Markt | Interview
«Stihl-Produkte werden grundsĂ€tzlich ĂŒber FachhĂ€ndler vertrieben, welche die qualitativen Anforderungen unserer Fachhandelsvereinbarung erfĂŒllen», betont Bertram Kandziora. Bilder: Stihl
MĂŒhelos in und mit der Natur arbeiten Stihl ist bekannt fĂŒr seine MotorsĂ€gen, hat sich jedoch zu einem umfassenden GerĂ€teanbieter fĂŒr Profis und Privatkunden entwickelt. Die «Schweizer Landtechnik» sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Bertram Kandziora. Roman Engeler
Schweizer Landtechnik: Eigentlich wollten wir dieses Interview bereits im FrĂŒhjahr durchfĂŒhren, Corona machte diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Wie ist Stihl durch diese Krise, die ja noch nicht vollstĂ€ndig ausgestanden ist, gekommen? Bertram Kandziora: Der Vorstand (GeschĂ€ftsfĂŒhrung) von Stihl rechnete zu Beginn dieser Pandemie mit monatlichen RĂŒckgĂ€ngen beim Umsatz um rund 30â%. Dies, nachdem wir gut ins Jahr 8
Schweizer Landtechnik 10 2020
2020 gestartet sind und in den ersten beiden Monaten beim Umsatz deutlich ĂŒber Vorjahr lagen. Wir hatten uns aufgrund der Pandemie auf niedrigere VerkaufsÂstĂŒckzahlen eingestellt, die entsprechenden Massnahmen, wie beispiels weise das Herunterfahren unserer Produktion, aber bewusst nicht umgesetzt. Im Gegenteil: Wir haben weltweit weiter produziert â unter strengen Schutzmassnahmen unserer Belegschaft. Zum GlĂŒck, denn es kam anders als befĂŒrchtet. Wir
mussten zwar in den Monaten MĂ€rz und April wegen Corona ein Minus von rund 10â% beim Absatz hinnehmen, seit Mai hat die Nachfrage nach Stihl-Produkten aber wieder deutlich zugenommen, sodass Absatz und Umsatz derzeit erheblich ĂŒber Vorjahr liegen. Haben Sie eine ErklĂ€rung dafĂŒr? Es waren vor allem die Privatkunden, die wegen Corona in vielen AktivitĂ€ten wie dem Besuch von Veranstaltungen oder