensch überhaupt etwas bemerkt. Doch der Wind ist nur ein Teil des Handwerks.


EIN REVIER KANN SCHNELL LEERGEPIRSCHT WERDEN. WER ZU OFT, ZU HASTIG ODER OHNE RÜCKSICHT AUF WIND, EINSTÄNDE UND RÜCKZUGSRÄUME UNTERWEGS IST, MACHT DAS WILD MIT JEDEM MAL „SCHLAUER“ UND VERLAGERT DIE AKTIVITÄT DER WILDTIERE WOMÖGLICH NOCH STÄRKER IN DIE NACHT. Jagdbuch: Es sollte nicht „pirschen gehen“ heißen, sondern „pirschen stehen“. So viel zum Thema Langsamkeit. Dabei braucht es genaue Kenntnisse über die Wildtiere im Revier. Wo sind Einstände? Wo die Wechsel? Wohin ziehen die Tiere? Wann sichern sie? Welche Geräusche gehören zum gewohnten Umfeld, und welche lassen sie misstrauisch werden? Wer diese Fragen nicht beantworten kann, läuft Gefahr, mehr Unruhe ins Revier zu bringen, als ihm bewusst ist. Denn auch das gehört zur ehrlichen Betrachtung: Ein Revier kann schnell leergepirscht werden. Wer zu oft, zu hastig oder ohne Rücksicht auf Wind, Einstände und Rückzugsräume unterwegs ist, macht das Wild mit jedem Mal „schlauer“ und verlagert die Aktivität der Wildtiere womöglich noch stärker in die Nacht.

DREIHUNDERT METER IN EINER STUNDE

Bernhard mit seiner Foxterrier-Hündin.

Ebenso entscheidend ist die eigene Bewegung. Jede unnötige Handbewegung kann einen verraten. Bernhard, legt deshalb den „Gucker“, das Fernglas, beim Beobachten am Pirschstock auf. So muss er es nicht ständig heben und senken und bringt mehr Ruhe in seine Bewegungen. Der Stock dient damit nicht nur als Stütze, sondern auch als Werkzeug für ein möglichst unauffälliges Beobachten.

Pirschen bedeutet, die eigene Unruhe beherrschen zu lernen. Es geht darum, einen Fuß bewusst vor den anderen zu setzen, trockene Äste und raschelndes Laub rechtzeitig zu erkennen, Deckung zu nutzen und nicht als menschliche Silhouette sichtbar zu werden. Man bleibt stehen, bevor man sehen möchte - und nicht erst, wenn man bereits etwas gesehen hat. Bernhard zitiert dazu gerne aus einem alten

„Man kann nicht langsam genug sein“, sagt Bernhard. Was das in der Praxis bedeutet, zeigen seine Zeitangaben: Dort wo Wild sich aufhält, wo Bernhards Pirschgang beginnt, braucht er für eine Strecke von 300 Metern mitunter eine Stunde. Das klingt nur so lange außergewöhnlich, bis man sich vor Augen führt, wie aufmerksam Wild seine Umgebung wahrnimmt. Ein Reh kann eine Viertelstunde lang sichern, bevor es den nächsten Schritt macht. Wer sich in dieser Zeit bewegt, weil vermeintlich „nichts weitergeht“, hat die Begegnung womöglich bereits verloren.

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Draußen im Revier: Ein Plädoyer für mehr Langsamkeit

DAS REVIER BEGINNT ZU ERZÄHLEN Wer langsam wird, sieht mehr. Nicht nur Wild, sondern auch die vielen Zeichen, die von seiner Anwesenheit erzählen. Plötzlich werden Fährten, Trittsiegel und Wechsel sichtbar. Man entdeckt Losung, Verbiss, Plätzund Fegestellen, Haare an einem Durchschlupf oder ein frisches Lager im Gras. Suhlen, Malbäume, Federn, Gewölle, Rupfungen und Fraßspuren ergeben nach und nach ein Bild davon, was im Revier geschieht. Solche Pirschzeichen sind keine beiläufigen Details. Sie helfen, Wildarten zu bestätigen, Bewegungen nachzuvollziehen und die Nutzung einzelner Revierteile zu verstehen. Vor allem aber schärfen sie den Blick. Bernhard erzählt etwa von Waldohreulen. Oft braucht es lange, bis das Auge ihre Konturen im Geäst überhaupt erkennt. Zunächst scheint

da nur ein Stamm, ein Ast oder ein dunkler Schatten zu sein. Erst nach geduldigem Beobachten löst sich die Gestalt aus ihrer Umgebung. Hat man eine Eule entdeckt, fragt man sich beinahe, wie man sie zuvor übersehen konnte.

einem Fest im Herbst von dem besagten Jogger angesprochen wurde, dass sie sich doch im Sommer im Disteltal begegnet seien. Ob es ihm heuer gelingt, den Bock zu erlegen? Es wäre auf alle Fälle ein ganz besonderes Erlebnis für ihn, erzählt uns Bernhard.

NICHT NUR DIE TROPHÄE, SONDERN DAS ERLEBNIS ZÄHLT

DIE FREUDE AM KÖNNEN

Ein besonders heimlicher Bock hält sich in Bernhards Revier auf. Er erzählt uns, dass er ihn beim Pirschen schon ein paar Mal ausgemacht hat. Voriges Jahr hätte der Bock nur einen Schritt weiter aus dem Dickicht machen müssen und Bernhard hätte ihn zur Strecke bringen können. Diesen Gefallen tat ihm der Bock nicht und zu allem Überfluss kam auch noch ein Jogger daher und die Chance war vertan. Einen Ärger konnten wir bei Bernhard nicht feststellen, eher belustigt erzählte er uns, dass er bei

Eine gelungene Pirsch erinnert daran, dass jagdliches Können nicht durch den Einsatz von Technik abgekürzt werden kann. Erfahrung kann man nicht kaufen, man muss sie sich erarbeiten, Schritt für Schritt. Auch wenn es dafür 60 Minuten für 300 Meter braucht. Wir bedanken uns bei Bernhard und seinem Vater Johann Enzenhofer ganz herzlich und wünschen noch viele schöne, langsame und erfolgreiche Pirschgänge.

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DES MONITORINGS NEUE KLEIDER:

RECHTLICHE HERAUSFORDERUNGEN BEI DER NUTZUNG DIGITALER WERKZEUGE BEIM WILDTIERMONITORING

TEXT: MAG. BENJAMIN ÖLLINGER FOTO: KI GENERIERT

Wildtiermonitoring und vor allem die Dokumentation und Aufzeichnung bzw. Verarbeitung der dabei vorgenommen Beobachtungsmaßnahmen von Wildtieren ist ein Begriff, der in den vergangenen Jahren gehäuft im jagdlichen Zusammenhang auftritt. Die dabei angewendeten Beobachtungsgeräte, -maßnahmen und -methoden unterliegen dabei auch rechtlichen Spielregeln und Vorgaben. Bereits in Zeiten des Kaiserlichen Patents von 18491 und auch davor sind Beobachtungsgeräte, -maßnahmen und -methoden stets auch vom technischen Fortschritt der jeweiligen Zeit abhängig. Vor allem Beobachtungsgeräte in monokularer (z.B. Spektiv) oder binokularer (z.B. Fernglas) Bauweise sind seit jeher 1

unverzichtbar bei der praktischen Ausübung der Jagd. Dabei gemachte Beobachtungen wurden dann in eigenen Jagdtagebüchern schriftlich oder zeichnerisch wiedergegeben und hielten etwa besondere Merkmale an Geweih und/oder Lauscher, Ort des Auszuges oder Lage des Fuchspasses fest. Wurden keine Aufzeichnungen gemacht, war das eigene Erinnerungsvermögen entscheidend.

BILD- UND VIDEOVERARBEITUNGEN IM STETEN VORMARSCH Seit dem Ende der Neunzigerjahre und dem raschen Voranschreiten der Technik in den Bereichen Wildkameras, Wärmebildtechnik sowie generell der Nutzung von Reviermanagementaufgaben mittels digitaler Werkzeuge, hat sich das Weidwerk

diesbezüglich stark verändert und ermöglichen es uns Jägerinnen und Jägern, die durch die ganzjährige Betreuung des eigenes Reviers entstehenden Kenntnisse entsprechend zu dokumentieren. Es kann dabei bereits auf zahlreiche niederschwellige Angebote verschiedener Apps zurückgegriffen werden. Flächendeckend hat sich z.B. das Bestätigen des Rehwilds mittels Wildtierkameras mit Tag- und Nachtfunktion durch Fotoaufzeichnungen etabliert. Videound Fotoaufzeichnungen werden z.B. beim Verhören des Rebhuhns und bei der Scheinwerfertaxation für die Erfassung von Feldhasenbeständen bis hin zur Aufstellung und Auswertung von Wildtierkameras an weiteren Fütterungsstandorten, Fallenstandorten oder bekannten Wildwechseln genutzt. Ebenso hat sich der Einsatz wärmebildtauglicher

aiserliches Patent, wodurch die „Ausübung der Jagdgerechtigkeit geregelt wird“, Allgemeines Reichs-Gesetz- und Regierungsblatt für das Kaiserthum K Österreich, RGVl 154154/1848;

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RECHT

Drohnen im Rahmen der Rehitzrettung im Frühjahr- und Frühsommer als Datenfundus für den Wildbestand für andere jagdbare Wildtierarten z.B. für Fasanengelege herausgestellt. Die dabei zur Anwendung gelangenden Wildkameras sind kompakt, wetterfest und teilweise autark in der eigenen Energieversorgung.

WILDTIERMONITORING ALS GESETZLICHER AUFTRAG Per Definition ist Wildtiermonitoring die kontinuierliche, systematische, strukturierte Erfassung, Beobachtung und Überwachung von Wildtierarten und ihrer Lebensräume, dies revierintern, regional, revierübergreifend, überregional und länderübergreifend. Eine Aufgabe, welche die Oö. Jägerinnen und Jäger in Umsetzung ihrer gesetzlicher Aufträge seit jeher wahrnehmen. Festzuhalten ist, dass gerade im Bereich von Federwild, welches der unionsrechtlichen Vogelschutzrichtlinie unterliegt, und im Bereich des Haarwildes, welches mitunter der FFH-Richtlinie unterliegt, laufendes und begleitendes „Monitoring“ zentraler Bestandteil dieser beiden Rechtsrahmen sind. Auch in den Grundsätzen unseres oberösterreichischen Jagdrechts findet sich in § 2 Abs. 2 Oö. Jagdgesetz 2024 ein gesetzlicher Auftrag, die Jagdwirtschaft so zu gestalten, dass ein artenreicher, gesunder und den Lebensraumverhältnissen angemessener Wildbestand erzielt und erhalten wird. Um diese Aufträge sicherzustellen, leistet Wildtiermonitoring unterschiedlichen Ausmaßes einen zentralen Beitrag. Zwar fällt der Begriff

des Monitorings nicht unmittelbar im Oö. Jagdgesetz 2024 wird jedoch im Zuge jagdlicher landesrechtlicher Maßnahmen2 im Zusammenhang mit FFH-Arten des Anhangs IV und V und geschützter Federwildarten gemäß Anhang I oder Teil A oder B des Anhangs II der Vogelschutzrichtlinie bereits verwendet und umgesetzt. Auch außerhalb dieser unionsrechtlichen Regelungen haben sich z.B. beim Schwarzwild (Sus scrofa) Monitoringsysteme entwickelt. Monitoringkonzepte unterscheiden sich natürlich nach Wilditerart; so müssen Monitoringsysteme zur Beurteilung des günstigen Erhaltungszustands beim Auerwild (Tetrao urogallus) andere Eignungen aufweisen als solche für Schwarzkittel. Allen Monitoringsystemen, sei es im Rahmen der örtlichen Jagdausübung durch einzelne Jäger oder im Rahmen von Forschungsprojekten unter Beteiligung von z.B. Jagdverbänden, Behörden und Universitäten, gleich ist heute jedoch der umfassende Einsatz von Wärmebildkameras bzw. Wildtierkameras und Wärmebildgeräten (samt Applikationen zur Beobachtung, Kontrolle, Vornahme von Aufzeichnungen). Bild- und Videoverarbeitungen sind daher Teil des jagdlichen Alltags und Realität geworden.

DATENSCHUTZRECHTLICHE ASPEKTE Sowohl der Einsatz von Wildkameras als auch von Wärmebildgeräten zur bloßen Beobachtung und Dokumentation im Rahmen der Jagdausübung unterliegt keinen spezifischen gesonderten3 jagdrechtlichen Regelungen.

Zu beachten sind jedoch die Vorgaben des Datenschutzes im Zusammenhang mit personenenbezogenen Daten. Die vor allem im Rahmen der Rehkitzrettung (mobil) eingesetzen Drohnen haben als Trägerobjekt oft auch Wärmebildkamerafunktionen und unterschiedliche Aufzeichnungsmodi. Gleich wie statische fix montierte Wildtierkameras mit Tag/ Nacht-Funktion, Bewegungs- bzw Wärmesensoriken im Erfassungsbereich unterliegt deren Einsatz auch datenschutzrechtlichen Vorgaben. Seit Mai 20184 sind Wildkameras an sich nicht mehr meldepflichtig. Der Jagdausübungsberechtigte hat ein Verzeichnis (sogenanntes Verarbeitungsverzeichnis) zu führen. Dieses hat zu enthalten: n Namen und Kontaktdaten der verantwortlichen Person, n Zweck der Verarbeitung (z.B. Erfassung des örtlichen Wildbestandes), n Beschreibung allfällig möglicherweise betroffener Personen (Grundeigentümer, Schwammerlsucher, Spaziergänger, Wanderer, Mountainbiker, etc.) Gemäß § 1 Datenschutzgesetz5 hat jede Person, insbesondere auch im Hinblick auf die Achtung des Privat- und Familienlebens, Anspruch auf Geheimhaltung der sie betreffenden personenbezogenen Daten, soweit ein schutzwürdiges Interesse daran besteht und nicht berechtigte Interessen einer anderen Person vorliegen. Der Bereich der Bildverarbeitung bzw. die Zulässigkeit einer Aufnahme ist in § 12 DSG geregelt. § 12 Abs. 2 Ziffer 4 (DSG) in Verbin-

I n einzelnen Durchführungsverordnungen auf der Grundlage des Oö. Jagdgesetzes 2024 wie z.B. der Verordnung der Oö. Landesregierung betreffend die vorübergehende Ausnahme von der Schonzeit für den Fischotter (Lutra lutra), LGBl. Nr. 56/2022, wird der Begriff Monitoring (vgl. § 7) ausdrücklich verwendet. Gleiches gilt auch für die Verordnung der Oö. Landesregierung betreffend die vorübergehende Ausnahme von der Schonzeit für den Wolf (Oö. Wolfsmanagementverordnung 2025 - Oö. WMVO 2025), LGBl. Nr. 55/2025 (ebenfalls § 7) und für die Verordnung der Oö. Landesregierung betreffend die vorübergehende Ausnahme von der Schonzeit für bestimmte Federwildarten (Oö. Federwildmanagementverordnung - Oö. FMVO), LGBl. Nr 24/2025; 3 Zu beachten sind z.B. Flächen auf denen gemäß § 7 Oö. Jagdgesetzes 2024 die Jagd ruht; 4 Die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung; DSGVO) trat am 25. Mai 2018 in Kraft; 5 Bundesgesetz zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten (Datenschutzgesetz – DSG), BGBl. I Nr. 165/1999 idF BGBl. I Nr. 50/2025; 2

34


Foto mit KI generiert.

dung mit Abs. 3 Ziffer 3 gestattet bei im Einzelfall überwiegenden berechtigten Interessen eine solche Bildverarbeitung. Eine Bildaufnahme ist zudem dann gestattet, wenn sie ein (rein) privates Dokumentationsinteresse verfolgt, das nicht auf die identifizierende Erfassung unbeteiligter Personen oder die gezielte Erfassung von Objekten, die sich zur mittelba-

BEI DER JAGDAUSÜBUNG, VOR ALLEM BEIM EINSATZ VON WILDTIERKAMERAS UND DER DIESBEZÜGLICHEN BILDVERARBEITUNG IM RAHMEN DES WILDTIERMONITORINGS, SIND VERSTÄRKT AUCH ASPEKTE DES DATENSCHUTZES ZU BERÜCKSICHTIGEN. ren Identifizierung solcher Personen eignen, gerichtet ist und Verhältnismäßigkeit gegeben ist (§ 12 Abs. 3 Ziffer 3 DSG). Nur in diesem Fall sind

6 7

Bildaufnahmen nicht zu kennzeichnen (vgl. § 13 Abs. 6 DSG). Wildkameras unterliegen zudem nicht dem Haushaltsprivileg iSd Art 2 Abs 2 lit c DSGVO, wenn sie z.B. der Aufnahmebereich öffentlichen Raum erfasst, weil dadurch die Zurechenbarkeit zum ausschließlichen privaten bzw. persönlichen Bereich der betroffenen Person verlassen wird. Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, das Recht jeder Person, Wald zu Erholungszwecken zu betreten und sich dort aufzuhalten. Ob der Jagdausübungsberechtigte zugleich Grundeigenümer ist, macht dabei keinen Unterschied. Für hoheitlich tätige Jagdschutzorgane kommt (wohl) kein privates Dokumentationsinteresse in Betracht. Die Kennzeichnung von Wildkameras (z.B. mittels Befestigung eines Piktogramms mit der Aufschrift „Achtung, Wildbeobachtung“, samt Kontaktadressen dessen, der für die Kamera verantwortlich ist) kann aus Gründen der Rechtssicherheit im Zweifelsfall (dennoch) geboten sein. Generell kennzeichnungspflichtig

sind sie jedoch nicht. Hintergrund ist neben der komplexen Rechtslage europarechtlicher und datenschutzrechtlicher Vorgaben (DSGVO und DSG) eine aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts beim Einsatz von Wildkameras6, aber auch unterschiedliche Abgrenzungsfragen7 zwischen privaten Orten, öffentlich-zugänglichen und nichtzugänglichen Orten wie z.B. im Zusammenhang mit Ruhezonen gemäß § 52 Abs. 4 Oö. Jagdgesetz 2024 oder mit Waldflächen, die zu Erholungszwecken nicht betreten werden dürfen. Es handelt sich dabei um Waldflächen, bei denen die Behörde ein Betretungsverbot verfügt hat (Bannwald, waldbrandgefährdetes Gebiet), um Waldflächen mit forstbetrieblichen Einrichtungen, wie etwa Forstgärten oder Holzlagerplätzen, Wiederbewaldungsflächen sowie um Neubewaldungsflächen, solange deren Bewuchs eine Höhe von drei Metern noch nicht erreicht (vgl. § 33 Abs. 2 Forstgesetz 1975) oder es liegen andere forstrechtliche Benützungsbeschränkungen vor (befriste-

VwG, GZ, W292 2302996-1, vom 3. Februar 2026; B Vgl. jusIT 2022/25 28.04.2022. Heft 2/2022;

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RECHT

te Sperrung durch den Waldeigentümer in Gefährdungsbereichen der Holzfällung, der Windwurfaufarbeitung, Schädlingsbekämpfung; vgl. § 34 Abs. 2 Forstgesetz 1975). Auch die Dauer der Bildaufzeichnung spielt dabei eine Rolle (für wenige Stunden, über mehrere Wochen hinweg). Zu beachten ist zudem, dass falls (unbeabsichtigt) Personen aufgezeichnet werden (regelmäßig) kein berechtigtes Interesse zur Aufbewahrung (mehr) besteht und gelöscht werden müssen. Aufzeichnungen bzw. Bildverarbeitungen hingegen auf denen keine keine personenbezogenen Daten vearbeitet werden, dürfen unbegrenzt aufbewahrt werden. Ebenfalls bietet Art. 6 Abs. 1 lit f. DSGVO eine Rechtsgrundlage für eine rechtmäßige Verarbeitung, wenn diese zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen. Mehr Vorsicht geboten ist beim Einsatz von Wildtierkameras, wenn sie an einem fliegenden Trägerobjekt wie an einer Drohne angebracht sind, da der Erfassungsbereich größer ist als bei fix angebrachten Einrichtungen mit eingeschränktem Erfassungsbereich. Standort, Einsatz- und Erfassungsbereich von Bildverarbeitungen unterliegen daher stets einer Interessenabwägung und müssen so angebracht und verwendet werden, dass möglichst keine personenbezogenen Daten aufgezeichnet werden. Insofern können sich Unterschiede je nach Örtlichkeit (Acker- oder Waldflächen, Waldflächen, Siedlungsnähe, Nähe zu öffentlichen Straßen) und Dauer ergeben.

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FAZIT Der Einsatz digitaler Werkzeuge vor allem im Bereich des Wildtiermonitorings stellt eine sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Jagdausübung dar. Er hilft dabei, Wildbestände auf allen Ebenen und auch Lebensräume besser, effizienter und präziser zu erfassen, und unterstützt bei der Dokumentation und (langfristigen) Aufzeichnung. Das Weidwerk der Wildtierbeobachtung hat sich damit verändert und sind vermehrt rechtliche Aspekte

des Datenschutzes zu beachten. Die Jagd im Grünen Rock wurde durch die Nutzung neuer Techniken und den Einzug des Datenschutzes diesbezüglich – auch in rechtlicher Hinsicht – neu gekleidet.

KI UND JAGDWIRTSCHAFT Naturgemäß werden bei Aufzeichnungen durch Wildtierkameras große Datenmengen produziert, gerade wenn eine dauernde Beobachtung und Erfassung von Wildtieren erfolgt. Es ist anzunehmen, dass die bisherige manuelle Klassifizierung von solchen Bildern durch KI-Systeme (Künstliche Intelligenz-Systeme – Artificial Intelligence, AI) mit der Fähigkeit zur Vorsortierung bzw. Klassifizierung abgelöst werden wird. Damit werden z.B. Fehlauslösungen oder Auslösungen mit Menschenbezug obsolet (Automatisierte Bildauswertung). Seit 2023 arbeitet ein Team der

FH Hagenberg für Oberösterreich am Forschungsprojekt „BAMBI“. Dieses Projekt nutzt Drohnen und Künstliche Intelligenz, um Wildtiere im Wald und im offenen Gelände per Lichtfeldtechnologie automatisch zu beobachten und zu zählen. Der Oö. Landesjagdverband ist Mitglied im diesbezüglichen Projektkonsortium. Im an Oberösterreich angrenzenden Freistaat Bayern ist ebenfalls ein Forschungs- und Innovationsprojekt in der Umsetzung „AI4Wildlife“ und dient der automatisierten Erfassung von Wildtieraktivitäten.


WAFFENRECHT

RECHTLICHE HERAUSFORDERUNGEN WAFFENKATEGORIEN UND „FREIE WAFFEN“ Grundsätzlich sind im Österreichischen Waffenrecht drei Kategorien von Waffen festgelegt. Gemäß § 2 Waffengesetz 1996 sind Schusswaffen, Waffen, mit denen feste Körper (Geschosse) durch einen Lauf in eine bestimmbare Richtung verschossen werden können. Sie werden entwe-

der der Kategorie A, B oder C zugeordnet. Zusätzlich gibt es Ausnahmeregelungen für bestimmte Waffen. Die Bestimmungen über Schusswaffen gelten auch für wesentliche Bestandteile von Schusswaffen (wie z.B. Lauf, Trommel, Verschluss, Rahmen, Gehäuse, Griffstücke usw.). Je nach

Kategorie sind bekanntermaßen gesonderte Bestimmungen für Erwerb, Besitz, Transport und Führen einzuhalten. Es gelten je nach Kategorie damit unterschiedliche Sorgfaltsund Aufbewahrungspflichten, sowie Melde- und Registrierungspflichten.

WAFFENKATEGORIE

BEISPIELE

REGELUNGEN

A

Verbotene Waffen wie z.B. Kriegsmaterial Pumpguns/ Vorderschaftrepetierflinten

Es sind kategoriespezifische Bestimmungen sowie die allgemeinen (§ 10 bis 16 WaffG ) gemeinsamen Bestimmungen (§ 41 bis 44c WaffG) zu beachten.

B

Faustfeuerwaffen (Pistolen, Revolver), Repetierflinten und halbautomatische Schusswaffen

Es sind kategoriespezifische Bestimmungen sowie die allgemeinen (§ 10 bis 16 WaffG ) gemeinsamen Bestimmungen (§ 41 bis 44c WaffG) zu beachten.

C

Flinten (Kipplauf), Repetierbüchsen, bestimmte Druckluftwaffen (Antrieb der Geschosse durch verdichtete Luft)

Es sind kategoriespezifische Bestimmungen sowie die allgemeinen (§ 10 bis 16 WaffG ) gemeinsamen Bestimmungen (§ 41 bis 44c WaffG) zu beachten.

F („Freie Waffen“)

Druckluftwaffen oder Gasdruckwaffen (CO2-Waffen), sofern das Kaliber nicht 6 mm oder mehr beträgt oder minderwirksame Waffen oder Waffen mit älteren Zündsystemen (wie z.B. mit Luntenschlosszündung oder Perkussionszündung

Der Anwendungsbereich des Waffengesetzes wird eingeschränkt. Es finden bestimmte Regelungen des Waffengesetzes Anwendung (z.B. Mindestalter von 18 Jahren gemäß § 11 WaffG 1996, Waffenverbot gemäß §§ 12 und 13 WaffG 1996, sorgfältige Verwahrung gemäß § 15 WaffG 1996, Strafbestimmungen etc.). Damit ist auch § 3 2. Waffengesetz-Durchführungsverordnung zu beachten und sind auch diese Schusswaffen daher stets sorgfältig zu verwahren. Regelungen zu § 16 WaffG (Besondere Bestimmungen für die Verwahrung einer großen Anzahl von Schusswaffen) normiert mitunter die Verpflichtung, die Behörde zu verständigen, sobald 20 oder mehr Schusswaffen (§ 2), gleichgültig welcher Art, oder Munition in großem Umfang in einem unmittelbaren räumlichen Naheverhältnis zueinander verwahrt werden. § 16 WaffG ist auf diese Waffen nicht anzuwenden.

Waffen der Kategorie A (nähere Bestimmungen § 17 und § 18 WaffG 1996)

Waffen der Kategorie B (nähere Bestimmungen § 19 bis § 29 WaffG 1996)

Waffen der Kategorie C (nähere Bestimmungen § 30 bis § 35 WaffG 1996)

Ausnahmbestimmungen für bestimmte Schusswaffen (§ 451 WaffG 1996)

Kernaussagen A, B, C, F: P Sorgfältige Verwahrung (§ 15 WaffG) gilt für alle vier Kategorien — A, B, C und F. P Mindestalter gilt für alle vier Kategorien (kategorieabhängig; bei F 18 Jahre gemäß § 11 WaffG). P Waffenverbot (§§ 12–13 WaffG) gilt für alle vier Kategorien. O Meldepflicht bei ≥ 20 Waffen (§ 16 WaffG) gilt NICHT für Kategorie F.

1

usnahmebestimmungen für bestimmte Waffen: § 45. Auf Schußwaffen, bei denen die Geschosse durch verdichtete Luft (Druckluftwaffen) oder unter A Verwendung von Kohlensäure entstandenen Gasdruck (CO2-Waffen) angetrieben werden, sofern das Kaliber nicht 6 mm oder mehr beträgt, sind lediglich die §§ 1, 2, 6 und 7, 9 bis 15, 34 im Hinblick auf das Führen von Schusswaffen der Kategorie C, 36 bis 40, 41f, 44, 46 bis 49, 50 Abs. 1 Z 3, Abs. 2 und 3, § 51 Abs. 1 Z 1, 3 bis 3c, 5a, 9 bis 11 sowie die §§ 52 bis 55 und 57 dieses Bundesgesetzes anzuwenden.

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NEUES AUS DEM JAGDRESSORT

LRin Michaela Langer-Weninger PMM

WOLF IN OÖ – MONITORING BRINGT HANDLUNGSSPIELRAUM

Foto: LandOÖ, Kauder

Der Wolf ist nach Oberösterreich zurückgekehrt und stellt insbesondere die Landwirtschaft, aber auch die Jägerschaft vor neue Herausforderungen. Weide- und Almwirtschaft, Wildtiermanagement und die Sicherheit der Menschen im ländlichen Raum müssen mit den Vorgaben des Artenschutzes in Einklang gebracht

LRin Michaela Langer-Weninger PMM

werden. Dafür braucht es einen sachlichen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Wolf, der auf verlässlichen Daten beruht. Das nördliche und östliche Mühlviertel hat sich zu einem Wolfhotspot entwickelt. Mittlerweile konnten dort mit Arbesbach, Gutenbrunn, Harmanschlag und Böhmerwald vier grenzüberschreitende Rudel nachgewiesen werden. Österreichweit wurden im Jahr 2025 mindestens 121

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Wölfe bestätigt. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 102 nachgewiesenen Individuen im Jahr davor und zeigt, dass sich die Population weiter ausbreitet. Um diese Entwicklung möglichst genau abzubilden, hat Oberösterreich im Herbst 2025 in den Rudelgebieten ein verdichtetes Wolfsmonitoring gestartet. Innerhalb weniger Monate konnten rund 100 Bildnachweise gesammelt und durch DNA-Analysen von Losungsproben ergänzt werden. Diese Daten geben wichtige Hinweise auf die Aktivitäten, die Raumnutzung und die Sozialstruktur der Wölfe. Sie helfen dabei, einzelne Tiere zu unterscheiden, Rudelstrukturen festzustellen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Das Monitoring bildet damit die Grundlage für alle weiteren fachlichen und rechtlichen Entscheidungen. Eine besonders wichtige Rolle kommt dabei der Jägerschaft zu. Jägerinnen und Jäger sind regelmäßig in den Revieren unterwegs, kennen die örtlichen Gegebenheiten und nehmen Veränderungen in den Wildbeständen und im Verhalten der Tiere rasch wahr. Für diese gute Zusammenarbeit und die bisher geleistete Unterstützung bedanke ich mich herzlich. Gleichzeitig ersuche ich alle, sich weiterhin aktiv am Monitoring zu beteiligen. Sichtungen, Fotofallenbilder, Spuren, Losungsfunde, Ris-

sereignisse und andere Hinweise sollten möglichst zeitnah und genau an das Wolfsmanagement gemeldet werden. Je konsequenter diese Informationen zusammengetragen und fachlich ausgewertet werden, desto vollständiger wird das Bild der tatsächlichen Wolfsentwicklung in Oberösterreich. Das Monitoring ist kein Selbstzweck. Nur auf Basis belastbarer Daten können wir den Bestand fachlich beurteilen, notwendige Maßnahmen begründen und unser Wolfsmanagement gezielt weiterentwickeln. Die Mitarbeit der Jägerschaft ist dafür unverzichtbar. Langfristig gilt: Nur eine fundierte Dokumentation der Wolfsbestände und der Nachweis eines günstigen Erhaltungszustandes schaffen die Voraussetzungen für mehr Handlungsspielraum. Sie ermöglichen es, über eine reguläre Bejagung und ein aktiveres Populationsmanagement zu sprechen. Wenn Grundbesitzer und Jägerschaft das Monitoring unterstützen, leisten sie daher einen wichtigen Beitrag zu einem verantwortungsvollen und praxistauglichen Umgang mit dem Wolf. Nach einem heißen Sommer wünsche ich auch im Herbst einen guten Anblick und ein kräftiges Weidmannsheil!


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AUS DER. GESCHÄFTSSTELLE. LJM-STV. A.D. UND EHREN-BJM KONSULENT GERHARD PÖMER FEIERTE 80. GEBURTSTAG Besonders das Jagdhundewesen lag dem langjährigen Hundeführer stets am Herzen. Als Präsidiumsmitglied sowie Ehrenmitglied des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes (ÖJGV) erwarb sich der Meisterführer große Verdienste. Zudem war er der Begründer der Verbandsschweißprüfung des OÖ LJV und wurde selbst mit dem „Silbernen Fährtenbruch“ ausgezeichnet.

Eine Gratulantenschar stellte sich ein, um Gerhard Pömer (4.v.l.) zu feiern. Unter anderem Ehren-BJM Franz Burner, BJM Ing. Franz Auinger, Bez.-Oberförster a.D. Franz Hauschka, BJM a.D. Engelbert Zeilinger, Ehrenlandesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr, GF Mag. Christopher Böck und GF-Stv. Harald Moosbauer (v.l.).

Konsulent Gerhard Pömer kann auf ein reich erfülltes jagdliches Leben zurückblicken. Seinen 80. Geburtstag feierte er im Kreise von Familie und Freunden im traditionellen Gasthaus Pammer in Hirschbach. Pömer legte bereits 1968 in Freistadt die Jagdprüfung ab und engagierte sich über Jahrzehnte hinweg intensiv im Oberösterreichischen Landesjagdverband (OÖ LJV). In dieser Zeit bekleidete er zahlreiche prägende Ämter: Er war LJM-Stellvertreter,

ist Ehren-Bezirksjägermeister von Freistadt sowie ehemaliger Landesund Bezirkshundereferent. Darüber hinaus wirkte er beim OÖ LJV als Mitbegründer des Jagdlichen Bildungs- und Informationszentrums in Hohenbrunn, war Vorsitzender des Unterausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und engagierte sich als maßgebender Mitarbeiter im Redaktionskomitee der Verbandszeitschrift Der OÖ Jäger. Sein fundiertes Wissen gab er 30 Jahre lang als Vortragender in den Freistädter Jagdkursen weiter.

KONTAKT OÖ Landesjagdverband Hohenbrunn 1, 4490 St. Florian Telefon: 0 72 24/200 83-0

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Aufgrund dieses vielseitigen Wirkens stellten sich auch zahlreiche ehemalige Weggefährten und Vertreter des Verbandes als Gratulanten ein. Vor Ort gratulierten Ehrenlandesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr, Ehren-BJM Franz Burner, BJM a.D. Engelbert Zeilinger, der amtierende Freistädter BJM Ing. Franz Auinger sowie seitens der Geschäftsstelle des OÖ LJV Geschäftsführer Mag. Christopher Böck und GF-Stv. Harald Moosbauer. Sie und LJM ÖR Herbert Sieghartsleitner wünschen dem Jubilar weiterhin beste Gesundheit und ein kräftiges Weidmannsheil.

ÖFFNUNGSZEITEN E-Mail LJV: office@ooeljv.at E-Mail Oö Jäger: ooe.jaeger@ooeljv.at www.ooeljv.at / www.fragen-zur-jagd.at

Montag bis Donnerstag: 9:00 bis 12:00 Uhr und 12:45 bis 15:30 Uhr; Freitag: 9:00 bis 12:30 Uhr und nach Vereinbarung


13 Die Verantwortung für jeden abgegebenen Schuss trägt der Schütze! Wild darf nur beschossen werden, wenn es für den Schützen zur Gänze sichtbar ist.

14 Nach Abblasen des Triebes ist das Gewehr zu entladen und geöffnet zu tragen!

15 Erlegtes Wild darf erst nach dem Abblasen des Triebes vom Schützen geholt werden.

16 (Vermutlich) Getroffenes und nicht gefundenes Wild ist dem Jagdleiter oder einem Hundeführer zu melden.

17 Leergeschossene Patronen sind mitzunehmen. 18 Signalfarbene Hutbänder sowie Signalkleidung für Hundeführer, Treiber und Schützen tragen wesentlich zur Sicherheit bei.

Hunde sind auf der Jagd mit Signalbändern auszustatten! Entlang der Verkehrswege gegebenenfalls Tafel „Achtung Jagdbetrieb“ aufstellen!

Sicherheit im Jagdbetrieb.

§

Regeln und Verhaltensmaßnahmen bei Bewegungsjagden wie Treibjagd, Riegel- oder Drückjagd

Empfehlung des OÖ. Landesjagdverbandes · Stand September 2026

Wildenten Stock-, Krick-, Reiher-, 16. 09. – 31. 12. Tafel- und Schellente 1 Wildgänse Grau- und 01. 08. – 31. 01. Saatgans 2 Wildkaninchen 01. 07. – 31. 01. Wildkatze 8 Schwarzwild Keiler, Bache, Frischling 01. 01. – 31. 12. Säugende Bache (mit gestreiften Frischlingen) 8

Sonderverfügungen der Jagdbehörden sind zusätzlich zu berücksichtigen.

8 Ganzjährig geschont 1 Knäk-, Schnatter-, Pfeif-, Spieß-, Löffel-, Kolben-, Berg-, Moor-, Eis-, Samt- und Eiderente ganzjährig geschont. 2

Bläss-, Zwerg- und Kurzschnabelgans ganzjährig geschont.

3 Wildtauben Hohltaube 8 Ringeltaube 01. 09. – 31. 01. Türkentaube 21. 10. – 20. 02. Turteltaube 8 Wolf 8

Ausnahmebewilligungen im Frühjahr sind zu berücksichtigen.

www.ooeljv.at

SCHUSSZEITEN

IN OBERÖSTERREICH STAND SEPTEMBER 2026

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JAGDBEGINN

Signale der Jagdhornbläser „Sammeln“ und „Begrüßung“. (Hut bleibt auf)

1 Der Jagdleiter begrüßt mit Weidmannsheil (alle lüften den Hut) und bringt die Sicherheitsregeln für die Jagd mit der Aufforderung zur strikten Einhaltung zur Kenntnis.

2 Die Teilnahme an der Jagd ist nur mit gültiger Oö. Jagdkarte oder Jagdgastkarte möglich! Die Anweisungen des Jagdleiters sowie der Ansteller sind zu beachten.

3 Das Jagdgewehr ist außerhalb der Triebe entladen und geöffnet zu tragen. Achtung bei Flintenlaufgeschoßen: Führen Sie diese so mit, dass eine Verwechslung mit Schrotpatronen ausgeschlossen werden kann!

7 Das Verlassen oder Verändern des zugeteilten Standes ist verboten! Bei Sichtkontakt mit Handzeichen gegenüber dem Nachbarschützen auf sich aufmerksam machen.

8 Orientieren Sie sich genau, in welche Richtung kein Schuss abgegeben werden darf! (Schieß-Segment, Nachbarschütze, Nutztiere, Häuser, Straßen usw.)

9 Die Triebe werden an- und abgeblasen. Oder: Uhrenvergleich, es ist jetzt ... Uhr. Der Trieb beginnt um ... Uhr und endet um ... Uhr.

10 Das Gewehr darf nach dem Anstellen / erst nach

4 Es wird verlautbart, welches Wild schussbar ist.

dem Anblasen des Triebes geladen werden. Oder: Das Gewehr darf erst um ... Uhr geladen werden.

5 Die Schützenstände werden vom Jagdleiter

11 Das Linieren mit der Waffe durch die Schützenlinie

oder Ansteller zugeteilt. Den Anweisungen sind genau Folge zu leisten!

ist streng verboten! Der Kugelfang ist zu beachten!

6 Es werden die Ansteller vorgestellt, die sich mit Hut lüften und/oder winkend kenntlich machen.

Alpenhase/Schneehase Auerhahn 3 Auerhenne Birkhahn 3 Birkhenne Blässhuhn Braunbär Dachs Damwild Hirsch Tier & Kalb Elch Fasanhahn Fasanhenne Feldhase Fischotter Fuchs, adult Fuchs, juvenil Gamswild Jährlinge Sonstige Graureiher

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16. 10. – 31. 12. 8 8 8 8 16. 09. – 31. 12. 8 01. 07. – 15. 01. 01. 09. – 31. 01. 16. 10. – 31. 01. 8 16. 10. – 31. 12. 16. 11. – 31. 12. 16. 10. – 31. 12. 8 16. 05. – 28./29. 02. 01. 01. – 31. 12. 01. 05. – 31. 12. 01. 08. – 31. 12. 8

§

12 Das Schießen in den Trieb ist nur nach ausdrück-

licher Anweisung des Jagdleiters/Anstellers erlaubt, ansonsten wegen Gefährdung von Treibern und Hunden verboten!

Goldschakal 01. 10. – 15. 03. Habicht 8 Haselhahn 16. 09. – 30. 11. Haselhenne 8 Höckerschwan 8 Luchs 8 Marder Baummarder, Steinmarder 01. 07. – 31. 03. Marderhund 01. 01. – 31. 12. Mäusebussard 8 Mink 01. 01. – 31. 12. Muffelwild Widder 01. 06. – 31. 12. Schaf & Lamm 01. 07. – 31. 12. Murmeltier 16. 08. – 31. 10. Rackelhahn 01. 05. – 31. 05. Rackelhenne 8 Rebhuhn 16. 10. – 30. 11. Rehwild Ier und IIer Bock 01. 06. – 30. 09. Nach den geltenden Abschussrichtlinien für Rehwild und der Oö. Jagdverordnung 2024

IIIer Bock 01. 05. – 30. 09. Schmalreh 01. 05. – 31. 12. Geiß & Kitz 16. 08. – 31. 12. Rotwild Hirsch (I, II, & III) 01. 08. – 31. 12. Schmalspießer 01. 05. – 31. 12. Schmaltier 01. 05. – 31. 12. Führendes & nichtführendes Tier 16. 07. – 31. 12. Kalb 16. 07. – 31. 12. Schneehuhn 8 Sikawild 01. 01. – 31. 12. Sperber 8 Steinadler 8 Steinhuhn 8 Steinwild 8 Waldschnepfe 11. 09. – 19. 02. Waldiltis 01. 07. – 31. 03. Waschbär 01. 01. – 31. 12. Wiesel Mauswiesel 8 Hermelin 01. 07. – 31. 03.


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

THEMA JUNGJÄGER:

SOUVERÄN DURCH DIE ERSTE HERBSTJAGD

von Sicherheit bis Social Media TEXT UND FOTOS: RUPERT J. PFERZINGER

Wenn die Blätter bunt werden und der Nebel morgens über den Stoppelfeldern liegt, beginnt für uns Jäger eine der spannendsten Zeiten des Jahres: die Zeit der gesellschaftlichen Herbst- und Niederwildjagden. Für viele frischgebackene Jungjägerinnen und Jungjäger in Oberösterreich ist die erste Teilnahme an einer Gesellschaftsjagd ein absolutes Highlight – oft verbunden mit einer gesunden Portion Jagdfieber. Das ist völlig verständlich, denn im Vergleich zum ruhigen Ansitz läuft hier vieles dynamischer und schneller ab. Damit die erste Gesellschaftsjagd sicher, weidgerecht und positiv in Erinnerung bleibt, werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Spielregeln im Treiben.

affenhandhabung außerhalb W des Triebes Die Waffe bleibt außerhalb des aktiven Triebes immer entladen und geöffnet. Das bedeutet: gebrochene Flinte oder geöffneter Verschluss beim Gewehr. Erst wenn der Stand bezogen ist und das offizielle Signal zum Anblasen des Triebes ertönt, wird geladen. Sofort nach dem Abblasen wird die Waffe wieder entladen. n

er zugewiesene Standplatz D ist Gesetz Wer seinen zugewiesenen Stand eigenmächtig verlässt – und sei es nur n

um wenige Meter, um vermeintlich besser zu sehen –, gefährdet sich und andere. Macht euch stattdessen beim Beziehen des Standes mit einem kurzen Handzeichen bei euren Nachbarschützen bemerkbar. So weiß jeder genau, wo die Schützenlinie verläuft. ugelfang und K Schussfeld prüfen Meistens gibt der Ansteller genau bekannt, in welchem Bereich Schüsse abgegeben werden dürfen. Nutzt die Minuten vor dem Anblasen, um euch das Gelände genau einzuprägen. Wo verlaufen Straßen? Wo könnten Treiber auftauchen? Das sogenannte n

SICHERHEIT IM JAGDBETRIEB: KEINE KOMPROMISSE! Der offizielle Sicherheitsfalter des Oö. Landesjagdverbandes ist kein bürokratisches Dokument, sondern unsere Lebensversicherung im Revier. Auf einer Gesellschaftsjagd trägt jeder Einzelne Verantwortung für seine abgegebenen Schüsse. Drei goldene Regeln stehen dabei über allem:

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zu knüpfen. Vor allem dann, wenn du noch jagdlichen Anschluss suchst!

DIE DIGITALE AUSSENWIRKUNG: JAGD IM FOKUS DER ÖFFENTLICHKEIT

„Linieren“ – also das Mitziehen mit der Waffe durch die Schützenlinie – ist strikt verboten. Geschossen wird nur, wenn das Wild eindeutig angesprochen und ein absolut sicherer Schuss abgegeben werden kann. Beim Büchsenschuss muss ein Kugelfang gegeben sein. Im Zweifel bleibt der Finger gerade. Ein nicht abgegebener Schuss schmerzt nie, ein unbedachter ein Leben lang. Und denkt an die Nachbarschützen: Wenn der Hahn, der Hase oder das Schalenwild näher bei diesem ankommt, so bleibt auch hier der Finger zunächst gerade. Gerade für Jungjäger gilt: Es ist keine Schande, bewusst keinen Schuss anzutragen. Sicherheit und Weidgerechtigkeit sind immer wichtiger als Strecke zu machen. Apropos Sicherheit: Ein gut sichtbares Hutsignalband gehört heute zur Mindestausstattung bei Gesellschaftsjagden.

VOM JAGDHUT BIS ZUM SCHÜSSELTRIEB: RICHTIGES VERHALTEN IN DER JAGDGESELLSCHAFT Die Jagd in Oberösterreich lebt auch von ihren Traditionen. Als Jungjägerin bzw. Jungjäger steht man naturgemäß unter freundlicher, aber genauer Beobachtung der erfahrenen Praktiker. Wer hier positiv auffallen möchte, punktet mit Verlässlichkeit und Handschlagqualität. Das beginnt bei der Pünktlichkeit und dem Bereithalten der gültigen

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Jagdkarte bei der Ankunft. Bei der Begrüßung und Ansprache durch den Jagdleiter gilt: Ohren auf. Hier werden die freigegebenen Wildarten, die Signale und die Jagdabläufe verbindlich festgelegt. Während der Ansprache bleibt der Hut übrigens auf dem Kopf. Auch nach dem Trieb zeigt sich das wahre handwerkliche Können. Erlegtes Wild wird erst nach dem offiziellen Abblasen geborgen. Wir jagen weidgerecht, also ist nicht sofort verendetes Wild unverzüglich dem Jagdleiter, Ansteller oder einem Hundeführer zu melden. Nur so kann eine professionelle und zeitnahe Nachsuche erfolgen. Keine Alleingänge am Anschuss. Wo vorgeschrieben oder empfohlen, sollte bei Gesellschaftsjagden gut sichtbare Warnkleidung getragen werden. Das signalfarbene Hutband ist obligat – Sichtbarkeit erhöht die Sicherheit aller Beteiligten erheblich. Wurde das Wild gut versorgt, ausgeworfen und in die Kühlkammer verbracht, folgt der feierliche Abschluss. Die Jagdstrecke wird verblasen, um dem Wild die letzte Ehre zu erweisen. Das Erscheinen beim Streckenlegen und dem anschließenden Schüsseltrieb zählt zum guten Ton und ist gelebte Jagdkultur. Nutzt diese Gelegenheit und die Gespräche im gemütlichen Kreis, um zuzuhören, Fragen zu stellen und wertvolle Kontakte in der Jägerschaft

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter und ist längst Teil der modernen Jagdausrüstung – immerhin sind allerhand nützliche Apps wie die OÖ Jagd App mit wichtigen Infos und den aktuellen Schusszeiten immer griffbereit. Auch die sozialen Medien werden regelmäßig mit jagdlichen Inhalten gefüllt. Gerade bei Gesellschaftsjagden müssen wir uns jedoch der Außenwirkung unserer Bilder bewusst sein! Die wichtigste Social-Media-Regel lautet: Überlegt vor jedem Klick auf „Teilen“, wie dieses Bild auf einen Nichtjäger wirkt. Keine Erleger-Selfies oder blutigen Streckenbilder. Respektlose Posen, unnötig drastische Darstellungen oder schlecht präsentierte Strecken haben auf Instagram, Facebook und Co. nichts verloren. Sie lassen Interpretationsspielraum zu und vermitteln ein falsches Bild der Jagd. Zeigt stattdessen die positiven Seiten der Jagd wie das herbstliche Revier im Morgenlicht, gelebtes Brauchtum beim Verblasen der Strecke, die faszinierende Arbeit unserer Jagdhunde oder das kameradschaftliche Miteinander. Das sind authentische Einblicke, die Verständnis und Interesse für die Jagd wecken können. Gehen wir also mit gutem Beispiel voran – mit der Waffe in der Hand, ebenso wie mit dem Smartphone. Ich freue mich von eurer ersten Niederwild-Treibjagd zu lesen oder zu hören!

KONTAKT Rupert J. Pferzinger Ansprechpartner für Jungjäger r.pferzinger@ooeljv.at 07224/20083-10


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

CHECKLISTE FÜR DIE ERSTE TREIBJAGD 1. SICHERHEIT & SICHTBARKEIT (DAS A UND O) Sicherheit geht bei der Gesellschaftsjagd immer vor. Du musst für andere Teilnehmer gut sichtbar sein. utband in Signalfarbe H Erste-Hilfe-Set: Ein kleines Verbandset für den Rucksack (inkl. Zeckenzange und Pflaster). n Warnweste oder Signaljacke sollten von Treibern immer getragen werden! n Brechen und Entladen der Flinte/ Büchse nach dem Abblasen und beim Überqueren von Hindernissen ist das um und auf! n n

etterfeste Außenschicht: Eine W wind- und wasserabweisende Jacke sowie eine dichte Hose. n Geräuscharme Materialien: Achte darauf, dass der Stoff bei Bewegung nicht raschelt. n Warmes & robustes Schuhwerk: Wasserdichtes, hohes Schuhwerk mit gutem Profil für unebenes Gelände oder Gummistiefel in den Feldern. n Haube & Handschuhe: halten Kopf und Extremitäten warm. n Patronengurt oder Patronentasche. n

3. SONSTIGE WICHTIGE, PERSÖNLICHE AUSRÜSTUNG ehörschutz oder Ohropax: AktivG Gehörschutz ist ideal, da er leise Geräusche verstärkt und den Knall dämpft. n Jagdmesser: Scharf und einsatzbereit für alle notwendigen Einsätze. n Einweghandschuhe & Hygieneartikel: Für eine saubere Versorgung des Wildes und Eigenschutz. n

2. KLEIDUNG & WITTERUNGSSCHUTZ Kälte zieht schneller ein, als man denkt! n

wiebelprinzip: Lieber mehrere Z dünne, atmungsaktive Schichten übereinander als eine zu dicke.

4. VERPFLEGUNG Bei der Niederwildjagd marschiert man oft mehrere Kilometer durch Rübenfelder, Brachen oder Gebüsch. Eine kleine Thermoskanne mit warmem Tee, ausreichend Wasser und ein energiereicher Snack sollte in jedem Rucksack Platz finden.

WICHTIG: GÜLTIGE JAGDKARTE (GRIFFBEREIT)! Nutzt du schon die OÖ Jagd App? Damit hast die Jagdkarte und den Zahlungsbeleg immer digital dabei.

OÖ JAGD APP Google Play Store:

App Store:

30. WILDTIERMANAGEMENTTAGUNG, NATIONALPARK HOHE TAUERN

VON WIDERSPRÜCHLICHKEITEN DER JAGD Donnerstag, 8. und Freitag, 9. Oktober 2026 · 9963 St. Jakob im Defereggental Ist die Jagd tatsächlich so stark im Wandel, wie oft prognostiziert, oder wird dieser erst allmählich sichtbar? Passen traditionelle Werte wie Disziplin, Selbstbeschränkung und Ausdauer noch in unsere Zeit? Weiß der Jäger noch, wofür er steht – oder spiegelt er nur eine immer schnelllebigere Gesellschaft? Woran wird Jagd heute gemessen? Warum stehen nur wenige Wildarten im Fokus? Und sind althergebrachte Mythen und Vorstellungen heute noch zeitgemäß?

Anmeldung und Infos:

www.hohetauern.at/bildung

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KURSE & SEMINARE JAGDLICHES BILDUNGS- UND INFORMATIONSZENTRUM (JBIZ) Plattform der Wissens- und Informationsvermittlung KURSE UND SEMINARE Unsere Kurse und Seminare bieten aktuelles, praxisnahes Wissen rund um die Jagd in Oberösterreich. Gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten gestalten wir ein vielfältiges Weiterbildungsangebot mit moderaten Kursgebühren. Die Veranstaltungen finden in Hohenbrunn und teilweise auch in den Bezirken statt.

ANMELDUNG Für alle Seminare ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Diese

erfolgt ausschließlich online über unsere Kundenzone. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie automatisch alle weiteren Informationen zum Seminar sowie zur Zahlung.

vor Seminarbeginn kostenfrei möglich. Bei späterer Abmeldung ist die volle Kursgebühr zu entrichten. Bitte beachten Sie: Die Nichtbezahlung der Kursgebühr gilt nicht als Abmeldung.

ZAHLUNGS- UND STORNOBEDINGUNGEN

KONTAKT

Die Kursgebühr ist im Zuge der Anmeldung zu entrichten (Kartenzahlung oder Überweisung). Erfolgt keine fristgerechte Zahlung, kann der Seminarplatz an Personen auf der Warteliste vergeben werden. Eine Stornierung ist bis sieben Tage

Bei Fragen oder technischen Problemen erreichen Sie uns unter Tel.: 07224/20083 E-Mail: office@ooeljv.at

FORTBILDUNGSPFLICHT FÜR JAGDSCHUTZORGANE: JETZT TERMINE NUTZEN ! Ein Appell an die Eigenverantwortung: Warten Sie nicht bis zum Stichtag. Mit dem OÖ Jagdgesetz 2024 wurde die verpflichtende Fortbildung für beeidete Jagdschutzorgane rechtlich verankert. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die bereits vor dem 01.04.2024 beeidet waren, endet die Frist für den ersten Fortbildungsnachweis am 31.03.2028. Auch wenn dieser Termin noch fern scheint, ist vorausschauende Pla-

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nung gefragt: In Bezirken, in denen bereits Fortbildungen stattgefunden haben, werden vor Ablauf der Frist voraussichtlich keine weiteren Termine mehr angeboten. Unser Aufruf: Nutzen Sie die aktuellen Gelegenheiten und schieben Sie die Fortbildung nicht auf die lange Bank. Ein kompetentes Jagdschutzorgan zeichnet sich durch aktuelles Wissen und zeitgerechtes Handeln aus. Nur so sichern wir langfristig unsere Rolle als verlässliche und professionelle Partner im Revier.

TERMINE UND ANMELDUNG: Alle aktuellen Fortbildungsveranstaltungen finden Sie laufend aktualisiert auf der Homepage des OÖ Landesjagdverbandes (www.ooeljv.at).

FORTBILDUNG § 38 (6)


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

MITTWOCH, 14. OKTOBER 2026 JBIZ Schloss Hohenbrunn von 09:00 bis 13:00 Uhr Seminargebühr: € 45,– € 30,– für Jäger mit gültiger Oö. Jagdkarte: Referent: Dr. med. vet. Josef Stöger Begrenzte Teilnehmerzahl!

DONNERSTAG, 29. OKTOBER 2026 16:00 bis ca. 19:00 Uhr

AUFFRISCHUNGSKURS

für bereits kundige Personen der Wildbretuntersuchung Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein, bietet der Oö Landesjagdverband einen Auffrischungskurs für bereits „kundige Personen der Wildbretuntersuchung“ an. Der Schwerpunkt des Kurses wird auf aktuelle Seuchen und Krankheiten und brisante Fälle in diesem Zusammenhang gelegt. Aber auch Änderungen sowie Neuerungen zur Gesetzeslage werden erläutert und besprochen.

MESSERSCHLEIFEN

Scharfe Messer für eine erfolgreiche Jagdsaison

JBIZ Schloss Hohenbrunn 4490 St. Florian Seminargebühr: € 45,– für Nichtjäger € 30,– für Jäger mit mit gültiger OÖ Jagdkarte Referent: Roland Mayr, Messermacher Begrenzte Teilnehmerzahl!

Zu jeder guten Jagdausrüstung gehört auch ein scharfes Messer! In diesem Messerschleifkurs erfahren Sie alles Wichtige rund um Messer und wie man diese richtig schleift. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin hat die Möglichkeit, auch selbst mitgebrachte Messer – unter Anleitung – zu schleifen oder schleifen zu lassen. Dieses Seminar vermittelt die richtige Technik und gibt Tipps für den perfekten Schliff von Jagdmessern. Dabei werden verschiedene Schleiftechniken mit unterschiedlichen Geräten vorgestellt. Vom Schleifwerkzeug, das man im Rucksack unterwegs mitnehmen kann, bis hin zur Profi-Schleifmaschine wird das richtige Material für den optimalen Schleifwinkel besprochen und probiert.

Hinweis: Bitte bringen Sie zum Seminar ein bis drei (Jagd-)Messer zum Schleifen mit!

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SAMSTAG, 23. JÄNNER 2027 9:00 bis ca. 15:00 Uhr Ort: JBIZ Schloss Hohenbrunn Kursbeitrag: € 90,– pro Person € 80,– pro Person für Jäger mit gültiger OÖ Jagdkarte

WORKSHOP TROPHÄENBESCHRIFTUNG & KUNSTHANDWERK Altes Brauchtum neu belebt Historisch gesehen war die Beschriftung weit mehr als nur Zierde. Sie diente der Identifikation und Ehrung eines unvergesslichen Jagderlebnisses. Datum, Ort und oft der Name des Jägers hielten den Moment für die Ewigkeit fest. Dieses traditionelle Handwerk symbolisiert bis heute die tiefe Verbindung zwischen Jäger, Natur und jagdlichem Brauchtum. Sie müssen kein Kalligraphie-Profi sein! Es sind keinerlei künstlerische oder handwerkliche Vorkenntnisse nötig. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt von der Idee bis zum fertigen Unikat. Der Workshop gliedert sich in zwei Teile zu je ca. 2,5 Stunden: Der künstlerische Teil (Sabine Humpl): Die oberösterreichische Künstlerin und Jägerin Sabine Humpl (www.schützenscheibe.at) übernimmt die kreative Gestaltung des Trophäenschildes. Initialen, Jahreszahlen oder Brüche mit dem Ortswappen werden gekonnt auf das Trophäenschild aufgemalt.

ANMELDUNG Teilnahme an allen Kursen und Seminaren nur mit vorheriger Online-Anmeldung über unsere Kundenzone:

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Die Trophäenbeschriftung (Rupert J. Pferzinger): Nach der gemeinsamen Gestaltung der Vorlagen widmen wir uns der präzisen Beschriftung. Sie erlernen den Umgang mit Tusche und Feder, um Erlegungsort, Datum und/oder Initialen stilvoll aufzubringen. Dabei geht es nicht um starre Regeln, sondern um Ihre persönlichen Wünsche und die Freude am Gestalten.

Am Ende des Tages nehmen Sie Ihre beschrifteten Trophäen und ein Schild mit nach Hause, die nicht nur Erinnerungen bewahren, sondern als echte, handgefertigte Kunstwerke glänzen. Mitzubringen sind drei eigene (sauber präparierte und gut getrocknete) Trophäen mit. Idealerweise ist ein Stück dabei, an dem Sie erste Schreibübungen und verschiedene Techniken entspannt ausprobieren können, bevor Sie sich an Ihre Lieblingstrophäen wagen. Inkl. Material zum Beschriften, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Handout & Verpflegung Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist mit zehn Plätzen begrenzt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung bereits Ihre Wunschaufschrift bekannt, damit wir die Vorlagen optimal für Sie vorbereiten können. Mehr dazu erfahren Sie beim Anmeldeprozess.


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

FREITAG, 19. FEBRUAR 2027 13:30-17:30 Uhr Ort: JBIZ Schloss Hohenbrunn Referentin: Mag. Sandra Wimmer-Freund MBA Kursbeitrag: € 45,– pro Person € 30,– pro Person für Jäger mit gültiger OÖ Jagdkarte

FORTBILDUNG § 38 (6)

WERKZEUGE FÜR SCHWIERIGE GESPRÄCHE IM REVIER

Kommunikation und Konfliktmanagement in der Jagd Ob mit Grundeigentümern, Jagdnachbarn, Erholungssuchenden oder Behörden, Jägerinnen und Jäger sind heute mehr denn je gefordert, auch in herausfordernden Situationen klar, respektvoll und lösungsorientiert zu kommunizieren. Missverständnisse und Konflikte gehören zum jagdlichen Alltag, müssen jedoch nicht zwangsläufig eskalieren. In diesem praxisorientierten Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundlagen erfolgreicher Kommunikation kennen und erfahren, wie Konflikte frühzeitig erkannt, richtig eingeschätzt und konstruktiv gelöst werden können. Anhand typischer Beispiele aus der Jagdpraxis werden bewährte Kommunikationswerkzeuge vermittelt und in kurzen Übungen angewendet.

Der Workshop bietet konkrete Hilfestellungen für schwierige Gespräche im Revier und stärkt die persönliche Kommunikationskompetenz – für ein respektvolles Miteinander und tragfähige Lösungen. Inhalte: • Kommunikation verstehen – warum Missverständnisse entstehen • Den eigenen Kommunikationsstil kennenlernen • Erfolgreiche Gesprächsführung mit Ich-Botschaften und aktivem Zuhören • Konflikte erkennen und Eskalationen vermeiden • Praxisbeispiele aus dem jagdlichen Alltag

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JAGDKURSE

des OÖ Landesjagdverbandes Die Jagdkurse können in einem beliebigen Bezirk besucht werden. Die Jagdprüfung muss aber im Bezirk des ordentlichen Hauptwohnsitzes abgelegt werden. Wenn Sie in Oberösterreich über keinen Hauptwohnsitz verfügen, können Sie die Jagdprüfung bei einer beliebigen Prüfungskommission in OÖ ablegen. Die Anmeldung zu den Vorber­eitungskursen richten Sie bitte gleich an den jeweiligen Jagdkursleiter. Dies kann per E-Mail, telefonisch oder auch mit dem Anmeldeformular auf unserer Website www.ooeljv.at sein. Bei Fragen stehen Ihnen die jeweiligen Kursleiter gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass bei der Anmeldung für den Ausbildungskurs noch keine Anmeldung zur Jagdprüfung notwendig ist. Dies wird im Lauf des Kurses mit dem Kursleiter gemeinsam veranlasst.

HINWEIS ZUR JAGDHÜTERPRÜFUNG

Die Jagdhüter-Prüfung legen Sie beim Amt der Landesregierung in Linz ab. Das bedeutet, Sie können die Vorbereitungskurse unabhängig von Ihrem Wohnsitzbezirk in jedem beliebigen oberösterreichischen Bezirk besuchen.

BRAUNAU JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Jagd- und Wurftaubenklub „St. Hubertus“ e.V. Braunau am Inn Mit Praxistagen im Revier, Zerwirkkurs und Sachkundenachweis zum OÖ Hundehaltegesetz Beginn: Montag, 02. November 2026, 19:00 Uhr

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Ort: Wirt z'Aching, Aching 1, 5280 Braunau am Inn Kurstage: Montag und Donnerstag Anmeldung: Georg Ranftl Tel: +43 676 4545145 E-Mail: mail@jaga.cc

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Mit Zerwirkkurs am Praxistag im eigenen Jagdrevier. Beginn: Montag, 02. November 2026, 19:00 Uhr Ort: Polytechnische Schule, Trattmannsbergerweg 4b, 5230 Mattighofen Kurstage: Montag und Donnerstag (die Kurse werden sowohl in Präsenz als auch online abgehalten) Anmeldung: OSR Franz Stöger Tel: +43 664 2326116 E-Mail: franz.stoeger61@gmail.com

EFERDING JAGDKURS Infoabend: Dienstag, 24. November 2026 im Kurslokal Kursbeginn: Am Donnerstag, 07. Jänner 2027 Ort: Seminarraum Raiffeisenbank Eferding, Schiferplatz 24, 4070 Eferding Kurstage: Dienstag und Donnerstag, 18:30–21:30 Uhr Die Teilnahme am Kurs ist aufgrund beschränkter Teilnehmerzahl nur nach Voranmeldung möglich! Anmeldung ab 01.Okober 2026 möglich! Anmeldung: Gerhard Hahn Tel: +43 660 3563799, E-Mail: jagdkurs.eferding@outlook.com

FREISTADT JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Mit Sachkundenachweis zum OÖ Hundehaltegesetz Beginn: 07. Jänner 2027 (letzter Kurstermin am 29.04.2027) Ort: Gasthaus Postl, Selker 1, 4230 Pregarten Auskunft und Anmeldung: Wolfgang Atteneder Tel: +43 680 2051505, E-Mail: wolfgang.atteneder@polizei.gv.at

GMUNDEN JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Beginn: Dezember 2026 Ort: St. Wolfgang im Salzkammergut Information und Fragen unter: Akdm. Jagdwirt Ing. OJ Josef Rieger Jagdakademie Salzkammergut, E-Mail: jagdakademierieger@gmail.com

JAGDKURS Beginn: Freitag, 02. Oktober 2026 Ort: Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen, Waldcampus Österreich, Am Forstpark 1, 4801 Traunkirchen Anmeldung: Ofö. Ing. Othmar Schmidinger Tel: +43 664 1987006, E-Mail: othmar.schmidinger@gmail.com

JAGDHÜTERKURS Beginn: Donnerstag, 07. Jänner 2027 Ort: Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen, Waldcampus Österreich, Am Forstpark 1, 4801 Traunkirchen


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

Anmeldung: Ofö. Ing. Othmar Schmidinger Tel: +43 664 1987006, E-Mail: othmar.schmidinger@gmail.com

JAGDKURS Infoabend: Freitag, 08. Jänner 2027 um 19.00 Uhr im Kurslokal Beginn: Mitte Jänner 2027 nach Absprache Ort: Eisljagd / Hagebaumarkt, Wolfganger Str. 35, 4820 Bad Ischl Anmeldung: Ofö. Ing. Michael Schwarzlmüller Tel: +43 664 460 459 4 E-Mail: jungjaegerkurs@gmx.at

GRIESKIRCHEN JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Beginn: Montag, 04. Jänner 2027 Ort: Gasthaus Schörgendorfer, Dorfplatz 1, 4712 Michaelnbach Kurstage: Montag und Dienstag Anmeldung ab Oktober unter www.ooeljv.at/aus-undweiterbildung/ausbildung-jagdkurse/ jagdkursangebote Kursleiterin: Elisabeth Haberfellner Tel: +43 664 88592652 E-Mail: jagdkurs.gr@ooeljv.at

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS

Infoabend: Freitag, 04. Dezember 2026 im Kurslokal Beginn: Donnerstag, 08. Jänner 2027 um 18:00 Uhr Ort: Inzersdorfer Dorfstub'n, Dorfplatz 1, 4565 Inzersdorf im Kremstal Kurstage: Mittwoch und Freitag ab 18:00 Uhr Anmeldung und Kontakt: Jakob Demberger Tel: +43 660 1295014 E-Mail: jakob.demberger@gmx.at www.jagdkurs-ooe.at

Beginn: Donnerstag, 07. Jänner 2027 Ort: Waffengeschäft, Hauptstraße 47, 4222 Langenstein Auskunft und Anmeldung: Christian Hanl Tel: +43 664 3701369 E-Mail: fasan11cc@gmail.com

LINZ/LINZ-LAND JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Beginn Kurs I (MO & MI): Montag, 11. Jänner 2027 Beginn Kurs II (DI & DO): Dienstag, 07. Jänner 2027 Ort: Schützenverein LHA – Linz, Gasthaus "Löwenfeld", Wienerstraße 441, 4030 Linz Dauer: Bis ca. Mitte Mai Auskunft und Anmeldung (ab Anfang November): Engelbert Zeilinger Tel: +43 664 4012628 E-Mail: zeilinger@hagel.at

KIRCHDORF

PERG

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS

Beginn: Montag, 04. Jänner 2027, 19:00 Uhr Ort: Gasthaus "Wirt in Strienzing", 4552 Wartberg an der Krems Kurstage: Montag und Donnerstag, ab 19:00 Uhr Kursform: Präsenz und teilweise online Anmeldung: Helmut Sieböck Tel: +43 676 4441222 E-Mail: h.sieboeck@gmail.com

Infoabend und Beginn: Mittwoch, 25. November 2026 um 19:00 Uhr im Kurslokal Ort: Gasthof „Wirt in Auhof“, Auhof 11, 4320 Perg Kurstage: Mittwoch und Freitag, ab 19:00 Uhr bis Mai 2027 Praktische Ausbildung: an weiteren Wochentagen Auskunft und Anmeldung: Mag. (FH) Peter Gründling Tel: +43 650 2234410 E-Mail: jagdkurs-perg@outlook.com

RIED JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Beginn: Donnerstag, 07. Jänner 2027, 19 Uhr Ort: Wird noch bekannt gegeben Kurstage: Mittwoch und Donnerstag, 19:00 – 22:00 Uhr Teilnahme: Nur nach Anmeldung per Mail & positiver Rückmeldung Anmeldung: DI Hanspeter Haferlbauer E-Mail: haferlbauer@gmail.com Tel: +43 664 2683800 oder Rudolf Auinger E-Mail: rauinger@gmail.com Tel: +43 660 4444133

ROHRBACH JAGD- UND JAGDHÜTERKURS Mit Sachkundenachweis für Hundehaltung Ort: Meierhof Schloss Sprinzenstein Kurstage: Mittwoch 19:00 – 22:00 Uhr und Samstag 08:00 – 11:00 Uhr Hinweis: Kurs 2027 ist ausgebucht. Die Jagdprüfung in Rohrbach findet am 28. und 29. Mai statt! Vormerkung für Jänner 2028 ist möglich. INFO: Anmeldungen für angehende Jagdhüter sind noch möglich. Kursleiter und Anmeldung: Ing. Sebastian Köppl Tel: +43 664 8298976, E-Mail: ing.sebastian.koeppl@gmail.com

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SCHÄRDING

URFAHR-UMGEBUNG

WELS/WELS-LAND

JAGDKURS

JAGDKURS

Beginn: Freitag, 04. Dezember 2026 Ort: Landwirtschaftliche Fachschule Otterbach Kurstage: Montag und Freitag, 19:00 – 22:00 Uhr Auskunft und Anmeldung: Albert Langbauer Tel: +43 680 1121944 E-Mail: albert.langbauer@gmx.at

Infoabend: Mittwoch, 09. Dezember 2026, 19:00 Uhr im Kurslokal Kursbeginn: Montag, 14. Dezember 2026 Ort: Gasthof Seyrlberg, Familie Rohrmannstorfer, Seyrlberg 5, 4204 Reichenau Kurstage: Montag und Mittwoch, 19:00 – 22:00 Uhr bis Mai 2027 Anmeldung: Christoph Göweil Tel: +43 664 927 30 52 E-Mail: jagdverein.nord@gmail.com

JAGD- & NATURSCHULE EHRENSCHILD

JAGDHÜTERKURS Kursbeginn: Montag, 18. Jänner 2027 Kurs: Montag und Freitag Ort: Hotel Stiegenwirt, Schloßgasse 2-6, 4780 Schärding Kontakt: Stefan Schneebauer Tel: +43 676 3630310, E-Mail: stefan.schneebauer@gmx.net

STEYR/STEYR-LAND JAGD- UND JAGDHÜTERKURS (STEYR UMGEBUNG) Beginn: Dienstag, 03. November 2026, 19:00 Uhr Ort: Landgasthof Mayr, Pfarrplatz 3, 4400 St. Ulrich/Steyr Anmeldung und Auskünfte: Rudolf Pressl, Tel: +43 664 3259300 E-Mail: rudi.pressl@aon.at

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS (WEYER) Beginn: Freitag, 06. November 2026 um 19:00Uhr im Flößerdorf Großraming, Garstenau 22, 4463 Großraming Kurslokal: Wird kurzfristig bekannt gegeben Kursform: Präsenz & teilweise online Anmeldung: Karl Garstenauer Tel: +43 680 1101460, E-Mail: karl.garstenauer@gmail.com oder Fa. Jagd und Fischerei Pichler Tel: +43 7355 7363 E-Mail: office@jagd-fischerei.at

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VÖCKLABRUCK JAGDKURS Beginn: Anfang November 2026 (genaues Datum wird noch bekannt gegeben) Ort: Landwirtschaftsschule Vöcklabruck Kurstage: Dienstag und Donnerstag, 19:00 – 22:00 Uhr bis Mai 2027 Anmeldung unter www.ooeljv.at/aus-undweiterbildung/ausbildung-jagdkurse/ jagdkursangebote

JAGDHÜTERKURS Beginn: Anfang Jänner 2027 Anmeldung unter www.ooeljv.at/aus-undweiterbildung/ausbildung-jagdkurse/ jagdkursangebote Kursleiter: BJM Anton Helmberger Tel: +43 664 73751318 E-Mail: vb@ooeljv.at

Jungjägerkurs Winter 07. Jänner 2027 – 25. April 2027 Jungjägerkurs Sommer 09. Juli 2027 – 12. September 2027 Jungjägerkurs 365 01.Oktober 2026 – 12. September 2027 Die umfassende Ausbildung über das gesamte Jagdjahr. Die Kurse finden im Gasthaus Zirbenschlössl in Sipbachzell statt. Aktuelle Informationen, Kursdetails und Termine sowie Informationen zur neuen Jagdhundeführerausbildung: www.ehrenschild.at Anmeldung und weitere Informationen: Tel: +43 680 1166166 E-Mail: office@ehrenschild.at Infoabend: 05.11.2026 um 19:00 im GH Zirbenschlössl, Sipbachzell

JAGD- UND JAGDHÜTERKURS (GUNSKIRCHEN) Infoabend: Montag, 09. November 2026, 19:00 Uhr im Kurslokal Beginn: Montag, 04. Jänner um 19:00 Uhr Ort: GH Schmöller, 4623 Gunskirchen Anmeldung: Robert Madaras Tel: +43 664 3558992 E-Mail: jagdkurs.wels@gmx.at


AUS DER GESCHÄFTSTELLE.

PRÜFEN SIE IHR WISSEN Erstellt von Helmut Sieböck

1. WIE HEISST ES, WENN DER HIRSCH BEIM ZIEHEN ÜBER BRUCH ODER MOORIGE WIESEN BODENTEILE HERAUSREISST, DIE DANN UMGEKLAPPT LIEGEN BLEIBEN?

IN MEMORIAM

EHRENLANDESOBMANN WOLFGANG KASTLER

a das Blenden b das Reifchen c das Insiegel d das hohe Insiegel e der Schrank oder das Schränken f der Schloßtritt

2. WELCHE ARTEN ZÄHLEN ZU DEN RALLEN? a Große Rohrdommel

f Bekassine

b Purpurreiher

g Blässhuhn

c Tüpfelsumpfhuhn

h Wachtelkönig

d Grünfüßiges Teichhuhn

i Wasserralle

e Kiebitz

3. VON WELCHEN WILDTIERKRANKHEITEN SIND VOR ALLEM WASSERVÖGEL BETROFFEN? a Ornithose

d Botulismus

b Staphylokokkose

e Geflügelpocken

c Borreliose

f Listeriose

4. WELCHER ZUWANDERER (NEUBÜRGER) STAMMT AUS SÜDAMERIKA? a Bisam

d Nutria

b Enok (Marderhund)

e Waschbär

c Goldschakal

5. WAS BEZEICHNET MAN ALS LAIKA? a ein Musikinstrument b ein Büchsengeschoß c ein Jagdsignal d eine Wildkrankheit e eine Hunderasse

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Wolfgang Kastler, geboren am 11. September 1943, der nach längerer Krankheit am 3. August von uns gegangen ist. Er war Vater von zwei Kindern (Patricia, Wolfgang) sowie Großvater von fünf Enkelkindern und einfacher Urgroßvater. Sein Leben war geprägt von der tiefen Verbundenheit zur Natur, zum Wald und zur Jagd. Mit großer Leidenschaft widmete er sich insbesondere dem jagdlichen Brauchtum und der Jagdhornbläserei. Als Landesobmann und später auch als Ehrenlandesobmann der oberösterreichischen Jagdhornbläser setzte er sich mit viel Engagement dafür ein, diese wertvolle Tradition zu bewahren, zu fördern und an die nächste Generation weiterzugeben. Für seine besonderen Verdienste wurde Wolfgang Kastler mit dem Goldenen Bruch sowie dem Silbernen Ehrenabzeichen des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes ausgezeichnet. Diese Ehrungen zeugen von seinem langjährigen, verantwortungsvollen Wirken und seiner hohen Wertschätzung innerhalb der Jägerschaft. Auch während seiner längeren Krankheit blieb er bis zuletzt für den Wald, die Jagd und das jagdliche Brauchtum aktiv. Sein Pflichtbewusstsein, seine Kameradschaft und seine Liebe zur Jagd werden allen, die ihn kannten und mit ihm wirken durften, in dankbarer Erinnerung bleiben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen beiden Kindern sowie allen Angehörigen und Weggefährten. Mit Wolfgang Kastler verliert die oberösterreichische Jägerschaft einen verdienten Weidmann und einen engagierten Bewahrer jagdlicher Tradition. Weidmannsruh! LJM ÖkR Herbert Sieghartsleitner

Die Lösungen finden Sie auf Seite 85.

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IM VISIER.

DIE JAGD. IN DER ÖFFENTLICHKEIT.

PR

DIE ÖSTERREICHISCHE WILDTIERSTIFTUNG STELLT SICH VOR

Österreich ist geprägt von Naturschönheit und vielfältigem Wildbestand. Unsere Wälder sind das Zuhause für hunderte Tier- und Pflanzenarten und diese Vielfalt sind auch Anziehungspunkt für Millionen von Touristen. Als eine der schönsten Kulturlandschaften der Welt bietet sie den Menschen im Land Erholung und Genuss. Sie ist aber zugleich auch Arbeitsplatz vieler Landbewirtschafter und Heimat zahlreicher Wildtiere, deren nachhaltige Nutzung und Bewahrung für kommende Generationen unser Ziel ist.

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Wir, die Österreichische Wildtierstiftung, sehen es als unsere Pflicht an, dieses hohe Gut zu bewahren und sicherzustellen, dass die heimische Tier- und Pflanzenwelt auch künftige Generationen faszinieren wird. Die Österreichische Wildtierstiftung ist eine Initiative der Landesjagdverbände und ihrer 135.000 Jägerinnen und Jägern, von denen sich jede und jeder Einzelne dafür einsetzt, die Lebensräume und deren Bewohner zu schützen. Die Wertschätzung für die Wildtiere und ihre Habitate steht dabei an

erster Stelle. Wir haben es daher zu unserer Aufgabe gemacht, dass Österreich weltweit zu dem Land mit dem breitesten Wissen, der größten Begeisterung und dem verantwortungsvollsten Umgang mit Wildtieren und der Natur wird. Zu den Zwecken der Stiftung zählen u.a. Bewusstseinsbildung, die Schaffung und Erhaltung von Wildtierlebensräumen, die Vergabe von Forschungsaufträgen, Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz und die Herausgabe von Publikationen.


Ziel ist es, bundesweit Kapital aufzustellen, um entsprechende Projekte nachhaltig zu fördern, wie z.B. die Einrichtung einer wissenschaftlichen Wildtierdatenbank im Eigentum der Jägerschaft und die Förderung neuer Biodiversitätsflächen.

Neben Einzelspenden von Privatpersonen, Unternehmensspenden und Förderungen sollen in Zukunft auch Erbschaften, Liegenschaften und andere Sachwerte angenommen werden können. Der Verwaltungsaufwand wird dabei durch das Büro von

Jagd Österreich bzw. Generalsekretär Mag. Jörg Binder übernommen, der gemeinsam mit LJM Herbert Sieghartsleitner und LJM Maximilian Mayr Melnhof das Vorstandsteam der Wildtierstiftung bildet.

ALDIANA CLUB AMPFLWANG:

KÜCHENCHEF SASCHA SCHMIDT MIT WILDPLAKETTE AUSGEZEICHNET

JL Alois Eitzinger, Bgm. Ing. Christian Kienast, BJM Anton Helmberger, Küchenchef Sascha Schmidt, Club-Manager Dominik Acht und JL a.D. Franz Kaltenbrunner (v.l.).

Der Oö. Landesjagdverband hat Küchenchef Sascha Schmidt vom Aldiana Club Ampflwang mit der Wildplakette „Ausgezeichnete Wildgerichte aus oberösterreichischen Jagdrevieren“ geehrt. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Verband Gastronomiebetriebe, die ganzjährig hervorragende Wildküche anbieten und ihr Wildbret aus regionaler, nachhaltiger Jagd beziehen. Im Bezirk Vöcklabruck wurde die Plakette bislang nur an wenige, ausgewählte Betriebe vergeben. Die feierliche Übergabe fand am 11. Juni im Rahmen eines Galaabends im Aldiana Club Ampflwang statt. Die Verleihung wurde von Bezirksjägermeister Anton Helmberger im Beisein von Jagdleiter Alois Eitzinger, JL

a.D. Franz Kaltenbrunner und Bürgermeister Ing. Cristian Kienast vorgenommen; musikalisch umrahmt von der Jagdhornbläsergruppe Ampflwang, die der feierlichen Zeremonie einen besonders würdigen und traditionellen Rahmen verlieh. Die anwesenden Gäste überzeugten sich dabei von der kulinarischen Vielseitigkeit Schmidts – unter anderem mit einer fein komponierten Kreation vom Maibock. „Die Wildplakette ist eine große Ehre für unser Team und Ansporn, unseren Gästen weiterhin authentische, regionale Wildküche in höchster Qualität zu bieten“, so Sascha Schmidt.

Das Agrarbildungszentrum Hagenberg veranstaltete heuer erstmals das Wahlpflichtseminar „Jagdeinrichtung Holzbau“. Unter der Leitung von JL Manfred Schöllhammer aus Leopoldschlag fertigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Hochsitzleitern, Kanzeln und Futterautomaten aus Holz an.

OÖ LJV AUF INSTAGRAM instagram.com/ ooe_landesjagdverband

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wild auf Wild Des Jägers bestes Produkt

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REZEP

BEUSCHERL VOM REH Wurzelgemüse Sauerrahm-Grieß-Strudel Rezept für vier bis sechs Portionen

REZEPT VON RUPERT J. PFERZINGER

BEUSCHERL

• 40 g Kapern

• 600 g Rehherz

• 1 Zitronen, Saft und Zeste

• 1600 g Rehlunge

• 1 Knoblauchzehe, fein gerieben

• 300 g Wurzelgemüse

• 1 l Beuschelsuppe (Reduziert von 2 l)

• 2 Zwiebel • 100 g Salz • Pfeffer, Lorbeer, Thymian, Bohnenkraut, Majoran, Wacholder, Piment

• 20 g Estragon Senf • 150 g Crème fraîche oder Sauerrahm • Apfelessig zum Abschmecken

• Schuss Essig

• Salz

• 4 l Wasser

• Pfeffer

• 60 g Butter

• Gemahlene Wildgewürze

• 60 g Mehl

• Petersilie

• 1 Prise Kristallzucker

• Preiselbeeren

• 100 g Essiggurkerl, fein gehackt

• Wurzelgemüsestreifen, kurz blanchiert, nach Belieben

• 30 g Sardellen

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Die gut gewässerten und geputzten Innereien (Rehherz und Rehlunge) zusammen mit dem grob gewürfelten Wurzelgemüse, der halbierten, gebräunten Zwiebel, den Gewürzen und einem Schuss Essig im kalten Wasser ansetzen. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 1–1,5 Stunden weich köcheln lassen. Am besten das Gargut mit einem kleineren Deckel oder Teller beschweren, damit sie gleichmäßig garen. Nach der Kochzeit das Fleisch aus dem Sud nehmen und vollständig abkühlen lassen – so lässt es sich später perfekt schneiden. Den verbliebenen Kochsud durch ein feines Sieb gießen und 1 Liter als Beuschelsuppe für die Sauce beiseitestellen.


IM VISIER.

Während das Fleisch kocht, werden die Essiggurkerl, Kapern und Sardellenfilets fein gehackt. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die frische Petersilie ebenfalls fein hacken. Sobald das Fleisch abgekühlt ist, Herz und Lunge von etwaigen harten Röhren oder Sehnen befreien und mit einem scharfen Messer in hauchdünne, feine Streifen schneiden. Für die Einbrenn die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, glattes Mehl zugeben und unter ständigem Rühren goldbraun anrösten. Die Beuschelkräuter kurz mitrösten. Die Einbrenn mit einem kleinen Schuss Essig ablöschen und sofort mit dem Liter Beuschelsuppe unter kräftigem Schlagen mit dem Schneebesen aufgießen, um Klumpen zu vermeiden. Die Sauce ca. 10 bis 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Nun den Estragonsenf, die Crème fraîche und die Zitronenzeste einrühren. Die fein geschnittenen Fleischstreifen sowie die Gemüsestreifen dazugeben und alles bei milder Hitze ca. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, bis das Beuschel heiß ist. Zum Schluss mit Zitronensaft, dem Apfelessig, Salz und Pfeffer sowie mit 1 bis 2 Teelöffeln Preiselbeermarmelade abschmecken.

SAUERRAHMSTRUDEL • 200 g Grieß • 250 g Sauerrahm • 100 g Butter

• 1 Packung Strudelteig • 125 g Butter • 125 g Brösel • Salz und Thymian

Für den Grießstrudel Butter mit den Dottern schaumig rühren, Eiklar mit Salz zu Schnee schlagen. Butterabtrieb, Grieß und Sauerrahm mischen und den Schnee darunterziehen. Diese Masse auf ein Blatt Strudelteig verteilen, einrollen und mit einem Kochlöffel kleine Päckchen abdrücken und in Salzwasser ca. 8 Min. leicht köcheln lassen. In gerösteten Butterbröseln wälzen.

• 6 Dotter • Salz • 6 Eiweiß • Muskat BEZAHLTE ANZEIGE

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Wilde Alltagsküche Leicht gemacht!

REH CORDON BLEU

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REZEP

MIT BERGKÄSE & STEINPILZEN GEFÜLLT – ERDÄPFEL-GURKE-GEMÜSE Rezept für vier Personen

REHSCHNITZEL • 4 Rehschnitzerl vom Schlögel á 160 g • 4 Scheiben Beinschinken, ca. 2 mm geschnitten • Salz • Griffiges Mehl • 2 Eier • Semmelbrösel • 500 g Schweineschmalz

Die Schnitzel nicht zu dünn klopfen. Am besten gibt man sie dafür in Frischhaltefolie oder ein Tiefkühlsackerl. Mit der Schinkenscheibe und der vorbereiteten Füllung (siehe unten) füllen. Zusammenklappen, anschließend leicht salzen und in griffigem Mehl, verquirltem Ei und den Semmelbröseln panieren – nicht zu fest andrücken! Das Fett gut erhitzen und die Schnitzel nach und nach herausbacken. Dabei das Fett immer in Bewegung halten, sodass die Schnitzel gleichmäßig garen. FÜLLUNG • 200 g Steinpilze gehackt • 200 g Bergkäse gerieben • 1 Zwiebel, fein geschnitten • 50 g Butter • Knoblauch gehackt • Petersilie geschnitten • Salz • Pfeffer

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In der aufschäumenden Butter die geschnittene Zwiebel mit den Steinpilzen anbraten, würzen und in eine Schüssel geben. Mit dem Bergkäse und den Kräutern vermengen und gut abkühlen lassen.

ERDÄPFEL-GURKEN-GEMÜSE • 600 g gekochte, speckige Erdäpfel • 1-2 EL glattes Mehl • 50 g Butter • 300 ml Fond oder Suppe • 100 g Creme fraiche • 1 Salatgurke, entkernt und gewürfelt • Muskat, Salz & Pfeffer • 1 Spritzer Zitronensaft • Gehackte Petersilie Butter in einem Topf schmelzen, Mehl zugeben und unter Rühren aufschäumen lassen. Nach und nach die Suppe mit dem Schneebesen einrühren. Alles aufkochen. Die Salatgurke längs halbieren und die Kerne

mit einem Löffel herauskratzen. Die Gurke anschließend in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Zitronensaft kräftig würzen. Die Gurkenwürfel sowie die Kartoffeln untermischen und etwas einkochen. Mit der Petersilie vollenden.

Gutes Gelingen wünscht Rupert J. Pferzinger „Schlosskoch“ des Oö. Landesjagdverbands


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LEBENSRAUM.

Unterschätzte Schätze Der Wald gliedert sich in drei Stockwerke. Den Dachboden bilden die Bäume. Aber Achtung, Bäume sind nicht nur dick und groß, sondern auch die zahllosen einjährige Keimlinge und die mehrjährigen Verjüngungen sind Bäume. Unten, im Erdgeschoss, wachsen überwiegend ein- oder zweijährige Pflanzen wie Gräser, Kräuter, Moose und Farne. Die Sträucher sind dazwischen eingezwickt, im Obergeschoss sozusagen. Durch das Kronendach der Bäume oben vom Licht abgeschnitten, unten in Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser mit den schnellen und widerstandsfähigen Kräutern und Gräsern.

Die Sträucher verfolgen zwar dasselbe biologische Konzept wie die Bäume, nämlich zu Boden fallende Samen wurzeln, woraus holzige Triebe wachsen und sie daher gemeinsam “Gehölze” genannt werden, werfen meist das Laub vorm Winter ab, um Nährstoffe zu sparen, wachsen aber eben nicht in den Himmel. An Sträuchern besteht kaum wirtschaftliches Interesse und damit viel

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Platz für Ökologie und Jagd. Zumindest solange nicht die durchwachsenden, quasi „im Lift stehenden“, Wirtschaftsbäume behindert werden. Wann ist ein Strauch ein Baum? Botanisch gesehen verzweigen sich Sträucher nahe dem Boden in mehrere, verholzte Triebe. Bäume haben dagegen einen Haupttrieb, von dem aus sich die Äste abzweigen. Wie so oft in

der Natur sind die Grenzen unscharf. Manche Gehölze können sich zu beidem entwickeln, der Feldahorn etwa. Fast alle unserer über 250 verschiedenen Weidenarten sind strauchförmig. Baumförmig ist nur die Weißweide. Sie wächst entlang von Flüssen, oder die sogenannten Kopfweiden, deren Form durch den ständigen menschlichen Schnitt der Ruten entsteht. Die üblicherweise am Boden liegenden


Latschen werden mit kleinsten genetischen Abweichungen zu (sehr seltenen) Bäumen – von Forstleuten dann „Spirke“ genannt. Manche Sträucher sterben nach wenigen Jahrzehnten ab. Etwa die Hundsrosen und die meisten der verwandten Beeren. Also Himbeere, Brombeere, Heidelbeere, Preiselbeere, auch der Almrausch. Bei geringem Wilddruck erreichen diese verholzten Beerensträucher mit entsprechendem Alter Augenhöhe oder mehr. Andererseits können einige Sträucher Jahrhunderte alt werden, z.B. der Wacholder, der sich auf extrem armen Böden, also in Mooren und im Hochgebirge, mit dieser Ausdauer und Anspruchslosigkeit durchsetzt.

Roter Hollunder oder Hirschholler

Manche Sträucher verwirren mit dem Namen. So auch der aus meiner Sicht zu Unrecht unbekannte Faulbaum, auch Pulverholz genannt. Das „faul“ im Namen erklärt sich aus dem stickigen, muffigen Geruch der frischen Rinde. Das „Baum“ ist einfach falsch. Er ist in unseren Wäldern häufig, wenn nicht sogar der häufigste Strauch und lebt trotzdem

und werden zwar von Vögeln, nicht aber vom Wild geschätzt – wie auch die Blätter. Der historisch wertvollste Strauch ist wohl die Hasel. Die energiereichen Nüsse waren unseren Urahnen schon vor der Entwicklung der Landwirtschaft wichtigstes lagerfähiges Nah-

ARCHÄOLOGEN GEHEN SO WEIT, DIE ERSTE MENSCHLICHE BESIEDLUNG IN UNSEREN BREITEN IN ENGEM ZUSAMMENHANG MIT VORHANDENEN HASELNÜSSEN ZU SEHEN. weitgehend anonym. Er explodiert auf Kahlschlägen – ein wesentlicher, forstlicher Grund, nur einzelne oder wenige Bäume zu ernten und damit zu wenig Licht für den Faulbaum und andere wuchskräftige Vegetation zu bieten. Die im Schlag gesetzte Fichtenverjüngung würde rettungslos versinken, wenn die Waldeigentümer nicht mit Motorsäge und Freischneider dagegenhalten würden. Was Schweiß, Benzin, Zeit, Geld und gepflanzte, aber irrtümlich gemähte Bäumchen kostet. Faulbäume sind forstlich eine Belastung, doch jagdlich attraktiv. Der intensive Geruch wird vom Rehbock beim Fegen geschätzt. Daher macht es Sinn, einige Faulbäume nur in Hüfthöhe abzuschneiden, so bleibt ein „Ablenk-Fege-Faulbaum“ stehen. Die zuerst grünen, dann roten und reif schwarzen Beeren sind für uns unbekömmlich

Kopfweide

rungsmittel. Archäologen gehen so weit, die erste menschliche Besiedlung in unseren Breiten in engem Zusammenhang mit vorhandenen Haselnüssen zu sehen. Nicht anders als heute wurden die Nüsse gesammelt und unter anderem geröstet. Zum Sammeln: Die Nüsse sind in freier Natur und in meinem Garten so beliebt, dass reife Früchte mit brauner Haut

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kaum zu finden sind, weil sie vorher von Eichkatzl, Vögel und Mäusen geerntet wurden. Aber auch Triebe und Blätter werden gerne verdaut. Das Holz ist gerade, biegsam und fest. Geeignet zum Binden und Flechten von Gefäßen waren sie vor der Plastikzeit wertvoll und daher geplant bewirtschaftet, jagdlich verwendet als Speer oder später als Pirschstock. Das Haselhuhn heißt nicht zufällig so, wie kaum alte Namen zufällig sind. Das Raufußhühnchen bevorzugt eben (Hasel-)Strauchdickungen. Die Schlehe und ich, wir werden wohl keine Freunde mehr. So attraktiv die weißen, kleinen Blüten auch sind. So ökologisch wertvoll oder so gesund die blauen Beeren sein mögen – nicht nur als Schnaps. Die Beeren sind vor dem ersten Frost „adstringierend“. Noch nie gehört? Stell dir vor, eine blaugrüne, harte, unreife Zwetschke zu essen (deren Urahn die Schlehe ist). Oder noch grüne, steife Bananen, dicke Schalen von Weintrauben, Rhabarber. „Zusammenziehend“ also, nicht nur die Schleimhäute im Mund. Mein Vater beschrieb das drastisch

Eine Heckeninsel aus Stecklingen

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mit „so sauer, dass dir‘s Pfoad beim A… einiziagt“. Das ist aber nicht der Grund für meinen Klinsch mit dem Schwarzdorn. Um Hecken für das Niederwild attraktiv zu halten, müssen sie regelmäßig „auf Stock gesetzt“ werden. D.h., bodeneben abschneiden, wo sie dann wieder mit neuen Ruten austreiben. Nur dann ist der unterste halbe Meter so dicht, dass er Schutz bietet. Viele Hecken schauen selbst aus geringer Entfernung noch perfekt und ideal aus. Leg dich auf den Boden, knieen reicht nicht, schau in die Hecke und du wirst feststellen, dass das, was oben dicht und undurchdringlich ausschaut, ganz unten laubfrei, durchgängig und voller Wildwechsel ist. Aber eben kein sperriger, schützender, dorniger Bewuchs für Gelege und Junghasen, der gegen Überraschungsangriffe von Fuchs, Katze & Co. hilft. Darum haben wir herbstjagdlich auch unsere vierläufigen Treiber, die auch da durchkommen. Die meisten unserer Hecken sind lange, schmale Zeilen. Das verleitet dazu, von beiden Seiten alles abzuschneiden. Auch gut, aber bitte nur auf 30 Laufmeter, die nächsten 60 Meter auf zwei Etappen in den nächsten zehn Jahren. Damit bleibt immer ein Heckenrest als Ausweiche und die Besiedelung durch Niederwild ist permanent. Man könnte/sollte durchaus alle 20 Meter einen (Obst-)Baum stehen lassen, perfekt für ein Ansitzl. Mit der Trockenheit und der Klimaerhitzung wird die Bedeutung der Hecken zunehmen. Seit Jahrzehnten ist wissenschaftlich vorgerechnet, dass der Ertrag angrenzender Felder steigt, wenn eine Hecke dort steht. Selbst, wenn die Fläche und die Schattenwirkung der Hecke vom Gewinn abgezogen wird. Windberuhigung, ausgeglichene Luftfeuchtigkeit, attraktiver, ökologischer Lebensraum, z.B. für Insekten und Vögel erhöhen den landwirtschaftlichen Ertrag. Schlehen, auch Schwarzdorn genannt, sind ideal für Hecken; sie ver-

Schlehe oder Schwarzdorn

zweigen sich tief unten, sind dicht, sperrig und dornig, haben Früchte, die sich lange bis in den Winter halten, breiten sich auch über die Wurzeln aus. Langsam komme ich zum Punkt meines Konfliktes: Die Dornen sind eigentlich verkümmerte Zweige, dürr und stichelig, deren Spitze leicht abbricht. Beim Pflegen der Schlehen kann zumindest ich es nicht vermeiden, gestochen zu werden. Immer bricht drinnen die Spitze ab. Immer war/ist die Entfernung sehr schmerzhaft. Das ging bis zu einer chirurgischen Operation mit Lokalanästhesie und einem zu zwei-Haselnüsse-großem herangewachsenem Ding unter der Haut. Und das trotz meiner Ausrüstung wie ein Samurai: Schnittschutzhose, Stahlkappenstiefel, alte, dicke Jeansjacke, Schutzhelm mit Visier, Lederhandschuhe... Gegenseitiger Respekt, aber keine Freunde! Ein Verwandter ist der Weißdorn: andere Blätter, selbe Stacheln, rote Beeren. Ganz anders geht's mir da mit dem Hollunder oder Holler, eigentlich den Hollern, weil wir haben zwei. Den schwarzen und den roten, den


LEBENSRAUM.

Hirschholler. Der schwarze hat im Zweig weißes schaumstoffartiges Mark. Der rote, hirschige (wieder liegt im Namen viel Bedeutung) hat rote Beeren, rotes Schaumstoff-Mark und ist seltener. Forstwirtschaftlich bedeutungslos, aber jagdlich höchst interessant. Beeren, Triebe, Blätter als Nahrung und Äsung; die Triebe mit dem ganz eigenen Rindengeruch sind gesucht bei fegendem Schalenwild. Der Holler zeigt uns Stickstoff im Boden. Nicht zufällig hatte jedes Plumpsklo am Hof seine Hollerstaude, die unter dem Schutz des Hausherrn stand. Aus vorchristlicher Zeit stammt der Glaube, dass die Hollerstaude der göttliche Sitz der „Frau Holle“ und damit tabu ist. Sie beschützt die ungeborenen Kinder. Mit meiner Hollerstaude habe ich mich darauf geeinigt, dass ein Zurückschneiden erlaubt ist. Hund, Hühner und Komposthaufen helfen dafür, den hohen Nährstoffbedarf zu decken. Ist Holler giftig? Jedenfalls nicht im gekochten Hollerröster. Und auch sonst ist „giftig“ eine Frage der Dosis. Als Kinder nahmen wir Hände voll grün-unreifer und fast-reifer schwarzer Beeren in den Mund und beschossen uns mittels Blasrohren. Viele Beeren landeten in Panik im Magen, ohne uns zu quälen. Das nächste Geschwisterpaar sind roter Hartriegel und Kornelkirsche. Letztere auch als Dirndl bekannt, vor allem die roten Beeren. Mir fällt es schwer, sie rein am Blatt zu unterscheiden, der Hartriegel ist aber relativ leicht an der rötlichen Rinde der Zweige erkennbar. Beide profitieren von den Begrünungen der Straßenböschungen, da sie unter drei Meter Höhe bleiben. Leider wurden von den Straßenmeistereien nicht-heimische Hartriegel mit deutlich rötlicherer Rinde verwendet. Wieder spielt der Name mit der Bedeutung: die harten Riegel wurden in einer Zeit, wo Eisen höchst kostbar war, als Dübel, Holznägel und Achsen verwendet.

Der gemeine Schneeball: Wer einen Schneeball macht, hat damit selten Gutes vor, wird also gemein sein. An der Bushaltestelle auf die Wartenden oder gegenüber Polizisten in New York, wo jüngst eine Schneeballschlacht eskalierte. Keine Fingerabdrücke... Meine Schneebälle sind aber der gemeine und der wollige Schneeball, das letzte Geschwistergehölzpaar. Unscheinbare, Sonne liebende Sträucher, die nur zur Blüte auffallen: eben, wenn sie die namensgebenden weißen, runden Blüten tragen. Beliebt bei Insekten, die Beeren als Notnahrung im Winter für Vögel, Triebe und Blätter als Abwechslung bei der Äsung.

auch mit einem Holzscheit vorsichtig in den Boden schlagen. Natürlich sollten die späteren Sträucher nicht die Bewirtschaftung behindern. 3. Die beste Zeit ist, wenn der Bodenfrost endet, meist Februar/Anfang März. 4. Je nach Witterung, Strauchart, (Schotter-)Boden, Konkurrenzvegetation oder/und Wildverbiss kommt es zu Ausfällen. Meist wachsen 50 – 90% an, daher dichter setzen, kostet ja nichts. Häufigste Ursache für Ausfälle sind ein trockenes Frühjahr, hohes Gras und Wildverbiss. 5. Von allen diesen Regeln kann man abweichen (Triebdicke und -länge, Jahreszeit, etc.), aber man riskiert mehr Ausfälle.

Und das Schönste zum Schluss:

EXKURS STECKLINGSVERMEHRUNG Alle die genannten Sträucher (außer den nadeligen Latschen und den Wacholder) lassen sich einfach setzen, auch Weiden und Pappeln sind sehr geeignet. REZEPT: 1. Man nehme von beliebigen Sträuchern daumendicke, ca. 30-50 cm lange Triebe, entferne alle Zweige sowie Blätter und stelle sie mit dem unteren, ev. angespitzten Ende in einen Eimer (wer oben und unten verwechselt, scheitert). 2. Im Revier (an Wegböschungen, Geländestufen, am Waldrand, im Altholz, bei Masten, am Feldrain, entlang von Bächen, Teichen, Feuchtflächen, bei vorhandenen einzeln stehenden Bäumen, bei „Moarstiedln“, unter der Kanzel…) steckt man den Steckling (schon wieder: Name!) zu 2/3 in die Erde. Das muss nicht senkrecht sein. Das Loch kann man mit einem Stahlrohr, einem Stück Baustahl oder ähnlichem „vorbohren“. Wichtig ist, dass zwischen Erde und Trieb kein Luftspalt ist. Also immer fest antreten. Man kann den Steckling

Über Ergänzungen, Korrekturen, Bemerkungen, Lob und Tadel freut sich Dadlbauer! Bitte per Email an ooe.jaeger@ooeljv.at

OÖ JÄGER

REDAKTIONSSCHLUSS Ausgabe März: Ausgabe Juni: Ausgabe Sept.: Ausgabe Dez.:

1. Februar 1. Mai 1. August 1. November

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AUS WIRTSHAUS WIRD NATURPARADIES:

FAMILIE KÜHBERGER SCHAFFT WERTVOLLEN LEBENSRAUM IN EIZENDORF Machland, wo Überschwemmungen seit jeher zur Landschaft gehören, kann ein solch erhöhter Bereich für Rehe, Hasen, Fasane und zahlreiche Kleintiere überlebenswichtig sein. Darüber hinaus wurden Stein- und Totholzstrukturen geschaffen, die Eidechsen und anderen Reptilien wertvolle Sonnenplätze sowie geschützte Verstecke bieten. Auch zahlreiche Insekten profitieren von den neu entstandenen Lebensräumen, wodurch wiederum Vögel und andere Wildtiere bessere Nahrungsbedingungen vorfinden.

Wo einst der traditionsreiche Gasthof Kühberger, besser bekannt als „Wirt z'Eizendorf“, das gesellschaftliche Zentrum der Ortschaft Saxen im Bezirk Perg war, entsteht heute ein Ort, der ganz im Zeichen des Natur- und Artenschutzes steht. Nach dem Abriss des ehemaligen Gasthofs hat die Familie Kühberger, allen voran Max Kühberger, die frei gewordene Fläche genutzt, um ein nachhaltiges Projekt für Wildtiere, Insekten und zahlreiche weitere Arten zu verwirklichen. Der „Wirt z'Eizendorf“ war über Jahrzehnte weit mehr als ein Gasthaus. Er war ein beliebter Treffpunkt für die Menschen aus der Region, eine geschätzte Einkehr für Radfahrer entlang des Donau-Radwegs und seit jeher insbesondere ein beliebter Stammtisch für Jäger. Die Fami-

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lie Kühberger war stets eng mit der Natur und der Jagd verbunden. Der respektvolle Umgang mit Wild und Landschaft sowie der Erhalt heimischer Lebensräume waren den Wirtsleuten schon immer ein großes Anliegen – Werte, die bis heute weitergetragen werden. Mit den Veränderungen im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen im Machland und den Absiedelungen musste auch das traditionsreiche Wirtshaus weichen. Nach dem Abriss des Gebäudes 2025 verschwand zwar ein Stück Ortsgeschichte, doch an seine Stelle trat ein Projekt mit nachhaltigem Mehrwert für die Natur. Im Mittelpunkt steht ein neu angelegter Rettungshügel für Wildtiere, der bei Hochwasser als sichere Rückzugsmöglichkeit dient. Gerade im

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die standortgerechte Bepflanzung. Die dafür verwendeten heimischen Sträucher und Pflanzen wurden vom Oberösterreichischen Landesjagdverband zur Verfügung gestellt. Direkt angrenzend befinden sich zudem Streuobstwiesen, die das ökologische Gesamtbild abrunden. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich jagdliche Hege und moderner Naturschutz sinnvoll ergänzen. Was früher ein Ort der Begegnung für Menschen war, ist heute ein Rückzugsort für die Tierwelt. Mit Weitblick und persönlichem Einsatz hat Familie Kühberger den ehemaligen „Wirt z'Eizendorf“ in ein kleines Naturparadies verwandelt. So lebt die jahrzehntelange Verbundenheit der Familie zur Natur auf besondere Weise weiter – als wertvoller Lebensraum für Wildtiere, Reptilien, Insekten und viele andere Arten.


LEBENSRAUM.

SINGVÖGEL im Revier

GEMEINSAM!

Von Sabine Humpl BA

STAR Sturnus vulgaris

Teamarbeit, Vernetzung und Interdisziplinarität sind heute oft genannte Schlagwörter. In Ort im Innkreis zählen jedoch weiterhin Werte wie Handschlagqualität und persönliches Engagement, wie die Jagdgesellschaft berichtet. Denn auch in diesem Jahr wurden die gemeinsamen Aufforstungsarbeiten der Waldbesitzer und der Jägerschaft erfolgreich durchgeführt. Insgesamt konnten 3.900 Forstpflanzen sowie 300 Wildheckensträu-

cher gesetzt werden. Die Pflanzung der Wildhecken trägt maßgeblich zur Verbesserung der Lebensräume bei und unterstützt die Artenvielfalt in der Region. Ein besonderer Dank gilt daher den Grundeigentümern für ihre tatkräftige Unterstützung. Gemeinsam setzen sich die Orter für eine nachhaltige Zukunft und den Erhalt der Natur für kommende Generationen ein.

Der Star (Sturnus vulgaris) ist mit einer Körperlänge von 19 bis 22 cm etwas kleiner als die Amsel. Sein Schwanz ist deutlich kürzer, die Flügel wirken im Flug dreieckig und spitz. Im Schlichtkleid ist das Gefieder schwärzlich und zeigt einen metallisch grünen oder purpurnen Glanz. Die hellen Federspitzen lassen den gesamten Körper weißlich bis beige gepunktet erscheinen. Der Star ist für sein „Spotten“ bekannt, also für seine Fähigkeit, Tierstimmen und andere Laute zu imitieren. Sein abwechslungsreicher, schwätzender Gesang besteht aus Pfeif-, Schnalz-, Zisch- und Rätschlauten sowie Nachahmungen von Vogelund Tierstimmen oder technischen Geräuschen.

VORKOMMEN

Jagdfakten.at informiert Sie über aktuelle Themen, Daten & Fakten rund um Österreichs Wald, Wild, Natur, Kultur und Tradition.

Der Star ist in Europa weit verbreitet und besiedelt auch Städte bis in die Zentren. Besonders häufig ist er in Gebieten mit höhlenreichen Baumgruppen und angrenzendem Grünland zur Nahrungssuche. Er fehlt vor allem in großen, geschlossenen Waldgebieten, völlig ausgeräumten Agrarlandschaften sowie in Höhenlagen ab etwa 1.500 Metern. Quelle: Wikipedia Foto: Getty Images


MIT DEN JÄGERN UNTERWEGS.

OTTNANG. Volksschule, 2. Juli

KRENGLBACH. Ferienscheckheftaktion, 13. Juli

TREFFLING. VS Mittertreffling 4. Klasse, 11. Juni

PERG. Volksschule 3. Klasse, 17. Juni

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VÖCKLAMARKT. Ferienprogramm, 23. Juli

MICHELDORF. Ferienaktion, 21. Juli

UNTERWEITERSDORF. Volksschule 2. Klasse, 22. April

ST. KONRAD. Kindergarten, Juni

ST. AGATHA. Ferienpassaktion, 15. Juli

KIRCHBERG-THENING. Volksschule 4. Klasse, 25. Juni

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SCHWEINBACH. Volksschule 4. Klasse, 26. Juni

PUCKING. Volksschule 3. Klasse, 8. Juli

WEITERSFELDEN. Volksschule, 30. Juni

GOLDWÖRTH. Volksschule, 26. Juni

WAIZENKIRCHEN. Volksschule 3. Klasse, 18. Mai

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MIT DEN JÄGERN UNTERWEGS.

MICHELDORF. Volksschule 3. Klasse, Mai

RAINBACH AM INN. Volksschule 4. Klasse, 18. Juni

GEINBERG. Volksschule 3. Klasse, 16. Juni

POLLING IM INNKREIS. Ferienpass, 24. Juli

EIDENBERG. Volksschule 3. Klasse, 8. Juni

SAXEN. Volksschule 3. Klasse, 2. Juli

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SCHWANENSTADT. Volksschule Klasse 4d, 15. April

SCHWANENSTADT. Volksschule Klasse 4a, 28. April

SCHWANENSTADT. Volksschule Klasse 4b, 5. Mai

SCHWANENSTADT. Volksschule Klasse 4c, 6. Mai

ENZENKIRCHEN. Volksschule 3. Klasse, 18. Mai

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MIT DEN JÄGERN UNTERWEGS.

WALDHAUSEN. Ferienaktion, 18. Juli

ST. MARIEN. Volksschule, 22. Mai

OÖ JAGD APP Google Play Store:

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HUNDE-. WESEN.

ERFOLGREICHE SCHWEISSHUNDEPRÜFUNG IN REICHRAMING

TERMINE

BRAUCHBARKEITSPRÜFUNG 2026 Samstag, 3. Oktober 2026 Bezirk Perg Bezirk Rohrbach Samstag, 10. Oktober 2026 Bezirk Eferding Bezirk Grieskirchen Bezirk Linz-Land Bezirk Ried Bezirk Schärding

Die sechs Gespanne mit Richtern und Richter-Anwärtern.

Am 20. Juni fand in Reichraming (Bezirk Steyr) unter der versierten Organisation von Gerald Reindl, Gebietsführer des Schweißhundevereines, eine Schweißhundeprüfung statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen stellten die Genossenschaftsjagd Reichraming mit Jagdleiter Sepp Hinterbichler und die Eigenjagd Bauer in Raith mit Bernhard Aschauer ihre Reviere zur Verfügung. Dort wurden bereits am Vortag von den Richtern und Richteranwärtern die anspruchsvollen Schweißfährten getreten. Das Ergebnis war hervorragend: Alle sechs angetretenen Gespanne meisterten die fordernde Prüfung erfolg-

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reich. Den Tagessieg mit der höchsten Punktezahl sicherte sich der Hundeführer mit der weitesten Anreise, der einen Bayerischen Gebirgsschweißhund (BGS) aus der Zucht von Helga Fahrenberger führte. Bei der anschließenden Verleihung der Urkunden sprach Bezirksjägermeister Rudolf Kern allen Beteiligten seinen Dank aus. Ein besonderer galt dabei Gebietsführer Gerald Reindl, dem Richterkollegium, den Revierverantwortlichen für die Bereitstellung der Fährtengebiete sowie den erfolgreich geprüften Gespannen für ihre ausgezeichnete Arbeit.

Sonntag, 11. Oktober 2026 Bezirk Vöcklabruck Samstag, 17. Oktober 2026 Bezirk Braunau Bezirk Freistadt Bezirk Gmunden Bezirk Kirchdorf Bezirk Urfahr-Umgebung Sonntag, 18. Oktober 2026 Bezirk Wels Bezirk Steyr Prüfung im Bezirk Steyr ist derzeit nicht möglich, bitte weichen Sie auf einen anderen Bezirk aus! Nennformular unter www.ooeljv.at/die-ooe-jaegerschaft/ jagdhunde/ausbildung-prufung


WELSER JAGDHUNDE PRÜFUNGSVEREIN Obmann: Andreas Hochmayr 4654 Bad Wimsbach, Buchenstrasse Mobil: 0699/100 013 53 E-Mail: office@wjpv.at, www.wjpv.at

ERGEBNIS BRINGTREUEPRÜFUNG 2026 Bei gutem Prüfungswetter und optimalen Prüfungsbedingungen verlief die Prüfung am 28. März harmonisch und unfallfrei. Von elf angetretenen Gespannen haben zehn die Prüfung erfolgreich beendet. Dank ergeht an Jagdleiter Michael Reinlein zur VerfügungStellung der Reviere, Mf. Dr. Walter Müllner und Mf. Gerhard Huemer für ihr faires Richten und allen fleißigen Helfern. Prüfungsleiter Andreas Hochmayr wünscht den Hundeführern mit ihrem treuen vierbeinigen Jagdgehilfen eine unfallfreie und erfolgreiche Jagdsaison.

Rasse

Geschlecht

Name des Hundes

Hundeführer

DK

Hündin

ARIA VOM AICHETFELD

Franz Eschlböck

LR

Rüde

KARLFRED VOM WALDSCHRATT

Mario Gutenbrunner

DDR

Rüde

XITO VOM KIRCHBERGERHOLZ

Domink Hirz

DK

Hündin

ANKA VOM OFFENHUBERHOF

Manuel Kraft

DK

Hündin

AIKA VON DER ERLENFURT

Simon Kristl

DDR

Hündin

XENA VOM KIRCHBERGERHOLZ

Robert Kühberger

DL

Rüde

ANTON v. ROTWILDGATTER

Michael Mistlberger

DK

Hündin

AMBER VOM AICHETFELD

Stefan Moritz

MVK

Hündin

CAJA VOM MELCHAMGUT

Christoph Spörer

LR

Rüde

PHEASANT LAKE BENTLEY

Roland Thallinger

ÖSTERREICHISCHER CLUB FÜR DEUTSCHE JAGDTERRIER Obmann: Mf Ing. Christian Grill 4863 Seewalchen, Hainingerbach 16 Mobil: 0664/424 81 66 E-Mail: ch.grill@gmx.net, www.jagdterrier.at

ANLAGENPRÜFUNG

23. Mai 2026 in St. Peter am Wimberg Prüfungsleiter: Otto Stöttner; Leistungsrichter: Walter Schoibl, Mf. Franz Pusch, Peter Eppensteiner, Ewald Hammer, Mf. Walter Schanda, Harald Holzinger (LR-Anwärter); Formwertrichter: Mf. Walter Schanda Von 11 angetretenen Gespannen konnten 9 die Prüfung erfolgreich im 1. Preis bestehen.

Name des Hundes

Hundeführer

Pkt./Preis

Sunny vom Zeissberg

Jakob Böhm

136 Pkt. (1a Preis)

Seko vom Zeissberg

Stefan Oberndorfer

136 Pkt. (1b Preis)

Eggsy von Monte Korn

Mario Danner

136 Pkt. (1c Preis)

Xaver vom Fronwald

Franz Scharnböck

133 Pkt. (1d Preis)

Ela od Grabove Sume

Hermann Pröll

133 Pkt. (1e Preis)

Coco vom Eichetwald

Alex Freinschlag

130 Pkt. (1f Preis)

Xtrem vom Fronwald

Andreas Spindler

125 Pkt. (1g Preis)

Ena od Grabove Sume

Franz Haider

125 Pkt. (1h Preis)

Satan vom Zeissberg

Werner Weglehner

120 Pkt. (1i Preis)

SEPTEMBER 2026

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HUNDEWESEN.

SAUWÄLDER JAGDHUNDE - CLUB

Geschäftsführer: Andreas Unterholzer 4786 Brunnenthal · Steingasse 3, Tel. 0664/15 19 248, E-Mail: info@sauwalder-jagdhunde-club.at www.jagdhunde-club.at

BRINGTREUEPRÜFUNG 28. März 2026 in Kopfing

Prüfungsleiter: Mf. Franz Reinthaler Hundeführer

Adresse

Name des Hundes

Rasse

Manfred Schreiner

4174 Niederwaldkirchen

Aro aus dem Dianaforst

DDR (R)

Stefan Hager

4761 Enzenkirchen

Aiko vom Grenzbach

DDR (R)

Josef Gahbauer

4776 Diersbach

Alfred vom Grenzbach

DDR (R)

Franz Stelzhammer

4741 Wendling

Yoko von Schotterlee

DK (R)

Thomas Lang

4761 Enzenkirchen

Kischa von der Borg

PP (H)

Sarah Bruckbauer

4943 Geinberg

Baja vom Rotwildgatter

DL (H)

Josef Landlinger

4741 Wendling

Yaro von Schotterlee

DK (R)

Hubert Hafner

4722 Peuerbach

Jara von der Teuflau

DDR (H)

Albert Wallner

4792 Münzkirchen

Jenny von der Teuflau

DDR (H)

Georg Mair

4730 Waizenkirchen

Caja von der Haager Grafschaft

KLMÜ (H)

Jürgen Bichl

4984 Weilbach

Jonna vom Altaussehergut

MVK (H)

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FELDPRÜFUNG

25. April 2026 in St. Willibald Prüfungsleiter: Mf. Karl Gruber Hundeführer

Adresse

Name des Hundes

Rasse

Punkte

Hubert Hebenstreit

9552 Steindorf

Solid Gold‘S Francesca

ES (H)

108

Wilfried Berger

9212 Techelsberg

Andor

EP R

108

Markus Gasselsberger

4973 St. Martin

Zitta vom Grasnitzbründl

DK H

81

74


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BRAUCHTUM &. JAGDKULTUR.

ÜBERLIEFERTER BRAUCH IN NEUER ZEIT Wie werden der Jäger und die Jägerin bei der Jagd oder bei jagdlichen Veranstaltungen von der Gesellschaft wahrgenommen?

DAS JÄGERRECHT – worin besteht es? TEXT: BJM RUDOLF KERN; FOTO: CH. BÖCK

Das Jägerrecht besteht seit alters her eines geregelten Anrechtes des Erlegers: Auf die Trophäe und das Geräusch (edle Stücke des Aufbruches) bzw. einen Teil vom Wildbret des gestreckten Stückes. Es werden in der Regel drei Arten von Jägerrecht unterschieden: 1. Das Jägerrecht des Gastschützen- oder der Gastschützin (früher: des Herrn): Dieses bezieht sich auf die Trophäe (Hauptschmuck, Grandln, Bart, Waffen des Schwarzwildes usw.) 2. Das kleine Jägerrecht: Dieses besteht aus dem Geräusch (edle Stücke des Aufbruches) und umfasst Leber, Herz, Lunge, Nieren, Milz und Weiß bzw. Feist. Es steht dem zu, der das Stück aufbricht.

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Bei den Jagdprüfungen wird Wert darauf gelgt, dass dies von den Prüfungswerbern auch verstanden wird. Der edle Teil des Aufbruches war früher wertvolles Nahrungsmittel. In

Zeiten, wo die Treiber bei Hetz- und Treibjagden als kleinbäuerliche Untertanen für die Herrschaft auch die „Rote Arbeit“ verrichteten mussten, also die Aufbruch-Arbeit tätigten,


war es ihnen gegönnt, sich diese Teile des Aufbruches mit nach Hause zu nehmen und so konnten sie eine Zeitlang ihre Familie ernähren bzw. den kargen Speisezettel aufbessern. Es ist gut zu bemerken, dass die edlen Teile des Aufbruches heutzutage wieder an Bedeutung gewinnen und

sogar in der feinen gehobenen Küche kulinarisch verarbeitet und kredenzt werden. 3. Das große Jägerrecht steht in dieser Form nur dem Berufsjäger aufgrund einer eigenen Regelung im Dienstvertrag zu und umfasst:

Das Haupt mit Lecker (ohne Hauptschmuck), Träger und Vorschlag bis zur dritten Feder sowie dem Mehrbraten und dem Geräusch. Beim Schwarzwild die Wammen, beim Raubwild Balg oder Schwarte.

KONZERT-HIGHLIGHT:

OÖ. MILITÄRMUSIK UND JAGDHORNBLÄSER BEGEISTERN IN GRÜNBURG Foto: Bundesheer

Das Publikum belohnte die hochkarätige Darbietung mit langanhaltendem Applaus. Besonderes Lob gab es auch vom Militärkapellmeister persönlich: „Euer Spiel war wahrlich ein Hochgenuss fürs Ohr – sauber geblasen, aus einem Guss, mit viel Weidmannsgeist!“, so Haidegger anerkennend.

Anknüpfend an den großen Erfolg des Vorjahres lud Militärkapellmeister Oberstlt. Gernot Haidegger auch heuer wieder Jagdhornbläser als besondere Gast-Mitwirkende zum Sommerkonzert der OÖ. Militärmusikkapelle ein. Am 17. Juli bildete der voll besetzte Raiffeisenpark in Grünburg (Bezirk Kirchdorf) die stimmungsvolle Kulisse für dieses musikalische Zusammentreffen.

Nach intensiver Probenarbeit unter der Leitung von LandesobmannStellvertreter Hubert Riedl gestalteten 30 Jagdhornbläser der Gruppen Garsten (gemischt in B) sowie Aschach/Steyr und Ternberg (jeweils Es) gemeinsam mit der 60-köpfigen Militärmusikkapelle das Programm. Bei der Themenpotpourri aus Weber’s Freischütz und dem Werk The Law of the Mountain Hunt verschmolzen die Klangkörper zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis.

OÖ JAGD APP

SEPTEMBER 2026

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SEITENBLICKE auf‘s Jagdmuseum

EINLADUNG ZUM DOPPELJUBILÄUM IN UTZENAICH

STEINSCHLOSSTROMBLON (um 1720)

Foto: Franz Haunschmied

Das Tromblon (Donnerbüchse) ist eine Vorderladerwaffe mit kurzem Lauf, welcher in einer trichterförmigen Mündung endet.

Der Name leitet sich vom Italienischen ab und bedeutet so viel wie „durch die Mündung“ in Anspielung auf seine Ladeweise. Durch die weite Trichterform war es extrem leicht, Schrot oder gehacktes Blei einzufüllen. Die Mündung sorgte für eine enorme Streuung des Schrots auf kurze Distanz. Ursprünglich wurde es für militärische Zwecke und zur Verteidigung von Kutschen entwickelt. In der Jagd wurde es vor allem für Flug- und Treibjagden auf Niederwild eingesetzt, bei der eine breite Deckung in kurzer Distanz erforderlich war. Das Tromblon war beliebt in dicht bewaldeten Regionen oder im Unterholz, wo Schüsse meist auf sehr kurze Entfernung abgegeben wurden.

ÖFFNUNGSZEITEN: Ostern (Karsamstag) bis 31. Oktober: Montag bis Sonntag, von 10:00–12:00 und von 13:00–17:00 Uhr; Freitag Nachmittag geschlossen!

Die Jagdgesellschaft Utzenaich feiert ein besonderes Festjahr: Am 4. Oktober stehen das 40-jährige Bestehen der Jagdhornbläsergruppe Utzenaich sowie das 60-jährige Jubiläum der Hubertuskapelle im Mittelpunkt.

Festablauf am Sonntag, 4. Oktober 2026: 10:00 Uhr: Festliche Hubertusmesse in der Pfarrkirche Utzenaich Anschließend: Jubiläumsfeier im Wirtshaus Mesnersölde

Die 1986 gegründete Bläsergruppe steht seit vier Jahrzehnten für gelebte Tradition und jagdliches Brauchtum. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde zudem der Entschluss gefasst, die Gruppe als offiziellen Verein zu gründen. Die vor 60 Jahren von den damaligen Jägern errichtete Hubertuskapelle bildet wiederum alljährlich den stimmungsvollen Rahmen für die Maiandacht der Jägerschaft.

Für das leibliche Wohl sorgt die Jägerschaft mit Köstlichkeiten vom Utzenaicher Wild, hausgemachten Kuchen und Erfrischungen. Für die musikalische Gestaltung des Festes zeichnen befreundete Bläsergruppen sowie die „Utzenaicher Jagamusi“ verantwortlich. Eingeladen sind alle Jägerinnen und Jäger, benachbarte Bläsergruppen, Grundbesitzer, örtliche Vereine sowie alle Freunde des jagdlichen Brauchtums. Die Jagdgesellschaft und die Jagdhornbläsergruppe Utzenaich freuen sich auf Ihren Besuch!


BRAUCHTUM & JAGDKULTUR.

GROSSARTIGE ERFOLGE FÜR OÖ. JAGDHORNBLÄSER BEIM INTERNATIONALEN WETTBEWERB „ANBLASN 2026“ Beim internationalen Jagdhorn-Bläserwettbewerb „anblasn 2026“ am 16. Mai im Veranstaltungsareal Grottenhof in Leibnitz (Steiermark) trafen rund 700 Bläserinnen und Bläser in 60 Gruppen aus dem In- und Ausland aufeinander. Unter den Teilnehmern zeigten auch 14 Gruppen aus Oberösterreich nach akribischer Vorbereitung ihr hohes musikalisches Niveau. Ein überragender Erfolg gelang den Steyregger Jagdhornbläsern: Unter der Leitung von Hornmeister Norbert Burgstaller sicherten sie sich in der neu geschaffenen Kategorie Gemischt B schwer mit einem bravourösen Vortrag den 1. Platz. Die Plätze zwei und drei gingen mit der JHBG Gunskirchen und der JHBG Vorchdorf ebenfalls nach Oberösterreich (Hohenbrunn auf Rang 11, Viechtwang auf Rang 12 – alle mit dem Leistungsabzeichen in Gold).

Die Siegergruppe aus Steyregg n Gemischt

B leicht: Die JHBG Engerwitzdorf holte mit Gold den 2. Platz, die JHBG Alberndorf erreichte mit Silber den 11. Platz.

n Parforcehörner

Auch in den weiteren Wertungsklassen glänzten die oberösterreichischen Bläser: n Gemischt B mittel: Gold für die JHBG Sipbachzell (4. Platz) und die JHBG Schaunburg (15. Platz).

in Es (mittel): Alle fünf angetretenen OÖ-Gruppen erreichten Gold-Punkteränge – JHBG Ternberg (5.), JHBG Hausruck und JHBG Aschach/Steyr (ex aequo 7.), JHBG Kremstal (10.) sowie JHBG Gurten (12.).

Landesobmann Rudolf Kern zeigte sich begeistert von den Leistungen: „Ich danke allen Hornmeistern mit ihren Gruppen, die mit viel Engagement, Einsatz und Zielstrebigkeit, aber auch mit Feingefühl und Sinn für Musikalität diese Erfolge eingefahren haben. Das ist beispielgebend!“

OÖ LJV ONLINE SHOP Hier finden Sie eine große Auswahl an Informationsmaterial und Artikeln: ooeljv.at/shop JHBG Ternberg, beste der angetretenen Oö. ES-Gruppen

SEPTEMBER 2026

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BRAUCHTUM & JAGDKULTUR.

Foto: JHBG Ruttenstein

VERDIENTE EHRUNG GOLD FÜR DEN JAGDHORNVEREIN FÜR LUDWIG RUTTENSTEIN ORTMAIER

LJM-Stv. Andreas Gasselsberger, Obmann Johann Penninger, Aloisia und Ludwig Ortmaier sowie Hornmeister Bernd Berger bei der Übergabe des Ehrengeschenks.

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Jagdhornbläsergruppe INNKREIS im Gasthaus Sternbauer in Neuhofen im Innkreis wurde Ludwig Ortmaier für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz ausgezeichnet. Seit über 40 Jahren gehört Ortmaier der Bläsergruppe an, die er fast drei Jahrzehnte lang als Hornmeister musikalisch prägte und viele Jahre als Obmann leitete. Auch überregional setzte er sich als Viertelobmann im Oberösterreichischen Landesjagdverband engagiert für das jagdliche Brauchtum und die Pflege der Bläsertradition im Innviertel ein. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Obmann Johann Penninger ein Ehrengeschenk. Die Kameraden wünschen Ludwig Ortmaier weiterhin viel Gesundheit, alles Gute und stets viel Freude an der Jagdmusik.

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Seit rund zwei Jahren besteht der Jagdhornverein Ruttenstein und zählt mittlerweile elf Bläserinnen und Bläser. Nach einer intensiven Probenphase mit den Es-Parforcehörnern trat die Gruppe am 20. Juni beim 32. Bayerischen Jagdhornwettbewerb in Regensburg erstmals zu einem Wettbewerb an. Unter 49 teilnehmenden Bläsergruppen stellten sich die Oberösterreicher der Bewertung von fünf Wertungsrichtern, die das auswendig vorgetragene Spiel beurteilten.

Unter der Leitung von Hornmeister Michael Schickermüller erzielte der Jagdhornverein Ruttenstein mit 814 von 855 möglichen Punkten den hervorragenden 3. Gesamtplatz in der Es-Parforcehorngruppe sowie den 1. Platz in der Gästeklasse. Belohnt wurde diese Spitzenleistung mit dem Leistungsabzeichen in Gold – ein großartiger Erfolg für den jungen Verein und ein motivierender Auftakt für kommende Bewerbe.

GEWINNSPIEL

3 x 2 Eintrittskarten gewinnen! An welchem traditionsreichen Standort findet der Oberösterreichische Jägerball 2027 in Linz statt? Senden Sie Ihre Antwort bis zum 31.10.2026 an gewinnspiel@ooeljv.at

Rechtliche Hinweise: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse des Gewinns. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt. Ihre Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels verwendet.


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2027 Sa. 23. Jänner 2027 im Palais „Kaufmännischer Verein“ Linz, Bismarckstraße

Infos über den Ball und den Kartenverkauf unter

www.jaegerball-linz.at PT-Art Orchester, Soul Collective und die Jagdhornbläsergruppe Bad Wimsbach Neydharting sorgen für den guten Klang. Wieder mit Schießstand, Schießkino und Fotobox! Es gibt hochwertige Preise wie Jagdreisen, Gewehre, Feldstecher und vieles mehr beim Schießen zu gewinnen.

Der Kartenverkauf erfolgt ab Juli über unsere Online-Plattform, sowie beim OÖLJV und ab Anfang Oktober über unsere Verkaufsstellen, die auf der Homepage bekannt gegeben werden. Eintrittskarten sowie Sitzplatz- und Tischreservierungen sind auch bei den veranstaltenden Jagdclubs erhältlich: ticket@hubertusclub-linz.at und ballkarten@diana-linz.at

Jagdclub Diana Linz


SCHIESS-. WESEN.

BEZIRKSJAGDSCHIESSEN WELS 2026 Einzelwertung einer der Hausherren aus Steinerkirchen das Gunskirchner Bollwerk durchbrechen und einen ungefährdeten Sieg einfahren, gefolgt von Stefan Wallner aus Steinhaus und Franz Gruber aus Gunskirchen. Großen Gefallen an der gelungenen Veranstaltung fanden auch Steinerkirchens Bürgermeister Thomas Steinerberger und Bezirksjägermeister Alfred Weinbergmair, die sich schon jetzt auf das Jahr 2028 freuen, wenn das Bezirksjagdschießen zum 20. Mal ausgetragen und somit ein kleines Jubiläum gefeiert wird. Text und Foto: Astrid Burgholzer Gerald Höller, Helmut Erbler, Franz Gruber, Martin Rohrer (v.l.)

Am Wurftaubenstand in Steinerkirchen an der Traun gab es wieder einen jagdlichen und gleichzeitig sportlichen Wettbewerb beim 19. Bezirksjagdschießen der Welser Jägerschaft. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle Jagdgesellschaften der Bezirke Wels-Stadt und Wels-Land mindestens ein Schützenquartett in den Wettbewerb entsandt. An die 200 Jägerinnen und Jäger waren somit gekommen, um ihre Schießfertigkeiten im Jagdparcours zu testen oder unter Beweis zu stellen.

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Am besten gelang dies den Weidmännern aus Gunskirchen, die mit zwei Teams das Finale unter sich ausmachten. Pikantes Detail am Rande war, dass die arrivierteren Jäger im Endspiel von den Youngsters gefordert wurden, wobei sogar Väter gegen Söhne antreten mussten, was wiederum ordentlich für Stimmung sorgte. Aus dem Duell, das alle Register der hohen Schießkunst bot, gingen schließlich die älteren Semester als souveräne Sieger hervor. Den dritten Platz belegten die Schützen aus Fischlham. Mit Florian Gruber konnte in der

Jagdfakten.at informiert Sie über aktuelle Themen, Daten & Fakten rund um Österreichs Wald, Wild, Natur, Kultur und Tradition.


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EXKLUSIV IN ÖSTERREICH

LIONS CLUB LINZ 2000

CHARITYSCHIESSEN IN VIECHT

SCOUT TD THUMBHOLE

552,– CASCADE WIDELAND

767,CASCADE BLACK

Bernhard Fierlinger (Lions Charitybeauftragter), Dr. Manuela Baumgartner, Lions Präsident Christian Mastny (v.l.).

Und immer wieder lacht die Sonne! Wenn der Lions Club Linz 2000 zum Charityschießen lädt, dann spielt auch das Wetter mit. Bereits zum fünften Mal fand dieser Bewerb am 30. Mai am Landesjagdschießstand in Viecht statt. Nach obligatorischer Stärkung mit Weißwurst und Brezn stellten sich 21 Rotten und somit 63 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herausforderung, 45 Tontauben und eine Rehbockscheibe zu beschießen. Bereits im Vorfeld konnte mit der Firma Steyr Arms ein Kooperationspartner und Hauptsponsor – beim Bewerb durch CFO Mag. Christian Schreiberhuber direkt vertreten – gewonnen werden. Durch die Verlosung einer Steyr Arms MS Wild wurde ein beachtlicher Betrag dem Serviceprojekt „Eine Intensivwoche für Familien mit beeinträchtigtem Kind“ zugeführt. Frau Dr. Manuela Baumgartner vom Krankenhaus der Barmherzigen

Schwestern in Linz konnte noch an diesem Tag ein Spendenscheck in der Höhe von € 15.000,-- übergeben werden! Die Siegerehrung und die Ziehung von wunderschönen Tombolapreisen fand am späteren Nachmittag statt. Die Hubertusbläser Laakirchen begleiteten diesen Programmpunkt. Ein herzliches Dankeschön gilt wiederum Christian Mayr und seinem Team. Diese Charityveranstaltung wurde abermals erstklassig gemanagt. Die Rotte der Firma Steyr Sport GmbH konnte dieses Jahr den Wettbewerb gewinnen. Der Sieger der Einzelwertung hieß Hubert Pfandlbauer, mit 69 von 70 möglichen Wertungspunkten. Lions Linz 2000 bedankt sich sehr herzlich bei allen Sponsoren und Unterstützern.

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KALIBER: SCOUT TD Tumbhole: .223 Rem. / .243 Win. / .300 BLK / .308 Win. / .30-06 Spring. / 8X57 JRS / .44 MAG CASCADE WIDELAND: .243 Win. / 6.5 Creedmoor / 6.5 PRC / 7 PRC / .308 Win. / .30-06 Spring. / .300 Win. Mag. / .300 PRC CASCADE Black: .243 Win. / 6.5 Creedmoor / .308 Win. / .30-06 Spring. / .300 Win. Mag. RIMFIRE BASIC: 22 LR

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FALKNEREI.

NEUER VORSTAND BEIM FALKNERVEREIN AUSTRIA Im Frühling wählte der Falknerverein Austria seinen Vorstand neu. An der Spitze des Vereins steht nun Gerhard Rehner als neuer Obmann. Er übernimmt das Amt von Ladi Westerkam, der den Verein seit 2010 mit großem Engagement geleitet und maßgeblich geprägt hat. Einstimmig wurden auch die weiteren Vorstandsfunktionen vergeben: Richard Bayerhammer übernimmt die Rolle des Obmann-Stellvertreters, Birgit Schmid fungiert als Schriftführerin, Harald Vrecko betreut die Finanzen als Kassier und Anton Westerkam zeichnet als Schulungsleiter verantwortlich. Die Beizjagd ist eine der ältesten Formen der Jagd und wurde 2012 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt. Um diese traditionsreiche Praxis auch weiterhin pflegen zu können, ist die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft essenziell. Der Falknerverein Austria bedankt sich daher herzlich bei allen Revierinhaberinnen und Revierinhabern, die immer wieder ihre Reviere für die Beizjagd zur Verfügung stellen und damit dieses edle Handwerk unterstützen.

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Gerhard Rehner (li.) übernimmt das Amt des Obmanns von Ladi Westerkam.

Kontaktdaten Falknerverein Austria: Obmann und Geschäftsstelle: Gerhard Rehner Ulrichsberg 14 4860 Lenzing a.d. Ager +43 676 5855457 rehner-gerhard@gmx.at Obmann-Stellvertreter: Richard Bayerhammer Hellmühle 20 5203 Köstendorf +43 664 2337731 office@bayerhammer.at

Kassier: Harald Vrecko Gelblehenstraße 4 4565 Inzersdorf +43 699 18796728 harald.vrecko@gmx.at Schriftführerin: Birgit Schmid Am Haberpoint 9 5323 Ebenau +43 664 5514492 birgit.schmid@a1.net Schulungsleiter: Anton Franz Westerkam Stelzhamerhof 4/2 4840 Vöcklabruck +43 681 20225277


PRÜFEN SIE IHR WISSEN Richtige Antworten

1: d Für einen Schweißhundeführer sind auch heute noch "hirschgerechte Zeichen" von Bedeutung. Schon im 14. Jh. werden 25 verschiedene Zeichen aufgeführt, ob man einen Hirsch oder ein Tier vor sich hatte. Die Zahl der hirschgerechten Zeichen stieg im Laufe der Jahrhunderte bis zu 72, die im 18. Jh. ein hirschgerechter Jäger kennen musste. Auch noch heute ist die Kenntnis solcher Zeichen von jagdlicher Bedeutung. Das "hohe Insiegel" bedeutet, daß beim Ziehen über Bruch oder moorige Wiesen der Hirsch Bodenteile mit heraus reißt, die dann umgeklappt liegen bleiben. Alle 72 hirschgerechten Zeichen sind im Buch "Die gerechte Führung des Schweißhundes" von Walter Frevert und Karl Bergien, erschienen im Verlag Paul Parey, enthalten. 2: c, d, g, h, i Die Rallen zählen zu den Sumpfvögeln. In Österreich brüten folgende Rallen: Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn, Kleines Sumpfhuhn, Wachtelkönig, Grünfüßiges Teichhuhn und Blässhuhn. Von den Sumpfvögeln hat im Lauf der Geschichte eigentlich nur eine einzige Art eine gewisse jagdliche Rolle gespielt, das Blässhuhn. Es gehört zur Familie der Rallen. Rallen sind kleine bis mittelgroße Vögel mit kurzem Stoß, kräftigen Füßen und langen Vorderzehen. Die Mehrzahl der heimischen Rallen lebt in Feuchtgebieten mit Schilf und Seggen. Das Blässhuhn ist etwas kleiner als ein Haushuhn und großteils schwarzgrau gefärbt. Auffallend ist das weiße Hornschild auf der Stirn, die namensgebende Blesse. An den grüngelben Ständern sitzen lange Zehen mit Schwimmlappen. Das Blässhuhn ist bei uns Stand- bzw. Strichvogel und einer der häufigsten Wasservögel. Das Blässhuhn ist ein Allesfresser und ernährt sich von Wasserpflanzen und Insekten. Schußzeit ist vom 16. 9. bis 31.12.

3: d Botulismus kommt vor allem bei Wasservögeln vor. Es ist eine schwere, oft tödliche Vergiftung, die durch das Nervengift des Bakteriums "Clostridium botulinum" (meist Typ C) ausgelöst wird. Die Erkrankung tritt wellenartig, vor allem in den warmen Sommer- und Herbstmonaten, an stehenden Gewässern auf und führt zu massenhaftem Sterben von Enten, Gänsen, Schwänen und Wattvögeln. Die Ursachen sind hohe Wassertemperatur (über 20 Grad Celsius) und Algenbildung, der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt, dadurch vermehrt sich das Bakterium unter anaeroben Bedingungen (ohne Sauerstoff) explosionsartig im Schlamm. Bei der Vermehrung scheiden die Bakterien das Botulinum-Toxin aus. Dieses gehört zu den stärksten natürlichen Giften überhaupt. Verendete Tiere im Wasser bilden den perfekten Nährboden für weitere Bakterien. Maden nehmen das Gift schadlos auf. Vögel fressen diese Maden und vergiften sich massiv. Das Füttern von Enten mit Brot verschlammt das Gewässer zusätzlich und fördert den Botulismus. 4: d Nutria werden auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt, sie sind aber nicht mit dem Biber verwandt, sondern stammen ursprünglich aus Südamerika. Nach Europa sind Nutria aufgrund der Pelztierzucht gelangt. Entkommene, verwilderte Tiere können sich hier im Sommer gut halten, haben aber vor allem im Winter Probleme (Nahrungsmangel, Kälte, zufrierende Gewässer). Nutria sind tagaktiv, schwimmen hervorragend, leben an Gewässern und ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Nutrias haben 1 - 2 Würfe pro Jahr, meist mit 4 -5 Jungen, Wurfzeit meist im Mai, sie kommen behaart und sehend zur Welt und sind Nestflüchter. Die Milchdrüsen beim Nutriaweib-

chen liegen seitlich, fast am Rücken (biologische Besonderheit). Der Enok stammt aus Ostasien, Bisam und Waschbär aus Nordamerika. Das Verbreitungsgebiet des Goldschakals in Europa reicht von der Türkei über Bulgarien und Griechenland, Albanien und Serbien bis nach Kroatien, Slowenien und Ungarn. Nachweise gibt es auch in Italien, Deutschland und Österreich. 5: e Laika sind ursprünglich russische Jagdhunde, die als ausdauernde Stöber- und Begleithunde bekannt sind. Sie spüren Wild selbständig auf, umkreisen es und zeigen den Fund durch lautes Bellen (Verbellen) an. Die bekanntesten Rassen sind der Westsibirische Laika und der RussischEuropäische Laika. Die Hunde arbeiten sehr eigenständig und halten regelmäßig Kontakt zum Hundeführer. Sie werden auch für die Schwarzwild-Drückjagd eingesetzt. Laika sind mutig, ausdauernd und besitzen einen großen Bewegungsdrang. Sie sind mittelgroße, robuste Spitze mit dichtem Fell, "Stehohren" und einer geringelten Rute, die auf dem Rücken getragen wird. Quellennachweis: Jagdprüfungsbehelf, 20. vollständig überarbeitete, erweiterte und neu gestaltete Auflage, Österreichischer Jagd- und Fischereiverlag, Wickenburggasse 3, 1080 Wien Heintges Lehr- und Lernsystem GesmbH, Haarwild, 39.Auflage 2023, Heintges Lehr- und Lernsystem GesmbH, Wildkrankheiten, Versorgen und Verwerten von Wild, 15. Auflage 2023 Heintges Lehr- und Lernsystem GesmbH, Federwild, 36. Auflage 2022, Wikipedia, die freie Enzyklopädie

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AUS DEN. BEZIRKEN.

KRÄHENJAGDWOCHEN MIT STRECKENLEGUNGEN Kluge, intensive und möglichst großflächige Krähenbejagung kann die Rabenkrähe auf einem dementsprechenden Niveau halten, dass einerseits artenreiche Niederwildbestände erhalten bleiben bzw. wieder geschaffen werden, andererseits auch landwirtschaftliche Kulturen und Erzeugnisse geschützt werden. Das Auflegen der erlegten Krähen diene letztlich auch dazu, den Wildtieren den letzten Respekt zu erweisen.

Bezirk Ried im Innkreis

Im Bezirk Ried im Innkreis wurden heuer wieder zwei Krähenjagdwochen abgehalten, nämlich im späten Winter und im Sommer. In der Winterwoche konnten 12 teilnehmende Jagdgesellschaften insgesamt 195 Krähen erlegen. Im Som-

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mer war die Strecke aufgrund der Hitze mit 29 Krähen kleiner. Die Strecken wurden zum Abschluss der Jagdwochen jeweils von der Jagdhornbläsergruppe Utzenaich feierlich verblasen. Jagdleiter und Organisator Franz Mayr bedankte sich bei allen aktiven Krähenjägerinnen und -jägern für ihre Teilnahme. Bezirksjägermeister-Stellvertreter Manfred Schabets-

Bezirk Braunau

berger betonte die Wichtigkeit einer offenen und transparenten Kommunikation nach außen, um Missverständnisse zu vermeiden und solche Streckenlegungen nicht in ein falsches Licht zu rücken.

Im Bezirk Braunau erfolgte ebenfalls im Sommer eine Krähenstreckenlegung. Zehn Jagdgebiete beteiligten sich mit 178 Krähen. Bezirksjägermeister Johann Priemaier und Niederwildreferent Roland Pommer lobten den Einsatz der fermen Krähenjäger. Einen würdigen musikalischen Rahmen erbrachten die Schlossberger Jagdhornbläser.


VERDIENTE GRATULATION

Die Gratulanten mit Michael Rettensteiner und seiner Gattin.

Michael Rettensteiner, langjähriges Mitglied der JHBG Weyer-Gaflenz feierte kürzlich seinen 92. Geburtstag. Als Gratulanten stellten sich Landesviertelobmann Hubert Riedl,

Bezirksjägermeister Rudolf Kern und die Gaflenzer Jagdhornbläser mit Jagdleiter Michel Auer ein.

VERLEIHUNG NACHGEHOLT

Da Johann Stubenvoll aus Sierning krankheitsbedingt nach längerem Spitalsaufenthalt nicht zum Bezirksjägertag Steyr kommen konnte, wurde die Überreichung im familiären Kreise von BJM Rudolf Kern nachgeholt. Bewegt von der Situation wurden eindrucksvolle Erinnerungen und Meilensteine eines langen Berufs- und Jägerlebens vom Jubilar dargebracht.

JUNGGEBLIEBEN

„Lois“, wie Alois Peham von seinen Jagdkollegen in Lambrechten genannt wird, hat 2004 den Goldenen Bruch erhalten. Heuer hat er sich die 72. Jagdkarte gelöst. Und: Der Junggebliebene hat zum 90er einen Bock

erlegt. Gefeiert hat er das mit Jagdfreunden, denen er als aktives Mitglied der Jagdgesellschaft nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite steht.

ALKOVEN. Da staunte Raphael Koch nicht schlecht, als er beim Abendansitz am 14.07. im Jagdgebiet Alkoven Süd „den etwas anderen Anblick“ hatte. Ein Steinkauz gesellte sich zu ihm und machte Rast auf seinem Schalldämpfer.

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JÄGERINNENSTAMMTISCH RIED Gemeinsam vernetzt in der Jagd Der Jägerinnenstammtisch im Bezirk Ried entstand aus einer Idee, die beim Bezirksjägertag 2020 geboren wurde. Am 22. September 2021 fand schließlich der erste Stammtisch statt. Die Ideengeberinnen und „Leittiere“ sind Yvonne Weidenholzer, Barbara Ziegler-Partinger und Christa Weilhartner. Die Grundidee dahinter war klar: Viele Jägerinnen sind in der nach wie vor überwiegend männlich geprägten Jagdwelt oft Einzelkämpferinnen. Immer wieder ergeben sich Fragen oder Situationen, die man nicht unbedingt mit männlichen Jagdkollegen besprechen möchte.

zu Schrotschießen mit Trainer. Ein gemeinsamer Ausflug nach Hohenbrunn und Gesprächsrunde mit Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner (Foto) sowie Schlossführung standen ebenso auf dem Programm wie ein gemütliches Weihnachtsessen. Zuletzt traf sich der Stammtisch bei der Firma Alpjagd in Altheim (Foto), wo sich die Teilnehmerinnen über moderne Zieltechnik und aktuelle Jagdbekleidung informieren konnten. Der Jägerinnenstammtisch findet zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – statt. Im Mittelpunkt ste-

Beim Besuch der Firma Alpjagd in Altheim.

Alle interessierten Jägerinnen sind herzlich eingeladen, sich zu melden, um ebenfalls Teil dieses Netzwerks zu werden! DI Elisabeth Großbichler

Die Jägerinnen des Stammtischs zu Besuch beim Landesjagdverband und des Jagdmuseums Schloss Hohenbrunn.

Manche Frauen mussten auch Ablehnung erfahren und finden in dieser Runde Unterstützung, Erfahrungsaustausch und Tipps, wie man in der Jagd selbstbewusst seinen Weg geht. Seit der Gründung wurden bereits zahlreiche interessante Stammtische und Aktivitäten organisiert: von einer Modepräsentation über die Vorstellung des Schießzentrums Hohenzell mit Waffenschulung bis hin

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hen das Vernetzen, der Austausch untereinander und das Knüpfen von Freundschaften über Bezirksgrenzen hinweg. Gemeinsam werden Erfahrungen geteilt und bei Herausforderungen Lösungsansätze gefunden. Mittlerweile zählt die WhatsAppGruppe 68 Jägerinnen aus dem Bezirk Ried. Auch aus umliegenden Bezirken gibt es großes Interesse an ähnlichen Möglichkeiten des Austauschs.

HINZENBACH. Diesen Jahrling mit Leistenbruch konnte Alfred Eisenhuber in Hinzenbach erlegen.


AUS DEN BEZIRKEN.

VERANTWORTUNG, ZUSAMMENHALT UND ZUKUNFTSBLICK –

OÖ BERUFSJÄGER TRAFEN SICH ZUR GENERALVERSAMMLUNG Vor beeindruckender Naturkulisse auf der Rettenbachalm in Bad Ischl kamen Anfang Mai die oberösterreichischen Berufsjäger zu ihrer Generalversammlung zusammen – und setzten dabei ein starkes Zeichen für Verantwortung, Innovation und Gemeinschaft.

alien und verstärkter Messepräsenz wurde die Arbeit sichtbarer gemacht. Gleichzeitig stand die Weiterentwicklung der Ausbildung im Fokus. Auch personelle Veränderungen prägten die Versammlung: Der langjährige Geschäftsführer Dr. Siegfried Glaser wurde verabschiedet, die

entwicklung und stellen sich engagiert den Herausforderungen der Zukunft.

i INFORMATION zur OÖ Landarbeiterkammer: Als gesetzliche Interessenvertretung für unselbständige Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft vertritt die OÖ Landarbeiterkammer im Jahresdurchschnitt ca. 10.000 Mitglieder in ganz Oberösterreich. Zu den Mitgliedern der OÖ LAK zählen u.a. Beschäftigte in den Lagerhäusern und Maschinenringen, in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Gärtnereien und Baumschulen sowie in Gemüse- und Obstbaubetrieben. Die OÖ Landarbeiterkammer ist auch Geschäftsstelle für die OÖ Berufsjägervereinigung.

Vorstand der OÖ Berufsjägervereinigung mit Obmann Revieroberjäger Markus Mittermayr (rechts). Foto: Berufsjägervereinigung

Obmann ROJ Markus Mittermayr begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter Nationalratsabgeordnete Bettina Zopf, Landesjägermeister ÖR Herbert Sieghartsleitner und den Geschäftsführer des OÖ Landesjagdverbands Mag. Christopher Böck. Sie betonten die zentrale Rolle der Berufsjäger als Schnittstelle zwischen Natur, Wildbestand und Gesellschaft – ein Beruf, der Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Weitblick erfordert. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte eine aktive und zukunftsorientierte Berufsgruppe: Mit einer neuen Website, Informationsmateri-

Nachfolge übernimmt Kammerdirektorin Mag.a Gabriele Hebesberger. Neu im Vorstand sind Christian Steinkogler jun. und Christian Spreitzer, Wildmeister Heinrich Pernkopf verstärkt das Schiedsgericht. Ein Höhepunkt war die Ehrung von Wildmeister Helmut Neubacher für seinen langjährigen Einsatz im Vorstand und in der Berufsausbildung der OÖ Berufsjäger. Fachliche Impulse lieferte DI Christian Fuxjäger mit aktuellen Informationen zu Luchs und Adler. Die Generalversammlung zeigte: Oberösterreichs Berufsjäger verbinden Tradition mit moderner Weiter-

ST. WOLFGANG.

Perückenböcke kommen beim Rehwild immer wieder einmal vor. Dieser kapitale konnte Anfang Juni von Peter Pöllmann, Weinbacher-Bauer in St. Wolfgang i.S., erlegt werden.

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DIE WEIBLICHKEIT DER JAGD Frauen aus einer Jagdfamilie Rosmarie Obermayer feierte heuer ihren 80er. Selbst bezeichnet sie sich als „Spätberufene“, mit „erst“ 40 Jahren Jagderfahrung. Als Ausgeherin beim 2024 verstorbenen Ehrenlandesjägermeister Hans Reisetbauer machte sie ihre ersten Erfahrungen: bergen, aufbrechen, Trophäen auskochen; macht sie natürlich alles selbst – bis heute. Die junggebliebene Vollblutjägerin ist nach wie vor in Ebelsberg aktives Mitglied der Jagdgemeinschaft. Frauen waren immer schon in der Jagd, sagt sie.

PASCHING. Dieser etwa dreijähri-

Edith Obermayer, 1935

ge Pendelstangenbock konnte Ende Mai im Revierteil Fischer im genossenschaftlichen Jagdgebiet Pasching erlegt werden. Das Stück wies einen offenen Bruch am rechten Hinterlauf auf und war bereits stark abgemagert. Durch das rasche Handeln vor Ort konnte dem Rehbock weiteres Leiden erspart werden.

Paula Obermayer, 1912

Rosmarie Obermayer selbst hat in eine Jagdfamilie geheiratet. Fotos hat sie, stille Zeitzeugen, die das Selbstverständliche veranschaulichen: Für Paula, das Foto stammt aus 1912, und Edith Obermayr, das Foto stammt aus 1935, war der Gang ins Revier eine Selbstverständlichkeit, Jagd eine Leidenschaft, ihre Leidenschaft.

Rosmarie Obermayer feiert ihren 80er.

ESTERNBERG. Spannendes Weidmannsheil – Simone Tasser konnte Mitte Juni in Esternberg diesen speziellen Bock erlegen.

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AUS DEN BEZIRKEN.

OÖ JÄGERINNEN-CLUB

EXKURSION IN DIE FORSTLICHE AUSBILDUNGSSTÄTTE TRAUNKIRCHEN

Foto: Obermayer

Schwerpunkte, die Herausforderungen sowie den wichtigen Forst-JagdDialog. Die FAST mit ihren zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten auf modernstem Niveau sei ein wertvoller Partner für die Jägerschaft. In Vertretung von FAST Direktor Florian Hader begrüßte uns Ing. Christian Brunner. Er gab einen umfassenden Einblick zum Standort, präsentierte das Haus und stand im intensiven Austausch mit den Besucherinnen. Der Höhepunkt war die Besichtigung der modernen Schießanlage. Im Schießkino wurde die Fertigkeit auf bewegliche Wildarten überprüft und abschließend ein Stahelschießen vorbereitet. Beim traditionellen Ausflug des OÖ. Jägerinnen-CLUBS Ende Mai 2026 in das Salzkammergut wurde der Waldcampus, das größte und modernste Waldkompetenz-Zentrum Europas, besucht. Die FAST Traunkirchen ist seit 2018 in der Villa Buchberg (erbaut von Erzherzog Karl Salvator als Jagdschloss) ansässig und bietet Ar-

beitsplatz für mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Empfangen wurden der Jägerinnen-CLUB von Bezirksjägermeister Hans Enichlmair. Er gab einen eindrucksvollen Bericht über den größten Bezirk des Bundeslandes (1.432 km2) und erläuterte die jagdlichen

Vom Traunsee führte der Ausflug weiter zum Attersee in die Villa Paulick in Seewalchen. Eine exklusive Führung durch die Sommervilla, in der zahlreiche Künstler ihre Sommerfrische verlebten, war der inspirierende Abschluss des Clubausfluges.

PREGARTSDORF. Ein ganz besonderes Weidmannsheil war Hans Bachl beschieden: Anfang August glückte ihm im Jagdgebiet Pregartsdorf der Abschuss eines außergewöhnlichen Erntebocks. Passend zu seinem 60. Geburtstag krönt dieser seltene Anblick und der erfolgreiche Pirschgang sein Jubiläumsjahr – ein einmaliges Weidmannsheil, das ihm sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

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REVIERTIPP VON: HARALD PANHOLZER

Flexibel, durchdacht und maßgeschneidert für die Jagd: Harald Panholzer hat Tüftlergeist bewiesen und einen mobilen, höhenverstellbaren Hochstand komplett in Eigenregie entworfen und gebaut. Ob veränderte Windverhältnisse, spontane Fruchtwechsel oder flexible Revieranpassungen – diese Eigenkonstruktion bringt Freiheit und neue Möglichkeiten bei der Ansitzeinrichtung. Ein echtes Praxis-Highlight von einem Jäger für Jäger!

SIE HABEN INTERESSE ODER MÖCHTEN MEHR ERFAHREN? Melden Sie sich einfach bei der Geschäftsstelle des OÖ Landesjagdverbandes – wir stellen gerne den Kontakt zu Herrn Panholzer für Sie her.

WEIBERN. Große Freude bei Jagdleiter Stefan Rebhahn. Anfang Juni glückte ihm in seinem Revier in Weibern der seltene Abschuss eines schwarzen Rehbocks. Das ungewöhnliche Stück tauchte im vergangenen Winter erstmals im Revier auf und war zuvor weder Rebhahn noch den benachbarten Jägern bekannt. Ob im Bezirk überhaupt schon einmal ein schwarzer Rehbock erlegt wurde, ist unklar – für den Jagdleiter ist dieses besondere Weidmannsheil jedenfalls ein außergewöhnliches und unvergessliches Erlebnis.

Fragen zur Jagd WICHTIG Haben auch Sie einen praktischen REVIERTIPP? Dann melden Sie sich bitte beim OÖ LJV, Stichwort „Reviertipp": ooe.jaeger@ooeljv.at

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AUS DEN BEZIRKEN.

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seitig mit einer Rückenspritze und Flachstrahldüse behandelt. In schälanfälligen Fichtenstangenhölzern schützt TRICO® effektiv gegen das Abschälen der Rinde. Auch als Streichmittel – TRICO® Silva Mit dem Streichmittel TRICO® Silva werden besonders Laubhölzer, aber auch verbissgefährdete Nadelhölzer wie die Tanne. behandelt. Schützen Sie Ihre Forstpflanzen effektiv und kostengünstig vor Wildverbiss – mit TRICO® und TRICO® Silva! Weitere Informationen finden Sie unter www.kwizda-agro.at/trico Pfl.Reg.Nr: TRICO® 2787; TRICO® Silva 2936

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ZEIT, DEN JAGDREPETIERER NEU ZU ERFINDEN! ne Kompaktrepetierer werden mit Schalldämpfern lang und kopflastig. Die für die Riegeljagd so wichtige „Pointability“, also das instinktive Deutverhalten der Waffe, geht verloren. Darauf wird oft mit drastischen Laufkürzungen reagiert. Kürzt man aber beispielsweise einen .300 Winchester Magnum Lauf von 62 cm auf 42 cm, so wird aus der .300 Win. Mag. gerade noch so eben eine .308 Winchester. Das Vorhaltemaß auf der Riegeljagd erhöht sich massiv. Die Weitschusstauglichkeit wird deutlich herabgesetzt.

RS 3: SHORT, SAFE, SILENT

Mit dem RS 3 betritt der Ulmer Traditionshersteller Carl Walther konsequent ein neues Produktsegment im Jagdmarkt. Nach 140 Jahren als prägender Name der deutschen Waffengeschichte präsentierte Walther Anfang des Jahres ein Jagdgewehr, das von Grund auf für die Anforderungen moderner Jagdausübung konzipiert wurde.

JAGEN MIT SCHALLDÄMPFER Schalldämpfer sind heute ein zentraler Bestandteil weidgerechter Jagd.

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Der Schalldämpfer schützt nicht nur das Gehör von Jäger und Hund. Er reduziert auch die Beunruhigung des Wildes erheblich. Der Jäger schießt besser, weil Rückstoß und Schussknall minimiert werden und damit das Schießen erheblich angenehmer wird. Voraussetzung ist aber, dass der Schalldämpfer konsequent gedachter Bestandteil des Waffensystems ist: mit optimaler Gesamtlänge, Balance und Ergonomie. Traditionelle Repetierbüchsen und selbst moder-

Mit einer Gesamtlänge von nur 104 cm inklusive Schalldämpfer bei einer Lauflänge von 58 cm, kombiniert der RS 3 volle ballistische Leistung mit überragendem Handling. Der RS 3 ist in hohem Maße intuitiv und zeigt im Anschlag wie selbstverständlich dahin, wohin auch das Auge des Jägers fokussiert. Entscheidend für präzises Treffen nicht nur in dynamischen Situationen auf der Riegeljagd. Auch bei der Pirsch und auf dem Ansitz hat die kompakte, führige und ausgewogene Büchse immer die Nase vorn. Der Schwerpunkt der Waffe liegt „zwischen den Händen“ – genau da, wo er hingehört.

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SELBSTVERSTÄNDLICH MIT HANDSPANNUNG. SELBSTVERSTÄNDLICH MIT GERADEZUG. Eine entspannte Waffe ist eine sichere Waffe. Deshalb ist der RS 3 selbstverständlich mit Handspannung ausgeführt. Ein besonderes Schmankerl ist dabei die Positionierung: Ergonomisch perfekt im Pistolengriff untergebracht, kann die Waffe entweder im Anschlag völlig geräuschlos oder beim in-Anschlag-gehen gespannt werden. Ohne umgreifen zu müssen. Für blitzschnelles, intuitives Spannen. Repetiert wird auf geradem Weg im Anschlag und voll fokussiert, ohne den Kopf wegzunehmen oder aus dem Ziel zu gehen. Das gibt ein enorm sicheres Gefühl und schafft wertvolle Zeit für einen präzisen Folgeschuss oder die meisterliche Doublette. Der Walther Performance Abzug ist dabei die Basis für präzises Treffen. Er bricht bei 800 g trocken wie Glas. Leicht genug für höchste Präzision auch bei weiten Schüssen. Aber auch schwer genug für die erforderliche Sicherheit auf der Riegeljagd. Sofern man den Spannschieber in der entsi-

cherten Position belässt, spannt sich die Waffe selbstverständlich beim Repetieren erneut und ist nach dem Schließen des Verschlusses wieder feuerbereit.

EIN KONZEPT ZU ENDE GEDACHT Jeder RS 3 wird mit dem Walther QSA Schalldämpfer mit „Zerolock“Schnellkupplung ausgeliefert. Auf der Jagd geschützt durch das optionale Schutzcover. Nach der Jagd abgenommen und im eigenen Futteralfach sicher verstaut. Nach dem Schießen im Schießkino kann selbst der heiße Schalldämpfer mit dem ebenfalls optionalen Hitzeschutz einfach und sicher abgenommen und verstaut werden. Die Treffpunktlage der Waffe bleibt nach dem Abnehmen und Wiederaufsetzen des QSA Schalldämpfers durch das patentierte Zerolock-Design stets konstant. Die Walther Fixlock Zieloptikmontage bietet mit ihrem patentierten Druckstück-System absolute Wiederholgenauigkeit und ist für nahezu alle Optiken am Markt konfigurierbar.

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zählt heute zu den bekanntesten Herstellern im Bereich Jagd- und Sportwaffen. Ursprünglich durch hochwertige Vorderlader bekannt geworden, hat sich CVA in den vergangenen Jahren erfolgreich im Segment moderner Zentralfeuerbüchsen etabliert. Besonders geschätzt werden die Waffen für ihre präzisen Läufe aus spanischer Fertigung sowie ihre robuste und praxisorientierte Konstruktion. Viele Modelle werden mit Läufen aus dem Hause Bergara gefertigt, die international für ihre hohe Präzision bekannt sind

Neben klassischen Jagdmodellen umfasst die Serie mittlerweile auch spezialisierte Varianten wie die Cascade SB (Short Barrel), die Long Range Hunter (LRH) sowie die neue Scout Rifle-Variante SR-80. www.waffen-idl.at

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OÖ JÄGER

REDAKTIONSSCHLUSS Ausgabe März: Ausgabe Juni: Ausgabe Sept.: Ausgabe Dez.:

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1. Februar 1. Mai 1. August 1. Nov.

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Roland Norer

Carl Abensperg-Traun

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Erinnern ist das zweite Leben

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Seiten: 224 Seiten | Hardcover ISBN: 978-3-98726-178-7 Preis: € 27,00, auch als E-Book erhältlich Die Rückkehr des Wolfs polarisiert die Öffentlichkeit seit Jahren. Kaum ein anderes Thema berührt zugleich Artenschutz, Land-, Forst- und Deichwirtschaft, Jagd sowie Fragen der öffentlichen Sicherheit. Zugleich ist der Umgang mit dem Wolf geprägt von einer rasanten rechtlichen Entwicklung: Neue politische Vorstöße, geänderte Schutzregelungen und eine wachsende Anzahl von Gerichtsentscheidungen verändern die Rahmenbedingungen fortlaufend. Dieses Buch bietet Orientierung in diesem komplexen Geflecht aus Biologie, Politik und Recht.

ZUR JAGD

Seiten: 480 | rund 500 Fotos und Abbildungen Format: 19 x 28cm Preis: € 75,00 Carl Abensperg-Traun erzählt packend und sehr persönlich von der Jagd seiner Familie, die aufs Engste mit dem österreichischen Kaiserhaus verbunden war. Urgroßvater, Großvater, Vater – sie alle spielten eine große Rolle in der österreichischen Jagdgeschichte, sei es als Obersthofmeister oder als Freund und jagdlicher Weggefährte des jagdbesessenen Thronfolgers Franz Ferdinand. Viele Fäden der österreichischen Jagd laufen in den Donau-Auen und auf Schloss Petronell zusammen. Hier wurde österreichische Jagdtradition gelebt wie kaum woanders.

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Christoph Burgstaller

Christoph Burgstaller, Beatrix Sternath

SAUBER ANSPRECHEN

Reh, Rotwild, Gams, Steinwild, Sau & Murmel

SAUBER AUFBRECHEN

Seiten: 96 |Rund 120 Farbfotos Format: 13,5 x 21cm Preis: € 27,00

Seiten: 96 |Rund 200 Farbfotos Format: 13,5 x 21cm Preis: € 27,00

Worauf richtet ein Berufsjäger den Blick, um vor dem Schuss auf der sicheren Seite zu sein? Und auf der sicheren Seite sein heißt vor allem: „Führend oder nicht?“ bzw. „Tragend oder nicht?“ – Natürlich geht es in dieser Fotofibel auch um Altersansprache. Eine Wissenschaft macht der Berufsjäger Christoph Burgstaller aber daraus nicht. Vielmehr zeigt er Bilder aus seiner jahrelangen Praxis, die auch dem Unerfahrenen eine große Hilfe sind.

Zwar macht nur Übung den wirklichen Meister; doch mindestens ebenso wichtig ist, dass man eine gute Anleitung hat, bevor man etwas übt. Für den Jäger heißt das: Hat man sich einmal den Weg zu einem sauber aufgebrochenen Stück eingeprägt, vertieft jedes weitere Aufbrechen den Weg zum Meister. Am Ende jedes Aufbrech-Vorganges sollte ein Stück Wild stehen, das jedem Freude macht: dem Jäger, dem Koch und dem Wildbret-Genießer am Esstisch. Die Foto-Fibel „Sauber Aufbrechen“ des Berufsjägers und Jäger-Ausbildners Christoph Burgstaller zeigt anhand vieler Bilder Schritt für Schritt, wie es geht.

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SERVICE.

IMPRESSUM Redaktion, Geschäftsführung und Anzeigenverwaltung: OÖ Landesjagdverband Schloss Hohenbrunn, Hohenbrunn 1 4490 St. Florian, Telefon: 0 72 24/20 0 83 E-Mail Landesjagdverband: office@ooeljv.at E-Mail OÖ Jäger: ooe.jaeger@ooeljv.at Homepage: www.ooeljv.at Redaktionsausschuss: Leiter Mag. Christopher Böck, Geschäftsführer und Wildbiologe des Landesjagdverbandes Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge): LJM-Stv. Ing. Volkmar Angermeier Dr. Roman Auer DI DI Gottfried Diwold BJM Martin Eisschiel Jennifer Fürst-Holzinger, MBA LJM-Stv. Ing. Andreas Gasselsberger Johann Hackl DI Hanspeter Haferlbauer BJM-Stv. Ing. Elfriede Mayr Beate Moser Mag. Benjamin Öllinger HR DI Josef Rathgeb GF a. D. Helmut Sieböck LJM Herbert Sieghartsleitner Kons. Helmut Waldhäusl

SONNE & MOND (Auf- und Untergänge) SEPTEMBER 1D 2M 3D 4F 5S 6S 7M 8D 9M 10 D 11 F 12 S 13 S 14 M 15 D 16 M 17 D 18 F 19 S 20 S 21 M 22 D 23 M 24 D 25 F 26 S 27 S 28 M 29 D 30 M

Redaktionschluss: 1. Februar, 1. Mai, 1. August, 1. November Achtung: Kurzfristige Terminänderungen können mitunter nicht berücksichtigt werden.

Herausgeber, Medien-Alleininhaber, Verleger: OÖ Landesjagdverband, Hohenbrunn 1, 4490 St. Florian Grafik und Druck: 9teufel Werbung und Kommunikation GmbH Druckauflage: 22.500 Exemplare Der OÖ Jäger dient der Bildung und Information der OÖ Jägerschaft; er erscheint vierteljährlich und gelangt an alle oberösterreichischen Jäger zur Verteilung. Beiträge, welche nicht der offiziellen Meinung des OÖ Landesjagdverbandes entsprechen, sind mit Namen des Autors als solche gekennzeichnet. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der Regel die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

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OKTOBER 1D 2F 3S 4S 5M 6D 7M 8D 9F 10 S 11 S 12 M 13 D 14 M 15 D 16 F 17 S 18 S 19 M 20 D 21 M 22 D 23 F 24 S 25 S 26 M 27 D 28 M 29 D 30 F 31 S

NOVEMBER 1S 2M 3D 4M 5D 6F 7S 8S 9M 10 D 11 M 12 D 13 F 14 S 15 S 16 M 17 D 18 M 19 D 20 F 21 S 22 S 23 M 24 D 25 M 26 D 27 F 28 S 29 S 30 M

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DEZEMBER

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ACHTUNG! Die Zeitangaben beziehen sich auf den Raum Linz. Bei Leerfeld findet der Mond-Auf-/Untergang bereits am Vor- bzw. Folgetag statt. Quelle: www.timeanddate.de Neumond Vollmond

Sämtliche Angaben ohne Gewähr.

Halbmond zunehmend Halbmond abnehmend

SEPTEMBER 2026

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Der OÖ Jäger, N°192, September 2026 by Christof Neunteufel - Issuu