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Der Fotograf Karl Lagerfeld Als Designer und Modeschöpfer hat Karl Lagerfeld die Modewelt des 20. Jahrhunderts geprägt wie kein anderer. Schon Mitte der 1950er Jahre begann der gebürtige Hamburger seine Karriere in Paris, spätestens als Chefdesigner des französischen Modehauses „Chanel“ wurde er ab Anfang der 80er Jahre auch jenseits der Laufstege berühmt. Weißer Zopf, Stehkragen und Sonnenbrille wurden zum Markenzeichen des ebenso genialen wie exzentrischen Künstlers, den Fans und Presse auch „Modezar“ oder „Kaiser Karl“ nannten. Seinem fotografischen Schaffen widmet sich ab 8. März eine Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle.
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„Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ ist der ebenso knappe wie aussagekräftige Titel der Sonderausstellung, die es in dieser Form in Mitteldeutschland noch nicht gegeben hat. Ohnehin waren die fotografischen Werke des vor rund einem Jahr verstorbenen Designers bisher hauptsächlich international zu sehen. Die Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg ist zudem die letzte, an der Lagerfeld persönlich mitgewirkt hat. Gestaltet wird sie in
Zusammenarbeit mit dem Göttinger Verleger Gerhard Steidl, den der Modeschöpfer einst als den „besten Drucker der Welt“ bezeichnete und mit dem er fast 30 Jahre lang eng zusammenarbeitete. Seit 1993 wurden alle Bücher, Kataloge, Werbe- und Pressematerialien für Lagerfeld und „Chanel“ im Verlag Steidls gedruckt. Zusammen mit Eric Pfrunder, dem künstlerischen Leiter der Imageabteilung von „Chanel“, ist Steidl auch Kurator der Ausstellung. Die rund 300 Fotografien