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Der OÖ Jäger, N°189, März 2026

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VOLLVERSAMMLUNGEN UND DIE WERTE DER JAGD

Die Bezirksjägertage sind die Vollversammlungen der Bezirksgruppen des oberösterreichischen Landesjagdverbands und haben laut Jagdgesetz Organfunktion. Was etwas sperrig klingt, ist eine sehr schöne, wertvolle und seit Jahrzehnten gelebte regionale Praxis und Tradition. Die Beliebtheit unserer Bezirksjägertage ist ungebrochen und wird neben der gern besuchten Trophäenschau zum jährlichen Veranstaltungshöhepunkt mit Breitenwirkung in der jagdlichen Kommunikation. An die zehntausend Jägerinnen und Jäger besuchen diese Veranstaltungen.

Auch Jagdkultur sowie Tradition ist ein Schwerpunktthema und wird durch unsere Jagdhornbläsergruppen in besonders stilvoller Form dargebracht. Informations- und Bildungsauftrag werden von den Bezirksjägermeistern mit ihren Funktionärinnen und Funktionären bestens vorbereitet und durchaus unterschiedlich, aber jedenfalls in attraktiver Form abgehalten.

Ein fester Bestandteil ist auch mein Referat, in dem ich die aktuellen Schwerpunkte wie auch Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in der oberösterreichischen Jagd vermittle. Für die heurigen Bezirksjägertage war und ist mein Fokus auf die Emotionen in der Jagd gerichtet, also auf das Wesen und die Werte in unserer Zeit. Im Jahr 2026 besteht der OÖ Landesjagdverband seit 80 Jahren, in denen sich diese jagdlichen Werte im Wesentlichen nicht verändert haben! Sie werden auch in Zukunft unser Tun begleiten.

Ein weiterer positiver Aspekt der Bezirksjägertage ist der Austausch mit unterschiedlichen Verantwortungsträgern, wobei uns das mediale Interesse die Möglichkeit gibt, jagdliche Themen in die Gesellschaft zu transportieren. Seit Jahren ist der Zulauf zur Jagd ungebrochen. Vermutlich gelingt es uns immer besser, die Verantwortung, die Kompetenz im Umgang mit Lebensraum und Wildtieren, aber auch unsere Leidenschaft verständlich und glaubwürdig zu vermitteln.

Diese Wirkung wünsche ich uns für die noch offenen Bezirksjägertage im heurigen Jahr, aber vor allem für die der oberösterreichischen Jagd insgesamt.

Alles Gute und ein kräftiges Weidmannsheil für das Jagdjahr 2026/27,

Euer Herbert Sieghartsleitner Landesjägermeister von Oberösterreich

„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“

Dieses Zitat aus Goethes Faust I passt gut, wenn man über die oberösterreichische Jagd und die Jägerschaft nachdenkt. Sie bestehen seit vielen Jahrzehnten – und genau darin liegt ihre Stärke. Werte und Wissen werden weitergegeben, zugleich stehen wir immer wieder vor neuen Herausforderungen. Aktuell zu bleiben heißt für uns, genau hinzusehen und Themen aufzugreifen, die heute relevant sind.

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer Umfrage zur Akzeptanz der Jagd. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig Offenheit, Sachlichkeit und gute Argumente geworden sind. Daran knüpft unser Blick auf die DNA der oberösterreichischen Jägerschaft und auf das Wesen der Jagd an: Verantwortung für Wild und Lebensraum, Fachwissen und eine Haltung, die über das eigene Revier hinausreicht.

Auch der Fasanenhege ist ein Beitrag gewidmet, ebenso dem Habicht, dem Luchs und dem Lebensraum. Ergänzend informieren wir über Aktuelles aus dem Jagd- und Waffenrecht, das für unsere tägliche Praxis unverzichtbar ist.

Der OÖ Landesjagdverband feiert heuer sein 80-jähriges Bestehen – nicht mit Prunk und großer Feier, sondern mit dem Blick nach vorne. In den kommenden Ausgaben werden wir dieses Jubiläum weiter aufgreifen und dabei Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Jägerschaft beleuchten.

Viel Spaß beim Lesen! Ihr

… ist in allen heimischen Gefilden unterwegs, ungesehen durchstreift er Wald und Flur, er sieht alles, hört alles und äußert sich höchstselten dazu. Der Frechdachs hat wohl seine eigene Meinung zu den Dingen, die er sieht. Allerdings belässt er es meist bei einem Schütteln seines mächtigen Kopfes, einem Schnauben, einem vergnügten Schmunzeln.

Und doch gibt es Themen, die ihn so ganz und gar nicht unberührt lassen und über die er dann gerne sinniert.

WÜNSCHE, WERTE, WEIDBLICK

Da hat der Frechdachs an dieser Stelle vor nicht allzu langer Zeit geschrieben, er wünsche sich, dass man wieder mehr über Ethik, Werte und Emotionen sprechen soll und schon bewegt sich etwas im Lande. Natürlich weiß der Frechdachs, dass dies nichts mit seinem höchstpersönlichen Wunsch zu tun hat. Sondern aus der Erkenntnis derer, die die Natur wirklich lieben, dass darüber zu reden unerlässlich ist. Alle Jägerinnen und Jäger, welche die Bezirksjägertage 2026 besucht haben, werden dies auch vernommen haben.

Da muss man an dieser Stelle wohl jenen Funktionären danken, die sich dafür einsetzen, dass diese Wahrung der Emotionen und Werte auch geschehen darf. Denn eins weiß der Frechdachs sicher, dass heutzutage Gefühle oft ein wenig belächelt und als naiv betrachtet werden. Und was die Jagd betrifft, versuchen manche Gegner Emotionen sogar in ein schlechtes Licht zu rücken. Vom gro-

ßen Lustgewinn wird da gesprochen. So ein Blödsinn! Wer aus tiefstem Herzen auf die Jagd geht, weiß, dass genauso oft auch ein Frustgewinn einhergeht und man lernen muss, damit umzugehen. Zumindest beim Frechdachs ist das so. Und ehrlich: Er wünscht dies auch den Besten unter der Jägerschaft. Nicht auszudenken, wenn nichts mehr entwischen könnte.

Ebenso hat der Frechdachs gehört, dass ein „Zukunftsbeirat“ am Landesjagdverband installiert wurde. Was den Frechdachs anfänglich verwundert hat, weiß er doch, dass in der DNA des Landesjagdverbandes verankert ist, sich mit den Fragen der Zukunft zu beschäftigen. Bei näherer Betrachtung allerdings findet der Frechdachs diesen Beirat sehr klug gewählt. Denn dieser bringt vielleicht wertvolle zusätzliche Perspektiven in die Jägerschaft. Neue Blickwinkel wird es nämlich brauchen, um die uns allen so wichtigen Werte

auch für die nächsten Generationen wahren zu können. So gesehen, findet der Frechdachs, dass es eine äußerst edle Haltung der Funktionäre ist, auch jene anzuhören, die neue Sichtweisen einbringen können. Oder wie junge Leute heutzutage mit einem kürzlich gewählten Jugendwort des Jahres so treffend sagen würden: Stabil!

Und jetzt schließt der Frechdachs nicht mit einem Zitat ab, sondern wünscht sich gleich noch etwas: Nämlich, dass überall über Emotionen und Werte gesprochen wird, am Stammtisch, in der Wildkammer oder mit einem selbst am Hochstand.

Denn der Frechdachs hat einmal gelesen: „Die besten Zitate stammen von denjenigen, die die Emotionen der Jagd in ihrem Herzen tragen.“

In diesem Sinne Weidmannsheil, euer Frechdachs

JAGD IST MEHR – DIE WERTE DER OÖ JÄGERSCHAFT:

WIR LIEBEN, LEBEN UND PFLEGEN DIE NATUR MIT WISSEN, LEIDENSCHAFT UND RESPEKT

TEXT: MAG. CHRISTOPHER BÖCK

Unter diesem starken Leitsatz stehen seit vielen Jahren zahlreiche Aktionen der OÖ Jägerschaft. Denn der OÖ Landesjagdverband hat es sich zum Ziel gemacht, das Ansehen und die Wahrnehmung der Jagd nachhaltig weiter zu verbessern. Wir sind natürlich v.a. extern, also außerhalb der Jägerschaft, im Visier der nichtjagenden Bevölkerung oder von Jagdgegnern. Im Zuge einer vorausschauenden und aufklärenden Öffentlichkeitsarbeit zeigen wir unser Tun und unsere Werte regelmäßig auf. Ziel ist es dabei, für mehr Verständnis, Anerkennung und Wertschätzung für unsere Tätigkeiten zu werben. Aber auch intern, also unter uns Jägern, ebnen wir mit anregenden Ideen, Leitsätzen und Kodizes den Weg zu noch mehr Orientierung und Selbstverpflichtung.

STARKE WERTE FÜR EINE STARKE ZUKUNFT DER OÖ JÄGERSCHAFT

Der OÖ Landesjagdverband bemüht sich Tag für Tag, um die mehrheitlich positive Grundhaltung zur Notwendigkeit der Jagd in der sensiblen Bevölkerung zu bewahren. Wissen, Leidenschaft und Respekt sind das Fundament unserer Jägerschaft und mit diesen Werten gilt es „unsere“ Natur und den darin lebenden Wildarten zu begegnen.

Respektvoll muss auch zwischenmenschlich umgegangen werden und die Verantwortung muss über das Wild hinaus gegenüber dem Wald, dem Feld und der Wiese zum Ausdruck gebracht werden, und somit auch dem Grundbesitzer gegenüber. Nur gemeinsam gestalten wir das positive und nützliche Bild der Jagd und Jägerschaft in der Öffentlichkeit, wirken Vorbehalten ent-

EINE KETTE IST NUR SO STARK WIE IHR

SCHWÄCHSTES GLIED.

gegen und schaffen breite Zustimmung. Dabei ist klar, dass aber auch jene angesprochene Gruppen zur Zusammenarbeit bereit sein müssen!

WERT: NATURVERBUNDENHEIT

Jäger haben auch den Blick für das Detail. Die Naturverbundenheit, um nicht zu sagen, die Begeisterung für die Natur, ist wesentlicher Antrieb für die Jagd und den Blick fürs Gesamte! (Foto: Böck)

Die Jägerschaft strebt ein ganzheitliches Naturerlebnis an, durch umfassendes Begreifen der Natur und der Wechselbeziehungen, die dort passieren. Sie schafft und hegt den gesunden Lebensraum für Wildtiere, schützt die Artenvielfalt und wacht über die Wild-Gesundheit. Wenn notwendig, sorgt die Jägerschaft für Hege, Fütterung und nützt Wildbret als heimisches bestes Nahrungsmittel.

Das von der heimischen Jägerschaft erlegte Wild ist gesündestes Fleisch mit höchster Qualität und leistet einen wichtigen Beitrag zum Konsum von regionalen Nahrungsmitteln. Mit einer gewissenhaften Wildbestandsregulierung werden Wald und Kulturlandschaft geschützt.

Der OÖ Landesjagdverband begrüßt eine Resonanz und die förderliche Mitwirkung innerhalb der Jägerschaft.

Nicht nur an der eigentlichen Öffentlichkeitsarbeit wird weiter offensiv gearbeitet, auch an der Krisen-PR oder bei der starken Gemeinschaft, die Voraussetzung für ein positives Bild ist.

WERT: LEIDENSCHAFT

Jagdleidenschaft liegt uns Menschen in den Genen. Wir Jäger leben sie auch, wobei es wichtig ist, nicht zu prahlen, schießwütig zu sein oder gar unsaubere und unkollegiale Jagdmethoden auszuüben. (Foto: Pfoser)

Die Jagdleidenschaft ist ein in den Genen der Menschen verankerter, natürlicher Trieb. Die Jägerschaft bekennt sich dazu und praktiziert sie mit Verantwortung für die Natur und Respekt vor der Kreatur. Diese Leidenschaft besteht aber nicht nur für die Jagd im engeren Sinne, sondern für das gesamte Natur- und weidmännische Erlebnis.

Die weidmännischen Leistungen aller Art werden von vielen Mitgliedern ehrenamtlich und mit großer Einsatzfreude wahrgenommen. Jäger teilen ihre Leidenschaft mit Gleichgesinnten. Die gemeinsamen Jagderlebnisse, der Erfahrungsaustausch und die sozialen Kontakte sind ebenfalls wichtiger Bestandteil ihrer Passion.

WERT: RESPEKT

Die Ehrfurcht vor der Natur und ihren Kreaturen ist unser Kompass. Sie wandelt Respekt in Verantwortung und Disziplin in jagdlicher Kultur. (Foto: Mayr)

Den Respekt, den die Jägerschaft der Natur und ihren Kreaturen entgegenbringt, verpflichtet sie zu Verantwortung, Disziplin und Kultiviertheit. Der Jäger übt die Jagd daher nach klaren Regeln und Gebräuchen aus. Diese sind im Leitbild des OÖ Landesjagdverbandes (LJV) bereits definiert und die Zulassung zur Jagd erfolgt nur nach intensiver Ausbildung und Prüfung. Der OÖ LJV betreibt ein Jagdliches Bildungs- und Informationszentrum (JBIZ) das laufende Angebote zur Weiterentwicklung der Jägerschaft anbietet. Es wird das ordentliche Jagdhundewesen (Zucht und Ausbildung) praktiziert. Die Jägerschaft informiert die Öffentlichkeit regelmäßig über jagdliche Aspekte. Sie tritt aktiv in Dialog mit anderen Naturnutzern und versucht Konflikte zu klären. Tradition und Gebräuche der Jagdkultur werden gepflegt. Die Jägerschaft organisiert Erfahrungsaustausch sowie Veranstaltungen. Der OÖ LJV stellt Ämtern, Behörden und anderen Gruppen seine Expertise zur Verfügung, um die Berücksichtigung von weidmännischen Anliegen zu beeinflussen.

WERT: TRADITION

Jäger stehen zu ihrer Tradition, sind aber keine Traditionalisten und sind für alle modernen, sinnvollen Entwicklungen offen.

Jagdkultur, Jagdethik und Jagdgebräuche gehen oft auf eine lange Tradition zurück. Der OÖ LJV pflegt diese Tradition in vielfältiger Weise: Er betreibt über einen Verein ein Jagdmuseum in Hohenbrunn, führt Jagdhornbläserkurse und Veranstaltungen durch, veranstaltet gesellige und kulturelle Events und vertreibt hochwertige Jagdartikel im traditionellen Design. Bei all dieser Liebe zur Tradition sieht sich die Jägerschaft aber nicht als Traditionalisten oder als Trachtenverein und ist für alle modernen Entwicklungen offen.

Der StreamingKanal des OÖ LJV: ooeljv.at/tv

Die
(Foto: Böck)

DAS WESEN UNSERER JAGD

Betrachtung und Haltung

TEXT: LJM HERBERT SIEGHARTSLEITNER

FOTOS: CH. BÖCK, M. ETZELSTORFER

Für viele Jägerinnen und Jäger an der Basis in den jagdlichen Revieren sollte sich in Zukunft möglichst wenig ändern, für manche wäre es gut, die Zeit zurückzudrehen – denn früher war alles besser, schöner und mit etwas glorifizierenden Argumenten wird eine jagdliche Vergangenheit dargestellt, die einer heilen Welt sehr nahekommt. Wenn sich schon was verändern soll oder muss, dann am besten im Umfeld der Jagd oder in der gesamten Gesellschaft, aber nicht bei uns. Jetzt sollte allerdings klar sein, dass es so nicht sein wird.

Diese Argumente und Haltungen sind für uns Jagdvertreter nicht fremd und wahrscheinlich in allen Regionen regelmäßig zu vernehmen. Das Thema unserer heutigen Tagung ist „Verantwortung“ und fordert uns auf, über den Balanceakt zwischen

Veränderung und Bewahrung gründlich nachzudenken. Dabei erscheint mir eine grundsätzliche Differenzierung sehr wichtig: Reden wir über Jagd als Verpflichtung, als Funktion, als gesellschaftlichen Auftrag, als Dienstleistung an Grund-

eigentum sowie Forstwirtschaft und Wert für die Gesellschaft. Oder reden wir über das Wesen der Jagd, über unsere ideellen Zugänge, über ein zutiefst menschliches Ereignis, ja sogar das menschliche Recht zu jagen. Reden wir über Emotio-

Unsere jagdliche Leidenschaft und unsere Emotionen sind reichhaltig, vielfältig und kaum einzugrenzen. Gerade in der Kulturlandschaft zeigt sich das besonders, egal, ob im Gebirge, Hügelland oder in den Feldern unseres Bundeslandes.

nen und Empfindungen wie Freude, Traurigkeit, Spannung, Erfüllung, bewegt und erschüttert sein. Meinen wir unseren Beutetrieb, der in unseren Genen sitzt und in sehr ursprünglicher Form von uns Jägerinnen und Jägern gelebt wird? Das Streben nach Beute ist bereits Jagd. Und wenn auch der Rucksack oft leer ist, so ist doch das Herz voll von Eindrücken und Erlebnissen.

Setzen wir uns zuerst mit der Verpflichtung und der Funktion der Jagd auseinander: Dabei geht es grundsätzlich um die Umsetzung und Erfüllung rechtlicher Vorgaben, dabei geben internationale, nationale und Landesgesetze den Rahmen vor. Wenn wir auch in Zukunft als verlässlicher und ernstzunehmender Partner bei der Gestaltung unserer Lebensräume und der Bejagung unserer Wildtierbestände – oft auch Wildtier- und Lebensraummanage-

ment – wahrgenommen und ernst genommen werden wollen, brauchen wir hohe Kompetenz, Bereitschaft, uns entsprechend einzubringen und natürlich unseren großen Erfahrungs- und Wissensschatz. Aus- und Weiterbildung, ständiger Austausch mit der Wissenschaft sind genauso gefordert wie Flexibilität und das Bekenntnis und die Bereitschaft zur ständigen Veränderung. Ein hoch aktuelles Beispiel ist das Monitoring zahlreicher Wildtierbestände, um noch mehr Wissen, Fakten und Daten in bester Qualität zu sammeln und zu interpretieren.

JAGD IST ABER MEHR

Unsere jagdliche Leidenschaft und unsere Emotionen sind reichhaltig, vielfältig und kaum einzugrenzen. Es handelt sich bei der Jagd um eine der letzten menschlichen Freiheiten. Jedenfalls übertrifft der emotionale Zugang zur Jagd und die damit verbundenen Sehnsüchte und Eindrücke die Funktionen, den Nutzen und die Dienstleistungen der Jagd. Anders gesagt, der wahre Antrieb für uns ist eindeutig mehr mit Emo-

„WENN WIR AUCH IN ZUKUNFT ALS VERLÄSSLICHER UND ERNSTZUNEHMENDER PARTNER BEI DER GESTALTUNG UNSERER LEBENSRÄUME UND DER BEJAGUNG UNSERER WILDTIERBESTÄNDE – OFT AUCH WILDTIER- UND LEBENSRAUMMANAGEMENT – WAHRGENOMMEN UND ERNST GENOMMEN WERDEN WOLLEN, BRAUCHEN WIR HOHE KOMPETENZ, BEREITSCHAFT, UNS ENTSPRECHEND EINZUBRINGEN UND NATÜRLICH UNSEREN GROSSEN ERFAHRUNGS- UND WISSENSSCHATZ.

tionen als mit Fakten und Leistungen zu erklären.

In vielen Kontakten mit angehenden Jungjägerinnen und Jungjägern wird diese Aussage bestätigt. Die persönlichen Begründungen dafür, Jäger zu sein, werden deutlich vielfältiger und haben mit Funktion oder Optimierung von jagdlichen Leistungen

Jagdliches Handwerk, menschliche Fähigkeiten aber auch das mögliche Versagen ist das Wesen der Jagd und unsere Wertvorstellungen. Die Weidgerechtigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle, gerade auch bei der Fangjagd.

nur wenig zu tun. Die reine Trophäenjagd, der ausgeprägte Sammlertrieb, genau so wie der Wettbewerb im Trophäenvergleich oder in Streckenzahlen werden weniger.

Die sehr individuellen Naturerlebnisse, das Einswerden und Verschmelzen mit der Natur, das Verstehen von Zusammenhängen werden mehr.

Der Anspruch, sich das Lebensmittel Fleisch in Form von Wildbret selbst zu erjagen und damit seine Familie und sein Umfeld zu versorgen, ist ebenfalls eine immer häufigere Begründung.

Losgelöst von rechtlichen Vorgaben und vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen sollte es auch jagdliche und jagdethische Richtlinien und Anleitungen für die emotionale Seite der Jagd geben.

Ich bin überzeugt, dass die Forderung nach der totalen Freiheit und Individualität in der Jagd gerade in einer Zeit der zahlreichen Einflüsse und Werteverschiebungen vermutlich in Chaos und jagdlicher Anarchie enden würde.

Also sehe ich es als vorrangige Aufgabe von uns Jagdvertretern, konkret von Jagdverbänden, jagdliche Werte, ethische Richtlinien zu benennen, zu ordnen, zu vertreten und wenn notwendig zu verteidigen.

Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Jagdliches Handwerk kann durch die Technik in unterschiedlichen Formen unterstützt werden. Die Technik von heute und morgen kann Se-

gen und Fluch zugleich sein. Es gilt in Eigenverantwortung, sich selbst Grenzen zu setzen. Sonst laufen wir Gefahr, zum perfektionierten, technisch optimierten Wildtiermanager und Tötungsprofi zu werden.

Das Wesen der Jagd ist fast das Gegenteil. Wir jagen hoch entwickelte, empfindsame Lebewesen, deren Tötung niemals eine kalte Handlung oder die Erledigung einer Funktion sein darf. Dem Wild die Chance des Entkommens zu lassen und im eigenen Versagen auch verlieren zu können, nennen wir Fairness. Jagdliches Handwerk, menschliche Fähigkeiten aber auch Versagen trifft vielmehr das Wesen der Jagd und unsere Wertvorstellungen. Die sogenannte Weidgerechtigkeit.

Unsere persönliche Einstellung ist entscheidend! Wildtiere sind weder Nutzvieh noch Schädling, auch nicht, wenn es um Bestandsreduktion geht. Der Zugang zum Einzelindividuum ist entscheidend.

Das Wesen der Jagd drückt sich in vielen Bereichen unserer alpenländischen Jagdkultur in besonders schöner Form aus. Viele Bräuche, Rituale und Traditionen dürfen sich auch weiterentwickeln. Die Seele der Jagd, unser Respekt vor dem Wild und der Natur sind nicht verhandelbar und im Wesentlichen auch nicht veränderbar. Vieles ist wert, es zu bewahren, mit Leben zu erfüllen und mit Überzeugung in die Zukunft zu tragen. Nicht als Verehrung der Asche,

sondern als Weitergabe des Feuers, das in uns für unsere Natur, unser Wild und die geliebte Jagd brennt. Daher ist Veränderung als logischer Entwicklungsprozess mit den Werten unserer Jagd Verpflichtung und Verantwortung zugleich. Das ist kein Widerspruch zu den Aufgaben und den Dienstleistungen, die wir in vielfältiger Form erbringen.

Hohe Kompetenz, Bereitschaft, uns entsprechend einzubringen und natürlich der große Erfahrungs- und Wissensschatz zeichnen Jäger aus. Zum Beispiel auch bei den unterschiedlichen Wildtierkrankheiten wie hier Fuchsräude.

Denn wir leben, gestalten und lieben die Natur und das Wild mit Kompetenz, Verantwortung und großer Leidenschaft!

Das Wesen der Jagd drückt sich in vielen Bereichen unserer alpenländischen Jagdkultur in besonderer Form aus.

PRÜFEN SIE IHR WISSEN

Erstellt von Helmut Sieböck

1. FRÜHLINGSERWACHEN: PUIZEN, QUORREN, MURKSEN – WER STECKT DAHINTER?

a Auerhahn

b Rackelhahn

c Wachtel

d Rebhuhn

e Wachtelkönig f Bekassine g Waldschnepfe

2. WAS VERBIRGT SICH HINTER DEM BEGRIFF „HÜTTENJAGD“?

a die Jagd auf Marder in einem „Heustadel“

b die Beizjagd mit dem aufgeblockten Greifvogel

c die Flintenjagd mit dem Lock-Uhu oder einer Uhu-Attrappe auf Rabenvögel

d Jagd in einem Hochgebirgsrevier, Unterkunft in der Jagdhütte

3. WIE BEZEICHNET MAN DIE ZEITLICHE ABFOLGE INEINANDER ÜBERGEHENDER PFLANZENUND/ODER TIERGESELLSCHAFTEN?

a Population (Wildpopulation)

b Biodiversität

c Sukzession (ökologische)

d Melioration

e Biozönose

4. WELCHER KÖRPERTEIL DES FUCHSES WIRD ZUR MIKROSKOPISCHEN UNTERSUCHUNG AUF TOLLWUTBEFALL VERWENDET?

a Leber

b Niere

c Zwerchfell

d Lunge

e Gehirn

f Milz

5. AUF WELCHEN SCHUSS SCHLIESSEN SIE, WENN EIN REHBOCK AUF DEN SCHUSS HIN STEIL AUFSTEIGT UND DANACH IN RASANTER FLUCHT ABGEHT?

a Krellschuss

b Vorderlaufschuss

c Herzschuss

d Weidwundschuss

e Äserschuss

f Leberschuss

Die Lösungen finden Sie auf Seite 79.

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UMFRAGE

HOHE AKZEPTANZ FÜR JAGD IN ÖSTERREICH

TEXT: JAGD ÖSTERREICH

GRAFIKEN: IFDD

Der Jagd wird häufig ein Imageproblem nachgesagt: Zu lange habe sie ihre Leistungen nicht ausreichend kommuniziert und in der Öffentlichkeitsarbeit an Boden verloren. Aktuelle Umfrageergebnisse zeichnen jedoch ein deutlich anderes Bild. Ganze 85% der Befragten sind sich des positiven Nutzens der Jagd für Österreich bewusst.

Die Umfrage wurde im Dezember 2025 vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) unter wahlberechtigten Österreicherinnen und Österreichern durchgeführt. Sie liefert ein aktuelles Stimmungsbild zu Jagd, Wildbret sowie zur Öffentlichkeitsarbeit des Dachverbandes Jagd Österreich. Darüber hinaus wurden demografische Unterschiede und Wahrnehmungen in verschiedenen Altersgruppen analysiert.

JUNGE MENSCHEN STEHEN WILDBRET BESONDERS POSITIV GEGENÜBER

Besonders erfreulich ist die Haltung junger Menschen: 84 Prozent der unter 30-Jährigen bewerten Wildbret positiv. Auch in den übrigen Altersgruppen genießt das nachhaltige Lebensmittel ein hohes Ansehen –insgesamt stehen 80 Prozent der Befragten Wildbret positiv gegenüber.

Auch in weiteren Themenfeldern erzielt die Jagd hohe Zustimmungswerte: 79 Prozent bestätigen den Beitrag der Jagd zum Naturschutz. 78 Prozent sehen einen klaren Nutzen für Land- und Forstwirtschaft.

Meinungsforscher Christoph Haselmayer vom IFDD bringt die Ergebnisse auf den Punkt: „Wenn Wildfleisch kandidieren würde, hätte es in Österreich gute Chancen und dadurch wird auch die Einstellung gegenüber der Jagd positiver“.

STETIGER ANSTIEG DER GESELLSCHAFTLICHEN AKZEPTANZ Bemerkenswert ist die kontinuierlich steigende soziale Akzeptanz der Jagd in Österreich. Auf die Frage „Unabhängig von Ihrer persönlichen Meinung zur Jagd: Gestehen Sie es anderen Menschen in Ihrem Land zu, zu jagen, wenn sie dies gemäß den geltenden Jagdgesetzen und -vorschriften tun?“ antworteten 2023 noch 71 Prozent zustimmend – im Dezember 2025 bereits 85 Prozent.

Hohe Akzeptanz für Jagd in Österreich

Ebenfalls 85 Prozent Zustimmung erhielt die Aussage: „Die Jagd ist etwas Positives, wenn sie verantwortungsvoll und ethisch ausgeübt wird.“

Auch die Akzeptanz jagdlicher Andenken im Rahmen einer nachhaltigen Jagd steigt deutlich. Während 2023 noch 70 Prozent zustimmten, lag die Zustimmung zur Frage nach dem Behalten eines Teils eines legal erlegten Tieres als Andenken 2025 bereits bei 84 Prozent – vorausgesetzt, die Jagd erfolgt gesetzeskonform und leistet einen Beitrag zum Naturschutz.

DIE KONSTANT

POSITIVE ENTWICKLUNG DER UMFRAGEWERTE BESTÄTIGT UNSEREN EINGESCHLAGENEN WEG IN DER ÖFFENTLICHKEITSARBEIT.

Jörg Binder, Generalsekretär von Jagd Österreich, Lutz Molter, Generalsekretär-Stellvertreter, und Toni Larcher, Landesjägermeister von Tirol und Präsident von Jagd Österreich 2026, erklären gemeinsam: „Die konstant positive Entwicklung der Umfragewerte bestätigt unseren eingeschlagenen Weg in der Öffentlichkeitsarbeit. In den vergangenen Jahren haben wir verstärkt auf Aufklärung, Dialog sowie Präsenz in sozialen Medien und digitalen Formaten gesetzt. Gleichzeitig sprechen diese Ergebnisse für die gewissenhafte Arbeit unserer Jägerinnen und Jäger – sie prägen das Bild der Jagd in der Gesellschaft mehr als jede Kampagne.“

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WENN DER FINGER KRUMM GEMACHT WIRD

Über die Wichtigkeit des sorgfältigen Ansprechens des Wildes vor der Schussabgabe

TEXT: MAG.A ISABELLE BAYRHOFER, JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ

FOTOS: CH. BÖCK

Abzudrücken und ein Tier zu erlegen geht, bei Anbringung eines absolut tödlichen Treffers, relativ schnell vonstatten. Das Wild zuvor sorgfältig zu identifizieren ist elementar für die weidgerechte Ausübung der Jagd, zum Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere um ihrer selbst willen.

Vor der Schussabgabe ist das Wild durch die Jägerinnen und Jäger anzusprechen. Durch präzises Beobachten, Identifizieren und Beurteilen sind die Wildart, das Geschlecht, das Alter, das Verhalten, die Lautäußerungen und die Konstitution des zu erlegenden Wildes festzustellen. Insbesondere die Einschätzung des Alters eines Wildes kann in freier Wildbahn eine besondere Herausforderung darstellen. Die Jägerinnen und Jäger haben hierfür ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit aufzuwenden. Beispielsweise ist das Alter eines Hirsches bei einem

Widerspruch zwischen dem Geweih und dem Habitus des Trägers nicht zweifelsfrei feststellbar.

Das Ansprechen des Wildes bezweckt, dass sich die Jägerinnen und Jäger darüber Gewissheit verschaffen können, dass das Tier, das sie beabsichtigen zu erlegen, auch tatsächlich erlegt werden darf. Auf die Einhaltung der Schonzeiten und des Abschussplans ist insbesondere zu achten. Das Ansprechen des Wildes kann auch ergeben, dass das zu erlegen beabsichtigte Wild erlegt werden muss, wenn es etwa an einer äußerlich erkennbaren Wildkrankheit leidet oder eine schwere Verletzung aufweist.

Das sorgfältige Ansprechen des Wildes vor der Schussabgabe ist weiters unerlässlich, weil es als Lebenduntersuchung des zu erlegenden Wildes die Grundlage für die Feststellung bildet, ob das Tier gesund und potentiell für den Verzehr durch den Menschen geeignet ist. Denn Veränderungen im Verhalten oder in der Bewegung des Wildes können nach dem Tod des Tieres nicht mehr wahrgenommen werden. Die Schussabgabe hat zu unterbleiben, wenn die Jägerinnen und Jäger nach dem sorgfältigen Ansprechen des Wildes nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

Der Grundsatz der Weidgerechtigkeit stellt den bedeutendsten Grundsatz der Jagd dar. Er bildet den Maßstab für jegliche jagdliche Handlung.

(zweifelsfrei) davon ausgehen können, dass das Wild zulässigerweise erlegt werden darf. Beim geringsten Zweifel an der Zulässigkeit der Erlegung des Tieres haben sie sich eigenverantwortlich gegen die Abgabe des Schusses zu entscheiden.

Das nicht mit der gebotenen Sorgfalt durchgeführte Ansprechen des Wildes verletzt den Grundsatz der Weidgerechtigkeit. Ein Stück sofort nach dem Heraustreten aus dem Dickicht zu beschießen, ohne es auch nur kurzzeitig anzusprechen, stellt eine besonders weidwidrige Ausübung der Jagd dar, die gegen den Grundsatz der Weidgerechtigkeit auf schwerste Weise verstößt.

DER GRUNDSATZ DER WEIDGERECHTIGKEIT

Der Grundsatz der Weidgerechtigkeit stellt den bedeutendsten Grundsatz der Jagd dar. Er bildet den Maßstab für jegliche jagdliche Handlung. Als eine Art ethischer Kodex soll er den Tierschutz in der Jagd gewährleisten. Er pocht auf die Vermeidung von unnötigen Qualen für das Wild (Gebot, dem Wild unnötige Qualen zu ersparen) und die Verhinderung eines nicht notwendigen Todes eines Tieres bei der Ausübung der Jagd. Tierschutz steht für den Schutz des Lebens und des Wohlbefindens jedes einzelnen Tieres um seiner selbst willen.

Die Jagd darf in Oberösterreich nur „in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen der Weidgerechtigkeit“ (§ 2 Abs 2 Oö Jagdgesetz 2024) ausgeübt werden. Auch wenn das Gesetz selbst den Begriff der Weidgerechtigkeit nicht näher definiert, wird erläuternd klargestellt, dass der Begriff der Weidgerechtigkeit im Oö Jagdgesetz 2024 für „die Jagdausübung vor allem unter Einhaltung des Tierschutzes (Vermeidung unnötiger Qualen für das Wildtier), wie auch des Natur-, Arten- und Lebensraumschutzes (Lebensraumschaffung und -erhaltung) [steht], nicht aber [für] die Einhaltung des jagdlichen Brauch-

Das Ansprechen des Wildes bezweckt, dass sich die Jägerinnen und Jäger darüber Gewissheit verschaffen können, dass das Tier, das sie beabsichtigen zu erlegen, auch tatsächlich erlegt werden darf.

tums“ (AB 732 BlgLT OÖ 29. GP 7.). Der Begriff der Weidgerechtigkeit im Oö Jagdgesetz 2024 fordert von den Jägerinnen und Jägern fachgerechtes und verantwortungsvolles Verhalten bei der Bejagung des Wildes und die Achtung der Tiere.

KONSEQUENZEN EINER MISSACHTUNG

Die Nichtausübung der Jagd nach den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit, weil das Ansprechen des Wildes nicht korrekt durchgeführt wurde, stellt eine Verwaltungsübertretung nach dem Oö Jagdgesetz 2024 dar, die mit einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Euro und im Fall der Uneinbringlichkeit der Geldstrafe mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu zwei Wochen zu bestrafen ist. Auch der Versuch ist grundsätzlich strafbar. Zusätzlich kann den Jägerinnen und Jägern auch die Jagdkarte entzogen und die Fähigkeit zur Erlangung einer (neuen) Jagdkarte für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft aberkannt werden.

FAZIT

Das sorgfältige Ansprechen des Wildes vor der Schussabgabe ist unumgänglich für die weidgerechte

Ausübung der Jagd. Es liegt in der Eigenverantwortung jeder einzelnen Jägerin und jedes einzelnen Jägers, sich selbst „an die Leine zu nehmen“ und die Identifizierung des Wildes gewissenhaft durchzuführen. Kann nicht zweifelsfrei von der Zulässigkeit der Erlegung des Tieres ausgegangen werden, darf der Finger nicht krumm gemacht werden.

ZUR AUTORIN

Mag.a Isabelle Bayrhofer hat an der Universität Wien Rechtswissenschaften studiert und war danach für das Land OÖ, u.a. im Bereich Tierschutz, tätig. Aktuell lehrt und forscht sie an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz, wo sie auch ihre Doktorarbeit zum Thema Tierschutz im Jagdrecht verfasst. Sie hat die Jagdprüfung absolviert und ist landwirtschaftliche Facharbeiterin. In ihrer Freizeit ist sie am liebsten in der Natur mit ihrer Hündin Amber.

isabelle.bayrhofer@jku.at

Der adulte Habicht ist ein mittelgroßer, wendiger Greifvogel mit schiefergrauer bis braungrauer Oberseite, weißlicher Unterseite mit feiner, dunkler Querbänderung („Sperberung“) und orangerotem Auge.

Der Habicht

VON DR. HUBERT ZEILER

FOTOS: N. MAYR, CH. BÖCK

Viel mehr als eine Menge Federn, die von seiner Beute überbleiben, bekommt man vom Habicht meist nicht zu sehen. Kein Wunder also, dass ein Jäger, von dem man weiß, dass er da ist, den man aber kaum je zu Gesicht bekommt, nicht immer den besten Ruf hat.

Dennoch ist dieser Greifvogel nicht so selten, wie man annehmen möchte. Mittlerweile hat er auch längst Städte erobert. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa über den gesamten paläarktischen Raum bis Kamtschatka und Japan. Im Norden reicht es bis zur Grenze der borealen Nadelwälder, im Süden geht der Habicht sogar über Spanien hinaus – auch im Norden Afrikas kommt die Art in Marokko vor. Über Griechenland und Kleinasien erstreckt sich dann das Verbreitungsgebiet bis in den nördlichen Iran. Auch Teile des Himalayas sowie das Zentrum Chinas werden besiedelt. In Großbritannien war der Habicht ausgerottet, dort haben sich die Bestände über abwandernde Vögel vom Festland ebenso wie durch entflogene Beizvögel jedoch wieder neu aufgebaut. Heute unterscheidet man zwei Arten: Es gibt den Eurasischen Habicht und den Amerikanischen Habicht.

So wie der Rotfuchs im Süden Italiens deutlich kleiner und leichter ist als jener im Norden Norwegens, so sind auch die Habichte im Mittelmeerraum deutlich kleiner als jene in Skandinavien. Abgesehen von relativ kleinen und weniger kräftigen Inselformen auf Sardinien und Korsika zählen die Habichte in Spanien zu den leichtesten. Die schwersten gibt es in Europa im zentralen Teil Fennoskandiens. Dort erreichen Weibchen bis 1,4 kg Körpergewicht, Männchen liegen bei 0,86 kg. Die spanischen Habichtweibchen kommen bis auf rund 1 kg. Der Sexualdimorphismus ist beim Habicht jedenfalls stark ausgeprägt. Im Extremfall können besonders große erwachsene Weibchen bis zu vier Mal schwerer sein als kleine Terzel innerhalb derselben Population. Über das riesige Verbreitungsgebiet unterscheidet man heute eine ganze Reihe von Unterarten, die sich nicht nur über Körpergröße, sondern auch durch ihre Gefieder-

GROSSE, OFFENE

GEWÄSSER ÜBERFLIEGEN

HABICHTE NICHT GERNE – SO QUEREN NUR WENIGE DIE STRASSE VON GIBRALTAR ODER DEN BOSPORUS.

färbung voneinander unterscheiden. Im Westen Sibiriens ist etwa ein Zehntel der dortigen Unterart beinahe rein weiß. In Nordostsibirien und auf Kamtschatka lebt die hellste aller Unterarten – etwa die Hälfte dieser Vögel ist beinahe weiß. Vieler dieser Habichte ziehen im Winter weiter südlich in die Transbaikalregion oder bis in die Mongolei und das Land rund um den Ussuri. Auch ein Teil der skandinavischen Vögel zieht im Winter etwas weiter nach Süden. Jungvögel können weit abwandern, Altvögel ziehen selten weiter als 300 km aus ihrem Sommerstreifgebiet. Im Norden Schwedens wandern Jungvögel im Mittel rund 380 km ab, im Süden sind es durchschnittlich 70

km. In Mitteleuropa ist der Habicht viel stärker ortsgebunden. Übers Jahr wandern nur wenige Vögel mehr als 30 km ab, in der Regel sind dies Jungvögel. Große, offene Gewässer überfliegen Habichte nicht gerne – so queren nur wenige die Straße von Gibraltar oder den Bosporus.

REVIERBESITZER

Habichte sind ausgesprochen territorial, und auch wenn man diesen Greifvogel nur selten zu Gesicht bekommt, wer im Spätwinter etwas aufmerksam ist, der kann den sonst so scheuen Waldvogel hoch oben am freien Himmel beobachten, wenn er seine Balz- und Territorialflüge vorführt. Besonders auffällig ist dabei der „Girlandenflug“, während dem die Vögel steil aufsteigen um sich dann mit angezogenen Schwingen wieder beinahe senkrecht ab-

Brut und Jungenaufzucht ohne Störung ablaufen. Auch der Horst, der als Brutplatz begehrt ist, wird damit gesichert. Auseinandersetzungen zwischen ansässigen und fremden Vögeln gibt es auch darüber hinaus im Jagdgebiet. Meist werden dabei Eindringlinge aber nur momentan vertrieben. Erwachsene Männchen sind in der Regel ganzjährig stärker an die Umgebung des oder der Horste gebunden.

Die Größe der Reviere schwankt mit Nahrungsangebot und Konkurrenz. Während der Nistzeit besetzen Paare Reviere von 600 bis 4.000 Hektar. Zur Zeit der Jungenaufzucht im Frühjahr und Sommer sind die Vögel stärker an die Umgebung des Horstes gebunden. Über den Winter wird das Streifgebiet erweitert, zur Brutzeit verringert sich die Reviergröße erneut. Je nach Struktur der Land-

Als Rothabicht werden in der Jägersprache junge Habichte im ersten Lebensjahr bezeichnet. Sie unterscheiden sich von adulten Tieren durch ihre rötlich-braune Färbung auf dem Rücken und eine tropfenförmige Längszeichnung auf der Brust.

fallen zu lassen. Revierflüge gibt es im gesamten Jahr, besonders aktiv sind die Vögel jedoch von Jänner bis April.

Tatsächlich verteidigt wird das Umfeld des Horstes in einem Radius von etwa einem drei Viertel Kilometer je nach Gelände. Das umfasst nicht mehr wie 150 bis 200 Hektar. Damit ist gewährleistet, dass Paarung,

schaft und dem Nahrungsangebot schwankt das oft in weiten Grenzen. Habichte sind im Laubwald ebenso daheim wie im Nadelwald. Die Seehöhe spielt kaum eine Rolle solange Wald und Deckung vorhanden sind. Reviere können im Flachland ebenso wie hoch oben am Berg nahe der Waldgrenze liegen.

Der Habicht braucht Deckung. Im Flach- und Hügelland reichen oft kleine Waldinseln. Im Norden endet das Verbreitungsgebiet mit dem Übergang der Taiga in die Tundra. Ohne Deckung geht´s nicht, doch die Bandbreite ist groß: Während in Skandinavien Streifgebiete meist Großteils bewaldet sind, reichen in England Landschaften mit nur knapp zehn Prozent Busch- und Waldland. Obwohl der Habicht deutlich scheuer als der Sperber ist, besiedelt er mittlerweile auch Parks, Friedhöfe und Grüngürtel großer Städte in Mitteleuropa. Das verbaute Stadtgebiet wird dabei zwar weniger genutzt, dennoch jagen Habichte in Großstädten auch sehr erfolgreich im dicht verbauten Raum. Bekannt dafür sind zum Beispiel Berlin und Hamburg. Das ist ein neues Phänomen. Geringer Verfolgungsdruck und hohes Beuteangebot dürften dafür ausschlaggebend sein. Eine Studie aus Hamburg kommt zu dem Schluss, dass die Streifgebiete im urbanen Bereich kleiner sind, dafür ist aber der Jagderfolg in der Stadt größer. Es gibt sogar Beobachtungen nachdem ein Habichtterzel regelmäßig nach Sonnenuntergang bei künstlicher Beleuchtung in der Stadt gejagt hat.

JAGDSTRATEGIEN

Vereinfacht können drei verschiedene Jagdarten unterschieden werden: Es gibt den schnellen Jagdflug, bei dem der Habicht in geringer Höhe, jede Deckung ausnutzend Beute überrascht oder hochmacht um sie dann im rasanten Flug zu verfolgen und zu schlagen. Viel Zeit verbringt er bei der Ansitzjagd. Studien in gering bewaldeten Gebieten Großbritanniens zeigen, dass dort über 90% der Jagderfolge vom Ansitz aus erzielt werden. Das hängt sicher mit der deckungsärmeren Landschaft zusammen. Es erinnert aber auch an den alten Jägerspruch: „Ersitzen kannst du viel, erlaufen meist nur wenig.“ Oft ist es aber auch eine Kombination, die aus einer Serie von

Jagdflügen unterbrochen von kurzen Ansitzen besteht. Im Grunde ähnelt das dann einer guten Pirsch: Man geht eine Strecke, bleibt stehen, beobachtet, wartet und pirscht dann wieder ein Stück um erneut inne zu halten und zu sondieren. Wer Parallelen herstellen will, der sieht hier Bewegungsjagd, Ansitz und Pirsch. Daneben jagt der Habicht aber auch vom hohen Flug aus. Dabei wird Beute in der Luft oder am Boden entweder im Sturzflug oder aus einem langen Gleitflug heraus attackiert. Das erinnert an das Jagern am Berg, wo man vom Gegenhang die Lage einmal sondiert. Nur ist der Habicht schneller bei der Beute, gut 60 km/h kann er erreichen. Auch das „Zusammenjagern“ gibt es – „Tandemflüge“, bei denen ein Paar gemeinsam jagt, sind möglich.

BEUTESPEKTRUM

Zwei Begriffe umschreiben einen angreifenden Habicht: „rücksichtslos und furchtlos.“ Ohne auf Schwierigkeiten und Umgebung zu achten geht dieser Greifvogel wenn´s drauf ankommt am Ende auch zu Fuß ins Brombeerdickicht und sogar ins Wasser, wenn er Beute machen will. Der Flug durch die geschlossene Fensterscheibe eines Hühnerstalls kann ihm da auch einmal zum Verhängnis werden.

Dort, wo in der Vergangenheit viele Fasane ausgesetzt wurden, war in der Regel auch das Nahrungsangebot für Greifvögel hoch. Studien belegen, dass ein einzelner Habicht in günstig strukturierten Gebieten mit hoher Fasanendichte über kurze Zeit auch nur mit 200 ha auskommt. Das nennt man dann wohl „Schwerpunktbejagung“. In einem schwedischen Gebiet, wo jährlich einige tausend Fasane ausgesetzt worden sind, überlagerten sich die Jagdgebiete von fünf verschiedenen Habichtsmännchen. Auch aus Schleswig-Holstein gibt es Untersuchungen, die belegen, dass die Jagdgebiete von mehreren Habichten im Winterhalbjahr auf kleiner Fläche überlappen,

wenn es ein reiches Angebot an freigesetzten Fasanen gibt. Der Greifvogel kann dann durchaus massiv in Fasanenbestände eingreifen. Fridtjof Ziesemer, ein norddeutscher Ornithologe, konnte nachweisen, dass in einem Gebiet in Schleswig-Holstein Habichte im Winterhalbjahr gut ein Drittel der Fasane geschlagen haben. Der Fasanenbestand setzte sich aus 50 wildlebenden und 450 frisch ausgesetzten Vögeln zusammen. In Zahlen heißt das, von den 500 Fasanen haben die Habichte 170 geschlagen. Womit der Brutbestand im Folgejahr deutlich reduziert wurde. Das Winterhalbjahr haben am Ende aber nur 100 Fasane überlebt. Das heißt, der Habicht war einer von mehreren Faktoren, die den Fasanenbestand dezimiert haben. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang immer auch, ob die Revierstrukturen mehr dem Fasan oder mehr dem Habicht entgegenkommen.

In der Regel reicht die Beute im Durchschnitt für ein bis drei Tage. Der Habicht lässt aber auch oft Teile seiner Beute zurück. Im Norden wird überschüssige Beute auch manchmal in Astgabeln gelagert –vor allem während der Nestlingszeit, wenn der Nahrungsbedarf groß ist. Die Erfolgsraten bei der Jagd liegen in etwa zwischen 15 und 30 %. Spezialisten auf Kaninchen oder Krähen können auch Erfolgsraten bis zu 60 % erreichen. Erbeutet wird alles, was überwältigt werden kann. Nachgewiesen sind im Beutespektrum des gesamten Verbreitungsgebietes über 500 verschiedene Arten. In Europa machen Vögel den größten Teil der Beutetiere aus, Säugetiere erreichen kaum einen Anteil von zehn Prozent. In Fennoskandien wechselt das Spektrum im Verlauf des Sommers von jungen Wasservögeln, über Krähen und Drosseln zu Raufußhühnern. Häufig sind das Jungvögel.

In Skandinavien, wo das Angebot an Raufußhühnern deutlich größer ist, können diese Hühnervögel bis über 40 % der Habichtsbeute während der Brutsaison ausmachen. Bezogen

auf die einzelnen Arten gibt es große Unterschiede: Haselhuhn und Birkwild werden am häufigsten erbeutet. Auerwild erleidet die geringsten Verluste. Ein Habichtterzel kann einen Auerhahn nicht überwältigen, auch erwachsene Habichtweibchen tun sich schwer. Erfolgreiche Angriffe auf Hahnen sind zwar belegt, aber in der Regel reicht das Beutespektrum bis zur erwachsenen Auerhenne. Hühnervögel sind meist zu Fuß unterwegs – werden sie angegriffen, so versuchen sie oft eher davonzulaufen als wegzufliegen – was dem Habicht die Jagd erleichtert. Eine Studie aus dem Norden Finnlands belegt, dass die Verluste durch den Habicht in einem weiten Bereich schwanken. Bezogen auf die Raufußhühnerbestände im August entfielen zwischen 2 und 31 % der Ausfälle auf Habichte. In den borealen Wäldern ist dieser Greifvogel meist auf Raufußhühner spezialisiert,

beinahe im gesamten Verbreitungsgebiet zählen jedoch Rabenvögel zur bevorzugten Beute. Neben den Krähen sind es vor allem Eichelhäher aus dieser Vogelgruppe. In Europa spielen auch Tauben eine zentrale Rolle. Daneben Spechte, aber auch Wasservögel ebenso wie kleinere Greifvögel und Eulen. Unter den Säugetieren machen im Wald vor allem Eichhörnchen einen signifikanten Teil der Habichtbeute aus. Neben dem Edelmarder ist der Habicht der wichtigste Prädator für diese Art. Kaninchen und junge Hasen werden ebenso erbeutet. Schneehasen werden in Skandinavien von Habichtweibchen im Winter häufig geschlagen.

Jagderfolg und Erfahrung nehmen mit dem Alter der Vögel zu, und das schlägt sich auch auf den Bruterfolg nieder. Die Zahl der Jungen je Brutversuch nimmt mit dem Alter der Habichtweibchen zu. Allerdings nur

etwa bis zum siebenten Lebensjahr. Danach sinkt der Bruterfolg wieder. Wildvögel werden etwa zehn bis zwölf Jahre alt.

Mitte des vorigen Jahrhunderts ist der Habicht gebietsweise sehr selten geworden. Direkte Verfolgung, vor allem aber der Einsatz von Umweltgiften wie DDT werden dafür verantwortlich gemacht. Für die Niederlande wurden zum Beispiel Anfang der 1960er Jahre nur noch 20 Brutpaare angegeben, heute nimmt man an, dass dort wieder deutlich über 2.000 Habichtpaare brüten. Für Österreich liegen die Schätzungen zwischen 1.100 und 1.800 Paaren. In Europa geht man von 185.000 Brutpaaren aus. Die Bestände haben sich wieder erholt. Kaum zu glauben, dass man diesen Greifvogel dennoch so selten zu Gesicht bekommt …

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Der Jagdhund

DRAUSSEN IM REVIER

Die Arbeit mit dem Jagdhund ist Voraussetzung für eine weidgerechte Jagd, gelebten Tierschutz und ethisch verantwortungsvolles Handeln. Das zeigt eindrucksvoll die vorwissenschaftliche Arbeit von Clemens Beer, Jäger und Jagdhornbläser aus Kremsmünster, der sich bereits im Gymnasium intensiv mit der Ausbildung und dem Einsatz von Vorstehhunden beschäftigt hat – mit besonderem Augenmerk auf den Deutsch Drahthaar. Er hat uns einen Einblick in seine Arbeit gegeben. Ebenfalls dabei, seine Mutter Gabriele (auch Jägerin) und sein Vater, Leistungsrichter Dr. Bernhard Beer. Ein Gespräch über Demut, Ruhe und das richtige Maß an Konsequenz.

OÖ. JÄGER: Clemens, Deine vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) trägt den Titel „Die Ausbildung und die Jagd mit dem Vorstehhund“. Warum hast Du Dich für dieses Thema entschieden?

Ich bin mit Jagd und Jagdhunden aufgewachsen, das Thema war immer präsent. Für mich war schnell klar, dass Jagd ohne brauchbaren Hund ethisch kaum vertretbar ist. Die Jagd mit dem Jagdhund bildet über weite Bereiche die Grundvoraussetzung, um höchsten tierschutzrechtlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Genau das wollte ich wissenschaftlich aufarbeiten und auch verständlich darstellen.

Wie bist Du an die Arbeit herangegangen?

Zu meiner Zeit war die sogenannte vorwissenschaftliche Arbeit noch verpflichtend und ich musste zwei Themen einreichen. Ein Thema wurde dann von den Lehrern gewählt. In meinem Fall war es die Arbeit mit dem Jagdhund, das hat mich sehr gefreut. Betreut wurde ich von meiner Musiklehrerin, sie hat auch einen Hund, mit Jagd selbst hat sie aber nicht viel Berührungspunkte. Unterstützt haben mich mein Vater, Uwe Heiß (international renommierter Hundeausbilder) und Rudolf Sonntag (langjähriger Präsident des österreichischen Vereins für rauhaarige Vor-

stehhunde). An der Ausbildung von Anni, unserer Deutsch-Drahthaar Hündin, durfte ich mich bis zur Absolvierung von zwei Vollgebrauchsprüfungen aktiv beteiligen. Das hat mir natürlich auch geholfen.

Warum gerade der Deutsch Drahthaar?

Der Deutsch Drahthaar ist für mich ein Paradebeispiel an Vielseitigkeit. Er arbeitet im Feld, im Wald und im Wasser, vor und nach dem Schuss. Apportieren, Vorstehen, Stöbern, Nachsuche. In meiner Arbeit wollte ich zeigen, wie komplex dabei die Ausbildung ist und warum sie nicht „nebenbei“ erfolgen kann.

Herr Dr. Beer, wie erleben Sie diesen wissenschaftlichen Zugang Ihres Sohnes?

Sehr positiv. Die VWA zeigt, dass Jagdhundearbeit mehr ist als Tradition. Sie ist Wissen, Methodik und Verantwortung. Als Leistungsrichter sehe ich oft, wie wichtig ein solides theoretisches Fundament ist. Wer versteht, warum etwas gemacht wird, arbeitet ruhiger, konsequenter und hundegerechter. In unserer Familie haben Jagdhunde schon immer Tradition. Wenn man sich so intensiv mit Hunden auseinandersetzt, bleibt man demütig, denn ausgelernt hat man nie.

Clemens, ein großes Kapitel Deiner Arbeit widmet sich dem Welpenalter und der Jugendphase. Und auch dem damit verbundenen Thema „Wesensschwäche“ Warum ist gerade das erste Jahr für spätere jagdliche Anforderungen so entscheidend?

Das Welpenalter ist die prägendste Zeit im Hundeleben. Eindrücke, Gerüche, Geräusche und Erfahrungen –positiv wie negativ – beeinflussen das spätere Wesen maßgeblich. Besonders wichtig ist die Zeit beim Züchter. Fehlender früher Körperkontakt oder mangelnde Sozialisierung können später zu Wesensschwächen führen, die nur noch schwer zu kompensieren sind. Auch wichtig ist, sich über die Elterntiere zu informieren, am besten ist es, sich die Hündin und auch den Rüden vorher anzusehen. Für gute Züchter ist das auch ein Signal, dass man sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt und sie begrüßen es, wenn man Interesse für die Elterntiere zeigt.

Herr Dr. Beer, als Leistungsrichter sehen Sie viele Gespanne. Was ist aus Ihrer Sicht wesentlich bei der Anschaffung eines Jagdhundes bzw. damit aus mir und meinem Hund überhaupt ein gutes Gespann entstehen kann?

Wer „seine“ Rasse gefunden hat, sollte sich unbedingt über den dementsprechenden offiziellen Rasseverein

informieren. Denn jeder Verein hat einen Zuchtwart und diese sind bestens informiert über Elterntiere und geplante Würfe. Sie können am besten helfen, um den passenden Jagdgefährten zu finden. Denn gerade, wenn man den ersten Hund führt, ist es wichtig, eine beinahe familiäre Anbindung zum Züchter zu haben. Gute Züchter unterstützen immer gerne im Hinblick auf Ausbildungsmöglichkeiten und interessieren sich natürlich, wie sich die Welpen entwickeln.

Auch hat man dadurch eine gute Anbindung an den Verein und den Menschen, die dieselbe Leidenschaft für eine Rasse teilen.

Frau Beer, was ist aus Ihrer Sicht wichtig, wenn es um die Anschaffung eines Welpen geht?

Dass sich alle im Haushalt dafür entscheiden. Gerade jagdlich geführte Hunde können im Alltag ganz schön fordernd sein. Darauf sollte man sich einstellen, dann kann man auch damit umgehen, wenn der Hund da ist. Die Balance zu halten zwischen einem Jagdhund, der im Revier alles gibt, und dem ruhigen Familienhund, den man sich wünscht, ist zwar spannend, aber für alle Beteiligten in den ersten Hundejahren mit viel Konsequenz und Arbeit verbunden.

Clemens, ein weiteres zentrales Thema ist bei Dir das „Platz“ oder „Halt“. Warum misst Du diesem Kommando in Deiner Arbeit so große Bedeutung bei?

Das „Platz“ ist für mich das wichtigste Kommando überhaupt. Es kann

über Leben und Tod entscheiden –etwa bei Straßen, Bahnlinien oder bei Wildverfolgung. Ein Hund, der auf Distanz sofort ins „Halt“ geht, ist sicherer für sich selbst, für andere und für das Wild. In der Ausbildung zeigt sich hier sehr klar, wie gut die Basisarbeit bis in zum Aufbau eines sauberen „Halts“ wirklich war.

Herr Dr. Beer, als Leistungsrichter wissen Sie, ein wenig Nervosität am Prüfungstag schwingt bei den meisten Hundeführerinnen und Hundeführern mit. Gibt es einen Tipp?

Nervosität überträgt sich 1:1 auf den Hund. Gut ist es, sich von Anfang einen guten „Stil“ im Umgang mit seinem Jagdgefährten anzugewöhnen. Ruhe und Klarheit, sind für mich sehr wichtige Begriffe, wenn es um die Arbeit mit dem Jagdhund geht. Wer sich von Anfang an um einen ruhigen Ton bemüht, Mehrfachbefehle vermeidet und dem Hund Klarheit vermitteln kann, wird bei den Prüfungen diesen

GERADE JAGDLICH GEFÜHRTE HUNDE KÖNNEN IM ALLTAG GANZ SCHÖN FORDERND SEIN.

Stil schon mitbringen und nicht so „aufgeregt“ in der Prüfungssituation sein. Eine weitere gute Empfehlung kommt von Uwe Heiß. Meist ist man ja mit dem Auto unterwegs. Einfach eine Stunde vor der Prüfung ranfahren und eine kurze Einheit Sitz, Platz und Leinenführigkeit einbauen. Das hilft, sich auf den Hund zu konzentrieren. Oft wird der „kleine Gehorsam“ unterschätzt. Ein Hund der Sitz und Platz nicht beherrscht, wird auf Distanz schon gar nicht mit einem zusammenarbeiten.

Clemens, Du betonst in deiner Arbeit Motivation und klassische Konditionierung. Wie passt das zum Thema Zwang? Zwang wird oft falsch verstanden. Es geht nicht um Gewalt, sondern um

Konsequenz und klare Rangordnung. Schon eine Leine ist Zwang. Hunde sind soziale Tiere, die Rangordnung ist biologisch verankert. Der Mensch muss diese Rolle verantwortungsvoll übernehmen, nur so kann der Hund auch zur Ruhe kommen, beginnt mir zu vertrauen und arbeitet freudig mit mir. Mit Motivation kann ich meinem Hund viel beibringen, ich brauche aber auch eine Methode, um das Gelernte abzusichern.

Apropos Hundeerziehung: Immer wieder hört man, der Drahthaar sei ein typischer „Männerhund“. Wie ist Ihre Meinung?

Dr. Bernhard Beer: Natürlich können Frauen genauso einen Deutsch Drahthaar führen. Diese Frage stellt sich für mich gar nicht. Ein willensstarker Rüde kann auch einen männlichen Führer überfordern. Dieses Denken kommt noch von früher, da war alles anders geprägt. Die Ausbildung der Jagdhunde wurde mit Kraft und mit einer allzu oft falsch interpretierten „harten“ Hand in Verbindung gebracht. Neue und moderne Methoden, wo auch die Entwicklung des Hundes viel mehr im Mittelpunkt steht, kommen Frauen da sicher entgegen.

Clemens Beer und Gabriele Beer: Das sehen wir genauso.

Du bist mit Hunden aufgewachsen und hast viele „Profis“ um Dich herum. Wodurch hast Du am meisten gelernt, Clemens?

Diese Frage ist für mich einfach zu beantworten: Durch Beobachten. Jeder Hund ist anders, auch die Tagesverfassung der Hundeführer ist auschlaggebend, dabei sieht man gut, wie dies alles ineinandergreift, und man lernt, was es wirklich braucht, damit Hunde sich kooperativ zeigen.

Ein herzlicher Dank gilt Clemens Beer und seiner Familie für das offene Gespräch und die Einblicke in die jagdliche Praxis wie auch in die wis-

Draußen im Revier: Zwei Generationen, ein gemeinsames Thema: Der Jagdhund

senschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Jagdhund. Vorwissenschaftliche Arbeiten, die sich fundiert mit jagdlichen Fragestellungen beschäftigen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit: Sie bringen Jagdthemen in Schulen, machen sie für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar und schaffen Verständnis dort, wo oft wenig Berührungspunkte bestehen. Gerade diese sachliche, reflektierte Aufbereitung jagdlicher Inhalte ist ein wertvoller Brückenschlag zwischen Jagd, Bildung und Gesellschaft.

JAGDHUNDE IM MODERNEN ALLTAG

DIE ALLTAGSTAUGLICHKEITSPRÜFUNG

IN DER JAGDHUNDEAUSBILDUNG

Jasmin Schinko ist eine ausgewiesene Expertin im Jagdhundewesen. Die leidenschaftliche Jägerin aus Kremsmünster bringt als Leistungsrichterin für Vorstehhunde tiefgreifendes Fachwissen in die Ausbildung ein. Als Bezirkshundereferentin im Bezirk Kirchdorf ist sie die zentrale Anlaufstelle für Hundeführer und bietet spezielle Vorbereitungskurse, wo auch die Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP) des Oö. Hundehaltegesetzes 2024 inkludiert ist.

Ihr fundierter Hintergrund garantiert, dass die Gespanne nicht nur die rechtlichen Hürden meistern, sondern zu einer echten Einheit zusammenwachsen.

Die Anforderungen an unsere Jagdhunde steigen stetig. Und natürlich

unterliegen diese dem Oö. Hundehaltegesetz 2024.

Jasmin Schinko: „Seit dem 1. Dezember 2024 sieht dieses Gesetz für alle neu angemeldeten „großen Hunde“ (über 40 cm Schulterhöhe oder 20 kg Gewicht) neben dem Sachkundenachweis die verpflichtende Absolvierung einer Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP) vor. Diese muss positiv abgelegt und die Bestätigung spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensmonat des Hundes der Gemeinde vorgelegt werden.“ Ziel der ATP ist der Nachweis, dass ein Mensch-Hunde-Gespann den Anforderungen des modernen Alltags, etwa bei Begegnungen mit Radfahrern, Joggern oder anderen Hunden, gewachsen ist, gelassen und kontrollierbar bleibt.

BEDEUTUNG FÜR DIE JAGD

Da unsere Jagdhunde nicht nur im Revier, sondern auch als Familienhunde im sozialen Umfeld bestehen müssen, sei diese Prüfung ein wichtiger Baustein für die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft. Ein souveräner, wesensfester Jagdhund zeige, dass Ausbildung und Gehorsam bei uns Jägern oberste Priorität haben und trage so zu einer positiven Wahrnehmung der Jagd in der Öffentlichkeit bei.

SYNERGIE MIT DER JAGD: DIE BRAUCHBARKEIT

Die Abnahme der ATP erfolgt in Oberösterreich direkt im Rahmen

Was wollten Sie schon immer über die Jagd wissen? fragen-zur-jagd.at

Draußen im Revier: Zwei Generationen, ein gemeinsames Thema: Der Jagdhund

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der Brauchbarkeitsprüfung des OÖ Landesjagdverbandes bzw. in der Ausbildung dazu. Während die Brauchbarkeitsprüfung die jagdliche Eignung feststellt, fokussiert die Alltagstauglichkeitsprüfung die Wesensfestigkeit im Alltag. Ein souveräner Auftritt ohne Aggression oder übermäßige Ängstlichkeit ist Pflicht. „Für mich ist klar: Wir brauchen Hunde, die sowohl im tiefsten Dickicht als auch beim Spaziergang im Ort durch Wesensfestigkeit glänzen. Die Kombination aus fundierter jagdlicher Abrichtung und moderner Alltagstauglichkeit ist unser Weg in eine zukunftsfähige Jagd.

Ein brauchbarer Jagdhund muss heute beides sein: Ein verlässlicher Helfer im Revier und ein unauffälliger Begleiter in der Gesellschaft. Diese Kombination stärkt das Image der Jagd und fördert die Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Jasmin Schinko.

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Fasanenhege beginnt nicht erst zur Jagdzeit im Herbst, sondern im Vorfrühling. Wer jetzt in die Kondition der Hennen investiert, investiert direkt in die Überlebensrate der Küken.

THEMA FASANENHEGE

WARUM DIE FRÜHJAHRS- FÜTTERUNG ÜBER DEN BRUTERFOLG ENTSCHEIDET

TEXT: MAG. CHRISTOPHER BÖCK, WILDBIOLOGE

FOTOS: M. SCHLOSSER, CH. BÖCK

Wer im August ausreichend Fasanengesperre sehen will, muss bereits im März die Weichen dafür stellen. Denn jetzt wird es wärmer, die Tage werden länger, die Hennen kommen zunehmend in Kondition und der Grundstein für den Bruterfolg des Jahres wird gelegt. In unseren heutigen Agrarlandschaften entscheidet sich jetzt generell, ob das Niederwild eine realistische Chance hat, stabile und jagdbare Bestände zu erhalten bzw. aufzubauen.

Neben der Lebensraumverbesserung und dem Prädatorenmanagement rückt daher ein Thema in den Fokus, das unterschätzt wird, aber auch „nur“ Symptombekämpfung sein kann: Die gezielte, unterstützende Fütterung im Frühjahr als kompensierende Maßnahme in einer leider oft intensiven Kulturlandschaft.

Warum die Frühjahrsfütterung über den Bruterfolg entscheidet

MÄRZKONDITION: DIE HOCHLEISTUNGSPHASE DER HENNE

Die Fasanenhenne ist im zeitigen Frühjahr extrem gefordert. Die physiologische Vorbereitung der Eibildung beginnt oft bereits im März – eine Phase, in der das natürliche Nahrungsangebot an Insekten und proteinreichen Sämereien in der ausgeräumten Feldflur noch kaum vorhanden ist.

Die Qualität des Eies und die darin enthaltene Dotterreserve entscheiden über die Vitalität der Küken in ihren ersten drei Lebenstagen. Hennen, die unterversorgt sind, legen nicht nur weniger Eier, sondern beginnen später mit der Brut oder verlassen das Gelege vorzeitig. Ziel der Hege ist es daher, Versorgungslücken auszugleichen, die durch frühe Bodenbearbeitung und fehlende Saumstrukturen entstehen.

FUTTER MIT PUTENSTARTER?

Putenstarter (Phase 1 oder 2) hat sich in der Hege bewährt, da sein Profil dem Bedarf von Waldhühnerartigen wesentlich näherkommt als herkömmliches Getreide. Die Vorteile sind messbar:

• Hoher Rohproteingehalt (24 – 28 %) ist essenziell für die Eibildung und den Muskelaufbau.

In unseren heutigen Agrarlandschaften entscheidet sich in der Aufzuchtszeit, ob das Niederwild generell und der Fasan im speziellen eine realistische Chance hat, stabile und jagdbare Bestände zu erhalten bzw. aufzubauen.

• Optimales Aminosäurenprofil unterstützt Vitalität und Schlupferfolg.

• Feine Struktur ist sowohl für Hennen als auch für die später schlüpfenden Küken (die in den ersten zwei Wochen fast ausschließlich tierisches Eiweiß benötigen) perfekt aufnehmbar.

• Vitamin-Komplex stärkt das Immunsystem gegen nasskalte Witterungsperioden.

AUF EINEN BLICK: FRÜHJAHRSFÜTTERUNG IN DER FASANENHEGE

DAS IST ZU TUN (DOs)

Putenstarter wählen: Achten Sie auf hohen Rohproteingehalt (24 bis 28 %) und das Etikett „Ohne Kokzidiostatika“(Medikamente).

Magensteinchen anbieten: Stellen Sie Muschelschrot oder Quarzkies (2 bis 4 mm) bereit, um die Verdauung zu ermöglichen.

Hygiene sicherstellen: Nutzen Sie überdachte Automaten und wechseln Sie bei „Verschlammung“ den Standort.

Deckung beachten: Futterstellen in Hecken oder Altgrasstreifen platzieren (Schutz vor Prädatoren aus der Luft).

DIE ENTSCHEIDENDEN ERFOLGSFAKTOREN IN DER PRAXIS

Damit die Fütterung ihren Zweck erfüllt und nicht zum Gesundheitsrisiko wird, müssen drei Säulen beachtet werden:

1. Hygiene und Futterwahl

Putenstarter ist aufgrund seiner Zusammensetzung anfälliger für Verderb als reiner Weizen. Feuchtigkeit

DAS IST ZU VERMEIDEN (DON’Ts)

Keine reine Getreidefütterung: Weizen oder Mais allein liefern im März zu wenig Protein für die Eibildung.

Keine Bodenfütterung: Das Verstreuen von Putenstarter im Dreck führt zu Verderb und parasitären Infektionen.

Wasser nicht vergessen: Trockenfutter erhöht den Durst; ohne Wasserstellen sinkt die Futteraufnahme drastisch.

Keine Dauerfütterung: Beenden Sie die Gabe ca. vier bis sechs Wochen nach dem Schlupf, wenn das Insektenangebot reicht. Regelmäßig nachlegen: Kleine Mengen frisch anbieten statt große Mengen im Automaten verderben zu lassen.

Keine offenen „Hotspots“: Futterstellen nicht im freien Feld oder am Waldrand ohne Fluchtmöglichkeit aufstellen.

Die Fasanenhenne ist im Frühjahr extrem gefordert. Einerseits beginnt die physiologische Vorbereitung der Eibildung bereits im März, andererseits ist die Aufzucht der Küken sensibel – Phasen, in der das natürliche Nahrungsangebot an Insekten und proteinreichen Sämereien in der ausgeräumten Feldflur wenig vorhanden ist.

führt schnell zu Schimmelpilzen (Mykotoxinen), die für Federwild hochgradig toxisch sind.

• Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich kokzidiostatikafreies Futter (ohne Medikamentenzusatz), um die natürliche Immunisierung nicht zu stören.

• Fütterungseinrichtung: Nutzen Sie regendichte Automaten. Futter, das offen am Boden verdirbt, muss konsequent entfernt werden, um Krankheiten wie die Schwarzkopfkrankheit zu vermeiden. Ordentliche Hygiene ist somit Pflicht.

2. Wasser und Magensteinchen (Grit)

Ein hoher Proteingehalt im Futter steigert den physiologischen Wasserbedarf. Besonders in trockenen Frühjahren ohne ausreichende Taubildung ist eine saubere Tränke in der Nähe der Fütterung ein massiver Konditionsvorteil. Zudem sollten stets Magensteinchen (z.B. Quarzkies 2 bis 4 mm) angeboten werden. Er hilft dem Muskelmagen, die Äsung effizient aufzuschließen und verbessert die Futterverwertung um bis zu 30 Prozent.

3. Sicherheit vor Prädatoren

Futterstellen dürfen niemals zu ökologischen Fallen werden, wo Beutegreifer leichtes Spiel haben.

• Standort: Platzieren Sie Fütterungen in gut deckenden Strukturen (Hecken, Altgras), die Schutz vor dem Habicht bieten, aber am Boden nach allen Seiten hin eine schnelle Flucht ermöglichen. Vermeiden Sie offene „Hotspots“ am Waldrand.

KRITISCHE STIMMEN UND KLARE EINORDNUNG

Immer wieder wird argumentiert, unterstützende Fütterung verfälsche natürliche Prozesse. Der Fasan lebt längst nicht mehr unter „natürlichen“ Bedingungen. Wo wir durch Bewirtschaftung, Verkehr und Prädation massiv eingreifen, ist die Hege – einschließlich gezielter und begrenzter Fütterung – ein notwendiger Ausgleich. Putenstarter ist kein Allheilmittel, aber ein wirkungsvolles Werkzeug im Gesamtkonzept, sofern er fachlich fundiert, zeitlich begrenzt und maßvoll eingesetzt wird.

FAZIT

Fasanenhege beginnt nicht erst zur Jagdzeit im Herbst, sondern im Vor-

frühling. Wer jetzt in die Kondition der Hennen investiert, investiert direkt in die Überlebensrate der Küken. Putenstarter, ergänzt durch Wasser und Hygiene, ist dabei ein wirkungsvolles Werkzeug, um diese Federwildart sicher durch das Nadelöhr des Frühjahrs zu führen. Im März entscheidet sich, ob wir im Spätsommer reiche Gesperre sehen –oder nur die Erinnerung an bessere Zeiten.

TIPP

Um Krankheiten bzw. Parasiten wenig Chancen zu geben (z.B. Schwarzkopfkrankheit), empfiehlt es sich, den Boden rund um die Futterstelle im zeitigen Frühjahr zu kalken, um die Überlebenschancen von Wurmeiern im Boden zu minimieren.

WIE GEHT'S

DEM LUCHS ?

Der Luchs ist seit einigen Jahrzehnten wieder in Oberösterreich heimisch. In den Kalkalpen, rund um den Nationalpark seit 1998 und im Mühlviertel seit 1987.

In diesen fast 40 Jahren hat man in vielen Regionen gelernt, mit dem Luchs zu leben. In manchen Gebieten, vor allem entlang der Grenze zu Südböhmen und dem Waldviertel, ist der Luchs Standwild. In anderen Gebieten ist er Wechselwild und es sind oft nur junge Männchen, die dort hin und wieder auftauchen und meist nach kurzer Zeit wieder weg sind. Im größten Teil Oberösterreichs bzw. Österreichs gibt es gar keine Luchse.

Die Luchse im Mühl- und Waldviertel sind Teil der Böhmisch-Bayerisch-Ös-

terreichischen (BBA) Luchspopulation. In diesem großen Gebiet von der Oberpfalz bis in die Wachau leben ca. 130 selbständige Tiere. Davon sind etwa 30 Weibchen, die jährlich um die 60 Junge führen. Ungefähr 20 % dieser Luchse haben Teile ihres Streifgebietes auch in Österreich. Im Mühl- und Waldviertel wurden in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 19 und 25 selbständige Luchse nachgewiesen, davon waren je vier bis acht führende Weibchen mit sechs bis 18 Jungen. Fast alle Luchse im Mühl- und Waldviertel sind Grenzgänger zu Tschechien oder Bayern. Die Zahlen klingen auf den ersten Blick nicht schlecht, bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch Auffälligkeiten, vor allem die hohe Fluktuation. Die wenigsten Luchse können

wir lange nachweisen, viele eigentlich nur kurz. Im Luchsjahr 2023 (1. 5. 2023 bis 30. 4. 2024) waren von den 23 festgestellten selbständigen Luchsen 13 Tiere subadult, sprich, es waren Jungtiere aus dem Vorjahr. Nur zehn Tiere waren ältere. In den vorhergehenden Luchsjahren war es ähnlich.

Subadulte Tiere ohne festes Territorium (sogenannte „floater“) sind revierlose Luchse auf Wanderschaft. Sie leben zwischen den Revieren etablierter Tiere und warten auf ihre Chance, ein Gebiet übernehmen oder abspalten zu können. Diese jungen Tiere sind wichtig für den Genfluss zwischen Populationen und für die Wiederbesiedelung freier Lebensräume. Sie brauchen aber verfügbare Reviere (gute Lebensräume) und eine durchlässige Landschaft.

Foto: Getty Images

Luchsnachweise Österreich in den Luchsjahren 2024 und in einer 3-Jahres-Karte in den Luchsjahren 2022, 2023 und 2024. Im größten Teil Österreichs gibt es keine Luchse. Regelmäßige Luchsvorkommen gibt es im Mühl- und Waldviertel, in den Nördlichen Kalkalpen und in Vorarlberg. In Kärnten, der Steiermark und Tirol gibt es nur vereinzelte Nachweise. Reproduktion konnte zuletzt nur mehr im Mühl- und Waldviertel nachgewiesen werden.

Floater markieren seltener, sind oft heimlicher, machen unregelmäßiger Risse, nutzen diese kürzer, haben wechselnde Aktionsräume und Aufenthaltsdauer, leben gefährlicher. Territoriale Tiere dagegen haben stabile (Kern)Lebensräume und kehren mehrfach zum Riss zurück.

NACHDEM LUCHSE

EINE INDIVIDUELLE FELLMUSTERUNG HABEN, SIND SIE MITTELS GUTER FOTOS AUS WILDKAMERAS IDENTIFIZIERBAR. ALLE LUCHSBILDER WERDEN REGELMÄSSIG ZWISCHEN ÖSTERREICH, BÖHMEN UND BAYERN ABGEGLICHEN.

Auch die führenden Weibchen sind überwiegend jung. Von 2013 bis 2025 konnten wir im Mühl- und Waldviertel insgesamt 25 unterschiedliche Weibchen nachweisen. Nur drei dieser Weibchen haben fünf Mal oder öfter Jungtiere geführt. Alle anderen, das sind 22 Weibchen, haben weniger oft Junge großgezogen, oft nur einmal oder zweimal. Besonders auffällig ist der Vergleich zwischen Luchsjahr 2020 und Luchsjahr 2021:

Konnten wir im ersten Jahr acht führende Weibchen nachweisen, waren ein Jahr später sieben von diesen Luchsinnen nicht mehr da. Dabei ist festzuhalten, dass führende Weibchen sehr beständige Streifgebiete haben und diese nicht großräumig verlagern. Alle diese Tiere konnten auch nicht in Bayern oder Böhmen nachgewiesen werden.

UNTERSCHEIDUNG DER INDIVIDUEN

Nachdem Luchse eine individuelle Fellmusterung haben, sind sie mittels guter Fotos aus Wildkameras identifizierbar. Alle Luchsbilder werden regelmäßig zwischen Österreich, Böhmen und Bayern abgeglichen. Das Hauptaugenmerk im Monitoring liegt dabei auf den führenden Weibchen. Können wir die Jungtiere noch gemeinsam mit ihrem Muttertier nachweisen, wissen wir ihr Geburtsgebiet und können dann mit Hilfe der Wildkameras meist ihren gesamten Lebensweg nachverfolgen. Dabei konnten auch schon viele Weitwanderungen dokumentiert werden. Bisheriger Rekordhalter ist das Luchsmännchen Korbinian. Zwischen seinem westlichstem Nachweis als Jungtier im Bayerischen Wald und seinem östlichstem Nach-

weis als Abwanderer im Waldviertel liegen 190 km Luftlinie. Wenn Tiere soweit wandern, sind sie vielfältigen Gefahren ausgesetzt und besonders wichtig ist dabei, dass sie genügend Deckung finden und auch gefährliche Abschnitte mit wenig Wald oder vielen Straßen und Infrastruktur gut überwinden können. Wildtierkorridoren, Grüngürteln, Hecken und Grünbrücken oder ausreichend großen Unterführungen bzw. Brücken bei Bächen und Flüssen kommt dabei große Bedeutung zu.

MILO

Die derzeit ältesten Tiere, die auch Gebiete im Mühl- und Waldviertel nutzen, sind der Luchs „Milo“, geboren 2015 und die Luchsin „Amalka“, geboren 2017. Luchs Milo wurde im Lusengebiet geboren, im Kerngebiet der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava. Als junger Luchs wanderte er entlang der tschechisch-österreichischen Grenze Richtung Osten ab und war dann längere Zeit im Weinsberger Wald das dominante Männchen. Nach einigen Jahren verlagerte Milo sein Streifgebiet in den Freiwald bzw. Naturpark Novohradsko auf südböhmischer Seite. Immer wieder wurde er in der Ranzzeit auch in zeitlicher und räumlicher

LUCHS NACHWEISDAUER

Im Zeitraum Luchsjahr 2014 bis bis Luchsjahr 2024 konnten im österreichischen Teil der BBA Population 120 unterschiedliche Luchse beidseitig dokumentiert werden (Luchse mit B-Nummern; n=120). Davon konnten lediglich 18 Luchse (d.s. 15 %) länger als 1.000 Tage (d.s. 2,7 Jahre) nachgewiesen werden. Spitzenreiter und Rekordhalter sind dabei die beiden ältesten Tiere: Luchsmännchen Milo und Luchsin Amalka. (Datenstand: 11.2025)

Nähe zu Weibchen nachgewiesen. Viele Jungtiere aus diesem Gebiet in den vergangenen Jahren dürften auf seine Vaterschaft zurückgehen. Auffällig ist, dass Milo und auch andere Männchen mitunter recht freizügig zwischen Freiwald/Novohradske hory und Weinsberger Wald wechseln bzw. wechselten. Die aktuellsten Nachweise von Milo sind vom Herbst 2025. Er hat also ein Alter von mindestens 10,5 Jahren erreicht und wird mit etwas Glück im kommenden Mai elf Jahre alt.

AMALKA

Luchsin Amalka ist die Rekordhalterin bei den Weibchen. Seit sechs Jahren führt sie jedes Jahr Junge und zahlreiche Luchse, die im Bezirk Urfahr-Umgebung nachgewiesen werden, sind ehemalige Jungtiere von Amalka. Bemerkenswert ist, dass diese Luchsin in ihren jungen Jahren an der Hauptstraße zwischen Bad Leonfelden und Vyšší Brod angefahren und verletzt wurde, diesen Unfall aber überlebte, sich wieder erholte und bis heute im Gebiet lebt. Mit etwas Glück wird sie im kommenden Frühjahr neun Jahre alt.

Milo und Amalka sind die absolute Ausnahme, denn die meisten Luch-

se im Norden Österreichs kommen weit nicht an ihr Alter heran. Dabei haben die beiden selbst noch längst nicht das Höchstalter von Luchsen erreicht. Dieses liegt in der BBA Population bei nachgewiesenen 14 Jahren. Auch bei der Anzahl der Würfe, gibt es noch Luft nach oben. Luchsinnen, die über zehn oder mehr Jahre reproduzieren, wurde in den benachbarten Nationalparks in Bayern und Böhmen bereits nachgewiesen. Insgesamt ist aber spannend, dass Milo und Amalka offenbar so viel Lebenserfahrung gesammelt haben und ihre Streifgebiete so gut kennen,

LUCHSEVENTS

dass sie vielen Gefahren gekonnt auszuweichen wissen.

ERFOLGSSYSTEM LUCHSBERATER

Oberösterreich war das erste Bundesland, das bereits vor Jahrzehnten das Modell der Luchsberater eingeführt hat. Ausgehend von der Tatsache, dass Luchse Rehe fressen, wollte man es von Anfang an genauer wissen und schaut seither deutlich hin, was wirklich ein Luchsriss ist und was nicht. Dieses System hat sich gut bewährt und wird von engagierten Jägern in den einzelnen Bezirken und dem Landesjagdverband getra-

Anzahl der Luchsevents nach Monaten innerhalb des österreichischen Teils der Böhmisch-Bayerisch-Österreichischen (BBA) Population im Zeitraum 2009-2024. Die Wahrscheinlichkeit für Luchsbilder ist im Winterhalbjahr erheblich höher als im Sommerhalbjahr. Zur Ranzzeit im März und im November und Dezember gelangen bisher die meisten Luchsbilder. n = 1.699

Luchs B333 im Böhmerwald gen. Heute werden diese Rissmeldungen oft ergänzt durch Fotofallenbilder, womit die Nachweisqualität

ES GAB KEINE GRÖSSEREN

ODER DAUERHAFTEN

LANDGEWINNE FÜR DEN

LUCHS, ABER EIN AUF UND AB BEI DEN LUCHSZAHLEN.

somit nochmals erhöht wird. Insgesamt hat sich über die Jahre aber

gut herausgestellt, dass man mit dem Luchs, auch wenn er Rehe frisst, durchaus im Revier leben kann. Mit dem Auftreten des Wolfes in den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, dass dieser im Vergleich zum Luchs weitaus größere Herausforderungen mit sich bringt.

Betrachtet man die vergangenen 25 Jahre, so stellt man fest, dass die Gebiete mit Luchsen ziemlich gleichblieben. Es gab keine größeren oder dauerhaften Landgewinne für den

Luchs, aber ein auf und ab bei den Luchszahlen. Ein kontinuierliches Wachstum der Luchsbestände ist nicht feststellbar. Auch vereinzelte Vorstöße an oder über die Donau blieben die Ausnahme und waren meist nur kurzzeitig. Daher stellt sich die Frage der Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Subpopulation. Derzeit sieht es so aus, dass keine neuen Gebiete besiedelt werden, weil die nachwachsenden Jungluchse immer wieder freie Reviere in den angestammten Gebieten finden,

Luchs Cyril im Böhmerwald
Die subadulte Luchsin Yveta im Juni 2023 im Böhmerwald

was mit der erläuterten hohen Fluktuation im Bestand zusammenhängt. Mittelfristig ist aber eine Vernetzung der Drei-Länder-Population mit anderen Luchspopulationen wichtig, um einen genetischen Austausch zu haben und somit die Population gesund zu erhalten. Richtung Nordwesten findet diese Vernetzung gerade statt. Hier wurden im Fichtelgebirge, Erzgebirge und im Thüringer Wald Luchse freigelassen und diese bilden eine immer dichtere Brücke zu den Vorkommen im Harz. Richtung Südosten, vom Waldviertel in die Kalk-

alpen findet diese Vernetzung aktuell nicht statt. Es konnte bisher kein einziger Luchs festgestellt werden, der zwischen Mühl- und Waldviertel einerseits und den Kalkalpen andererseits bzw. umgekehrt gewechselt hätte.

REGION KALKALPEN

Etwas anders stellt sich die Situation in der Region des Nationalparks Kalkalpen dar. Derzeit werden dort regelmäßig vier Luchse nachgewiesen: Drei Kuder und ein Weibchen. Zwei weitere Luchse leben östlich

im Raum Wildalpen/Mariazell. Die Luchsin „Skadi“ wurde bereits im Jahr 2012 geboren, zwei der drei Männchen stammen aus dem Jahrgang 2014. Der letzte dokumentierte Nachwuchs wurde 2018 festgestellt. Damit ist bereits das zentrale Problem angesprochen – die fehlende Reproduktion. Trotz der Anwesenheit beider Geschlechter und dokumentierter Begegnungen bleibt der Nachwuchs seit vielen Jahren aus. Über die Ursachen wurde viel spekuliert, die Gründe blieben unklar. Mittlerweile ist „Skadi“ als einziges Weibchen zu alt für eine erfolgreiche Fortpflanzung. Ohne eine größere, gemeinsam mit Niederösterreich und der Steiermark durchgeführte Bestandsstützung in den nördlichen Kalkalpen wird der Luchs in dieser Region wieder verschwinden. Auch die Sicherung und Aufwertung von bestehenden Lebensräumen ist ein wichtiges Thema. Dabei ist besonders auf Gebiete zu achten, in denen Luchsinnen bereits Junge geführt haben, auf reiche Strukturen im Wald (Felsen, Totholz etc.) und auf ruhige und störungsarme Wälder. Wissen um die aktuelle Verbreitung des Luchses ist wichtig, daher wird ein laufendes Monitoring durchgeführt. Hier werden Luchsbilder aus eigenen Wildkameras und Luchsfotos von Jägern gesammelt, analysiert, ausgewertet und die Ergebnisse

Luchsin Rachel 2024 im Freiwald
Luchsmännchen Korbinian im Herbst 2023 im Weinsberger Wald
Luchs R032AT im Herbst 2021 im Weinsberger Wald

dargestellt. Auch wenn Luchsbilder auf Wildkameras, die von Jägern betrieben werden, meist „Beifang“ sind und oft auch das Fellmuster nicht erkennbar ist, sind es sehr wertvolle sichere Luchsnachweise.

FOTOFALLENBILDER GESUCHT

Wenn sie auf Ihrer Fotofalle Luchsbilder haben, wo der Luchs eindeutig angesprochen werden kann, dann wäre es sehr hilfreich, wenn sie diese Bilder dem Luchsmonitoring zur Verfügung stellen. Die Bilder werden vertraulich behandelt und die Nachweise in einer 10x10 km Rasterkarte dargestellt. Hier sind keine Rückschlüsse auf einzelne Jagdgebiete möglich. Gerne können Sie Luchsbilder an die untenstehende Mailadresse oder per WhatsApp an die untenstehende Mobilnummer über-

mitteln. Wenn der Nachweis plausibel und der Luchs identifizierbar ist, bekommen sie Rückmeldung, um welchen Luchs es sich handelt. Sie tragen damit bei, den Luchs besser zu erforschen und einen aktuellen Überblick über seine Verbreitung im Norden Österreichs zu haben.

KONTAKT

Thomas Engleder Luchsmonitoring Mühlviertel luchs@boehmerwaldnatur.at 0664/5853354

Herzlicher Dank ergeht an alle, die beim Luchsmonitoring kooperieren, das Projekt unterstützen, Luchshinweise und Fotos melden, Grundstücke und Jagdgebiete für Fotofallenstandorte zur Verfügung stellen sowie Datenaustausch pflegen. Ohne diese Zusammenarbeit wäre dieses Projekt nicht möglich.

Besonderer Dank ergeht an Tereza Mináriková, Elisa Belotti, Peter Gerngroß, Kirsten Weingarth-Dachs, Rupert Fartaček, Christopher Böck, den OÖ Landesjagdverband, Josefa Krausová, Stefan Guttmann, das Land OÖ und andere, die an dieser Stelle nicht genannt werden wollen.

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BEZAHLTE

VERSCHÄRFUNG DES WAFFENGESETZES

2025 auf den Weg gebracht, Mitte 2026 folgen voraussichtlich weitere Maßnahmen. Ein Ausblick.

TEXT: MAG. BENJAMIN ÖLLINGER FOTO: J. BUCHBERGER

Bereits in der Dezember-Ausgabe des Jahres 2025 wurde versucht, einen ersten Einblick in die neuen gesetzlichen Rahmbedingungen zu geben. Für Besitz, Erwerb, Verwahrung, die Führung, die Kontrolle und damit den Umgang mit Waffen gelten (voraussichtlich) ab Jahresmitte 2026 geänderte Vorgaben.

Die ersten Bestimmungen gelten bereits seit 1. November 2025, der Großteil soll spätestens bis Mitte 2026 in Kraft treten. Verbesserter Datenaustausch zwischen Behörden (Jagd- und Waffenbehörden, Sicherheitsbehörden, Polizei, Stellungsbehörden bzw. -kommissionen usw.) und eine verlängerte Abkühlphase von vier Wochen beim erstmaligen Erwerb einer Waffe der jeweiligen Kategeorie sind seit Herbst Bestandteil der österreichischen Rechtsordnung (siehe Oö. Jäger, 189, Dez. 2025, Seiten 32 bis 35).

ZENTRALE BEDEUTUNG DER GÜLTIGEN OÖ. JAGDKARTE, ÜBERGANGSFRISTEN, ERBFALL UND VERLEIH

Stets und durchgehend über eine gültige Jagdkarte zu verfügen, ist künftig für Jägerinnen und Jäger wichtiger denn je. Hintergrund ist, dass unser gemeinsames jagdrechtliches Legitimationsdokument von Seiten des waffenrechtlichen Gesetzgebers ausdrücklich als (umfassendes) waffenrechtliches Dokument gilt bzw. gelten wird. Trotz einer in Zukunft geltenden Übergangsfrist von 18 Monaten, bei Nichtlösen der Oö. Jagdkarte, sollte jede Jägerin und jeder Jäger rechtzeitig für eine Gültigkeit der eigenen Jagdkarte sorgen. Durch den Erlag des Mitgliedsbeitrages an den OÖ. Landesjagdverband spätestens bis zum Beginn des neuen Jagdjahres mit 1. April ist dies gewährleistet. Hintergrund sind vor allem die gesonderten Regelungen für Jäger bezogen auf die künftig geltenden allgemeinen Altersgrenzen

von 21 (Kategorie C) und 25 Jahren (Kategorie B) – vgl. mitunter §§ 21, 34, 35 WaffG 1996 Neu bzw. § 32 Oö. Jagdgesetz 2024.

Übergangfristen in unterschiedlichem Ausmaß gelten zudem für nicht mehr aktive Jäger (über 21 Jahre). Erfolgte z.B. ein Erwerb der Schusswaffen der Kat. C vor mehr als zwei Jahren vor dem vollständigen Inkrafttreten der WaffG-Novelle 2025 sind für diese Jagdwaffen keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Nicht mehr aktive Jäger (über 21 Jahre) müssen bei Erwerb der (ersten) Schusswaffe der Kategorie C vor weniger als zwei Jahren (vor dem künftigen Stichtag im heurigen Jahr) innerhalb von zwei Jahren bei der Waffenbehörde (Bezirksverwaltungsbehörde) einen Antrag auf die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte für Waffen der Kategorie C stellen (vgl. § 58 WaffG 1996 Neu).

Auch im Erbfall gelten in Zukunft geänderte Regelungen für die Registrierung. Hintergrund ist, dass künftig auch für den Erwerb, Besitz und das Führen von Schusswaffen der Kategorie C eine waffenrechtliche Bewilligung erforderlich ist. Erben sowie Vermächtnisnehmer soll mehr Zeit (12 Monate) für den Nachweis der erforderlichen Berechtigung zum Besitz zur Verfügung stehen. Für aktive Jäger werden durch das Vorliegen der gültigen Jagdkarte und / oder der Waffenbesitzkarte im Regelfall keine Legitimationsproblematiken entstehen (vgl. § 43 WaffG 1996 Neu).

Ebenfalls neu und schärfer geregelt wird der Verleih von Schusswaffen der Kategorie C. Bei einer Verleihung von mehr als drei Tagen ist in Zukunft eine (unverzügliche) Registrierung im Zentralen Waffenregister (ZWR) vorzunehmen. Bei der Überlassung von bloß drei Werktagen ist dies nicht erforderlich, wobei die Verleihung schriftlich für die Dauer von sechs Monaten zu dokumentieren ist (vgl. § 33 WaffG 1996 Neu).

Ebenfalls neu ist, dass einzelne Bestandteile (z.B. Lauf, Trommel, Verschluss, Rahmen oder Gehäuse usw.) von Waffen umfassend im Zentralen Waffenregister einzeln verspeichert werden (können bzw. müssen). Einzelne Schrauben, zählen jedoch weiterhin nicht als wesentlicher Bestandteil (vgl. §§ 2 Abs. 2, 58 WaffG 1996 Neu).

UMPROGRAMMIERUNG

ZENTRALES WAFFENREGISTER

Einen abschließenden Überblick über die neue Rechtslage (insbesondere zum Stichtag) zu geben, wird nach dem vollständigen Inkraftreten aller Bestimmungen leichter möglich sein. Je rascher dieser Zeitpunkt –der im Übrigen vom Bundesminister für Inneres im Einvernehmen mit der Bundesministerin für Landesverteidigung im Bundesgesetzblatt kundgemacht werden wird – final feststeht, desto klarer werden die neuen Regelungen darstellbar sein.

Die (generellen) Verschärfungen des Waffengesetzes erfordern eben zahlreiche neue Anwendungen im Zentralen Waffenregister. Um diese technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen und um damit allen Anwendern bzw. Nutzern (Behörden, Waffenhändler) rechtssichere Eingaben zu ermöglichen, braucht es diesen Übergangszeitraum. Das ZWR als zentrale Informationsplattform wird sicher wesentliche Änderungen in Funktionalität, Usability, Konsistenz, Struktur und Navigation erfahren. Als Applikation, welche von Jagdbehörden, Waffenbehörden, Sicherheitsbehörden und Waffenhändler in Wahrnehmung behördlicher Aufgaben oder zur Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen durch Waffeninhaber bzw. Jäger herangezogen werden, kommt meiner Einschätzung nach insbesondere der internen Testphase eine sehr hohe Bedeutung zu. Dazu gehört – im Interesse aller Beteiligten – auch die rechtzeitige Ankündigung des feststehenden Zeitpunktes des Inkraftretens.

Der Oö. Landesjagdverband wird daher bei neuen Enwicklungen in den kommen Wochen bzw. in den Sommermonaten weiterhin enspre-

chende eigene Kommunikationskanäle (Homepage, JagdApp, Rundschreiben für Jagdleiterinnen und Jagdleiter, Social-Media) nutzen, um Neuigkeiten mitzuteilen oder auf Presseaussendungen des Bundesministeriums für Inneres verweisen und sich mit unserem Dachverband Jagd Österreich abstimmen. Meiner Einschätzung nach wird die zweite Phase der Waffengesetz-Novelle 2025 erst nach den heurigen Jungjägerprüfungen im Frühsommer in Kraft treten. Relevant ist daher für die heurigen Jungjäger vor allem die verlängerte Sperrfrist von vier Wochen beim Kauf der ersten Büchse oder Flinte als Waffe der Kategorie C.

Ausgabe März: 1. Februar

Ausgabe Juni: 1. Mai

Ausgabe Sept.: 1. August

Ausgabe Dez.: 1. November

DER BIBER IN OBERÖSTERREICH

Neue Aufgabe für die Oö. Jägerschaft

TEXT: MAG. BENJAMIN ÖLLINGER

Seit 23. Dezember 2025 gilt für Oberösterreich die Oö. Biberverordnung. 12 Paragraphen und 22 Anlagen (ein Übersichtplan, 19 Detailpläne, eine koordinatenbezogene Darstellung einer Grenzlinie, ein Dokumentationsformular) regeln nunmehr für die kommenden fünf Jahre den naturschutzrechtlichen Umgang mit dem Europäischen Biber (Castor fiber). Auch für die OÖ. Jägerinnen und Jäger können einzelne Bereiche dieser Verordnung in ihrem Jagdrevier zur Anwendung gelangen bzw. zum Tragen kommen.

RECHTSRAHMEN UND GÜNSTIGER ERHALTUNGSZUSTAND

Die Verordnung der Oö. Landesregierung über die vorübergehende Zulassung von Ausnahmen von den Schutzbestimmungen für den Biber (Oö. Biber-Verordnung), LGBl. Nr. 107/2025, hat einen rechtlichen Rahmen für die selektive und streng kontrollierte Ausnahme von den Schutzbestimmungen für den Europäischen Biber geschaffen. Der Biber ist nicht in § 4 Oö. Jagdgesetz 2024 als jagdbares Wildtier festgelegt. Es handelt sich um eine heimische Wildtierart. Sie unterliegt dem Rechtsregime des Oö. Naturschutzrechts (vgl. mitunter § 29 Abs. 2 Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001). Die europäische Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie bzw. FFH-Richtlinie) legt für den Biber seit mehreren Jahrzehnten den strengen Schutzstatus des Anhang IV fest. Es handelt sich im Wesentlichen um eine unionsrechtliche Norm zum Artenschutz. Für diese Wildtierart gelten daher besondere Schutzmaßnahmen.

Erste relevante Populationsschätzungen aus dem Jahr 2017 gingen von 800 bis 1.000 Bibern in Oberösterreich aus. Auf Basis einer wissenschaftlichen Biber-Bestandserhebung in den Jahren 2022 und 2023 ist für das Jahr 2023 von einem Bestand zwischen 1.771 und 2.651 Tieren in 618 bis 855 Revieren auszugehen. Rund 90 % der oberösterreichischen Biberpopulation entfallen auf die kontinentale biogeografische Region, weninger als 10 % sind in der alpinen biogeografische Region nachgewiesen. Rechtliche Schlussfolgerung daraus, war die Beurteilung eines günstigen Erhaltungszustands für Oberösterreich für die Parameter Verbreitungsgebiet, Population, Habitat und Zukunftsaussichten. Eingriffe und Maßnahmen sind daher nur in Ausnahmefällen, dies in Umsetzung der Artikel 12 und 16 FFHRichtlinie, zulässig. Dies betrifft das absichtliche Stören, den Fang oder die letale Entnahme bzw. Tötung aus Gründen der Schadensverhütung und der öffentlichen Sicherheit, unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des günstigen Erhaltungszustandes und abgesichert durch ein begleitendes Monitoring.

KONFLIKTE UND KONFLIKTPOTENTIAL

In der von uns Menschen geprägten Kulturlandschaft Oberösterreichs sind Nutzungsinteressen zwischen Menschen und bestimmten wachsenden Wildtierpopulationen nicht auszuschließen. Konflikte mit Bibern treten zu 90 % in Gewässernähe bzw. unmittelbarer Ufernähe auf. Diese betreffen: Grabungstätigkeiten bzw. Untergrabungen an Ufern und Böschungen, Benagung bzw. Fällung von ufernahen Gehölzen sowie Schäden an Feldfrüchten, Stauaktivitäten durch Dammbau und damit verbundenen Überschwemmungen und Grundwasseranhebungen oder Rückstau bei Anlagen zur Wasserregulation (z.B. Drainage- /Abflussrohre), sowie Verklausungen.

ZULÄSSIGE MASSNAHMEN

Die Oö. Biberverordnung regelt in unterschiedlichen Abstufungen und Bereichen die Zulässigkeit von Präventions- und Eingriffsmaßnahmen. Nicht erlaubt sind Eingriffe in Europaschutzgebieten, in denen der Biber als Schutzgut genannt ist (z.B. in den Europaschutzgebieten „Böhmerwald und Mühltäler”, „Oberes Donau- und Aschachtal“, „Unteres Traun- und Almtal“) und (generell) in Naturschutzgebieten. In der alpinen biogeografischen Region sind ausschließlich Präventionsmaßnahmen erlaubt.

Bevor zeitliche eingeschränkte Eingriffe in den Biberlebensraum oder in die Biberpopulation vorgenom-

men werden, müssen im Regelfall Grundeigentümer oder z.B. Bewirtschafter sowie Anlagenbetreiber von Wasserversorgungsanlagen Präventionsmaßnahmen (z.B. Zäunungen, Untergrabungsschutz, Vergrämung des Bibers durch akustische oder visuelle Signale/Reize) durchführen und nachweisen. Sollte als Präventionsmaßnahme die Entfernung von Nebendämmen beabsichtigt sein, muss vor der Entfernung eine Amtssachverständige bzw. ein Amtssachverständigen für Natur- und Landschaftsschutz hinzugezogen werden. Solche Maßnahmen sind ganzjährig zulässig. Wenn präventive Maßnahmen (nachweislich) über einen repräsentativen Zeitraum nicht möglich, nicht zielführend und nicht zumutbar sind und dies von Betroffenen und Behörde (Naturschutzbehörde ist die Bezirksverwaltungsbehörde) dokumentiert bzw. im Einzelfall geprüft wurde (Dokumentationsformular, Anlage 4), können in Ermangelung einer anderweitigen zufriedenstellende Lösung im Interesse der öffentlichen Sicherheit (z.B. Gefährdung von Gebäuden, Unterminierung von Flächen oder Wegen) oder zur Abwendungung erheblicher Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen (insbesondere Fällungen bzw. Fraßschäden an Wäldern und Kulturen) Eingriffsmaßnahmen

durchgeführt werden. Grundeigentümer oder z.B. Bewirtschafter sowie Anlagenbetreiber von Wasserversorgungsanlagen können im Zeitraum von 1. September bis 31. März1 Hauptdämme, welche relevante Auswirkungen auf die Fortpflanzungs- und Ruhestätten haben (aktiver Biberbau oder Biberburg), entfernen.

Erst wenn präventive Maßnahmen bzw. Eingriffe in den Biberlebensraum keine Wirkung zeigen, können unmittelbare Eingriffe in die Biberpopulation – ebenfalls im Zeitraum von 1. September bis 31. März – erfolgen. Wird somit das Nichtvorliegen einer anderweitigen zufriedenstellenden Lösung dokumentiert, wird ein Teil der Oö. Biber-Verordnung von Jägern angewendet werden können. Ausschließlich jagdlich legitimierte Jäger des jeweiligen Jagdgebiets sind befugt, den Fang bzw. letale Entnahmen weidgerecht durchzuführen. Die Entnahmeerlaubnis erstreckt sich auf max. sechs Individuen2, dies für einen Zeitraum von vier Wochen, festgelegt im Dokumentationsformular der Anlage 4 zur Verordnung. Zusätzlich muss tagesaktuell noch auf das jeweilige Kontingent der Entnahmeperiode (1. September bis 31. März) geachtet werden.3

Dieses beträgt insgesamt max. 158 Individuen. Höchstens 100 dieser

1 Es handelt sich dabei um den Zeitraums der außerhalb der Jungenaufzucht (April bis August).

2 Familienverbände innerhalb eines Familienreviers bestehen meist aus 4-6 Individuen.

3 https://www.land-oberoesterreich.gv.at/biberkontingent.htm

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Es handelt sich hierbei um ein seltenes Sammlerstück.

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Exemplare können in der kontinentalen Region „südlich der Donau/ Alpenvorland“, maximal 58 Exemplare in der kontinentalen Region „nördlich der Donau/Mühlviertel“ bejagt werden. Jede Entnahme ist dann unter Angabe von Entnahmeart, Ort, Datum und Uhrzeit der Erlegung, Geschäftszeichen der Bezirksverwaltungsbehörde, Gewicht, geschätztem Alter sowie Verbleib des Bibers binnen 24 Stunden in der Jagddatenbank (JADA) einzumelden. Zur Beweissicherung sind die getöteten Biber (samt Aufbruch) 48 Stunden ab Meldung der Naturschutzbehörde (Bezirksverwaltungsbehörde) zur Verfügung zu halten. Es besteht das Recht der Aneignung der gefangenen bzw. getöteten Biber. Nicht erlaubt ist der Handel. Fallenstandorte sind dem Grundeigentümer bekannt zu geben. Verwendete Lebendfangfallen müssen wiederkehrend in Zeitabständen

von längstens 24 Stunden kontrolliert werden. Sind diese mit einem elektronischen Kontroll- bzw. Meldesystem ausgestattet, ist die Kontrolle nach erfolgter Systemmeldung so schnell wie möglich durchzuführen. Zu beachten ist jedoch, dass beim Biber eine unmittelbare jagdrechtliche Hegeentnahme (vgl. § 46 Abs. 4 Oö. Jagdgesetz 2024) nicht zulässig ist. Der Einsatz bzw. das Verwenden von Waffen mit künstlichen Nachtzielhilfen auf den vorwiegend nachtaktiven Biber ist erlaubt, sofern die Voraussetzungen des § 60 Abs. 2 Oö. Jagdgesetz 2024 sinngemäß erfüllt sind („Schwarzwildregelung“ d.h. durchgehend Besitz einer gültigen Jagdkarte in den letzten drei Jahren, sonst Ausbildungskurs, schriftliche Zustimmung des Jagdleiters).

FAZIT

Die Oö. Biberverordnung erlaubt in einem engen Rahmen die Nutzung

PRÄVENTION

Grundeigentümer, Bewirtschafter oder Anlagenbetreiber ganzjährig

Maßnahmen: Zäunungen Untergrabungsschutz, akustische oder visuelle Signale/Reize und NUR mit Beteiligung eines Amtssachverständigen (BH) auch Entfernung von Nebendämmen – DOKUMENTATIONSPFLICHT!

EINGRIFF IN DEN BIBERLEBENSRAUM

Grundeigentümer, Bewirtschafter oder Anlagenbetreiber 01. September bis 31. März

Maßnahmen: NUR, wenn Präventionsmaßnahmen nicht möglich, nicht zielführend, nicht zumutbar und über repräsentativen Zeitraum erfolglos geblieben, DANN Entfernung von Hauptdämmen (Beteiligung Amtssachverständiger (BH) –DOKUMENTATIONSPFLICHT!

Präventionsmaßnahmen und Eingriffe in Biberlebensraum zeigen keine Wirkung: EINGRIFF IN BIBERPOPULATION Entnahmeerlaubnis von Naturschutzbehörde an jagdlich legitimierte Jäger des Jagdgebietes

FANG ODER LETALE ENTNAHME durch Jäger

01. September bis 31. März Kontingent beachten!

der Fähigkeiten der Oö. Jägerinnen und Jäger im Rahmen einer naturschutzrechtlichen Ausnahmeregelung und können zum Teil Vergleiche zu den verordnungsunmittelbaren Sonderbestimmungen zur Bejagung von Kormoran (Phalacrocorax carbo), Rabenkrähen (corvus corone corone) und Elstern (pica pica) angestellt werden. Es handelt sich dabei um die Befähigung, weidgerecht eine – an sich nicht jagdbare – europarechtlich streng geschützte Wildtierart zu bejagen. Dieser situative Beitrag, Schäden insbesondere an wertvollen forstwirtschaftlichen Kulturen und damit an Grund und Boden zu vermindern oder im Interesse der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu handeln, kann, wenn sich andere Maßnahmen im Jagdrevier nicht als erfolgreich erwiesen haben, bei einer guten Abstimmung zwischen allen Beteiligten gelingen.

ONLINE UNTER

https://www.landoberoesterreich.gv.at/ biberkontingent.htm

DREI OBERÖSTERREICHER SCHLOSSEN LEHRGANG FÜR JAGDWIRTINNEN UND JAGDWIRTE AB

Am 5. Dezember 2025 fand die feierliche Abschlusszeremonie des Universitätslehrgangs Jagdwirtin/Jagdwirt für 21 Akademische Jagdwirte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz an der Universität für Bodenkultur (BOKU University) statt – drei davon aus Oberösterreich. Die frischgebackenen Jagdwirte sowie die Zusammenfassung ihrer jeweiligen Lehrgangsarbeiten werden hier kurz vorgestellt.

KARL REITER, BED.

Stellvertretender Jagdleiter, Mitglied der Jagdgesellschaft Gschwandt, Bezirk Gmunden

KONZEPTIONELLE LÖSUNGSANSÄTZE FÜR DIE BEHANDLUNG VON WILDUNFÄLLEN ANHAND EINES FALLBEISPIELS

Die Arbeit analysiert das Wildunfallgeschehen im Bezirk Gmunden sowie die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen des Projekts „Wildschutz an OÖ Landesstraßen“. Aus Unfallstatistiken wird deutlich, dass die hohen Kollisionszahlen erhebliche ökologische und volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Reiter vergleicht österreichische Abläufe mit jenen in

Baden-Württemberg und entwickelt darauf aufbauend praxistaugliche Verbesserungen, etwa effizientere Entschädigungsmodelle, optimierte Einsatzstrukturen und klare Kommunikationswege. Für die Jagd besitzt die Arbeit Bedeutung: Sie stärkt die Rolle der Jägerschaft als unverzichtbare Partnerin im Tierwohl, in der Verkehrssicherheit und im modernen Wildtiermanagement.

ZUSAMMENFASSUNG

Diese Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Problematik von Wildunfällen im Gemeindegebiet Gschwandt (Oberösterreich), die sich durch ein wachsendes Verkehrsaufkommen, Zersiedelung und Lebensraumzerschneidung stark häufen. Ziel war es, das Unfallgeschehen quantitativ zu analysieren, Ursachen zu identifizieren und praktikable Lösungsansätze – insbesondere Entschädigungsmodelle – zu erarbeiten. Dazu wurden Wildunfalldaten aus dem Zeitraum 1987 – 2025 ausgewertet und mit Bezirks- und Landeszahlen verglichen. Expertengespräche mit deutschen Jagdkollegen lieferten Einblicke in alternative Entschädigungssysteme, wie sie etwa in Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein bereits etabliert sind. Ergänzend wurde das Projekt „Wildschutz an OÖ Landesstraßen“ kritisch analysiert, das präventiv auf technische Maßnahmen wie Wildwarner setzt.

Die Auswertung zeigt, dass über 30 % der Wildunfälle im Bezirk Gmunden im Gebiet der Jagdgesellschaft Gschwandt auftreten – ein deutlicher Ausreißer. Allein auf der Nordumfahrung Gmunden verunfallen jährlich dutzende Rehe, trotz vorhandener Wildschutzmaßnahmen. Die

Jägerschaft trägt dabei kostenlos die Verantwortung für Nachsuche, Versorgung und Entsorgung des Wildes – eine Leistung, die gesellschaftlich kaum gewürdigt wird.

Die Arbeit plädiert für ein niederschwelliges, österreichweites Entschädigungsmodell, das dem deutschen Vorbild folgt. Dieses sieht eine direkte Aufwandspauschale vor, die von Unfalllenkern bezahlt und durch Versicherungen rückerstattet wird. Eine solche Lösung könnte nicht nur die jagdliche Tätigkeit anerkennen, sondern auch das öffentliche Bewusstsein für Tierschutz und Verkehrssicherheit stärken.

DIPL.-ING. (FH) HERBERT ECKER, MSC, MBA

Mitglied der Jagdgesellschaft Ungenach, Bezirk Vöcklabruck

MACHBARKEIT DER DUALEN TRANSDISZIPLINÄREN HUNDEAUSBILDUNG AM BEISPIEL JAGDHUND UND BORKENKÄFERSPÜRHUND

Die Arbeit zeigt fundiert, dass die parallele Ausbildung eines Hundes als Jagdhund und Borkenkäferspürhund grundsätzlich machbar ist – voraus-

gesetzt, Gehorsam, klare Signalstrukturen und eine deutliche Trennung beider Arbeitsdisziplinen werden konsequent etabliert. Durch die Kombination aus Literaturrecherche und Experteninterviews wird sichtbar, wie unterschiedlich die Anforderungen von Boden- und Luftarbeit sind, jedoch auch wie stark beide Sparten vom präzisen Geruchssinn und einer stabilen Führerbindung profitieren.

Für die Jagd besitzt die Studie besonderen Wert: Sie eröffnet Wege zu multifunktionalen, ressourcenschonenden Arbeitshunden, die sowohl nachhaltige Wildbewirtschaftung als auch wirksamen Waldschutz unterstützen.

Herbert Ecker hat den Universitätslehrgang mit Auszeichnung bestanden.

ZUSAMMENFASSUNG

Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht die Machbarkeit und Herausforderungen einer dualen Ausbildung von Hunden, die sowohl als Jagdhunde als auch als Borkenkäferspürhunde eingesetzt werden sollen. Ziel ist es, zu klären, ob und unter welchen Bedingungen eine solche parallele Ausbildung sinnvoll und effektiv durchgeführt werden kann. Da es bisher kaum wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Kombination gibt, werden sowohl eine Literaturrecherche als auch Experteninterviews durchgeführt, um theoretische und praktische Perspektiven zu vereinen.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine duale Ausbildung von Hunden grundsätzlich machbar ist, vorausgesetzt, der Hund hat eine solide Grundausbildung im Gehorsam. Entscheidend für den Erfolg sind klare Unterschiede zwischen den Aufgabenbereichen, etwa durch unterschiedliche Kommandos, Ausrüstungen und Rituale, damit der Hund weiß, ob er sich auf die Jagd oder auf die Suche nach Borkenkäfern konzentrieren soll. Diese Unterscheidung hilft, Verwirrungen zu vermeiden und den Hund auf die jeweilige Aufgabe zu fokussieren.

Als besonders geeignet für eine solche Ausbildung gelten Rassen wie der Labrador und der Springer Spaniel, die sowohl für die Jagd als auch für die Spürarbeit hohe Anpassungsfähigkeit, Motivation und einen guten Geruchssinn mitbringen. Die Experten betonen jedoch, dass Hunde mit starkem Jagdtrieb schneller abgelenkt werden können, was die Arbeit als Borkenkäferspürhund erschwert. Zusammenfassend zeigt die Arbeit, dass eine duale Ausbildung von Jagd- und Borkenkäferspürhunden möglich ist, jedoch einen hohen Trainingsaufwand erfordert und sorgfältig an die individuellen Eigenschaften des Hundes angepasst werden muss. Sie bietet eine Grundlage für weiterführende Untersuchungen zur Optimierung dieser kombinierten Ausbildung und zeigt zugleich die praktischen Herausforderungen auf, die dabei berücksichtigt werden müssen.

MAG. DOMINIK BISCHOF LLM, MBA, MA

Mitglied der Jagdgesellschaft Aschach/Steyr, Bezirk Steyr-Land

DIE WOLFSVERORDNUNGEN IN ÖSTERREICH (IM SPANNUNGSFELD DER GEÄNDERTEN FFH-RL 2025/1237 UND EUGH-JUDIKATUR)

Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie Österreichs Wolfsverordnungen im Spannungsfeld zwischen europäischem Artenschutzrecht, EuGH-Ju-

dikatur und nationalem Handlungsspielraum stehen. Sie beschreibt den Wandel vom früher „streng geschützten“ Wolf hin zur neuen Einstufung als „geschützte Art“ im Anhang V der FFH-RL – ein Schritt, der mehr Flexibilität erlaubt, aber hohe rechtliche Präzision verlangt. Die Analyse der Landesverordnungen zeigt deutliche Unterschiede in Begriffen, Zuständigkeiten und Eingriffsschwellen, während die EuGH-Rechtsprechung unmissverständlich hohe Anforderungen an Monitoring, wissenschaftliche Daten und den Nachweis des günstigen Erhaltungszustands stellt. Gerade für die Jagd wird klar: Ein zukünftiges Wolfsmanagement braucht klare Kriterien, belastbare Daten und sorgfältig formulierte Verordnungen der „3. Generation“, um Rechtssicherheit und praktikable Lösungen zu verbinden.

Dominik Bischof hat den Universitätslehrgang mit Auszeichnung bestanden.

ZUSAMMENFASSUNG

Bisher wurden in Österreich Wölfe (Canis lupus) der Kategorie Risikound Schadwölfe mittels individuellkonkretem Bescheid zum Abschuss freigegeben; dies auf der Basis einer einschlägigen Wolfsverordnung (1. Generation) für das jeweilige Bundesland (außer Wien und Burgenland).

Diese behördlichen Entscheidungen sind reflexartig und regelmäßig von Umweltorganisationen mittels (Bescheid-)Beschwerde bei den zuständigen Landesverwaltungsgerichten bekämpft worden und in der Praxis letztlich nie in Rechtskraft erwachsen. Eine legale Entnahme war nahezu unmöglich.

Die Geschädigten auf Seiten der Almwirtschaft kündigten daraufhin an, zukünftig auf diese Form der Bewirtschaftung vollständig verzichten zu wollen. Die Folge wären massive Veränderungen im Bereich Landwirtschaft, Tourismus bis hin zum Lawinenschutz. Die (Bundes-)Länder haben so ihre Wolfsverordnungen

angepasst (2. Generation) und generell-abstrakte Abschussverordnungen anhand eines strengen (Einzelfall-)Prüfmaßstabes implementiert. Eine Beschwerdemöglichkeit war auf nationaler Ebene für Umweltorganisationen nicht mehr möglich. Außerdem hat der VfGH in Österreich einen Individualantrag auf Verordnungsprüfung gemäß Art 139 B-VG bisher nicht zugelassen.

Mittels Recherche zum EU-Recht, EuGH-Judikatur, einschlägigem Schrifttum sowie den österreichischen Wolfsverordnungen werden Argumentationslinien aufgezeigt, die ein Handeln im Hinblick auf die FFHRL (RL 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992) auf europäischer Ebene notwendig erscheinen haben lassen, auf nationaler Ebene aber noch ausständig sind.

PRÄZISER.

Mit der geänderten FFH-RL 2025/1237 vom 17. Juni 2025 ist zuletzt ein wesentlicher Schritt in der Absenkung des Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ (Anhang IV) auf „geschützt“ (Anhang V) gesetzt worden. Weitere Maßnahmen in den einzelnen (Bundes-) Ländern müssen noch folgen, d.h. als Novellierung oder Neufassung von (Durchführungs-)Verordnungen (3. Generation).

Als gemeinsames Ziel muss auch zukünftig gelten: die Ermöglichung eines geordneten Zusammenlebens von Menschen, Wölfen, Wild- und Nutztieren und die Minimierung bestehender Konflikte. Was bleibt ist die aufrechte Verpflichtung, den Wolf weiterhin als geschützte Art zu listen, dessen rechtlichen Schutz unter Bezugnahme auf den „günstigen

Erhaltungszustand“ durch geeignete (Verwaltungs-)Maßnahmen nach Art. 14 FFH-RL zu gewährleisten und sich dabei an wissenschaftlichen Anforderungen zu orientieren.

LINK zur Kurzfassung und Volltext:

https://jagdwirt.at/JagdwirtLehrgang/Abschlussarbeiten

DIE NEUE Z6 i FAMILIE

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GESCHÄF TSSTELLE.

PROJEKT WILDSCHUTZ

OHNE JÄGER GEHT ES NICHT!

Wildunfälle stellen ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar . Besonders in ländlichen oder waldreichen Gebieten kommt es häufig zu Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren. Diese Unfälle gefährden nicht nur Tiere, sondern auch die Insassen der Fahrzeuge. Wildschutzgeräte bieten eine Möglichkeit, diese Gefährdung zu minimieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ihr Einsatz hat in den letzten Jahren zugenommen, da sie sich als wirksame Mittel zur Vermeidung von Wildunfällen erwiesen haben. Nicht zuletzt auch zum Wohl des Wildes!

Wildwarngeräte sind wichtige Elemente zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere in Gebieten mit einem hohen Risiko für Wildunfälle. Sie werden entlang von Straßen installiert, um Wildtiere von der Fahrbahn fernzuhalten.

Eine regelmäßige Wartung der Wildwarngeräte ist unverzichtbar, um ihre Funktionalität sicherzustellen. Durch gezielte Wartungsmaßnahmen können Ausfälle vermieden und die Lebensdauer der Geräte verlängert werden. Es wird empfohlen, die Wartungsintervalle an die spezi-

fischen Gegebenheiten der jeweiligen Einsatzorte anzupassen.

Ziel der Wartung ist es, die ordnungsgemäße Funktion der Wildwarngeräte zu überprüfen, mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen und die Geräte durch geeignete Instandhaltungs-

KONTAKT

OÖ Landesjagdverband Hohenbrunn 1, 4490 St. Florian Telefon: 07224/20083-0

E-Mail LJV: office@ooeljv.at

E-Mail Oö Jäger: ooe.jaeger@ooeljv.at www.ooeljv.at / www.fragen-zur-jagd.at

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Donnerstag: 9:00 bis 12:00 Uhr und 12:45 bis 15:30 Uhr; Freitag: 9:00 bis 12:30 Uhr und nach Vereinbarung

von Wildwarnern zu einer deutlichen Reduktion von Wildunfällen geführt hat.

In den vergangenen Jahren sah sich das Land Oberösterreich einer steigenden Anzahl von Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren gegenüber. Wildtiere überqueren häufig unerwartet die Straßen, und kommen durch den Straßenverkehr zu Tode.

maßnahmen funktionsfähig zu halten. Die Wartung sollte mindestens zweimal jährlich erfolgen. In besonders belasteten Gebieten oder bei extremen Wetterbedingungen ist eine häufigere Überprüfung sinnvoll.

Zu den Wartungsmaßnahmen gehören:

• die visuelle Kontrolle der Geräte auf offensichtliche Schäden,

Wildwarner helfen, denn diese technologischen Vorrichtungen senden akustische und visuelle Signale aus, um Wild davon abzuhalten, vor herannahenden Fahrzeugen die Straße zu überqueren. 221 Jagdgesellschaften profitieren von dieser Schutzmaßnahme. So wurden im Zeitraum 2010 bis 2024 knapp 40.000 Wildwarner in Oberösterreich instal-

• das Entfernen von Schmutz, Bewuchs oder Laub, die die Funktion beeinträchtigen könnten,

• die Überprüfung der akustischen Warnsignale (z. B. Piepton) bei elektronischen Geräten auf ordnungsgemäße Auslösung.

Wildenten

Stock-, Krick-, Reiher-, Tafel- und Schellente 1 16. 09. – 31. 12.

Wildgänse

Grau- und Saatgans 2 01. 08. – 31. 01.

Wildkaninchen 01. 07. – 31. 01. Wildkatze 8

Schwarzwild

Keiler, Bache, Frischling 01. 01. – 31. 12.

Säugende Bache (mit gestreiften Frischlingen) 8

Wildtauben

Hohltaube 8

Ringeltaube 01. 09. – 31. 01.

Türkentaube 21. 10. – 20. 02.

Turteltaube 8

Wolf 8

im Land Ob der Enns optimal für den Wildschutz ausgestattet – darunter 31 Bundesstraßen und 148 Landesstraßen. Die finanziellen Mittel zur Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahme belaufen sich auf insgesamt 110.000 Euro. Knapp die Hälfte wird vom Land Oberösterreich (Ressort Mobilität & Infrastruktur) bereitgestellt. Der Rest wird durch den OÖ Landesjagdverband sowie fünf Versicherungen (OÖ Versicherung, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Donau Versicherung) getragen. Zusätzlich werden 50.000 Euro für sanierungsbedürftige Strecken vom Mobilitätsund Infrastrukturressort bereitgestellt.

schen Wildwarngeräten ausgerüstet. Dadurch wird die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer deutlich erhöht und Tierleid minimiert“, erklärt Landesrat Mag. Günther Steinkellner.

Ansprechpartner zum Projekt Wildschutz:

Ludwig Kuntner

Für den OÖ Landesjagdverband

Martin Weixlbaumer Amt der OÖ. Landesregierung

Abt. Straßenneubau und -erhaltung E-Mail: wildschutz.baune@ooe.gv.at Tel: 0664/60072 12743

Angesichts der positiven Ergebnisse ist es von entscheidender Bedeutung, weiter in diese lebensrettende Technologie zu investieren und sie auf noch mehr Straßen und Gebiete auszuweiten. Nur durch eine konzertierte Anstrengung können wir sicherstellen, dass unsere Straßen sicherer werden und unsere natürlichen Lebensräume geschützt bleiben.

Zuständigkeiten: Antragsverwaltung, Beratung, Begutachtung vor Ort, Förderabwicklung

„An zahlreichen Straßenabschnitten konnte durch die Anbringung von Wildwarnern die Anzahl an Unfällen stark reduziert werden. Durchschnitt-

E-Mail: ludwig.kuntner@gmx.at Tel: 0664/4122608

Zuständigkeiten: Beratung vor Ort, Begutachtung, Streckenmontage

Danke an alle Sponsoren, die mit dazu beitragen, die Straßen sicherer zu machen und Tierleid zu verhindern!

Sonderverfügungen der Jagdbehörden sind zusätzlich zu berücksichtigen.

JUNI 2024 27

8 Ganzjährig geschont

1 Knäk-, Schnatter-, Pfeif-, Spieß-, Löffel-, Kolben-, Berg-, Moor-, Eis-, Samt- und Eiderente ganzjährig geschont.

2 Bläss-, Zwerg- und Kurzschnabelgans ganzjährig geschont.

3 Ausnahmebewilligungen im Frühjahr sind zu berücksichtigen.

IN MEMORIAM

MANFRED WEITGASSER SEN.

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Manfred Weitgasser sen., der am 25. Jänner im 88. Lebensjahr verstarb.

Geboren am 27. August 1937 in Altenmarkt im Pongau als eines von acht

Alpenhase/Schneehase 16. 10. – 31. 12.

Auerhahn 3 8

Auerhenne 8

Birkhahn 3 8

Birkhenne 8

Blässhuhn 16. 09. – 31. 12.

Braunbär 8

Dachs 01. 07. – 15. 01. Damwild

Hirsch 01. 09. – 31. 01. Tier & Kalb 16. 10. – 31. 01. Elch 8

Fasanhahn 16. 10. – 31. 12.

Fasanhenne 16. 11. – 31. 12. Feldhase 16. 10. – 31. 12.

Fischotter 8

Fuchs, adult 16. 05. – 28./29. 02. Fuchs, juvenil 01. 01. – 31. 12. Gamswild

Jährlinge 01. 05. – 31. 12.

Sonstige 01. 08. – 31. 12. Graureiher 8

Kindern, wuchs er in einfachen, von starkem Zusammenhalt geprägten Verhältnissen auf. Nach Volks- und Hauptschule absolvierte er die Fachschule für Büchsenmacher in Ferlach und legte damit den Grundstein für seine berufliche Laufbahn.

Sein Weg führte ihn über Trier an der Mosel und Salzburg schließlich nach Linz, wo er 1970 in der Figulystraße sein eigenes Geschäft eröffnete. Mit Fachkompetenz, Verlässlichkeit und Handschlagqualität erwarb er sich einen hervorragenden Ruf.

1960 wurde sein Sohn Manfred geboren, ein Jahr später heiratete er seine Frau Gerda. Familie, Beruf und die tiefe Verbundenheit zur Natur bestimmten sein Leben. Seine Leidenschaft galt der Jagd, der Fischerei und der Weitergabe seines umfang-

Goldschakal 01. 10. – 15. 03.

Habicht 8

Haselhahn 16. 09. – 30. 11.

Haselhenne 8

Höckerschwan 8

Luchs 8

Marder

Baummarder, Steinmarder 01. 07. – 31. 03. Marderhund 01. 01. – 31. 12. Mäusebussard 8

Mink 01. 01. – 31. 12.

Muffelwild

Widder 01. 06. – 31. 12. Schaf & Lamm 01. 07. – 31. 12.

Murmeltier 16. 08. – 31. 10.

Rackelhahn 01. 05. – 31. 05.

Rackelhenne 8

Rebhuhn 16. 10. – 30. 11.

Rehwild Ier und IIer Bock 01. 06. – 30. 09.

Nach den geltenden Abschussrichtlinien für Rehwild und der Oö. Jagdverordnung 2024

reichen Wissens in Jagdkursen an zahlreiche Jungjäger und Schützen. Viele Jahre war er zudem geschätztes Mitglied am Landeshauptschießstand LHA Auerhahn.

Nach der Übergabe des Betriebes an seinen Sohn im Jahr 1995 widmete er sich ganz seinem Refugium in St. Marien, wo er an seinem Teich und im Kreise des Wasserwildes viele erfüllte Stunden verbrachte.

Mit Manfred Weitgasser sen. verlieren wir einen leidenschaftlichen Handwerker, erfahrenen Lehrmeister und naturverbundenen Menschen.

Weidmannsruh!

LJM Herbert Sieghartsleitner GF Mag. Christopher Böck

IIIer Bock 01. 05. – 30. 09.

Schmalreh 01. 05. – 31. 12.

Geiß & Kitz 16. 08. – 31. 12.

Rotwild

Hirsch (I, II, & III) 01. 08. – 31. 12.

Schmalspießer 01. 05. – 31. 12.

Schmaltier 01. 05. – 31. 12.

Führendes & nichtführendes

Tier 16. 07. – 31. 12.

Kalb 16. 07. – 31. 12.

Schneehuhn 8

Sperber 8

Steinadler 8

Steinhuhn 8

Steinwild 8

Waldschnepfe 11. 09. – 19. 02.

Waldiltis 01. 07. – 31. 03.

Waschbär 01. 01. – 31. 12.

Wiesel

Mauswiesel 8

Hermelin 01. 07. – 31. 03.

THEMA JUNGJÄGER:

JAGDLICHES FERNWEH –

Warum Jagdreisen weit mehr sind als bloße Trophäenernte

Die erste Reise mit jagdlicher Absicht ist etwas ganz Besonderes – egal, ob sie innerhalb Österreichs stattfindet oder hinaus in die weite Welt führt. Mankei, Schwarzwild oder Hirsch: Weitab von den heimischen Revieren warten unzählige, oft unbekannte Wildarten darauf, bejagt zu werden. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als ich zum ersten Mal mit der eigenen Waffe eine Grenze passierte. Eine Mischung aus Nervosität und Vorfreude, ein schneller Puls – und schließlich die Erleichterung, wenn alles ohne Probleme geklappt hat. Nach einer kürzeren oder längeren Fahrt erreicht man schließlich das vermeintliche Jagdparadies.

Doch wo liegen die Herausforderungen? Woran erkennt man einen seriösen Anbieter? Muss wirklich jedes Stück, das in Anblick kommt, erlegt werden? Fragen, die sich viele stellen – und die ich aus meiner eigenen Erfahrung zu beantworten versuche:

Der Drang, unbekannte oder bislang persönlich unbejagte Wildarten und Landschaften zu erkunden, stellt sich spätestens dann ein, wenn man den Erzählungen erfahrener Weidkameradinnen und Weidkameraden lauscht. Atemberaubende Sonnenaufgänge, sonnendurchfluteter Bodennebel, das Rascheln trockenen Laubs beim Pirschen durch riesige Wälder; das knirschende Geräusch

gefrorener Schneedecken, wenn man versucht, den Gämsen zu folgen. Erlebnisse und Abenteuer, die man allein mit einem Pirschführer oder gemeinsam in der Gruppe teilt.

VIELE EINDRÜCKE BLEIBEN NICHT IN FORM EINER TROPHÄE, SONDERN IN FORM EINES FOTOS, DAS DEN BESONDEREN MOMENT FESTHÄLT UND SPÄTER WIEDER AUFLEBEN LÄSST.

In der nichtjagenden Bevölkerung werden Jagdreisen oft auf ein einzi-

ges Bild reduziert: Trophäen, die zu Hause die Wände schmücken. Doch Jagdreisen sind weit mehr – und genau das gilt es aufzuzeigen. Natürlich sind Trophäen ein Teil unserer Jagdkultur und gehören zum Erlebnis dazu. Aber bei weitem nicht jede Jagdreise richtet sich auf starke Trophäenträger. Viele Eindrücke bleiben nicht in Form einer Trophäe, sondern in Form eines Fotos, das den besonderen Moment festhält und später wieder aufleben lässt.

PROFITIEREN VON PROFIS

Wie pirscht man richtig, wie beachte ich den Wind, wie umschlage ich ein Stück, ohne dass es mich bemerkt?

TEXT UND FOTOS: RUPERT J. PFERZINGER

Begleitet von erfahrenen Berufsjägern lernt man Wildtiere, deren Verhalten und Gewohnheiten kennen. Schon durch das Nachahmen der Bewegungen des Pirschführers oder das bloße Beobachten, wie er sich verhält, lässt sich wichtiges Wissen über die Jagd aneignen.

LICHT UND SCHATTEN

Zweifellos gibt es aber auch eine Kehrseite der Jagdreisen, die nicht unbeachtet bleiben sollte. Jagdreisen sind meist komplex: in der Planung, in den Kosten und in den tatsächlichen Möglichkeiten. Bevor man bucht, muss man verstehen, worauf es wirklich ankommt – und was man selbst will. Zwischen Vorstellung und tatsächlichem Ablauf liegen oft Welten. Klare Kommunikation ist hier das oberste Gebot. Und natürlich das eigene Budget! Kosten wie Unterkunft, Verpflegung, Anreise, Gebühren und Trinkgelder machen einen wesentlichen Anteil der Reise aus. Bei Individualreisen, bei denen alle Kosten transparent offengelegt werden und man wirklich nur das bezahlt, was man erlegt, lassen sich klare Grenzen definieren. Und eines muss jedem bewusst sein: Sobald die Kugel den Lauf verlässt, trägt man auch die volle (Kosten-)Konsequenz. Pauschalangebote klingen oft verlockend („alles inkludiert – einmal zahlen, alles erledigt“), sind jedoch bei genauerer Betrachtung meist prob-

lematisch. Fehlende Transparenz zu den tatsächlich inkludierten Leistungen lässt so manches vermeintliche Schnäppchen zum teuren Fass ohne Boden werden.

Von unklaren Abschussgebühren, versteckten Zusatzkosten oder unbekannten Revierqualitäten sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Zudem gibt es keine „Garantie“ in Pauschaljagden. Unerfahrene Jungjägerinnen und Jungjäger sollten solchen Angeboten grundsätzlich kein Vertrauen schenken – sie bieten selten das, was sie versprechen. Qualität und Sicherheit stehen immer über dem Preis.

Seriöse Jagdreiseanbieter geben klare und überprüfbare Angaben zu Wildbestand, realistisch zu erwartender Strecke, jagdlichen Rahmenbedingungen sowie transparent definierten Leistungen: Jagdführung, Reviergröße, Unterkunft, Transport, Abschussrichtlinien und alle inkludierten oder zusätzlichen Kosten. Ebenso wertvoll sind echte Referenzen und persönliche Erfahrungsberichte von Jagdkameraden – vorausgesetzt, man hat ähnliche jagdliche Ansprüche und vergleichbare monetäre Möglichkeiten.

Unseriöse Anbieter hingegen erkennt man rasch. Sie verfügen oft über keine professionelle Homepage, haben selten einen offiziellen Ansprechpartner und locken mit unrealistisch niedrigen Preisen – „zu billig, um wahr zu sein“. Besonders wichtig: Niemals einen schriftlichen Vertrag ohne klare, detailliert festgelegte Leistungen unterschreiben. Und wenn mit „garantiertem Abschuss“ geworben wird, sollte das als deutliches Warnsignal verstanden werden. #Gatterjagd.

WICHTIG

Vor der Reise gilt es zudem, einige wesentliche Fragen zu klären. Welche Waffe und welches Kaliber werden benötigt? Welche Unterlagen sind erforderlich – Jagdkarte, EU-Waffenpass, Import- und Exportpapiere?

Eine Checkliste mit allen wichtigen Dokumenten erleichtert die Planung erheblich. Auch die Ausrüstung sollte auf Wetterlage und Landesgegebenheiten abgestimmt sein. Rechtliche Spezialkenntnisse sind in der Regel nicht notwendig – seriöse Veranstalter klären über alle landesüblichen Gepflogenheiten und jagdlich wichtigen Aspekte auf. Unverzichtbar bleibt jedoch, die eigenen jagdethischen Werte stets im Blick zu behalten. Wer höflich, respektvoll und fair jagt, wird überall als ferme Weidfrau oder fermer Weidmann geschätzt.

Jagdreisen können jagdliche Weiterentwicklung und wertvolle Einblicke in fremde Lebensräume bieten – jedoch nur dann, wenn sie gut recherchiert und verantwortungsvoll geplant sind. Wer seriöse Anbieter wählt, transparente Leistungen prüft und sich nicht von Pauschalen oder unrealistischen Versprechen blenden lässt, erhöht nicht nur die Qualität des eigenen Jagderlebnisses, sondern unterstützt zugleich Schutzprojekte, lokale Arbeitsplätze und nachhaltiges Wildtiermanagement in den jeweiligen Regionen.

Jagdliche Auslandsreisen sind weit mehr als bloßes Sammeln von Eindrücken oder Trophäen. Der Schlüssel liegt in der sorgfältigen Auswahl des Anbieters, in klaren Vereinbarungen und der Bereitschaft, Qualität vor vermeintlich günstige Angebote zu stellen. Wer dies beherzigt, wird reich an Erfahrungen und Emotionen zurückkehren.

Ich freue mich, von Deiner ersten Reise zu lesen oder zu hören.

KONTAKT

Rupert J. Pferzinger

Ansprechpartner für Jungjäger r.pferzinger@ooeljv.at 07224/20083-10

KURSE & SEMINARE

JAGDLICHES BILDUNGS- UND INFORMATIONSZENTRUM (JBIZ)

Plattform der Wissens- und Informationsvermittlung

KURSE UND SEMINARE

Unsere Kurse und Seminare bieten aktuelles, praxisnahes Wissen rund um die Jagd in Oberösterreich. Gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten gestalten wir ein vielfältiges Weiterbildungsangebot mit moderaten Kursgebühren. Die Veranstaltungen finden in Hohenbrunn und teilweise auch in den Bezirken statt.

ANMELDUNG

Für alle Seminare ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Diese

FREITAG, 10. APRIL 2026

JBIZ Schloss Hohenbrunn

FREITAG, 17. APRIL 2026

JBIZ Schloss Hohenbrunn

FREITAG, 12. JUNI 2026

Forstfachschule Traunkirchen

jeweils von 09:00 bis ca. 17:00 Uhr

Seminargebühr:

€ 95,– (inkl. Mittagsimbiss)

€ 75,– (inkl. Mittagsimbiss) für Jäger mit gültiger Oö. Jagdkarte:

Seminarleiter: Mag. Christopher Böck

Referent:

Dr. med. vet. Josef Stöger

Begrenzte Teilnehmerzahl!

erfolgt ausschließlich online über unsere Kundenzone. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie automatisch alle weiteren Informationen zum Seminar sowie zur Zahlung.

ZAHLUNGS- UND STORNOBEDINGUNGEN

Die Kursgebühr ist im Zuge der Anmeldung zu entrichten (Kartenzahlung oder Überweisung). Erfolgt keine fristgerechte Zahlung, kann der Seminarplatz an Personen auf der Warteliste vergeben werden. Eine Stornierung ist bis sieben Tage

vor Seminarbeginn kostenfrei möglich. Bei späterer Abmeldung ist die volle Kursgebühr zu entrichten. Bitte beachten Sie: Die Nichtbezahlung der Kursgebühr gilt nicht als Abmeldung.

KONTAKT

Bei Fragen oder technischen Problemen erreichen Sie uns unter Tel.: 07224/20083

E-Mail: office@ooeljv.at

WILDBESCHAUKURS

Ausbildungskurse zur „kundigen Person“ nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz gemäß § 27 Abs 3 LMSVG BGBL. Nr. 13/2006

Die Wildbrethygiene ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Jagd, die ja das ursprünglichste Produkt liefert: Unser wertvolles und ernährungsphysiologisch hochwertiges Wildbret.

Die Beschau des erlegten Wildes durch den Erleger bzw. die Erlegerin und die „kundige Person“ stellen eine hohe Verantwortung, jedoch auch ein Privileg der Jägerschaft dar. Hierfür sind Sorgfalt und Fach- sowie spezifische Rechtskunde unabdingbar.

In diesem ganztägigen Kurs mit anschließender Prüfung werden die Grundlagen sowie Grundkenntnisse und die gesetzlichen Vorschriften einer „kundigen Person“ vermittelt. Teilnahmeberechtigt sind nur Perso-

nen ab 18 Jahren mit einer gültigen Jagdkarte.

FREITAG, 8. MAI 2026

Termin 1: 08:30 Uhr

Termin 2: 11:00 Uhr

FREITAG, 12. JUNI 2026

Termin 1: 08:30 Uhr

Termin 2: 11:00 Uhr

Ort:

Truppenübungsplatz –Schießplatz Ramsau/Molln

Seminargebühr:

€ 110,–pro Person für Jäger mit Nicht-OÖ Jagdkarte

€ 90,–pro Person für Jägerinnen und Jäger mit gültiger OÖ Jagdkarte

Da es sich um ein BundesheerSperrgebiet handelt, können nur Personen teilnehmen, von denen die Personenbezogenen Daten, die Daten zum PKW und der mitgebrachten Waffe bekannt gegeben werden.

WEITSCHUSS-TRAINING

300 METER

Schießplatz Ramsau

Das eigene Gewehr in- und auswendig zu beherrschen ist das A und O im jagdlichen Alltag. Aber wie verhält sich die Waffe – und vor allem der Schütze – beim Schuss auf weite Distanzen? In diesem Weitschuss-Training können Sie die Eigenschaften und die Ballistik des eigenen Gewehrs besser kennenlernen und in weiterer Folge bestmöglich nutzen.

Nach einem kurzen theoretischen Teil über die technischen Voraussetzungen, erfolgt eine Einweisung für die Sicherheit. Anschließend wird auf den Ständen das eigene Gewehr zunächst auf 200 m überprüft und danach erfolgt unter fachmännischer Anleitung die Steigerung auf 300 m und den Winkelschuss, wie er

ab und zu bei der Gamsjagd notwendig ist.

Dieses Weitschuss-Training wird vom OÖ. Landesjagdverband in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer durchgeführt. Es sollte von Jägerinnen und Jägern besucht werden, die gerade in Gebirgsjagden mit Ausnahmesituationen konfrontiert sind und dann auf weite Distanzen einen weidgerechten Schuss anbringen und zielsicher treffen möchten. Wichtiger Hinweis: Für die Teilnahme ist es nötig, dass Sie bereits über ausreichend Kenntnisse über die Handhabung Ihres Gewehres und Ihres Zielfernrohres verfügen. Außerdem sind Kenntnisse der Ballistikdaten der verwendeten Munition nötig.

ANMELDUNG

Teilnahme an allen Kursen und Seminaren nur mit vorheriger Online-Anmeldung über unsere Kundenzone:

DONNERSTAG, 28. MAI 2026

18:30 bis ca. 20:30 Uhr

JBIZ Schloss Hohenbrunn

4490 St. Florian

Seminargebühr:

€ 30,–

Seminarleiter: Mag. Christopher Böck

Referent:

LHR Andreas Hochmayr

Begrenzte Teilnehmerzahl!

DER JAGDHUND HEUTE & MORGEN

Der Weg zum Jagdbegleiter: Vom Welpen zum brauchbaren Hund

Dieses Seminar richtet sich an alle interessierten Jägerinnen und Jäger, die mit dem Gedanken spielen, sich einen vierbeinigen Jagdbegleiter an die Seite zu holen. Gemeinsam gehen wir den zentralen Fragen auf den Grund, die sich jeder angehende Hundeführer vorab stellen sollte:

• Passt ein Jagdhund in mein Leben? Und wenn ja, welche Rasse ist die richtige für mich?

• Was kommt im Bezug Zeitaufwand, Training und Verantwortung ganz konkret auf mich zu?

• Wer steht mir bei der Ausbildung zur Seite?

• Etc.

FREITAG, 12. JUNI 2026

13:30 bis ca. 17:30 Uhr

JBIZ Schloss Hohenbrunn

4490 St. Florian

Seminargebühr:

€ 45,– für Nichtjäger

€ 30,– für Jäger mit mit gültiger OÖ Jagdkarte

Seminarleiter: Mag. Christopher Böck

Referenten: Lisi Pfann-Irrgeher Rupert J. Pferzinger

Begrenzte Teilnehmerzahl!

MIT DEN JÄGERN

Wir bieten Ihnen Orientierung und klären Sie über den spannenden Weg vom Welpen bis zur erfolgreichen Brauchbarkeitsprüfung und mehr auf.

UNTERWEGS!

„Offline gehen. Wald und Wild erleben.“

Die Natur wieder spüren, statt sie nur auf dem Bildschirm zu sehen: Die Aktion „Schule und Jagd / Mit den Jägern unterwegs“ ist in Oberösterreich eine Erfolgsgeschichte.

Dank des Engagements unserer Jägerschaft rückt die Bedeutung von Wald und Wild wieder dorthin, wo sie hingehört – in das Bewusstsein der Menschen. Ob Schulbesuch oder Ferienpass: Diese Erlebnisse sind oft der erste echte Kontakt, den Kinder mit der Jagd haben.

Doch wie begeistert man die „Generation Smartphone“ heute noch für das Abenteuer Natur? Wie begegnet man kritischen Fragen der Erwachsenen souverän? Unter dem Motto „Raus aus dem Dorf und rein in den Wald!“ zeigen wir in diesem Seminar

praxisnah, wie ein unvergesslicher Tag gestaltet werden kann, der Wissen vermittelt und gleichzeitig richtig Spaß macht.

Kernfragen des Seminars:

Wie plane ich einen spannenden Tag im Revier?

Was macht die Begegnung zwischen Jägerschaft und Kindern für beide Seiten gewinnbringend?

Stationenbetrieb oder freies Entdecken – was funktioniert wann am besten?

Wie vermittle ich die Grundsätze der modernen Jagd einfach, ehrlich und eindrucksvoll?

FORTBILDUNGSPFLICHT FÜR JAGDSCHUTZORGANE:

JETZT TERMINE NUTZEN!

Ein Appell an die Eigenverantwortung: Warten Sie nicht bis zum Stichtag.

Mit dem OÖ Jagdgesetz 2024 wurde die verpflichtende Fortbildung für beeidete Jagdschutzorgane rechtlich verankert. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die bereits vor dem 01.04.2024 beeidet waren, endet die Frist für den ersten Fortbildungsnachweis am 31.03.2028

Auch wenn dieser Termin noch fern scheint, ist vorausschauende Pla-

FREITAG, 19. JUNI 2026

14:30 bis ca. 21:00 Uhr

JBIZ Schloss Hohenbrunn

Seminargebühr: inkl. kleinem Pausenimbiss € 75,–

Für Jäger mit gültiger Oö. Jagdkarte € 55,–

Seminarleiter: Mag. Christopher Böck

Referenten:

LHR Andreas Hochmayr Tierärztin Dr. Birgit Seitlinger

Begrenzte Teilnehmerzahl!

nung gefragt: In Bezirken, in denen bereits Fortbildungen stattgefunden haben, werden vor Ablauf der Frist voraussichtlich keine weiteren Termine mehr angeboten.

Unser Aufruf: Nutzen Sie die aktuellen Gelegenheiten und schieben Sie die Fortbildung nicht auf die lange Bank. Ein kompetentes Jagdschutzorgan zeichnet sich durch aktuelles Wissen und zeitgerechtes Handeln aus. Nur so sichern wir langfristig unsere Rolle als verlässliche und professionelle Partner im Revier.

TERMINE UND ANMELDUNG: Alle aktuellen Fortbildungsveranstaltungen finden Sie laufend aktualisiert auf der Homepage des OÖ Landesjagdverbandes (www.ooeljv.at).

FORTBILDUNG § 38 (6)

HUNDEHALTE-SACHKUNDEKURS

gemäß Oö. Hundehalte-Sachkundeverordnung

Die theoretische Ausbildung wird gemeinsam von der Tierärztin und dem Landeshundereferenten durchgeführt und dauert sechs Stunden.

Der Kurs schließt mit einer Prüfung ab und Sie erhalten im Anschluss die Kursteilnahmebestätigung. Der Kurs erfüllt die Ausbildungsinhalte gemäß der aktuellen Oö. Hundehalte-Sachkundeverordnung wie etwa:

• Überlegungen vor Anschaffung eines Hundes: insbesondere Zeit, Kosten, Urlaub;

• Tierschutz allgemein und Tierschutzrecht, Mindestanforderungen an die Haltung und Haltungsbestimmungen für Hunde;

• Anmeldung eines Hundes bei der Gemeinde: Chip- und Registrierungspflicht, Versicherungsschutz;

• Allgemeine Anforderungen an die Hundehalterin oder den Hundehal-

ter nach dem Oö. Hundehaltegesetz;

• Allgemeines zur Gesundheit von Hunden: Impfungen, Ernährung und Pflege, Erkrankungen oder Verletzungen;

• Wesen und Verhalten von Hunden: Ausdrucksverhalten, Spielen

• Mensch-Tierbeziehung, insbesondere Kind und Hund;

• Hundesprache: Ausbildung von Hunden, Fehlervermeidung bei der Erziehung von Hunden;

• Die richtige Beschäftigung mit dem Hund: Bewegungs- und Ruhebedürfnis;

• Altersbedingte Entwicklungsphasen: vom Welpen bis zum Senior;

• Vorteile der Absolvierung einer qualifizierten Hundeausbildung;

• Auswahl und Anschaffung eines Hundes

FREITAG, 26. JUNI 2026

09:30 bis ca. 12:30 Uhr

JBIZ Schloss Hohenbrunn

Seminargebühr:

€ 45,–

€ 35,–für Jäger mit gültiger OÖ Jagdkarte

Seminarleiter:

Mag. Christopher Böck

Referent:

Heribert Sendlhofer

Begrenzte Teilnehmerzahl!

RUF-, LOCK- UND REIZJAGD „Blatten

und Hirschruf“

Der Jagderfolg kann durch Kenntnisse und Anwendung der Ruf-, Lock- und Reizjagd deutlich steigen. Aber was bedeutet Ruf-, Lock- und Reizjagd? Welche Wildarten können damit noch erfolgreicher bejagt oder in Anblick bekommen werden? Diese Themen und Möglichkeiten werden im Seminar vermittelt und erarbeitet.

Nach der Erhebung der persönlichen Ziele und Erfahrungen werden bei einer theoretischen Einführung die Anforderungen der Teilnehmer besprochen. Es wird auf Einflussfaktoren und scheinbare Kleinigkeiten eingegangen, die den Jagderfolg oft entscheidend beeinflussen wie z.B. Wildart, Biotop, Wildbestand, Geschlechterverhältnis, Altersaufbau, Jahreszeit, Witterung und revierbedingte Gegebenheiten. Außerdem

spielen die Jagdmethode, die Reviereinrichtung und Waffe mit Optik eine wesentliche Rolle.

Der Schwerpunkt in diesem Seminar ist die Blattjagd auf das Rehwild. Weiters werden Lock-, Ruf- und Reizjagd auf Beutegreifer und natürlich die Rufjagd auf Rotwild behandelt. In Kleingruppen werden die verschiedenen Lock- und Ruflaute geübt. Es können einige Instrumente zur Verfügung gestellt werden. Bitte bringen Sie Ihre vorhandenen Instrumente zum Üben gerne mit.

Referent Heribert Sendlhofer ist seit mehr als 60 Jahren Jäger. Er hat Jagden und Expetitionen auf allen 5 Kontinenten unternommen und ist auch in einheimischen Revieren tätig. Er ist Autor von 5 Jagdbüchern und Produzent von 14 internationalen Jagdfilmen.

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Wir liefern preiswerte Topqualität! Trophäenversand: per Post-EMS, tiefgekühlt, in Zeitungspapier eingewickelt.

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Anspruchsvolle Jäger gehen keine Kompromisse ein. A-4694 Ohlsdorf, Ehrenfeld 10 Tel. 07613/3411 · Fax-DW -21 hofinger@praeparator.com www.praeparator.com

MAG. BENJAMIN ÖLLINGER

JAGDEINRICHTUNGEN

§ 49 Oö. Jagdgesetz regelt im Wesentlichen die Errichtung, Duldung, Entfernung sowie die Nutzung von Jagdeinrichtungen. Jeder Jagdausübungsberechtigte hat zunächst die Zustimmung des Grundeigentümers einzuholen. Die Einholung dieser Zustimmung muss stets der erste Schritt sein. Wird eine solche Zustimmung nicht erteilt, greift die gesetzliche Duldungsverpflichtung. Sie betrifft taxativ (abschließend) eine gesetzesunmittelbare Aufzählung notwendiger jagdlicher Anlagen. Erfasst werden Jagdsteige, ständige Ansitze und Jagdschirme. Nicht umfasst von der Aufzählung notwendiger jagdlicher Anlagen sind Futterplätze1 oder Jagdhütten. Sie können mit Zustimmung des Grundeigentümers errichtet werden (vgl. § 49 Abs. 1 Oö. Jagdgesetz 2024). Die Zustimmung zur Errichtung und Benützung kann an sich gegen Entgelt oder unentgeltlich erfolgen.

WECHSEL DES JAGDAUSÜBUNGSBERECHTIGTEN UND WEGFALL DER NOTWENDIGKEIT

Gegenstand von Verhandlungen im Rahmen eines Pächterwechsels ist auch die Übernahme bestehender (notwendiger) Jagdeinrichtungen. Im Regelfall werden diese übernommen, wobei aber zusätzlich die (neuerliche) Zustimmung des Grundeigentümers eingeholt werden sollte. Werden Jagdeinrichtungen nicht

übernommen, sind diese vom alten Jagdausübungsberechtigten auf eigene Kosten zu entfernen (§ 49 Abs. 4 Oö. Jagdgesetz 2024). Für nicht mehr funktionstüchtige Jagdeinrichungen kann von der Jagdbehörde aus Gründen der Sicherheit oder des Umweltschutzes die Entfernung angeordnet werden.

JAGDFREMDE PERSONEN UND HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Ausgenommen Jagdsteige, die manchmal zugleich Wanderwege darstellen, dürfen Jagdeinrichtungen von jagdfremden Personen nicht benutzt oder betreten werden. Werden ordnungsgemäß instandgehaltene jagdlichen Einrichtungen von fremden Personen (auch von Kindern unter 7 Jahren oder von unmündigen Minderjährigen zwischen 7 und 14 Jahren) unzulässigerweise benutzt oder betreten, haftet der Jagdausübungsberechtigte dem Grunde nach nicht (§ 49 Abs. 6 Oö. Jagdgesetz in Verbindung mit § 1313 ABGB). Die Anbringung von Sperrvorrichtungen ist jedoch zweckmäßig.2 Auch der Grundeigentümer haftet nicht für Schäden, die durch den Zustand, das Betreten oder die Benützung von Jagdeinrichtungen eintreten. Jagdliche Einrichtungen dürfen nur vom Jagdausübungsberechtigten und damit z.B. von der Jagdgesellschaft errichtet werden. Gleiches gilt auch für Fragen der Haftung bei Mangelhaftigkeit des jagdlichen Bauwerkes.3 Gerade zu Beginn des Frühjahrs aber auch nach winterlichem Schneedruck, Forstarbeiten sowie generell nach extremen Wetterereignissen (Sturm, Hagel, Gewitter) sollte stets eine Überprüfung des sicheren Zustands vorgenommen werden.

ZUSÄTZLICHE REGELUNGEN

Neben den jagdrechtlichen Vorgaben, können für die Errichtung von Jagdeinrichtungen allenfalls weitere behördlichen Bewilligungen nach der Oö. Bauordnung, nach dem Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001 oder dem Forstgesetz 1975 notwendig sein. Seit 1. September 2021 gilt die Bauordnung nicht mehr für die Errichtung von jagdlichen Ansitzeinrichtungen mit einer nutzbaren Bodenfläche bis zu 3 m2 (vgl. § 1 Abs. 3 Z 17 Oö. Bauordnung 1994).

Bei größeren Anlagen (Kanzeln mit mehr als 3 m2) muss zur definitiven Beurteilung der rechtlichen Einordnung eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Baubehörde erfolgen (Bewilligungs- oder Anzeigepflicht). Seit dem Oö. Deregulierungsgesetz 2025 besteht für diese Jagdansitzeinrichtungen keine regelmäßige, naturschutzrechtliche Anzeigepflicht mehr. Eine naturschutzrechtliche Beurteilung kann bei größeren jagdlichen Ansitzeinrichtungen (oder Wildfütterungseinrichtungen) dennoch bewilligungs- oder anzeigepflichtig sein, in manchen Naturschutzgebieten ist zudem z.B. die Neuerrichtung jagdlicher Einrichtungen als Eingriff oder zur Gewährleistung naturschutzrechtlicher besonderer Schutzbestimmungen generell nicht gestattet. Auch eine Jagd- und Wildfutterhütte dient nicht der Waldbewirtschaftung im Sinn des § 1a Abs. 3 Forstgesetz 1975 und ist daher forstrechtlich als „Rodung“ zu qualifizieren.4

1 Die Errichtung, Erhaltung und Benützung von Einrichtungen, die für die behördlich angeordnete Notzeitfütterung erforderlich sind, ist über den Zeitraum der verordneten Notzeit jedenfalls zu dulden (vgl. § 49 Abs. 2 Oö. Jagdgesetz 2024).

2 Zu unterscheiden ist zudem das richtige und notwendige Anbringen von Warnzeichen bei jagdlichen Fangvorrichtungen (vgl. 8. Abschnitt bzw. §§ 19 ff. Oö. Jagdverordnung 2024 – Oö. JVO).

3 Neben den notwendigen Jagdeinrichtungen fallen sämtliche jagdlichen Einrichtungen wie Salzlecken, Luderplätze, Zäune, Brücken usw. darunter.

4 Vgl. VwGH vom 7.4.1987, 84/07/0227; Eine Jagdgeselleschaft kann allerdings nicht Inhaberin einer Rodungsbewilligung sein (Teilrechtsfähigkeit bzw. ausschließliches Antragstrecht des Waldeigentümers, VwGH vom 30.10.1984, 83/07/0379).

AUSLEGEN VON RATTENGIFTKÖDERN

Der Einsatz von Gift ist gemäß den geltenden jagdrechtlichen Bestimmungen nicht zulässig und das Töten von jagdbarem Wild gemäß § 60 Abs. 1 Ziffer 14 Oö. Jagdgesetz 2024 verboten.

Seit 1. Jänner 20261 ist zudem generell die berufliche Verwendung be-

stimmter Rodentizide (Mäuse- und Rattengifte) strenger geregelt. Für den Einsatz ist ein Sachkundenachweis erforderlich. Restbestände der Rodentizide dürfen ohne Sachkundeausweis noch bis 30. Juni 2026 aufgebraucht und gelagert werden. Ab 1. April 2026 dürfen Rodentizidprodukte mit antikoagulanten (blutgerinnungshemmenden) Wirkstoffen nicht mehr an nicht-berufsmäßige Verwender, an Privatpersonen und an berufsmäßige Verwender ohne Sachkunde abgegeben werden. Für Rodentizide, die als Pflanzenschutzmittel zugelassen sind (z.B. gegen Feldmäuse und Wühlmäuse), genügt für den Einsatz im Freiland weiter-

1 Rodentizidsachkunde-Verordnung, BGBl. II Nr. 246/2024, in Kraft seit 1. Jänner 2026.

empfiehlt

HUUBERTTUS

hin der Pflanzenschutz-Sachkundeausweis.

Biozidprodukte mit antikoagulanten Wirkstoffen dürfen im Wald an Futterstellen generell nicht (mehr) ausgebracht werden. Lediglich Rodentizide mit betäubender Wirkung (z.B. Wirkstoff Alphachloralose) können durch Private ohne Sachkunde derzeit noch angewendet werden.

Für Jäger ist der Anwendungsbereich mit Beginn des Jahres 2026 stark eingeschränkt worden, insbesondere was die Möglichkeit der Nutzung von Ködern mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen betrifft.

ACHTUNG dient zur Unterstützung der Drohnensuche

April, Mai, Juni sind die Horrormonate eines Jägers in einem Niederwildrevier mit hohem Grünanteil und Ackerfläche. Immer schneller und breiter werdende landwirtschaftliche Mähmaschinen mit einer Flächenleistung von bis zu 10 ha/Stunde töten eine immer größer werdende Zahl an Wildtieren, die nach der Grasernte als zerfetzte Fleischklumpen auf der Wiesenfläche Mit dem Wildretter gewinnt nicht nur das Wild sondern auch der Landwirt, denn durch die Tierkadaver entstehen unter Luftabschluß in der Silage gefährliche Leichengifte, die wiederum führen zu schweren Vergiftungen und Tierverlusten.

F Funktion und Anwendung:

Angebracht an landwirtschaftlichen Maschine, verscheucht es Wild direkt vor der j jeder eigentlichen Gefahr. Hier gilt zu beachten, der Schall entwickelt sich nur in eine Richtung, zur Wildrettung muss das Gerät mittels Magnetfuß so angebracht werden, dass der Schall in die noch zu schneidende Fläche geworfen wird, bei großen Arbeitsbreiten sollten 2-3 Geräte montiert werden.

Gerettet werden, fast alle Feldhasen und Rehe ab einem Alter von 5 Tagen, erwachsene Fasane-, nicht jedoch brutstarre Hennen und natürlich alles erwachsene Wild. Ein völliger Schutz vor Mähverlusten ist durch den Wildretter allerdings nicht zu garantieren, da der Fluchtreflex des Jungwildes unbedingt vorhanden sein muss- je nach Tierart 4-6 Tage nach dem Setzen.

Lieferumfang:

Sirene, 5 Meter Anschlusskabel mit Fahrzeugstecker nach DIN 72577, Magnetfuß und Gebrauchsanleitung.

Information und Bezug:

Landesjagdverband/ Schloss Hohenbrunn Luxkraft GmbH.

Tel. Nr.: +43 699 143 33 140 www.luxkraft.at

PREIS 60 € inkl. Mwst

IM VISIER. DIE JAGD. IN DER ÖFFENTLICHKEIT.

JAGD ÖSTERREICH

ANTON LARCHER IST NEUER PRÄSIDENT

Das neue Präsidium: Vizepräsident Franz Mayr-Melnhof-Saurau, Präsident Anton Larcher und Vizepräsident Norbert Walter (v.l.n.r., Foto: Anna Rauchenberger).

Tirols Landesjägermeister Ing. Anton Larcher hat mit 1. Jänner 2026 die Präsidentschaft von Jagd Österreich übernommen und die erste Sitzung der Landesjägermeister am 26. Jänner eröffnet.

Wiens Landesjägermeister Norbert Walter ist 1. stellvertretender Präsident. Franz Mayr Melnhof-Saurau, Landesjägermeister von Steiermark, wechselt an die Stelle des 2. stellvertretenden Präsidenten.

INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT, DATENHOHEIT & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Die Präsidentschaft des Tiroler Landesjägermeisters Larcher steht unter

dem Vorzeichen der zeitgemäßen Interessensvertretung: Moderne Öffentlichkeitsarbeit, internationale Zusammenarbeit und Daten auf dem neuesten Stand sind jene Kernthemen, auf die Jagd Österreich setzen will.

„Politische Entscheidungen basieren zunehmend auf wissenschaftlichen Daten – und daher ist es nur konsequent, dass wir unser Engagement im Monitoring weiter ausbauen. Und hier braucht es ein österreichweit einheitliches, faktenbasiertes und aktives Monitoring, getragen von der gesamten Jägerschaft,“ ist Präsident Larcher sicher. Auch der Blick nach Brüssel bestätigt die Notwendigkeit eines flächendeckenden Monitorings: Detaillierte Berichtspflichten aus den Mitgliedsstaaten fordern eine moderne Wildtierdatenbank, in welcher nicht nur Streckendaten, sondern auch Daten aus dem Monitoring und Lebensraumdaten zusammenfließen und dadurch einen umfangreichen Blick auf die Situation der heimischen Wildtiere bieten – ein Projekt, das bereits im vergangenen Jahr unter Präsident Franz Mayr Melnhof forciert

wurde und nun in die Umsetzung kommen soll.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll im kommenden Jahr nicht zu kurz kommen. In den Amtsperioden der letzten Präsidenten konnten mit der Social Media Kampagne #DasIstJagd, der YouTube Minidoku #WhattheJagd, der Produktion von Kurzvideos und dem Online Medium jagdfakten.at bereits nennenswerte Erfolge in der Online-Kommunikation erzielt werden. Auch Präsident Larcher will in diese Kerbe schlagen und vor allem die urbane, jagdfernere Bevölkerung erreichen.

2026 wird zudem im Zeichen des internationalen Austauschs stehen. Die Internationale Jagdkonferenz unter dem Vorsitz des amtierenden Präsidenten bietet die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame europäische Lösungen zu entwickeln.

„Mein Ziel ist klar: Ein Miteinander aller Naturnutzer auf Basis von Respekt, Wissen und Verantwortung. Nur so lassen sich die Interessen von Landwirtschaft, Forst, Tourismus und Jagd in Einklang bringen – und gleichzeitig unsere heimischen Wildtiere und Lebensräume erhalten“, so Larcher.

wild auf Wild

Des Jägers bestes Produkt

DUETT WILDSCHWEIN „VERKEHRT“ GEGART & ROSA REHRÜCKEN

GESCHMORTE OFENKAROTTEN, HERZOGIN KARTOFFEL & SAUCE CHORON

Rezept für vier Portionen

ZUTATEN

WILDSCHWEIN und REHRÜCKEN

• 300 g Schale oder andere Schlögelteile

• 300 g Rehrücken

• Salz und Pfeffer

• Thymian

• Butter

• Knoblauch

• Alufolie

• etwas Öl

HERZOGINKARTOFFELN

• 500 g mehlige, passierte Kartoffeln (800 g roh)

• 2 Dotter

• 25 g Butter

• Salz und Pfeffer

• Muskatnuss

GESCHMORTE OFENKAROTTEN

• 4 Karotten

• 4 Gelbe Rüben

• 4 EL Olivenöl

• 4 EL Honig

• Salz und Pfeffer

• Prise Curry

• Etwas frischer Thymian

SAUCE CHORON

• 50 g Reduktion aus Weißwein und Gewürzen

• 5 Dotter

• 250 g braune Butter

• 50 g Obers

• Salz, Pfeffer

• 3 geschälte und gewürfelte Tomaten

• Weinbrand oder Cognac

• Etwas Zitronensaft zum Abschmecken

TWÜRZIGE TOMATENMARMELADE

• 400 g geschälte Tomaten, gehackt (Dose)

• 100 g Zwiebel

• 65 g Weißweinessig oder weißer Balsamico

• 70 g Zucker

• 1/2 St Zimtstange

• 350 g halbierte Cocktailtomaten

• Curry und Curcuma

• Koriander, Kümmel und Nelken gemahlen

• Zitronensaft

• Salz

GESCHMORTE OFENKAROTTEN

Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Karotten nach Belieben schälen. Öl, Honig und Thymianblätter vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Karotten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und die Marinade darüber geben. Das Ganze je nach Größe für 20 – 30 Minuten backen. Mit einem kleinem Messer anstechen und überprüfen, ob die Karotten gar sind.

• geriebener Kren

WILDSCHWEIN UND REHRÜCKEN

Das Fleisch würzen und in geölte Alufolie einwickeln. Bei 90 °C Umluft im Backofen auf 56 °C Kerntemperatur garen. Das Wildschwein auf 58 – 60 °C garen. Anschließend beides nicht zu lange rasten lassen!

Kurz vor dem Servieren in aufschäumender Butter mit dem Knoblauch und den Kräutern anbraten, um die gewünschte Temperatur und Konsistenz zu erreichen. Aufschneiden und genießen.

HERZOGINKARTOFFELN

Die passierten Kartoffeln mit den Dottern verrühren und abschmecken. Die Herzoginkartoffeln als Stäbchen mit einer Sterntülle aufdressieren und bei 180 °C goldbraun und knusprig backen!

WÜRZIGE

TOMATENMARMELADE

Zwiebel im Zucker leicht karamellisieren. Mit den restlichen Zutaten zusammen einkochen, bis eine Ketchup ähnliche Konsistenz erreicht wird. Anschließend die Kirschtomaten & Gewürze zugeben und weiter köcheln bis die Kirschtomaten gar sind. Den Zimt entfernen und kaltstellen.

SAUCE CHORON

Die Dotter in einer Metallschüssel über einem heißen, nicht kochenden Wasserbad schaumig aufschlagen, dabei die Reduktion langsam einarbeiten. Die braune Butter nach und nach einrühren, bis eine dickliche Emulsion entsteht. Zum Schluss mit Obers glattrühren, die Tomatenwürfel, die gehackten Kräuter sowie den Cognac einrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Warm servieren.

Rupert J. Pferzinger

wild auf Wild „Spezial“

Des Jägers bestes Produkt

REZEPT DACHSBRATEN

MIT KARTOFFELKNÖDEL UND

WARMEN KRAUTSALAT

Rezept für vier Personen

ZUTATEN

DACHSBRATEN

• 1 Dachs (trichinenbeschaut)

• 4 – 6 Zwiebel, geschält und in Streifen geschnitten

• 1 Knolle Knoblauch, geschält und in Scheiben geschnitten

• Salz und Pfeffer

• Gewürze nach Geschmack (Wacholderbeeren, Koriandersaat, Kümmerl, Lorbeerblätter)

• Rindssuppe oder Wildfond zum Aufgießen

KARTOFFELKNÖDEL

• 1000 g mehlige Erdäpfel

• 100 g Butter

• 300 g griffiges Mehl

• 2 Eier

• 2 Dotter

• 40 g Grieß

• Salz

• Pfeffer

• Muskat

WARMER KRAUTSALAT

• 500 g geschnittenes Kraut

• 50 g Zucker

• 18 g Salz

• 2 g Kümmel ganz

• frischer Pfeffer aus der Mühle

• 100 ml Apfelessig

• 100 ml Wasser

• 50 g Speck

• 100 g Zwiebel

• 50 g Butter

• 50 g Zucker

DACHSBRATEN

Den Dachs abschwarten, das Feist sauber entfernen (kleinste Restmengen sind nicht von Bedeutung) und grob zerwirken. Das Fleisch kräftig, wie für einen Schweinsbraten einwürzen und mit Zwiebel und Knoblauch in einen Bräter legen. Zugedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Tag den Backofen auf 160 °C aufheizen. Den marinierten Dachs vor dem Braten, mindesten eine Stunde zuvor, rausstellen. Anschließend zugedeckt ca. 3 Stunden garen, dabei immer wieder mit etwas Rindssuppe oder Wildfond aufgießen und das Fleisch alle 30 Minuten wenden. Das Fleisch ist gar, wenn man es mit der Fleischgabel ansticht und es sich wieder von selbst ohne Zutun löst.

Vorm Servieren das Fleisch aus dem Bräter geben und warmstellen. Die Sauce gegebenenfalls durch ein Sieb passieren, aufkochen und abschmecken. Mit einem Stück Butter oder Schweineschmalz vollenden. Auf Wunsch mit einem Löfferl Preiselbeeren servieren. Wer möchte, kann auch etwas Wurzelgemüse als Beilage mitschmoren.

KARTOFFELKNÖDEL

Die geschälten, mehligen Erdäpfel weich dämpfen oder in Salzwasser kochen. Anschließend sofort durch eine Kartoffelpresse drücken. Zur abgekühlten Kartoffelmasse die weiche

Butter, das griffige Mehl, den Grieß sowie die Eier und die zusätzlichen Dotter geben. Mit reichlich Salz, einer Prise Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig gleichmäßige Knödel formen. Salzwasser zum Kochen bringen. Die Knödel vorsichtig einlegen, und im nur noch leicht siedenden Wasser ca. 15–20 Minuten ziehen lassen.

WARMER KRAUTSALAT

Das geschnittene Kraut in eine große Schüssel geben. Mit dem Zucker (50 g), Salz, Kümmel und frischen Pfeffer würzen. Das Kraut mit den Händen kräftig durchkneten, bis es beginnt, weich zu werden. Apfelessig und Wasser darübergießen und durchkneten. Den Salat abdecken und für 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Während der Dachs brät, den Speck würfeln und die Zwiebel fein schneiden. In einem großen Topf die Butter schmelzen. Den restlichen Zucker (50 g) dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Dann Speck und Zwiebel darin glasig anschwitzen. Das marinierte Kraut (samt der Flüssigkeit) in den Topf geben. Alles gut durchmischen und bei mittlerer Hitze durchkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (meist reichen 10–15 Minuten, damit es noch leicht knackig bleibt).

BIODIVERSITÄTSPREIS-VERLEIHUNG

2025 BIODIVERSITÄT IST ZUKUNFT – UND ZUKUNFT

IST GEMEINSAME VERANTWORTUNG

Am 27. November fand im österreichischen Parlament die feierliche Verleihung des 4. Biodiversitätspreises des Vereins Grünes Kreuz statt.

Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Jagd wurde der diesjährige Preisträger bekanntgegeben: Die Vorarlberger Jägerschaft, die gemeinsam mit dem Naturschutzbund Vorarlberg das Projekt „Wiesenbrüterschutz im Vorarlberger Rheintal“ realisiert. Seit vielen Jahren engagieren sie sich gemeinsam für den Schutz empfindlicher Wiesenbrüterbestände und zeigen damit eindrucksvoll, wie nachhaltige Landnutzung und Artenschutz ineinandergreifen können.

Präsident Dr. Christa Kummer-Hofbauer übergab eine kunstvoll gestaltete Trophäe, die als Symbol für die Vielfalt des Lebens steht. Vizepräsident Dr. Miroslav Vodnansky überreichte das Preisgeld in Höhe von

Dr. Miroslav Vodnansky, Reinhard Hellmair, Mag. Günther Ladstätter, LJM Dr. Christoph Breier, Mag. Bianca Burtscher, Gernot Heigl MSc und Präsidentin Dr. Christa Kummer-Hofbauer (vlnr).

10.000 Euro, das zweckgebunden für weitere biodiversitätsfördernde Maßnahmen eingesetzt wird. Mit dem Biodiversitätspreis zeichnet das Grüne Kreuz Projekte aus, die beispielhaft zeigen, wie wirkungsvoll Artenschutz durch gemeinsames

Handeln werden kann. Der Verein lädt daher auch im kommenden Jahr wieder dazu ein, innovative und zukunftsweisende Initiativen einzureichen.

• Büchse HAENEL Jäger 10 Sta im Kaliber 308Win oder 270 WIN oder 30-06

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• Jaki Semi Classic Schalldämpfer

• Gewehrriemen und 20 Schuss Munition

D'JAGERINNEN FÜR LICHT INS DUNKEL

„Einfach unglaublich, ich hätte nie gedacht, dass sich aus Reh so ein zarter Leberkäse zubereiten lässt“, schwärmte eine Besucherin am Stand der D’Jagarinnen vor dem ORF Landesstudio Oberösterreich kurz vor Weihnachten. Eigentlich war sie nur gekommen, um das Friedenslicht für ihre Familie abzuholen – und wurde dabei kulinarisch überrascht. Die frisch zubereiteten RehleberkäsSemmerln zugunsten von „Licht ins Dunkel“ sorgten bei vielen Gästen für Begeisterung. D’Jagarinnen, mittlerweile eine der größten Jägerinnen-

Gruppen Österreichs, waren auch heuer wieder mit viel Engagement und Leidenschaft dabei. Ihr Stand entwickelte sich rasch zu einem beliebten Treffpunkt für Genießerinnen und Genießer. Der Leberkäse wurde frisch zubereitet und stammte von Birgit und Gerhard Nagl-Riepl, beide Jäger und Metzger bzw. Wirtin. Das Wildbret wurde von der ARGE Wildbret sowie von Jagdgebieten aus Linz-Land und dem Mühlviertel zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden mehr als 400 Leberkassemmerl verkauft. Für das perfekte Rundum-

Das Stand-Team von D´Jagerinnen: Corinna Grasserbauer, Heidi Vitez, Franziska Reiter und Birgit Raml (v.l.).

Angebot sorgten die Linzer Bäckerei Fenzl und die Biobäckerei Stöcher aus Bad Zell mit frischem Gebäck, während Freistädter Bier und Obstbauer Wilfried Hirschvogel die Getränke beisteuerten. Ein herzlicher Dank den Sponsoren! Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten aber die Gelegenheit auch, um Fragen rund um das Wildbret, die Zubereitung, die Jagd und den Naturschutz zu stellen. Mit Infomaterial des OÖ Landesjagdverbandes, Rezeptideen und persönlichen Tipps standen D’Jagarinnen beratend zur Seite.

Eine prall gefüllte Spendenbox zugunsten Licht ins Dunkel übergaben sie an Moderatorin Maria Theiner. Der traditionelle Standlmarkt vor dem ORF Landesstudio verbindet jedes Jahr Kulinarik, soziales Engagement und Gemeinschaft. Mit dem Friedenslicht aus Bethlehem und dem Einsatz der D’Jagarinnen wurde auch diesmal ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Regionalität und Hilfsbereitschaft gesetzt.

KIRCHENWIRT KOPFING

Der Kirchenwirt Kopfing wurde in feierlichem Rahmen mit der Wildbretplakette des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes ausgezeichnet. Damit zählt der traditionsreiche Familienbetrieb zu jenen Gastronomiebetrieben, die sich besonders um die regionale Wildküche verdient gemacht haben.

Seit über 125 Jahren steht der Kirchenwirt für Bodenständigkeit, Regionalität und gelebte Heimatkultur. Seit mehr als 35 Jahren wird der Betrieb von Hans und Roswitha Kramer geführt und ist ein wichtiger Treffpunkt für die örtliche Bevölkerung und die Jägerschaft – nicht zuletzt im beliebten Jägerstüberl. Besondere Anerkennung fand die hochwertige Wildküche des Hauses. Ein Großteil des Wildbrets stammt aus der Jagdgesellschaft Kopfing und wird mit großer Sorgfalt und handwerklichem Können verarbeitet. Die enge Verbindung von Jagd, Natur und Kulinarik ist dabei gelebte Tradition.

Die Verleihung wurde musikalisch von den Pramtaler Jagdhornbläsern umrahmt. Zahlreiche Vertreter der örtlichen Jägerschaften nahmen an der Veranstaltung teil. Die Übergabe der Plakette erfolgte durch Bezirksjägermeister Alois Selker und Jagdleiter-Stellvertreter Hubert Hamedinger. Bezirksjägermeister Selker betonte dabei die Bedeutung eines lebendigen Gasthauses und der Jägerschaft für das soziale Leben im ländlichen Raum. Mit der Auszeichnung wird das langjährige Engagement des Kirchenwirts für Regionalität, Jagdkultur und traditionelle Kochkunst sichtbar gewürdigt.

HABITAT – BÜNDNIS

PRO NIEDERWILD

Besseres Biotop für Niederwild

• schließt die Nahrungslücke

• abwechslungsreiche Äsung für alle Wildarten

• sorgt für Deckung

• UBB-tauglich (ÖPUL 2023)

LECKERBISSEN

Sommer-Herbst-Winteräsung

• rascher Aufwuchs

• schmackhaftes Saftfutter durch Kohlarten

• überwiegend eiweiß- und zuckerreiche Äsung

• Äsungsangebot auch im Winter

Information und Beratung

Christian DORNINGER

Tel: 0732/389 00-1243

christian.dorninger@saatbau.com

WILDBRETPLAKETTE FÜR BRÜNDLWIRT UND GASTHAUS HANSLAU

Die Bezirksgruppe Schärding des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes zeichnete zwei weiter Gastronomiebetriebe mit der Wildbretplakette aus:

Den Bründlwirt in Kopfing sowie das Gasthaus Hanslau in Rainbach im Innkreis. Geehrt wurden Betriebe, die Wildbret ganzjährig aus heimischen Revieren beziehen und damit Regionalität und Nachhaltigkeit aktiv leben.

Beim Bründlwirt nahmen Birgitt und Klaus Grüneis die Auszeichnung entgegen. Küchenchef Klaus Grüneis, selbst passionierter Jäger, steht für hochwertige Wildküche mit Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt.

Einen Tag später durfte sich die Familie Schmid vom Gasthaus Hanslau über die Plakette freuen. Das Küchenteam Hilde und Eveline Schmid ist bekannt für bodenständige, regio-

nale Küche mit besonderem Fokus auf Wildgerichte. Die Verleihungen wurden musikalisch von den Pramtaler Jagdhornbläsern umrahmt und von zahlreichen Vertretern der örtlichen Jägerschaften begleitet. Die Übergabe der Auszeichnungen erfolgte durch Bezirksjägermeister Alois Selker, der die Bedeutung der heimischen Gastronomie für die Wertschätzung des Lebensmittels Wildbret hervorhob.

Frischfleisch: Hunde-/Katzenfutter: Dienstag und Freitag Freitag 08:00 – 12:00 08:00 – 12:00 14:00 – 17:00 14:00 – 15:30

Telefon: 07247/6747-0 Mail: office@gruber-josef.at

Die Wirtsleute des Gasthauses Hanslau freuten sich über die Plakette. Bründlwirt in Kopfing wurde ausgezeichnet.

GASTHAUS PETERSEIL'S AUSGEZEICHNETE WILDKÜCHE

Bezirksgruppe Perg. Im traditionsreichen Gasthaus Peterseil in Mauthausen wird seit mittlerweile 25 Jahren echte Wirtshauskultur gelebt. Daniela und Gerald – selbst aktiver Jäger – führen den Familienbetrieb mit klarer Linie: bodenständig, regional verankert und kulinarisch konsequent auf Qualität ausgerichtet. Neben saisonalen Gerichten aus heimischen Produkten nimmt insbesondere das Thema Wild einen festen Platz auf der Speisekarte ein – und das ganzjährig. Das verarbeitete Wildbret stammt direkt von der örtlichen Jägerschaft Mauthausen und den umliegenden Jagden im Bezirk. Damit wird die enge Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Jägerschaft sichtbar und vor allem kulinarisch umgesetzt. Kurze Wege, weidgerechte Gewinnung und fachkundige Verarbeitung garantieren höchste Qualität in jedem

Gericht. Für dieses klare Bekenntnis zur regionalen Wildküche wurde das Gasthaus Peterseil im Jänner mit der begehrten Wildbretplakette des OÖ Landesjagdverbandes ausgezeichnet. Bezirksjägermeister Franz Hanl sowie Jagdleiter Florian Ram-

WILDPLAKETTE FÜR FLEISCHHAUEREI DRAXLER

Die Bezirksgruppe Urfahr-Umgebung verlieh der Fleischhauerei Draxler in Hellmonsödt die Wildplakette des OÖ Landesjagdverbandes.

Die Fleischhauerei Draxler verarbeitet Reh-, Rot- und Niederwild zu hochwertigen Wildprodukten und bietet über das ganze Jahr veredelte Spezialitäten sowie wechselnde Wildgerichte an. Firmenchef Jakob Draxler, selbst Jäger, betonte bei der Verleihung die enge Zusammenarbeit mit der regionalen Jägerschaft und den Anspruch, Wildbret als hochwertiges Naturprodukt sichtbar zu machen. Auch Jagdleiter Martin Vatier würdigte den Betrieb als verlässlichen Partner der Jagd und hob die sorgfältige Verarbeitung des Wildbrets durch das gesamte Team hervor.

mer überreichten die Auszeichnung persönlich als Anerkennung für die vorbildliche Qualität und die gelebte Wildbretküche, während die Jagdhornbläsergruppe „Machland“ der feierlichen Übergabe einen würdigen, jagdlichen Klang verlieh.

Helmut Waldhäusl, Christian Fuchs, Patrick Stummer, Beate Moser, Jagdleiter Martin Vatier, Erwin Pilgerstorfer, Jakob Draxler, Franz Grubauer, Andrea Draxler, Martin Ortner und Bezirksjägermeister Sepp Rathgeb (v.l.n.r)
BJM Franz Hanl (Mitte) gratulierte mit einer Abordnung der Bezirksgruppe Perg und der Jagdhornbläsergruppe Machland.

LEBENSRAUM.

BÜNDNIS PRO NIEDERWILD – EIN PROJEKT DES OÖ LJV

LEBENSRAUM KONKRET UND PRAXISNAH

TEXT: DOMINIK

In der letzten Ausgabe des Oö Jäger wurde bereits gezeigt, dass der Lebensraum die entscheidende Grundlage für das Vorkommen von Niederwildarten darstellt. Ohne geeignete Lebensräume können sich stabile Bestände langfristig nicht halten. Gleichzeitig zeigt die Praxis, wie schwierig es ist, Qualität und Umfang eines Lebensraumes sachlich zu beschreiben und zwischen den Revieren vergleichbar zu machen.

Gerade für Jägerinnen und Jäger, die regelmäßig im Revier tätig sind, bleiben sehr allgemeine oder abstrakte Aussagen oft wenig greifbar. Solche Betrachtungen sind fachlich korrekt und wissenschaftlich interessant, lassen sich jedoch im konkreten Revieralltag nur schwer umsetzen oder bewerten.

Um diese Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, wurde im Rahmen des Projekts Bündnis pro Niederwild eine digitale Revierübersicht entwickelt. Diese Online-Auswertung ist unter jada.meles.eu ab-

rufbar und soll einen kompakten, objektiven Überblick über zentrale Kennzahlen auf Ebene einzelner Jagdgebiete bieten.

Viele in der jagdlichen Praxis gebräuchliche Zahlen, etwa die jährliche Strecke einer Wildart, sind für sich allein nur eingeschränkt aussagekräftig. Erst im Zusammenhang mit zusätzlichen Informationen lässt sie sich sinnvoll einordnen. So ist es beispielsweise unerlässlich, die landwirtschaftlich genutzte Fläche eines Jagdgebietes zu kennen, um Jagdstrecken zwischen zwei Revieren sachlich und objektiv vergleichen zu können.

PARAMETER DER DIGITALEN REVIERÜBERSICHT

Die digitale Revierübersicht stellt verschiedene Kenngrößen dar, die helfen sollen, Lebensraumstruktur und jagdliche Nutzung besser zu verstehen und realistisch einzuordnen. Alle Parameter werden für jedes Jagdgebiet gesondert ausgewiesen.

JAGDGEBIETSGRÖSSE

Die Jagdgebietsgröße entspricht der im Zuge der Jagdgebietsfeststellung ausgewiesenen Fläche in Hektar. In der Praxis können die festgestellten Grenzen geringfügig von den tatsächlich bejagten Flächen abweichen. Diese Unterschiede sollten das Gesamtergebnis jedoch nicht wesentlich beeinflussen. Die Datengrundlage bildet ein frei verfügbarer GISDatensatz des Landes Oberösterreich (Stand 2025).

WALDFLÄCHE

Die Angaben zur Waldfläche basieren auf Daten aus OpenStreetMap. Deren Genauigkeit ist regional unterschiedlich. In typischen Niederwildgebieten stimmen die ausgewiesenen Waldflächen gut mit dem Luftbild überein. In weniger dicht besiedelten Regionen können sie gröber digitalisiert sein. Bei auffälligen Abweichungen empfiehlt sich eine Überprüfung direkt in openstreetmap.at

Abbildung 1: Beispiel für das Jagdgebiet der GJ Pasching. Die Diversität der Feldfrüchte ist im Vergleich zu anderen Gebieten sehr hoch, ebenso die Randliniendichte mit 52,8 m/ha. Auffallend ist jedoch, dass 37% der 1248ha Jagdgebietsfläche sich in Gebäudenähe befinden.

LANDWIRTSCHAFTLICHE FLÄCHEN

Landwirtschaftliche Nutzflächen werden in der Regel im Rahmen des Mehrfachantragsverfahrens im INVEKOS (Integriertes Verwaltungsund Kontrollsystem) digital erfasst, da diese Digitalisierung die Grundlage für Förderzahlungen darstellt. Die Angaben werden von der Agrarmarkt Austria überprüft. Die Daten gelten daher als verlässlich. In seltenen Fällen verzichten Flächeneigentümer auf Förderungen und erfassen ihre Flächen nicht im INVEKOS-System. Dieser Umstand ist flächenmäßig von geringer Bedeutung, wird jedoch der Vollständigkeit halber erwähnt. Um den Überblick nicht zu verlieren wurden die Feldfrüchte in Gruppen zusammengefasst. Häufige Feldfruchtgruppen sind zum Beispiel Getreide, Mais, Leguminosen, Grünland intensiv, Grünland extensiv oder Wurzel- und Knollengewächse.

BESIEDELTER FLÄCHENANTEIL

Zur Abschätzung des Anteils besiedelter Flächen wurde um jedes in

OpenStreetMap erfasste Gebäude eine Pufferzone mit einem Radius von 50 Metern berechnet. Dies bedeutet nicht, dass innerhalb dieser Flächen kein Lebensraum vorhanden sein kann, der menschliche Einfluss ist dort jedoch als erhöht zu bewerten.

LÄNGE DER RANDLINIEN ZWISCHEN FELDSTÜCKEN

Die Länge der Randlinien zwischen landwirtschaftlichen Feldstücken wurde auf Basis der INVEKOS-Daten berechnet. Berührungslinien zwischen zwei Flächen wurden vollständig berücksichtigt. Die Summe aller Randlinien wurde anschließend durch die landwirtschaftliche Nutzfläche in Hektar dividiert, um eine vergleichbare Kenngröße zu erhalten. Kleinstrukturierte Landschaften weisen entsprechend hohe Werte auf, während großflächige, monotone Feldstrukturen niedrige Werte erreichen. Besonders strukturreiche Reviere können Werte von über 50 Metern Randlinie pro Hektar aufweisen.

ABSCHUSSDATEN

Für das jeweils ausgewählte Jagdgebiet werden Abschussdaten ab dem Jagdjahr 2020/21 dargestellt. Berücksichtigt sind die Wildarten Baummarder, Steinmarder, Elster, Krähe, Fuchs, Dachs, Feldhase, Fasan und Wildente.

Die Meldedisziplin bei Wildarten ohne Abschussplan ist landesweit unterschiedlich. Es wird davon ausgegangen, dass sich daraus resultierende Abweichungen in einem

Der StreamingKanal des OÖ LJV: ooeljv.at/tv

Abbildung 2: Die Übersichtskarte zeigt die Abschussdichten mehrerer Wildarten (Stück/100 ha) in ganz Oberösterreich und erleichtert den Vergleich des Niederwildpotenzials zwischen den Regionen.

vertretbaren Rahmen bewegen. Sollten dennoch fehlende oder auffällige Daten festgestellt werden, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Jagdleiter sowie der Bezirksverwaltungsbehörde.

FAZIT

Das Dashboard soll den oberösterreichischen Jägerinnen und Jägern

einen praxisnahen Überblick über Lebensraumstrukturen und Jagdstrecken im räumlichen Zusammenhang ermöglichen. Es unterstützt dabei, eigene Revierdaten realistisch einzuordnen und sachlich zu vergleichen. Ziel ist es ausdrücklich nicht, einen Wettbewerb um die höchsten Niederwildstrecken zu entfachen. Vielmehr soll ein fundiertes Verständnis dafür entstehen, wo ein Revier steht und welche Erwartungen unter den gegebenen Lebensraumbedingungen realistisch sind.

IST DIE „SCHÖNE ELSE“ IM REVIER HILFREICH?

TEXT: HANS KIESSLING

Die „schöne Else“ ist keine neue Sagenfigur in Oberösterreichs Wäldern, sondern ein „handfester“ Baum! Ein Baum, der in Oberösterreich sowohl in der Landschaft als auch im Wald vorkommt.

Botanisch von der Wissenschaft vor kurzem unbenannt, aktuell Torminalis glaberrima bezeichnet; bisher unter Sorbus torminalis; auf hochdeutsch als „Elsbeere“, mit unzähligen Regionalbezeichnungen bekannt. Die Baumart kommt natürlich in Oberösterreich vor, gilt aber als das am seltensten vorkommende Holzgewächs. Das Holz dieses Baumes ist wertvoll, gesucht und wird teuer bezahlt. Nicht nur das Stammholz auch stärkere Äste sind z.B. von Drechslern gesucht und werden verarbeitet. Da es kaum schwindet und quillt, wurde es zu Messinstrumenten, aber auch zu Pressspindeln verarbeitet. Heute werden Furniere, Möbel, auch Musikinstrumente und Kunstobjekte daraus gefertigt. Elsbeerfrüchte gaben über Jahrhunderte

einen ganz besonderen Fruchtbrand. Das Fruchtfleisch bzw. die Beeren selbst werden zu einer Fülle an besonderen Lebensmitteln verarbeitet.

Die „Schöne Else“ hat Geschwister, nämlich den Speierling (Cormus domestica Syn. Sorbus domestica), die Mehlbeere (Aria edulis Syn. Sorbus aria) und die Vogelbeere (Sorbus aucuparia). Die Vogelbeere darf

als weitgehend bekannt gelten. Die Mehlbeere hat in Oberösterreich ganz wenig bis keine Bedeutung. Alle diese Arten haben nach wissenschaftlichen Forschungen ein hohes Zukunftspotential, da sie relativ Wärme- und Trockenheitsertragend sind = klimafitte Holzgewächse! Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf Elsbeere und Speierling im Kontext mit der Jagd.

Die Blüten und Blätter des Speierlings. Foto: Heino Konrad
Reife und überreife (auch dem menschlichen Genuss taugliche) Elsbeer-Früchte am Baum. Foto: Peter Zeschitz (Quelle: FPWGW/Hainburger Speierlingstagung 2024)

Alle vier Arten bilden keine Bestände, sondern kommen wenn, dann einzeln oder in kleinen Gruppen verteilt, eingemischt im Bestand vor. Ob der Speierling in Oberösterreich eine natürliche Verbreitung hat (hatte) oder ob die Baumart als „Kulturpflanze“ „nur“ in Streuobstwiesen eingebracht wurde, ist strit-

derkreises Speierling in Deutschland, 2025 neu gegründeten Förderkreises Wildobst: Setzt Elsbeere & Speierling! Jungpflanzen sind bei den (Forst) Baumschulen wieder erhältlich. Sollten bei der Holzvermarktung oder bei der Pflanzenbeschaffung Schwierigkeiten auftreten, steht der Autor gerne mit Rat & Tat zur Verfügung.

Reife und überreife (auch dem menschlichen Genuss taugliche) Speierlingsfrüchte in einer gemulchten (Wild)Wiese. Foto: Peter Zeschitz (Quelle: FPWGW/Hainburger Speierlingstagung 2024)

tig. Fakt ist, er kommt in Oberösterreich sowohl in der Landschaft wie in Wäldern vor. Speierlingsfrüchte, die kleinen Äpfeln oder Birnen ähnlich sind, wurden zum Klären von Obstmost und Wein verwendet sowie zu Fruchtbrand destilliert. Das Holz des Baumes ist genauso wie das der Elsbeere von besonderer Güte und wird daher gesucht. Mittlerweile finden diese Früchte nicht in den Keller, sondern auch in der Küche Verwendung.

Nach Jahrzehnten, in denen diese Baumarten wenig Beachtung gefunden haben, beschäftigt sich nunmehr auch die Wissenschaft verstärkt mit ihnen. Dabei wurde festgestellt, dass die Gefahr der „Verinselung“ besteht, da sie so selten vorkommen und daher Schwierigkeiten mit der Bestäubung über weitere Distanzen („Inzuchteffekt“) bestehen. Im schlimmsten Falle kann dies zum Aussterben und Verschwinden dieser Arten führen!

Daher der Aufruf des nach Vorbild des nunmehr dreißig Jahre alten För-

Zu beiden Bäumen erschienen Fachbücher, die aufgrund einer Förderung unentgeltlich abgegeben werden können: 2022 (2. Auflage 2023) erschien „ELSBEERE – BUCH zum BAUM“ (abrufbar mit Angabe der Zustelladresse unter elsbeer@aon.at) und 2024 „SPEIERLING – BUCH zum BAUM“ (abrufbar unter pflanzenwerkstatt@forstkultur.at). In beiden Büchern sind Beiträge zu Bäumen in Oberösterreich enthalten. Im Elsbeerbuch beschreibt ein jagdhistorischer Artikel auch die Bedeutung der „vier Geschwister“ beim Vogelfang.

BEITRAG VON UND NUTZEN FÜR DIE JAGD

Sowohl Speierling als auch Elsbeere sind nicht nur für das Schalenwild ein Magnet! Ergebnisse diesbezüglicher wissenschaftlicher Arbeiten sind in den oben genannten Büchern publiziert. Das Landschaftsbild bereichern diese beiden Holzarten als „weißer Blütenball“ im Frühjahr, mit wunderbar (rot bzw. gelb) verfärbtem Herbstlaub sowie mit ihren

Früchten, die als Äsung gerne gesucht und aufgenommen werden. Ein kleines Manko ist, dass beide Arten bis zur Mannbarkeit mehr als ein Jahrzehnt Zeit benötigen. Sowohl immer wieder auftretende Naturverjüngung als auch eingebrachte Pflanzen benötigen „zum Alt werden“ einen massiven Verbissschutz. Während Streuobstwiesen und Hochstammobstgärten meist relativ nah bei den Bauernhöfen gelegen sind, also jagdlich gut für Anblick, aber schlecht für Abschuss situiert sind, ermöglichen solche beliebten Holzarten einen Revierort von hoher Attraktivität für das Schalenwild. Ersparen Sie sich Kirrplätze samt aufwendigem Beschicken für das Schwarzwild und schaffen Sie Stellen, wo sie Wissen, das jedenfalls Reh- und Rotwild verhofft und nascht bzw. äst. Sorbusarten machen es möglich. Wenn diese „Wildobstbäume“ entsprechend groß geworden sind, ist auch die Gewinnung und Vorlage von Proßholz denkmöglich. Im Freistand erwachsene Bäume bilden häufig tief angesetzte Äste, die für das Schalenwild erreichbar sind. Sowohl Blätter, dünne Zweige, junge Rinde und Früchte sind für das Wild von besonderem Anreiz. Nebenbei helfen Sie den beiden Baumarten, ihr Aussterben zu verhindern und das Landschaftsbild in Ihrem Revier wird durch diese attraktiven Bäume verbessert.

ZUM AUTOR

Fö. Hans Kiessling Obfrau-Stv. & Geschäftsführer FÖRDERKREIS WILDOBST // Fachbereiche seltene Holzgewächse 2292 Grafenweiden 1

E-mail: pflanzenwerkstatt@forstkultur.at

WASSER IST LEBEN

Die Frühjahre und Sommer werden immer trockener. Zahlreiche Jägerinnen und Jäger denken also bereits jetzt schon an die etwaige Errichtung von Wassertränken oder/und künstlichen Wasserstellen im Revier. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten wie etwa Kanister mit einfachen

Tränkeinrichtungen oder größere Behältnisse, so wie Albert Ditlbacher aus Kematen an der Krems, der diese Fotos schickte.

Wasser dient nicht nur dazu, Hitze und Trockenheit für die Tiere abzu-

mildern, sondern auch, um etwaige Wildschäden zu minimieren, da Wildtiere auch Wasser über das Äsen von grünen Pflanzen (z.B. Soja- oder Sonnenblumenkeimlinge, Mais oder Knospen von Jungbäumen) aufnehmen.

Wo also keine natürlichen Wasserquellen vorhanden sind, die auch in Extremsituationen kaum austrocknen, sind diese Reviereinrichtungen äußerst sinnvoll – und nebenbei nehmen diese Tränken nicht nur jagdbare Tiere dankend an.

EDEL ist, was gut und schön ist.

EINSTAND

suchen im Frühling Rehböcke; die älteren behaupten ihre Einstände, während die jungen weichen müssen.

FÄHRTENFREUDIG

ist ein Hund, der an der Fährte Interesse zeigt und diese hält.

HASEN

zählen zu den Hasenartigen, weil sie hinter den Schneidezähnen im Oberkiefer ein weiteres (kleineres) Schneidezahnpaar besitzen.

KEGELN

nennt man, wenn sich z.B. Hase, Murmel oder Wiesel, auf die Hinterläufe erheben.

KINDERSTUBE

wird der Lebensraum der Wildtiere vom Frühling in den Frühsommer hinein genannt, sie braucht unseren besonderen Schutz vor jeglicher Beunruhigung.

JAHRLING

nennt der Jäger einen Rehbock im zweiten Lebensjahr.

Ausgabe März: 1. Februar

Ausgabe Juni: 1. Mai

Ausgabe Sept.: 1. August

Ausgabe Dez.: 1. November

Vom Segen des fallenden Laubes, wenn auch nicht im eigenen Garten

FOTOS: DADLBAUER, WIKIPEDIA, GETTY IMAGES

Nadelwälder sind extrem. Im kalten Norden, im hohen Gebirge oder im heißen Süden, durchsetzungsstark. Wir, in der Mitte Europas, haben den Luxus des Laubes.

Die Blätter fallen zu Boden und werden von Würmern, Käfern, Asseln, Bakterien, Pilzen etc. zu Humus verdaut. Diese fruchtbare Auflage speichert auch das Regenwasser und puf-

fert die Temperaturen. Damit werden wieder die Lebensbedingungen der Laub-Zersetzer und der Pflanzen verbessert. Eine Aufwärts-Spirale, die uns regelmäßige und nachhaltige Holznutzung, also den Entzug von Nährstoffen, erlaubt, ohne Potential zu verlieren.

Ohne grobe äußere Einwirkungen wie Überschwemmungen, Muren,

Brände, Pflanzenfresser-Herden würden sich bei uns flächig die Buchen durchsetzen. Ich glaube bis zu 80% der Fläche wäre möglich. Der heutige, tatsächliche Anteil von rund 10% an allen Bäumen ist dagegen nur ein Klacks. Die Buchen sind die Lichtausbeutungs-Künstler. Sie schaffen es, fast jeden auftreffenden Sonnenstrahl mit Chlorophyll in Energie umzuwandeln. Bis zum Boden gelangt

kaum mehr ein Lichtquantum, jedenfalls zu wenig für andere Pflanzen. Im Sommer ist es im Buchenwald finster, am Boden ist bloß das Laub des Vorjahres. Nur im Frühjahr schaffen es andere Pflanzen, meist mittels „Wurzel-Energiespeicher-Starthilfe“ (= Zwiebeln) wie Bärlauch, Buschwindröschen und Frühlingsknoten-

blumen, schneller zu sein als die Buchenblätter. Diese breiten sich erst relativ spät aus den spitzen Knospen. So spät, nämlich Anfang Mai, dass sie der Frost kaum mehr bedroht. Die Knospen und die jungen, weichen, hellgrünen Blätter sind begehrt bei unserem Schalenwild und den Hasen. Die Buchen wiederum können mit der Fressbelastung verhältnismäßig gut umgehen. Sie kommen in Massen, bilden leicht neue Terminaltriebe, kaum Zwiesel und werden

im Wachstum wenig gehemmt. Nur bei intensivem Verbiss werden sie zu Buschen – wie die nicht verwandten Hainbuchen in unseren Gartenhecken. Nur wenige Buchen schaffen es ins Sägewerk, die meisten werden zu bestem Brennholz gekloben, zu Papier oder Textilfasern verkocht. Wertvoll sind die Bucheckern als Kalorienlieferant. Das wissen die Schweine und Rehe, wie auch viele Vögel – etwa der Buchfink – Mäuse und Eichkatzln.

Apropos Eichkatzl. Die Eiche ist wohl der Baum der Jagd, zumindest im mitteleuropäischen Raum. Kaum ein Ehrendiplom, Zeugnis, Urkunde, Ausweis, Anstecknadel ohne Eichenlaub. Deutsche Berufsjäger haben ein, zwei, drei Eicheln als Rangabzeichen auf ihrem Jagdrock, in Silber oder Gold gestickt, wie bei uns die "Keks" beim Bundesheer.

Der Zusammenhang zwischen Eichen und Wild ist eng. Ungeschützte halbmeterhohe Eichen-Naturverjüngung ist für mich ein deutliches Zeichen für einen waldangepassten Wildstand. Die Eicheln sind Kalorienbomben im Winter, wie die Weihnachtskekse für uns!

Besser als jede Fütterung im Revier wäre eine Handvoll dieser alten, eicheltragenden Urahnen. Sie überdauern am Saum als Sturmbrecher, als Insel mit mehreren Individuen im Waldinneren, als Jausenbaum mitten

im Feld, als naturgeschützter Solitär an der Wegkreuzung oder in Alleen, die leider in anderen Ländern viel üblicher sind. Es ist schon klar, wir können diese dicken, fetten Wuzel nicht herzaubern. Nicht heute oder morgen. Aber irgendwann muss man sie anfangen zu setzen ... und sich um die kümmern, die noch da sind. Aus forstlicher Sicht gäbe es zwei verschiedene Eichen, die Trauben- und die Stieleiche, die sich intensiv miteinander mischen. Das führte dazu, dass draußen keine Unterschiede mehr feststellbar sind, nicht im Blatt, den Eicheln, der Wuchsform oder sonst wie. Nur eine genetische Laboruntersuchung brächte Sicherheit. Und das Ergebnis, dass es eben massenhaft Bastarde gibt. In der Bedeutung für den Wald erkenne ich auch keine Verschiedenheit, die Bedeutung hätte. Nicht in den Ansprüchen an Klima, Boden, der Konkurrenz untereinander und zu anderen Bäumen, aber auch nicht in Schaftform, Holzqualität, Widerstandskraft etc.

Die „Ahörner“. Von den heimischen drei Arten hat der Feldahorn keine forstliche Bedeutung. Die Häufig-

keit von Bergahorn und Spitzahorn (draußen etwa im Verhältnis 9:1) beginnt sich zu verschieben, hin zum Spitzahorn, der wärmeverträglicher ist. Alle drei Ahorne sind bei Pflanzenfressern beliebt, aber mit häufiger, reichlicher Verjüngung und Stockausschlägen gesegnet. Die „Hubschrauber“ , die großflügeligen zusammengewachsenen zwei Samen können vom Wind auch auf weitere Entfernung verblasen werden. Der Verbiss des Terminaltriebes führt häufig zu Zwieseln, also zwei oder mehreren gleich starken Trieben. Die Energie des Ahörnchens wird geteilt, nicht konzentriert. Aus forstlicher Sicht wäre uns ein Trieb, der rasch aus dem Äser kommt, am liebsten. Wie immer beim Laubholz, nur sehr wenige werden zu Brettern gesägt.

Das Todesurteil: Die Esche. Ich mag kaum darüber schreiben. Alle unsere jetzt stehenden Eschen werden bald sterben. Am Eschentriebsterben, einem Pilz, der auch durch kleinste Rindenverletzungen eintritt, selbst an den Stellen, wo nur das Blatt abgeworfen wurde. Erst wenn resistente, jetzt gezüchtete Setzlinge draußen wachsen, gibt es wieder Hoffnung. Weil die jetzt vorhandenen jungen Eschen keine Zukunft haben, ist es egal, ob sie gefressen werden. Die hohen, dürren Eschen umzuschneiden ist sehr gefährlich. Abbrechende Äste verletzten und erschlugen Bauern und Holzknechte.

Die Ulmen haben ein ähnliches Schicksal schon fast hinter sich; auch ein Pilz, auch aus Ostasien. Noch vor einhundert Jahren waren die drei heimischen Arten häufig entlang von Bächen und am Waldsaum. Der Rüster, wie die Ulme von Tischlern genannt wurde, gibt einen eigenartigen, säuerlichen, eher unangenehmen Geruch frei, wenn sie geschnitten wird. Ob die Ulmen vom Wild verbissen werden? Ich kann es nicht sagen, ich finde kaum Naturverjüngung. Rehfamilien haben Äsungs-Traditionen. Was die Mutter nicht frisst, bleibt

den Kindern unbekannt. Das kenne ich von vorgelegten Zuckerrüben, von Eiben und gilt vielleicht auch für Ulmen.

Wechseln wir das Bäumchen. Schwingen wir uns auf die Linden, riechen wir den schweren Honigduft der Blüten, trinken den schweißtreibenden Lindenblütentee bei Fieber und fluchen wir über den klebrigschmierigen Schiss, den die Blattläuse auf unserem „unter den Linden“ geparkten Auto im Frühling hinterlassen. Unsere zwei Lindenarten sind leicht zu unterscheiden: Bei der Winterlinde sind auf der Blattrückseite, in den Achseln der Nervenbahnen rostbraune Büschel, Achselhaare. Die Sommerlinde hat weiße Büschel. Also umgekehrt wie logisch: Sommer weiß, Winter braun.

Seit alters her wird dem Baum Magie zugesprochen. Das in die Rinde geritzte Herz, das die Liebe ewig erhalten soll, die bedeutungsschwangeren herzförmigen Blätter, die angeblich tausend Jahre alten Dorflinden, unter

denen Gericht gehalten wurde. Im Mittelalter zimmerte man in die zurechtgebogenen Kronen Tanzböden. Da wird so manch einer gern von unten hinaufgeschaut haben, unter sich drehende Röcke. Mehr Andacht brachten Linden in die Kirchen, denn das sehr homogene Holz ist ideal zum Schnitzen und Drechseln. Fast alle unsere Figuren in den Kirchen sind aus Lindenholz.

Die zerkauten und dann schäumenden Blätter der Linden setzten Saponine frei, ein gesundheitsfördernder Wirkstoff, der ähnlich reinigt wie Seife. Das Zerkauen der Blätter scheint auch bei vielen Pflanzenfressern sehr beliebt zu sein, also ein ideales „Nahrungsergänzungsmittel“. Noch dazu, wo Linden bei uns überall wachsen können, die Winterlinde (daher der Name!) sogar bis 1500 m, also bis zur Waldgrenze.

Ja, ich gestehe, den Linden gehört ein überproportionaler Teil meiner Zuneigung, kaum forstliche Bedeutung, aber mit potentiell hohem jagdlichen Wert.

Die Winterlinde. Erkennbar an den rostbraunen Büscheln an den Achseln der Nervenbahnen.

Vogelkirsch: Die Urmutter unserer Kirschen und Weichseln und ihre kleine Schwester, die Traubenkirsch (in der Mundart oft „Ölexen“ genannt).

Beide

• sind aus der Rosenfamilie und haben weiße Blüten.

• haben gesägte Blätter, an deren Basis dicke Nektardrüsen sind, das unterscheidet sie von allen anderen Blättern.

• haben eine Steinfrucht, die von Vögeln und Säugetieren gefressen werden sollen. Der Kern wird ausgeschieden, wurzelt und hat mit dem Kot ein Dünger- Startpaket.

Gerade, astfrei und dick vorausgesetzt, ist das Edellaubholz Kirsch seinen Beinamen wert. Dafür muss man sich aber vorher ein bisschen forstlich drum kümmern, für Licht, guten Boden und astfreie Schäfte sorgen. Eine Bedrohung vom Wild gibt es kaum – außer dem Fruchtfleisch ist alles leicht giftig. Voraussetzungen für eine forstlich-jagdliche Cashcow. Hoffentlich erfährt das nicht Präsident Trump. Sonst verpflichtet er die Grönländer nach der Eroberung zum Kirschen setzen. Nicht unproblematisch auf einer Insel ohne mannshohe Bäume. Aber was heißt das schon für Donald „make trees great again“.

Oft nasse Füße und trotzdem dynamisch wachsend? Keine unserer Baumarten hält so viel Wasser aus wie die Erle. Sogar die Samen sind auf die Verbreitung im Wasser eingerichtet: schwimmende, holzige Zapfen, in deren Spalten die Samen weit reisen. Ein Premium-Möbelproduzent in unserem Land hat Erlen-Vollholz bekannt gemacht. Ein genialer Zug, der die vorher gering geschätzte Pionierart aufs wirtschaftliche Podest hob. Dass es drei heimische Arten gibt, weiß kaum jemand. Die Grünerle ist im Gebirge zuhause und kann ökologisch die Latschen an der Baumgrenze ersetzen. Schwarz- und Grau(auch Weiß)-Erlen sind Hauptbestandteil der bei

uns so typischen kleinen, feuchten Waldschacherl. Zu nass für Wiesen sind sie als ökologische Inseln übriggeblieben, nicht nur für Hasen, Fasane und Rehe ein Rückzugsort, auch für Sumpfdotterblumen, Rohrkolben und Brunnenkresse. Außer gelegentlichen Fegeschäden passiert Erlen nicht viel. Noch etwas unterscheidet sie von allen anderen heimischen Gehölzen: die Knöllchenbakterien. Eine Symbiose, eine gegenseitig nutzvolle Lebensgemeinschaft über Artgrenzen hinweg, von Baumwurzeln zu Bakterien. Die Bakterien stellen den für Pflanzen so wertvollen Stickstoff aus der Luft bereit, der Baum bezahlt dafür mit Nährstoffen, also überwiegend Zucker.

Die Eberesche ist für mich der schönste Baum. Die weißen Blütenschirmchen, die weiche, lichte Belaubung, der schlanke Schaft und die unverwechselbaren, scharlachroten Beeren, beliebt bei Vögeln, Wild und als (Vogelbeer-)Schnaps bei manchen Menschen. Die Blätter sind ähnlich der Esche, daher das Vorwort „Eber“ = aber, in der Bedeutung von falsch, unecht. Hätten wir nicht die Tannen, um landesweit die Schalenwild-Verbissbelastung feststellen zu können, die Ebereschen wären ein guter Ersatz. Ich kenne keine andere Gehölzart, vielleicht ausgenommen der Weiden, die ähnlich allem pflanzenfressenden Wild schmeckt. Mit einer Handvoll ausgestreuter Beeren ist sie auch leicht angesät, eine Gewohnheit, die nicht nur die meine sein sollte. Die forstwirtschaftliche Bedeutung ist praktisch null. Die waldästhetische auf mich ungemein.

Die Hainbuche ist zur Buche, wie die Eberesche zur Esche. Nicht verwandt, aber sehr ähnlich, im Blatt, in der Rinde, in den Bodenansprüchen. Von Natur aus sollte sie bei uns weit verbreitet sein. Dass sie es nicht ist, liegt vorwiegend am Wild. Also schmeckt sie gut. Das ist wirtschaftlich kaum relevant, für natürliche Abläufe aber sehr. Ein typisches Beispiel für

SEITENBLICKE auf‘s Jagdmuseum

Mit der Wiedereröffnung unseres Jagdmuseums am Karsamstag erwartet die Besucherinnen und Besucher eine besondere Neuerung: In einem Hochstand können Gäste Platz nehmen und für einige Minuten mit einer VR-Brille in eine virtuelle Welt eintauchen.

Ein Animationsfilm nimmt die Besucher mit auf eine eindrucksvolle Reise durch Vergangenheit und Gegenwart eines Augebiets. Er zeigt in einfacher Weise, wie der Mensch früher und heute in die Natur eingegriffen hat – und wie unsere heimischen Wildtiere auf diese Veränderungen reagieren. In eindrucksvollen Animationen wird deutlich, wie sensibel das Zusammenspiel zwischen Mensch, Wild und Lebensraum ist.

ÖFFNUNGSZEITEN: Ostern (Karsamstag) bis 31. Oktober: Montag bis Sonntag, von 10:00–12:00 und von 13:00–17:00 Uhr; Freitag Nachmittag geschlossen!

den Unterschied zwischen ökologischer und ökonomischer Bedeutung. Lange ging man in der Forstwirtschaft davon aus, dass das, was ökonomisch gescheit ist, auch die ökologisch besten Verhältnisse nach sich zieht – die sogenannte KielwasserTheorie war leider ein Irrtum.

Die Birke ist eine vornehme, schöne, weiße Dame. Kühl und frosthart, genügsam, unterschätzt und edel. Eine ungepflegt in Birken-Naturverjüngung untergegangene Nadelholz-Aufforstung auf feuchten oder armen Böden? Soll uns waldbautechnisch nichts Schlimmeres passieren. Gerade, dick und in kurzer Zeit sind Birken eine höchst taugliche Alternative zum kümmernden Fichtenbrei.

Der letzte wirkliche Baum in dieser Reihe – der nächste und letzte Teil soll den Sträuchern gehören – sind die Pappeln. Schwarzpappeln haben dunkle Rinde. Silberpappeln haben helle Rinde und unterseits weißfilzige Blätter. Bei Zitterpappeln wackeln die Blätter selbst bei leichtem Wind, da der Stiel plattgedrückt ist. Allen gemeinsam ist außerordentliches Wachstum auf besten (Auwald-) Böden – mehrere Höhenmeter bzw. Durchmesser-Zentimeter pro Jahr! Es gibt noch wahnsinnig schneller wachsende Züchtungen, Hybridpappeln, die man am leichtesten an den Misteln erkennt. Hier ist ein fließender Übergang zur Landwirtschaft: angebaut auf Ackerböden, schachbrettartig gesetzt, wie man es in der Poebene in Italien oft sieht, geerntet bereits nach wenigen Jahren mit umgebauten Mähdreschern, verwendet als Hackschnitzel oder zu den bekannten Obstkisterln geklammerlt. Das ist auch schon fast das Ende meines forstlichen Wissens über Pappeln.

Und das Wild? Das muss sich bei dem Wuchstempo beeilen, ein paar Blätter abzuzupfen, bevor die Sprossen aus dem Äser sind oder sie von unten aufgespießt werden. Nicht einmal als Einstand eignen sich die Holzäcker, zu durchsichtig und eintönig sind die Plantagen.

Und der Hund? Bei einer Waldbegehung, um den erforderlichen Rehabschuss festzulegen, kamen wir, Jäger, Grundbesitzervertreter und ich zu einer schwer verbissenen Ahornverjüngung. Wie ich gerade so in Fahrt war, schimpfte und gackerte, dass das nicht gehe, eine Belastung für den Wald und Schaden für den Grundbesitzer sei, begannen meine Zuhörer vor mir unruhig zu werden, zu grinsen, tuschelten. Augen blitzten. Zuerst ignorierte ich es, war dann irritiert, bis endlich ein Jäger auf den Hund hinter mir deutete: „Des san net die Reh, drah di um …!“ Da stand er knapp hinter mir, kiefelte an den

frischen Terminaltrieben der Ahornverjüngung, die gerade maulhoch gewachsen war, zupfte eine nach der anderen und kaute genüsslich. „Solltest ihn wieder einmal füttern“ war noch das harmloseste, was ich hörte. Natürlich waren es die Rehe vorher, zumindest das meiste… Peinlich! Alle gingen lachend und scherzend zurück zu den Autos. Die Verbiss-Beurteilung haben wir für diese Fläche einvernehmlich ausgelassen. Der Waldbesitzer hat mich nicht auf Verbissschaden geklagt. Eine Runde Seiterl im Wirtshaus hat es mich doch gekostet.

E-Mails für Ergänzungen, Kritik oder Beifall bitte an die Redaktion des Oö. Jäger unter ooe.jaeger@ooeljv.at

Birkenlaub im Herbst.

MIT DEN JÄGERN UNTERWEGS.

WIEVIEL EHRLICHKEIT VERTRÄGT DIE JAGD?

VORDERWEISSENBACH. Ein Vater beantwortet die Fragen seines Sohnes im Kindergartenalter ehrlich. Was ist Jagd? Was macht Papa im Revier? Er nimmt ihn mit, erklärt ihm

alles, zeigt ihm die Natur, den Bruch am Hut und dessen Bedeutung. Ja, bei der Jagd wird geschossen. Stücke werden erlegt, Abschusspläne erfüllt. Nicht nur krankes und altes Wild, sondern auch zur Gewinnung von hochwertigem Wildbret – ohne Massentierhaltung, ohne Medikamente, ohne lange Transporte. Wild, das draußen im Wald artgerecht gelebt hat. Beim gemeinsamen Ansitz ziehen passende Stücke aus. Der Vater erlegt eine aufhabende Geiß mit ihren zwei Kitzen. Nicht die Trophäe steht im Mittelpunkt, sondern Respekt und Dankbarkeit. Es folgen letzter Bissen, Inbesitznahme und Erlegerbruch – auch der Sohn erhält einen. Stolz erzählt der Sohn im Kindergarten von seinem Erlebnis. Die Pädagogin meldet sich beim Vater, auch andere Kinder sind neugierig geworden. Der Vater bietet an, die Jagd im Kindergarten vorzustellen. Unter dem Titel „Mit den Jägern unterwegs“ erklärt er gemeinsam mit einem Weidkameraden ehrlich und respektvoll, was Jagd bedeutet.

Es wird klar: Jagd ist mehr als Töten. Jagd ist Naturverbundenheit, Respekt, Tradition und Leidenschaft.

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PRÜFEN SIE IHR WISSEN

Richtige Antworten

1: g

Die Waldschnepfe ist nach ihrem Aufenthalt und ihrer geografischen Verbreitung ausgesprochen an Waldgebiete gebunden, insbesondere an Laubund Mischwälder mit feuchten Bodenstellen. Der Frühjahrszug oder Schnepfenzug, bei dem die Schnepfe früher hauptsächlich bejagt wurde, fällt in den März. Mit dem Frühjahrszug beginnt der Schnepfenstrich oder die Schnepfenbalz. Mit Beginn der Fortpflanzungszeit streichen vor allem morgens und abends (Morgenstrich, Abendstrich) die Schnepfenhahnen in Baumkronenhöhe entlang von Schneisen und Wegen mit Balz- und Locklauten dahin, während die am Boden sitzenden Hennen die überfliegenden Hahnen mit leisen, gedehnten Rufen locken. Die Hennen bevorzugen zur Paarung jene Hahnen, die den Luftraum beherrschen. Während des Balzfluges quorrt oder murkst das Schnepfenmännchen. Das zweisilbige Puizen ist der Balzlaut beider Geschlechter. Dem Balzflug folgt eine Bodenbalz mit einem Balzritual, in dessen Verlauf die Henne von Hahn getreten wird. Untersuchungen zeigen, daß die Hennen am Balzflug selten teilnehmen und es sich bei Paarflügen in der Balzzeit um einander verfolgende Hahnen handelt, man spricht von einem Stecherpaar oder Zwick. Die Nahrung der Waldschnepfe besteht überwiegend aus animalischer Kost wie Insekten, Larven und Würmer. Schnepfen sind Bodenbrüter, die Henne legt 4 Eier, Brutdauer ca. 22 Tage. Im Herbst fliegen die meisten Vögel wieder in die Mittelmeerländer zum Überwintern.

2: c

Hinter dem Begriff Hüttenjagd verbirgt sich die Lockjagd auf Krähen. Sie wird deshalb so genannt, weil oft eine Erdhütte als gut getarnter Unterstand und Deckung dient, welche meist gleichzeitig als Ansitzmöglichkeit für einen dort angelegten Luderplatz verwendet wird. Dabei macht sich der Jäger das Verhalten von Rabenvögeln zunutze, auf Eulen zu hassen. Die früher übliche Hüttenjagd mit dem lebenden Uhu ist heute nach den artenschutz- und tierschutzrechtlichen Bestimmungen nicht mehr erlaubt. Anstelle des lebenden Uhus verwendet man heute künstliche Attrappen aus Gummi, Kunststoff oder Haar- und Federbälge als Uhu-Nachbildungen. Vorteilhaft sind bewegliche Schwingen, die beim künstlichen Uhu durch Ziehen an einer Leine betätigt werden. Die Lockwirkung des künstlichen Uhus ist allerdings nicht so gut und je nach Licht und Gewöhnung der Krähen erfolgen oft nur ein oder zwei Anflüge, um die Täuschung zu bemerken. Die Krähen werden in aller Regel mit Schrot im Flug erlegt. Mißtrauische Rabenvögel blocken selten auf. In unmittelbarer Nähe der Uhuattrappe muß ein Baum (Fallbaum), auf dem sich die attackierenden (hassenden) Vögel niederlassen können, vorhanden sein. Der Jäger, der in einer kleinen Hütte in Schussdistanz sitzt, kann dann der Rabenvögel habhaft werden. Die Lockwirkung wird oft noch verstärkt, wenn man vor den künstlichen Uhu eine erlegte Krähe legt und einige Plastikkrähen mit Sicherheitsabstand zusätzlich aufstellt. Krähen kann man auch über ihren Geselligkeitssinn mit einem Lockbild anlocken. Dabei wird eine größere Anzahl von künstlichen Lockkrähen aufgestellt und zusätzlich die Rufe der Krähen mit Lockinstrumenten nachgeahmt. Wichtig ist, daß zustehende Vögel genau angesprochen werden, um Fehlabschüsse zu vermeiden. Neben Aaskrähen stehen manchmal Kolkraben und Mäusebussarde sowie Habichte zu. Die dürfen natürlich nicht erlegt werden. Geeignet sind Revierteile, die die Rabenvögel besonders häufig aufsuchen,

anfliegen oder überfliegen. Wichtig ist es, daß die Krähen den Jäger beim Besetzen des Schirmes nicht bemerken. Demzufolge muß die Ansitzeinrichtung vor dem Morgengrauen bezogen werden.

3: c

Ökologische Sukzession bedeutet, dass sich z.B. nach einem Waldbrand oder auf einer aufgelassenen Weide zuerst ganz bestimmte Pflanzenarten, sogenannte Pionierpflanzen, ansiedeln, die nach und nach (sukzessive) von immer anderen Pflanzengesellschaften abgelöst werden, bis schließlich ein gewisses Endstadium des Bewuchses, ein sogenanntes Klimaxstadium (meist Wald) erreicht wird. Jedes dieser verschiedenen Bewuchsstadien, z.B. zuerst Brandfläche, dann Kräuter und Gräser, in weiterer Folge Stauden und Sträucher, anschließend Pionier-Baumarten wie Eberesche, Birke, Erle, Aspe und schließlich ein Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald, hat seine eigene Tierwelt. Da der Mensch unter anderem den pflanzlichen Bewuchs unserer Landschaft entscheidend verändert, verändert er gleichzeitig auch die Biotoptragfähigkeit für die verschiedenen Wildtierarten und damit deren Lebensmöglichkeiten. Veränderungen sind sowohl im positiven als auch im negativen Sinn möglich (Verbesserung oder Verschlechterung der Habitatqualität).

Wildpopulation bezieht sich auf eine ganze Fortpflanzungsgemeinschaft einer Art, die sich an eine bestimmte Umweltsituation angepasst hat. Zwischen verschiedenen Populationen bestehen keine oder nur seltene Kontakte bzw. genetische Verbindungen. So spricht man z.B. von unterschiedlichen Gamswildpopulationen, wenn zwei Gebirgsstöcke, auf denen Gamswild vorkommt, durch ein gamsleeres Talgebiet getrennt sind und kein Kontakt zwischen Tieren der beiden Vorkommensgebiete stattfindet.

Unter Biodiversität versteht man die biologische Vielfalt, je größer sie ist, desto mehr Arten finden einen Lebensraum. Biodiversität findet man auf 3 Ebenen: Ökosystem-Diversität, Arten-Diversität, genetische Diversität. Negative Einflußnahme auf die Biodiversität sind Lebensraumzerstörung, Flächenzusammenlegung in der Landschaft, Habitatfragmentierung (Straßenbau etc.), Pestizideinbringung, Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft, Entfernung von Biotoprequisiten etc. Positive Einflussnahmen sind Renaturierungsmaßnahmen, Schaffung von Randlinien, Einbringung von Biotoprequisiten, Natur- und Artenschutzmaßnahmen etc. Melioration bezeichnet technische Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung land- und forstwirtschaftlicher Böden, um deren Fruchtbarkeit, Ertragskraft und Nutzbarkeit zu steigern. Typische Verfahren umfassen Entwässerung (Drainage), Bewässerung, Kalkung, Bodenlockerung (z.B. im Weinbau) sowie Flurbereinigungen. Das Ziel ist die Optimierung des Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushaltes. Ein Kernaspekt der Melioration ist die Ertragsteigerung, Verhinderung von Erosion, Versauerung oder Versalzung.

Eine Biozönose ist eine Gemeinschaft von Lebewesen innerhalb eines abgegrenzten Lebensraumes (Biotop). Sie stehen untereinander in Wechselbeziehungen, ebenso beeinflussen sie die abiotischen Faktoren und werden von ihnen beeinflusst. Biozönose und Biotop bilden zusammen ein Ökosystem.

4: e

Die Tollwut ist eine gefährliche Zoonose (Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann), an der - laut Schätzungen der WHO - jährlich ca. 60.000 Menschen sterben. Wie viele andere europäische Länder ist Österreich frei von Tollwut. Wird ein Tier erlegt, das auf Grund seines Verhaltens den Verdacht auf Tollwut nahelegt, ist

dies der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft zu melden. Der Amtstierarzt muß diesen Verdacht mit Stempel/Unterschrift am Formular oder Benachrichtigung des Labors (email) bestätigen. Indikatortiere sind Füchse, Marderhunde, Waschbären und Dachse. Die Untersuchung auf Tollwuterreger erfolgt im Gehirn. Einzusenden ist entweder der ganze Tierkörper oder zumindest der Kopf. Alle Einsendungen sind an das "Nationale Referenzlabor für Tollwut, die AGES, Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling" einzusenden. Ein entsprechendes Einsendeformular kann von der AGES - Homepage (www.ages.at) herunter geladen werden. Siehe auch Homepage des OÖ Landesjagdverbandes/Formulare-Anträge/Antrag auf Tollwutuntersuchung.

5:c

Bei einem Krellschuss wurden ein oder mehrere Dornfortsätze der Wirbelkörper getroffen. Das Stück bricht in der Regel wie vom Blitz getroffen zusammen und liegt regungslos, schlegelt dann mehr oder weniger intensiv und wird oft blitzartig wieder hoch und flüchtet wie gesund weg. Die Lähmungsphase kann von einigen Sekunden bis mehreren Minuten dauern. Oft ergibt sich viel Wildbretschweiß und Knochensplitter aus Dornfortsätzen, auch Decken- oder Wildbretfetzen.

Bei einem Vorderlaufschuss kann das Zeichnen unterschiedlich sein. So getroffene Stücke können entweder einknicken oder auch wie bei einem Blattschuss (Lungenschuss) zeichnen, beim Flüchten kann man das Schlenkern des durchschossenen Laufes oft gut erkennen. Am Anschuss ist Wildbretschweiß, meist kurzes typisches Schnitthaar, auch Röhrenknochensplitter entweder scharfkantig oder halboval oder Splitter vom Gelenk, Knochenmark und Wildbretfetzen.

Bei einem Herzschuss zeichnet das Wild häufig mit Hochflucht und Fortstürmen. Manchmal werden dabei auch Hindernisse angeflohen. Der Herzschweiß ist dunkel mit großen Blasen, aber nicht schaumig.

Bei einem Weidwundschuss wird der Pansen oder das kleine Gescheide getroffen. Der Wildkörper ruckt meist zusammen und das Stück schlägt oftmals mit den Hinterläufen aus. Je nach Sitz der Kugel ergibt sich blassroter, wässeriger Schweiß mit Darm- oder Panseninhalt.

Bei einem Äserschuss bricht das Wild meist blitzartig zusammen. Beim anschließenden Wegflüchten ist ein Schütteln des Hauptes zu beobachten. Oft hängt der Unterkiefer herab. Es zeigt sich blasiger, schleimiger Schweiß, oft durch Speichel verdünnt, Deckenfetzen, kurzes Schnitthaar sowie Zahnteile, Kieferknochen, Schweiß oft in langen Fäden beidseitig der Fährte.

Bei einem Leberschuss zieht das getroffene Stück unbeholfen mit krummem Rücken weg. Der Schweiß ist dunkel- bis rotbraun, körnig, grießig und schmeckt bitter.

Quellennachweis: Jagdprüfungsbehelf, 20. vollständig überarbeitete, erweiterte und neu gestaltete Auflage, Österreichischer Jagd- und Fischereiverlag, Wickenburggasse 3, 1080 Wien

Jagdprüfungsbehelf, 6. Ausgabe, Österreichischer Jagd- und Fischereiverlag des NÖ Landesjagdverbandes, Wien

Der Lehrprinz (der steirische Lehrprinz), Jubiläumsauflage

Der Leitbruch, 1. Auflage 2015, Steirischer Jagdschutzverein, Tummelplatz 7, 8010 Graz

Heintges Lehr- und Lernsystem GesmbH, Federwild 37. Auflage 2023, Jagdliche Praxis 28.Auflage 2022

Die Jägerprüfung in Frage und Antwort, Siegfried Seibt, 2009, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH&CoKG, Stuttgart

HUNDE-. WESEN.

ANDREAS HOCHMAYR IST NEUER LANDESHUNDEREFERENT

Mit der Landesjagdausschusssitzung im September bekleidet Andreas Hochmayr aus Bad Wimsbach-Neydharting die Funktion des Landeshundereferenten des OÖ Landesjagdverbandes.

Er legte die Jagdprüfung 1991 und die Leistungsrichterprüfung für Vorstehhunde 1999 ab.

Zurzeit ist er auch Obmann des Welser Jagdhundeprüfungsvereins, Bezirkshundereferent für Wels und unterstützt den ÖJGV bei der Prüfungsordnung für Vorstehhunde.

„Das oberste Ziel ist es, das Jagdhundewesen in OÖ in Zusammenarbeit mit den jagdkynologischen Vereinen in allen Belangen weiterhin zu fördern, zu unterstützen und die Weiterentwicklung zu organisieren“, so Hochmayr.

So stehen aktuell heikle Themen wie z.B. Details im OÖ Hundehaltegesetz an. „Die Umsetzung dieser Herausforderungen ist nur durch die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesjagdverbandes, allen Jägerinnen und Jägern sowie der Funktionäre verschiedenster Bereiche unter der Leitung von LJM Herbert Sieghartsleitner möglich“, so der Landeshundereferent.

Die Leidenschaft zu Hund, Jagd und Natur verbinde, sie ist unsere Motivation, den heutigen und zukünftigen Anforderungen im Jagd- und Hundewesen gerecht zu werden.

AUS GEGEBENEM ANLASS

Leider treten vermehrt Fälle auf, bei denen ein Jagdhund von den Gemeinden bei geringen Anlässen als „auffällig“ erklärt wird. Nur durch gesammelte Daten, gibt es eine Chance, diesen Zustand durch eine Änderung im Hundehaltegesetz anzuregen. Deshalb bitten wir alle Jagdhundeführer, Vorfälle dahingehend sofort bei uns zu melden.

Im Anfangsstadium kann der OÖ Landesjagdverband mögliche Hilfe anbieten.

Meldung an: office@ooeljv.at oder a.hochmayr@ooeljv bzw. telefonisch an die Geschäftsstelle: 07224/20083

LHR Andreas Hochmayr, GF Mag. Christopher Böck

EINLADUNG UND AUSSCHREIBUNG

Der OÖ Landesjagdverband richtet in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband und dem Welser Jagdhundeprüfungsverein am Samstag, 5. September 2026 in Sandl, in den Revieren des Czernin-Kinsky´schen Forstgutes Rosenhof die

22. ERSCHWERTE SCHWEISSPRÜFUNG

als Schweißprüfung mit Fährtenschuh ohne Richterbegleitung aus.

Der OÖ Landesjagdverband hat für diese Verbandsschweißprüfung das Schweißleistungsabzeichen „Silberner Fährtenbruch” gestiftet.

Jeder Spezialverein des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes (ÖJGV) ist eingeladen, einen in Oberösterreich geführten Jagdhund zu dieser Prüfung zu melden. Die Prüfung ist auf 16 Hunde begrenzt. Falls bei Nennschluss noch Plätze frei sind, kann pro Spezialverein je ein weiterer Hund in der Reihenfolge des Einlangens genannt werden. Zur Prüfung sind ausschließlich Hunde zugelassen, die noch keine SPFSOR (Schweißprüfung ohne Richterbegleitung), jedoch bereits eine Schussprüfung (Wesensüberprüfung) absolviert haben (Zeugnis ist anzuschließen), und die beim jeweiligen Bezirkshundereferenten gemeldet sind.

Zweck dieses Bewerbes ist die Vorstellung der Vielfalt unseres Rassehundewesens und die Präsentation der hohen Leistungsfähigkeit des Jagdhundes auf der Wundfährte. Diese Schweißprüfung ohne Richterbegleitung wird nach der Prüfungsordnung des ÖJGV gerichtet.

Erfolgreiche Hunde werden in das Leistungsbuch des ÖJGV eingetragen.

Ehrenschutz:

LJM Herbert Sieghartsleitner ÖJGV Präsident Dr. Walter Anzböck

BJM Ing. Franz Auinger LHR Andreas Hochmayr

Zur Organisation:

Prüfungsleiter: LHR-Stv. Alois Auinger

Prüfungsleiter-Stv.: LHR Andreas Hochmayr

Organisationskomitee: Der Prüfungsleiter, BJM Ing. Franz Auinger, LHR Andreas Hochmayr

Standquartier: Gasthof „Kirchenwirt“, Inh. Biebl Bernhard, 4251 Sandl 51, Tel: 0664/2223543

Prüfungsrevier: Czernin-Kinsky Forstgut Rosenhof, Sandl

Prüfungstag:

Samstag, 5. September 2026

Richterbesprechung um 7:00 Uhr Eintreffen der Hundeführer im Standquartier um 07:30 Uhr, anschließend gemeinsame Abfahrt

Prüfungsbeginn: 9:00 Uhr

Schweißfährte: Hochwildschweiß Nenngeld (Reugeld): € 70,00

Gültige OÖ Jagdkarte, Einzahlungsbeleg, Abstammungsnachweis und Tollwut-Impfzeugnis sind vor Prüfungsbeginn dem Prüfungsleiter vorzulegen.

Nennschluss: 19. Juni 2026

Nennungen: Nur mit ÖJGV Nennformular vom Spezialverein an: OÖ Landesjagdverband, 4490 St. Florian, Hohenbrunn 1

E-Mail: office@ooeljv.at

Mindestalter: Vollendetes 18. Lebensmonat.

Bei Führung eines an der Rute amputierten Hundes hat der Führer ein entsprechendes tierärztliches Attest mitzuführen.

Preise: Urkunde, Ehrenpreise und „Silberner Fährtenbruch“.

Quartiermöglichkeit: Gasthaus Biebl (Kirchenwirt) 4251 Sandl 51, Tel: 0664/22 23 543 (selbst bestellen)

Prüfungsordnung: Prüfungsordnung für Einzelleistungen, Schweißprüfung mit Fähr-

tenschuh ohne Richterbegleitung = „SPFSOR“ des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbandes (2023)

Mindeststehzeit der Fährten: 20 Stunden, Fährtenlänge ca.1.300 Schritt, 3 Wundbetten und 5 Verweiser-Punkte, 0,1 Liter Hochwildschweiß beim Anschuss und den Wundbetten. Arbeitszeit max. 2 Stunden, mindestens zwei Verweiser-Punkte müssen beim zustande gebrachten Stück vorgewiesen werden.

EINE KORYPHÄE FEIERT JUBILÄUM

Kommerzialrat Erwin Angelbauer ist weit über Oberösterreichs und Österreichs Grenzen hinaus bekannt für sein Fachwissen und seine Expertisen rund um das Jagdhundewesen. Daher wurde ihm anlässlich seines 80. Geburtstages von Bezirksjägermeister Alfred Weinbergmair und Landeshundereferent Andreas Hochmayr die Ehrenurkunde des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes für „hervorragende Leistungen um das heimische Jagdhundewesen“ verliehen.

Richter: ÖJGV-Leistungsrichter

Jagdhornbläser: Jagdhornbläsergruppe Freiwald-St. Leonhard

Prüfungsabschluss: ca. 16:00 Uhr vor dem Jagdhaus Schöllerbruck

Mit dem Wunsch, dass auch diese 22. Verbandsschweißprüfung, die wieder als Prüfung ohne Richterbegleitung ausgerichtet wird, der

Förderung des Jagdhundewesens in Oberösterreich dienen und der Pflege jagdlicher Kameradschaft gerecht werden möge, grüßen mit

Weidmannsheil und Ho Rüd Ho,

LJM Herbert Sieghartsleitner Landesjägermeister

LHR-Stv. Alois Auinger Prüfungsleiter

WELSER JAGDHUNDE PRÜFUNGSVEREIN

Obmann: Andreas Hochmayr 4654 Bad Wimsbach, Buchenstrasse Mobil: 0699/100 013 53

E-Mail: office@wjpv.at, www.wjpv.at

ERGEBNIS VOLLGEBRAUCHSPRÜFUNG

26.und 27. September 2025 in Redlham / Gunskirchen

Am 26.und 27. September fand die alljährliche VGP des Welser Jagdhundeprüfungsverein in Redlham / Gunskirchen statt. Zur diesjährigen VGP waren insgesamt 14 Gespanne gemeldet. Von diesen traten 13 zur

Preis Rasse G Name des Hundes

1 A DDR R Gin von der Bärenleiten

2 A DDR H Issy von der Teflau

3 A DDR R Billy v. Innbach-Tal

3 B DDR H Assy v. Kochbach

3 C DK R Igor von Almersberg

3 D GRK R Caesar vom Raddegrund

3 E KLMÜ H Anka vom Oberen Innviertel

Prüfung an. Am Ende des Prüfungstags konnten sieben Gespanne die Prüfung erfolgreich bestehen. Gratulation den erfolgreichen Hundeführerinnen und Hundeführern!

Punkte Besitzer/Hundeführer

389 Sebastian Keplinger

363 Franz Waldl

395 Franz Götzenberger

389 Herbert Gruber

370 Gregor Föttinger

325 Eva Raffelsberger

314 Johann Sieberer

ERGEBNIS FELD & WASSER

13. September 2025 in Schlatt

Die diesjährige Feld- und Wasserprüfung wurde als Co-Veranstaltung mit dem MVC am 13. September im

DK H Anka vom Offenhuberhof

DL R Aki von Scherbling

DK H Amber vom Aichetfeld

DK H Aria vom Aichetfeld

DK R Gringo v. Herrensteig

DL R Urban II von Poppenforst

DDR H Asta aus dem Dianaforst

DK R Arok von der Erlenfurt

Raum Schlatt abgehalten. Bei ausgezeichnetem Niederwildbesatz sind neun Gespanne unter dem WJPV

angetreten. Davon haben sieben die gesamte Prüfung mit guten und teilweise durchwachsenen Leistungen bestanden.

Ein Gespann hat nur die Wasserprüfung und eines leider die Prüfung nicht bestanden. Danke allen Leistungsrichtern, LR-Anwärtern und Revierführern sowie Revierinhabern.

PL Johann Staudinger

Josef Huemer

ERRATUM

In der Dezember-Ausgabe des „Der OÖ Jäger“ sind beim Setzen der Tabellen zur VGP des Jagdhundeprüfungsvereins Linz sowie zur Landes-VGP Fehler passiert. Wir bitten, die feh-

lerhaften Angaben zu entschuldigen. Nachfolgend veröffentlichen wir die Richtigstellung mit den korrekten Daten.

JHPV-Linz, Vollgebrauchsprüfung, 20. und 21. September 2025:

385 DL R ANGELO VON DER BRUDERAU

Margarete Kagerhuber/Franz Kagerhuber

Verbands-Vollgebrauchsprüfung, 5. und 6. September 2025:

Preis Pkt. Rasse Ges. Name des Hundes Hundeführer

1d 400 DDR H AIDA VOM SCHREINER WEIHER Josef Eder 2a 399

2d 390

R AXL VOM SCHREINER WEIHER Rainer Edelmann

BRAUCHTUM &. JAGDKULTUR.

ÜBERLIEFERTER

BRAUCH IN NEUER ZEIT

Wie werden der Jäger und die Jägerin bei der Jagd oder bei jagdlichen Veranstaltungen von der Gesellschaft wahrgenommen?

DAS JAGDLICHE VOLKSLIEDGUT

TEXT: BJM RUDOLF KERN

„Seit Bestehen unserer jagdlichen Tradition und von Brauchtum getragenen Weidwerks hat dieses auch im Lied Ausdruck gefunden.“

So lauteten die Anfangsworte unseres verstorbenen Ehren-Landesjägermeisters Hans Reisetbauer vor über vierzig Jahren im damals gestalteten Liederbuch des OÖ. Landesjagdverbandes.

Fünfzehn Jahre später, 1997, folgte auf Initiative des Ehrenlandesobmannes der OÖ Jagdhornbläser, Wolfgang Kastler, gemeinsam mit Hornmeister Sepp Sommer von der JHBG Pramtal das „An Jaga sei Liadabüchl“. Dieses war sogar mit einer Demo-Kassette beim OÖ Landesjagdverband erhältlich.

Unter Landesjägermeister Sepp Brandmayer durfte bereits ich im Jahr 2010 als junger Vorsitzender im Unterausschuss für Jagdliches Brauchtum das Druckwerk „An Jaga sei Liadabüchl für’n Rucksack“ und zehn Jahre später gemeinsam mit der Jagdhornbläsergruppe Schaunburg

das Liederheft „Mit’n Jaga sein Liadabüchl durch’s Jahr“ mitgestalten.

Bei diesen Druckwerken war es den Verantwortlichen des OÖ. Landesjagdverbandes immer wichtig, das unschätzbar wertvolle Kulturgut des Jägerliedes für die Gegenwart und Nachwelt zu dokumentieren und damit zum Mitsingen anzuregen! Vor allem auch in den Büchlein Lieder und Texte zu vereinen, die in allen Vierteln unseres Bundeslandes beheimatet sind, aber auch Lieder aus dem deutschen Raum beinhalten, die sich im Laufe der Zeit zum Volkslied in Oberösterreich entwickelt haben.

Volkslieder und Jägerlieder wurden in der Regel mündlich im freien Singen überliefert und sie wurden in ihren Texten und Melodien mitunter etwas verschieden auf Papier gebracht.

Es kommt daher naturgemäß zu kleinen Abweichungen in den einzelnen Regionen. Aber das macht ja den be-

Im Onlineshop um € 5,00 erhältlich.

sonderen Charm des Jagdliedgutes aus!

„Ja, es stimmt, früher wurde bei den Jägern viel mehr miteinander gesungen“ – hört man oft, wenn man in den verschiedenen Regionen

unterwegs ist. Leider hat sich bei so mancher Jägerin oder Jäger der Liedschatz, wenn überhaupt, auf wenige Stücke beschränkt und mancherorts nur mehr mit dem Jagd-Lied „Ein Weidmannsheil…“ die Vollendung gefunden.

Diese Zeilen sollen anregen, auf unsere Jägerlieder und auf das gemeinsame Singen nicht zu vergessen. Das Büchlein „An Jaga sei Liadabüchl

für’n Rucksack“ ist zu minimalen Kosten beim OÖ. Landesjagdverband jederzeit erhältlich. In jeder Jagdhornbläsergruppe und auch in jeder Jägerrunde mögen sich Gleichgesinnte zusammenfinden, die das jagdliche Liedgut und regionale Besonderheiten auffrischen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

Aus diesem Grunde möchte ich einen Anlauf starten und im neuen Jagd-

jahr in jedem Landesviertel Oberösterreichs gemeinsam mit einer Jagdhornbläsergruppe einen Jägerfrühschoppen mit gemeinsamem freien Singen von Jagdliedern gestalten.

Die Termine werden auf der Homepage der einzelnen Landesviertel bzw. der Bezirke ersichtlich sein. Ich freue mich auf das gemeinsame Beisammensein und Singen mit euch!

BEZIRK PERG

BEZIRKSHUBERTUSMESSE IN DER STIFTSKIRCHE BAUMGARTENBERG

Am Sonntag, dem 9. November, wurde in der festlich geschmückten Stiftskirche Baumgartenberg die Bezirks-Hubertusmesse gefeiert. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben der Bevölkerung nahmen zahlreiche Jägerinnen und Jäger aus dem Bezirk Perg sowie Gäste aus den umliegenden Bezirken teil, um gemeinsam den Schutzpatron der Jäger zu ehren.

Die Messe wurde von Landesjägerpfarrer Franz Salcher gemeinsam mit Pastoralassistentin Kathrin Waser geleitet. Musikalisch sorgten die Jagdhornbläser Machland und der Jäger Viergesang für eine stimmungsvolle und feierliche Umrahmung, die der Feier einen besonderen Glanz verlieh. In seiner Predigt erinnerte Salcher daran, dass Jagd weit mehr sei als das Erlegen von Wild. Jagd bedeutet, genau hinzusehen – den Anblick der Natur zu genießen, die uns so viel Wunderbares bietet. Sie lehrt uns, dass Gott das Leben liebt und uns so viel Leben schenkt – von der kleinen Blume, die nur wenige Tage

blüht, bis zu allem, was wächst und gedeiht. Alles Leben ist gleich wertvoll.

Unter den zahlreichen Besuchern befanden sich auch Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner und Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl.

Nach der Messe lud die Jägerschaft Baumgartenberg zur Agape ein. Das Kloster vom Guten Hirten stellte dafür mit großer Gastfreundschaft seinen Innenhof und die eindrucks-

vollen Räumlichkeiten zur Verfügung. In geselliger Runde, begleitet von Gesang und Jagdhornklängen, genossen die Besucher ein köstliches Rehragout. Mit dieser stimmungsvollen Hubertusmesse setzten die Jägerinnen und Jäger des Bezirks Perg ein kraftvolles Zeichen für gelebte Gemeinschaft, Dankbarkeit und einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung – ganz im Sinne des heiligen Hubertus.

ERFOLGREICHE PREMIERE

HUBERTUSMESSE IN STEINBACH AM ZIEHBERG

Ende November fand in Steinbach am Ziehberg erstmals eine feierliche Hubertusmesse statt. Über 150 Besucher folgten der Einladung des Jagdteils 1 und nahmen an der dem Schutzpatron der Jäger gewidmeten Messe teil.

Der feierliche Einzug mit einem aufgebahrten Stück Wild, die musikalische Gestaltung durch die Jagdhornbläser sowie der Micheldorfer Jagag’sang sorgten für eine würdige Atmosphäre.

Ein besonderer Höhepunkt war die Segnung der Hunde des Österreichischen Brackenvereins. Inhaltlich

in Steinbach am Ziehberg, zu der JL Florian Leitinger (r.) mit seinen Jägern lud.

stand die Messe im Zeichen der Dankbarkeit für die Schöpfung sowie des verantwortungsvollen Umgangs mit Wald und Wild. Unter den Gästen befanden sich Bezirkshauptfrau Mag. Elisabeth Leitner, Bürgermeisterin Mag. Bettina Lancaster, Bezirksjägermeister Franz Humpl sowie LAbg. Michael Gruber. Im Anschluss lud Jagdleiter Florian Leitinger in den Gemeindesaal, wo Wildgulasch, Leberkäse, süße Köstlichkeiten und verschiedene Wildprodukte angeboten wurden. In seiner Ansprache betonte der Jagdleiter: „Jagd bedeutet Verantwortung und Zusammenarbeit. Wenn Grundeigentümer, Jäger und Bevölkerung gemeinsam handeln,

profitieren Natur und Gesellschaft gleichermaßen.“ Die erste Hubertusmesse in Steinbach erwies sich damit

EINLADUNG

als gelungener Auftakt für eine neue Tradition im Ort.

JHBG MATTIGTAL WIRD 40 JAHRE

Seit 40 Jahren steht die Jagdhornbläsergruppe Mattigtal für gelebte jagdliche Tradition und stimmungsvolle Jagdmusik. Derzeit besteht die Gruppe aus elf Mitgliedern, die das jagdliche Brauchtum mit großem Engagement pflegen. Gefeiert wird das Jubiläum am 31. Mai 2026 beim Braugasthof Vitzthum in Helpfau-Uttendorf. Den feierlichen Auftakt bildet eine jagdlich gestaltete Messe, anschließend findet

ein Frühschoppen mit geselligem Beisammensein statt. Ein besonderer Höhepunkt ist das Schaublasen verschiedener Jagdhornbläsergruppen, das die Vielfalt der Jagdmusik eindrucksvoll hörbar macht.

Eingeladen sind Jägerinnen und Jäger, befreundete Bläsergruppen, örtliche Vereine sowie alle Freunde des jagdlichen Brauchtums. Die Jagdhornbläsergruppe Mattigtal freut sich auf zahlreiche Besucher.

Beim Einzug in die Kirche.
BJM Franz Humpl genoss die erste Hubertusmesse
Fotos:
D.
Fessl

40 JAHRE ORGELWEIHE – FILIALKIRCHE ST. BLASIEN mit den Jagdhornbläsern

Mit einer festlichen Messe feierte die Filialkirche St. Blasien in Adlwang das 40-jährige Jubiläum ihrer Orgelweihe. Gemeinsam mit Prior Maximilian Bergmayr und P. Siegfried Eder blickten zahlreiche Besucherinnen und Besucher dankbar auf die vergangenen Jahrzehnte zurück.

Musikalisch umrahmten die Jagdhornbläser St. Blasien die Feier, und Mag. Alfred Weinmaier begeisterte an der Orgel. Bürgermeisterin Maria Achathaler betonte: „Ein besonderer Dank gilt den Familien und Männern der ersten Stunde.“

Konsulent Maximilian Pichler gab einen historischen Überblick über die Initiativen des verstorbenen Bürgermeisters Rudolf Garstenauer sowie der Gemeinden und Pfarren Adlwang, Pfarrkirchen und Bad Hall.

BEZIRK STEYR

Er hob die großzügige Unterstützung zahlreicher Personen und Firmen hervor, die maßgeblich zur Finanzierung der Orgel beitrugen.

Hervorgehoben wurde auch das Engagement von Initiator Fritz Breinesberger, der mit dem „Jagdhornblä-

ser-Bankerl“ vorm Mesnerhaus ein sichtbares Zeichen setzte. Im Anschluss luden die Jagdhornbläser – Karl Eberlberger – zu einem gemütlichen Beisammensein bei Umtrunk und Imbiss ein, bei dem das Jubiläum in geselliger Runde ausklang.

ÜBERRASCHUNG FÜR HORNMEISTER HERMANN STEINDL

Der langjährige Hornmeister der JHBG Großraming, Hermann Steindl, wurde anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums als Jagdhornbläser bei der Hegeringversammlung in Laussa von BJM Rudi Kern mit einer Jubiläums-Torte überrascht.

Zur Freude seiner JHB-Kameraden, Landesviertelobmann Hubert Riedl, Hegeringleiter Wolfgang Stadler und BJM Rudi Kern wurde dieses Musterstück natürlich zeitnah und würdevoll angeschnitten und verzehrt.

Hermann Steindl (4.v.r.) mit JHB-Kameraden, LVO Hubert Riedl (l.), Hegeringleiter Wolfgang Stadler (r.) und BJM Rudi Kern (Mitte).

SCHIESS-. WESEN.

TIPPS VOM „QUALIFIZIERTEN WAFFEN FACHHANDEL“

EINSCHIESSEN DER BÜCHSE

Nach Abschluss der winterlichen Riegeljagden und einer intensiven Raubwildbejagung stehen die Jagdwaffen bei vielen Jagdkameradinnen und Jagdkameraden in den Monaten März und April im Waffenschrank. Mit dem 1. Mai rückt jedoch der Zeitpunkt der Bejagung von IIIer Rehbock, Schmalreh, Gamsjahrling, Schmaltier sowie Schmalspießer näher.

Die Kontrolle der Treffpunktlage der Jagdwaffen im neuen Jagdjahr stellt einen wesentlichen Beitrag zu einer weidgerechten und verantwortungsvollen Jagd dar und wird vielerorts von den Jagdleitern gefordert. Beim gemeinsamen „Gewehraufschießen“ zeigt sich immer wieder, dass selbst vermeintlich korrekt eingeschossene Waffen Abweichungen aufweisen können.

URSACHEN KURZ ERKLÄRT

• Sehr häufig tritt der sogenannte Ölschuss auf, Abhilfe bietet hier die Laufreinigung mit einer Reinigungsschnur oder einem Putzstab mit Filzpropfen/Werg/ReingungsPatches für das entsprechende Kaliber

• kalibergleiche Patronen unterschiedlicher Hersteller/Lose und unterschiedliche Geschossgewichte Abhilfe durch Verwendung identer Munition hinsichtlich Type

und Gewicht sowie gleiches Patronenlos; Losnummer steht auf der Patronenschachtel.

• Spiel/Verspannungen in der Zielfernrohrmontage festen Sitz vom Zielfernrohr und Montage händisch prüfen und ev. Verschrau-

ihrem Kaliber, der verwendeten Munition sowie deren ballistischen Eigenschaften auseinanderzusetzen. Mehrere Probeschüsse in Form von Dreiergruppen sowie das präzise Verstellen des Absehens im Zielfernrohr – sowohl in der Höhe als auch in

bungen mit Drehmoment nachziehen, Zielfernrohrmontage lösen und wieder aufsetzen, um Verspannungen zu verhindern.

• Änderung des Trefferbilds mit Schalldämpfer Schussbild mit und ohne Schalldämpfer abgleichen/ erstellen, speziell, wenn bei der Nachsuche die Büchse ohne Schalldämpfer verwendet wird.

Diese Faktoren können zu deutlichen Treffpunktverlagerungen führen. Jägerinnen und Jäger sind daher gut beraten, sich intensiv mit

der Seite – führen Schritt für Schritt zur optimalen Treffpunklage und zu einer verlässlichen Trefferleistung im Revier.

Dieser Tipp wird präsentiert von: Waffen Haim GmbH

DI (FH) Jürgen Haim 4053 Ansfelden,Wachtelstraße 19C

Telefon: 0676/4749475

E-Mail: juergen.haim@ waffenhaim.at; www.waffenhaim.at

SCHIESSTERMINE 2026 UNGESCHLAGENER

TONTAUBENVEREIN OTTNANG AM HAUSRUCK

BEZIRKSSIEGER

LINZ

Zum 14. Mal geht Hans Linimayr (Hörsching) als bester Schütze in der Einzelwertung aus dem Bezirksschießen Linz hervor.

95 Teilnehmende aus 19 Mannschaften matchten sich im Flintenschießen (Trap und Jagdparcours) und im Kleinkaliberbewerb am Schießstand des JWC Linz – St. Magdalena. Die besten drei Mannschaften 2025: Hörsching / Hargelsberg / Traun.

Samstag, 09. Mai 2026

Samstag, 13. Juni 2026

Samstag, 11. Juli 2026

Samstag, 05. September 2026

Samstag, 03. Oktober 2026

Samstag, 17. Oktober 2026

jeweils 14:00 – 19:00 Uhr

Für einen ausreichenden Versicherungsschutz, sowie seiner persönlichen Schutzausrüstung (Kopf-, Gehör-, Augenschutz) hat jeder Schütze selbst zu sorgen.

Es dürfen Schrotflinten der Kategorie C im Kaliber 12, 16, 20 und Weicheisenschrote (Steel) bis max. 2,5mm und 24g verwendet werden. Munition 12 u. 20 am Stand erhältlich. Jeder Standbenützer verhält sich

diszipliniert und befolgt die Anordnungen von Funktionären, bzw. der jeweiligen Verantwortlichen. Die sichere Handhabung der Waffe ist Voraussetzung.

Die Waffe darf erst am Stand geladen werden. Der Schütze haftet für jeden abgegebenen Schuss. Personen mit einem Waffenverbot dürfen nicht schießen. Der Tontaubenverein Ottnang am Hausruck übernimmt keine Haftung.

Tontaubenverein Ottnang am Hausruck

Info: Christoph Tribert 0664/80771331 oder Jürgen Seifert 0664/8502026 ttvoah@gmail.com

JAGDCLUB BRUCK-PEUERBACH – EINLADUNG

JAGDLICHES ÜBUNGSSCHIESSEN

Samstag, 11. April 2026

Samstag, 09. Mai 2026

Samstag, 06. Juni 2026

Samstag, 11. Juli 2026

Samstag, 08. August 2026

Samstag, 29. August 2026

Samstag, 12. September 2026

Samstag, 03. Oktober 2026

jeweils 09:00 Uhr – 18:00 Uhr

Am Jagdparcours-Gelände des Jagdclubs Bruck-Peuerbach im Steinholz nähe Erleinsdorf.

Der Jagdclub Bruck-Peuerbach übernimmt keine Haftung. – Jeder Schütze ist für seinen Schuss selbst verantwortlich!

Was wollten Sie schon immer über die Jagd wissen? fragen-zur-jagd.at

Geschossen wird bei jeder Witterung! Patronen (Cal. 12, 16 und 20) sind am Stand erhältlich. Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass jeder Schütze im Besitz einer gültigen Jagdkarte sein muss.

AUS DEN. BE ZIRKEN.

BEZIRKSJÄGERTAG

BRAUNAU

EIN SAAL VOLLER LEIDENSCHAFT: 800 JÄGER SETZEN ZEICHEN IN ASPACH

Ein kraftvolles Bekenntnis zu Tradition, Gemeinschaft und weidgerechter Verantwortung in Oberösterreich.

Wenn der Saal des Gasthofs Danzer in Aspach bis auf den letzten Platz gefüllt ist und die feierlichen Klänge der Jagdhornbläsergruppe Adenberg den Raum erfüllen, dann ist Bezirksjägertag im Bezirk Braunau. Über 800 Jägerinnen und Jäger waren der Einladung gefolgt – eine überwältigende Kulisse, die eindrucksvoll unterstreicht, wie tief die Jagd in dieser Region verwurzelt ist.

Das rege Interesse galt dabei nicht nur dem offiziellen Teil, sondern auch der begleitenden Trophäenschau. Diese bot einen faszinierenden Überblick über die Bestände des Bezirks und ist jedes Jahr aufs Neue ein Spiegelbild der Hegebemühun-

gen in den heimischen Revieren. Bezirksjägermeister (BJM) Johann Priemaier konnte eine illustre Runde an Ehrengästen begrüßen, darunter LHStv. Mag. Christine Haberlander, Bezirkshauptmann Mag. Gerald Kronberger sowie Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner.

IM GEDENKEN UND IM MITEINANDER

Ein Moment des Innehaltens prägte den Beginn der Versammlung. BJMStellvertreter Robert Schweifer verlas die Namen der 18 Weidkameraden, die im Jahr 2025 ihre letzte Reise angetreten haben.

Ing. Alois Peterlechner, ÖBF; Wolfgang Mayr, Palting; Friedrich Maislinger, Eggelsberg; Dipl.-Ing. Hermann Kratzer, ÖBF; Erwin Aigner,

Zahlreiche Ehrengäste und ausgezeichnete Jägerinnen und Jäger machten den Bezirksjägertag zu einem besonderen Erlebnis.

Uttendorf; Helmut Zenz, Franking; Heinrich Lechner, Kirchberg; Johann Prossinger, Lochen; Karl Schaber, St. Pantaleon; Anton Schiefegger, Gilgenberg; Alfred Angermair, Gilgenberg; Johann Fuchs, Uttendorf; Helmut Stehule, Aspach; Siegfried Pachler, Eggelsberg; Johann Haberl, Moosdorf; Sebastian Ellinger, Burgkirchen; Helmut Mühlauer, Moosdorf; Rudolf Reiter, Maria Schmolln.

Das gemeinsame Totengedenken ist ein fester Bestandteil der jagdlichen Kultur und erinnert daran, dass die Jagd vor allem eines ist: eine Gemeinschaft über Generationen hinweg.

GRUSSWORTE DER EHRENGÄSTE

Aspachs Bürgermeister Georg Gattringer unterstrich in seinen Grußworten die exzellente Zusammenarbeit zwischen lokaler Politik, Jägerschaft und Behörden. Aus eigener Erfahrung berichtete er, dass ein funktionierendes Revierleben nur dort möglich ist, wo gegenseitiges Verständnis und offene Kommunikation an der Tagesordnung stehen. Paul Maislinger, Landwirtschaftskammerrat und Obmann der Bezirksbauernkammer, fand in seinem Redebeitrag deutliche Worte. Er dankte der Braunauer Jägerschaft für ihre unersetzlichen Dienstleistungen an Land- und Forstwirtschaft. Gleichzeitig sparte er kritische Themen nicht aus: Die steigende

Schwarzwildpopulation erfordere weiterhin ein entschlossenes Gegensteuern, um die Schäden in der Landwirtschaft auf einem kontrollierbaren Niveau zu halten. Besonders scharf verurteilte Maislinger die Vorfälle von Wilderei im Bezirk – Taten, die von einem völligen Verlust des Respekts vor der Schöpfung zeugen. Bezirkshauptmann Mag. Gerald Kronberger stieß ins gleiche Horn und lobte das enorme Engagement der Jäger. Er betonte, dass in einer Zeit intensiver Freizeitnutzung des Waldes das „Miteinander“ und die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Grundbesitzern, Bürgern und Jägern der einzige Weg für eine friedliche Koexistenz sei.

HUNDEWESEN UND BEHÖRDENBILANZ

Ein Schwerpunkt des Tages war das Jagdhundewesen. Bezirkshundereferent MF Walter Schanda präsentierte eine stolze Statistik: 324 Jagdhunde stehen im Bezirk im Einsatz, davon befinden sich 74 aktuell in Ausbildung. Der Deutsch-Drahthaar führt die Beliebtheitsskala an, dicht gefolgt vom Labrador. Schanda verwies auf die wertvolle Unterstützung durch den Landesjagdverband bei Impfungen und Tierarztkosten und kündigte aufgrund des großen Erfolges die Fortsetzung des Hundestammtisches für 2026 an. Vonseiten der Jagdbehörde

Auch die Trophäen der Hegeschau fanden großes Interesse und wurden aufmerksam begutachtet.

berichtete Mag. Gregor Würzinger über ein erfolgreiches Jagdjahr. Mit einer Erfüllungsquote von 109 % beim Rehwildabschuss habe die Jägerschaft einen wesentlichen Beitrag zur Waldgesundheit geleistet. Würzinger betonte zudem, dass sich das OÖ. Jagdgesetz 2024 im Bezirk bereits hervorragend eingespielt habe. Für das laufende Jahr kündigte er eine Vollbegehung der Weiser- und Vergleichsflächen an, um die Verbisssituation objektiv zu bewerten.

JAGD IST HERZENSSACHE

Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner rückte die emotionale Komponente in den Mittelpunkt. Trotz zahlreicher Gesetzesänderungen und bürokratischer Hürden im Jagd- und Waffenrecht bleibe der Kern der Jagd die Leidenschaft zur Natur und die Bewahrung von Traditionen. Er mahnte zur Fairness gegenüber dem Wild und zur Menschlichkeit innerhalb der Jägerschaft. LH-Stv. Mag. Christine Haberlander verstärkte diese Botschaft in ihrer Festrede. Sie sieht die Jäger als „Bewahrer der Schöpfung“, deren Wirken weit über das Schießen hinausgeht. Besonders erfreut zeigte sie sich über die hohe Zahl an Jungjägern im Bezirk – ein Zeichen dafür, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Leistung zu erbringen. Die Jagd sei im Land fest verankert und dürfe nicht als bloßer Nutznießer des Waldes missverstanden werden. „Der Wald ist kein Spielplatz“, so Haberlander. Sie gab der Jägerschaft drei Kernaufgaben mit auf den Weg: Brauchtum pflegen, den Kontakt zur nichtjagenden Bevölkerung intensivieren und den pädagogischen Dialog mit Schulen suchen.

ZAHLEN UND EHRUNGEN:

EINE STOLZE BILANZ

BJM Johann Priemaier präsentierte schließlich die harten Fakten des Jagdjahres 2025/26. Die Streckenlisten zeigen eine dynamische Entwicklung:

Rotwild: 24 Stück (Vorjahr: 16)

Rehwild: 6.998 Stück (Vorjahr: 6.856)

Schwarzwild: 335 Stück (Vorjahr: 101 – eine deutliche Steigerung!)

Aktuell zählt der Bezirk 1.390 Jägerinnen und Jäger, wobei der Frauenanteil mit 159 geprüften Jägerinnen stetig wächst. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte ein aktives Gemeinschaftsleben: Vom Praxistag für Jungjäger in Neukirchen über die Krähenstreckenlegung bis hin zu diversen Hundeprüfungen war der Kalender prall gefüllt.

AUCH BEI DEN EHRUNGEN WURDE STOLZE BILANZ GEZOGEN: Den Goldenen Bruch (50 Jahre aktiver Jäger im OÖ Landesjagdverband) erhielten: Leopold Esterbauer, Hochburg-Ach; Josef Hochradl, Moosdorf; Anton Holzner, Hochburg-Ach; Josef Holzner, Handenberg; Johann Knauseder, Aspach; Dir. Fritz Kugler, Schalchen; Johann Kücher, Pischelsdorf; Rudolf Lindlbauer, St. Peter; Ing. Fritz Ridler, Treubach; Anita Schanda, Schalchen; Engelbert Wölflingseder, Aspach;

Hier geht´s zum Bericht von HT1

Jubilare 60 Jahre:

Franz Bachleitner, Pischelsdorf; Johann Bachleitner, Maria Schmolln; Johann Enthammer, Kirchberg b.M.; Johann Hammerer, St. Johann; Manfred Matejka, Schalchen; Jubilare 70 Jahre: Karl Gann, Schalchen; Franz Pointner, Burgkirchen; Biotopurkunde:

Franz Bachleitner, Pischelsdorf, Heckenanlage mit drei Projekten Jagdliche Verdienste: Hubert Kirchgaßner, Pfaffstätt 24 J. Jagdleiter; Mag. Franz Höfer, St. Pantaleon 18 J. Jagdleiter; Helmut Renzl, Moosdorf 12 J. JL-Stv. 24 J. Pächter Jagdhornbläserabzeichen: Daniel Kainzbauer 10 Jahre JHBG Schlossberg; Franz Gerner 20 Jahre JHBG Engelbach

Raubwildnadel – Vergabe BezirksStreckenlegung am 28.02.: Stefan Egger, Geretsberg; Georg Frauscher, Aspach; Patrick Friedl, St. Peter; Johannes Schüsslbauer, Altheim

AUSBLICK: KAMERADSCHAFT ALS FUNDAMENT

In seinen Schlussworten dankte BJM Priemaier allen Funktionären, Jagdleitern und Jägern für das gelebte Miteinander. Er lud bereits zur nächsten großen Veranstaltung ein: der Winterstreckenlegung in Uttendorf am 28. Februar. Der Tag in Aspach hat einmal mehr bewiesen, dass die Braunauer Jägerschaft eine starke, geschlossene Einheit ist, die mit Zuversicht und Weidmannsheil in die Zukunft blickt.

JAHRESSTRECKE

Abschuss Vorjahr

Rotwild 24 18

Rehwild 6998 6856

Schwarzwild 335 101

Feldhase 2664 3365

Waldschnepfe 26 40

Fasan 1295 1560

Rebhuhn 52 30

Wildtaube 972 952

Enten 1259 1865

Gänse 93 82

Dachs 89 90

Fuchs 400 424

Edelmarder 126 184

Steinmarder 171 267

Iltis 83 64

Wiesel 76 72

Goldschakal 1 1

Waschbär 2 -

Fischotter 1 -

BEZIRKSJÄGERTAG FREISTADT WO LEIDENSCHAFT AUF VERANTWORTUNG TRIFFT

Wenn sich die Messehalle in Freistadt bis auf den letzten Platz füllt und das Signal „Begrüßung“ aus über 50 Jagdhörnern erschallt, dann ist die Jägerschaft des Bezirks nicht nur präsent, sie ist eine gestaltende Kraft. Der Bezirksjägertag 2026 markierte einen spannenden Wendepunkt – sowohl statistisch als auch in der inhaltlichen Ausrichtung. Mit einem neuen Rekord von 1.199 gültigen Jagdkarten untermauerte der Bezirk sein pulsierendes Jägerherz.

EIN SIGNAL DER STÄRKE: STATISTIKEN, DIE AUFHORCHEN LASSEN Ebenso beeindruckend wie das Signal „Begrüßung“ war die Stille beim Gedenken an die bereits verstorbenen Weidkameraden: Franz Bodingbauer, Wartberg; Johann „Hans“

Bauer. St. Oswald b. Fr.; Hermann Viertelmayr, Tragwein; Franz Potscher, Waldburg b. Fr; Erich Lengauer, Neumarkt i. M.; Gustav Füxl, Liebenau; Friedrich Beyrl, Bad Zell; Josef Moser, Bad Zell; Franz Mayrwöger, Kefermarkt; Josef Friedrichkeit, Sandl; Helmut Pilz, Königswiesen; Dietmar „Didi" Greul, Rainbach; Leopold Affenzeller, Rainbach; KR Wolfgang Deim, Freistadt; Josef „Sepp“ Kugler, Freistadt; Josef Pichler, Freistadt; Leopold Klein, Sandl. Im Anschluss brachte Bezirksjägermeister Ing. Franz Auinger in seinem Bericht auch einige Zahlen: Dass die Jagd im Bezirk Freistadt „weiblicher“ wird, ist längst kein Trend mehr, sondern gelebte Realität. Der Frauenanteil kletterte auf über 13 %, was die Offenheit und die soziale Relevanz

des Weidwerks in der Region unterstreicht. Besonders hervorzuheben ist die Disziplin der Jägerschaft bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben. Mit einer Abschussplanerfüllung von 109 % bei den Schalenwildarten bewiesen die Reviere ihre Verlässlichkeit gegenüber der Land- und Forstwirtschaft. In Zeiten des Klimawandels und des Waldumbaus ist diese konsequente Bejagung das wichtigste Instrument für einen gesunden Mischwald der Zukunft.

WILDBRET ALS BOTSCHAFTER DER NACHHALTIGKEIT

Das Motto des Tages, „Jagen heißt, wertvolles Lebensmittel nachhaltig liefern“, traf den Nerv der Zeit. In ihrer Festrede fand Landesrätin

Michaela Langer-Weninger klare Worte zur ökologischen Bedeutung der Jagd. Wildfleisch sei das „ehrlichste Lebensmittel“ – regional gewachsen, stressfrei gewonnen und unübertroffen in seiner CO2-Bilanz.

Doch die Politik nahm die Jäger auch in die Pflicht und sicherte gleichzeitig Unterstützung zu. Im Umgang mit großen Beutegreifern wie dem Wolf forderte Langer-Weninger einen pragmatischen Ansatz: „Probleme lösen wir im Dialog an runden Tischen, nicht vor Gericht.“

Diese klare Ansage gegen die zunehmende bürokratische Regulierung der Jagd wurde vom Publikum mit großem Applaus quittiert. Die Jagd muss Management-Handlungsspielräume behalten, um Konflikte im ländlichen Raum proaktiv zu lösen.

ZWISCHEN DROHNEN UND TRADITION

Der Tätigkeitsbericht von BJM Franz Auinger verdeutlichte, wie modern die Jagd in Freistadt aufgestellt ist. Die Digitalisierung ist hier kein Fremdwort, sondern Werkzeug.

Kitzrettung:Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras ist mittlerweile Standard und rettete im vergangenen Jahr hunderte Rehkitze vor dem Mähtod.

Beutegreifermanagement: Bei der Fallenjagd auf Raubwild setzen die Jäger verstärkt auf digitale Fallenmelder, die via Smartphone eine tierschutzgerechte und effiziente Kontrolle rund um die Uhr ermöglichen.

Trotz aller Technik blieb Raum für das, was die Jagd im Kern ausmacht: Die Seele. Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner erinnerte in einem emotionalen Plädoyer daran, dass Jagd keine rein „technische Tätigkeit“ zur Bestandsregulierung ist. Es ist die tiefe, menschliche Bindung zur Natur und das Verständnis für biologische Kreisläufe, das die Jäger antreibt.

Zahlreiche Ehrungen als Zeichen für die generationenübergreifende Gemeinschaft der Jagd.

Goldener Bruch: Johann Rammer, Gutau; Alfred Buchberger, Schönau i. M.; Johann Holzmann, Erich Gattringer, Franz Haider, alle aus Unterweissenbach.

Ehrung für langjährige weidgerechte Jagdausübung: Rudolf Freudenthaler, Gutau, 60 Jahre; Johann Pichler, Hirschbach i. M., 60 Jahre; Maximillian Brandstetter, Neumarkt i. M., 60 Jahre; Karl Bauer, Stockerau, 60 Jahre; Horst Hametner, Bad Zell, 60 Jahre; Karl Fuchs, Neumarkt i. M., 60 Jahre; Michael Weglehner, Neumarkt i. M., 60 Jahre; Robert Bernhard, Unterweitersdorf, 70 Jahre.

Ehrungen erhalten zudem: Johann Wolfinger, Unterweitersdorf, 20 Jahre Jagdleiter; Johann Leitner, Kefermarkt, Biotop-Urkunde.

Raubwildnadel: Klaus Mulser Gutau; Josef König, St. Leonhard b. Fr.;

Otto Kern, St. Leonhard b. Fr; Wilhelm Steininger, St. Oswald b. Fr.; Ernst Wagner, Sandl.

Ehrung für langjährige Tätigkeit als Jagdhornbläser: Friedrich Hackl, Lasberg, 10 Jahre JHBL; Ing. Martin Mayringer, Pierbach, 10 Jahre JHBL; Johannes Konrad, Neumarkt i. M., 10 Jahre JHBL; Heinz Leitner, Königswiesen, 30 Jahre JHBL; Georg Hochgatterer, Klam, 30 Jahre JHBL; Richard Kern, Kaltenberg, 40 Jahre JHBL; Manfred Pammer, Windhaag b. Fr., 40 Jahre JHBL.

AUSBILDUNG: QUALITÄT VOR QUANTITÄT

Ein kritischer Blick fiel auf die Jungjägerausbildung. Mit einer Bestehensquote von rund 50% im Jahr 2025 zeigt sich, dass die Anforderungen an die grüne Zunft massiv gestiegen sind. Die Jagdprüfung ist kein Spaziergang, sondern ein fundiertes Examen in Biologie, Recht, Waffenkunde, Ökologie usw.. Dass dennoch 35 neue Teilnehmer im Kurs 2026 sitzen, beweist die ungebrochene Attraktivität des Handwerks Jagd.

Auch das Hundewesen – das „Rückgrat der weidgerechten Jagd“ – entwickelt sich weiter. Bezirkshundereferent Ewald Hammer verwies auf 191 geprüfte Jagdhunde im Bezirk.

Ein Highlight für das kommende Jahr wird der erste Schweißübungstag im Juli 2026 sein, bei dem die Arbeit auf der roten Fährte unter praxisnahen

Die Verleihung des Goldenen Bruches für 50 Jahre Mitgliedschaft. Die Ehrengäste des Bezirksjägertages 2026.

Bedingungen vertieft wird, um die Professionalität bei Nachsuchen weiter zu steigern.

EINIGKEIT ALS FUNDAMENT FÜR DIE ZUKUNFT

Abschließend appellierte BJM Auinger an die Geschlossenheit der Jäger im Bezirk. In einer Gesellschaft, die der Jagd teils kritisch gegenübersteht, sei ein geschlossenes Auftreten nach außen überlebenswichtig. „Einigkeit macht stark“, so Auinger.

Der Ausklang des Bezirksjägertages stand ganz im Zeichen der Kameradschaft.

JAHRESSTRECKE

BEZIRKSJÄGERTAG PERG ZUFRIEDENHEIT

Unter dem Motto „Zufriedenheit“ versammelte der Bezirksjägertag

Perg 2026 die Jägerschaft zu einem starken Bekenntnis für Hege und Tradition.

EIN FEST DER GEMEINSCHAFT UND

WERTE

Die Klänge der Jagdhornbläsergruppe Machland bildeten den feierlichen Rahmen, als Bezirksjägermeister (BJM) Franz Hanl vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal den diesjährigen Bezirksjägertag in Perg eröffnete. In seiner Begrüßung konnte Hanl eine stattliche Liste an Ehrengästen willkommen heißen, was den hohen Stellenwert der Jagd in der Region unterstrich. Neben dem Hausherrn, Bürgermeister LAbg. Anton Froschauer, erwiesen Landesrätin Michaela Langer-Weninger sowie die Führungsspitze des OÖ Landesjagdverbandes – angeführt von LJM Herbert Sieghartsleitner und seinen Stellvertretern Ing. Andreas Gasselsberger und Ing. Volkmar Angermeier – der Versammlung die Ehre. Auch die behördliche und landwirtschaftliche Ebene war prominent

Mit der Vorfreude auf das 25-jährige Jubiläum der Jagdhornbläser in Bad Zell im September 2026 verließen die Weidkameraden die Messehalle – im Wissen, dass die Jagd in Freistadt bestens für die kommenden Herausforderungen gerüstet ist.

ALS JAGDLICHES LEITMOTIV

vertreten: Bezirkshauptmann Ing. Mag. Werner Kreisl war ebenso anwesend wie Landesforstdirektor DI DI Gottfried Diwold sowie die Spitzen der Landwirtschaftskammer, Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl und BBK-Obmann Ing. Christian Lang.

IN STILLEM GEDENKEN

Ein Moment des Innehaltens gehörte jenen Kameraden, die im Jahr

2025 ihre letzte Reise antraten. Die Jägerschaft verabschiedete sich in Ehrfurcht von Karl Lehner (Naarn), Johann Kranzl (Pergkirchen), Alfred Friedrich Maria Waldhäusl (Klam), Georg Kragl (Pergkirchen), Josef Nißlmüller (Mitterkirchen), Josef Stiermayr (Bad Kreuzen), Anton Unterauer (Windhaag) und Karl Ebenhofer (Lebing). Ihr Wirken in den Revieren bleibt unvergessen.

Die neuen Träger des Goldenen Bruchs mit LRin Michaela Langer-Weninger (2. v. r.) und LJM Herbert Sieghartsleitner, Del. Magdalena Schachinger, BJM-Stv. Michael Hölzl und BJM Franz Hanl.

SCHULTERSCHLUSS MIT BEHÖRDE UND GRUNDEIGENTÜMERN

Bezirkshauptmann Mag. Werner Kreisl nutzte die Bühne, um der Jägerschaft seinen Dank für die professionelle Arbeit auszusprechen. Er präsentierte mit Mag. Dominik Behr einen neuen, fachkundigen Ansprechpartner für Jagdagenden in der BH Perg. Behr, selbst aktiver Weidmann, lobte die Disziplin im Bezirk: Mit einer Erfüllungsquote von 110,2 Prozent beim Rehwildabschuss wurde ein wesentlicher Beitrag zur Wald-Wild-Balance geleistet.

Auch BBK-Obmann Ing. Christian Lang hob die Geschlossenheit der Perger Jäger hervor. Er interpretierte das Motto „Zufriedenheit“ als notwendigen Gegenpol zur Hektik der modernen Welt und dankte für den respektvollen Umgang zwischen Jägern und Grundeigentümern – ein Fundament, ohne das nachhaltige Bewirtschaftung nicht möglich wäre.

DER TÄTIGKEITSBERICHT: ENGAGEMENT UND AUFWÄRTSTREND

DIE PHILOSOPHIE DES WEIDWERKS

In einer Zeit des technologischen Wandels setzte Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner einen wichtigen ethischen Akzent. Er mahnte, dass die Jagd trotz moderner Hilfsmittel niemals zum reinen „Effizienzstreben“ verkommen dürfe. Die Weidgerechtigkeit bleibe der moralische Kompass. Dem Wild eine faire Chance zu geben und mit Demut zu jagen, sei die Quelle jener „Zufriedenheit“, die BJM Hanl als Motto ausgegeben hatte. Jagd sei kein technisches Handwerk alleine, sondern eine tief verwurzelte Verantwortung.

Abgerundet wurde der fachliche Teil durch Bezirkshundereferent Hubert Reumann, der stolz auf über 120 geprüfte Jagdhunde im Bezirk verwies – eine unerlässliche Basis für tierschutzgerechtes Jagen. Landesrätin Langer-Weninger hob zudem die Bedeutung von Wildbret als regionales Premium-Lebensmittel hervor und lobte die konstruktive Zusammenarbeit beim neuen OÖ Jagdgesetz.

EHRUNGEN UND AUSZEICHNUNGEN

brunner, Eduard Schweighofer (Saxen); Friedrich Wahl (Schwertberg).

60 Jahre Jagdausübung: ÖR Alfred Reindl (Perg-Weinzierl); ÖR Karl Waldhör (Pergkirchen); Erich Hofstätter; Gottfried Ebner (Pabneukirchen).

65 Jahre Jagdausübung: Horst Moser sen. (Schwertberg); Horst Haider (Pabneukirchen); Josef Voggeneder, Erwin Wahl (Naarn – Revier Naarn Ort).

70 Jahre Jagdausübung: Ing. Ernst Froschauer (Naarn – Revier Au/Donau).

BJM Franz Hanl blickte auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Besonders die Jugendarbeit, etwa bei Ferienaktionen, liegt ihm am Herzen, um das Verständnis für die Natur bereits früh zu verankern. Dass das Interesse an der Jagd ungebrochen ist, zeigen die Zahlen: 39 neue Jägerinnen und Jäger bestanden die Prüfung, womit die Gemeinschaft im Bezirk auf 1.324 Mitglieder angewachsen ist. Bemerkenswert ist dabei der stetig steigende Anteil an Jägerinnen (aktuell 144). Erfreuliches gab es auch vom Wildbestand zu berichten. Dank gezielter Hege haben sich die Bestände von Feldhasen und Fasanen in den Revieren deutlich erholt. Hanl betonte, dass diese Erfolge das Ergebnis aktiver Lebensraumgestaltung sind. Das Pflanzen von Hecken und die Anlage von Biotopen seien „gelebter Naturschutz“, der weit über jagdbare Arten hinaus der gesamten Biodiversität – von Insekten bis zu Singvögeln – zugutekommt. JAHRESSTRECKE

Der feierliche Höhepunkt war die Würdigung verdienter Mitglieder, deren langjährige Treue und Einsatz das Rückgrat der Perger Jägerschaft bilden: Goldener Bruch: Leopold Stütz, Josef Gilhofer, Helmut Trinkl (Langenstein); Josef Brandstetter (St. Thomas/ Blasenstein); Johann Emhofer (Pergkirchen); Josef Kühberger, Anton Leh-

Jagdhornbläser-Abzeichen (JHBG Machland):

• 25 Jahre: Josef Killinger, Anton Lehbrunner, Anton Böhm

• 45 Jahre: Christian Penner

• 50 Jahre: Johann Mayrhofer; OSR Ernst Grüll

Ehrenzeichen verdienter Funktionäre: Gerhard Gubi (Grein), für seine 50-jährige Tätigkeit als Kassier.

Ausgezeichnet für langjährige Mitgliedschaft.

BEZIRKSJÄGERTAG

ROHRBACH ZWISCHEN BÖHMERWALD UND DONAU: ROHRBACHS JÄGERSCHAFT ZIEHT BILANZ

Es ist der 7. Februar 2026, ein Tag, der im Bezirk Rohrbach ganz im Zeichen der weidmännischen Gemeinschaft steht.

Schon am Vormittag füllte sich die Stadtpfarrkirche, wo Weidkamerad Pfarrer Dr. Stefan Prügl die traditionelle Hubertusmesse zelebrierte. Die Klänge der Jagdhornbläsergruppe Böhmerwald verliehen dem sakralen Raum eine Atmosphäre, die jedem Anwesenden verdeutlichte: Jagd ist in dieser Region weit mehr als ein Handwerk – sie ist ein tief verwurzeltes Kulturgut.

EIN VOLLES HAUS IM CENTRO

Nach dem feierlichen Auftakt verlagerte sich das Geschehen in das CENTRO Rohrbach. Dass das Interesse an den jagdlichen Entwicklungen ungebrochen ist, bewies der Ansturm. Mit rund 700 Besuchern war der Saal bis in die letzten Reihen gefüllt. Bezirksjägermeister (BJM) Martin Eis-

schiel begrüßte eine hochkarätige Gästerunde, darunter Bundesministerin Claudia Bauer – selbst Jägerin – sowie Bezirkshauptmann HR Mag. Valentin Pühringer. Bevor jedoch die Fakten des abgelaufenen Jagdjahres präsentiert wurden, gehörte der Moment der Stille.

Beim Signal „Halali - Jagd vorbei“ gedachte die Versammlung der zwölf im vergangenen Jahr verstorbenen Weidkameraden. Es ist dieser Respekt vor den Vorfahren, der die Basis für die künftigen Herausforderungen bildet, die BJM Eisschiel sogleich in den Fokus rückte.

DIE

STRECKE: REKORDE UND SORGENKINDER

In seinem Bericht konnte Eisschiel auf ein „sehr erfolgreiches Jagdjahr“ zurückblicken, doch die nackten Zahlen der Streckenliste offenbaren auch ökologische Verschiebungen. Das Rehwild bleibt mit über 6.000 Stück die tragende Säule im Bezirk,

wobei der Abschussplan mit 104 Prozent leicht übererfüllt wurde – ein Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Forstwirtschaft. Stabil präsentierte sich das Rotwild mit 82 Abschüssen, während das Schwarzwild mit 266 Stück weiterhin eine hohe Präsenz im Bezirk zeigt. Diskussionsstoff bot vor allem die Strecke der jagdbaren Beutegreifer (ehemals Raubwild) mit 1.374 Stück. Besorgniserregend ist hingegen die Situation beim Niederwild. Erstmals in der Geschichte des Bezirks wurden mehr Füchse als Feldhasen erlegt. Nur 489 Hasen konnten gestreckt werden, wobei viele Herbstjagden aufgrund der geringen Bestände konsequent abgesagt wurden.Neben dem Verlust an Lebensraum fordern hier auch der Straßenverkehr und die moderne Landwirtschaft ihren Tribut.

POLITIK UND GESELLSCHAFT:

DER BLICK VON AUSSEN

Bundesministerin Claudia Bauer unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung der Jagd als Dienst an der Natur. Sie fand klare Worte für die zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen. Oft realitätsfremde Ansichten, besonders aus urbanen Bereichen, erschweren die jagdliche Arbeit.

Hier müsse die Jägerschaft noch aktiver in den Dialog treten, um die Notwendigkeit von Hege und Regulierung verständlich zu machen. Bezirkshauptmann Mag. Valentin Pühringer ergänzte, dass die Jägerschaft im Bezirk Rohrbach ein unverzichtbarer Partner der Behörde sei, gerade wenn es um die Balance zwischen Wald und Wild geht.

v.l.nr.: LJM Herbert Sieghartsleitner, Landesrat Dr. Christian Dörfel, Bundesministerin Claudia Bauer, Franz Leitner (Ehrenzeichen Bronze OÖLJV), BJM Martin Eisschiel

EHRUNGEN: EIN LEBEN IM ZEICHEN DES GRÜNEN ROCKES

Ein Höhepunkt jedes Bezirksjägertages ist die Ehrung verdienter Persönlichkeiten. Das bronzene Ehrenzeichen des OÖ Landesjagdverbandes erhielt Berufsjäger Franz Leitner (EJ Sprinzenstein). Ob als Mitglied im Bezirksjagdausschuss, bei der Trophäenbewertung oder im Jungjägerkurs – Leitner gilt als Urgestein, das „immer da ist, wenn es gebraucht wird“.

Der „Goldene Bruch“ für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft beim OÖ LJV wurde verliehen an:

Reinhard Fischer (EJ Stift Schlägl); Alois Gahleitner (GJ Hörbich); Norbert Keplinger (GJ Haslach); Karl Mörzinger (GJ Altenfelden/Ulrichsberg); Franz Ortner (GJ St. Oswald/H.); OStR KR Dr. Stephan Prügl (EJ Stift Schlägl).

60 Jahre Jagdausübung

Wilhelm Eggerstorfer (GJ St. Stefan a.W.); Leopold Meisinger (GJ Arnreit); August Stöbich (GJ Sarleinsbach); Alfred Wiltschko (GJ Ulrichsberg); Alfred Zehetner (GJ Neustift i.M.).

Die Rebhuhnnadel für Lebensraumverbesserung erhielt Christian Deschka, GJ Peilstein i.M.

Die Raubwildnadel für besondere Verdienste um das Beutegreifermanagement erhielten Franz Lepschy (GJ Ahorn) und Christian Rammerstorfer (GJ Niederwaldkirchen).

Jagdhornbläser Anton Staltner, 45 Jahre JHBG Pfarrkirchen; Rupert Fartacek, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg;

Fritz Gattringer, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg; Manfred Krieg, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg; Heinrich Nigl, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg; Alfred Pröll, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg; Johann Walchshofer, 35 Jahre JHBG Ulrichsberg; Kurt Gierlinger, 25 Jahre JHBG Ulrichsberg; Rauscher Karl, 25 Jahre JHBG Pfarrkirchen; Lackner Andreas, 10 Jahre JHBG Böhmerwald. Eine besondere Ehrung wurde an Ing. Rupert Fartacek, als Obmann der JHBG Ulrichsberg für das 35 jährige Bestehen der JHBG verliehen.

ROHRBACH IN ZAHLEN:

EIN STABILER VERBAND

Die Statistik des Jagdjahres 2025/26 zeigt eine vitale Struktur im Bezirk:

• Jagdfläche: 81.755 ha in 57 Jagdgebieten (17 Eigenjagden).

• Jägerschaft: 980 Jahresjagdkarten, davon 91 Frauen – ein positiver Trend zur Weiblichkeit in der Jagd. Nachwuchs: 34 Jungjäger haben 2025 die Prüfung bestanden (gegenüber 28 im Vorjahr).

• Jagdschutz: 141 angelobte Jagdschutzorgane sorgen für Ordnung in den Revieren.

• Hundewesen: 153 gemeldete Jagdhunde leisten unverzichtbare Arbeit bei der Suche und Nachsuche.

GESCHLOSSEN IN DIE ZUKUNFT

Landesrat Dr. Christian Dörfel und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner beschlossen den Tag mit flammenden Plädoyers für die Einheit der Jägerschaft. Auch die künftigen Herausforderungen durch

v.l. LJM Herbert Sieghartsleitner, Landesrat Dr. Christian Dörfel, Bundesministerin Claudia Bauer und BJM Martin Eisschiel gratulierten den neuen Trägern des Goldenen Bruchs.

den zunehmenden Wolfsbestand im Grenzgebiet standen im Raum. Dank der professionellen Präsentation zahlreicher Fotos und Fakten auf der Leinwand blieb das Publikum bis zum letzten Moment hochkonzentriert.

BJM Martin Eisschiel schloss die Versammlung mit einem herzlichen Dank an alle Helfer und die engagierte Jägerschaft. Der Bezirksjägertag 2026 hat einmal mehr bewiesen, dass im Bezirk Rohrbach die Jagd nicht nur abgewickelt, sondern mit Herz, Verstand und tiefer Verantwortung für die Heimat gelebt wird.

JAHRESSTRECKE

Rotwild 82 85

Damwild 0 1

Sikawild 19 12

Schwarzwild 266 151

Feldhase 489 828

Fasan 60 48

Rebhuhn 5 6

Waldschnepfe 20 43

Wildente 379 376

Graugans 3 1

Wildtaube 142 190

Nilgans 8 0

Haselwild 0 0

Fuchs 572 544

Marder 580 577

Iltis 59 56

Dachs 133 115

Hermelin 20 15

Fischotter 5 3

Marderhund 1 0

Mink 1 0

Waschbär 3 2

BEZIRKSJÄGERTAG URFAHR UMGEBUNG

JAGD HAT ZUKUNFT: ZWISCHEN BRAUCHTUM UND HIGHTECH-MONITORING

Rund 500 Jägerinnen und Jäger sowie zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Land- & Forstwirtschaft sowie öffentlichem Leben versammelten sich heuer im Buchensaal in Puchenau unter einem klaren Motto: „Jagd hat Zukunft“.

Dass dieser Slogan keine leere Floskel ist, wurde bereits beim Auftakt deutlich. Die Kinder-Schuhplattler aus Oberbairing wirbelten über die Bühne und brachten eine Energie in den Saal, die symbolisch für den Generationswechsel in der Jägerschaft stand. Bezirksjägermeister (BJM) Sepp Rathgeb betonte in seiner Begrüßung, dass Zukunft nur dort entstehen kann, wo der Dialog zwischen den Generationen gepflegt wird. „Wir bewahren das Feuer, nicht die Asche“, so der Tenor.

VERANTWORTUNG FÜR DEN

LEBENSRAUM

In den Festreden wurde die Rolle der Jägerschaft als moderner Dienstleister für die Natur geschärft. Landesjägermeister-Stv. Andreas Gasselsberger rückte dabei ein Thema in den Fokus, das die kommenden Jahre prägen wird: das Wildtiermonitoring.

Jagd sei heute weit mehr als das Erlegen von Wild; sie ist eine wissenschaftlich fundierte Datenerhebung und aktiver Artenschutz. Die Jägerschaft ist der verlässliche Partner, wenn es darum geht, die Vitalität der Bestände und die Qualität der Lebensräume objektiv zu bewerten. „Jagd ist kein Relikt, sondern ein zukunftsorientierter Auftrag“, unterstrich Gasselsberger.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:

EIN REKORDJAHR FÜR DIE

STRECKENLISTE

Der Tätigkeitsbericht von BJM Sepp Rathgeb bot einen detaillierten Einblick in die beeindruckende Leistungsbilanz des Bezirks. Auf einer Gesamtfläche von rund 66.000 Hektar werden 48 Jagdgebiete (35 Genossenschafts- und 13 Eigenjagden) mit enormem Engagement betreut. Besonders hervorzuheben ist die Disziplin bei der Abschussplanung. Beim Rehwild wurde mit 5.558 Erlegungen eine Planerfüllung von 103 Prozent erreicht. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer engen Abstimmung zwischen Jägerschaft, Grundeigentümern, Forstdienst und Behörden.

DIE STRECKENLISTE IM DETAIL:

Rehwild: 5.558 Stück (103 % Erfüllung)

Schwarzwild: 214 Stück

Rotwild: 17 Stück

Niederwild: 1.619 Stück

(Hase, Fasan, Ente etc. – ein Rückgang um 11,2 %)

Raubwild/Beutegreifer: 815 Stück (Fuchs, Marder, Dachs, Fischotter etc.)

Die hohe Strecke bei den Beutegreifern dokumentiert den massiven Druck durch anpassungsfähige Beutegreifer in der Kulturlandschaft. Hier leistet die Jägerschaft einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz sensibler Bodenbrüter und anderer bedrohter Arten.

DIE „GRÜNE MATURA“ UND DER WEIBLICHE AUFSCHWUNG

Der erfreuliche Trend, dass die Jagd jünger und weiblicher wird, setzt

sich auch im Bezirk Urfahr fort. Von den aktuell 1.319 Jagdkarteninhabern sind bereits 11 Prozent Frauen –Tendenz steigend. Dass das Interesse am Handwerk Jagd ungebrochen ist, zeigen auch die Ausbildungskurse. Im vergangenen Jahr legten 40 Jungjägerinnen und Jungjäger erfolgreich die Prüfung ab. Der Vorbereitungskurs für 2026 ist bereits jetzt wieder restlos ausgebucht. Dies beweist, dass das Bewusstsein für Naturzusammenhänge und nachhaltige Nutzung in der breiten Bevölkerung tief verankert ist.

ARBEIT MIT HANDSCHLAGQUALITÄT

Bezirksjägermeister Rathgeb nutzte die Bühne, um den 1.174 Jägern und 145 Jägerinnen im Bezirk seinen Dank auszusprechen. Die Jagd in Urfahr-Umgebung zeichnet sich durch eine hohe ethische Verantwortung aus. Neben der Hege und der Erfüllung der Abschusspläne investieren die Mitglieder tausende Stunden in die Öffentlichkeitsarbeit und die Ausbildung von Jagdhunden. 137 angelobte Jagdschutzorgane sorgen zudem für die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Revier.

EHRUNGEN: EIN LEBEN IM DIENST DER NATUR

Ein Bezirksjägertag ist auch ein Moment der Wertschätzung. Für ihre jahrzehntelange Treue und ihren unermüdlichen Einsatz wurden verdiente Weidkameraden vor den Vorhang geholt.

Goldener Bruch (50 Jahre): Hubert Hofstadler, Franz Mühlberger, Erich Neugschwandtner, Franz Prammer,

Leopold Schmid, Karl Glaser und Leopold Jungbauer.

60 Jahre Jäger: Edward Preining, Josef Kaineder, Alfred Süss, Gertraud Glaser und Peter Helm.

65 Jahre: Erich Speta.

70 Jahre: Albert Hanl und Friedrich Puchner.

Für besondere Erfolge in der Raubwildbejagung wurden Andreas Pilz, Günther Stumptner und Patrick Gattringer mit der Raubwildnadel ausgezeichnet. Auch das Brauchtum

kam nicht zu kurz: Die Alberndorfer Jagdhornbläser und das ParforceJagdhornbläsercorps Nordwald sorgten für die feierliche musikalische Umrahmung.

PROMINENTE UNTERSTÜTZUNG

Die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste – angefangen bei Landtags-Präsident Max Hiegelsberger über Bezirkshauptmann Ferdinand Watschinger bis hin zu Vertretern der Blaulichtorganisationen und der Landwirtschaftskammer – unter-

LINZER JAGDKLUB AUF AUSFLUG

Die Klubkameraden Mag. Riedler und Nober organisierten einen Ausflug ins Salzkammergut nach Grundlsee, mit Unterkunft im „Mon-

di Resort Hotel“. Das Programm bot für alle etwas: Die Annehmlichkeiten des Hotels wurden genossen, ein zünftiger Frühschoppen bei einem

Alle verdient Geehrten beim heurigen Bezirksjägertag.

strich den hohen Stellenwert der Jagd als gesellschaftliche Säule. Die Redner waren sich einig: Die Jäger sind die Anwälte der Natur, deren Expertise gerade in Zeiten des Klimawandels und schwindender Lebensräume unverzichtbar ist.

FAZIT

Der Bezirksjägertag in Puchenau war mehr als eine Pflichtveranstaltung. Er war eine Leistungsschau, die bewies, dass die Jagd in Urfahr-Umgebung modern, fachlich fundiert und fest in der Gesellschaft verankert ist. Wenn Tradition (Schuhplattler) und Moderne (Monitoring) so harmonisch ineinandergreifen, darf man getrost sagen: Weidmannsheil – die Zukunft kann kommen.

Jagdkameraden sorgte für gesellige Stunden, und bei einer „Lechpartie“ wurden auf Holzscheitern gebratene Saiblinge verkostet.

Den krönenden Abschluss bildete der Besuch des Altausseer Kirtags, der den gelungenen Ausflug stimmungsvoll abrundete.

WILDMEISTER HUBERT KOCH – EIN RÜSTIGER 90ER

Am 24. Oktober 2025 vollendete Wildmeister Hubert Koch sein 90. Lebensjahr. Trotz seines hohen Alters ist er noch immer bemerkenswert aktiv, interessiert und von großer Schaffenskraft. Seit mehr als 70 Jahren ist der gebürtige Kärntner leidenschaftlicher Jäger – auch wenn seine erfolgreiche Berufsjägerlaufbahn in Bad Ischl längst beendet ist. Heute lebt er mit seiner Familie wieder in seiner geliebten Heimat am Heitzelsberg in Eisentratten.

Sein jagdliches Können, insbesondere seine umfassende Rotwilderfahrung, sein großes Engagement und sein breites Fachwissen machten ihn weit über die Grenzen hinaus bekannt.

1980 wurde er als Rotwildexperte in das damals 70.000 Hektar große Revier „Parque Diana“ nach Argentinien entsandt. Über 30 Jahre wirkte

er dort als Pirschführer, auch in den argentinischen Anden.

Der OÖ Berufsjägerverband wählte ihn zum Obmann; 1994 wurde er in Würdigung seiner Verdienste um die Berufsjägerschaft zum Wildmeister

GROSSRAMING. Otto Hundegger ist weit über die Reviergrenzen bekannt. Der passionierte Jäger mit 70-jähriger Jagderfahrung konnte zu seinem 90. Geburtstag eine kapitale 13-jährige „Einser Gamsgeiß“ erlegen.

ernannt. Als erfahrener Gebrauchshundeführer wusste er stets um die Bedeutung eines geprüften Hundes im praktischen Jagdbetrieb. Der Österreichische Schweißhundeverband dankte ihm anlässlich seines 90. Geburtstages mit einer Ehrenurkunde für seine langjährige Mitgliedschaft sowie seine Tätigkeit als BGS-Züchter „vom Aufzug“.

Auch heute noch haben jagdliche Traditionen für ihn großen Stellenwert. Mit handwerklichem Geschick – vom Bartbinden bis zur kunstvollen Verarbeitung von Hirschhorn zu Schmuck und Jagdmessern – bereitet er vielen Liebhabern Freude.

PICHL BEI WELS. Lebensgeiß: Unter diesen Begriff muss man wohl das äußerst seltene Jagderlebnis einordnen, über das sich Gerhard Gruber, Jagdleiter von Pichl bei Wels, in diesem Jahr freuen durfte. Er konnte eine Perückengeiß zur Strecke bringen, deren Haupt schon großflächig überwuchert war.

SPANNEND, LEHRREICH UND FÜR DIE GESUNDHEIT UND DAS WOHLBEFINDEN UNENTBEHRLICH

Einen Nachmittag in freier Wildbahn erlebten am 20. November beinahe 30 Mitglieder des Seniorenbundes Pucking. Ausgerechnet am Tag der ersten Schneeflocken machte sich eine interessierte Gruppe von Pu-

JÄGERSCHAFT

ckingerinnen und Puckingern mit fachlicher Führung am Weg in das Jagd- und Naturschutzgebiet von Gerald Mairanderl. Dort wurden interessante Erkenntnisse über unsere Natur und die Jagd vermittelt. Alle

UNTERSTÜTZT DIE LANDJUGEND

UND DIE BÄUERINNEN DES BEZIRKES

Zum alljährlichen Höhepunkt im Ballgeschehen des Bezirkes Steyr gehört unweigerlich der „Ball der 1000 Blüten“ im VAZ Garsten, der von den Bäuerinnen und der Landjugend des Bezirkes organisiert wird.

Auch die Jägerschaft des Bezirkes unterstützte diesen Ball wieder und mit dem grandiosen jagdlichen Tischschmuck war der Jäger:innen-Tisch eine Augenweide für alle Ballbesucher.

Als einen der Hauptpreise spendete die Jägerschaft zudem (in Gutscheinform) das Wildbret eines Maibockes. Zur Freude der strahlenden Gewinnerin natürlich küchenfertig zerwirkt.

Beteiligten zeigten sich über den Naturreichtum und das Zusammenspiel der heimischen Tier- und Pflanzenwelt höchst beeindruckt. Zu einzelnen Projekten (Naturschutz) folgten kurze Diskussionen und spezielle Fragen wurden prompt und ausreichend beantwortet. Teilnehmer, die Jahrzehnte in Pucking wohnen, zeigten sich über die positiven Entwicklungen im Naherholungsgebiet der Puckinger Au überrascht und lauschten gespannt den sachlichen und verständlichen Erklärungen. Abschließend bedankte sich Franz Almesberger und Gerald Mairanderl für die Teilnahme mit einem Weidmannsheil und dem Resümee, dass unsere Natur alle Aufmerksamkeit jedes einzelnen verdient.

Franz Almesberger

Der Jägertisch u.a. mit BJM Rudi Kern (vorne links) und Del. Walter Winklerebner (3.v.r.).

WEISSE FAHNE BEI DER „GRÜNEN MATURA“

DER HBLA ELMBERG

Im Freigegenstand Jagd und Fischerei absolvierten 19 Schülerinnen und Schüler der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Elmberg eine fundierte Vorbereitung auf die Jagdprüfung.

Verantwortungsbewusstseins gefestigt.

Am 3. und 4. November 2025 stellten die Teilnehmer ihr Wissen und Können im Rahmen der theoretischen und praktischen Teilprüfungen unter

Die erfolgreichen Absolventinnen

Auch am zweiten Tag bestanden alle Jagdprüfungswerberinnen und -werber die Jagdprüfung.

Über ein Jahr hinweg erarbeiteten sie sich umfangreiche Kenntnisse in allen prüfungsrelevanten Fachgebieten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der sicheren Handhabung und dem präzisen Einsatz von Jagdwaffen und Munition. Diese praktischen Fertigkeiten wurden durch wiederholtes Üben und konsequente Schulung des

Beweis und bestanden alle die Jagdprüfung.

Kursleiter Johannes Zehethofer, Lehrer an der HBLA Elmberg sowie selbst aktiver Landwirt und Jäger, verweist auf die Bedeutung dieses Zusatzangebots innerhalb der Ausbildung: „Der Freigegenstand Jagd und Fischerei habe sich als erfolgreiches Bildungsmodell etabliert, das jagdliche Fach-

kompetenz, naturkundliches Wissen und gelebten Naturschutz in idealer Weise vereine. Jagd fördere Verantwortungsbewusstsein und ein vertieftes Verständnis ökologischer Zusammenhänge – Qualifikationen, die sowohl in der landwirtschaftlichen Praxis als auch im Umgang mit Wildtieren von zentraler Bedeutung sind.“

WEISSKIRCHEN A. D. TRAUN. Im Frühjahr befreite Franz Lehner einen älteren Bock im Bast im genossenschaftlichen Jagdgebiet Weißkirchen an der Traun aus einer misslichen Lage. Der Bock hatte sich vollkommen, ohne Chance sich aus eigener Kraft zu befreien, in einem Zaun verheddert.

Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem abnormen Bock, den Franz Lehner im August erlegen konnte, um den gleichen Bock handelt.

des ersten Tages mit den Ausbildnern und Prüfern.

ST. MARTIN VERTEIDIGT TITEL GEGEN 26 ANDERE MOASCHAFTEN

Am 31. Jänner 2026 fand in St. Peter das 21. Bezirkseisstockturnier der Jäger statt. Veranstaltet wurde das traditionelle Turnier von den Vorjahres-

TAROCKTURNIER

siegern aus der Gemeinde St. Martin, die erneut für eine gelungene Durchführung sorgten.

2025 –JAGDGESELLSCHAFT

ST. VEIT I. M.

Bereits zum 3. Mal veranstaltete heuer die Jägerschaft St. Veit i. M. im Rahmen des Mühlviertler Tarockcups ein Turnier. Die perfekte Organisation des Turniers erfolgte durch Harald Weissengruber, wobei 124 Teilnehmer zum Vorstadtwirt nach St. Veit kamen.

Zusätzlich zu den Geldpreisen für die besten Drei gab es weitere 25 „Genusspreise“, ein Sackerl mit Rehwürsten, sowie sechs Sonderpreise in Form von Nistkästen zu gewinnen. Das Turnier gewann Rudolf Stürmer, zweiter wurde Ernst Hartl, Dritter Siegfried Kepplinger.

NIEDERKAPPEL. Der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte pensionierte Gastwirt und leidenschaftliche Weidmann August „Gustl“ Aumüller, der im Vorjahr seinen 95. Geburtstag feierte, erlegte im August in seinem ehemaligen Revierteil Weikersdorf – heute unter der Leitung seines Sohnes und Jagdleiters Erich – diesen alten Rehbock.

Aumüller legte bereits 1947 mit 17 Jahren die Jagdprüfung ab – die Anreise zum Kurs nach Rohrbach erfolgte wöchentlich mit dem Fahrrad. 1956 absolvierte er in Linz die Berufsjägerprüfung. Er war 56 Jahre Pächter in Niederkappel, Träger des Goldenen Bruches, seit 70 Jahren Jäger, 65 Jahre Hundeführer sowie Gründungsmitglied des Deutschen Jagdterrier-Clubs. Seine Leidenschaft für die Jagd und die Natur ist ungebrochen. Noch immer betreut er seine Fütterungen in Grafenau und begeistert mit seinen Erzählungen Jungjäger wie auch seine Enkel Felix und Laurenz, die derzeit die Jagdprüfung ablegen und das jagdliche Brauchtum in seinem Sinne weiterführen.

Harald Weissengruber, Ernst Hartl, Rudolf Stürmer, Siegfried Kepplinger und Jagdleiter Dr. Wolfgang Weigl (v.l.n.r.).

NEUES AUF DEM JAGDSEKTOR.

Die Erlebnismesse in Ostösterreich

APROPOS JAGD, HUND & TRADITION

Von 24. bis 26. April 2026 findet in der Arena Nova in Wiener Neustadt die Apropos Jagd, Hund & Tradition statt. Die Erlebnismesse in Ostösterreich verbindet Fachinformation, Praxis und Unterhaltung rund um Jagd, Hund, Natur und Outdoor und richtet sich bewusst nicht nur an Jä-

2026 auf dem erweiterten Hundeprogramm. Neben Jagdhundepräsentationen werden auch Rettungs- und Polizeihunde vorgestellt. Stündliche Vorführungen geben spannende Einblicke in Ausbildung, Einsatzbereiche und das Zusammenspiel von Hund und Mensch. Ergänzend lädt

ger:innen, sondern auch an Familien und Kinder.

Geöffnet ist die Messe am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April 2026, jeweils von 09:00 bis 18:00 Uhr, sowie am Sonntag, 26. April 2026, von 09:00 bis 17:00 Uhr.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt

der Stammtisch des Österreichischen Kynologenverbandes zum fachlichen Austausch ein.

Ein weiteres Highlight ist der deutlich ausgebaute Naturlehrpfad, der in Kooperation mit Haykid, Jagdschein.at und der LFS Warth reali-

siert wird. Die Fläche wird im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und ist speziell auf Familien ausgerichtet: Kinder entdecken Naturthemen spielerisch und mit allen Sinnen.

Das jagdliche Rahmenprogramm bietet praxisnahe Inhalte zu Bewegungs- und Niederwildjagd, Kitzrettung sowie aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP). Ergänzt wird das Angebot durch moderne Nachtsichttechnik, Messerschleifen vor Ort, Wildsommeliers sowie Live-Formate wie Zerwirkdemonstrationen, Kochen und Grillen mit regional bekannten Köchen. Jagdhornbläser sorgen für traditionelle Akzente, im Freigelände erwarten die Besucher:innen eine Bogensport-Sonderschau sowie die Sonderschau abnorme Rehböcke. Zusätzlich kooperiert die Messe mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Jagd- und Outdoorbereich, darunter Martin Rank, Patrick Gamberoni und Christoph Studeny.

Die Apropos Jagd, Hund & Tradition zeigt 2026, wie vielseitig Naturthemen sein können – fachlich fundiert, praxisnah und familienfreundlich.

www.apropos-jagd.at

NEUE. BÜCHER.

KOSMOS

www.kosmos.de

Stefan Mayer

PERFEKT PIRSCHEN

Erscheinungstag: 20. 04. 2026

Seiten: 176 | Hardcover

Format: 24 x 17 mm

ISBN: 978-3-440-18397-7

Preis: € 28,00

Aktives Pirschen gilt als die Krone der Jagd und ist äußerst anspruchsvoll. Wer hier Fehler macht, bleibt nicht nur erfolglos, sondern vergrämt sein Wild unter Umständen sogar nachhaltig.

Forstmann Stefan Mayer vermittelt in diesem Ratgeber, wie, wann und wo erfolgreiches Pirschen auf unterschiedliche Wildarten funktioniert – am Tag und bei Nacht.

QUELLE & MEYER VERLAG

www.quelle-meyer.de

Sven Herzog DIE WILDTIERE MITTELEUROPAS

Seiten: 648 | über 200 farb. Abb., 129 Verbreitungskarten, Format: 14,8 x 21 cm

ISBN: 978-3-494-01823-2

Preis: € 39,95

Vom Alpenschneehuhn über Fasane und Rehe bis hin zu Wölfen –wer mehr über unsere heimischen Wildtiere wissen möchte, der braucht dieses Buch! Sven Herzog, Professor für Wildökologie und Jagdwirtschaft, behandelt in diesem Buch alle wichtigen Säugetiere und Vögel. Die Tierporträts informieren über die Naturgeschichte und Verbreitung, den Lebensraum, die Ernährung und Fortpflanzung sowie über das Management der Wildtiere. Ein Buch, das allen Nutzen bringen wird, die in den Bereichen Jagd, Forst und Naturschutz unterwegs sind oder die relevanten Fächer studieren.

KOSMOS

www.kosmos.de

Hofmann

WILDWURST SELBST HERSTELLEN

Seiten: 160

Format: 24 x 17 cm

ISBN 978-3-440-18101-0

Preis: € 24,00

In diesem Buch zeigt Hobbykoch und Wildwurstexperte Markus Hofmann (@rehzept), wie vielseitig Wildfleisch sein kann, gibt wertvolle Tipps zu Gerätschaften, Verarbeitung und Verwertung auch suboptimaler Wildteile und teilt seine leckersten Rezepte für Wurst, Schinken und Fleischkäse. So gelingt die Wildwurst garantiert und wird zum Highlight auf dem nächsten Grillabend!

STOCKER-VERLAG

www.stocker-verlag.com

Eugenie und Gerd H. Meyden

GEMEINSAM AUF DER PIRSCH

Seiten: 176 | Hardcover zahlreiche Farbabbildungen

Format: 13 x 20,5 cm

ISBN: 978-3-7020-2312-6

Preis: € 22,00

Erstmals veröffentlicht Gerd H. Meyden zusammen mit seiner Frau Eugenie ein Buch: Die gemeinsame Leidenschaft für die Jagd hat dem Ehepaar viele Erlebnisse beschert. Für beide steht nicht das Erlegen der Beute im Vordergrund, sondern das Erleben der Natur und ihrer Geschöpfe sowie das Wahrnehmen der vielfältigen Stimmungen auf dem Ansitz und der Pirsch.

Markus

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IMPRESSUM

Redaktion, Geschäftsführung und Anzeigenverwaltung:

OÖ Landesjagdverband

Schloss Hohenbrunn, Hohenbrunn 1 4490 St. Florian, Telefon: 0 72 24/20 0 83

E-Mail Landesjagdverband: office@ooeljv.at

E-Mail OÖ Jäger: ooe.jaeger@ooeljv.at

Homepage: www.ooeljv.at

Redaktionsausschuss:

Leiter Mag. Christopher Böck, Geschäftsführer und Wildbiologe des Landesjagdverbandes

Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):

LJM-Stv. Ing. Volkmar Angermeier

Dr. Roman Auer

DI DI Gottfried Diwold

BJM Martin Eisschiel

LJM-Stv. Ing. Andreas Gasselsberger

Johann Hackl

DI Hanspeter Haferlbauer

BJM-Stv. Ing. Elfriede Mayr

Beate Moser

Mag. Benjamin Öllinger

HR DI Josef Rathgeb

GF a. D. Helmut Sieböck

LJM Herbert Sieghartsleitner

Kons. Helmut Waldhäusl

Redaktionschluss:

1. Februar, 1. Mai, 1. August, 1. November

Achtung: Kurzfristige Terminänderungen können mitunter nicht berücksichtigt werden.

Herausgeber, Medien-Alleininhaber, Verleger:

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Druckauflage: 22.500 Exemplare

Der OÖ Jäger dient der Bildung und Information der OÖ Jägerschaft; er erscheint vierteljährlich und gelangt an alle oberösterreichischen Jäger zur Verteilung. Beiträge, welche nicht der offiziellen Meinung des OÖ Landesjagdverbandes entsprechen, sind mit Namen des Autors als solche gekennzeichnet.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der Regel die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

SONNE & MOND (Auf- und Untergänge)

MÄRZ

APRIL

MAI

JUNI

09:08

S 05:03 21:00 01:03 11:40 8 F 05:33 20:26 01:56 10:17 8 M 05:02 21:01 01:18 12:53 9 S 05:31 20:27 02:21 11:28 9 D 05:02 21:02 01:33 14:07

M 05:28 20:30 02:58 13:55

D 05:01 21:03 02:07 16:47 12 D 05:27 20:31 03:14 15:10 12 F 05:01 21:03 02:29 18:14 13 M 05:25 20:33 03:29 16:29 13 S 05:01 21:04 02:58 19:43

14 D 05:24 20:34 03:46 17:51 14 S 05:01 21:05 03:39 21:04

15 F 05:23 20:35 04:06 19:18 15 M 05:01 21:05 04:36 22:11

16 S 05:22 20:37 04:31 20:48 16 D 05:01 21:05 05:51 22:59 17 S 05:20 20:38 05:06 22:15 17 M 05:01 21:06 07:16 23:34 18 M 05:19 20:39 05:54 23:29 18 D 05:01 21:06 08:43 23:59 19 D 05:18 20:41 07:00 – 19 F 05:01 21:06 10:06 –20 M 05:17 20:42 08:18 00:26 20 S 05:01 21:07 11:25 00:18

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22 F 05:15 20:44 11:06 01:35 22 M 05:02 21:07 13:51 00:49

23 S 05:14 20:45 12:25 01:56 23 D 05:02 21:07 15:02 01:04

24 S 05:13 20:47 13:39 02:13 24 M 05:02 21:07 16:12 01:19

25 M 05:12 20:48 14:51 02:28 25 D 05:03 21:07 17:22 01:38 26 D 05:11 20:49 16:01 02:43 26 F 05:03 21:07 18:31 02:00 27 M 05:10 20:50 17:11 02:57

ACHTUNG! Die Zeitangaben beziehen sich auf den Raum Linz. Bei Leerfeld findet der Mond-Auf-/Untergang bereits am Vor- bzw. Folgetag statt. Quelle: www.timeanddate.de

Neumond Halbmond zunehmend Vollmond Halbmond abnehmend

Jagd & Hege.

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Für alle Jäger:innen des OÖ Landesjagdverbandes: Die Jagd- und Hegeversicherung 2026/27!

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Bitte beachten Sie:

Die Erweiterung des Versicherungsschutzes durch die freiwillige „Jagd- & Hege-Versicherung“ ist nur möglich, wenn Sie bereits eine gültige Jagdkarte besitzen. Weidmanns-

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heil für 2026!

D Rechtsschutzversicherung-Verwaltungsverfahren bei Entzug der Jagdkarte oder Verhängung Waffenverbot (Gültig bei mehr als 50 % Obsiegen)

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