BODYMEDIA Fitness-Ausgabe 4-2022

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MAGAZIN INTERVIEW

DER FITNESSMARKT IN AFRIKA UND DEN GOLFSTAATEN

Interview Constantin Wilser

Krasser könnten die Gegensätze nicht sein. Während in Großteilen Afrikas große Armut herrscht, scheint in den Golfstaaten Geld keine Rolle zu spielen. Einer, der beide Fitnessmärkte sehr gut kennt, ist Yves Preissler. Welche Potenziale er im afrikanischen Markt sieht und wodurch sich die Studios in den Golfstaaten auszeichnen, verrät er im BODYMEDIA-Interview. BODYMEDIA: Wie kam es dazu, dass du dich als gebürtiger Deutscher mit deinem Business auf den afrikanischen Fitnessmarkt fokussierst? Yves Preissler: Ich bin nach Afrika, genauer gesagt nach Nairobi in Kenia eingeladen worden, um dort ein Projekt zu realisieren. Dort habe ich sehr viel Potenzial gesehen, anschließend den Markt gründlich erforscht, einen umfangreichen Businessplan erstellt und meine eigenen Projekte gestartet. Das erste Fitnessstudio, der AFROFIT Club in Nairobi, hat am 3. Januar dieses Jahres eröffnet. 86

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BODYMEDIA: Wir alle kennen den deutschen bzw. die europäischen Fitnessmärkte, die geprägt sind von verschiedenen Ketten und Premiumsowie Discountstudios. Kannst du uns bitte einen groben Überblick geben, wie wir uns die Fitnesslandschaft in Ostafrika vorstellen können? Wo gibt es Gemeinsamkeiten zu Deutschland, worin liegen die Unterschiede? Yves Preissler: Der ostafrikanische Fitnessmarkt ist ein sehr junger Markt. Es gibt ca. 65 Studios in Nairobi. Dabei handelt es sich größtenteils um Keller-Gyms mit überwiegend sehr altem Equipment. Studios, die man von der

Ausstattung her mit denen in Europa vergleichen könnte, gibt es lediglich zwei bis drei. Eines davon ist unser Studio. BODYMEDIA: Welche Wünsche hat die Bevölkerung in Ostafrika an ein Fitnessstudio? Yves Preissler: Die Wünsche der Menschen sind eigentlich recht einfach. Sehr wichtig, auch wenn es komisch klingt, sind warme Duschen. Warme Duschen können nicht täglich genutzt werden, denn die Mehrheit der Menschen hat kein fließendes Wasser. Vorausgesetzt werden neben Klima-


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